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GM läutet Zukunft ein Cadillac fährt demnächst ohne Fahrer

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Ganz so eigenständig wie KITT in der Kult-TV-Serie "Knight Rider" sind die neuen Cadillacs dann aber doch noch nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Was früher noch Science Fiction war, wird jetzt langsam Realität. Der US-Autokonzern General Motors will demnächst ein Auto bauen, das teilweise ohne Fahrer auskommt.

Der US-Konzern General Motors (GM) will ab 2017 Autos bauen, die unterwegs zeitweise ohne Eingriffe des Fahrers auskommen. Ein System mit dem Namen "Super Cruiser" soll es ermöglichen, dass bestimmte Modelle der Cadillac-Reihe im Stau oder bei langen Autobahnfahrten selbst die Geschwindigkeit anpassen und die Spur halten können, sagte GM-Chefin Mary Barra in Detroit.

Ebenfalls ab 2017 will GM demnach eine Technik für die Kommunikation zwischen Autos einführen. So sollen die Wagen Informationen über ihre genaue Position, ihre Geschwindigkeit und ihre Fahrtrichtung austauschen können, um Staus und Unfälle zu verhindern.

"Wir machen das nicht einfach um der Technologie willen. Wir machen das, weil Kunden auf der ganzen Welt es so wollen", erklärte Barra. Es gehe darum, den Autoverkehr sicherer zu machen. Die Nachfrage nach entsprechender Technik sei nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und China vorhanden. Konkurrenz könnte GM langfristig von ungewohnter Seite bekommen. Der Internetriese Google hat nach eigenen Angaben einen Prototyp eines völlig autonom fahrenden Autos entwickelt.

Die Zukunft selbstfahrender Autos ist nach Meinung von Experten nah: Laut einer Studie des US-Analyseunternehmens IHS Automotive sollen bereits im Jahr 2025 rund 230.000 eigenständig fahrende Pkw auf den Straßen der Welt unterwegs sein. Zehn Jahre später soll deren Zahl dann bereits auf knapp 12 Millionen angewachsen sein.

15 Millionen Mal Ärger

In den vergangenen Monaten hatte GM in erster Linie mit Rückrufaktionen Schlagzeilen gemacht. Insgesamt hat der Konzern mehr als 15 Millionen Autos wegen verschiedener Defekte in die Werkstätten gerufen. Im August legten die Verkäufe von GM in den USA um 2,8 Prozent zu, während der US-Automarkt insgesamt um 5,1 Prozent wuchs.

Barra zeigte sich bei ihrem Auftritt in Detroit dennoch überzeugt, dass die Kunden ihrem Unternehmen noch vertrauen. Die Annahme, Autokäufer seien in Bezug auf die Sicherheit von GM-Fahrzeugen skeptischer geworden, wies Barra zurück.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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