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Starkes Nakedbike Ducati schlägt mit Monster 1200 R zurück

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Die Monster 1200 R ist das stärkste Nakedbike aller Zeiten aus Bologna.

(Foto: Ducati)

Ducati lässt sich die noch junge Dominanz von BMW und KTM im Segment der Power-Nakeds nicht länger gefallen und will künftig mit der Monster 1200 R dagegenhalten. Kann das klappen?

Das Umfeld einer Autoshow ist gemeinhin nicht das Pflaster, auf dem Motorräder ihre Weltpremiere feiern. Auf der IAA 2015 war das anders: Gleich drei Motorradhersteller, die in Deutschland angesiedelt sind oder zumindest eine deutsche Konzernmutter besitzen, wurden in Frankfurt erstmals dem Publikum präsentiert: die neue Horex VR6, ein AMG-Sondermodell der MV Agusta F3 und die neue Ducati Monster 1200 R.

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Auch das Design der R-Version wurde modifiziert.

(Foto: Ducati)

Nahezu gleichzeitig wie BMW die S 1000 R und KTM die 1290 Super Duke R hatte Ducati Ende 2013 seine neue Monster 1200 vorgestellt - und leistungsmäßig zu tief gelegen: Gegen die mindestens 160 PS leistenden Motoren der beiden Wettbewerber war die Ducati mit maximal 145 PS nicht stark genug; die Neuzulassungszahlen spiegeln das eindeutig wider. Jetzt hat Ducati nachgelegt und wehrt sich mit der Monster 1200 R, deren Spitzenleistung ebenfalls 160 PS beträgt. Sie soll ab Jahresbeginn 2016 im Handel sein und die Ducati-Verkaufszahlen pushen.

Mit dem überarbeiteten Testastretta 11° DS-Zweizylindermotor ist die Monster 1200 R das stärkste Nakedbike aller Zeiten aus Bologna. Auf extrem hohem Niveau befindet sich auch das maximale Drehmoment: Die 131 Newtonmeter werden bei 7750 U/min geliefert, 1500 Umdrehungen unterhalb der Maximalleistung, die bei 9250 U/min anfällt. 75 Prozent der maximalen Kraft liegen bereits bei 3500 U/min an. Der in dieser Form erstmals vorgestellte Motor mit einer von 12,5:1 auf 13:1 angehobenen Verdichtung erfüllt die Anforderungen an die neue Euro-4-Abgasvorschrift.

Höher und leichter

Änderungen gegenüber der bisher stärksten Monster vom Typ 1200 S sind auch am Fahrwerk zu verzeichnen: Die hochwertigen Öhlins-Komponenten sind anders abgestimmt, das Heck wurde um 7 Millimeter höher gelegt; damit wird die Schräglagenfreiheit größer und das Einlenkverhalten nochmals direkter. Dank verschiedener Änderungen am Heck sowie der Ausrüstung mit Karbon-Elementen und geschmiedeten Felgen konnte das Trockengewicht trotz eines breiteren und damit schwereren Hinterreifens um zwei auf nunmehr 180 Kilogramm gesenkt werden; das fahrfertige Gewicht dürfte demzufolge etwa 207 Kilo betragen.

Die Bremsanlage mit zwei 330 mm-Scheibenbremsen vorne sowie radial montierten Vierkolben-Monoblock-Bremszangen vom Edelhersteller Brembo ist auf höchstem Niveau. Ergänzt wird sie durch ein dreifach einstellbares Bosch-ABS. Zum Ducati Safety Pack gehört auch die achtstufig einstellbare elektronische Traktionskontrolle; auf den Einbau der Kurvenbremsfunktion, wie sie in den Modellen 1299 Panigale und 1200 Multistrada vorhanden ist, hat Ducati bei der Monster 1200 R verzichtet.

Gegenüber den beiden Modellen Monster 1200 und Monster 1200 S wurde bei der neuen R-Version auch das Design modifiziert, Änderungen finden sich an der Front wie am Heck. Auch der Mini-Windschild, die Abdeckung für den Soziussitz und die besonders hochwertig ausgeführte Fußrastenanlage präsentieren sich verändert. Die Monster 1200 R wird in den Farben Thrilling Black mit Rahmen und Rädern in "Dark Chrome" sowie in Ducati Rot mit rotem Rahmen und ebensolchen Rädern in "Dark Chrome" angeboten. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, kse/sp-x

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