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Von wegen Knutschkugel Opel Adam S ist ein Kraftpaket

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Opel schickt den Adam in einer Sportversion ins Rennen.

Die Adam-Kleinfamilie bekommt Zuwachs: Nach dem Mini-Crossover Adam Rocks und der "Open-Air"-Variante sorgt jetzt der Kugelblitz Adam S für Lifestyle mit Power. Zu diesem Zweck erhält der Kleinstwagen nicht nur einen neuen Top-Motor.

Der Opel Adam ist ein Frauenverführer. Von den rund 45.000 Lifestyle-Flitzern, die seit der Markteinführung 2013 in Deutschland verkauft wurden, werden 70 Prozent von einer weiblichen Hand gelenkt. Doch diese Schieflage könnte in Bewegung geraten. Denn nach den Varianten Adam Rocks und Open-Air mit Faltdach soll jetzt der Adam S das Kunststück schaffen, auch das eine oder andere Männerherz zu beschleunigen.

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Der Kleinstwagen verfügt über 150 PS.

S wie Sport: Das ist bei dem Powerzwerg ganz wörtlich zu nehmen. Angetrieben wird er von dem neuen 1,4-Liter-Turbobenziner (150 PS). Dazu abgestimmt gibt es ein von den Opel-Motorsportexperten geschnürtes Paket aus Sportfahrwerk, Lenkung, Bremssystem und sogar ein deaktivierbares ESP. Erkennen wird man ihn, wenn er Ende Januar an erste Kunden ausgeliefert wird, allein schon am selbstbewussten Heckspoiler am Dach und feuerroten Bremssätteln.

Automobiles Chamäleon

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18.690 Euro werden für den Adam S fällig.

Man muss vielleicht ein eingeschworener Adam-Fan sein, um für den kleinen Sportler 18.690 Euro zu investieren. Aber dafür fällt auch die Serienausstattung recht üppig aus: zum Beispiel Lederlenkrad, LED-Tagfahrleuchten, Sportpedale und Klimatisierungsautomatik. Zum Sportanzug gehören Frontschürze mit Spoilerlippe, Seitenschweller und als Abschluss ein Heckstoßfänger. Chromelemente im gewohnt großzügigen Innenraum sowie rot beleuchtete Anzeigen und optionale Adam-S-Logos signalisieren ebenfalls den spurtstarken Anspruch.

Aber auch der Athlet in der Kleinfamilie lässt sich wie die Geschwister schier unendlich verwandeln. Neben speziellen Designpaketen gibt es zehn neue Karosserietöne, kombinierbar mit fünf Dachfarben. Die Wunschliste hält auch noch ein paar Highlights bereit: Recaro-Sportsitze (1300 Euro), ein automatischer Parkassistent (580 Euro) oder ein dimmbarer LED-Sternenhimmel (320 Euro). 20 Euro günstiger als das mobile Firmament ist das optionale Infotainmentsystem Intellilink.

Lifestyle mit Power im Taschenformat

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Der Innenraum wurde sportlich aufgewertet.

Was beim athletischen Adam auf Anhieb überzeugt, ist die Leistung, die hält, was die Optik verspricht. Der neue aufgeladene 1,4-Liter-Motor mit variabler Ventilsteuerung und einem in den Auspuffkrümmer integriertem Lader basiert auf dem schon aus dem Corsa bekannten Triebwerk, wurde aber um 30 PS auf 150 PS stärker und verfügt über ein Drehmoment von achtbaren 220 Newtonmetern. Serienmäßig wird der Adam S mit einem Sechs-Gang-Getriebe ausgeliefert, das so optimiert ist, das selbst höhere Gangwechsel noch einen Spurt erlauben. Mit seinem kompakten Radstand von 2,31 Metern bringt der Kleinsportler noch einen Vorteil mit. Der als Lifestyle-Knutschkugel etikettierte Adam kann in der S-Variante nicht nur Shoppingtouren, sondern krallt sich agil und spritzig in kurvenreiche Straßen fern der City. Dass das überzeugend verlässliche Zusammenwirken von Fahrwerk, fester Lenkung und zügigem Gangwechsel ohne merklichen Drehzahlverlust so viel Spaß macht, verdankt er seiner Rallye-Erfahrung.

In der R2-Klasse hat der Opel Adam in der vergangenen Saison die Meisterschaften in Deutschland, Spanien und Frankreich gewonnen. Nicht umsonst lässt sich das ESP bei dieser "straßentauglichen" S-Version abschalten. Man muss es wohl den Verlockungen des Buchstaben S zuschreiben, dass sich der angegebene Verbrauch von 5,9 Litern beim Kurvenslalom mit vielen Gangwechseln beim besten Willen nicht anpeilen lies. Im alltäglichen Einsatz dürfte er sich eher dieser Marke annähern. Mit diesem Adam bekommt wohl zunächst der Fiat 500 Abarth Konkurrenz im Revier der Miniathleten. Aber der Sportler, so die Hoffnung Opels, könnte sich auch beherzt Richtung Klassenprimus Mini Cooper S (knapp unter 200 PS) strecken.

Der Adam S hat in der Käufergunst weder den fast baugleichen neuen Corsa zu fürchten noch den Winzling Karl, der in wenigen Monaten bei Opel debütiert. Vielleicht erobert er mit seinem markanten sportlichen Auftreten ein paar Männerherzen. Aber: Die Damenwertung der Rallye-Meisterschaft wurde von einem Adam-Team gewonnen.

Quelle: n-tv.de, sni/sp-x

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