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Stromschlag aus Rüsselsheim Opel Ampera-e feiert Weltpremiere in Paris

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Mit dem Opel Ampera-e startet GM unter dem Blitz den zweiten Versuch, ein Elektroauto der Marke in Europa zu etablieren.

In den USA feiert der Chevrolet Bolt EV bereits vor einem halben Jahr seine Premiere. Sein europäischer Zwillingsbruder mit dem Blitz auf dem Kühlergrill wird auf dem Autosalon in Paris erstmals dem Publikum gezeigt.

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Es ist nicht so, dass alles, was man über den neuen Opel Ampera-e weiß, bis ins Detail verbrieft ist. Sicher ist aber, dass er seine Weltpremiere auf der "Mondial de l'Automobil" oder schlicht auf dem Autosalon in Paris feiern wird. Die Basis für den Stromer aus Rüsselsheim liefert der Chevrolet Bolt EV. Das bringt die beiden Elektroautos nicht nur optisch, sondern auch technisch ganz dicht zusammen. Für den Bolt EV verspricht Chevrolet eine Reichweite von 200 Meilen. Wie weit der Ampera-e mit einer Akkuladung fährt, wurde noch nicht verraten, aber in der Umrechnung ist davon auszugehen, dass es etwa 322 Kilometer sind.

Fahrspaß verspricht der Ampera-e vor allem durch sein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern. Für die Energie zum Betreiben des 204 PS leistenden Elektromotors sorgt ein im Unterboden verbauter Batterieblock aus 288 Lithium-Ionen-Zellen mit einer Kapazität von 60 kWh. Vor allem an der Ampel und auf Autobahnauffahrten dürfte das Blitz-Mobil nichts anbrennen lassen. Die Rede ist von 3,2 Sekunden für den Sprint von null auf Tempo 50, beim Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h braucht es 4,4 Sekunden. Diese Werte, so Opel, sind vergleichbar mit den sportlichen OPC-Modellen der Marke.

Cruisen mit dem Opel-Blitz

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Das ist der Blick in den Chevrolet Bolt EV.

Nur bei der Spitzengeschwindigkeit kann der Ampera-e nicht mehr mithalten. Die liegt nämlich bei 150 km/h, was eher für die rechte Spur auf der Autobahn und zügiges Cruisen spricht. Ist der Akumulator alle, muss er natürlich wieder aufgeladen werden. Für den Ampera wurden hier noch keine Angaben gemacht, aber mit einem Blick auf den Bolt lässt sich diese Informationslücke rasch schließen.

Laut Chevrolet kann der Stromer über einen serienmäßigen 7,2-kW-Lader an einer 240-V-Wallbox in weniger als zwei Stunden so weit geladen werden, dass es für eine Strecke von 80 Kilometer reicht. An kompatiblen Ladepunkten ist ein noch schnelleres Aufladen möglich. Die Reichweite soll hier nach 30 Minuten für 145 Kilometer reichen. Die Energierückgewinnung während der Fahrt erfolgt - wie bei anderen Elektroautos auch - über die Rekuperation, zum Beispiel beim Bremsen.

Der Ampera-e soll aber auch reichlich Platz für die Passagiere bieten und einen Kofferraum mit dem Fassungsvermögen "eines ausgewachsenen Fünftürers in der Kompaktklasse", verspricht Opel. Was das in Zahlen heißt, kann auch mit Blick auf den Bolt noch nicht gesagt werden. Sicher ist, dass auch der Opel Ampera-e mit dem IntelliLink, dem Infotainmentsystem, das auf Wunsch auch alle anderen Modelle von Opel ziert, ausgestattet werden kann.

Ebenfalls an Bord ist OnStar mit einem WLAN-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte. Das letzte technische Detail, das potenzielle Kunden elektrisieren soll, ist die mögliche Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto.

Quelle: n-tv.de

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