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Ein Fels in der Brandung Triumph Rocket III - der Monumental-Cruiser

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Die Triumph Rocket III dürfte schnell ihre Fans finden. Ein Schnäppchen ist sie allerdings nicht.

(Foto: Triumph)

Nach 15 Jahren bringt Triumph die zweite Generation des Riesen-Cruisers Rocket III in zwei Varianten auf den Markt. Und natürlich haben die zweirädrigen Giganten jetzt auch mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Drehmoment.

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Die 200 Newtonmeter der Rocket III versprechen einen gigantischen Antritt.

(Foto: Triumph)

Als Triumph im Jahr 2004 mit der Rocket III auf den Markt fuhr waren die Betrachter von dem monumentalen Bike einfach nur verzückt. Die Briten hatten nämlich einen Power-Cruiser mit bis dahin unvorstellbaren Leistungswerten auf die Räder gestellt. Der längs eingebaute Dreizylinder protzte mit 2,3 Liter Hubraum und ließ 200 Newtonmeter maximales Drehmoment, bei lediglich 2500 Kurbelwellenumdrehungen, auf das Hinterrad los. Dass am Ende nur 140 PS Spitzenleistung im Datenblatt vermerkt waren, fiel nicht weiter ins Gewicht. Das, lag übrigens bei beträchtlichen 367 Kilogramm.

15 Jahre später, Ende 2019, wird die zweite Generation der Dreizylindrigen Rocket in gleich zwei Versionen zu den Händlern rollen: Mit nun fast 2,5 Litern Hubraum und noch etwa 325 Kilogramm Gewicht. Aber sowohl die Rocket 3 R wie auch die noch etwas üppiger wirkende Rocket 3 GT, stellen auch künftig einen echten Fels in der Brandung dar, denn Downsizing stand offensichtlich nicht im Lastenheft der Triumph-Entwickler.

Die Superlative

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Insgesamt ist die Rocket III aber eher zum Cruisen da, als einen scharfen Strich zu fahren.

(Foto: Triumph)

Liest man die technischen Daten der beiden Varianten des neuen Triumph Power-Cruisers, dann folgt ein Superlativ auf den anderen: 2458 Kubikzentimeter Hubraum hat der wassergekühlte, längs eingebaute Reihen-Dreizylindermotor. 11 Zentimeter beträgt der Kolben-Durchmesser, beachtliche 8,6 Zentimeter der Hub. Bis zu 7000 Mal pro Minute zündet der Großkolben-Triple in den drei Verbrennungskammern das Benzin-Luftgemisch und protzt bei 4000 Umdrehungen mit 221 Newtonmetern maximalen Drehmoment und 167 PS Leistung. Natürlich ist jetzt eine Ride-by-Wire-Motorsteuerung mit vier Fahrmodi an Bord. Dank neuem Kurbelgehäuse, neuer Trockensumpfschmierung sowie neuen Ausgleichswellen ist alleine das Triebwerk 18 Kilogramm leichter als der Vorgänger-Antrieb.

Die 4,7-Zentimeter-USD-Gabel von Showa ist in Zug- und Druckstufe einstellbar, das mit Ausgleichsbehälter ausgerüstete Mono-Federbein desselben Herstellers sogar in allen Parametern. Die großzügig dimensionierte Dreischeiben-Bremsanlage weist vorne Brembo Stylema-Bremssättel auf; im Hintergrund verhindert ein Kurven-ABS eventuelle Radblockaden. Darüber hinaus sind sämtliche aktuell verfügbaren Assistenzsysteme montiert: dynamische Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe und Tempomat. Auch LED-Beleuchtung rundum samt Tagfahrlicht, ein Keyless-Startsystem für Zündung und Lenkschloss, ein TFT-Display der zweiten Generation sowie beheizbare Lenkergriffe (nur bei der GT) sind Serie. Optional gibt es zudem einen bidirektionalen Schaltassistenten, eine integrierte Steuerung für eine GoPro-Kamera sowie ein Bluetooth-Modul für das Display; dann lassen sich damit auch Telefon, Musik und eine Pfeilnavigation steuern. Die dafür erforderliche App ist kostenlos.

Neu in allen Teilen

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Hinten rollt die Triumph Rocket III auf einem gigantischen 240er Pneu ab.

Auch der Rahmen der Triumph Rocket 3 ist vollständig neu: Er besteht nun aus Aluminiumguss, die hintere Schwinge ist als Einarmschwinge ausgeführt. Das Rückgrat der Rocket ist an der Gewichtseinsparung von insgesamt 40 Kilogramm nicht ganz unbeteiligt. Die ebenfalls aus Aluguss gefertigten Räder beider Rocket-Versionen unterscheiden sich nur optisch: Die Maße wie auch die Bereifung – vorne 150/80-17, hinten 240/50-16 – sind identisch. Die 20-Speichen-Räder der 3 R sind schwarz lackiert, die mehr tourensportlich ausgelegte 3 GT hat Räder mit gefrästen Speichenkanten.

Das Kardangehäuse ist bei beiden Versionen verziert, während sich die Ergonomie beider Modellversionen deutlich unterscheidet: Die Rocket 3 R weist eine Lenkstange im flachen Roadster-Stil sowie mittig angebrachte Fußrasten bei 77 Zentimetern Sitzhöhe auf, während die GT-Variante einen höheren, tourentauglicheren Lenker und weiter vorne platzierte Rasten hat. Ihre Sitzfläche ist zwei Zentimeter niedriger positioniert. Bei beiden Versionen sind die Fußrasten an unterschiedlichen Punkten fixierbar, um individuelle Wünsche des Fahrers erfüllen zu können.

Kein Schnäppchen

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Natürlich gibt's auch passende Seitenkoffer für die englische Rakete.

(Foto: Triumph)

Zum Preis der Rocket 3 R und der Rocket 3 GT macht der Hersteller noch keine Angaben. Mit größter Wahrscheinlichkeit werden aber mindestens 20.000 und 25.000 Euro für die beiden Modelle aufgerufen. Wer dann noch flüssig ist, findet weitere Möglichkeiten zum Geldausgeben: Triumph hat mehr als 50 spezielle Zubehörartikel für seine Topmodelle entwickelt. Einige davon sind im sogenannten Inspiration-Kit "Highway" zusammengefasst; dazu gehören unter anderem ein Gepäckträger, Seitentaschenhalter und sportliche Seitentaschen. Der Hersteller schätzt die Rocket 3 insbesondere als GT-Version nämlich als durchaus tourentauglich ein.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x