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Gasoleo oder Gasolina? Tücken beim Tanken im Ausland

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Diesel heißt in Frankreich "Gasoil" oder "Gazole". Das kann zu Verwirrungen führen.

(Foto: REUTERS)

"Nafta" ist nicht nur eine Freihandelszone, "Stars" nicht automatisch Promis und "Essence“ steht nicht nur auf Pflegeprodukten. Wer mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, sollte das wissen, um den richtigen Zapfhahn an der Tankstelle zu benutzen.

Fehlende Fremdsprachenkenntnisse sorgen im Urlaub nicht nur beim Brötchenkauf oder bei der Bestellung im Restaurant für Probleme. Auch beim Tanken ist man unter Umständen aufgeschmissen, wenn die richtigen Vokabeln fehlen.

Von Petrol bis Nafta

Denn die unterschiedlichen Spritsorten haben im Ausland häufig ganz andere Namen als hierzulande. Nicht immer lassen sich die Bezeichnungen vom Deutschen oder Englischen ableiten. Noch dazu sind sie selbst innerhalb des Landes nicht überall einheitlich. So kann Benzin in Großbritannien als "Petrol", "Unleaded" oder seltener als "Stars" angeboten werden. In Frankreich heißt es nicht überall "Benzine", sondern gelegentlich auch "Essence". Diesel heißt in Frankreich "Gasoil" oder "Gazole", in England manchmal "Derv" und in Tschechien, der Slowakei und Slowenien "Nafta". Besonders verwirrend sind die Namen auch in Portugal und Spanien: Benzin heißt "Gasolina", Diesel vielerorts "Gasoleo".

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Der richtige Treibstoff ist auch an den Oktan-Zahlen zu erkennen.

(Foto: REUTERS)

Autogas nennt sich außerhalb Deutschlands meist "LPG" (Liquified Petroleum Gas), Erdgas wird oft als "CNG" (Compressed Natural Gas) oder Methan verkauft. In Italien ist die Abkürzung "M" gebräuchlich.

Orientierung an Oktan- und Cetanzahl

Wer sich die unübersichtliche Namenvielfalt nicht merken will, kann sich an der Oktan- und Cetanzahl orientieren, die an der Zapfsäule angebracht ist. Bei 91 Oktan handelt es sich um Benzin, Super und Super E 10 haben 95 Oktan, Super Plus mindestens 98 Oktan. Moderne Dieselmotoren benötigen Kraftstoff mit der Cetanzahl 50, ältere Exemplare können auch mit 40-Cetan-Sprit betankt werden.

Vorsicht beim Spritzapfen ist in jedem Fall geboten. Die gängigste Art der Fehlbetankung ist das Einfüllen von Benzin in ein Dieselfahrzeug. Alte Motoren ohne Direkteinspritzung vertragen eine kleine Menge des Kraftstoffs meist, moderne Dieselmotoren reagieren allerdings allergisch. Wurde nach der Fehlbetankung noch nicht gestartet, reicht meist das Abpumpen des Benzins. Ist der falsche Sprit jedoch bereits im Leitungssystem, kann die teure Reinigung der ganzen Einspritzung nötig werden.

Kleines und großes Risiko

Weniger schwerwiegend, weil deutlich schwieriger ist das Betanken eines Benziners mit Diesel. Der Selbstzünder-Zapfhahn ist wesentlich dicker als der für Benzin und passt daher nicht vollständig in den Einfüllstutzen. Bei einigen Pkw-Modellen bekommt man mit etwas Fummelei aber trotzdem den falschen Sprit in den Tank. Je nach Motor und Menge kann man entweder vorsichtig weiterfahren und immer wieder den richtigen Sprit nachtanken oder man muss den Tank leer pumpen lassen. Hinweise dazu finden sich in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller.

Problemlos ist in den meisten Fällen das Tanken von Super mit 95 Oktan anstelle von Super Plus mit 98 Oktan. Moderne Motoren verfügen über Klopfsensoren, so dass sie sich auf unterschiedliche Kraftstoffqualitäten einstellen können. Auch das Tanken von Normalbenzin ist für diese Fahrzeuge risikolos.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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