Gebrauchte

Gebrauchtwagencheck Mercedes A-Klasse - wieder Liebling der TÜV-Prüfer

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Die seit 2018 angebotene Mercedes A-Klasse zeigt bei den Hauptuntersuchungen bislang wenige Mängel.

(Foto: Mercedes-Benz)

Mit der seit dem Jahr 2018 erhältlichen A-Klasse hat Mercedes vieles richtig gemacht. Auch die Qualität stimmt, das trifft ebenso auf die Gebrauchten zu: Die Mercedes A-Klasse (Typ W 177) zeigt sich bei den Hauptuntersuchungen mit Bestwerten und fast ohne Mängel.

Vom schnörkellosen Mini-Van mit leichter Elch-Phobie bis hin zum hippen Kompaktmodell: Die Mercedes A-Klasse hat sich über ihre bislang vier Generationen dauernde Modellgeschichte stark verändert. Und nicht nur Optik und Länge unterscheiden sich, auch ihr Auftritt beim TÜV machte einen Wandel von ziemlich durchwachsen bis sehr solide durch. Wie seit 2018 erhältliche aktuelle Baureihe W177 zeigt.

Karosserie und Innenraum

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Das Blechkleid der A-Klasse erinnert an die C-Klasse.

(Foto: Mercedes-Benz)

Mit einer Länge von 4,42 Metern gehört die A-Klasse zu den großzügig bemessenen Modellen im Kompaktsegment und hat im Vergleich zum Vorgänger noch einmal 12 Zentimeter hinzugewonnen. Das schick und sportiv geschneiderte Blechkleid erinnert an den größeren Bruder, die C-Klasse.

Als Alternative zur Steilheckvariante steht das 4,55 Meter lange Stufenheck zur Wahl. Plattform und Technik der A-Klasse teilen sich außerdem der SUV-Ableger GLA (seit 2020) sowie der CLA als Coupé und Shooting Brake (seit 2019).

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Die A-Klasse Limousine ist modern und nobel eingerichtet.

(Foto: Mercedes-Benz)

Das Platzangebot der A-Klasse geht in Ordnung, ist aber angesichts der Länge nicht überragend. Langgewachsene Fondnutzer sind auf den guten Willen der Vorderleute bei deren Sitzjustierung angewiesen, soll genügend Kniefreiheit gegeben sein. Das Kofferraumvolumen ist mit 355 bis 1210 Liter Durchschnitt. Der Viertürer fasst 405 Liter.

In der aktuellen A-Klasse feierte das Infotainmentsystem MBUX samt Sprachsteuerung ("Hey, Mercedes") und zwei großen Displays Premiere. In der Mittelkonsole gibt es noch ein paar wenige Schalter wie etwa für die Klimaanlage, alles andere wird über zwei kleine Sensortasten am Lenkrad und über ein Touchpad vor der Armlehne bedient. Je nach Ausstattungsvariante und Bereitschaft der Erstkäufer, in Extras zu investieren, geht es innen und außen mehr oder weniger edel zu.

Motoren und Antrieb

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Alternativ gibt es die Mercedes A-Klasse auch als Limousine.

(Foto: Mercedes-Benz)

Das Motorenangebot besteht aus Vierzylinder-Benzinern und -Dieseln. Bei den Otto-Triebwerken reicht die Leistungsspanne von 80 kW/109 PS (A 160) bis zum Spitzenmodell AMG A45 S 4Matic mit 310 kW/421 PS. Zwischen diesen Extremen gibt es noch A 180 (110 kW/136 PS), A 200 (120 kW/163 PS), A 220 (140 kW/190 PS) und den A 250 mit 165 kW224 PS. Die Einstiegs-AMG-Variante A 35 4Matic verfügt über 225 kW/306 PS, der AMG A45 4Matic kommt auf 285 kW/387 PS.

Die Normverbräuche variieren zwischen 5,5 und 7,5 Litern. Interessenten für die AMG-Offerten müssen mindestens mit 8,5 Litern rechnen, bei Ausnutzung des sportlichen Potentials fließen nicht ganz überraschend deutlich mehr Liter durch die Leitungen. Eine Plug-in-Version (A 250e) mit einer Systemleistung von 160 kW/218 PS ist ebenfalls im Angebot.

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Schickes Detail sind die zweigeteilten und in die Heckklappe reichenden Rückleuchten.

(Foto: Mercedes-Benz)

Die Dieselpalette bietet nicht ganz so viel Auswahl. Los geht es mit dem von Renault zugelieferten 1,5-Liter, der mit 70 kW/95 PS beziehungsweise 85 kW/116 PS als A 160 d bis Ende 2020 zu haben war. Seitdem markiert ein Zweiliter-Selbstzünder mit ebenfalls 116 PS den Einstieg (A 180 d). Der A 200 d kommt auf 110 kW/150 PS, der A 220 d auf 190 PS. Die Diesel benötigen nach Norm zwischen 4 und 5,5 Litern.

Die Kraftübertragung erfolgt über manuelle Sechsganggetriebe oder Dopplungsgetriebe (DSG) mit sieben oder acht Gängen meist an die Vorderräder. Allrad (4 Matic) gibt es für A 200, A 220, A 250, A 200d und A 220 d optional, die AMG-Topversionen verfügen ab Werk darüber.

Ausstattung und Sicherheit

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Wer eine schick eingerichtete A-Klasse will, sollte nach den Ausstattungen "Style", "Progressive" und "AMG-Line" Ausschau halten.

(Foto: Mercedes-Benz)

Die namenslose und recht ordentlich ausgestattete Basisversion dürfte auf dem Gebrauchtwagenmarkt eher die Ausnahme sein. Die darüber angesiedelten Komfortniveaus "Style", "Progressive" und "AMG-Line" sowie viele Optionen lockten Erstkäufer unter anderem mit Sportsitzen, Sitzheizung, elektrisch einzustellenden Frontsitzen, LED-Scheinwerfern, Navigation, Head-up-Display und kabellosem Laden fürs Smartphone. Gebrauchtwageninteressenten müssen daher genau hinschauen, welche Ausstattungsmerkmale ihr Wunschmodell an Bord hat.

Hinsichtlich der Assistenzsysteme gilt das Gleiche. Hatte der Erstkäufer alle Häkchen gesetzt, sind auch unter anderem Totwinkel-, Fernlicht- und Verkehrszeichen-Assistent, 360-Grad-Kamera und ein adaptiver Abstandsregler vorhanden. Den NCAP-Crashtest absolvierte die A-Klasse 2018 standesgemäß mit einer Fünf-Sterne-Bewertung.

Qualität

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Die vierte Generation der A-Klasse macht da weiter, wo die dritte aufhörte: mit Bestwerten bei der TÜV-Hauptuntersuchung (HU). Als Sieger in den Kompaktklasse wurde auch die aktuelle A-Klasse im TÜV-Report 2023 ausgezeichnet. Bei der ersten HU waren 96 Prozent der untersuchten Fahrzeuge mängelfrei.

Fazit: Die erste HU hat die aktuelle A-Klasse schon einmal mit Bravour bestanden. Fans des Kompakten finden ein breit gefächertes Angebot auf den Gebrauchtwagenbörsen, müssen allerdings für die noch recht jungen Gebrauchten tief in die Tasche greifen. Los geht es erst bei rund 20.000 Euro.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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