Donnerstag, 15. Juli 2021Der Tag

Heute mit Maximilian Beer und Sarah Platz
22:31 Uhr

Das war Donnerstag, der 15. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

58 Tote, dutzende Vermisste. Zerstörte Häuser und Ortsteile, die von der Umgebung abgeschnitten sind. Talsperren, die den Wassermassen kaum standhalten und unzählige Helfer im Einsatz. Die erschütternden Folgen von Tief "Bernd" im Westen Deutschlands haben auch den heutigen Donnerstag überschattet. Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, bringt es so auf den Punkt: "Wir durchleben gerade eine Krise, deren Dimensionen heute noch nicht abschätzbar sind."

Kanzlerin Merkel meldet sich aus Washington: "Es ist eine Tragödie." Bevor sie auf US-Präsident Biden trifft, verspricht sie Anteilnahme und die Hilfe des Bundes für die Opfer der Unwetter. Es ist ihr letzter Amtsbesuch in den USA. Was von dieser "Ehrenrunde" zu erwarten ist, hat mein Kollege Volker Petersen für Sie aufgeschrieben.

Außerdem möchte ich Ihnen diese Themen ans Herz legen:

Ich verabschiede mich nun in den Feierabend. Haben Sie eine gute und sichere Nacht - bis morgen!

22:07 Uhr

10.000 Menschen in Maastricht sollen Wohnungen verlassen

Das niederländische Königspaar ist in die vom Hochwasser stark betroffene Region gereist. Sie sprechen mit Bürgern und Bürgermeistern.

Das niederländische Königspaar ist in die vom Hochwasser stark betroffene Region gereist. Sie sprechen mit Bürgern und Bürgermeistern.

(Foto: picture alliance / ANP)

Die südniederländische Stadt Maastricht hat rund 10.000 Bürger und Bürgerinnen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen und sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Mehrere Viertel der Stadt in der Provinz Limburg würden evakuiert, teilte die Stadt mit. Es wird erwartet, dass in der Nacht die Maas so stark über die Ufer tritt, dass Wohnviertel überschwemmt werden.

Auch die Stadt Roermond evakuierte Viertel, mehrere Hundert Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Wasserstände der Flüsse in den Niederlanden schwellen durch die Wassermassen schnell an. Die Armee schickte mehrere Hundert Soldaten, um zu helfen.

21:40 Uhr

Merkel trifft Biden im Oval Office: "Weiß, was Amerika für Deutschland getan hat"

Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Treffen mit US-Präsident Joe Biden die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Freundschaft hervorgehoben. "Ich schätze die Freundschaft sehr, ich weiß, was Amerika für die Geschichte eines freien und demokratischen Deutschlands getan hat", sagte Merkel bei ihrem Zusammentreffen mit Biden im Oval Office des Weißen Hauses in Washington.

Es sei nun eine "gute Gelegenheit, über die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu sprechen, natürlich im Kontext von Europa und seinen Nachbarn", und über die geopolitischen Herausforderungen, sagte Merkel. Am späten Abend deutscher Zeit (ca. 22.15 Uhr) wollen Merkel und Biden die Öffentlichkeit über die Ergebnisse ihrer Beratungen unterrichten. Kurz vor dem Zusammentreffen mit Merkel hatte der Demokrat Biden erklärt, er freue sich darauf, Merkel im Weißen Haus zu begrüßen. Die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland sei "eisern".

21:15 Uhr

Zocken auf Netflix: Streamingdienst plant Videospielangebot

Zocken auf Netflix? Medienberichten zufolge könnte das nächstes Jahr möglich sein. Die Pläne des Streaming-Giganten zum Einstieg ins Geschäft mit Videospielen werden mit der Verpflichtung von eines Branchenvertreters konkreter. Mike Verdu kommt von Facebook, wo er für die Zusammenarbeit mit Entwicklern von Spielen für die VR-Brille Oculus verantwortlich war. Nach Bloomberg-Informationen ist der Plan, Spiele über die Streaming-Plattform von Netflix ohne zusätzlichen Aufpreis verfügbar zu machen.

Der Trend, Videospiele auf Servern im Netz laufen zu lassen und die Nutzer auf allen möglichen Geräten per Streaming übers Internet spielen zu lassen, gewinnt gerade mit Angeboten unter anderem von Microsoft, Google und dem Grafikkarten-Spezialisten Nvidia an Fahrt. Im Netflix-Universum gibt es Produktionen wie "Stranger Things", die sich für die Umsetzung als Videospiele gut eignen.

20:53 Uhr

Videos des Tages

20:21 Uhr

Merkel spricht über Pläne nach Ende ihrer Amtszeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel will es nach dem bevorstehenden Ende ihrer 16-jährigen Amtszeit erst einmal langsam angehen lassen. Sie werde "nicht gleich die nächste Einladung annehmen, weil ich Angst habe, ich habe nichts zu tun und keiner will mich mehr", sagte die CDU-Politikerin, nachdem ihr die Ehrendoktorwürde an der Johns-Hopkins-Universität verliehen wurde. Sie wolle stattdessen eine Pause einlegen und nachdenken, "was mich so eigentlich interessiert". In den vergangenen 16 Jahren habe sie dafür nur wenig Zeit gehabt.

"Und dann werde ich vielleicht versuchen, was zu lesen, dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, dann werde ich ein bisschen schlafen, und dann schauen wir mal." Merkel machte auch klar, dass sie es nicht vermissen werde, ständig Entscheidungen treffen zu müssen. Zwar würden ihr wahrscheinlich aus Gewohnheit viele Gedanken kommen, was sie jetzt so alles machen müsste. Aber "dann wird mir ganz schnell einfallen, dass das jetzt ein anderer macht. Und ich glaube, das wird mir sehr gut gefallen."

19:57 Uhr

Bericht soll Unterstützung "psychisch instabilen" Trumps durch den Kreml beweisen

Auf Anweisung von Putin sollen Russlands Geheimdienste alles versucht haben, die US-Wahl 2016 zugunsten Donald Trumps zu beeinflussen. Entsprechende Pläne habe der russische Präsident am 22. Januar 2016 abgesegnet, wie der "Guardian" berichtet. Geheime Kreml-Dokumente lägen der Zeitung vor. Danach habe an jenem Tag ein Treffen mit einigen Ministern sowie Chefs der russischen Geheimdienste stattgefunden. Es seien sich alle einig gewesen, dass der Einzug Donald Trumps ins Weiße Haus helfen würde, strategische Interessen Moskaus wie gesellschaftliche Unruhen in den USA durchzusetzen.

Der Bericht enthalte neben den Plänen zum Eingriff in den US-Wahlkampf auch ein kurzes psychologisches Profil des ehemaligen Präsidentschafts-Bewerbers Trump. Dieser sei nach russischer Einschätzung "geistig instabil" und habe einen "Minderwertigkeitskomplex". Einige Fachleute, wie der russische Geheimdienstexperte Andrej Soldatow, halten den Bericht laut des "Guardians" für glaubwürdig, da sie der Vorgehensweise des Kremls entsprächen. Andere Experten raten zur Vorsicht. Der Politikwissenschaftler Thomas Rid von der Johns-Hopkins-Universität steht der Meldung unter anderem wegen des Timings kritisch gegenüber, wie er auf Twitter schreibt.

19:17 Uhr

Merkel mit Ehrendoktorwürde von Johns-Hopkins-Universität ausgezeichnet

Ronald Daniels, Präsident der Johns-Hopkins-Universität, verleiht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Campus die Ehrendoktorwürde.

Ronald Daniels, Präsident der Johns-Hopkins-Universität, verleiht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Campus die Ehrendoktorwürde.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei ihrer USA-Reise mit der Ehrendoktorwürde der renommierten Johns-Hopkins-Universität ausgezeichnet worden. Der Präsident der Universität, Ronald Joel Daniels, hob in seiner Ansprache Merkels festes Vertrauen auf wissenschaftliche Ansätze beim Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. Merkel betonte ihrerseits die Bedeutung der Hochschule bei der Erhebung von Daten zur weltweiten Verbreitung des Virus.

Seit den frühen Tagen der Pandemie "geben die Forscher den Politikern ein Werkzeug an die Hand", sagte Merkel dazu. "Für diese herausragende Arbeit möchte ich ganz herzlich danken." Sie selbst habe davon stark profitiert. Die Bundeskanzlerin nutzte die Zeremonie auch für ein Plädoyer, das Coronavirus weiterhin sehr ernst zu nehmen.

18:51 Uhr

Malu Dreyer besorgt über Vermisste: "Können Schlimmstes nicht ausschließen"

Bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer besorgt über das Schicksal der 50 bis 70 noch vermissten Menschen gezeigt. Diese seien hoffentlich bei guten Freunden und Verwandten, weil ihnen rechtzeitig die Flucht vor den Wassermassen gelungen sei, sagte Dreyer. "Aber wir können im Moment das Schlimmste noch gar nicht ausschließen." Später fügte sie hinzu: "Wir beten dafür, dass diese Menschen auch gefunden werden und zwar möglichst unverletzt."

Immer noch gebe es Menschen, die auf Bäumen oder Dächern sitzend ausharrten, sagte die Regierungschefin. Bei der Fahrt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler habe sie in einem unter Wasser stehenden Wohngebiet die Rettung eines Mannes durch die freiwillige Feuerwehr miterlebt, der sich gestern Abend über das Gerüst eines Rohbaus in Sicherheit gebracht habe. "Rheinland-Pfalz hat eine Katastrophe dieser Art noch nie erlebt", sagte Dreyer. "Unser Land trauert heute sehr."

18:36 Uhr

FDP will Staatstrojaner-Gesetz verhindern - "Sicherheitslücke für alle Menschen"

Erst Ende Juni hat der Bundestag den Einsatz von Staatstrojanern für alle 19 Geheimdienste ermöglicht. Kritik regte sich prompt - die FDP geht nun allerdings auch rechtlich gegen die umfangreichen neuen Befugnisse für die Nachrichtendienste vor. Demnach legte sie Verfassungsbeschwerde gegen die Gesetzesnovelle ein. Innenpolitiker der Fraktion begründeten dies unter anderem mit zu großen IT-Sicherheitsrisiken für die Bürger.

Wenn der Einsatz des sogenannten Staatstrojaners nun auch den Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern sowie dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) gestattet werde, entstehe eine "Sicherheitslücke für alle Menschen in Deutschland", sagte Konstantin Kuhle. Das sei unverhältnismäßig, zumal die Zahl der Überwachungsfälle vermutlich gering sein werde. Der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Marco Buschmann, sagte, in einer Gesellschaft in der jeder jederzeit potenziell damit rechnen müsse, überwacht zu werden, sei es normal, wenn sich Bürger fragten, ob sie überhaupt noch frei reden könnten. Er verglich den Einsatz des "Staatstrojaners" mit der heimlichen Durchsuchung von Privaträumen.

18:09 Uhr

Starb Schweinswal am Ostseestrand wegen Massenstreichelns?

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen mehrere Unbekannte, die möglicherweise den Tod eines streng geschützten Schweinswals am Ostseestrand verschuldet haben sollen. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten mehrere Erwachsene vor Grömitz den kleinen Wal eingekesselt und festgehalten, sagte die Pressesprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft. Dann sollen sie mehr als 20 Kinder ins Wasser gerufen haben, die den Meeressäuger festgehalten, umarmt und gestreichelt haben sollen. Kurz danach soll das Tier schwächer geworden und schließlich verendet sein.

Eine Sektion des Wals habe zwar ergeben, dass er an Herz- und Lungenwürmern gelitten habe, sagte die Sprecherin. Da aber auch nicht auszuschließen sei, dass das Tier durch den intensiven Kontakt mit den Menschen verendet sei, werde jetzt wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zeugen des Vorfalls vom 9. Juli werden gebeten, sich bei der Wasserschutzpolizei Fehmarn zu melden.

17:46 Uhr

Städte im Ruhrgebiet sollen Trinkwasser abkochen

"Ab sofort gilt ein Abkochgebot", schreibt die Stadt Mülheim auf Twitter. In mehreren Städten im Ruhrgebiet sollen Anwohner wegen des Hochwassers ihr Trinkwasser abkochen. "Es ist mit gravierenden Geschmacks- und Geruchsveränderungen zu rechnen", teilt die Stadt mit. Betroffen seien die Versorgung von Mülheim an der Ruhr (ohne Mintard), Ratingen-Breitscheid und Teile von Oberhausen und Bottrop.

Durch das Hochwasser sei das Uferfiltrat von Flusswasser beeinträchtigt worden, heißt es in der Mitteilung. Die Wasserwerksgesellschaft desinfiziere das Wasser daher mit Ozon, UV-Licht und Chlor "in extrem hoher Konzentration".

17:25 Uhr

Bezos nimmt 18-Jährigen mit ins All - Jüngster Mensch im Weltraum wohl Niederländer

Ein 18-Jähriger wird Amazon-Gründer Jeff Bezos am kommenden Dienstag bei seinem Flug ins All begleiten und damit als jüngster Mensch der Geschichte in den Weltraum reisen. Wie Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin mitteilte, wird Oliver Daemen am 20. Juli als erster zahlender Gast an einer "New Shepard"-Mission teilnehmen. Der 18-Jährige hatte im vergangenen Jahr die Schule abgeschlossen und dann ein Brückenjahr eingelegt, um eine Pilotenlizenz zu erhalten, wie Blue Origin erklärte. Er wird ab September an der Universität Utrecht in den Niederlanden Physik und Innovationsmanagement studieren.

Blue Origin machte keine Angaben zu Daemens Nationalität. Seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken lassen aber darauf schließen, dass er Niederländer sein dürfte. "An Bord der New Shepard zu fliegen wird Oliver, der seit seinem vierten Lebensjahr vom Weltraum, dem Mond und Raketen begeistert war, einen Lebenstraum erfüllen", erklärte Blue Origin.

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:59 Uhr

Merkel äußert sich zu Unwetter-Katastrophe: "Erschüttert" über die vielen Toten

Kanzlerin Angela Merkel hat ihren Besuch bei US-Präsident Biden unterbrochen und sich zu den Folgen der Unwetter in Deutschland geäußert. Sie wolle ein Zeichen der Anteilnahme und Solidarität aus Washington senden. "Es ist wirklich eine Katastrophe. Ich trauere um die, die in dieser Katastrophe ihr Leben verloren haben", sagte Merkel in Washington. "Noch wissen wir die Zahl nicht, aber es werden viele sein."

Sie habe sich von den Ministerpräsidenten Armin Laschet und Malu Dreyer ins Bild setzen lassen und sei erschüttert von den Berichten über Orte, die jetzt ganz unter Wasser stehen. Sie versichert, dass alles getan werde, um die, die noch vermisst werden, zu finden. Merkel bedankt sich bei all den Helfern für den unermüdlichen Einsatz.

16:32 Uhr

Steinbachtalsperre droht zu brechen

Der Damm der Talsperre droht einzustürzen.

Der Damm der Talsperre droht einzustürzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Ortsteile von Rheinbach werden evakuiert, da der Damm an der Steinbachtalsperre zu brechen droht. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme, da nicht sicher sei, ob der Damm den Wassermassen standhält und gehalten werden kann, schreibt die Feuerwehr Rheinbach auf Twitter.

"Wenn Sie sich selbst mittels PKW evakuieren können, tun sie das bitte. Bringen Sie sich aber nicht selbst in Gefahr", schreibt die Feuerwehr weiter. Zusätzlich setze die Bundeswehr LKWs zur Evakuierung ein.

16:10 Uhr

Harris empfängt Merkel zum gemeinsamen Frühstück

Merkel und Harris lächelten zur Begrüßung, gaben sich aber offensichtlich wegen der Corona-Pandemie nicht die Hände.

Merkel und Harris lächelten zur Begrüßung, gaben sich aber offensichtlich wegen der Corona-Pandemie nicht die Hände.

(Foto: picture alliance / abaca)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei ihrem USA-Besuch von Vizepräsidentin Kamala Harris empfangen worden. Merkel und Harris treffen sich in der Residenz der Vizepräsidentin in der Hauptstadt Washington, dem United States Naval Observatory, zu einem Arbeitsfrühstück. Harris verwies in kurzen Bemerkungen auf die "gemeinsamen Werte" zwischen beiden Ländern und würdigte Merkels "außergewöhnliche" politische Karriere.

Merkel sagte, sie freue sich, die erste Vizepräsidentin in der US-Geschichte zu treffen - Harris ist die erste Frau in dem Amt - und sagte, die USA und Deutschland würden dafür arbeiten, die "demokratischen Werte zu stärken". Sie wird im Verlauf des Donnerstag von Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen.

15:46 Uhr

Wie im Action-Film: Militärhubschrauber landet im Stadtverkehr

In Rumäniens Hauptstadt Bukarest ist es zu Szenen wie aus einem Action-Film gekommen. Bei den Proben für eine Luftfahrtshow musste ein Militärhelikopter mitten auf einer befahrenen Straße notlanden. Bei der Landung in einem Kreisverkehr wurde zwar einiges beschädigt, verletzt wurde bei dem Manöver jedoch zum Glück niemand.

15:24 Uhr

Hochwasser legt CDU-Website lahm

Wegen des Hochwassers ist die Website der Bundes-CDU nicht mehr erreichbar. Die Überflutungen führten zu einem Stromausfall in Rheinbach in Nordrhein-Westfalen, wo die Server der Partei stünden, wie "t-online.de" berichtet. Das führte zu Problemen mit E-Mails und dem Internetauftritt der Partei.

Wer die Seite besuchen möchte, erhält derzeit eine Fehlermeldung. Die für den Betrieb zuständige Union Betriebs GmbH teilte in einem Facebook-Post mit, dass die Server überflutet seien und die Firma daran arbeitet, alles wieder in Betrieb zu setzen.

14:59 Uhr

Schulze: Klimawandel ist in Deutschland angekommen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich wegen der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dafür ausgesprochen, sich künftig besser auf Extremwetter-Ereignisse einzustellen. Die SPD-Politikerin schreibt auf Twitter: "Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Die Ereignisse zeigen, mit welcher Wucht die Folgen des Klimawandels uns alle treffen können."

Schulze schreibt weiter: "Starkregen und Flut haben unser Land hart getroffen. Meine Gedanken sind heute bei den Menschen, die in Not sind, ihr Haus verloren haben oder gar um Angehörige trauern." Nun sei Zeit für Solidarität und zupackende Hilfe. Die Ereignisse zeigten, wie wichtig es sei, sich künftig noch besser auf solche Extremwetter-Ereignisse einzustellen.

14:40 Uhr

Nach Unwetter-Tragödie: Seehofer bietet betroffenen Ländern "jegliche Unterstützung" an

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Unwetter im Westen Deutschlands als "Tragödie" bezeichnet, deren Ausmaß "längst noch nicht absehbar" sei, und umfassende Hilfen des Bundes zugesagt. Mehr als 2000 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und die Bundespolizei seien im Einsatz - "und ich biete den Ländern jegliche Unterstützung an", sagt Seehofer der "Bild"-Zeitung. Jetzt sei die Stunde der Einsatzkräfte und der Solidarität. "Sie wachsen derzeit über sich hinaus, und ich danke Ihnen dafür."

Seehofer sagt weiter: "Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels." Der Minister forderte: "Wir müssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz."

14:25 Uhr

70-jährige Mutter wegen Kindesmisshandlung verurteilt - Prozess wurde neu aufgerollt

In einem neu aufgerollten Prozess um jahrelang gequälte Kinder ist deren 70-jährige Mutter im rheinland-pfälzischen Zweibrücken zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann hatte die Frau drei minderjährige gemeinsame Kinder und eine weitere Tochter von ihr misshandelt, heißt es im Urteil. An der Misshandlung beteiligte sie sich aktiv oder durch Unterlassen.

Mit Wissen und Einverständnis der heute 70-Jährigen schlug der Ehemann die Kinder demnach mit verschiedenen Schlagstöcken und anderen Gegenständen wie Besen oder Schaufeln. Die Angeklagte schlug die Kinder demnach auch selbst. Die Misshandlung begann laut dem Gericht in den 90er Jahren und zog sich über Jahre hin. Die erste Strafkammer des Landgerichts Zweibrücken hatte die Frau im Juni 2017 wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt, woraufhin die Angeklagte Revision einlegte. Daraufhin wurde der Prozess neu aufgerollt.

14:16 Uhr
Breaking News

Niederländischer Journalist Peter de Vries gestorben

Der niederländische Crime-Reporter Peter R. de Vries ist tot. Am 6. Juli wird in der Amsterdamer Innenstadt ein Attentat auf ihn verübt. Er wird nach Kopfschüssen ins Krankenhaus eingeliefert, wo er nun seinen Verletzungen erliegt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:12 Uhr

Schichtwechsel

Mein lieber Kollege Maximilian Beer hat sich den Feierabend verdient und entschwindet in die Berliner Sonne. Ab sofort übernehme ich den "Tag". Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Anmerkungen haben: sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:44 Uhr

Thunberg: "Stehen ganz am Anfang eines klimatischen und ökologischen Notfalls"

Die teils dramatischen Bilder von Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschäftigen nicht nur Sie und mich, sondern auch Greta Thunberg. Die Klimaaktivistin sieht in der Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands einen Hinweis für die Zunahme von Extremwetterereignissen. Die Schwedin teilte über Twitter verschiedene Fotos und Videos, die Eindrücke von überfluteten Straßen und Städten in Deutschland und auch in den Niederlanden zeigten.

Angesichts sich häufender Naturkatastrophen schrieb die 18-Jährige: "Tödliche Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Waldbrände, Dürren, Ernteausfälle ... das ist nicht "das neue Normal". Wir stehen ganz am Anfang eines klimatischen und ökologischen Notfalls, und Extremwetterereignisse werden nur immer häufiger werden."

13:31 Uhr

Plünderungsversuche in Stolberg: Hundertschaft schützt Wohnhäuser und Geschäfte

In Stolberg bei Aachen nutzen bereits Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Plünderungsversuchen von Geschäften gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Demnach hatten in drei Fällen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in überschwemmten Läden befänden. Die Polizei nahm an einem Juweliergeschäft einen Verdächtigen fest.

Als die Beamten an den anderen Tatorten - einem Supermarkt und einer Drogerie - eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte geflüchtet. Ob etwas gestohlen wurde, ist bislang unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen, so der Sprecher.

13:19 Uhr

Wetterexpertin zu Extremregen: "Jetzt fließt das Ganze in den Rhein"

Extreme Regenfälle richten im Westen Deutschlands ein verheerendes Chaos an. In nur kurzer Zeit verwandeln sich kleine Flüsse in Sturzbäche, ganze Ortschaften liegen unter Wasser. Wetterexpertin Maxi Biewer gibt einen Ausblick auf die kommenden Stunden und Tage.

12:59 Uhr

Von Fluten mitgerissen: Auch in Belgien fallen Menschen Überschwemmungen zum Opfer

Neben Deutschland ist auch Belgien von schweren Unwettern getroffen worden. Mindestens zwei Menschen kamen laut Medienberichten dabei ums Leben. In weiten Teilen im Süden und Osten des Landes, vor allem in der Gegend um Lüttich, kam es infolge heftigen Regens zu Überschwemmungen. Rund ein Dutzend Häuser in Pepinster stürzten ein, nachdem der Fluss Vesdre über die Ufer getreten war.

In Eupen im Osten Belgiens wurde laut einem Bericht des Senders RTBF ein 22-jähriger Mann von den Fluten mitgerissen. In Aywaille südlich von Lüttich ertrank ein etwa 50 Jahre alter Mann in seinem Keller.

12:36 Uhr

Buch über Trump: US-Generalstabschef warnte vor "Reichstag-Moment"

Die Bilder des Sturms aufs Kapitol in der US-Hauptstadt Washington werden vielen von Ihnen noch in guter Erinnerung sein. Ich jedenfalls traute meinen Augen kaum, als ich die aggressiven Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump sah, wie sie vor dieser historischen Kulisse alles kurz und klein schlugen, was sie zu greifen bekamen. Es war ein Angriff auf das Herzstück der US-Demokratie.

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Milley fühlte sich an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Und es scheint, als habe der US-Generalstabschef Mark Milley etwas Vergleichbares kommen sehen. Einem neuen Buch zufolge hat Milley den letzten Monaten der Trump-Präsidentschaft einen Putschversuch Trumps zum Machterhalt für möglich gehalten. Er befürchtete dabei Umstände wie vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, schreiben die "Washington Post"-Reporter Carol Leonnig und Philip Rucker in ihrem Buch.

"I Alone Can Fix It: Donald J. Trump's Catastrophic Final Year" (etwa: Nur ich kann es richten: Donald J. Trumps katastrophales letztes Jahr) soll kommende Woche in den USA erscheinen. Nun wurden in US-Medien erneut Auszüge öffentlich. "Das ist ein Reichstag-Moment", "die Glaubensbotschaft des Führers", habe Milley demnach in den Tagen vor der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar zu Vertrauten gesagt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:06 Uhr
11:32 Uhr

Schaulustige behindern Rettungskräfte nach Hochwasserkatastrophe

Leider ist es nach einem Unglück nur eine Frage der Zeit, dass Menschen an Unfallstellen oder wie in diesem Fall in Überflutungsgebieten im Weg herumstehen und Einsatzkräfte an deren Arbeit hindern. Nach der Hochwasserkatastrophe im Eifel-Ort Schuld im Norden von Rheinland-Pfalz haben nun Schaulustige nach Angaben der Polizei den Rettungseinsatz behindert. "Bitte haltet die Rettungswege frei!!!!!", schrieb das Polizeipräsidium Koblenz auf Twitter.

Die Beamten riefen auch dazu auf, Straßensperren zu beachten und in Sicherheit zu bleiben. In überfluteten Gebieten seien die Gefahren unkalkulierbar. Ebenfalls auf Twitter bat sie später darum, nicht selbst nach Angehörigen zu suchen.

11:06 Uhr

Flughörnchen brachten Nicolas Cage und seine spätere Ehefrau zusammen

Na, so was! Zwei exotische Beuteltierchen haben laut Oscarpreisträger Nicolas Cage ("Leaving Las Vegas") eine Rolle in seiner Beziehung zu seiner heutigen Ehefrau Riko Shibata gespielt. "Wir haben uns in Japan getroffen und ich dachte, dass sie umwerfend war, als ich sie traf. Wir haben vieles gemeinsam", sagte der Schauspieler dem Promiportal "Etonline.com".

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Cage teilt mit seiner Frau eine Vorliebe für Tiere.

(Foto: dpa)

Und jetzt fragen auch Sie sich: Welche Rolle mag das wohl gewesen sein?

Cage sagte: "Sie mag ebenfalls Tiere. Daher habe ich sie gefragt: 'Hast du Haustiere?' Und sie sagte: 'Ja, ich habe Flughörnchen.' Sie hatte zwei Kurzkopfgleitbeutler. Ich dachte: 'Das ist es. Das könnte funktionieren.'"

Eine schöne Geschichte. Medienberichten zufolge hat das Paar vergangenen Februar in Las Vegas geheiratet. Für Cage ist es die fünfte Ehe.

10:40 Uhr

Zentraler Teil von Polens Justizreformen verstößt laut EuGH gegen EU-Recht

Wir schauen noch einmal nach Luxemburg, wo der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun urteilte, dass Polen mit einem zentralen Teil seiner Justizreformen gegen EU-Recht verstößt. Demnach hat das Land mit der neuen Disziplinarordnung für Richter "gegen seine Verpflichtungen aus dem Unionsrecht verstoßen". Unter anderem biete die neu geschaffene Disziplinarkammer "nicht alle Garantien für Unabhängigkeit und Unparteilichkeit".

Die EU streitet seit Jahren mit Warschau über die Justizreformen der rechtsnationalistischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Unter anderem geht es dabei um die 2018 neu geschaffene Disziplinarkammer des Obersten Gerichts, die für Disziplinarverfahren gegen Richter zuständig ist und diese beispielsweise auch suspendieren kann.

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10:30 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

10:14 Uhr

EuGH: Kopftuchverbot am Arbeitsplatz kann rechtens sein

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, die muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen von Kopftüchern verbieten. Der EuGH entschied: Das Verbot des Tragens jeder sichtbaren Ausdrucksform politischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen könne durch das Bedürfnis des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder soziale Konflikte zu vermeiden. Hintergrund des Urteils waren zwei Fälle aus Deutschland, in denen einer Mitarbeiterin einer Kita und eines Drogeriemarktes das Tragen des Kopftuches am Arbeitsplatz verboten wurde.

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10:01 Uhr

Kehrt Karl Klammer zurück?

Was ist schon die USA-Reise einer Bundeskanzlerin neben dem möglichen Comeback einer digitalen Büroklammer? Wie könnten Steuer-Streitereien zwischen CDU und CSU mithalten, wenn allem Anschein nach die Rückkehr von "Clippy" ansteht?

Sie haben richtig gelesen: Auf Twitter kündigte der US-Konzern Microsoft an, dass der in Deutschland auch als Karl Klammer bekannte Office-Assistent in Microsoft 365 das Büroklammer-Emoji ersetzen werde, sofern der entsprechende Tweet 20.000 Likes erhalte.

Nun, diese Marke ist offensichtlich erreicht.

09:32 Uhr

Merkel in Washington: Darum geht es beim Streitthema Nord Stream 2

Wie bereits angekündigt, trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel heute im Weißen Haus in Washington US-Präsident Joe Biden. Auf Merkels Abschiedsreise geht es vor allem um einen Neustart der Beziehungen zum wichtigsten Bündnispartner außerhalb Europas - ein größeres Streitthema gibt es allerdings auch: die Erdgaspipeline Nord Stream 2. Warum die Erdölleitung in der Ostsee die USA verärgert, diskutiert "heute wichtig"-Moderator Michel Abdollahi mit dem "stern"-US-Korrespondenten Raphael Geiger.

"Die Amerikaner sagen, es gibt keinen wirklichen Grund, diese Pipeline zu bauen, außer dass es Wladimir Putin in die Hände spielt" - so fasst Geiger die US-Position zusammen. Er glaubt allerdings nicht, dass Biden als alleiniger Sieger aus diesem Streit kommen wird: "Die Deutschen haben ziemlich klargemacht, dass sie sich nicht so sehr unter Druck setzen lassen. Das ist vielleicht auch ein neues Selbstbewusstsein, das in den letzten Jahren entstanden ist, dass man nicht so einfach auf Washington hört."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

09:23 Uhr

Laschet sagt Besuch in Seeon ab und weist CSU-Forderung nach raschen Steuersenkungen zurück

Gerade habe ich noch geschrieben, dass es beim Besuch von CDU-Chef Armin Laschet der CSU-Landesgruppe im bayerischen Kloster Seeon vor allem um das Thema Steuern gehen dürfte, da erreicht uns diese Nachricht: Laschet, der Kanzlerkandidat der Schwesterparteien, hat wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Eifel seinen Trip nach Bayern abgesagt. Er will stattdessen die stark von den Unwettern betroffene Stadt Hagen in seinem Bundesland Nordrhein-Westfalen besuchen.

Zuvor hatte er den Wunsch der CSU nach baldigen Steuererleichterungen zurückgewiesen. Solche Erleichterungen könne es nur "so schnell wie möglich geben - und das 'möglich' ist der wichtige Teil dieser Aussage", sagte Laschet jüngst bei einer Podiumsdiskussion von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Ob die CSU unter Parteichef Markus Söder ihn noch einmal an das gemeinsame Wahlprogramm erinnern werden, in dem Steuerentlastungen an mehreren Stellen anklingen?

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wichtig ist heute vor allem, dass die Unwetter in Deutschland keine weiteren Opfer fordern. Die Meldungen von Überschwemmungen, Sturzfluten und Vermissten vor allem im Westen des Landes überschlugen sich zuletzt, leider waren auch Berichte über Tote darunter. Man kann also nur hoffen, dass sich die Prognosen bestätigen und der Dauerregen nachlässt. Über alle aktuellen Entwicklung rund um die Wetterlage berichten wir unter anderem hier.

Folgende Termine stehen heute auf dem Programm, und wir beginnen mit dem wahrscheinlich letzten offiziellen Besuch der deutschen Bundeskanzlerin in Washington D.C.

  • In der US-Hauptstadt empfängt Präsident Joe Biden Kanzlerin Angela Merkel. Bei dem Treffen im Weißen Haus wird es um deutsch-amerikanische Dauerbrenner wie die Ostseepipeline Nord Stream 2 und Rüstungsausgaben gehen. Über allen potenziellen Streitpunkten steht der Wille, die unter Bidens Vorgänger Donald Trump ramponierten Beziehung beider Nationen wieder zu stabilisieren und freundlicher zu gestalten. Die USA wollen beweisen, dass sie ein verlässlicher Partner sein können.
  • Und wir bleiben auf der anderen Seite des Atlantiks: Dort wird der Bundeskanzlerin nach ihrem Besuch im Weißen Haus die Ehrendoktorwürde der renommierten Johns-Hopkins-Universität verliehen. Die 1876 in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland gegründete Privatuniversität gilt als eine der besten Hochschulen des Landes - bekannt ist sie mittlerweile auch für ihr Corona-Dashboard, auf dem die weltweiten Fallzahlen veröffentlicht werden.
  • Bevor es für Armin Laschet womöglich ins Kanzleramt und eines Tages vielleicht zu einem Amtsbesuch ins Weiße Haus geht, führt den Unions-Kanzlerkandidaten sein Weg heute ins bayerische Seeon zur Sommerklausur der CSU-Landesgruppe. Ein Thema, das die beiden Schwesterparteien CDU und CSU zuletzt umtrieb, waren die gemeinsamen Steuerpläne. Entlastungen ja oder nein, heute oder morgen? Das sind die zentralen Fragen.

Alles andere lassen wir auf uns zukommen, ich halte Sie auf dem Laufenden. Mein Name ist Maximilian Beer und ich werde den "Tag" bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt bestücken. Bei Fragen, Hinweisen oder Kritik können Sie mir gerne schreiben an maximilian.beer@nama.de.

08:15 Uhr

Wohnwagen wird in Sturzflut zerquetscht - Augenzeuge filmt "Wasserfall in U-Bahn"

Nach den heftigen Niederschlägen bieten sich in Teilen Westdeutschlands unglaubliche Szenen: Wassermassen reißen Fahrzeuge mit, ein Wohnwagen wird gegen eine Brücke gedrückt und komplett zerquetscht. In Köln filmt ein Augenzeuge einen "Wasserfall in der U-Bahn".

07:48 Uhr

Weitere Festnahmen nach Mord an haitianischem Präsidenten

Eine Woche nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Es handelte sich um Haitianer, in deren Wohnungen zahlreiche Gewehre, Pistolen, Magazine und Patronen sowie auch drei Splittergranaten gefunden worden, wie die Polizei mitteilte.

Der 53 Jahre alte Staatschef Moïse war vergangene Woche in seiner Residenz überfallen und erschossen worden. Zuletzt hatte die Nationalpolizei des Karibikstaats einen mutmaßlichen Drahtzieher der Tat festgenommen.

07:19 Uhr

Parteien wehren sich in Karlsruhe gegen Nichtzulassung zur Wahl

Sommerloch hin oder her: Dafür, dass Ende September ein neuer Bundestag gewählt wird, ist es doch erstaunlich ruhig dieser Tage. Somit bleibt aber immerhin etwas mehr Zeit für die politische Peripherie. Zu der Wahl nicht zugelassen ist bekanntermaßen die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), die nun wie auch 16 weitere Gruppierungen gegen ebendiese Nichtzulassung fristgerecht Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat. Damit wollen sie erreichen, dass sie am Ende doch noch auf dem Wahlzettel stehen.

Die DKP hatte in den vergangenen Jahren ihre Rechenschaftsberichte immer erheblich verspätet vorgelegt und damit die Vorgaben des Parteiengesetzes nicht erfüllt. Der Bundeswahlausschuss entschied sich deshalb jüngst gegen eine Zulassung, wie auch bei Dutzenden weiteren Parteien.

Nach der Entscheidung haben abgelehnte Gruppierungen vier Tage Zeit, Beschwerde in Karlsruhe einzureichen. Nach Auskunft des Gerichts haben davon unter anderem auch die Republikaner, die Klimaschutzpartei (KSP), die Jesusparty und die die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD) Gebrauch gemacht. Falls Sie es noch nicht gesehen haben: Die Vertreter der APPD zeigten schon kurz nach der Bekanntgabe ihrer Nichtzulassung wenig Verständnis.

06:35 Uhr

Zollfreie Medikamente: Kubas Regierung macht Zugeständnisse an Demonstranten

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"Nieder mit der Diktatur" steht auf dem Schild: Teilnehmer einer Demo gegen die kubanische Regierung.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Tausende Menschen sind nach Massendemonstrationen gegen die Regierung festgenommen worden, es gibt zahlreiche Tote, und nach wie vor sind Internetdienste wie Whatsapp und Twitter in dem Karibikstaat blockiert. Die gute Nachricht ist nun, dass die Regierung erste Zugeständnisse an die Demonstranten macht. Reisende dürfen Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel künftig zollfrei einführen, wie Ministerpräsident Manuel Marrero in einer TV-Ansprache ankündigte.

Auch bisher geltende Mengenbegrenzungen fallen demnach weg. Die neuen Regeln treten am Montag in Kraft und gelten zunächst bis Jahresende. Die erleichterte Einfuhr von Dingen des täglichen Bedarfs ist eine der Forderungen der Protestbewegung.

06:00 Uhr

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