Dienstag, 05. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr

Das war Dienstag, der 5. Januar 2021

Der Lockdown geht weiter - und wird sogar noch verschärft. Schulen und Kitas bleiben bis Ende Januar geschlossen, man darf nicht mehr als eine Person aus einem anderen Haushalt treffen, in Landkreisen mit besonders hohen Corona-Zahlen sollen Bewegungsbeschränkungen gelten. Welche Regeln Bund und Länder heute beschlossen haben, erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

21:59 Uhr

Verfolgungsjagd in Berlin endet mit Unfall - mehrere Polizisten verletzt

Bei einer Verfolgungsfahrt in Berlin-Neukölln sind mehrere Polizisten verletzt worden.

  • Die Polizei verfolgte ein Fahrzeug, das aufgefallen war - und dessen Fahrer trotz der Aufforderung, anzuhalten, davonraste.
  • Ein Polizeiauto stellte sich dann an einer Kreuzung quer zur Fahrbahn als Straßensperre. Das Fluchtauto fuhr in diesen Wagen.
  • Ein Insasse konnte flüchten, der andere wurde festgenommen.
  • Mehrere Beamte wurden bei dem Unfall leicht verletzt - wie viele, wollte ein Polizeisprecher nicht sagen.
21:16 Uhr

Mehr als 2000 Leichen in Berg-Karabach geborgen

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Mehrere Tausend Menschen starben im Konflikt um Berg-Karabach. Hunderte werden vermisst.

(Foto: imago images/VXPictures.com)

Gut zwei Monate nach Ende der Kämpfe in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus dauert die Suche nach getöteten Soldaten und Zivilisten an.

  • Allein die Behörden von Berg-Karabach bargen bislang 1184 Leichen. Spezialisten aus Aserbaidschan haben nach eigenen Angaben bislang die Leichen von 334 getöteten aserbaidschanischen Soldaten und 988 armenischen Streitkräften geborgen. Damit sind insgesamt mehr als 2000 Leichen entdeckt worden.
  • Die Arbeit sei noch nicht abgeschlossen, sagte der Leiter der zuständigen Staatskommission aserbaidschanischen Medien zufolge.
  • Die Gerichtsmediziner in Armenien haben nach eigenen Angaben etwa 3360 getötete Soldaten untersucht. Mehr als 1000 Menschen werden Schätzungen zufolge vermisst. In den Leichenschauhäusern des Landes sollen noch die Überreste unzähliger Soldaten aufbewahrt sein. Eine genaue Zahl nannten die Behörden bislang nicht.
20:30 Uhr

Drei Fluggäste mit 73 Kilo Gold im Gepäck geschnappt

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Kein leichtes Gepäck.

(Foto: South African Police Service)

Südafrikas Polizei hat am Johannesburger OR-Tambo-Airport drei Reisende mit insgesamt 73,5 Kilogramm Gold im Gepäck festgenommen. Laut Polizeiangaben wurde das Trio unter Schmuggelverdacht dem Gericht überstellt, das zudem Ermittlungen wegen Geldwäsche und Betrugs plant.

  • Die aus Madagaskar kommenden fielen Zöllnern im Transitbereich auf. Geplant war die Weiterreise über Äthiopien nach Dubai.
  • Bei einer Untersuchung des Gepäcks wurden Goldbarren und Devisen in noch unbekannter Höhe entdeckt.
  • Die südafrikanische Polizei hat Interpol eingeschaltet, um die Hintergründe zu untersuchen.
20:21 Uhr

Die Videos des Tages

19:54 Uhr

China verbietet Einreise von WHO-Experten in letzter Minute

China hat in letzter Minute die Einreise von Experten verhindert, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Coronavirus erkunden sollen.

  • "Ich bin sehr enttäuscht über diese Nachricht", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer ungewöhnlich deutlichen Kritik an China. Zwei Experten hätten die Reise am Dienstag schon angetreten gehabt, zwei weitere hätten ihre Abreise in letzter Minute stoppen müssen, sagte Tedros.
  • Entgegen den Absprachen habe Peking kurzfristig mitgeteilt, dass die nötigen Einreisepapiere noch nicht vorlägen. Tedros habe den chinesischen Behörden die Dringlichkeit der Mission erneut in Erinnerung gerufen, sagte Ryan. Die Behörden hatten versichert, dass die Papiere nun zügig bereitgestellt würden.
  • Die WHO verhandelt seit Monaten mit China über diese Expertenmission. Die Diskussionen kamen nur zäh voran. Jeder einzelne Experte muss von chinesischer Seite abgesegnet werden, bevor das Team die Arbeit aufnehmen kann.
19:31 Uhr

Explosion in Restaurant im Kosovo - Dutzende Verletzte

Bei einer Explosion in einem Restaurant im Kosovo sind mindestens 42 Menschen verletzt worden. Die Polizei geht Medienberichten zufolge davon aus, dass die Detonation durch einen geplatzten Gastank ausgelöst wurde. Auf TV-Bildern waren kaputte Fenster und der zerstörte Außenbereich des Lokals in der Stadt Ferizaj zu sehen.

Von den Menschen, die sich während des Unglücks im Restaurant aufhielten, erlitten 14 schwere Verletzungen. Sie wurden ins Krankenhaus der Hauptstadt Pristina gebracht.

19:00 Uhr

Retter geben nach Erdrutsch in Norwegen Hoffnung auf - zehn Tote

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Bei dem Erdrutsch in Norwegen wurden zehn Menschen getötet, zehn weitere wurden verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa/NTB)

Sechs Tage nach dem verheerenden Erdrutsch in Norwegen haben die Rettungskräfte die Hoffnung aufgegeben, Überlebende zu finden.

  • Alle Orte, wo jemand hätte überleben können, seien abgesucht worden, sagte eine Polizeisprecherin.
  • Die drei noch Vermissten wurden als Todesopfer eingestuft, so dass sich deren Gesamtzahl auf zehn erhöhte.
  • In der rund 25 Kilometer nordöstlich von Oslo gelegenen Gemeinde Gjerdrum war am 30. Dezember ein ganzer Hügel eingesackt, neun Gebäude mit rund 30 Wohnungen wurden zerstört. Einige Häuser wurden um 400 Meter verschoben.
18:52 Uhr
Breaking News

Lockdown verschärft und bis Ende Januar verlängert

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Zudem werden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:17 Uhr

Gericht: Briefporto-Erhöhung 2019 war rechtswidrig

Im Streit um die Höhe des Briefportos in Deutschland hat die Deutsche Post einen juristischen Rückschlag erlitten. Die Genehmigung eines höheren Portos der Post für Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibriefe in Deutschland sei voraussichtlich rechtswidrig, entschied das Verwaltungsgericht Köln.

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Seit Juni 2019 kostet ein Standardbrief 80 Cent.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Verbraucher profitieren indes nicht davon. Denn unmittelbare Folgen habe die Entscheidung nur für den klagenden Verband, den Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), so das Gericht.
  • Aktuell kostet ein Standardbrief 80 Cent. Dagegen geht der Verband vor, in dem Konkurrenten der Post wie DPD, GLS oder Hermes organisiert sind.
  • Das Bundesverwaltungsgericht hatte bereits entschieden, die Erhöhung des Portos für den Standardbrief 2016 bis 2018 sei rechtswidrig erfolgt. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte darauf erklärt, es wolle "erforderliche Anpassungen" vornehmen.
17:46 Uhr

Tanya Roberts soll nun doch gestorben sein

Gestern hieß es zunächst, die US-Schauspielerin Tanya Roberts sei tot, doch dann nahm ihr Publizist seine früheren Angaben zurück - das Ex-Bond-Girl lebte noch. Aber nicht mehr lange, wie es sich nun herausstellt.

Laut einem "TMZ"-Bericht ist Tanya Roberts am Montagabend (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Ihr Ehemann Lance O'Brien sagte dem Promi-Portal, dass er gegen 21 Uhr einen Anruf von den Ärzten bekommen habe, die ihm den Tod seiner Frau mitteilten. Roberts wurde 65 Jahre alt.

Offiziell bestätigt ist der Tod der Schauspielerin noch nicht.

17:18 Uhr

Schottland erteilt Trumps möglichen Einreiseplänen klare Absage

Die schottische Regierung hat einem möglichen Flug des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu seinem Golf-Ressort in Schottland eine Absage erteilt. Sie reagierte damit auf Medienberichte, denen zufolge Trump erwäge, am 19. Januar nach Schottland zu fliegen, um so nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar teilnehmen zu müssen.

Es sei angesichts der Corona-Beschränkungen illegal, ohne notwendigen Grund nach Schottland einzureisen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon. "Herzukommen, um Golf zu spielen, ist nicht, was ich einen notwendigen Grund nennen würde", sagte sie. "Wir erlauben es derzeit niemandem, ohne notwendigen Grund nach Schottland zu kommen - und das trifft auf ihn wie auf jeden anderen zu."

Sturgeon betonte, sie kenne Trumps Reisepläne nicht: "Ich hoffe und erwarte - wie jeder erwartet, aber nicht unbedingt hofft -, dass sein aktueller Reiseplan vorsieht, das Weiße Haus zu verlassen."

16:24 Uhr

Wütender Ex-Arbeiter zerstört 69 Mercedes-Neuwagen mit Bagger

Ein wütender Ex-Angestellter hat in einem Mercedes-Werk in Spanien dutzende nagelneuer Nutzfahrzeuge zerstört.

  • Für seine Aktion entwendete der Mann in einer anderen Fabrik einen Bagger und durchbrach damit nachts ein Tor an dem Werksgelände. Anschließend rammte er mit dem Bagger rund 50 dort geparkte Nutzfahrzeuge und fuhr sie zu Schrott.
  • Ein Gewerkschaftsvertreter gab die Zahl der zerstörten Fahrzeuge mit 69 an. Nach seinen Worten hatte der Täter bis vor vier Jahren in dem Werk gearbeitet. Der Mann sei offenbar "frustriert" gewesen.
  • Laut Berichten der Lokalpresse beläuft sich der angerichtete Schaden auf zwischen zwei und fünf Millionen Euro.

 

15:45 Uhr

Supermärkte zögern bei Mehrwertsteuererhöhung

Viele Lebensmittelhändler zögern im Moment noch damit, die Mehrwertsteuererhöhung im vollen Umfang an die Kunden weiterzugeben.

  • Der Discounter Lidl teilte mit, in den über 3200 Filialen der Kette blieben "die Preise bei vielen Produkten weiterhin um bis zu drei Prozent reduziert, obwohl seit dem Jahreswechsel wieder die reguläre Mehrwertsteuer von 19 bzw. 7 Prozent gilt".
  • Die zur Edeka-Gruppe gehörende Discount-Kette Netto wirbt mit dem Slogan "Mehrwertsteuer-Erhöhung? Nicht bei Netto".
  • Die Supermarktkette Rewe hatte vor dem Jahreswechsel angekündigt, dass die Rückkehr zu den regulären Mehrwertsteuersätzen angesichts Tausender Etiketten pro Markt, die neu gedruckt und angebracht werden müssten, nur schrittweise "in den ersten Tagen des Januars" umgesetzt werde.
15:22 Uhr

Massaker im Kongo: Islamisten ermorden Dutzende Menschen

Im Osten des zentralafrikanischen Staats Kongo sind bei einem Angriff auf das Dorf Kyavikere mindestens 22 Menschen getötet worden. Bewaffnete Angreifer hätten den Ort überfallen und mit Macheten und Messern ein Blutbad angerichtet, berichtete der zuständige Kommunalverwalter Bozy Siniwako. Die Männer - bei denen es sich den Angaben zufolge um Extremisten der islamistischen ADF-Gruppierung handelt - hätten kaltblütig gemordet und Geschäfte und Werkstätten geplündert, ehe die Armee anrückte.

Am Vortag waren in derselben Region nahe den Orten Loulou und Loselose bereits die Leichen von insgesamt 21 weiteren getöteten Menschen entdeckt worden. Die Hintergründe sind noch unklar.

14:47 Uhr

Einbrecher auf Toilette erwischt

Er saß am frühen Morgen auf ihrem Klo: Eine Hausbewohnerin hat in Nordrhein-Westfalen einen Einbrecher auf der Toilette erwischt.

  • Die erschrockene Frau habe den Unbekannten angeschrien, wer er sei und was er wolle, teilte die Polizei mit. Daraufhin habe der Mann seine Hose hochgezogen, sich wortlos an der Bewohnerin vorbeigeschoben, einen Wanderrucksack mit Diebesgut genommen und sich davongemacht.
  • "Die schockierte Frau weckte ihren Partner, der, nachdem die Polizei alarmiert worden war, die Hinterlassenschaften des Einbrechers wegspülte", schrieben die Beamten in ihrer Mitteilung.
  • Der Täter hatte demnach eine Fensterscheibe eingeschlagen, um in das Haus des Paares in Windeck zu gelangen. Der Mann im Alter zwischen 25 und 30 Jahren habe Bargeld, drei Laptops und ein Smartphone erbeutet. Auch der Rucksack gehöre der Bewohnerin. Eine Fahndung blieb bisher erfolglos.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hedviga Nyarsik verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Zum Corona-Ticker geht's hier lang. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:09 Uhr

Auschwitz-Überlebende Lasker-Harpprecht stirbt mit 96 Jahren

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Renate Lasker Harpprecht (l) und ihre Schwester Anita Lasker Wallfisch (r).

(Foto: imago images/Horst Galuschka)

Die Auschwitz-Überlebende Renate Lasker-Harpprecht ist tot. Wie das Rathaus ihrer Wahlheimat im französischen La Croix Valmer auf Anfrage mitteilte, war sie in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar im Alter von 96 Jahren gestorben.

Lasker-Harpprecht wurde 1924 in Breslau geboren und überlebte gemeinsam mit ihrer Schwester Anita die früheren Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen. Sie war als Journalistin tätig und engagierte sich als Zeitzeugin. 2016 zeichnete das Jüdische Museum Berlin sie mit dem Preis für Verständigung und Toleranz aus.

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, würdigte Lasker-Harpprecht als eine der großen Zeuginnen: "Klar und deutlich hat sie die Welt der Nazis und die Welt von Auschwitz beschrieben: Als Warnung und Mahnung an die zukünftigen Generationen, Antisemitismus und rechtsextremen Hass im eigenen Interesse aus ihrer Zukunft zu verbannen."

13:38 Uhr

Kind isst "rote Kugel" von Unbekanntem - und fällt in Ohnmacht

Eine Neunjährige ist in Sachsen-Anhalt in Ohnmacht gefallen, nachdem sie einen zunächst nicht identifizierten Gegenstand von einem Fremden gegessen haben soll. Ein etwa 50 Jahre alter Unbekannter soll dem Mädchen am Montag in Aschersleben eine "rote Kugel" gegeben und das Kind genötigt haben, diese zu essen, wie die Polizei mitteilte. Danach habe sich das Mädchen übergeben und zeitweise das Bewusstsein verloren. Rettungskräfte brachten es zur Untersuchung und späteren Beobachtung in ein Krankenhaus.

Worum es sich bei der roten Kugel handelte, ist zunächst unklar. In der Plastiktüte, aus der der Mann die rote Kugel geholt haben soll, sollen noch weitere derartige Kugeln gewesen sein. Die Polizei leitete eine Fahndung nach dem unbekannten Mann ein. Neben der Suche des Verdächtigen, wofür die Polizei ein Phantombild anfertigen ließ, wollten die Ermittler am Dienstag erneut auch das Mädchen zu dem Vorfall befragen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Nötigung und schweren Körperverletzung.

13:13 Uhr

Studenten bei Protesten in Istanbul festgenommen

Studenten protestieren an der renommierten Bogazici-Universität in Istanbul gegen die Ernennung eines neuen Direktors durch Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die türkische Polizei nimmt 16 von ihnen fest. Nach zwölf weiteren werde gefahndet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ihnen würden ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen den diensthabenden Beamten vorgeworfen.

Erdogan hatte den neuen Direktor Melih Bulu, der 2015 für die islamisch-konservative Regierungspartei AKP als Abgeordnetenkandidat angetreten war, am Samstag ernannt. Als Präsident hat Erdogan das Recht, Rektoren einzusetzen. Die Studenten kritisieren unter anderem die Nähe des Direktors zur AKP und die Ernennung als undemokratisch. Sie fordern das Recht ein, ihren eigenen Direktor zu wählen.

12:39 Uhr

Polizei sucht Juwelen-Räuber: Razzia in Berliner Wohnung

Im Fall des spektakulären Dresdner Juwelendiebstahles hat die Polizei am Morgen eine Wohnung in Berlin durchsucht. Es wurden zwei Handys sowie mehrere Dokumente sichergestellt, die nun ausgewertet werden müssen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Der nach wie vor gesuchte fünfte Tatverdächtige sei nicht in der Wohnung angetroffen worden, nach ihm werde weiter mit Hochdruck gefahndet.

Mitte Dezember war der Zwillingsbruder des Gesuchten in Berlin gefasst worden. Er sitzt inzwischen mit drei weiteren Verdächtigen aus dem Clan einer arabischen Großfamilie in Dresden in Untersuchungshaft.

Am 25. November 2019 hatten mehrere Täter bei einem der spektakulärsten Einbrüche der vergangenen Jahrzehnte aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden Juwelen mit kaum schätzbarem Wert gestohlen. Vermutungen und Spuren hatten schnell nach Berlin geführt.

12:15 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

Iran will nach Noch-US-Präsident Trump fahnden lassen

Im Zusammenhang mit der Ermordung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani vor einem Jahr hat der Iran bei Interpol die internationale Fahndung nach US-Präsident Donald Trump beantragt. "Wir haben diesbezüglich bei Interpol gegen 48 Personen, unter anderem gegen Trump, US-Kommandeure und Pentagonvertreter sowie amerikanische Truppen in der Region eine Red Notice eingereicht", sagte Justizsprecher Gholam-Hussein Ismaili.

Auf Trumps Anweisung hatte die US-Armee am 3. Januar 2020 Soleimani bei einem Irakbesuch mit einem Raketenangriff in der Nähe des Bagdader Flughafens getötet. Soleimani war Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden, die zu einer Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte gehören. Er koordinierte die Aktivitäten Iran-treuer Milizen im Irak und in anderen Ländern. Präsident Hassan Ruhani nannte Soleimani einen Nationalhelden, der nach seiner Ermordung durch die USA zu einer Legende in der Region geworden sei. Teheran werde seinen Mord "zu gegebener Zeit" rächen, gleichzeitig auch gegen Trump und das Pentagon juristische Schritte einleiten, sagte er.

11:25 Uhr

Abgetrennter Kopf in Tüte: Mann in Russland enthauptet

Russland feiert derzeit zehn Tage lang das neue Jahr. Doch während des Festes gibt es immer wieder Berichte über Tötungsdelikte. Ein besonders brutaler ereignete sich in Sibiriens größter Stadt Nowosibirsk: Ein Mann wurde enthauptet in einer Wohnung gefunden. Sein Kopf habe in einer Tüte unter dem Fenster gelegen, teilten die russischen Behörden der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge mit. Die Mutter habe ihren 48 Jahre alten Sohn entdeckt und die Polizei gerufen. Die genauen Umstände für die Tat sind zunächst unklar. Der Mann soll zuvor mit zwei Bekannten Alkohol getrunken haben und in Streit geraten sein.

10:51 Uhr

Taiwan fühlt sich von chinesischen Kampfjets "bedroht"

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picture alliance / Liu Chuan/XinHua/dpa

Chinesische Kampfflugzeuge sind nach Angaben der Regierung in Taipeh im vergangenen Jahr so oft wie nie zuvor in Taiwans Luftraumüberwachungszone eingedrungen. Insgesamt seien 380 Fälle verzeichnet worden, in denen chinesische Jets in die Überwachungszone geflogen seien, sagte der Sprecher des taiwanischen Verteidigungsministeriums, Shih Shun-wen. Dies stelle eine "Bedrohung für die Sicherheit der Region und unserer Nation" dar.

China verfolge mit den Flügen das Ziel, das Militär Taiwans zu "testen", die Luftverteidigung des Landes unter Druck zu setzen und den Luftraum für Taiwans "eigene Aktivitäten zu verengen", sagte Shih. Das mit der taiwanischen Armee verbundene Institut für nationale Verteidigung und Sicherheitsforschung erklärte gleichzeitig in einem Bericht, chinesische Jets seien im vergangenen Jahr an mindestens 110 Tagen näher an Taiwan herangeflogen und dabei vielfach in die Luftraumüberwachungszone eingedrungen.

10:19 Uhr

Mann hält Vertreter für Betrüger und schlägt ihn mit Tablet

Weil er glaubte, der Mann vor seiner Haustür sei ein Betrüger, hat ein 27-Jähriger in Nordrhein-Westfalen einen Vertreter für Stromverträge mit dessen Tablet geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 23-Jährige dabei leicht verletzt. Der selbstständige Vertreter war mit einer Kollegin am Montagnachmittag an der Haustür des 27-Jährigen in Bergkamen (Kreis Unna), um ihm einen Stromvertrag anzubieten. Der Mann habe ihm das Tablet aus der Hand gerissen und ihm ins Gesicht geschleudert. Der Angegriffene erstattete daraufhin Anzeige.

09:55 Uhr
Breaking News

Deutschland zählt 2,707 Millionen Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 8000 auf 2,707 Millionen gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2019 stieg die Zahl um 480 000, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,9 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:26 Uhr

Mit Molotowcocktails angegriffen: Fischer stirbt nach Kollision mit Aktivisten-Boot

Nach der Kollision seines Kutters mit einem Boot der Umweltorganisation Sea Shepherd ist ein mexikanischer Fischer gestorben. Am 31. Dezember sei der Fischer mit schweren Verletzungen, darunter Beckenbrüche, in ein Krankenhaus in der nordwestlichen Stadt Mexicali eingeliefert worden, sagte der Chef der regionalen Gesundheitsbehörde, Alonso Pérez. Der Zustand eines zweiten bei dem Zusammenstoß verletzten Fischers sei stabil.

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Die Boote und Aktivisten von Sea Sheperd wurden bereits wiederholt bei Patrouillen in dem Meeresschutzgebiet attackiert.

(Foto: via REUTERS)

Nach Angaben der mexikanischen Marine hatten Sea-Shepherd-Aktivisten umhertreibende Fischernetze im Golf von Kalifornien eingesammelt, als sie "von Fischern mit selbstgemachten Sprengsätzen angegriffen" worden seien. Die Organisation Sea Shepherd erklärte, die Fischer hätten ihre Boote "Farley Mowat" und "Sharpie" mit Molotowcocktails beworfen. Die "Farley Mowat", ein ehemaliges Schiff des US-Küstenschutzes, habe daraufhin versucht, das Gebiet zu verlassen, ein Fischkutter habe sich dem Boot aber "aggressiv" in den Weg gestellt und sei dadurch gegen den Rumpf der "Farley Mowat" geprallt und auseinandergebrochen.

08:35 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:20 Uhr

Falsche Todesmeldung? Ex-Bond-Girl Tanya Roberts wohl doch am Leben

Verwirrung um den angeblichen Tod von Schauspielerin Tanya Roberts: Das US-Onlineportal "tmz" hatte diesen Montag zuerst berichtet, der US-Star sei an Heiligabend kollabiert und schließlich im Cedars-Sinai-Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Deutsche Medien, darunter auch ntv.de, griffen die Meldung auf. Nun wurde die Nachricht zurückgezogen: Roberts sei nach Angaben ihres Sprechers Mike Pingel doch noch am Leben. Das habe das Krankenhaus bestätigt.

Pingel begründete den Irrtum mit falschen Informationen von Roberts' Ehemann Lance O'Brien. In der Mitteilung hatte es unter anderem geheißen, dass Ehemann O'Brien erschüttert sei und gesagt habe: "Als ich sie in ihren letzten Augenblicken hielt, öffnete sie ihre Augen." Die Hintergründe des mutmaßlichen Missverständnisses blieben bisher unklar.

07:58 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Schülerinnen und Schüler werden sich wohl noch länger mit Fernunterricht abfinden müssen - genauso wie ihre gestressten Eltern. Wenn die Bundesregierung und Länderchefs heute eine Verlängerung des Corona-Lockdowns beschließen, dürfte auch die große Rückkehrwelle an die Schulen verschoben werden. Zumindest stufenweise Öffnungen für Grundschüler und Abschlussklassen sind jedoch möglich, für andere könnte es abwechselnd Unterricht in der Schule geben. Die Frage aber ist, ob sich die Länder auf einen einheitlichen Weg einigen können oder wieder ein unübersichtlicher Flickenteppich droht. Alle wichtigen Informationen zum Lockdown und zu der Pandemie erfahren Sie in unserem Coronavirus-Ticker.

Das steht heute außerdem noch an:

  • Wähler im südlichen US-Bundesstaat Georgia entscheiden bei zwei Stichwahlen heute über die künftigen Machtverhältnisse im einflussreichen US-Senat. Das Ergebnis der Abstimmungen entscheidet darüber, ob die Republikaner ihre Mehrheit im Senat verteidigen können oder ob die Demokraten neben dem Repräsentantenhaus künftig auch die andere Kongresskammer in Washington dominieren werden.
  • Die Grenzen zwischen Katar und Saudi-Arabien werden nach einer jahrelangen Blockade, die das Emirat isolierte und zu einem Engpass bei Importwaren führte, wieder geöffnet. Beide Staaten einigten sich laut Kuwaits Außenminister Ahmed al-Sabah auf den Schritt, der das Ende des Konflikts zwischen Katar und seinen regionalen Nachbarn einläuten dürfte. Heute soll die Einigung mit einem Abkommen besiegelt werden.
  • Tui-Aktionäre sollen bei einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung und finanzielle Hilfen für den angeschlagenen Reisekonzern genehmigen. Tui wurden - einschließlich privater Mittel - mittlerweile rund 4,8 Milliarden Euro an Unterstützung zugesprochen, um die hohen Umsatzausfälle in der anhaltenden Pandemie aufzufangen.
  • Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 stellt uns den neuen Cheftrainer Bo Svensson offiziell vor. Beim Tabellenvorletzten ist der 41 Jahre alte Däne bereits der vierte Coach in dieser Saison.

Starten Sie gut in den Tag! Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit den neusten Nachrichten und interessantesten Themen aus aller Welt. Mein Name ist Hedviga Nyarsik. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

07:24 Uhr

Schauspielerin Emma Stone ist schwanger

Ihre erste Premiere in diesem Jahr - und dabei handelt es sich ausnahmsweise nicht um einen Film: Emma Stone ist schwanger! Die 31-Jährige erwartet Medienberichten zufolge zusammen mit Ehemann Dave McCary ihr erstes Kind.

Die Oscar-Preisträgerin wurde mit rundem Babybauch in Los Angeles gesichtet. Insider berichten im US-Magazin "Us Weekly": "Emma ist überglücklich und sehr aufgeregt, Mutter zu werden. Sie sieht großartig aus, ist kerngesund und sie leuchtet nahezu. Sie bleibt aktiv, trainiert täglich und geht viel mit ihrer Freundin spazieren."

Die "La La Land"-Darstellerin und der "Saturday Night Live"-Autor sind seit Oktober 2017 zusammen. Das Paar verlobte sich zwei Jahre später. Im Mai folgten Spekulationen, dass die beiden heimlich geheiratet hätten, als Emma Stone plötzlich mit einem Goldring gesichtet wurde. Berichten zufolge haben die beiden im September dann tatsächlich Ja gesagt.

06:48 Uhr

Anführer der rechtsradikalen "Proud Boys" vor Pro-Trump-Demo verhaftet

Bei den jüngsten Pro-Trump-Demonstrationen in Washington sind die rechten "Proud Boys" stets mit dabei gewesen. Trump hatte der Gruppe im Wahlkampf zu Bekanntheit verholfen. Nun ist ihr Anführer in Washington festgenommen worden - und das nur zwei Tage vor einer weiteren Demonstration. Die Polizei in der US-Hauptstadt teilte mit, gegen Henry "Enrique" Tarrio habe ein Haftbefehl wegen Sachbeschädigung am Rande einer Pro-Trump-Demonstration in Washington im Dezember vorgelegen. Tarrio habe außerdem Schusswaffen-Magazine mit sich geführt.

Die "Washington Post" berichtete, der Sachbeschädigungsvorwurf beziehe sich auf das Verbrennen eines "Black Live Matter"-Transparents, das von einer Kirche entwendet worden sei. Tarrio habe der Zeitung damals gesagt, er habe zu jenen gehört, die das Transparent verbrannt hätten.

06:15 Uhr

Wetter mit Migrationshintergrund: "Tief Ahmet" macht den Anfang

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Tief Ahmet verbreitet winterliche Stimmung in weiten Teilen Deutschlands.

picture alliance/dpa

"Ahmet", "Goran" oder "Chana": In den ersten Wochen des Jahres 2021 werden häufig Namen mit Migrationshintergrund auf der Wetterkarte stehen. Mit der Kampagne "Wetterberichtigung" will das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM) Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen. Dazu hat der Zusammenschluss 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft - was zur Vergabe des Namens berechtigt.

"Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt", erklärte NdM-Vorsitzende Ferda Ataman. "Wichtig ist, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird, überall." Die Organisation setzt sich für Vielfalt im Medienbereich ein und fordert gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz und Österreich, dass bei jedem Thema und jeder Sendung auch nicht-weiße Menschen gezeigt werden.

05:55 Uhr