mit Juliane KipperDas war Dienstag, der 9. Dezember 2025
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
US-Präsident Donald Trump fordert den ukrainischen Staatschef zu Wahlen in seinem Land auf. Denn eigentlich sind diese aufgrund des Kriegsrechts ausgesetzt. Selenskyj erklärt sich nun zu einem solchen Schritt bereit, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. "Ich bitte jetzt offen darum, dass die USA mir helfen", so Selenskyj. "Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern können wir die für die Durchführung von Wahlen erforderliche Sicherheit gewährleisten. Wenn dies geschieht, wird die Ukraine bereit sein, in den nächsten 60 bis 90 Tagen Wahlen abzuhalten." Er habe persönlich den Willen und die Bereitschaft dazu.
Trump hat derweil bei seiner Kritik an Europa erneut nachgelegt. Grundsätzlich möge er zwar die "aktuelle Besetzung", sagte Trump "Politico" mit Blick auf die Spitzenpolitiker europäischer Länder: "Aber sie machen keine gute Arbeit. Europa macht keine gute Arbeit." Trump warf ihnen vor, "schwach" zu sein, und "politisch korrekt" handeln zu wollen. "Sie reden zu viel." Er stellte in Aussicht, künftig europäische Politiker unterstützen zu wollen, die er für geeigneter hält. Dabei bezog sich Trump unter anderem auch auf den schon früher von ihm unterstützten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Ziel müsse es sein, "Europa bei der Korrektur seines derzeitigen Kurses zu helfen", so der Republikaner.
Innenpolitisch kämpft Kanzler Friedrich Merz, aber für ihn und die Union will es nicht aufwärtsgehen. Die AfD hingegen scheint sich an der Spitze des Parteien-Rankings einzurichten. Der offene Macht- und Generationenkonflikt innerhalb der eigenen Parteien um das Rentenpaket hat der Union mit Blick auf die Wählergunst womöglich geschadet. Sie büßt im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer einen Prozentpunkt ein, während die Koalitionspartnerin SPD ihren Wert der vergangenen vier Wochen hält. Auch alle anderen Parteien bleiben stabil auf ihren Zustimmungszahlen der Vorwoche. Die AfD steht bereits zum achten Mal in Folge mit 26 Prozent an der Spitze des Parteienrankings.
Außerdem möchte ich Ihnen heute noch diese Texte empfehlen:
US-Ranking kürt Trump zur "mächtigsten Person Europas" Von Lukas Märkle
Bas verliert dramatisch an Ansehen, Reichinnek ist Star des Ostens
Wo die Beitragsmilliarden der Krankenversicherten bleiben Max Borowski und Martin Morcinek (Grafik)
Trump-Lager will sich mit Warner-Übernahme Medienmacht sichern Von Christina Lohner
Picasso-Gemälde wird für guten Zweck verlost
In Frankreich wird ein Gemälde des Malers Pablo Picasso im Wert von mehr als einer Million Euro für einen guten Zweck verlost. Wie die Organisatoren mitteilten, werden auf der Internetseite www.1picasso100euros.com insgesamt 120.000 Lose zum Preis von je 100 Euro verkauft. Das Gewinnlos soll dann am 14. April im Auktionshaus Christie's in Paris gezogen werden, die Ziehung wird live im Internet übertragen.
Bei dem Gemälde handelt es sich um ein Porträt der Fotografin und Malerin Dora Maar, die jahrelang Picassos Lebensgefährtin war. Picasso hatte das Bild mit dem Titel "Frauenkopf" 1941 gemalt. Die Verlosung wird den Angaben zufolge von Picassos Familie und Stiftung unterstützt, der Erlös soll an eine Stiftung zur Alzheimer-Forschung gehen.
Die Organisatoren um die französische Fernsehmoderatorin Péri Cochin hatten bereits 2013 und 2020 Kunstwerke von Picasso für einen guten Zweck verlost. 2013 war eine 25-Jährige aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania die glückliche Gewinnerin. 2020 gewann eine Buchhalterin aus Ventimiglia in Norditalien, die das Los von ihrem Sohn zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte.
Dreieinhalb Jahre Haft: Mutter hat schwer kranken Sohn jahrelang misshandelt
Eine Frau ist in Portugal wegen der Misshandlung ihres schwer kranken Sohnes zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Die 46-Jährige soll den pflegebedürftigen jungen Mann laut Urteil mindestens über drei Jahre hinweg schwer misshandelt und unter anderem mit einer Hundeleine an der Kloschüssel festgebunden haben, um "nicht gestört" zu werden, wie Medien unter Berufung auf die Justiz berichteten.
Die Taten ereigneten sich in einem Haus der Gemeinde Montijo südöstlich von Lissabon. Die Zeitung "Correio da Manha" sprach von einem "Horrorhaus". Die Mutter habe laut Urteil ihren Sohn gezwungen, seine Notdurft im Bett oder auf dem Badezimmerboden zu verrichten und aus dem Waschbecken zu essen.
Der Fall war 2021 aufgeflogen. Als die Polizei damals das Haus betrat, lag der junge Mann den Berichten zufolge nackt und abgemagert auf einer Matratze am Boden. Die Decken waren mit Exkrementen verschmutzt, im Bad fanden die Beamten verschimmelte Essensreste im Waschbecken. Am Knöchel und am Handgelenk trug der Mann Spuren der Fesselungen, mit denen die Mutter ihn immer wieder an der Toilette fixiert hatte. Selbst erfahrene Beamten waren entsetzt. Das Opfer sei die meiste Zeit in einem stockdunklen Zimmer mit eigenem Bad eingesperrt worden. "Wenn ich ihn nicht festbinde, wie soll ich dann mein Leben führen?", soll die Frau die Beamten gefragt haben. Der junge Mann sei mindestens zwischen 2018 und 2021, bis zu seinem 21. Lebensjahr, systematisch gequält worden. Das Opfer sei im vergangenen Jahr in einer Sozialeinrichtung verstorben.
Wanderer stürzt wegen Selfie 40-Meter-Klippe hinab
Ein virales Video in China zeigt den Moment, in dem ein Wanderer beim Fotografieren den Halt verliert und von einer hohen Klippe stürzt. Der Vorfall verdeutlicht, wie schnell ein kurzer unaufmerksamer Augenblick lebensgefährlich werden kann.
US-Musiker Raul Malo gestorben
Der US-Musiker Raul Malo ist tot. Der Sänger, der unter anderem als Frontmann der Country-Band The Mavericks berühmt wurde, sei im Alter von 60 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, berichteten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf das Management der Band.
Der 1965 im US-Bundesstaat Florida geborene Malo hatte mit den Mavericks und solo musikalische Erfolge gefeiert - unter anderem mit Songs wie "Dance the Night Away", "All You Ever Do Is Bring Me Down" und "Moonlight Kiss".
Trump-Minister liefern sich Klimmzugduell - im Flughafen
Die Amerikaner sind nicht unbedingt bekannt dafür, besonders gesund zu leben. Das wollen Gesundheitsminister Robert Kennedy und Verkehrsminister Sean Duffy ändern - und zwar an den Flughäfen. Dort soll es mehr gesunde Snacks und Sportmöglichkeiten geben.
37-Jähriger schickt Kumpel zum Vaterschaftstest
Ein gefälschter Vaterschaftstest hat einem Mann in Schwaben eine neunmonatige Bewährungsstrafe eingebracht. Das teilte eine Justizsprecherin des Amtsgerichts Dillingen mit. Der 37-Jährige hatte einen Freund zu dem Vaterschaftstest für sein außereheliches Kind geschickt, um laut Anklage keinen Unterhalt zahlen zu müssen. Der Angeklagte sei geständig gewesen, sagte die Gerichtssprecherin. Der Richter sprach den Mann des versuchten Betruges und der Urkundenfälschung schuldig. Das Urteil ist rechtskräftig.
Der Rollentausch war zunächst gelungen: Der 37-Jährige habe einen gefälschten Pass mit einem Foto des 43-jährigen Freundes organisiert, hieß es. Mit diesem habe der Freund den DNA-Test absolviert, der negativ ausfiel. Das Familiengericht schickte das Gutachten dann aber der Mutter des Kindes zu, samt dem Foto des - vermeintlichen - Vaters. So kam die Sache ans Licht.
Freispruch: Erfahrener Notarzt erklärte Mann fälschlicherweise für tot
Nachdem er einen Patienten fälschlicherweise für tot erklärt hatte, ist ein Notarzt in Baden-Württemberg freigesprochen worden. Der Mediziner stand wegen unterlassener Hilfeleistung vor dem Amtsgericht Bad Waldsee.
Er war im Juli 2023 zu einem mutmaßlichen Suizid in einem Wohnhaus in Bad Waldsee gerufen worden. Ein 69-Jähriger hatte eine massive Kopfverletzung. Laut Notarzt waren keine Lebenszeichen mehr erkennbar – daraufhin stellte er den Tod des Mannes fest und füllte einen vorläufigen Totenschein aus. Kurz darauf bemerkten Polizisten allerdings Lebenszeichen. Der Mediziner hielt diese jedoch für postmortale Reaktionen. Der 69-Jährige starb erst wenige Stunden später im Krankenhaus.
Das Gericht sah keine Hinweise darauf, dass der 64 Jahre alte Angeklagte erkannt hatte, dass der Mann noch lebte. Der erfahrene Notarzt habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und Vitalwerte überprüft, so der Richter. Es habe sich um einen Diagnoseirrtum gehandelt, der nicht strafbar sei. Die Staatsanwaltschaft hatte 120 Tagessätze à 200 Euro gefordert, die Verteidigung plädierte für Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Schlagzeilen zum Feierabend
Tesla-Roboter kippt nach auffälliger Bewegung einfach um
Ein Video von einer Messe in Miami zeigt, wie Teslas humanoider Roboter beim Wasserreichen ins Wanken gerät und stürzt. Der auffällige Griff an den Kopf weckt bei Beobachtern schnell den Verdacht, dass die KI des "Optimus" nur vorgegaukelt wird.
So hat Justin Trudeau Katy Perry von sich überzeugt
Die Beziehung von Katy Perry und Justin Trudeau ist mittlerweile offiziell. Jetzt hat die Sängerin sogar gemeinsame Fotos aus Japan geteilt, wo sie zuletzt auf Tour war. Doch dass die beiden als Paar zusammen unterwegs sind, war nicht absehbar.
Wie ein Insider dem "People"-Magazin berichtete, war der Popstar gar nicht auf der Suche nach einer neuen Partnerschaft. "Die Beständigkeit von Justin Trudeau ist der einzige Grund, warum daraus eine echte Beziehung geworden ist", wird der Insider zitiert. "Sie wollte eigentlich nicht daten, als sie sich getroffen haben - und sie war nicht auf der Suche nach einem Freund", führte die Quelle weiter aus. Erste Dating-Gerüchte kamen bereits diesen Sommer auf, als die beiden in Montreal bei einem gemeinsamen Essen gesehen wurden. Im Oktober folgte dann der erste öffentliche Auftritt des Paares in Paris, wo sie den Geburtstag der Sängerin feierten. Die Insiderquelle berichtet davon, wie Trudeau Katy Perry letztendlich für sich gewann: "Er zeigte, dass er gerne Zeit mit ihr verbringt und ist um die Welt geflogen, um bei ihr zu sein, während sie auf Tour war". Die Quelle führte aus, "sie ist geschmeichelt davon, wie viel Einsatz er zeigt und freut sich mit ihm zusammen zu sein".
Fahnder fassen bundesweit bekannten Geldfälscher
Er selbst bezeichnete sich nach Angaben der Polizei als "Marktführer" in der deutschsprachigen Geldfälscher-Szene. Doch lange war nicht bekannt, wer sich hinter dem Pseudonym versteckte. Nun haben Ermittler in Bayern und Nordrhein-Westfalen den 32-Jährigen aus Wuppertal identifiziert und gefasst. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin soll er nach bisherigem Ermittlungsstand seit 2023 mehr als 300.000 Euro Falschgeld hergestellt und in Umlauf gebracht haben.
"Der vorliegende Fall ist ein großer Ermittlungserfolg", sagte der Erste Kriminalhauptkommissar Thomas Lamnek in Ingolstadt. Nach monatelanger, akribischer Spurensuche konnten die Fahnder die Fälscher-Werkstatt demnach im Oktober ausheben und das Paar festnehmen. Im Wagen des Mannes fanden sie etliche falsche 50-Euro-Scheine, die Drucker in der Werkstatt spuckten bei dem Zugriff noch seitenweise Falschgeldbögen aus.
Auf die Spur sind die Fahnder dem Duo im Zuge von Ermittlungen gegen vier Verdächtige gekommen, die etwa 31.000 Euro Falschgeld in Bayern - in Ingolstadt, Augsburg, München und Regensburg - in den Umlauf gebracht haben sollen.
Ex-Premier Boris Johnson tanzt als Fee auf Geburtstag
Schon in seiner Amtszeit als Premierminister hat Boris Johnson wiederholt unter Beweis gestellt, dass er sich für fragwürdige Inszenierungen nicht zu schade ist. Anlässlich der Geburtstagsfeier seiner Tochter zeigt der 61-Jährige auch jetzt keine Eitelkeit.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme jetzt und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@ntv.de.
Illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf, Angestellte gestehen
Acht Monate nach der Entdeckung einer illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf haben beim Prozessbeginn alle acht Angeklagten Geständnisse abgelegt. Sie sollen als Arbeiter an der illegalen Zigarettenproduktion "industriellen Ausmaßes" beteiligt gewesen sein. Den Angeklagten im Alter zwischen 22 und 40 Jahren wird besonders schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen.
Nach eigener Aussage wussten die Männer, "dass das illegal war, was in der Halle passiert". Die Angeklagten berichteten, dass sie zunächst dachten, sie würden in Warschau arbeiten. Sie waren in Belarus angeworben worden. "2000 bis 5000 Euro Monatslohn sind uns versprochen worden." Bekommen hätten sie nach eigener Aussage aber nichts. Sie waren vor Ablauf des Monats nach etwas mehr als drei Wochen nach ihrer Ankunft festgenommen worden.
Bei der Razzia im März waren 25 Millionen gefälschte Markenzigaretten und 15 Tonnen Tabak sichergestellt worden. Allein beim Verkauf der fertigen Zigaretten wäre laut Anklage ein Steuerschaden von sechs Millionen Euro entstanden. Auslöser des Verfahrens war ein Tipp der italienischen Polizei. Darin hieß es, ein polnischer Lkw mit 111 Kisten Rohtabak sei auf dem Weg von Italien nach Deutschland. Als der besagte Laster dann in Düsseldorf-Lierenfeld hielt und dort einen Teil der Ladung ablieferte, startete das Zollfahndungsamt eine großangelegte Observation.
Trump-Kopf geht mit riesigem Teufel in Flammen auf
Was die Menschen in Guatemala von der Migrationspolitik von Trump halten, wird bei der traditionellen Teufelsverbrennung deutlich: Man verbrennt das Böse, um vor Weihnachten schlechte Energien loszuwerden. In diesem Jahr geht neben dem Holz-Teufel auch ein Papp-Kopf des US-Präsidenten in Flammen auf.
Das Geheimnis einer großen Liebe
Zwei Jahrzehnte Ehe - in Hollywood eine Sensation. Weltstar Matt Damon und seine Frau Luciana Barroso feiern heute ihr 20-jähriges Ehe-Jubiläum. Kein Skandal, keine Dramen, keine Schlagzeilen. Stattdessen eine Liebe, die stärker wirkt als so manche Filmrolle des Oscarpreisträgers. Während andere Stars zwischen Affären und Trennungen taumeln, haben Damon und Barroso etwas geschafft, das in dieser Branche beinahe exotisch ist: Beständigkeit. Ihre Liebe startet mit einer Szene wie aus einer romantischen Komödie - 2003 hinter einem Bar-Tresen in Miami.
An dem Abend hatte Damon eigentlich keine Lust, noch auszugehen. Aber sein Filmteam überredete ihn, für Damon wurde es an dem Abend jedoch schnell eng - zu viele Autogrammjäger, zu viele Paparazzi, die an ihm zerrten. Dann hatte der Hollywoodstar eine Erscheinung: "Am anderen Ende des überfüllten Raumes sah ich sie hinter der Bar stehen", der Funke zwischen beiden sprang sofort über. Seit jenem magischen Moment sind sie im wahrsten Sinne unzertrennlich. In jenen Tagen fanden beide den Schlüssel ihres gemeinsamen Weges bis heute: Akzeptanz.
Zug rast in Auto - 80-Jährige hat gewaltiges Glück
Bei diesem Unfall hat eine Autofahrerin in den USA riesengroßes Glück: Weil die Frau mit ihrem Wagen nicht mehr zurücksetzen kann, wird sie von einem herannahenden Zug gerammt. Doch die ganze Sache geht für die Seniorin wie durch ein Wunder glimpflich aus.
Tödliche Schießerei in NRW: Polizei baut schweren Unfall
Im nordrhein-westfälischen Lünen erschießt ein 34-Jähriger seinen Nachbarn. Als die Polizei zum Tatort ausrückt, kommt es zu einem weiteren Unglück. Ein Einsatzfahrzeug kracht in einen Pkw, das gerammte Auto überschlägt sich, der Fahrer wird schwer verletzt.
Judi Dench irritiert mit Aussagen über Weinstein und Spacey
Dame Judi Dench dürfte mit ihren jüngsten Aussagen für Diskussionen sorgen: In einem Interview mit der britischen "Radio Times" sprach die britische Oscarpreisträgerin offen über das Thema Vergebung und ihre anhaltende Loyalität gegenüber Kevin Spacey sowie ihre gemischten Gefühle bezüglich des verurteilten Sexualstraftäters Harvey Weinstein.
Für die 90-Jährige, deren Sehleiden unaufhaltsam voranschreitet, spielten beide Männer entscheidende Rollen in ihrer Schauspielkarriere, bevor sie im Zuge der #MeToo-Bewegung tief fielen. Besonders ihre Beziehung zu Kevin Spacey beschreibt Judi Dench als nach wie vor intakt. 2001 starb Denchs Ehemann Michael Williams, Spacey war ihr eine wichtige Stütze. Im Interview betont sie: "Kevin wurde entlastet." Spacey war im Jahr 2023 in einem Strafprozess in Großbritannien vom Vorwurf sexueller Übergriffe freigesprochen worden. Auch in einem Zivilprozess in New York wurde er 2022 für nicht haftbar erklärt.
Komplexer gestaltet sich das Verhältnis zu Harvey Weinstein, der derzeit wegen Vergewaltigung eine langjährige Haftstrafe verbüßt. Auf den gefallenen Produzenten angesprochen, zeigte sich Dench nachdenklich und stellte klar, dass ihre eigenen Erfahrungen mit ihm rein professioneller Natur waren. Obwohl sie Mitgefühl für seine Opfer äußerte, fügte sie hinzu: "Ich stelle mir vor, er hat seine Zeit abgesessen ... Ich weiß es nicht, für mich ist Vergebung etwas Persönliches."
Einziger jüdischer Abgeordneter im Iran warnt
Im Iran hat der einzige jüdische Parlamentsabgeordnete seine Gemeinde vor Aktivitäten in den sozialen Medien gewarnt. Humajun Sameh Jah Nadschafabadi rief in einem Brief dazu auf, "Kanälen und Seiten, die dem israelischen Regime zugeschrieben werden" zu entfolgen. Likes "sensibler Inhalte" sollten so schnell wie möglich gelöscht werden, heißt es in dem Schreiben, das auf seinem persönlichen Telegram-Kanal publiziert wurde.
Der Politiker erklärte, dass er zu einem Verhör einbestellt worden sei. Die Sicherheitsdienste hätten dabei auf Kommentare und Likes "falscher Inhalte" seiner Gemeinde aufmerksam gemacht. Sameh Jah Nadschafabadi sitzt seit fünf Jahren als einziger jüdischer Abgeordneter im iranischen Parlament (Madschles). Für religiöse Minderheiten sind dort insgesamt fünf Plätze reserviert. Im Iran ist die schiitische Strömung des Islams Staatsreligion.
Laut einem Bericht der israelischen Nachrichtenseite "ynet" vom Sommer lebt im Iran die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels in der Region. In der Hauptstadt Teheran gibt es Dutzende Synagogen, die teils mehrere Hundert Jahre alt sind. Israel gilt seit der Islamischen Revolution von 1979 als Erzfeind.
Ricarda Lang zeigt Hatern den Mittelfinger
Wie so viele Frauen muss auch Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang sich viel zu viele und viel zu dämliche Kommentare im Netz bieten lassen. Oder nicht! Gerade hat sie sich deutlich gegen Hasskommentare im Netz positioniert - und ihren Hatern den Mittelfinger gezeigt. Auf Instagram veröffentlichte die Politikerin ein entsprechendes Foto mit der Geste, auf dem sie breit grinst. Im Hintergrund sind Kommentare von Usern eingeblendet, in denen sie etwa als "Hängebauchschwein" oder "Pommespanzer" bezeichnet wird. Der Post vom Montag bekam bis Dienstagmorgen schon mehr als 29.000 Likes.
Lang schreibt dazu: "Hasskommentare werden auch nicht gerade kreativer. Aber dafür lauter und mehr." Das sorge dafür, dass sich viele aus dem Netz zurückzögen. Darauf habe sie "keinen Bock" mehr. "Denn das Netz gehört uns allen", betont die 31-Jährige.
Auf einem weiteren Foto ist Lang lachend beim Anstoßen mit einer kleinen Sektflasche zu sehen. Mit dem Post unterstützt die Grünen-Politikerin unter anderem die Arbeit von HateAid, einer Organisation für Menschenrechte im Netz. Lang spricht öffentlich immer wieder über den Hass und die Hetze gegen sie im Netz.
DHLs außergewöhnlichste Paketsendungen
Kleine und große Paketkartons stapeln sich an deutschen Haustüren zuhauf, vielleicht ist auch mal eine eher unförmige Sendung dabei. Aber wer hat schon einmal lebende Antilopen versendet? DHL verschifft weltweit noch viel mehr als nur schnöde Päckchen und zeigt die fünf ausgefallensten Sendungen des Jahres 2025.
Humanoider Roboter kickt Firmenchef brutal zu Boden
Im Internet wird derzeit viel spekuliert: Ist dieser Roboter KI oder echt? Die chinesische Firma EngineAI will nun beweisen, was ihr humanoider Roboter wirklich leisten kann - indem er in einem Schaukampf gegen den Firmenchef antritt. "Zu brutal" lautet das Fazit.
Ex-Topmanager in China hingerichtet
China hat einen Ex-Topmanager in einem landesweit bekanntgewordenen Bestechungsfall hingerichtet. Ein Gericht in Tianjin habe das Todesurteil gegen Bai Tianhui am Dienstag vollstreckt, berichten chinesische Staatsmedien. Die Justiz hatte dem Geschäftsführer und Manager zweier Tochterfirmen des staatlichen Vermögensverwalters China Huarong vorgeworfen, zwischen 2014 und 2018 in verschiedenen Positionen insgesamt rund 1,1 Milliarden Yuan (derzeit etwa 134 Millionen Euro) an Schmiergeldern angenommen zu haben.
Das Gericht hatte Bai im Mai 2024 verurteilt. Die Entscheidung, ihn hinzurichten, begründete es mit der außergewöhnlichen Höhe der Bestechungssummen. Der Manager habe seine hochrangigen Positionen ausgenutzt und mit seinen Straftaten den "Interessen des Staates und der Bevölkerung außergewöhnlich großen Schäden zugefügt".
Eine Berufung Bais wies das Gericht im Februar dieses Jahres zurück. Das Oberste Gericht bestätigte anschließend das Todesurteil. Vor der Hinrichtung traf der Verurteilte noch Verwandte. Bai ist ein weiterer Ex-Manager, der in der seit Jahren laufenden Anti-Korruptionskampagne in einem Bestechungsfall hingerichtet wurde. Bereits Ende Januar 2021 hatte dasselbe Gericht in Tianjin den ehemaligen Vorsitzenden von China Huarong Asset Management, Lai Xiaomin, hingerichtet. Lai soll der Justiz zufolge zwischen 2008 und 2018 unter anderem Bestechungsgelder in Höhe von insgesamt rund 1,79 Milliarden Yuan angenommen haben.
Verdächtiger nach queerfeindlichem Angriff in Psychiatrie
Nach einem queerfeindlichen Angriff auf zwei junge Frauen in einer Straßenbahn in Bremen ist der mutmaßliche Täter in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Bremen.
Der 25-Jährige hatte laut Polizei am Freitagabend beobachtet, wie sich die 18-Jährige und die 19-Jährige küssten, woraufhin er sie ins Gesicht schlug und auf die bewusstlose 18-Jährige eintrat. Beide Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht.
Nach TV-Druck: Berüchtigter Bahnübergang erhält Schranken
In Vechta sterben mehrere Menschen an einem Bahnübergang. Sechs Jahre lang warten die Angehörigen der Unfallopfer vergeblich auf Schutzmaßnahmen. Ein Politiker sichert damals Hilfe zu, doch die Bürokratie hemmt den Bau massiv. ntv-Reporterin Vanessa de Lacaze fragt erneut beim Bürgermeister nach - mit Erfolg.
Was heute wichtig wird, EUROPA!!!!!!
"Europa entwickelt sich in eine schlechte Richtung. Das ist sehr schlecht, sehr schlecht für die Menschen." Und damit guten Morgen, ihr Menschen in Europa. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat gesprochen, howgh. Was meint er damit? Man weiß es nicht. Auf jeden Fall hat Donald Trump Europa erneut scharf kritisiert. Die USA wollten nicht, dass sich Europa weiter verändere, so Trump bei einer Veranstaltung mit Landwirten im Weißen Haus - ohne näher zu erklären, worauf sich seine Kritik bezieht. Europa müsse bei vielen Dingen sehr vorsichtig sein, sagte Trump auch noch. Und darum möchte ich Sie nun auch bitten, seien Sie vorsichtig an diesem 9. Dezember und passen Sie auf, was Sie sagen und tun und sich wünschen. Wenigstens ist heute nicht der 11. Dezember, der Tag, an dem sich statistisch gesehen die meisten Menschen trennen.
Was noch?
- Nach Treffen in London und Brüssel soll nach Angaben der ukrainischen Staatsführung heute eine überarbeitete Version des US-Friedensplans für ein Ende des Ukraine-Kriegs an Washington übermittelt werden. "Offen Ukraine-feindliche Positionen" seien nicht mehr enthalten, hieß es aus Kiew. Gebietsabtretungen an Russland schließt Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter aus. Heute wird er in Rom von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Empfang genommen.
- Die EU will das europäische Lieferkettengesetz zum Schutz von Menschenrechten abschwächen, noch bevor es angewendet wird. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich in Brüssel darauf, dass die Vorgaben nur noch für wenige große Unternehmen gelten sollen, wie beide Seiten mitteilten.
- Nach dem erneuten Aufflammen eines Grenzkonflikts will Thailand das Militär des Nachbarstaats Kambodscha mit seinen Angriffen einem Medienbericht zufolge langfristig dezimieren. Damit solle die Sicherheit der künftigen Generationen in Thailand gewährleistet werden. Aus Kambodscha hieß es, man werde sich verteidigen.
- Außenminister Johann Wadephul beendet in der südchinesischen Hightech-Metropole Guangzhou seinen China-Besuch. Beim Weltmarktführer für Tunnelbohrmaschinen, dem deutschen Unternehmen Herrenknecht, will er sich über dessen Erfahrungen mit Geschäften in der Volksrepublik informieren.
- Die deutschen Handballerinnen können erstmals seit 2007 in ein WM-Halbfinale einziehen. Dazu muss die Auswahl um 17.15 Uhr gegen Brasilien gewinnen.
- In Frankfurt/M. beginnt um 10 Uhr der Prozess gegen drei mutmaßliche russische Spione, die einen Ukrainer in Deutschland ausgespäht haben sollen.
- In Stuttgart soll um 18 Uhr Altkanzlerin Angela Merkel mit dem höchsten Landesorden Baden-Württembergs - der Stauffermedaille in Gold - ausgezeichnet werden.
- Reporter ohne Grenzen veröffentlicht in Paris die Jahresbilanz der Pressefreiheit 2025.
Ein Jahr Messerverbot im Hamburger ÖPNV
Seit einem Jahr gilt im gesamten Hamburger Nahverkehr ein Messerverbot. Nach der Verordnung des Senats vom 10. Dezember 2024 sind in allen Bussen, Bahnen und Bahnhöfen Messer, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen verboten. Seitdem habe es 85 große Kontrolleinsätze unter Beteiligung der Polizei Hamburg gegeben, teilt der Sprecher der Innenbehörde, Daniel Schaefer, mit. Dabei seien rund 30.000 Personen überprüft worden. Die Kontrolleure stellten 381 Gegenstände sicher, darunter 288 Messer.
Die Senatsverordnung beruht auf dem Sicherheitspaket der damaligen Ampelregierung, das infolge schwerer Straftaten wie der von Brokstedt verabschiedet wurde. In Brokstedt bei Neumünster hatte im Januar 2023 ein staatenloser Palästinenser zwei Menschen in einem Regionalzug erstochen und vier weitere schwer verletzt. Trotz des Waffenverbots war es am vergangenen 23. Mai zu einer weiteren schweren Messertat im Hamburger Hauptbahnhof gekommen. Eine damals 39 Jahre alte Frau stach nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf einem Bahnsteig voller Menschen wahllos auf Reisende ein, die dort auf ihren Zug warteten. Während sechs Personen den Stichen ausweichen konnten, erlitten 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- oder Stichverletzungen.
Amy Schumer "entschuldigt" sich bei Fans
"Sorry, dass meine Gewichtsabnahme irgendwelche Gefühle bei euch auslöst", so Amy Schumer an ihre Fans gerichtet. Sie benutze zwar keine Filler oder Botox, aber die Abnehmspritze Mounjaro und Schönheits-Operationen habe sie auch gehabt. Die Komikerin räumte mit Spekulationen um ihre Gewichtsabnahme auf und enthüllte, dass sie 50 Pfund (um die 22,7 kg) nicht zum "heiß Aussehen", sondern zum Überleben verloren hat. Der Grund: Bei ihr wurde bereits vor einiger Zeit das Cushing-Syndrom diagnostiziert, eine seltene Erkrankung, die hohe Cortisolwerte und damit einhergehende gesundheitliche Probleme verursacht.
"Entschuldigung an alle, die sich dadurch enttäuscht fühlen, aber ich bin schmerzfrei", erklärt sie weiter. Außerdem könne sie jetzt besser mit ihrem kleinen Sohn Fangen spielen.
Schumer stellte zudem klar, dass die aktuellen Medienberichte über Eheprobleme mit ihrem Mann Chris, der unter Autismus leidet, nichts mit ihrer Gewichtsabnahme oder der Krankheit zu tun haben: Sie hält ihm weiterhin die Daumen und bezeichnet ihn als "den Besten".
"Game of Thrones"-Star schwärmt von Lüneburger Heide
Tom Wlaschiha hat die Lüneburger Heide für sich entdeckt. Während der Dreharbeiten zu "Schwarzes Gold" habe er erstmals Zeit in der Region verbracht, so der in Berlin wohnende Schauspieler, der auch aus "Stranger Things" bekannt ist. "Das ist wirklich einzigartig. Es ist eine ganz eigene Landschaft. Da fahre ich auf alle Fälle noch mal in den Urlaub hin."
"Schwarzes Gold" erzählt vom Ölboom in der Lüneburger Heide um 1900. Mit dabei sind auch Harriet Herbig-Matten, Aaron Hilmer und Jessica Schwarz. Die sechsteilige Serie startet am 22. Dezember.
Die Lüneburger Heide sei "tollerweise eine Region ohne Autobahn, nicht ganz einfach hinzukommen, aber wenn man mal da ist, ist es unglaublich schön", schwärmt Wlaschiha. Während der Dreharbeiten habe er freie Tage genutzt, um zu wandern.