Der Tag
16. Juni 2022
imageHeute mit Christina Lohner und Alexander Schultze
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22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 16. Juni 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es also doch passiert: Bundeskanzler Scholz reist nach langem Zieren - gemeinsam mit Emmanuel Macron und Mario Draghi - nach Kiew und trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Von den Franzosen gab es Zusagen über Waffen, von allen drei Nationen die Aussicht auf den Status als Beitrittskandidat der Europäischen Union. Die Kämpfe gehen ungeachtet dessen weiter.

Auch die internationalen Börsen erzittern weiter. Der Dow Jones und der DAX schmieren ab, zudem droht nach wie vor das vorzeitige Liefer-Aus von Gas aus Russland. Und dann ist auch noch dieses Coronavirus stärker zurück, als wir alle uns das gewünscht haben.

Da fällt es schon schwer, ein paar positiv-stimmende Meldungen zu finden. Aber ein paar gibt es dann doch:

Das war's von mir. Ich begebe mich nun auf den Heimweg. Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend. Schlafen Sie gut. Bis morgen.

Das war Donnerstag, der 16. Juni 2022
22:14 Uhr

Yellowstone-Park säuft ab - 87 Menschen von Hubschraubern gerettet

Nach den verheerenden Überschwemmungen im berühmten Yellowstone-Nationalpark und in angrenzenden Gebieten haben US-Rettungskräfte dutzende Menschen mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die Nationalgarde des US-Bundesstaates Montana erklärte, diese Woche 87 Menschen per Helikopter geborgen zu haben. Bei Such- und Rettungseinsätzen seien 41 Flugstunden zusammengekommen. Der Yellowstone-Nationalpark ist derzeit vollständig geschlossen, nachdem heftige Regenfälle und die Schneeschmelze in nur wenigen Tagen weite Teile im Norden des 9000 Quadratkilometer großen Areals verwüstet hatten. Von der Parkverwaltung veröffentlichte Bilder zeigten, dass große Teile der asphaltierten Straße von den Wassermassen weggeschwemmt wurden. Teile des ältesten Nationalparks der USA dürften wegen der Hochwasserschäden für den Rest des Jahres geschlossen bleiben.

Yellowstone-Park säuft ab - 87 Menschen von Hubschraubern gerettet
21:40 Uhr

Zum ersten Mal ein Walross auf Rügen - Strand gesperrt

An einem Strand auf Rügen ist erstmals ein Walross gesichtet worden. Am Morgen habe ein aufmerksamer Beobachter dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund das lebende, mehr als zwei Meter lange Tier gemeldet, teilte das Museum am Abend mit. Es sei die erste Sichtung an der vorpommerschen Ostseeküste. Ein Mitarbeiter des Museums und eine Tierärztin machten sich demnach sofort auf den Weg, um das Tier in Augenschein zu nehmen. Und tatsächlich: Bei dem Meeressäuger handele es sich vermutlich um ein weibliches Walross, das sich am Strand ausruhe, berichtete der Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, Michael Dähne. Der Strandabschnitt sei weiträumig abgesperrt worden. "So ungewöhnlich ein Walross an unserer Küste ist, so wichtig ist es, dass es sich hier ungestört ausruhen kann", erklärte der Wissenschaftler.

Zum ersten Mal ein Walross auf Rügen - Strand gesperrt
21:59 Uhr

Ausgezeichnete "Verfassungsschüler" sorgen Terrorsymbol für Eklat

Da ist Bundesinnenministerin Nancy Faeser aber not amused: Ihr Ministerium hat ein Foto von einer Besuchergruppe gelöscht, auf dem einige Schüler extremistische Gesten gezeigt hatten. "Wir haben gestern 150 Jugendliche als "Verfassungsschüler" ausgezeichnet, weil sie an diesem Bildungsprojekt teilgenommen haben. Einige haben auf dem Abschlussfoto Gesten gezeigt, die völlig inakzeptabel sind. Das verurteilen wir scharf", schrieb das Ministerium auf Twitter. Das Bild, auf dem von einzelnen Schülern unter anderem das "Rabia-Symbol" der Muslimbruderschaft und ein Symbol der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gezeigt wurden, war bei einem Besuch im Bundesinnenministerium am Mittwoch entstanden. Die Gesten waren den Mitarbeitern, die das Foto auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums verbreiteten, zunächst nicht aufgefallen.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, hatten an einem von ihrem Ministerium mit 1,5 Millionen Euro finanzierten Projekt eines Bildungsträgers teilgenommen, der sich für Chancengleichheit in der politischen Bildung einsetzt. "Wir werden mit dem Projektträger und den beteiligten Schulen zusammen den Jugendlichen, die diese Gesten gezeigt haben, die gestern verliehenen Urkunden entziehen", schreibt das Ministerium.

Ausgezeichnete "Verfassungsschüler" sorgen Terrorsymbol für Eklat
21:28 Uhr

Vertreibung für Safari-Gebiete? Erste Massai verlassen Ngorongoro-Krater

Angesichts einer starken Zunahme der Einwohnerzahl und des Viehbestandes hat eine Umsiedlung von Massai-Familien aus dem Ngorongoro-Krater in Tansania begonnen. Der Präfekt der Region Arusha, John Mongella, sagte, von den 296 Familien, die nach Handeni, 600 Kilometer weiter südlich umsiedeln wollten, hätten sich 20 auf den Weg gemacht. Der Ngorongoro-Krater im Norden Tansanias zählt zum Unesco-Welterbe. Seit 1959 hat die Einwohnerzahl in Ngorongoro von 8000 auf mehr als 100.000 zugenommen, der Viehbestand ist von 260.000 im Jahr 2017 auf heute mehr als eine Million gewachsen. Der Anwalt und Menschenrechtsaktivist Joseph Oleshangay bezeichnete die Umsiedlung als "Vertreibung", die gegen den Willen der Einwohner erfolge. Der Präfekt sagte, es gebe "keine Vertreibung". Die Teilnehmer der Umsiedlung hätten sich freiwillig gemeldet und erhielten Hilfe von der Regierung. Die Massai werfen der Regierung seit Jahren vor, sie wolle sie aus ihren angestammten Siedlungsgebieten vertreiben, um daraus Safari-Gebiete zu machen.

Vertreibung für Safari-Gebiete? Erste Massai verlassen Ngorongoro-Krater
21:03 Uhr

Das tut dem "Herzeleid": Wacken ohne "Rammstein"-Frontmann Lindemann

"Rammstein"-Frontmann Till Lindemann tritt nicht beim Wacken Open Air auf. Das gaben die Veranstalter auf der offiziellen Webseite des Festivals bekannt. Die "Kombination der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine" habe nun auch das Festival erreicht, heißt es in der Mitteilung. "Bereits in den letzten Wochen mussten viele Bands, Konzerte und Festivals die Segel streichen, weil beispielsweise die Logistik für sie unmöglich geworden ist, das Personal fehlte oder die Verkaufszahlen die Kosten nicht decken können angesichts der Inflation." Deshalb könnten auch die bereits angekündigten Acts Till Lindemann, Death SS und Angel Witch nicht wie geplant in diesem Jahr auftreten. Viel Fachpersonal sei in andere Branchen abgewandert oder Firmen und Selbstständige hätten Insolvenz angemeldet. Wer noch da sei, sei auf lange Zeit ausgebucht. "Egal ob Busfahrer, Backliner oder Stagehand, die Branche hat sich gehäutet." Das Wacken Open Air findet dieses Jahr vom 4. bis 6. August 2022 statt. Eines der größten Metal-Festivals der Welt lädt dann wieder zum Headbangen in Schleswig-Holstein ein. 75.000 Fans werden erwartet. Unter anderem sind Auftritte von In Extremo, Judas Priest, Limp Bizkit oder Slipknot geplant.

Das tut dem "Herzeleid": Wacken ohne "Rammstein"-Frontmann Lindemann
20:42 Uhr

Haben teilweise Verätzungen: "Sea-Eye 4" rettet 76 Menschen

Die Hilfscrew des deutschen Schiffes "Sea-Eye 4" hat bei einer weiteren Aktion im zentralen Mittelmeer 76 Menschen gerettet. Wie der Verein Sea-Eye aus Regensburg mitteilte, war das Schiff am Vorabend einem Notruf nachgekommen. Demnach hatten Dutzende Leute in einem Schlauchboot gesessen, in das bereits Wasser eindrang. Gorden Isler von Sea-Eye sprach von "großem Glück", dass das Schiff "zum Zeitpunkt des Notrufs weniger als drei Stunden entfernt war und dass sie bei Nacht noch rechtzeitig gefunden worden sind". Viele der in der Nacht Geretteten haben Verätzungen, wie der Verein meldete. "Denn wenn in den Schlauchbooten Kraftstoff ausläuft und sich mit Meerwasser mischt, entsteht ein chemisches Gemisch, das die Haut sehr stark verätzt", hieß es von der Hilfsorganisation. Insgesamt seien nun 492 Menschen an Bord der "Sea-Eye 4", nachdem schon zuvor in mehreren Aktionen Migranten und Flüchtende gerettet worden waren.

Haben teilweise Verätzungen: "Sea-Eye 4" rettet 76 Menschen
20:20 Uhr

Elon lässt die Musk(eln) spielen: Twitter-Chef will bei Entwicklung mitreden

Das hört man als Angestellter wohl weniger gern: Erst will der künftige Chef - der, mit dem Hang zum Größenwahnsinn - beim Produkt mitreden, dann will er auch noch Mitarbeiter an die Luft setzen.

Tech-Milliardär Elon Musk will nach einer Twitter-Übernahme auch bei der Produktentwicklung des Dienstes mitmischen. Er gehe davon aus, dass die Mitarbeiter auf seine Vorschläge zu Funktionen hören würden, sagte Musk bei einer Videokonferenz mit Twitter-Beschäftigten. Die Unterhaltung war zwar nur für die Belegschaft gedacht - Twitter-Mitarbeiter teilten Informationen daraus jedoch so freigiebig, dass mehrere große US-Medien Liveblogs aufsetzen konnten. Musk bereitete die Twitter-Belegschaft auf mögliche Jobkürzungen vor. Twitter müsste finanziell gesund sein - und im Moment lägen die Kosten über den Erlösen, betonte er. Wer einen bedeutenden Beitrag leiste, habe jedoch nichts zu befürchten.

Elon lässt die Musk(eln) spielen: Twitter-Chef will bei Entwicklung mitreden
19:57 Uhr

Ominöser Tweet: Steht neues Beyoncé-Album kurz bevor?

Die US-Sängerin Beyoncé hat ein neues Album angedeutet. "Beyoncé, Renaissance, 29. Juli", teilte der Streaming-Dienst Tidal am Donnerstag via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auf den Profilen der Musikerin in den sozialen Netzwerken und auf ihrer Webseite fanden sich dieselben knappen Informationen. Es wäre das erste komplette Solo-Studio-Album der Sängerin, die mit dem Rapper Jay-Z verheiratet ist und drei Kinder hat, seit dem Welterfolg "Lemonade" aus dem Jahr 2016.

Ominöser Tweet: Steht neues Beyoncé-Album kurz bevor?
19:39 Uhr

Ausbruch ansteckender Darmkrankheit plagt Nordkorea

Gut einen Monat nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea die Verbreitung einer ansteckenden Darmkrankheit gemeldet. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, die "Epidemie zum frühestmöglichen Zeitpunkt" einzudämmen, berichteten die Staatsmedien. Den Berichten zufolge brach die akute Darmepidemie in der Stadt Haeju im Südwesten des Landes aus. Aus den Berichten ging weder hervor, um welche Infektionskrankheit es sich handelt, noch wie viele Menschen betroffen sind. Verdachtsfälle sollten unter Quarantäne gestellt werden, hieß es. Beobachter schlossen nicht aus, dass es sich um einen Typhus- oder Cholera-Ausbruch in dem weithin abgeschotteten Land handeln könnte. Bei Typhus geraten die Erreger vom Darm über das Blut in Leber und Milz, wo sie sich stark vermehren. Bei Cholera setzen sich Erreger im Dünndarm fest und sondern ein Gift ab, das zu starkem Erbrechen und Durchfall führt.

Ausbruch ansteckender Darmkrankheit plagt Nordkorea
19:16 Uhr

Wie Causa Maier: Berlin will AfD-Politikerin Richterdienst verweigern

Der Berliner Senat will die nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag in den Richterdienst zurückgekehrte AfD-Politikerin Birgit Malsack-Winkemann aus Sorge um das allgemeine Ansehen der Justiz in den Ruhestand versetzen lassen. Der Antrag sei nach einer intensiven Prüfung beim zuständigen Richterdienstgericht gestellt worden, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Justiz mit. Den Namen Malsack-Winkemanns nannte sie dabei nicht. Die Senatsverwaltung begründete den Beschluss mit Äußerungen der früheren AfD-Bundestagsabgeordneten über Flüchtlinge. "Die Richterin hat in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum wiederholt und öffentlich Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, ausgegrenzt und wegen ihrer Herkunft herabgesetzt." Dadurch sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, die Richterin sei nicht unvoreingenommen. Eine Versetzung in den Ruhestand sei "im Interesse der Rechtspflege" daher zwingend geboten. Die Entscheidung liegt nun bei einem speziellen Richterdienstgericht.

In Sachsen gab es einen ähnlichen Fall um den früheren Bundestagsabgeordneten Jens Maier. In dessen Fall gab das zuständige Richterdienstgericht dem Antrag auf Versetzung in den Ruhestand im März in einem Eilverfahren statt.

Wie Causa Maier: Berlin will AfD-Politikerin Richterdienst verweigern
18:51 Uhr

BA.5 Variante verdoppelt sich erneut: Jeder vierte Corona-Fall betroffen

Die seit einigen Wochen anteilig zunehmenden Omikron-Sublinien sind nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) derzeit bereits dominierend. "Das starke Wachstum von BA.4 und insbesondere BA.5, aber auch BA.2.12.1, lässt darauf schließen, dass diese Varianten aktuell bereits die Mehrzahl der Nachweise ausmachen", heißt es im RKI-Wochenbericht zu Sars-CoV-2. Diese Daten im Bericht beziehen sich stets auf vorvergangene Woche: BA.5 machte damals demnach in einer Stichprobe rund 24 Prozent der positiven Proben aus, das entspricht erneut in etwa einer Verdopplung im Vergleich zum Vorwochenwert. BA.4 und BA.2.12.1 lagen beide bei rund vier Prozent. Wegen der stärkeren Verbreitung im Vergleich zu den bisher vorherrschenden Erregern könnten diese Varianten zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen beitragen, hieß es. Bei der Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz spricht das RKI für vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche von einer deutlichen Zunahme um rund ein Drittel.

BA.5 Variante verdoppelt sich erneut: Jeder vierte Corona-Fall betroffen
18:23 Uhr

"Donald Trump Kolumbiens" könnte Präsident werden

Der "Donald Trump Kolumbiens" könnte Präsident werden. Rodolfo Hernández ist Bürgermeister von Bucaramanga und könnte am kommenden Wochenende zum neuen Präsidenten seines Landes gewählt werden. Der 77-jährige einstige Geschäftsmann steht dem amerikanischen Ex-Präsidenten in nichts nach, im Gegenteil. So schlug er kürzlich einen Oppositionellen vor laufenden Kameras ins Gesicht. Er wütet regelmäßig auf Social Media, bevorzugt auf Tiktok, er gab zu, eigentlich nicht viel über Kolumbien zu wissen und findet Frauen sollten sich idealerweise um die Erziehung der Kinder kümmern, Frauen des Nachbarlandes Venezuela bezeichnete er direkt als "Fabriken armer Kinder". Als Sahnehäubchen setzte er seinen Verbalentgleisungen jedoch die Aussage auf, dass Hitler "ein großer deutscher Denker" gewesen sei. Sein Gegenkandidat ist Gustavo Petro, war bis 2015 Bürgermeister der Hauptstadt Bogota. Der ist zwar studierter Ökonom, kämpfte aber auch als linker Guerillakämpfer in den 80er Jahren.

"Donald Trump Kolumbiens" könnte Präsident werden
17:52 Uhr

Harmlose Wabbelei: Spielschleim und Hüpfknete weitgehend ungefährlich

Experten halten das Gesundheitsrisiko für Kinder durch Spielschleim und Hüpfknete für gering. Es sei "sehr unwahrscheinlich", dass das einmalige Verschlucken der diesen Spielzeugen beigemischten Borverbindungen negative Folgen für die Gesundheit habe, erklärte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Gleichwohl seien die Wabbelmassen für kleine Kinder meist nicht geeignet.

Bor ist ein Halbmetall. Es kommt in der Umwelt nicht in reiner Form vor, sondern in Form von Borsäure oder deren Salzen. In Spielschleim und Hüpfknete vernetzen Borverbindungen langkettige Moleküle und erzeugen so je nach Zusammensetzung klebrige, weiche und elastische Eigenschaften. Nach der europäischen Spielzeugrichtlinie dürfen aus flüssigem oder haftendem Spielzeug, zu dem bestimmte Wabbelmassen gehören, allenfalls 300 Milligramm Bor pro Kilogramm Spielzeugmaterial freigesetzt werden.

Dem BfR zufolge sind plötzliche gesundheitliche Effekte durch das einmalige Verschlucken einer Menge von etwa fünf Gramm Wabbelmasse sehr unwahrscheinlich. Fünf Gramm entsprechen etwa einer Kugel mit dem Durchmesser einer Zwei-Euro-Münze.

Harmlose Wabbelei: Spielschleim und Hüpfknete weitgehend ungefährlich
17:28 Uhr

Diebe erleichtern Wohnmobilbesitzer in Südfrankreich um Tausende Euro

Wohnmobile kamen zuletzt wieder deutlich mehr in Mode. Wenn man sich eines zulegt, kann man damit sogar wieder nach Südfrankreich fahren. In der Vergangenheit war das offenbar nicht so ratsam.

Ausländische Touristen wurden in ihren Wohnmobilen in Südfrankreich serienweise ausgeraubt, nun hat das Landgericht in Béziers vier Täter zu Haftstrafen verurteilt. Die wegen 49 Taten auf Rastplätzen entlang der Autobahn 9 angeklagten drei Männer und eine junge Frau erhielten zwischen einem und vier Jahren Haft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach einer nächtlichen Reihe von Taten hatten Fahnder das Quartett Anfang Mai in Nizza, Perpignan und Villemolaque festgenommen. Umfangreiches Diebesgut und über 55.000 Euro in bar wurden beschlagnahmt.

Bei ihren nächtlichen Raubzügen entlang der durch Südfrankreich Richtung Spanien verlaufenden Autobahn gingen die Räuber immer gleich vor. Zunächst brachen sie mit einer speziellen Technik die Fahrertür der Wohnmobile auf, um im Innern Multimedia-Geräte, Papiere, Bargeld und Scheckkarten zu stehlen. Manchmal wurden die Besitzer wach, und die Diebe ergriffen in aller Eile die Flucht.

Diebe erleichtern Wohnmobilbesitzer in Südfrankreich um Tausende Euro
16:49 Uhr

Mehrheit der SED-Opfer scheitert noch immer mit Anerkennung

Kurz vor dem Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953, legt die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke ihren ersten Jahresbericht vor. Darin betont sie die gesamtdeutsche Verantwortung für die Opfer der SED-Diktatur. Als Beispiele für die Verflechtungen zwischen Ost und West nannte Zupke die Fluchtbewegungen und den Häftlingsfreikauf, aber auch die Zwangsarbeit, die politische Häftlinge in den DDR-Gefängnissen für westdeutsche Konzerne leisten mussten. Die Opferbeauftragte forderte zudem, die Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden zu erleichtern. Bei der Anerkennung dieser Gesundheitsschäden "scheitert die breite Mehrheit der Opfer", fügte sie hinzu. Seit mehr als zwanzig Jahren werde versucht, durch Änderungen und Ergänzungen der bestehenden Regelungen eine Verbesserung zu erreichen. "Bis heute ohne durchschlagenden Erfolg", kritisierte die Opferbeauftragte.

Mehrheit der SED-Opfer scheitert noch immer mit Anerkennung
16:28 Uhr

Die Sommerwelle ist da, Lauterbach plant schon den Corona-Herbst

Deutschland befindet sich nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in einer schwierigen Übergangsphase der Corona-Pandemie. Es gebe aktuell eine Sommerwelle, die von Experten auch so erwartet worden sei, sagte Lauterbach bei der 17. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Es müsse nun überlegt werden, wie die Vorbereitungen auf die kommenden Monate laufen könnten. "Wir können uns nicht noch mal einen Herbst leisten, wo wir so vorbereitet sind wie im letzten Herbst." Was soll konkret getan werden:

  • Impfkonzepte: Enger Austausch mit den Herstellerfirmen über neue Impfstoffe, die es ab September geben könnte

  • Sehr überzeugende Medikamente, die öfter eingesetzt werden sollen

  • Funktionierende Testkonzepte zur Ermittlung der Inzidenz und Unterbrechung der Infektionsketten

  • Ein schnellerer Datenaustausch als bisher

Die Sommerwelle ist da, Lauterbach plant schon den Corona-Herbst
16:02 Uhr

Fan von Mickey und reich wie Dagobert? Disney verlost teure Traumreise

Es klingt fast ein wenig wie Charlies Kampf um das letzte Ticket für den Besuch von Willy Wonkas Schokoladenfabrik, auch wenn der Kreis der Glücklichen ein wenig größer ist. Und es reicht nicht, ein goldenes Ticket aus einer Schokoladenpackung zu fischen.

Für Fans von Micky-Maus und Co bietet Disney im kommenden Jahr eine ganz besondere Weltreise an. Per Privatflieger geht es zu und in alle zwölf Erlebnisparks des Konzerns. Allerdings müssen Interessenten nicht nur Disney-verrückt sein, sondern auch gut betucht. Der Preis für die 24-tägige Reise liegt bei umgerechnet gut 100.000 Euro pro Person. Wie der Konzern weiter mitteilte, sollen nicht nur die Disney-Parks unter anderem in Kalifornien, Tokio, Paris und Florida angesteuert werden. Auch spektakuläre Monumente wie der Taj Mahal in Indien oder die ägyptischen Pyramiden sollen bei der für Juli 2023 angebotenen Reise besucht werden. Es ist die teuerste Reise, die der Disney-Konzern jemals angeboten hat. Verkauft werden 75 Tickets.

Fan von Mickey und reich wie Dagobert? Disney verlost teure Traumreise
15:41 Uhr

Lkw baut Unfall: Seine Ladung verpestet peruanischen Fluss

Bei einem Lkw-Unfall in Peru gerät massenhaft Zink in den Rio Chillón. In hohen Dosen führt das zu Vergiftungserscheinungen - für die nahestehende Hauptstadt Lima bestehe jedoch keine Einschränkung der Trinkwasserversorgung. Behörden untersuchen nun Forellen auf anliegenden Fischfarmen.

Lkw baut Unfall: Seine Ladung verpestet peruanischen Fluss
15:18 Uhr

Nach Rechtsstreit: Erster Italiener darf von Arzt in den Tod begleitet werden

"Ich kann nicht verhehlen, dass es mir leidtut, mein Leben zu beenden. Es wäre falsch und eine Lüge, wenn ich das behauptete, denn das Leben ist fantastisch und wir haben nur eines", sagte ein Italiener vor seinem Tod.

Er ist der erste Patient in der Geschichte des Landes, dem gerichtlich ein ärztlich assistierter Suizid erlaubt worden war. Der 44-Jährige, der nach einem Verkehrsunfall seit zehn Jahren komplett unterhalb des Halses gelähmt war, verabreichte sich selbst ein tödliches Medikament. Dies gab der Verein Associazione Luca Coscioni bekannt, der sich für Sterbehilfe einsetzt und den Mann in seinem jahrelangen Rechtsstreit bis vor das oberste Gericht unterstützt hatte.

Im katholischen Italien ist aktive und passive Sterbehilfe verboten. Das Verfassungsgericht aber hatte im Jahr 2019 entschieden, dass es unter strengen Auflagen Ausnahmen geben kann. Es muss etwa klar sein, dass ein Patient nicht mehr geheilt werden kann, er von lebenserhaltenden Maßnahmen abhängig ist, körperlich und seelisch unerträgliche Schmerzen erfährt, aber noch voll in der Lage ist, freie Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu verstehen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

Bei Suizidgefahr: Notruf 112

Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)

Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.

In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.

Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Nach Rechtsstreit: Erster Italiener darf von Arzt in den Tod begleitet werden
14:54 Uhr

Bergretter muss sich selbst in Sicherheit bringen - vor einem Bären

Das hat sich ein Bergretter sicherlich auch anders vorgestellt: In einem slowakischen Tourismusgebiet hat ein Braunbär ihn angegriffen und verletzt. Wie der Bergrettungsdienst HZS auf seiner Internetseite mitteilte, hatte sich der Mann in der Nähe des Ortes Donovaly allein auf dem Rückweg von einem Arbeitseinsatz befunden, als ihn der Bär auf einem Wanderweg angriff. Dem Bergretter gelang es, sich auf einen Baum zu flüchten. Von dort aus alarmierte er per Handy seine Kollegen, die mit einem Diensthund anrückten. Die Helfer versorgten die Kopfverletzungen ihres Kameraden zunächst vor Ort und brachten den Mann dann ins Krankenhaus. Der Vorfall war bereits der vierte Bärenangriff innerhalb weniger Tage, bei dem in der Mittelslowakei ein Mensch verletzt wurde. Nach der bisher letzten offiziellen Zählung des staatlichen Naturschutzes im Jahr 2016 gibt es in der Slowakei mehr als 1200 frei lebende Bären.

Bergretter muss sich selbst in Sicherheit bringen - vor einem Bären
14:32 Uhr

Nach Paraguay entführte Kinder sind zurück in Deutschland

Nach dem Ende der Kindesentziehung in Paraguay sind die beiden Mädchen nach Angaben eines Anwalts wieder in Deutschland. Den zehn und elf Jahre alten Kindern gehe es gut, es habe alles reibungslos geklappt, sagte Rechtsanwalt Ingo Bott, das berichtet zunächst der "Spiegel". Die Mädchen seien am Dienstag und Mittwoch gemeinsam mit ihren aus Essen und München kommenden Elternteilen nach Deutschland geflogen. Die anderen beiden Elternteile, die mit den Mädchen ausgewandert waren, befinden sich dem "Spiegel"-Bericht zufolge noch in Paraguay. In den kommenden Tagen wollten sie aber ebenfalls nach Deutschland reisen, wo sie sich wegen Kindesentziehung vor Gericht verantworten müssten. Das Paar ist in zweiter Ehe miteinander verheiratet und war im vergangenen November mit den beiden Kindern ohne Zustimmung der jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay ausgewandert.

Nach Paraguay entführte Kinder sind zurück in Deutschland
14:18 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Christina Lohner begibt sich in den wohlverdienten Feierabend und die sommerliche Wärme. Ab sofort übernehme ich den Tag und begleite Sie durch den Nachmittag und den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de. Auf geht's!

Schichtwechsel
13:52 Uhr

Groß angelegter Cyber-Angriff trifft die Grünen

Die Grünen sind Opfer eines größeren Cyber-Angriffs geworden. Die Partei wurde in den vergangenen Wochen mehrfach attackiert, wie der "Spiegel" berichtet. Der Zugang sei seit dem 13. Juni eingeschränkt, sagte eine Parteisprecherin. Dabei handele es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, "nachdem unser IT-Dienstleister festgestellt hatte, dass sich Unbekannte Zugang zum Grünen Netz verschafft haben". Der Abfluss einer "größeren Datenmenge" sei bisher aber nicht festgestellt worden.

Groß angelegter Cyber-Angriff trifft die Grünen
13:27 Uhr

Saudi-Arabien beschlagnahmt Kinderkleidung in Regenbogenfarben

Wie absurd: Aufseher der Regierung in Saudi-Arabien haben Kinderkleidung und Spielzeug in Regenbogenfarben beschlagnahmt - unter dem Vorwurf, diese könnten Homosexualität "fördern" und die "guten Sitten" gefährden. Die Regierungsmitarbeiter hätten Geschäfte in Einkaufszentren kontrolliert und entsprechende Waren konfisziert, teilt das saudische Handelsministerium bei Twitter mit. Die Händler seien mit Strafen belegt worden.

Ein Reporter des staatlichen Fernsehsenders Al-Akhbarija begleitete einige Aufseher. Als problematisch eingestuft wurden etwa bunte Regenbogen-Haarspangen und Rucksäcke, aber auch ein Hut mit Regenbogen-Banderole oder ein T-Shirt mit buntem Regenbogen-Motiv.

Saudi-Arabien beschlagnahmt Kinderkleidung in Regenbogenfarben
13:02 Uhr

Bis 2030 sollen vier von fünf Ferraris elektrisch fahren

Ferrari will bis 2030 vier von fünf Autos mit Elektromotor ausliefern. Dabei werde sich die Leistung der Sportwagen weiter erhöhen, sagt Ferrari-Chef Benedetto Vigna. Das erste Elektromodell werde 2025 auf den Markt gebracht; zwischen 2023 und 2026 sollen 15 neue Modelle vorgestellt werden.

Im September solle der erste Ferrari-SUV kommen. "Alles, was wir tun, wird eindeutig als Ferrari erkennbar sein", sagt Verwaltungsratschef John Elkann. Man darf gespannt sein.

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Ein elektrisch betriebener 1978 Ferrari 308 GTS (Foto: picture alliance / Frank Duenzl)
Bis 2030 sollen vier von fünf Ferraris elektrisch fahren
12:37 Uhr

Mann klettert auf Zug und stirbt nach Stromschlag

In einem Bahnhof im bayerischen Neustadt an der Donau haben zwei auf einen Güterzug gekletterte Männer einen schweren Stromschlag erlitten. Nach Polizeiangaben starb ein 36-Jähriger noch vor Ort an seinen schweren Verbrennungen.

Sein gleichaltriger Begleiter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Spezialkrankenhaus geflogen. Wie die Beamten mitteilen, waren die beiden Männer nach ersten Erkenntnissen auf einen stehenden Güterzug geklettert und dabei der unter Hochspannung stehenden Oberleitung zu nahe gekommen. Mitarbeiter der Bahn bemerkten ein grelles Licht sowie ein zischendes Geräusch und entdeckten die Männer.

Mann klettert auf Zug und stirbt nach Stromschlag
12:21 Uhr

Kevin Spacey bleibt vorerst auf freiem Fuß

Ungeachtet der Vorwürfe sexueller Übergriffe bleibt Hollywood-Star Kevin Spacey vorerst auf freiem Fuß. Der zuständige Richter entscheidet bei einer Anhörung in London, dass sich der 62-Jährige weiter frei bewegen dürfe.

Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, Spacey dürfe nur unter der Auflage in Freiheit bleiben, dass er bis zum nächsten Gerichtstermin London nicht verlässt. Der nächste Termin ist für den 14. Juli angesetzt.

Kevin Spacey bleibt vorerst auf freiem Fuß
11:42 Uhr

Immer mehr Pestizid-Rückstände: "Haben wehrloses Gemüse gezüchtet"

Als Nicole van Dam in den USA lebt, putzt eine Mitbewohnerin ihr Obst und Gemüse mit Bürste und einer speziellen Obstseife. Das findet die Professorin für Molekulare Interaktionsökologie von der Universität Jena damals übertrieben, aber jetzt muss sie zugeben: Wahrscheinlich hatte ihre Mitbewohnerin recht. Das Pesticide Action Network Europe hat öffentliche Daten ausgewertet und festgestellt, dass immer mehr Obst und Gemüse in der EU Rückstände von Pestiziden aufweist, obwohl der Einsatz dieser giftigen Stoffe bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden sollte.

Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein, erklärt die Forscherin im "Klima-Labor" von ntv. Unsere Vorliebe für Süßes hängt damit genauso zusammen wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Landwirte. Neue Anbaumethoden aber, die zum Beispiel in Afrika schon verwendet werden, zeigen, wie Landwirte ihre Ernte auch ohne Pestizide um 20 bis 30 Prozent verbessern können:

Klima-Labor von ntv

Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Jobabbau und wütende Bevölkerung? Das "Klima-Labor von ntv" ist der Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, Lösungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren prüfen.



Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister?



Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.



Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed.



Sie haben eine Frage an uns? Dann schreiben Sie eine E-Mail an klimalabor@ntv.de

Immer mehr Pestizid-Rückstände: "Haben wehrloses Gemüse gezüchtet"
11:17 Uhr

Frankreich ruft wegen Hitzewelle Alarmstufe aus

Die aus Nordafrika und Spanien kommende Hitzewelle erreicht Frankreich. Der Wetterdienst Météo France ruft in 23 der 101 Départements die Alarmstufe Orange aus. Im Südwesten des Landes werden Temperaturen bis zu 39 Grad erwartet, am Samstag sollen es über 40 Grad werden. Puh!

Es handelt sich um die früheste Hitzeperiode in einem Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich. Auch in Deutschland kommen Menschen ins Schwitzen:

Frankreich ruft wegen Hitzewelle Alarmstufe aus
10:52 Uhr

Österreich darf Ausländern nicht weniger Kindergeld zahlen

Die Kindergeldregeln in Österreich verstoßen nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen EU-Recht. Hintergrund ist, dass Ausländer dort unter bestimmten Umständen weniger Kindergeld bekommen als Österreicher. Betroffen sind Arbeitnehmer, deren Kinder sich permanent in einem anderen Mitgliedstaat aufhalten. Österreich koppelt die staatlichen Zahlungen seit einiger Zeit an die dortigen Lebenshaltungskosten.

"Dieser Mechanismus stellt eine ungerechtfertigte mittelbare Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit von Wanderarbeitnehmern dar", teilt das oberste Gericht der EU mit (Rechtssache C-328/20). Österreich sollte die Regeln deshalb anpassen - nicht nur, weil sonst eine Geldstrafe droht.

Österreich darf Ausländern nicht weniger Kindergeld zahlen
10:27 Uhr

Antidiskriminierungs-Beauftragte in spe bringt Union und FDP auf die Palme

Der Vorschlag des Bundeskabinetts, die Publizistin Ferda Ataman zur Antidiskriminierungs-Beauftragten zu machen, stößt bei Union und FDP auf Kritik. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Bundestagsgruppe, Stefan Müller, nannte Ataman in der "Bild"-Zeitung eine "krasse Fehlbesetzung". "Wieder wird eine linke Aktivistin in ein vom Steuerzahler alimentiertes Regierungsamt gehoben." Auch in den Reihen des Koalitionspartners FDP gibt es Widerstand.

Ataman hatte mit einer "Spiegel"-Kolumne für Debatten gesorgt, als sie die Bezeichnung "Kartoffel" für Deutsche ohne Migrationshintergrund verteidigte. Zuvor hatte sie das Heimatministerium des damaligen Innenministers Horst Seehofer als "vor allem Symbolpolitik für potenzielle rechte Wähler" bezeichnet.

Antidiskriminierungs-Beauftragte in spe bringt Union und FDP auf die Palme
10:02 Uhr

Razzia bei Neonazis mit 500 Ermittlern - Verdacht des Drogenhandels

In der Thüringer Neonaziszene haben Ermittler wegen des Verdachts des Drogenhandels und der Geldwäsche zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Mehrere Beschuldigte wurden festgenommen, wie das Landeskriminalamt mitteilt. Durchsuchungen gab es demnach auch in Berlin und Schleswig-Holstein.

An dem Einsatz waren insgesamt mehr als 500 Einsatzkräfte aus Thüringen und Spezialeinheiten aus anderen Bundesländern beteiligt. Unterstützt wurden sie durch Polizeihunde und von Spezialtechnik.

Razzia bei Neonazis mit 500 Ermittlern - Verdacht des Drogenhandels
09:46 Uhr

Nach Ankunft von Scholz: Luftalarm in Kiew

Kurz nach der Ankunft von Bundeskanzler Olaf Scholz in Kiew wird in der ukrainischen Hauptstadt Luftalarm ausgelöst. Auch in zahlreichen weiteren Landesteilen gibt es Luftalarm. Scholz besucht gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi Kiew, um dort Gespräche mit der ukrainischen Führung zu führen.

Update: Nach etwa einer halben Stunde wurde der Luftalarm in Kiew wieder aufgehoben.

Nach Ankunft von Scholz: Luftalarm in Kiew
09:38 Uhr

Ozzy Osbourne kommt nach großer OP nach Hause

Black-Sabbath-Star Ozzy Osbourne hat seine große Operation offenbar gut überstanden. Bei Instagram schreibt er: "Ich bin jetzt raus aus dem Krankenhaus und zu Hause und erhole mich gut."

Weiter heißt es in dem Post: "Ich spüre zweifellos die Liebe und Unterstützung all meiner Fans und sende allen ein großes Dankeschön für ihre Gedanken, Gebete und guten Wünsche während meiner Genesung." Na dann dürfte Letztere ja nur noch eine Frage der Zeit sein.

Ozzy Osbourne kommt nach großer OP nach Hause
09:13 Uhr

Mann hängt an gekipptem Fenster im vierten Stock

In Wismar in Mecklenburg-Vorpommern haben Einsatzkräfte einen Mann gerettet, der im vierten Stock an einem angekippten Küchenfenster hing. Zwei Beamte hielten den 34-Jährigen durch ein Hausflurfenster fest, bis die Feuerwehr eintraf, wie die Polizei mitteilt.

Die Feuerwehr baute zwei Sprungkissen auf und rettete den mit den Armen am Fenster hängenden Mann schließlich über eine Drehleiter. Er wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Mann hängt an gekipptem Fenster im vierten Stock
08:34 Uhr

Scholz trifft in Kiew ein

Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi treffen mit einem Sonderzug in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein. Dort wollen sie mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über weitere Unterstützung für das von Russland angegriffene Land sprechen und über den Wunsch der Ukraine, in die EU aufgenommen zu werden.

Scholz trifft in Kiew ein
08:23 Uhr

Alzheimer-Medikament von Roche wirkt nicht

Die nächste Enttäuschung für Alzheimer-Patienten und ihre Angehörigen: Das Medikament Crenezumab habe den kognitiven Abbau bei Menschen mit einer genetischen Mutation, die eine früh einsetzende Alzheimer-Krankheit verursacht, nicht verlangsamt oder verhindert. Das erklärt der Schweizer Pharmakonzern Roche. Die Daten sollen nun weiter analysiert werden.

Alzheimer-Medikament von Roche wirkt nicht
07:59 Uhr

Yellowstone-Park bleibt bis Jahresende teils geschlossen

Wegen der Hochwasserschäden bleiben Teile des berühmten Yellowstone-Nationalparks in den USA wohl für den Rest des Jahres geschlossen. Die Parkverwaltung bemühe sich zwar um eine schnelle Reparatur der zerstörten Straßen - "es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Straßenabschnitte im nördlichen Yellowstone in dieser Saison nicht wieder geöffnet werden können", teilt die Behörde mit.

Der Nationalpark ist derzeit vollständig geschlossen, nachdem sintflutartige Regenfälle und die Schneeschmelze in nur wenigen Tagen weite Teile im Norden des Areals verwüstet hatten.

Yellowstone-Park bleibt bis Jahresende teils geschlossen
07:34 Uhr

Saudi-arabische Botschaft steht nun am Jamal-Khashoggi-Weg

Das ist doch mal ein origineller Wink mit dem Zaunpfahl: Im Vorfeld des Treffens von US-Präsident Joe Biden mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman schickt die US-Hauptstadt Washington eine "Mahnung" nach Riad: Die Straße gegenüber der saudi-arabischen Botschaft heißt nun "Jamal Khashoggi Weg" - benannt nach dem laut US-Geheimdiensten im Auftrag des Kronprinzen ermordeten Journalisten.

Die Straße werde als "Mahnmal dienen, damit die Erinnerung an Jamal Khashoggi niemals erstickt werden kann", sagt der Vorsitzende des Stadtrats, Phil Mendelson.

Saudi-arabische Botschaft steht nun am Jamal-Khashoggi-Weg
07:08 Uhr

Verdächtiger: Habe Leiche des vermissten Journalisten im Regenwald vergraben

Der Fall des vermissten britischen Journalisten Dom Phillips und des Indigenen-Experten Bruno Pereira könnte bald aufgeklärt sein. Einer der Verdächtigen hat gestanden, deren Leichen im Amazonas-Regenwald Brasiliens vergraben zu haben. Der Verdächtige, der vergangene Woche verhaftet wurde, "erzählte detailliert von dem begangenen Verbrechen und nannte den Ort, an dem er die Leichen vergraben hatte", sagt der Leiter der Bundespolizei im Bundesstaat Amazonas, Eduardo Alexandre Fontes.

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Ein Bundespolizist eskortiert einen Verdächtigen. (Foto: dpa)
Verdächtiger: Habe Leiche des vermissten Journalisten im Regenwald vergraben
06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

heute ist es endlich so weit: Kanzler Olaf Scholz besucht die Ukraine. Mit Spannung wird erwartet, welche Zusagen für das Land er im Gepäck hat. Darüber und über alle weiteren Entwicklungen im Ukraine-Krieg halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden. Dort lesen Sie auch, was ein weiterer Spitzentermin bringt:

  • Die Verteidigungsminister der NATO-Staaten beraten über eine Aufrüstung. Vor dem großen Gipfeltreffen Ende Juni in Madrid sind noch einige Fragen offen.

  • Bundespräsident Steinmeier besucht unterdessen Indonesien. Mit Präsident Joko Widodo will er über die Folgen des Ukraine-Kriegs für die Indo-Pazifik-Region und die Zukunft der Globalisierung sprechen.

  • In London wird US-Schauspieler Kevin Spacey vor Gericht erwartet - zum ersten Mal im Prozess um Vorwürfe sexueller Übergriffe auf drei Männer.

  • Zum Start der Team-WM der Darts-Profis trifft Deutschland auf Spanien. In Frankfurt am Main kämpfen 32 Nationen bis zum Sonntag um den begehrten Titel.

Ich hole mir gleich den nächsten Kaffee und hoffe, Sie können heute wieder die Sonne genießen. Mein Name ist Christina Lohner, ich begleite Sie bis zum Nachmittag durchs Tagesgeschehen. Melden Sie sich gern mit Anregungen, Fragen oder auch Kritik unter christina.lohner[at]nama.de

Das wird heute wichtig
06:25 Uhr

Nordkorea baut offenbar Atomtestanlage aus

US-Wissenschaftlern zufolge baut Nordkorea sein Atomtestgelände weiter aus. Ein Tunnel der Anlage in Punggye-ri sei bereits fertiggestellt und bereit für einen möglichen Atomtest, Arbeiten an einem weiteren Tunnel seien im Gange, schreibt das US-amerikanische Center for Strategic and International Studies (CSIS) in einem Bericht.

Die Forscher erklären, dass sie erstmals neue Bauaktivitäten am Tunnel Nr. 4 entdeckten, was "stark auf eine Anstrengung hindeutet, ihn für potenzielle zukünftige Tests wieder zu aktivieren". Außerhalb des Tunnels Nr. 3 zeigten Satellitenaufnahmen eine Stützmauer und einige Landschaftsgestaltungen mit kleinen Bäumen oder Büschen, wahrscheinlich in Erwartung eines hochrangigen Besuchs.

Nordkorea baut offenbar Atomtestanlage aus