mit Sarah PlatzDas war Donnerstag, der 23. Februar 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
morgen ist der Beginn der russischen Invasion in der Ukraine genau ein Jahr her. Seit nunmehr einem Jahr versucht Moskau, sein Nachbarland an sich zu reißen - seit einem Jahr legen russische Truppen ukrainische Städte in Schutt und Asche. Zum Jahrestag trifft sich die Weltgemeinschaft in New York und stimmt mit breiter Mehrheit für eine Resolution: Russlands Truppen sollen die Ukraine umgehend verlassen. 141 der 193 Mitgliedsstaaten schließen sich der Forderung an, zudem gibt es einige Enthaltungen. Belarus, Nordkorea, Eritrea, Mali, Nicaragua und Syrien stellen sich hingegen klar auf Putins Seite und stimmen gemeinsam mit Russland gegen den Entwurf. Das Votum macht nach 365 Tagen Krieg in der Ukraine trotzdem deutlich: Die Welt steht - mit wenigen Ausnahmen - geschlossen an Kiews Seite.
Zum späten Feierabend möchte ich Ihnen außerdem diese Themen ans Herz legen:
Einfach "UN-Charta unterstützen": Baerbock nimmt China bei Friedensplan in die Pflicht
Auftragszahlen zurückgegangen: Boeing stellt Produktion von "Top Gun"-Kampfjet ein
Strommarktexperte im Interview: "Langfristige Gaslieferverträge werden zur Kostenfalle"
Gericht gibt FIFA und UEFA Recht: Russische Fußballklubs müssen draußen bleiben
Nicht allein die Dauer zählt: Guter Schlaf soll Lebenszeit um Jahre verlängern
Bis zum nächsten Mal!
Schweriner fährt 30 Jahre ohne Führerschein - nun aufgeflogen
Durch einen Überholfehler eines anderen Autofahrers ist in Schwerin ein Fahrzeugführer aufgeflogen, der seit mehr als 30 Jahren ohne Führerschein unterwegs war. Wie eine Polizeisprecherin sagt, handelt es sich um einen 57-jährigen Schweriner. Er war am 6. Februar in der Nähe des Schlosses mit seinem Auto unterwegs. Als ihn ein anderer Kraftfahrer überholte, kam es zu einem Zusammenstoß, an dem der Schweriner eine geringe Mitschuld tragen soll. Der 57-Jährige gab bei der Unfallaufnahme an, seine Papiere nicht bei sich zu haben. Später stellte die Polizei fest, dass dem Mann bereits 1992 die Fahrerlaubnis dauerhaft entzogen worden war.
Bafin: Selbsternannter "König" aus "Reichsbürger"-Szene sammelte Gelder
Die Polizei hat im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Dresden eine "Gemeinwohlkasse" der "Reichsbürger"-Szene durchsucht und versiegelt. Von der Aktion waren demnach auch "Repräsentanzen" der Gemeinwohlkasse in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) und Menden (Nordrhein-Westfalen) betroffen.
Das Vorgehen richtet sich gegen Peter Fitzek, selbst ernannter "König" des "Königreiches Deutschland": "Peter Fitzek sammelt aktuell unter der Bezeichnung "GemeinwohlKasse" Gelder von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein und verspricht, diese später zurückzuzahlen. Darüber hinaus bietet er Krankenversicherungsverträge an, aktuell unter der Firma "Deutsche Heilfürsorge". Die für das Einlagen- beziehungsweise Versicherungsgeschäft erforderlichen Erlaubnisse hat Herr Fitzek nicht", teilte die Bafin mit.
Versprecher im Weißen Haus: Obama für einen Moment wieder Präsident
Kleine Reise in die Vergangenheit im Weißen Haus: Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden hat mit einem Versprecher für Gelächter bei der täglichen Pressekonferenz gesorgt. "Wie Sie alle vor etwa einer Stunde gesehen haben, hat Präsident Obama heute angekündigt, dass ...", sagte Karine Jean-Pierre. Sie bemerkte ihren Fehler sofort und korrigierte sich: "Entschuldigung, Präsident Biden." Scherzhaft fügte sie hinzu: "Whoa, das sind Neuigkeiten."
Gemeinde Upahl klagt gegen Bau von Flüchtlingsheim
Die Gemeinde Upahl in Nordwestmecklenburg setzt sich juristisch gegen den im Ort geplanten Bau einer Containerunterkunft für 400 Flüchtlinge zur Wehr. Wie ein Sprecher des Verwaltungsgerichts in Schwerin sagt, ging dort ein Eilantrag gegen den Landkreis ein. Ziel sei es, die bereits begonnenen Arbeiten unverzüglich zu stoppen. Nach Ansicht der Kritiker ist das Containerdorf viel zu groß für ein Dorf wie Upahl, in dem rund 500 Menschen lebten und in dem die erforderliche Infrastruktur fehle.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert im Deutschlandfunk bereits, die geplante Unterkunft zu verkleinern. Der zuständige Landrat Tino Schomann verteidigt die Baupläne hingegen. Er erklärt, die Unterbringung von bis zu 400 Flüchtlingen in Upahl sei der Not geschuldet.
Wegen Sexualverbrechen: Weinstein zu weiteren 16 Jahren Haft verurteilt
Der ehemalige Hollywood-Mogul Harvey Weinstein ist wegen Sexualverbrechen zu einer weiteren Haftstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Das entschied ein Richter in Los Angeles. Der 70-Jährige war 2020 nach einem Prozess in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung bereits zu einer Haftstrafe von 23 Jahren verurteilt worden.
Bei dem Prozess in Los Angeles hatte eine Jury Weinstein im Dezember wegen Sexualverbrechen in drei Anklagepunkten, darunter Vergewaltigung, schuldig gesprochen. In einem Punkt wurde er freigesprochen, in drei weiteren Punkten gab es keine Einigung. Die Vorwürfe stammten von vier Frauen in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Die meisten Übergriffe sollen in Hotels in Beverly Hills stattgefunden haben.
Scholz fand Baerbocks Karnevalsauftritt "sehr lustig"
Bundeskanzler Olaf Scholz hat amüsiert auf die Karnevalsrede von Außenministerin Annalena Baerbock mit ihrem Seitenhieb auf das Kanzleramt reagiert. "Ich fand auch den Auftritt beim Karneval sehr lustig", sagte Scholz bei "Maybrit Illner". Auf die Frage, ob Baerbock ihm generell zu forsch sei, antwortete er: "Nein." Mit der Medienberichterstattung über das Verhältnis zwischen ihm und Baerbock müsse man "locker umgehen", sagt Scholz. Die Außenministerin und er seien zwar sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, würden aber sehr eng zusammenarbeiten.
Bei der Verleihung des Aachener Ordens wider den tierischen Ernst sagte Baerbock mit der Narrenkappe auf dem Kopf: "Ich habe ja ehrlich gesagt lange überlegt, was meine heutige Verkleidung angeht. Ich wollte ja eigentlich als Leopard kommen. Aber dann hatte ich doch etwas Sorgen, dass mir das Kanzleramt wochenlang keine Reisegenehmigung erteilt."
Nach Smith-Ohrfeige: Oscar-Veranstalter wappnet sich mit "Krisen-Team"
Nach dem Ohrfeigen-Vorfall bei der Oscar-Verleihung im vergangenen Jahr stellen die Veranstalter für die diesjährige Gala ein "Krisen-Team" zusammen. "Wir haben ein ganzes Krisen-Team, etwas, was wir noch nie hatten, und viele Pläne aufgestellt", sagt Bill Kramer, Geschäftsführer der Oscar-Akademie, dem "Time"-Magazin. "Wir sind viele Szenarien durchgegangen. Es ist also unsere Hoffnung, dass wir auf alles vorbereitet sind, was wir jetzt noch nicht vorhersehen können, aber dass wir uns darauf vorbereiten, falls es doch passiert."
Bei der Gala im vergangenen Jahr hatte Schauspieler Will Smith dem Komiker Chris Rock auf der Bühne eine Ohrfeige verpasst, nachdem dieser einen Witz über Smiths Ehefrau Jada Pinkett gemacht hatte. Smith entschuldigte sich später. Er wurde für zehn Jahre von Veranstaltungen der Filmakademie, darunter auch Oscar-Verleihungen, ausgeschlossen. Die diesjährige Verleihung der Academy Awards ist für den 12. März geplant.
"Historische Entscheidung": Oman setzt Zeichen für Annäherung an Israel
Mit neuen Regeln für den Flugverkehr setzt nach Saudi-Arabien nun auch der Oman ein Zeichen der Annäherung an Israel. Der Luftraum sei künftig für alle Fluggesellschaften geöffnet, die die Voraussetzungen der Behörde für einen Überflug erfüllten, teilt die Luftfahrtbehörde des Golfstaats mit. Die vage formulierte Erklärung bedeutet, dass nun auch alle kommerziellen Verbindungen von und nach Israel möglich sind und israelische Airlines zudem auch durch den omanischen Luftraum fliegen dürfen.
Israels Außenminister Eli Cohen nennt dies eine "historische und bedeutende Entscheidung für die israelische Wirtschaft und für israelische Reisende" und bedankt sich bei Omans Sultan Haitham bin Tarik. Der Oman und Israel unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Dank der Öffnung des saudischen und omanischen Luftraums könnten sich die Flugzeiten zwischen Israel und Zielen in Asien nun um zweieinhalb Stunden verkürzen, berichten israelische Medien.
Video zeigt Unfall: Radfahrer landet kopfüber im Müllwagen
Ist Ihnen schon einmal etwas Unglaubliches passiert, liebe Leserinnen und Leser? Und falls ja - konnten Sie den Moment zufällig in einem Video einfangen? Im Fall eines Radfahrers im englischen Cornwall ist genau dies geschehen: Der Mann verliert die Kontrolle und landet kopfüber in einem Müllwagen. Ein Glück, dass Autofahrer sein Missgeschick beobachteten …
Homann ruft Backfisch-Artikel zurück
Der Lebensmittelhersteller Homann ruft einen Backfisch-Artikel zurück. Betroffen ist demnach der Artikel "Nordsee Backfisch 170 g + 40 ml Remoulade" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22.03.2023 und den Chargennummern L613, L584 und L598. In einer Vorstufe der Produktion sei es in sehr seltenen Einzelfällen durch ein kurzfristiges technisches Problem zu einem staubförmigen Metallabrieb auf den Fischstücken gekommen, teilt die Homann Feinkost GmbH in Bad Essen bei Osnabrück mit. Verbraucher sollten das Produkt ins Geschäft zurückbringen. Dort werde der Artikel ausgetauscht oder der Preis erstattet.
37-Jähriger soll als falsche Escort-Dame Kunden erpresst haben
Weil er von zwei Interessenten rund 5000 Euro mithilfe einer erfundenen Escort-Dame erbeutet haben soll, steht ein 37-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.
Der Mann, der bei der Staatsanwaltschaft als erwachsener Intensivtäter geführt wird, gab zu Prozessbeginn den Schwindel als angebliche abendliche Begleiterin zu.
Der Mann hatte sich zunächst im April 2022 von einem damals 58-Jährigen über eine Internetplattform als angebliche Escort-Dame buchen lassen. In den folgenden Tagen hatte er sich laut Anklage gegenüber dem Kunden erst als Fahrer der angeblichen Escort-Dame und dann als ihr gekränkter Ehemann ausgegeben. In dieser Rolle habe er "Blut oder Ehre" gefordert und Geld erpresst.
Einige Wochen später habe er per Zettel im Briefkasten des Opfers mit einer Entführung gedroht, was mit einer Zahlung von 2000 Euro zu verhindern wäre. Jedes Mal habe der Kunde gezahlt - insgesamt 4320 Euro.
Der Angeklagte sagte weiter, er habe mit dem Geld seinen damaligen Drogenkonsum finanziert. Die Anklage lautet unter anderem auf räuberische Erpressung und Betrug.
Bericht: Sonderermittler lädt Trumps Tochter vor
Der Sonderermittler für die Untersuchungen gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll Berichten zufolge dessen Tochter Ivanka und ihren Ehemann Jared Kushner vorgeladen haben. Sie sollen vor einer Grand Jury unter anderem zur Rolle Trumps beim Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 aussagen, wie die "New York Times" und andere US-Medien berichten.
Das US-Justizministerium hat im November den Sonderermittler Jack Smith eingesetzt, um die Ermittlungen gegen Trump zu beaufsichtigen. Smith soll sich zum einen mit den Untersuchungen im Zusammenhang mit geheimen Regierungsdokumenten befassen, die Trump nach dem Ausscheiden aus dem Amt in seinem Privatanwesen Mar-a-Lago aufbewahrte. Zum anderen soll sich der Sonderermittler um Ermittlungen zur Attacke auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 kümmern.
Nach Karneval: "Krankenstände sind explodiert"
Nach zwei Pandemiejahren wurde der Karneval im Rheinland gebührend gefeiert - allerdings nicht ganz ohne Folgen: Die Wartezimmer vieler Hausärzte im Rheinland sind voll mit Patienten, die unter Atemwegserkrankungen leiden. "Die Krankheitswelle ist da", sagt eine Sprecherin des Hausärzteverbands Nordrhein. "Erwartungsgemäß sind die Krankenstände explodiert, die Krankmeldungen haben sich in den letzten Tagen verdoppelt."
Die meisten Patienten klagten über Erkältungssymptome. Dabei handele es sich sowohl um klassische Erkältungen als auch Grippe oder Corona. In den nächsten Tagen wird die Zahl der Krankheitsfälle nach Einschätzung des Verbands weiter zunehmen. Grund sei, dass nach dem langen Karnevalswochenende nun auch in den Schulen die Keime weiterverbreitet würden. Für die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein ist es noch zu früh, um belastbare Angaben zu machen, zumal Infekte in der Regel erst einige Tage nach der Ansteckung ausbrächen.
Eklat im Prozess: Klimaaktivist klebt sich an Richtertisch
Im Prozess gegen den Klimaaktivisten Henning Jeschke kommt es zum Eklat: Das Gründungsmitglied der Gruppe "Letzte Generation" springt mitten in der Verhandlung vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten auf und klebt sich am Richtertisch fest. "Ich habe mich festgeklebt. Ich muss es tun, weil wir über Klimanotstand reden müssen", ruft der 23-Jährige lautstark im Saal D107. "Es tut mir leid. Ich muss es tun", so Jeschke. Der Richter verlässt daraufhin den Saal und alarmiert Justizbeamte.
Im Prozess geht es um mehrere Aktionen der Gruppe Letzte Generation in der Zeit von März bis Juni 2022, an denen er sich beteiligt haben soll. Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft Jeschke Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor.
Trump prahlt in Gift-Unglücksort mit McDonald's-Wissen
Ein entgleister Zug sorgte in Ohio für eine immense Umweltkatastrophe - bei einem Besuch des Unglücksortes schafft es Ex-Präsident Donald Trump trotzdem, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Von Dutzenden Kameras begleitet, betritt er eine McDonald's-Filiale mit der Frage: "Was ist eure Spezialität heute?" Anschließend macht der ehemalige Präsident klar: Bei Fastfood macht ihm keiner etwas vor.
Straße vor Moskaus Botschaft in London in Ukraine-Farben bemalt
Mit ihrer Aktion wollen sie Wladimir Putin eine Gedächtnisstütze bauen, schreibt die Gruppe Led by Monkeys auf Twitter. Eine riesige ukrainische Flagge vor der russischen Botschaft in London, soll den russischen Präsidenten daran erinnern, dass das Land, das er seit einem Jahr versucht zu annektieren, "ein unabhängiges Land und ein Volk mit allem Recht auf Selbstbestimmung" ist. Dafür hat die Gruppe aus Aktivisten die Straße vor der russischen Botschaft in England in blau-gelb eingefärbt.
Auf Videos, die im Internet kursierten, war zu sehen, wie Menschen in Overalls mit Schubkarren gelbe und blaue Farbe verschütteten, die von anderen mit Besen verteilt wurden. Die Farbe wurde anschließend von vorbeifahrenden Autos großflächig verteilt. Wie die Metropolitan Police mitteilte, wurden drei Männer und eine Frau wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und der Störung des Straßenverkehrs festgenommen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Robin Grützmacher hat sich seinen Feierabend verdient und ich stehe schon in den Startlöchern. Mein Name ist Sarah Platz - ab jetzt begleite ich Sie durch den "Tag". Schauen wir doch mal, was in der Welt gerade los ist. Falls Sie Kritik oder Anregungen für mich haben, freue ich mich von Ihnen zu lesen. Gerne an: sarah.platz@ntv.de
Los geht's!
Mitarbeiter der EU-Kommission müssen Tiktok-App löschen
Mitarbeitende der EU-Kommission müssen die Social-Media-App Tiktok wegen Sicherheitsbedenken auf ihren Dienstgeräten löschen. Zudem müsse die zu einem chinesischen Konzern gehörende Video-App bis zum 15. März von privaten Geräten entfernt werden, auf denen Apps der EU-Kommission genutzt werden, bestätigte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Donnerstag. Grund für die Entscheidung seien Bedenken mit Blick auf die Cybersicherheit.
Der zum chinesischen Bytedance-Konzern gehörenden Internetplattform Tiktok wird schon lange unzureichende Datensicherheit und ein Mangel an Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer vorgeworfen. Befürchtet wird etwa, dass der chinesische Staat Zugriff auf Tiktok-Daten haben könnte. Tiktok weist das zurück.
Immobilienkonzern-Enteignungen: Linke fürchtet "großen Schaden" für Demokratie
Aus Sicht der Berliner Linke-Landesvorsitzenden Katina Schubert kommt kein Senat an der Umsetzung des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen in der Hauptstadt vorbei. Der Volksentscheid fordere den Berliner Senat auf, einen Gesetzentwurf für die Vergesellschaftung der großen Immobilienkonzerne vorzulegen, sagte Schubert im RBB-Inforadio. "Und an diesen Volksentscheid sind natürlich alle Senate gebunden, ganz egal welcher Färbung." Man könne natürlich sagen: "Das machen wir einfach nicht", so die Linke-Politikerin. "Das wäre allerdings ein großer Schaden für die Prinzipien der direkten Demokratie."
Dass die Regierende Bürgermeisterin und SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey sich im Wahlkampf kritisch zu Enteignungen geäußert hat, sieht Schubert nicht als Hindernis: "Ich gehe davon aus, dass man sich in Sondierungsgesprächen auch aufeinander zubewegt." In Berlin ist die CDU zwar klarer Sieger der Wiederholungswahl um das Berliner Abgeordnetenhaus, SPD, Grüne und Linke streben dennoch eine Fortsetzung ihrer Koalition an.
Model Gisele Bündchen ist kaum wiederzuerkennen
Nach der Trennung von NFL-Star Tom Brady hat sich Gisele Bündchen in sehr verändertem Look für die neue Ausgabe der italienischen "Vogue" ablichten lassen. Auf dem Cover ist das Model kaum wiederzuerkennen: Von ihren langen, blonden Haaren hat sich die 42-Jährige verabschiedet.
Für die Ausgabe, die am 28. Februar erscheint, hat sich Bündchen in ein rotes Kleid mit durchsichtigen Fledermausärmeln von Valentino gehüllt. Die farblich dazu passenden Nägel, Lippen und feuerroten Haare sowie dünn gezupften Augenbrauen runden das auffällige Outfit ab. Dazu trägt sie Ohrringe von Kenneth Jay Lane und Armbänder von Patricia von Musulin. Ihre Haut schimmert fast weiß, dunkel geschminkte Augen sorgen für einen harten Kontrast.
In der Fotoserie, für die sie laut der Zeitschrift "in einem neuen Gewand" abgelichtet wurde, probiert Bündchen eine Reihe weiterer auffälliger Frisuren aus. Darunter einen platinblonden Bob zu einem hellblauen Blazerkleid von Thom Browne, eine riesige, gepunktete Schleife am Rücken sorgt für das gewisse Etwas.
"Spitze des Eisbergs" - Giftige Chemikalie überall in Deutschland nachgewiesen
Laut Recherchen von "SZ", NDR und WDR wurden an mehr als 1500 Orten in Deutschland Verunreinigungen mit der Ewigkeitschemikalie PFAS nachgewiesen. Nach Einschätzung des Umweltbundesamts sollen viele weitere Orte zudem noch unbekannt sein. "Was wir sehen, ist vermutlich die Spitze des Eisberges", heißt es in einer Antwort von Präsident Dirk Messner an die "SZ".
PFAS ist die Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Einige wenige PFAS sind bereits weitgehend verboten, weil sie als gefährlich für die Gesundheit gelten. Die Stoffe können sich in der Umwelt anreichern und werden nur sehr langsam abgebaut. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften - die Stoffe sind unter anderem sehr stabil und öl- wie auch wasserabweisend - werden sie breit verwendet. Sie finden sich in Alltagsgegenständen wie Anoraks, Pfannen und Kosmetik, sind aber auch Teil von Industrieprozessen und technischen Anwendungen. Auf EU-Ebene wird ein weitgehend vollständiges Verbot der Stoffgruppe angestrebt.
Junge Mutter soll Säugling misshandelt haben - Kind tot
Der nächste schlimme Fall um ein kleines Kind nach dem Tod einer Fünfjährigen in Berlin am Dienstag: Eine 22-jährige Frau steht in Nordrhein-Westfalen unter Verdacht, ihr sechs Monate altes Baby misshandelt zu haben. In der Folge starb das Mädchen am Mittwoch in einer Klinik in Essen, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Eine Mordkommission ermittelt gegen die Frau wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
Demnach hatte die Frau am Montagabend wegen eines medizinischen Notfalls bei ihrem Säugling die Rettungskräfte alarmiert. Das Kind wurde in der Essener Universitätsklinik notoperiert. Sein Zustand blieb lebensbedrohlich. Wegen Anzeichen von Misshandlung des Babys schaltete die Klinik die Polizei ein. Noch in der Nacht wurde eine Mordkommission eingerichtet. Das Kind starb am Mittwoch.
Der Verdacht gegen die 22-jährige Mutter erhärtete sich während der Ermittlungen. Ein Richter erließ Haftbefehl. Die Ermittlungen dauerten an.
Bericht: Abitur in Deutschland soll vereinheitlicht werden
Die Kultusminister von Bund und Ländern planen einem Bericht zufolge, das Abitur in Deutschland zu vereinheitlichen. Bundesweit solle die Zahl der Leistungskurse von bisher bis zu vier auf bis zu drei reduziert werden, berichtete der Fachinformationsdienst Table.Media unter Verweis auf einen Entwurf des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Zahl der verpflichtenden Halbjahreskurse solle zudem auf einheitlich 40 erhöht werden.
Mitte März solle das Papier von den Ministern verabschiedet werden und ab 2025 bundesweit für alle Abiturjahrgänge gelten, hieß es. Ein KMK-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass innerhalb des Gremiums über eine Vereinheitlichung des Abiturs gesprochen werde. Details nannte er jedoch nicht.
Löwin haut aus Tiertransporter ab - Besitzer merkt nichts
In Südafrika ist zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen eine große Raubkatze in einer Wohngegend entlaufen. Am Donnerstagmorgen war nach Polizeiangaben eine ausgewachsene Löwin auf einer Landstraße nahe der Ortschaft Stella in der Nord-West-Provinz aus einem Tiertransportlaster ausgebüxt. Der Besitzer habe den Verlust der Raubkatze erst bemerkt, als er gut eine Stunde später in einem Naturschutzgebiet angekommen sei, hieß es. Behörden sind demnach auf der Suche nach der Löwin. Bürger seien zur Vorsicht angehalten und umliegende Landwirte informiert worden.
Ende Januar war bereits ein privat gehaltener Tiger in der Millionenstadt Johannesburg ausgebrochen und auf einem Bürogelände des Vorortes Edenvale gesichtet worden. Zwei Wochen zuvor war ein weiterer Tiger im Johannesburger Vorort Walkerville entlaufen. Die weibliche Raubkatze hatte einen Mann angegriffen sowie mehrere Tiere attackiert und getötet.
Fake-Hitler-Tagebücher werden veröffentlicht
Auch 40 Jahre später sorgt einer der größten deutschen Presseskandale immer noch für Aufsehen und Faszination: Der NDR veröffentlicht heute um 18 Uhr die kompletten 60 Bände in einer kritischen Ausgabe im Internet. Den Text begleite zudem ein wissenschaftlicher Kommentar des Berliner Historikers Hajo Funke, teilte der NDR mit. Erstmals werde dadurch in vollem Umfang die Absicht der Fälschung deutlich, die NS-Geschichte neu zu deuten und zu verharmlosen.
Der "Stern" hatte im April 1983 die angeblichen Tagebücher Adolf Hitlers als vermeintliche Sensation veröffentlicht. Wenige Tage später stellten sie sich als Fälschung heraus. Angefertigt hatte die Bücher der Kunstfälscher Konrad Kujau, der laut NDR-Recherchen tiefer in ein neonazistisches Umfeld verstrickt gewesen sein soll, als dies bislang bekannt war.
Es gibt übrigens sogar eine Serie über die Fälschung mit dem Namen "Faking Hitler", die bei RTL+ zu sehen ist. Auch der Satirefilm "Schtonk!" aus den 90ern beschäftigt sich mit dem Thema.
In Polizeizelle verstorbener Asylbewerber Oury Jalloh: Keine neuen Ermittlungen
Polizei und Staatsanwaltschaft müssen keine neuen Ermittlungen zum Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle aufnehmen. Die Einstellung der Ermittlungen verstieß nicht gegen das Grundgesetz, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem jetzt veröffentlichten Beschluss entschied.
Jalloh war am 7. Januar 2005 verbrannt in einer Zelle des Polizeireviers Dessau in Sachsen-Anhalt gefunden worden. Angehörige bezweifeln, dass er seine Matratze selbst angezündet haben soll. Dennoch wurden die Ermittlungen 2018 eingestellt. Das Oberlandesgericht (OLG) des Landes Sachsen-Anhalt in Naumburg lehnte im Oktober 2019 eine Beschwerde zur Wiederaufnahme der Ermittlungen ab. Das Bündnis "Death in Custody" zählt über 200 Todesfälle von Schwarzen Menschen in Gewahrsam in Deutschland seit 1990.
Ein Jahr nach Kriegsbeginn: Dramatische Entwicklung bei Energiepreisen
Überraschen wird diese Nachricht keinen mehr, die jetzigen Zahlen verdeutlichen jedoch nochmal die Lage: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich Energie in Deutschland auf breiter Front verteuert. Die Einfuhr von Energie kostete mehr, die Verkaufspreise der Hersteller stiegen ebenso wie die Preise, die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen müssen, wie aus veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Die Einfuhr von Gas kostete im Januar des laufenden Jahres 24,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Mineralölerzeugnisse waren 14,6 Prozent teurer. Der Import von Strom verteuerte sich sogar um 45,7 Prozent.
Die Erzeugerpreise für Energie, die die Verkaufspreise der Hersteller abbilden, waren trotz zuletzt rückläufiger Tendenz im Januar um 32,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Am deutlichsten fiel die Preissteigerung bei Erdgas (plus 50,7 Prozent) und Strom (27,3 Prozent) aus. Mineralölprodukte wie Heizöl oder Kraftstoffe kosteten im Januar 12,6 Prozent mehr.
Paris Hilton gibt Namen ihres Sohnes bekannt - und feiert sich
US-Realitystar und Mutter Paris Hilton hat den Namen ihres Sohnes bekannt gegeben. "Er heißt Phoenix Barron Hilton Reum", sagte die 42-Jährige in ihrem Podcast "This is Paris". Der Name sei ihr schon vor mehr als einem Jahrzehnt eingefallen, erklärte sie. Damals sei sie Ortsnamen durchgegangen, die zu ihrem eigenen Namen passen könnten. "Ich glaube wirklich, dass Namen eine Macht haben."
"Es ist so ein schöner Name, er ist so einzigartig", schwärmte Hilton. Phoenix stehe nicht nur für die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, sondern auch - nach dem mythischen Vogel, der aus seiner Asche neu aufersteht - für "Hoffnung, Wiedergeburt und Verwandlung". Hilton und ihr Mann Carter Reum hatten im Januar bekannt gegeben, dass sie per Leihmutterschaft Eltern geworden sind. Mit dem Kind fühle ihr Leben sich so komplett an, schwärmt Hilton nun: "Ich liebe dieses Baby einfach so sehr."
Netzagentur und Energiebranche blicken mit Sorge auf kommenden Winter
Die Bundesnetzagentur und die Energiebranche blicken weiterhin mit Sorge auf die Energieversorgung im kommenden Winter. "Ich möchte noch nicht von Optimismus für den Winter 23/24 sprechen", sagte der Chef der Netzagentur, Klaus Müller, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir müssen Vorsorge auch für einen sehr kalten Winter treffen", fuhr er fort. Privathaushalte und Unternehmen müssten weiterhin Gas sparen.
Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schaut mit Sorge auf die Zeit nach dem Sommer. "Wir sind mit Blick auf den nächsten Winter 2023/2024 noch nicht vollständig über den Berg", sagte Verbandschefin Kerstin Andreae den Zeitungen. Sie forderte, Gaslieferungen noch breiter zu diversifizieren, die LNG-Infrastruktur auszubauen und Energie einzusparen.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hingegen ist zuversichtlich, dass die Gasmengen in Deutschland auch für den nächsten Winter gut reichen werden. Bei den Speicherständen gebe es „keine schlechtere“ Ausgangslage als in den Vorjahren, so Habeck im „Frühstart“ von ntv.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
der politische Aschermittwoch ist vorbei - und brachte uns gestern einige Schlagabtäusche. Manche davon waren polemisch, andere hingegen hatten Hand und Fuß. Auch die Reden von US-Präsident Biden und Russlands Machthaber Putin wirkten noch nach, sie konnten unterschiedlicher nicht sein. Während Biden die Ukrainer ins Zentrum stellte, leistete sich Putin einen vielsagenden Gestik-Patzer und wurde nervös.
Wie gestern bereits angekündigt, geht heute in New York die UN-Vollversammlung mit zahlreichen Außenministern zum Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine weiter, an deren Ende über eine Resolution abgestimmt werden soll. Die weiteren Themen an diesem Donnerstag:
In Deutschland findet die Fortsetzung der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst statt, es geht um mehr Geld für 2,5 Millionen Beschäftige. Die Gewerkschaften hatten zuletzt mit immer weiteren Streiks gedroht, sollten die Forderungen nicht erfüllt werden
Und auch die Bahn und Gewerkschaft EVG stehen vor einer harten Tarifrunde in Fulda. Kommt es zu keiner baldigen Einigung, soll es ebenfalls Streiks geben. Bei vielen Reisenden könnte das zu Frust führen
Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe diskutiert zudem über die geplante Reform zur Finanzierung und Neuordnung der Krankenhäuser in Deutschland
Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in der Ukraine: Das Internationale Ermittlerteam bei Eurojust informiert über den Stand der Untersuchungen
Und das Statistische Bundesamt äußert sich nach einem Jahr Krieg in der Ukraine zur Entwicklung der Energiepreise im Jahr 2022
Mein Name ist Robin Grützmacher, ich begleite Sie heute erneut bis 14 Uhr an dieser Stelle durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann freue ich mich über eine Nachricht per Mail an dertag@ntv.de
Der Winter hat noch nicht aufgegeben - Kaltfront im Anmarsch
Am Donnerstag verhängen graue Wolken fast deutschlandweit den Himmel. Verbreitet fällt Regen, wenn auch nicht viel. Einige wenige Lichtblicke gibt es im äußersten Osten sowie Richtung Freiburg und an der Nordsee. Die Temperaturen dazu liegen zwischen sieben und 15 Grad.
Ab Freitag dann zieht eine Kaltfront über Deutschland. Im Norden oder den Mittelgebirgen kann Schnee fallen.
Nach tödlichstem Armee-Einsatz seit 2005: Palästinenser schießen Raketen auf Israel
Einen Tag nach der Tötung von elf Palästinensern bei einem israelischen Militäreinsatz im Westjordanland haben sich beide Seiten erneut mit Raketen angegriffen. Vom Gazastreifen wurden am frühen Donnerstagmorgen mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, wie Augenzeugen in dem Palästinensergebiet und die israelische Armee mitteilten. Kurz darauf flog Israel Luftangriffe auf Ziele in dem Palästinensergebiet. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.
Nach Armeeangaben waren zuvor sechs Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Fünf seien vom israelischen Abwehrschirm abgefangen worden und eine in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Zu den Raketenangriffen bekannte sich die militante Palästinensergruppe Islamischer Dschihad. Es handelte sich demnach um eine Vergeltungsaktion für den tödlichsten israelischen Armeeeinsatz im besetzten Westjordanland seit dem Jahr 2005 vom Mittwoch mit elf Toten und mehr als 80 Verletzten.
Psychische Erkrankungen immer größeres Thema bei Arbeitnehmern
Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland müssen wegen einer psychischen Erkrankung eine Rehabilitation in Anspruch nehmen. Dies geht aus Daten der Deutschen Rentenversicherung hervor, aus denen das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Habe der Anteil an bewilligten Rehabilitationen wegen psychischer Erkrankung im Jahr 2002 noch bei 9,7 Prozent gelegen, so sei er im vergangenen Jahr auf 18,8 Prozent geklettert.
Insgesamt wurden demnach 2022 rund 171.000 medizinische Rehas wegen psychischer Erkrankungen bewilligt. In diese Zahlen seien Suchterkrankungen nicht eingerechnet. Zum Vergleich: 2002 waren es nur 92.000 Rehas wegen psychischer Erkrankungen - ebenfalls ohne Suchterkrankungen. Bei Frauen und Männern seien Depressionen und Angsterkrankungen die häufigsten Behandlungsursachen, hieß es dem Bericht zufolge von der Rentenversicherung.
Rat und Nothilfe
Katzen auf Dächern, Goldfisch im Abfluss - Zyklon bringt Haustiere in Not
In Neuseeland sind durch Zyklon "Gabrielle" nicht nur Menschen, sondern auch viele Haustiere in Not geraten. "Die Zerstörung ist verheerend. Katzen werden von Dächern gerettet, Hunde werden aus Schlamm und Hochwasser gezogen und wir haben sogar einen Goldfisch aus einem Regenwasserabfluss geholt", sagte der Tierschutzbeauftragte Robert Leach vom Internationalen Tierschutz-Fonds. Die Organisation unterstützt vor Ort die lokale NGO "Helping You Help Animals" (HUHA).
HUHA hat in der Stadt Hastings in der besonders verwüsteten Region Hawke's Bay ein provisorisches Tierheim eingerichtet, wo vor allem viele Katzen und Hunde versorgt und behandelt werden. "Inmitten all der Zerstörung ist es herzerwärmend, Haustiere wieder mit ihren Besitzern zu vereinen", erklärte Leach. Die Szenen seien häufig sehr emotional. Viele Vierbeiner kämen in der Einrichtung aber auch vorübergehend unter, weil ihre Besitzer in den Fluten ihr gesamtes Hab und Gut verloren hätten, hieß es. "Gabrielle" hatte in der vergangenen Woche auf der Nordinsel Neuseelands gewütet. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben. Die Schäden sind riesig.
Irre Kunden bringen "Tankstellenlady" zum Ausflippen
Diese Norddeutsche hat das Medium Tiktok mehr als verstanden: "Tankstellenlady" Esra Cayir aus dem niedersächsischen Oldenburg folgen dort inzwischen 1,8 Millionen Menschen. In nachgestellten Szenen erzählt die gebürtige Lübeckerin von skurrilen Situationen, die sie in ihrem Arbeitsalltag in einer Tankstelle erlebt. Mit dem Job finanzierte sie ihr Studium, nun ist sie fertig - doch wie lange sie noch in der Tankstelle arbeiten werde, wisse sie nicht, so die Wirtschaftsjuristin. Irgendwann habe sie angefangen, skurrile Begebenheiten zu notieren und diese nach Feierabend auf lustige Weise mit ihrem Smartphone an ihrem Arbeitsplatz als "Tankstellenlady" nachzudrehen, sagte Cayir.
In den Szenen spielt sie die Kunden und sich selbst. Gleich eines ihrer ersten Videos sei viral gegangen. Dabei ging es um eine Kundin, die gefragt habe, ob sie auch Zigaretten verkaufe - während Esra Cayir vor einem großen Zigarettenregal stand. In einem anderen Video fordert ein Kunde Esra Cayir auf, den Preis für Super umzustellen, weil dieser ihm zu teuer sei. In einem weiteren Clip spielt die Lübeckerin einen älteren Mann nach, der vor ihrem Verkaufstresen spontan Breakdance-Einlagen vollführt, woraufhin sich die "Tankstellenlady" das Lachen gehörig verkneifen muss.