Donnerstag, 12. September 2019Der Tag

mit Janis Peitsch
22:36 Uhr

Das war Donnerstag, der 12. September 2019

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(Foto: imago images / Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Donnerstagabend, das Wochenende naht. Es war mir wieder eine Freude, Sie im "Tag" unterhalten und informieren zu dürfen. Bevor ich es vergesse - der Überblick:

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht. Machen Sie's gut!

22:16 Uhr

Russland will möglichen US-Spion mit Interpol suchen lassen

Ein Russe mit direktem Zugang zu Präsident Putin soll über mehrere Jahre den US-Geheimdienst CIA mit Informationen versorgt haben. Als dem Mann 2017 die Enttarnung droht, wird er aus dem Land gebracht. Der Kreml will den Agenten nun mithilfe von Interpol ausfinding machen.

  • Mit einer entsprechenden Anfrage will das russische Außenministerium herausfinden, ob sich der frühere Mitarbeiter in den USA aufhält, sagte Sprecherin Maria Sacharowa.
  • Wenn US-Medien zwei Jahre nach dem Verschwinden des Mannes berichten, dass er sich in Amerika aufhalte, dann müssten "solche Dinge nach den entsprechenden Verfahren und Regeln überprüft werden", sagte sie der Agentur Tass.
21:50 Uhr

E-Bike-Akku setzt Wohnhaus in Brand

Da sage noch mal jemand E-Bikes seien gut für die Umwelt: In Mainz hat der Akku eines ebensolchen Fahrrades einen Wohnausbrand ausgelöst und das Gebäude vorerst unbewohnbar gemacht.

Verletzt wurde bei dem Feuer aber niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Eine Bewohnerin habe sich ins Freie retten können. Das Rad stand demnach im Innenhof. Das Feuer habe dann teils auf das Gebäude übergegriffen. Zur Höhe des Schadens machte die Feuerwehr keine Angaben.

21:10 Uhr

Darum griff Jan Hofer während der Tagesschau zum Smartphone

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(Foto: Screenshot Tagesschau)

Tagesschau-Sprecher Jan Hofer ist immer für eine Überraschung gut: Anfang des Jahres schockte der 69-Jährige die Zuschauer mit einem Schwächeanfall vor laufender Kamera. Vergangenen Monat feixte er mit Kollege Boetzkes über Bitcoins und Immobilien. Dabei vergaßen beide, dass die Mikrofone noch aktiv waren.

In der heutigen 20-Uhr-Ausgabe sorgte Hofer erneut für irritierte Gesichter. Zum Abschluss der Sendung drehte sich der Wahlhamburger mit dem Rücken zur Kamera und hielt sein Smartphone in die Luft. Etwa wieder eine Panne? Die Auflösung präsentierte Hofer wenig später auf Instagram.

Der Grund: Hofer wollte mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass die Tagesschau mittlerweile  über eine Million Fans auf Instagram hat.

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20:45 Uhr

West-Nil-Virus breitet sich weiter in Deutschland aus

Das von Stechmücken übertragene West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus den Tropen. Im vergangenen Jahr wurde der Erreger jedoch erstmals auch in Deutschland nachgewiesen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts breitet sich das Virus hierzulande nun weiter aus.

  • Von Anfang Juli bis Mitte September sei die Virusinfektion bei 5 Pferden und 37 Vögeln festgestellt worden.
  • Mit weiteren Erkrankungsfällen bei Pferden wie bei Vögeln sei zu rechnen.
  • Die Fachleute nehmen daher an, dass das Virus in heimischen Mücken überwintert hat.

In Deutschland hat sich bislang noch kein Mensch mit dem Virus angesteckt. Trotzdem ist Vorsicht geboten: In Süd- und Osteuropa starben im vorigen Jahr rund 180 Menschen am West-Nil-Fieber, mehr als 2000 erkrankten.

20:22 Uhr

Facebook deaktiviert Netanjahus Chatbot

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Netanjahu schiebt alle Schuld auf einen Mitarbeiter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein klassischer Fall von "auf der Computermaus ausgerutscht"? Mitten im israelischen Wahlkampf hat Facebook den Chatbot von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für 24 Stunden gesperrt. Das automatische Programm soll eine Hetzbotschaft versendet haben.

Laut Berichten hatten Besucher von Netanjahus Facebook-Profil eine automatische Nachricht erhalten, der unter anderem vor einer linksorientierten Regierung warnte aus "Arabern, die uns alle zerstören wollen - Frauen, Kinder und Männer - und einen atomaren Iran erlauben, der uns töten wird".

Netanjahu versicherte im israelischen Rundfunk, dass nicht er, sondern ein Mitarbeiter seines Wahlkampfbüros den umstrittenen Eintrag verfasst habe. "Der Fehler wurde rasch behoben", sagte der Regierungschef. Zudem distanzierte er sich von Anfeindungen gegen die arabische Minderheit in seinem Land.

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19:44 Uhr

Sechsjähriger will Vater mit Auto abholen und baut Unfall

Ein Sechsjähriger hat in Lübeck versucht, seinen Vater mit dem Familienauto von der Arbeit abzuholen. Glücklicherweise nahm die Fahrt ein Ende, bevor sie richtig begann.

Wie die Polizei berichtet, nahm der Junge den Wagenschlüssel, setzte sich hinter das Steuer des Autos, schnallte sich an - und rollte mit dem Fahrzeug direkt gegen eine Laterne.

An Auto und Laterne entstand nur leichter Schaden. Das unverletzte Kind lief allerdings vor lauter Schreck davon und wurde erst nach knapp einer Stunde von hinzugerufenen Polizisten wiedergefunden.

Nach Angaben der Polizei hatte der Junge anscheinend oft genug die notwendigen Abläufe vor Abfahrt bei seinen Eltern abgeschaut. Den eingesetzten Polizisten gegenüber gab der Knirps "sein heiligstes Ehrenwort", erst wieder Auto zu fahren, wenn er einen Führerschein hat.

18:36 Uhr

Delfine im Ärmelkanal mit Schadstoffen belastet

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(Foto: picture alliance / Orestis Panag)

Eine beunruhigende Nachricht: Wissenschaftler haben bei Untersuchungen von Delfinen im Ärmelkanal erhöhte Schadstoff-Werte festgestellt. Besonders die Anteile von Quecksilber und giftigen Chlorverbindungen (PCB) in Haut und Fett der Tiere seien besorgniserregend, heißt es in einer Studie im Fachmagazin "Scientific Reports".

Den Autoren zufolge zählen die gemessenen Quecksilber-Werte zu den höchsten, die jemals bei großen Delfinen festgestellt wurden. Auch die PCB-Belastung ist demnach hoch: Die für Tiere giftigen Chlorverbindungen gelten als eine der Ursachen für den Rückgang von Walen in Europa. Obwohl die Schadstoffe vor gut 50 Jahren verboten wurden, sind sie noch immer in den Gewässern nachzuweisen.

Die Forscher empfehlen nun, das Gebiet zu einer Schutzzone zu machen.

18:01 Uhr

Amateurfilmer nach Dreh von Horrostreifen vor Gericht

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Jason Voorhees diente für die Amateurfilmer als Vorbild.

(Foto: imago/Prod.DB)

Stellen Sie sich vor, Sie laufen eines Nachts durch die Stadt. Plötzlich taucht vor Ihnen eine Gestalt mit Hockeymaske und einer großen Machete auf. In der französischen Stadt Nancy ist genau dies passiert.

  • Wegen dem Dreh eines Horrorfilms müssen sich derzeit zwei Franzosen in der Stadt vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, Passanten auf gemeingefährliche Weise erschreckt zu haben.
  • Die Männer lauerten Passanten mit einer Maske und einer Waffenattrappe auf, wie die Polizei mitteilte. Ein Betroffener rief verängstigt die Polizei und musste von Sanitätern betreut werden.
  • Die Amateurfilmer hatten sich die Figur Jason Voorhees aus dem Horrofilm "Friday 13" zum Vorbild genommen.
18:01 Uhr

Rowdy-Radfahrer schlägt Fußgänger zu Boden

Da brummt der Schädel: Ein Fahrradfahrer hat an einer Straßenkreuzung in London fast einen Fußgänger umgefahren. Doch statt sich zu entschuldigen, streckte der Rowdy den Passanten mit einem Kopfstoß nieder. Nun sucht die Polizei mit einem Video nach dem Übeltäter.

 

17:28 Uhr

Zoll beschlagnahmt Giftschlangen am Wiener Flughafen

Dass Kriminelle Drogen oder Bargeld per Flugzeug schmuggeln, ist bekannt. Doch mittlerweile werden auch exotische Tiere illegal in andere Länder geschleust. Am Flughafen Wien haben Zollbeamte nun fast 90 Reptilien in einem Koffer sichergestellt, darunter giftige Kobras, Warane und Geckos.

  • Der Besitzer des Koffers gab an, die Tiere auf einer Reptilienmesse in Deutschland weiterverkaufen zu wollen.
  • Der Mann war von Manila über Doha nach Wien geflogen. Auf die verdächtigen Röntgenbilder seines Gepäcks angesprochen, gab er zu, Giftschlangen im Koffer zu befördern.
  • Der Zoll zog daraufhin Experten hinzu, die das Gepäckstück öffneten. Darin befanden sich unter anderem zwei Samar-Kobras, 18 Bindenwarane, Bambusvipern und 40 Smaragdgeckos.
  • Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen Schmuggel und Verstoß gegen das Artenhandelsgesetz.
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16:53 Uhr

Viele Polen befürworten Reparationsforderungen

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Hitler beim Besuch der Westerplatte nach dem Überfall auf Polen 1939.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als die Hälfte der Polen unterstützt laut einer Umfrage die Entschädigungsforderungen ihres Landes an Deutschland. Demnach finden 58 Prozent der Befragten, dass Deutschland eine Wiedergutmachung für die Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs zahlen sollte, ergab eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Pollster im Auftrag der polnischen Boulevardzeitung "Super Express". Dagegen hält fast jeder fünfte Pole (18 Prozent) Reparationszahlungen nicht für nötig, weitere 24 Prozent der Befragten haben zu dem Thema keine Meinung.

"Die Polen fragen sich, wie es sein kann, dass unsere Nachbarn heute in einem der reichsten Länder der Welt leben, uns beraubt und Millionen unserer Landsleute ermordet haben und keine Konsequenzen davon getragen haben", sagte der polnische Reparations-Beauftragte Arkadiusz Mularczyk dem Blatt. Mularczyk leitet eine Arbeitsgruppe des polnischen Parlaments, die die Ansprüche gegenüber Berlin untersucht. Der Bericht der Arbeitsgruppe soll im Herbst vorgelegt werden.

16:25 Uhr

Schulbusfahrer gesteht sexuellen Missbrauch von Kindern

Vor dem Landgericht Ravensburg hat ein Schulbusfahrer den sexuellen Missbrauch von Kindern eingeräumt. "Was ich gemacht habe, war scheiße", sagte der 26-Jährige zum Prozessbeginn.

  • Laut Anklage hatte der Mann seine Opfer bei der Arbeit kennengelernt und sich in seiner Freizeit mit ihnen verabredet.
  • Der 26-Jährige gab Oralverkehr mit Kindern, das gemeinsame Schauen von Pornos oder das Versenden von intimen Fotos per Smartphone zu.
  • Bei den Opfern handelt es sich um sechs Jungen und ein Mädchen zwischen 12 Jahren und 18 Jahren.
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16:05 Uhr

Salmonellengefahr: Lidl ruft Salat-Mix zurück

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Kunden erhalten bei Rückgabe den Kaufpreis erstattet.

(Foto: LIDL)

Der Discounter Lidl hat Nuss-Frucht-Mischungen für Salate aus dem Verkauf genommen. "Im Rahmen von Eigenuntersuchungen wurden Salmonellen nachgewiesen", teilte das Unternehmen mit.

Betroffen ist das Produkt "Alesto Salat Mix mit Kernen und Früchten, 175 mg" der Firma nutwork Handelsgesellschaft mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13.04.2020 und der Losnummer L1823161.

  • Die betroffenen Packungen wurden ausschließlich bei Lidl in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz verkauft.
  • Kunden können das Produkt in allen Filialen zurückgeben, sie erhalten den Kaufpreis erstattet.
  • Salmonellen können zu Durchfall, Übelkeit oder auch Erbrechen führen. Bei Kleinkindern und älteren Menschen kann der Durchfall den Körper lebensgefährlich austrocknen.
15:33 Uhr

Er musste ihre Füße küssen: Prinzessin wegen Gewalt gegen Klempner verurteilt

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Auch der Leibwächter der Prinzessin wurde verurteilt.

(Foto: AP)

Weil sie einen Handwerker misshandeln und demütigen ließ, ist die arabische Prinzessin Hassa bint Salman in Paris zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Strafgericht verhängte zudem eine Geldstrafe von 10.000 Euro gegen die Tochter des saudiarabischen Königs Salman.

  • Die Schwester des Kronprinzen Mohammed bin Salman war 2016 mit einem Handwerker in Streit geraten, der in ihrer luxuriösen Pariser Wohnung einen Waschtisch reparieren sollte.
  • Laut Gericht wies die Prinzessin ihren Leibwächter an, den Arbeiter zu schlagen und stundenlang festzuhalten. Der Handwerker musste demnach sogar die Füße der Prinzessin küssen.
  • Der Leibwächter der Prinzessin wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung und 5000 Euro Geldstrafe verurteilt.
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14:53 Uhr

Zwei tote Deutsche in dänischem Ferienhaus gefunden

In einem Ferienhaus in der dänischen Gemeinde in Arrild sind die Leichen von zwei älteren Deutschen gefunden worden. Erste Untersuchungen gaben keinen Aufschluss über die Todesursache, weshalb die Polizei die Todesfälle routinemäßig als verdächtig einstuft.

  • Weitere Einzelheiten zu dem Fall wollte die Polizei nicht mitteilen.
  • Das Alter der Personen und ob es sich um Urlauber handelt, ist nicht bekannt.
  • Techniker und Hundepatrouillen durchsuchten das Gebiet rund um das Ferienhaus.
  • Die Gemeinde Arrild liegt bei Toftlund, rund 30 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
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14:22 Uhr

Landesweite Razzien gegen Kreml-Kritiker

Die russische Polizei hat Dutzende Büros und Wohnungen von Unterstützern des Oppositionsführers Alexej Nawalny durchsucht. Es seien quer durchs ganze Land in mindestens 39 Städten mehr als 150 Adressen betroffen, sagte ein Vertrauter des Kreml-Kritikers. Nawalny selbst warf den Behörden "Hysterie" vor und sprach vom "größten Polizeieinsatz in der Geschichte des modernen Russlands".

Bereits im August hatte die Justiz Ermittlungen gegen Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK eingeleitet. Gegen den Fonds wurde der Verdacht erhoben, Geldwäsche betrieben zu haben. Die Zeitung "The Bell" vertrat die Ansicht, die Polizei-Razzien sollten verhindern, dass sich der Wirkungskreis von Nawalnys Stiftung in die Provinz ausweitet. So sollten künftige Wahlniederlagen Kreml-treuer Kandidaten verhindert werden.

Bei der Kommunalwahl am Sonntag hatte Präsident Wladimir Putin in der Hauptstadt Moskau einen deutlichen Dämpfer bekommen: Die Kreml-treuen Kandidaten errangen nur noch 25 von 45 Sitzen im Stadtparlament, 13 weniger als vor fünf Jahren.

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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

Meine Kollegen Christian Herrmann und Sebastian Huld verabschieden sich in den Feierabend. Bis zum Abend werde ich Sie im "Tag" mit den neuesten Nachrichten versorgen.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik dürfen Sie mir gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de schreiben.

Los geht's.

13:53 Uhr

EU-Gericht weist Klage gegen genveränderte Bohne ab

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Industrieller Sojabohnen-Anbau in Brasilien

(Foto: picture alliance/dpa)

Produkte mit einer genveränderten Sojabohne der Bayer-Tochter Monsanto dürfen in der Europäischen Union weiter verkauft werden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg wies die Klage von drei Nichtregierungsorganisationen gegen die Zulassung zurück.

Die Brüsseler EU-Kommission hatte den Vertrieb von Lebens- und Futtermitteln, die die Bohne MON 87701 × MON 89788 enthalten, 2012 erlaubt. Die Kläger argumentierten, gesundheitliche Risiken seien vor der Zulassung nicht ausreichend geprüft worden.

Die Bohne von Monsanto wurde genetisch verändert. Sie ist einerseits für Schädlinge unattraktiv und andererseits unempfindlich für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Seit 2013 wurden laut Bayer 73,6 Millionen Hektar in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay damit bepflanzt.

13:32 Uhr

21-jährige Palästinenserin bei "Dämonenaustreibung" erschlagen

Der gewaltsame Tod einer jungen Palästinenserin hat Empörung in sozialen Medien in der arabischen Welt und Proteste ausgelöst. Die 21-jährige Isra Ghraib sei im vergangenen Monat von ihren zwei Brüdern und einem Schwager bei einer "Dämonenaustreibung" erschlagen worden, teilte der palästinensische Generalstaatsanwalt Akram Chatib nach Abschluss einer Untersuchung mit.

In sozialen Medien hatte es geheißen, die junge Frau sei von ihrer Familie vermeintlich im Namen der Ehre ermordet worden. Chatib sagte jedoch, der Fall werde nicht als sogenannter "Ehrenmord" eingestuft. Die Männer sollten wegen Totschlags angeklagt werden. Nach Medienberichten hatte die junge Frau auf Facebook ein Bild gepostet, das sie mit ihrem Verlobten in einem Café zeigte. Dies habe in ihrer nahe Bethlehem lebenden Familie Empörung ausgelöst.

13:24 Uhr

Klimaaktivisten stören Merkels IAA-Besuch

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Die IAA hatte in Erwartung von Protesten eigens ihr Sicherheitskonzept verschärft.

(Foto: REUTERS)

Die Automesse wurde in diesem Jahr von Protesten von Umweltschützern begleitet, denen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht entkam: Während Volkswagen-Chef Herbert Diess ihr den VW-Stand zeigte, stiegen mehrere junge Leute auf Autodächer und entfalteten gelbe Transparente der Umweltorgansiation Greenpeace.

Mit Trillerpfeifen verschafften sie sich Gehör: "Frau Merkel, glauben Sie nicht den Lügen der Autoindustrie", rief eine junge Frau. Die Bundeskanzlerin zeigte sich unbeeindruckt und ging mit dem Tross weiter zum Stand der Volkswagen-Tochter Audi.

13:01 Uhr

Rassist verletzt in Bielefeld Schüler mit Reizgas

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Mann hat am Bielefelder Hauptbahnhof Reizgas versprüht, weil er sich von einer Schülergruppe aus Köln gestört fühlte. Elf Menschen - darunter zehn Kinder - mussten vorsorglich ins Krankenhaus, wie die Bundespolizei berichtete. Die Schulklasse war gerade aus einem Zug ausgestiegen und wollte weiter zu einer Jugendherberge.

Der alkoholisierte 39-Jährige habe zudem erklärt, er sei Rassist, berichtet die "Neue Westfälische" unter Berufung auf Bundespolizeisprecher Carsten Bente. Er habe die Tat eingeräumt und bekommt jetzt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Bahnverkehr war nicht betroffen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet.

12:37 Uhr

Lkw-Fahrer mit Socken und defekter Bremse gestoppt

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Wegen der Socken-Fahrweise erhielt der Mann zudem eine Anzeige bei der Berufsgenossenschaft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei hat bei Neubrandenburg einen Lkw-Fahrer gestoppt, der seinen Wagen ohne voll funktionierende Bremse und nur mit Socken an den Füßen gefahren hat. Wie eine Polizeisprecherin sagte, war der 44-Jährige mit 21 Tonnen Getreide in Säcken als Ladung auf der Autobahn 20 in Richtung Stettin unterwegs. Bei der Kontrolle auf einem Rastplatz stellte sich heraus, dass der Laster bereits im Mai wegen der Bremse durch die TÜV-Prüfung gefallen war und nicht mehr hätte fahren dürfen.

Der Lastwagen musste stehen bleiben, die zum Teil nicht einmal gesicherte Ladung musste auf ein anderes Fahrzeug umgeladen werden. Außerdem drohe dem Fahrer ein Bußgeld von rund 250 Euro und Punkte bei der Verkehrssünderdatei in Flensburg.

12:05 Uhr

Überreste von 300.000 Wehrmachtssoldaten gesucht

Fast 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erwartet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch Funde von Hunderttausenden deutschen Soldaten. "Ich glaube, auf dem Gebiet Russlands, der Ukraine und Weißrusslands können wir von 300.000 reden, die noch gefunden werden können", sagte Volksbundpräsident Wolfgang Schneiderhan.

Der Ex-Bundeswehr-General nahm an der Einbettung von 1837 Toten der Schlacht von Stalingrad auf dem deutschen Friedhof Rossoschka teil. Die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43 gehörte zu den blutigsten des Zweiten Weltkrieges mit mehr als 700.000 Toten.

"Wir können Russland dankbar sein, dass wir hier Friedhöfe errichten und Erinnerungsorte für die Angehörigen schaffen können", sagte Schneiderhahn. Seit Beginn seiner Arbeit in Russland hat der Volksbund mehr als 400.000 Soldaten eingebettet.

11:45 Uhr

Evangelische Kirche kauft Schiff für Seenotrettung

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"Egal, aus welchen Gründen Menschen in Not sind, wir haben die Pflicht, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen", sagte Bedford-Strohm.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Evangelische Kirche Deutschland verstärkt ihr Engagement in der Seenotrettung: Der Rat der EKD beschloss den Kauf eines Schiffs, das Flüchtlinge im Mittelmeer retten soll, wie der Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in Berlin sagte. Gemeinsam mit Vertretern von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen und der Seebrücke-Bewegung forderte er dringend einen europaweiten Verteilmechanismus für im Mittelmeer gerettete Menschen.

"Solange schutzsuchende Menschen im Mittelmeer ertrinken und staatliches Handeln versagt, werden wir die zivile Seenotrettung nach Kräften unterstützen", sagte Bedford-Strohm. Der Kauf eines Schiffs war bereits beim Evangelischen Kirchentag mit einer Resolution beschlossen worden; der EKD-Rat entschied nach Angaben Bedford-Strohms am vergangenen Wochenende, dieses Vorhaben mit der Gründung eines Vereins umzusetzen, der ein Schiff anschaffen soll.

11:27 Uhr

Kuba geht der Treibstoff aus

Kuba leidet unter Kraftstoffengpässen. Staatschef Miguel Diaz-Canel hat gestern Abend im staatlichen Fernsehen angekündigt, dass es vor allem an Diesel mangelt, der auch für die Stromversorgung genutzt wird. Er macht US-Sanktionen dafür verantwortlich.

  • Laut Diaz-Canel setzen die USA Reedereien unter Druck, um die Versorgung der rund elf Millionen Einwohner per Schiff zu verhindern.
  • Deshalb erwartet die Führung der sozialistischen Insel, dass es erst nach dem 14. September wieder neue Diesel-Lieferungen gibt.
  • Probleme mit der Lebensmittelversorgung soll es nicht geben.

 

 

11:09 Uhr

Kretschmann tritt ein drittes Mal an

Gute Nachrichten für alle Fans von Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident will bei der Landtagswahl 2021 erneut antreten. Das hat der baden-württembergische Landesverband angekündigt.

Kretschman ist seit Mai 2011 Ministerpräsident und inzwischen bereits 71 Jahre alt. Seine dritte Amtszeit würde er damit im Alter von 73 Jahren antreten.

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10:52 Uhr

Zu wenige Hebammen: Geburtshilfe ist stark überlastet

Der Beruf der Hebammen fällt in die Kategorie: Gesellschaftlich wahnsinnig wichtig, aber nicht ausreichend gefördert. Das Ergebnis dieser Politik ist wenig überraschend: Es gibt zu wenige und die arbeiten der Grenze der Belastbarkeit. Das steht in einem neuen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" hatte Einblick.

  • Demnach betreut fast die Hälfte der Hebammen in Deutschland drei Gebärende gleichzeitig.
  • In Sachsen mussten ein Drittel der Hebammen in Intensivschichten sogar "mehr als vier Gebärende" betreuen.
  • Die medizinischen Fachgesellschaften für die stationäre Geburtshilfe empfehlen eine Eins-zu-eins-Betreuung.
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10:26 Uhr

Hat Autoverband kritische IAA-Eröffnungsrede gestrichen?

Ist Kritik etwa nicht erwünscht? Der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Peter Feldmann, durfte anscheinend nicht bei der Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA sprechen. Berichten zufolge, weil er sich kritisch mit der Automobilindustrie auseinandersetzen wollte.

  • Der Autoverband VDA habe das Protokoll geändert, sagte Feldmanns Büroleiter Nils Bremer der "Frankfurter Rundschau" und dem "Hessischen Rundfunk".
  • In seiner Rede wollte OB Feldmann demnach mehr Busse und Bahnen für Frankfurt fordern, die beliebten SUVs kritisieren und Demonstrationen gegen die IAA loben.
  • Der VDA sagt dagegen, Feldmann sei in diesem Jahr von vornherein nicht als Redner vorgesehen gewesen.
  • Auf Facebook hat der OB seine Rede im Wortlaut veröffentlicht.
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10:08 Uhr

Neuer Doping-Jäger setzt auf Geheimdienste

Erfordern drastische Probleme auch drastische Maßnahmen? Der designierte Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, Witold Banka, scheint es so zu sehen. Er will im Kampf gegen Doping künftig auf die Hilfe von Geheimdiensten setzen.

  • "Das ist die Zukunft. Wir brauchen Zusammenarbeit, Ermittlungen, Experten, die Untersuchungen durchführen", sagt der 34 Jahre alte Pole im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
  • Er begründet seinen Vorstoß damit, dass Doper "unglücklicherweise sehr innovativ" sind.
  • Banka soll das Amt im November übernehmen. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, will er bis dahin als polnischer Sportminister zurücktreten.
09:42 Uhr

Das sind die reichsten Deutschen

International gehört Deutschland nicht zu den Hotspots der Superreichen, aber auch bei uns im Lande gibt es ein paar absurd reiche Menschen. Das "Bilanz"-Magazin hat eine Rangliste erstellt. Ganz oben thronen die Discounter- und Auto-Familien.

  • Der reichste Deutsche ist demnach Dieter Schwarz mit einem Vermögen von 41,5 Milliarden Euro. Der 79-Jährige ist Gründer der Lebensmittelketten Lidl und Kaufland.
  • Den zweiten Platz teilen sich die Familien Theo Albrecht junior und Wolfgang Porsche mit jeweils 18 Milliarden Euro: Albrecht junior ist der älteste Sohn von Aldi-Nord-Gründer Theo Albrecht. Die Familie Porsche hat Porsche gegründet.
  • Die reichste Frau Deutschlands ist die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten mit einem Vermögen von 15,3 Milliarden Euro auf Platz fünf.

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09:15 Uhr

Verborgener Kontinent versteckt sich unter Europa

Da kommen Gedanken an die versunkene Stadt Atlantis auf: Geologen haben einen Kontinent rekonstruiert, der sich unter dem südlichen Europa versteckt und den schönen Namen "Große Adria" trägt.

  • Laut der Wissenschaftspublikation "Gondwana Research" ist die Landmasse vor etwa 240 Millionen Jahren entstanden, als sie aus dem Superkontinent Gondwana herausbrach. Der bestand unter anderem aus Afrika, der Antarktis, Südamerika und Australien.
  • Die "Große Adria" erstreckte sich über eine Strecke von den heutigen Alpen bis zum Iran, teilweise auch unter Wasser: Es wäre eine schöne Tauchregion gewesen, sagen die Wissenschaftler.
  • Vor etwa 100 bis 120 Millionen Jahren ist die Landmasse schließlich in das heutige Europa gekracht und hat sich teilweise darunter geschoben.
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Die Geologen haben etwa ein Jahrzehnt lang Gesteinsproben der "Großen Adria" untersucht.

(Foto: Douwe van Hinsbergen, Gondwana Research)

08:55 Uhr

Französische Justiz ermittelt gegen Macron-Vertrauten

Der Präsident der französischen Nationalversammlung, Richard Ferrand, hat Ärger mit der Justiz. Sie ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der unerlaubten Einflussnahme. Das berichten die Nachrichtenagentur AFP und andere französische Medien.

  • Bei den Vorwürfen geht es um ein Immobiliengeschäft aus der Zeit, als Ferrand noch Chef der Krankenversicherungsvereine der Region Bretagne war.
  • Der Weggefährte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bestreitet die Vorwürfe.
  • Die Nationalversammlung ist das Unterhaus des französischen Parlaments.
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Richard Ferrand gilt als Schwergewicht der französischen Politik.

(Foto: picture alliance / Stephane De S)

 

08:27 Uhr

Hells Angels beschützen Oliver Kahn

Diesen Sicherheitsdienst hatte Oliver Kahn bestimmt nicht auf dem Schirm: Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der frühere Nationaltorwart bei einem Werbetermin am Freitagabend auf der Galopprennbahn Weidenpesch von Mitgliedern der Hells Angels beschützt worden ist.

  • Laut "Bild" sind mindestens zwei der Männer wegen Gewaltdelikten polizeibekannt oder vorbestraft.
  • Engagiert wurden die Sicherheitskräfte von Kahns Auftraggeber, dem Wettanbieter "Tipico". Demnach gab es bei der Überprüfung keine Hinweise auf ihre Hells-Angels-Mitgliedschaft.
  • Die Rocker stehen derzeit laut Polizei in offenem Konflikt mit ihren Erzfeinden, den Bandidos.
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Oliver Kahn mit seinen Beschützern auf der Galopprennbahn.

(Foto: imago images / Herbert Bucco)

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07:58 Uhr

Der Umwelt zuliebe: Grüne unterstützen Luftballonverbot

Wenn Umweltschutz, dann richtig: Die Grünen in Niedersachsen sind dafür, weitgehend auf Luftballons zu verzichten. Denn die landen, nachdem sie in die Luft gestiegen sind, meistens in der Natur.

  • "Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen", sagt die niedersächsische Grünen-Chefin Anne Kura in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch Ballons aus Naturlatex seien daher keine echte Alternative.
  • Vorbild ist demnach Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Der Umweltausschuss der Stadt hat am Montag einstimmig beschlossen, bei städtischen Veranstaltungen auf fliegende Gasluftballons zu verzichten. Das gilt auch für alle Kindergärten und Schulen.
07:33 Uhr

Trump feiert "großen Sieg für die Grenze"

Die USA bekommen ein schärferes Asylrecht. Der Oberste Gerichtshof hat eine Anordnung von Präsident Donald Trump bestätigt. Der Beschluss soll Migranten aus zentralamerikanischen Ländern daran hindern, an der US-Grenze einen Asylantrag zu stellen.

  • Nach der neuen Regelung müssen Asylanträge von Migranten, die über die mexikanische Grenze in die USA einreisen und vorher keinen Asylantrag in Mexiko oder einem anderen Transitland gestellt haben, abgelehnt werden.
  • Trump feierte die Entscheidung bei Twitter als "großen Sieg für die Grenze".
  • Mehrere Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen hatten gegen die Regelung geklagt und vor einem kalifornischen Bundesgericht noch recht bekommen.
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07:09 Uhr

Bericht: VW hat auch bei Euro-6-Diesel geschummelt

Es gibt neuen Ärger für VW im Dieselskandal: Der Autobauer hat möglicherweise auch bei neuen Dieselmotoren mit der Abgasnorm Euro 6 Schummel-Vorrichtungen eingebaut, die erkennen, ob ein Wagen auf der Straße fährt oder sich auf dem Prüfstand befindet. Das berichtet der SWR.

  • Der Sender beruft sich auf vertrauliche VW-Dokumente.
  • Die Abschalteinrichtung betrifft demnach die Motorenreihe EA 288. Dabei handelt es sich um den Nachfolger des Motors EA 189, der Auslöser des Dieselskandals war.
  • VW hat den EA 288 seit 2012 in hunderttausenden Diesel-Fahrzeugen eingebaut - unter anderem im Golf, Tiguan oder Passat. Auch bei Audi, Skoda und Seat kam der Motor zum Einsatz.
  • VW wollte sich laut SWR nicht direkt zu den Vorwürfen äußern. Ein VW-Sprecher dementierte aber allgemein, dass bei diesen Motoren eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut sei.

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06:42 Uhr

Aaron Carter leidet an Schizophrenie

Aaron Carter war in meiner Jugend eines der ganz großen Teenie-Idole. Aber auf der Bühne hat der mittlerweile 31-Jährige schon lange nicht mehr gestanden. In einem Fernsehinterview verriet er den Grund dafür: Er leidet an verschiedenen psychischen Krankheiten.

  • Carter spricht in einer neuen Episode der US-Show "The Doctors" über seine Probleme und zählt dabei seine von Ärzten bestätigten Krankheiten auf.
  • "Die offizielle Diagnose ist, dass ich an multipler Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie und akuter Angst leide." Außerdem sei er manisch-depressiv.
  • Um zu zeigen, was das bedeutet, brachte Carter einen Beutel mit seinen täglichen Medikamenten mit: "Ich bekomme Xanax, Seroquel, Gabapentin, Hydroxyzin, Trazodon, Omeprazol."
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06:27 Uhr

Riekes Rückspiegel am 12. September 2019

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Dam dadda dam dadda dam dadda dam!

(Foto: imago/United Archives)

Wussten Sie, dass … eine US-amerikanische Westernserie heute vor 60 Jahren ihren Siegeszug durch die Fernsehlandschaft angetreten hat? Am 12. September 1959 wurde "Bonanza" erstmals ausgestrahlt (in Deutschland ab 13. Oktober 1962).

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Und schon bald waren die ohrwurmige Melodie und die vierköpfige Familie Cartwright rund um "Pa" Ben weltbekannt. Zwar ist die Kultreihe eine Familienserie, doch Frauen nehmen darin nur eine Nebenrolle ein. Gut dreizehneinhalb Jahre und 430 Folgen später war Schluss auf der Ponderosa-Ranch. Es bleibt die nostalgische Erinnerung an die zweitlängste Westernserie nach "Rauchende Colts". Yee-haw!

Wir gratulieren … Sigmar Gabriel, sozialdemokratischer Ex-Bundesminister und einstiger Pop-Beauftragter für Niedersachsen, zum 60. Geburtstag. Ob sich der ehemalige Vizekanzler zur Feier des Tages ein Gläschen "Betörende Quitte" aus seiner Heimat Goslar gönnt? Alles Gute und Prost!

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Was, schon 60?

(Foto: picture alliance/dpa)

06:19 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sie wollen wissen, welche Folgen ein No-Deal-Brexit hätte? Das können Sie ab sofort nachlesen: Die britische Regierung hat auf Beschluss des Unterhauses ihre Dokumente zur "Operation Yellowhammer" veröffentlicht - redigiert, aber immerhin.

Die Dokumente sind auf den 2. August datiert. Sie umfassen fünf Seiten und sind mit "Planungsannahmen für den schlimmsten Fall" überschrieben. In ihnen wird ein "Worst-case-Szenario" in 20 Punkten beschrieben. Viel Spaß bei der Lektüre. Das sind die wichtigsten Termine des Tages:

  • In Frankfurt beginnt die Internationale Automobil-Ausstellung. Kanzlerin Angela Merkel eröffnet die Messe um 10 Uhr mit ihrem Rundgang.
  • Der EU-Unterhändler Michel Barnier informiert die Fraktionschefs des Europaparlaments am Vormittag, wie der aktuelle Stand der Brexit-Gespräche ist.
  • Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reist im Laufe des Tages nach Russland. Er trifft sich in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sie wollen unter anderem über die Lage in Syrien sprechen.
  • Bei der EZB steht am Nachmittag die nächste Zinsentscheidung an.
  • In Ravensburg beginnt am Vormittag der Prozess gegen einen Schulbusfahrer, der mehrere Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben soll.

Ich bin Christian Herrmann. Kommen Sie gut in den Tag!

05:58 Uhr

Der Süden bekommt die meiste Sonne

Heute geht es mild mit 9 bis 16 Grad und zunächst oft wolkig oder trüb los. Gelegentlich fällt hierbei auch etwas Regen oder Nieselregen. Erst später lockern die Wolken auf und dann wird es immer freundlicher. Am meisten Sonne bekommt der Süden. Das sind in diesem Fall rund 7 bis 10 Sonnenstunden. Im übrigen Land werden es unterdessen zwischen 3 und 6 sonnigen Betriebsstunden.

Björn Alexander

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander.

Auch bei den Temperaturen sind die Spitzenreiter in den südlichen Landesteilen zu finden. Und zwar am Oberrhein bei Höchstwerten im Sommerbereich von 24 bis 26 Grad. Im großen Rest wird es aber ebenfalls nicht kalt. Verbreitet sind es 19 bis 23 Grad. Hierbei weht im Norden ein kräftiger Westwind.

Die weiteren Aussichten: der Altweibersommer kommt weiter auf Touren. Morgen zwar nebst einiger Startprobleme entlang der breiten Mitte mit Wolken und ein paar Schauern. Ansonsten ist es dagegen sonniger und warm bei 17 bis 26 Grad.

Der Samstag verläuft - nach einem frischen Start in den Tag - meistens schön bei 17 bis 27 Grad. Der Sonntag legt sogar nochmals einen Zahn zu und wird überwiegend sonnig bei Spitzenwerten von 19 bis knapp 30 Grad. Am wärmsten ist es nach wie vor im Breisgau. Ihr Björn Alexander