mit Lea VerstlDas war Mittwoch, der 17. April 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
nicht nur Chinas Handelspartner sind skeptisch angesichts der Überkapazitäten, die es zu Ramschpreisen exportiert. Inzwischen warnen sogar chinesische Ökonomen davor, dass diese Strategie zu einer weltweiten Welle des Protektionismus mit Zöllen und Beschränkungen für chinesische Produkte führen könnten. Vertreter der chinesischen Industrie sehen nur noch einen Ausweg: "Expandieren oder sterben". Wie Pekings neue Taktik aussieht, beschreibt mein Kollege Christian Herrmann.
Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.
AfD-Politiker aus Kirchengremium entlassen
Das Bistum Trier in Rheinland-Pfalz hat einen saarländischen AfD-Landespolitiker aus dem Verwaltungsrat einer Kirchengemeinde in Neunkirchen entlassen. "Parteien, die rechtsextrem sind oder am Rande dieser Ideologie wuchern, können für uns Christen kein Ort der politischen Betätigung sein", erklärte Generalvikar Ulrich von Plettenberg in Trier. Die Mitgliedschaft in einem kirchlichen Gremium sei nicht vereinbar mit einer AfD-repräsentativen Funktion.
Konkret geht es um den saarländischen AfD-Landtagsabgeordneten Christoph Schaufert. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD im saarländischen Landtag und auch auf kommunaler Ebene für sie aktiv. Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat der Pfarrei und Kirchengemeinde stellten nach Angaben des Bistums einen Antrag auf Entlassung. Darin argumentierten sie, dass Schaufert ein hoher Funktionsträger der AfD sei und sich von extremistischen Positionen nicht öffentlich distanziert habe. Dadurch schade er dem Ruf der Gemeinde.
Bergsteiger wollten nur mit Sneakern und Jogginghose auf Zugspitze
Gute Vorbereitung sieht anders aus: Zwei laut Bergwacht nur mit Sneakern und Jogginghosen ausgestattete Männer sind bei winterlichen Verhältnissen unterhalb der Zugspitze gerettet worden. Die beiden jungen Männer hätten versucht, Deutschlands höchsten Gipfel über das Reintal zu besteigen, teilte die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mit. Auf Höhe der Knorrhütte (2051 Meter) hätten die beiden gegen 15 Uhr aufgrund des Schnees und der niedrigen Temperaturen blockiert und dann um Hilfe gebeten.
Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht brachten die Männer, die den Angaben zufolge aus den Niederlanden stammen, mithilfe eines Hubschraubers der Polizei "bei turbulenten Windverhältnissen" wieder ins Tal. Genaue Angaben zum Alter der beiden am Ende erschöpften und unterkühlten Männer konnte die Polizei zunächst nicht machen. Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei prüft nun, ob sie für den Einsatz aufkommen müssen. Der Weg über das Reintal gilt als die längste, aber bergsteigerisch am wenigsten anspruchsvolle Route auf die Zugspitze. Doch in den bayerischen Bergen herrschen in größerer Höhe derzeit noch winterliche Verhältnisse mit tiefem Schnee und zeitweise Minustemperaturen.
Putin ruft Anwohner in Westsibirien zur Evakuierung auf
Angesichts der Überschwemmungen in Westsibirien hat der russische Präsident Wladimir Putin die Anwohner betroffener Regionen aufgerufen, den Appellen der Behörden zur Evakuierung zu folgen. Die Menschen hätten Angst um ihr Eigentum und ihre Häuser, sagte der russische Präsident während einer im Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit den Gouverneuren betroffener Regionen wie Kurgan, Tjumen und Orenburg.
"Wir müssen sie davon überzeugen, dass alles geschützt sein wird", sagte Putin weiter. In der seit Tagen von Überflutungen betroffenen Region Orenburg sagten mehrere Anwohner der Nachrichtenagentur AFP, dass sie Plünderungen befürchteten. In der besonders betroffenen Großstadt Kurgan, in der bereits mehrere Stadtteile unter Wasser stehen, riefen die Behörden im Onlinedienst Telegram die Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser auf. "Gehen Sie weg! Warten Sie nicht, bis das Wasser an Ihr Haus herankommt", hieß es in einem offiziellen Kanal im Onlinedienst Telegram.
Forscher darf Affen am Kopf operieren und ihnen Wasser entziehen
Ein an der Universität Bremen tätiger Hirnforscher darf laut einer Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichts seine Tierversuche mit Affen vorläufig fortsetzten. Einem entsprechenden Eilantrag des Neurowissenschaftlers gegen eine anderslautende Entscheidung der Gesundheitsbehörde der Hansestadt gab das Gericht nach eigenen Angaben statt. Der Einsatz neuer Tiere sei dabei aber auf "nicht invasive Maßnahmen" beschränkt worden, teilte das Gericht mit.
Der Bremer Wissenschaftler setzt bereits seit 1997 Affen im Rahmen seiner Forschung zu kognitiven Prozessen in Säugetiergehirnen ein, schon mehrfach gab es deshalb Gerichtsentscheidungen. Laut Gericht bieten die von der Behörde eingeholten Fachgutachten indes "keine ausreichende und wissenschaftlich fundierte tatsächliche Grundlage" für eine entsprechende Abwägungsentscheidung. Eine abschließende Abwägung zwischen der Belastung der Tiere und der Bedeutung des Forschungsvorhabens sei daher derzeit nicht möglich. Es habe daher anhand einer Folgenabwägung entschieden: Der Schaden durch einen Stopp der Forschungen werde dabei als gravierender eingestuft als die Belastung für die betroffenen Versuchstiere.
Die Gesundheitsbehörde schätzt die Leiden der Makaken bei den Versuchen nach eigenen Angaben vom November als "schwer" im Sinn der europäischen Tierversuchsrichtlinie ein. Zu den Versuchen, denen die Tiere schon seit Jahren ausgesetzt seien, gehörten Wasserentzug und die Fixierung in einem sogenannten Primatenstuhl. Dazu kämen noch "umfangreiche Kopfoperationen".
"Spargelpipi mit Erdbeergeruch": Behörde führt Medien in die Irre
Auch Mitarbeiter von Behörden wollen ihren Spaß haben. Mehr als vier Jahre lang hat eine Falschmeldung über eine angebliche Studie zu einem Zusammenhang zwischen Spargel- und Erdbeergenuss auf der Homepage des Bundeszentrums für Ernährung (BzfE) gestanden. Am 1. April 2020 habe man die Meldung mit der Überschrift "Spargelpipi mit Erdbeergeruch" herausgegeben, deren Inhalt "frei erfunden" gewesen sei, ein "Aprilscherz", heißt es in einer Mitteilung, die das BzfE nun verschickte, mehr als vier Jahre später.
Einen Tag zuvor, am Dienstag, habe man bei der weiterhin im Web-Angebot des BZfE verfügbaren Meldung einen Hinweis ("April, April!") im Header-Bild platziert, so ein BzfE-Vertreter auf Nachfrage. Außerdem sei eine entsprechende Notiz über dem ansonsten unveränderten Text platziert worden, erklärte er. Einige Medien hatten auf Grundlage der Originalmeldung, wie sie bis dahin online war, die vermeintlichen Studienergebnisse aufgegriffen.
Flugzeug landet nach 36 Minuten - für Passagier kommt Rettung zu spät
Drama an Bord eines Inlandsflugs in Italien: Wenige Minuten nach dem Start in Turin ist ein 33 Jahre alter Passagier an Bord einer Ryanair-Maschine gestorben. Das Flugzeug machte nach Angaben des Flughafens sofort wieder kehrt - für den Mann kam aber jede Hilfe zu spät. Zur genauen Todesursache gibt es bislang keine Angaben. Die Maschine war auf dem Weg vom norditalienischen Turin in die Stadt Lamezia Terme im Süden des Landes.
Nach Informationen der Tageszeitung "Corriere della Sera" hatte der Passagier, der mit seiner Ehefrau unterwegs war, nach dem Einsteigen über Übelkeit geklagt. Dann verlor er das Bewusstsein. Der Pilot drehte diesem Bericht zufolge sofort um und landete nach 36 Minuten schon wieder. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod des Passagiers feststellen können. Die Ehefrau wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Russischer Blogger ließ sein Neugeborenes verhungern
Ein russischer Lebensmittel-Blogger hat nach Auffassung eines Gerichts in Sotschi am Schwarzen Meer sein neugeborenes Kind verhungern lassen. Russischen Medienberichten zufolge verurteilte das Gericht den Mann deshalb zu acht Jahren strenger Lagerhaft und einer Geldstrafe von 100.000 Rubel (etwa 1000 Euro). Das Urteil erging demnach wegen vorsätzlicher schwerer Schädigung der Gesundheit eines Kindes sowie wegen Vernachlässigung der Fürsorgepflicht.
Auf seinem Blog warb der Mann für eine rein auf Rohkost beschränkte Ernährung, gemischt mit langen Phasen des Fastens. Diese Methoden wandte er den Ermittlungen zufolge auch auf seinen Sohn an. Er habe der Mutter mehrmals das Kind weggenommen, sodass es über Tage keine Nahrung erhielt, meldete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti aus dem Prozess. Das Neugeborene starb im März 2023 - nicht einmal einen Monat alt.
Erdogan inszeniert Hamas als "Widerstandsgruppe" - und trifft ihren Chef
Mit seinen israelfeindlichen Attacken hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen nicht gespart. Nun geht er einen Schritt weiter. Erdogan wird den Hamas-Chef Ismail Hanija am Wochenende in der Türkei empfangen. "Der Anführer der palästinensischen Sache wird an diesem Wochenende mein Gast sein", sagte Erdogan vor den Abgeordneten der türkischen Regierungspartei AKP im Parlament. Der Staatschef machte keine Angaben zum Ort der Begegnung mit dem Chef der radikalislamischen Palästinensergruppe. Der private türkische TV-Sender NTV berichtete aber, dass sich Erdogan und Hanija am Samstag im Dolmabahce-Palast in Istanbul treffen würden.
Solange er lebe, werde er "den palästinensischen Kampf verteidigen" und sich "zur Stimme des unterdrückten palästinensischen Volkes machen", sagte Erdogan weiter. Erneut bezeichnete er die Hamas als "Widerstandsgruppe". Erdogan ist seit Beginn des vom Hamas-Angriff auf Israel ausgelösten Krieges einer der schärfsten Kritiker Israels. Er hat das Land als "terroristischen Staat" bezeichnet und ihm vorgeworfen, im Gazastreifen einen "Völkermord" zu begehen. In der vergangenen Woche sprach Erdogan Hanija sein Beileid zum Tod von drei seiner Söhne und mehrerer Enkel bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen aus.
Bauarbeiter entdecken verweste Leiche in Keller
Im Keller eines Wiener Wohnhauses ist eine Leiche in einem Plastiksack entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, stießen Bauarbeiter am Vortag bei oberflächlichen Grabungen im Zuge von Sanierungsarbeiten auf den Körper. Die Leiche sei stark verwest gewesen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
Medienberichte, wonach der Kopf fehlte, kommentierte die Sprecherin nicht. Identität und Geschlecht der verstorbenen Person stehen laut den Behörden noch nicht fest. Der Körper wurde zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht. Das Landeskriminalamt der österreichischen Hauptstadt ermittle "in alle Richtungen", hieß es.
Benzinpreis klettert auf Jahreshoch
Der Benzinpreis in Deutschland hat einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Wie der ADAC in München mitteilte, kostete der Liter E10 im bundesweiten Mittel zuletzt 1,866 Euro und damit 1,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel indes lag bei 1,745 Euro pro Liter und war damit 1,2 Cent günstiger.
Der Grund für den Preisanstieg beim Benzin dürfte der im Wochenvergleich etwas höhere Rohölpreis von rund 90 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent sein, erklärte der ADAC. Zudem stehe der Euro im Vergleich zum Dollar etwas schwächer da. "Beide Faktoren führen isoliert betrachtet zu höheren Preisen an den Zapfsäulen", so der Automobilclub. Zuletzt hatte Benzin im Oktober 2023 so viel gekostet. Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, am Abend zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr zu tanken. Zu dieser Zeit sei Sprit deutlich günstiger als morgens. Auch zwischen 18.00 und 19.00 Uhr seien die Preise niedrig.
Baerbock beißt bei Netanjahu auf Granit
War ihre Reise nach Israel umsonst? Bundesaußenministerin Annalen Baerbock ist bei ihren Bemühungen um eine Zurückhaltung Israels nach dem Angriff durch den Iran bei Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Widerstand gestoßen. Netanjahu dankte der Grünen-Politikerin und dem britischen Amtskollegen David Cameron für ihre Unterstützung. Entscheidungen über seine Sicherheit fälle Israel aber selbst, erklärt der 74-Jährige nach einem Treffen mit den beiden Ministern in Israel. "Ich will ganz deutlich sein - wir werden unsere eigenen Entscheidungen treffen und der Staat Israel wird alles Notwendige tun, um sich selbst zu verteidigen."
Baerbock rief kurz vor ihrem Rückflug Israel nochmals zur Zurückhaltung auf. "Ich rede hier nicht von klein beigeben. Ich rede hier von einer klugen Zurückhaltung, die nichts weniger ist als Stärke", sagte sie. Diese Stärke habe Israel mit seinem "Defensivsieg" am vergangenen Wochenende schon gezeigt, "dadurch, dass es sich mit starken Partnern und Staaten der Region verteidigen kann, und dadurch, dass es dem iranischen Regime damit deutlich gemacht hat, wie sehr Iran sich verrechnet hat und in der Region isoliert dasteht".
Startpreis 1 Euro: Jan Fedders Nachlass kann ersteigert werden
Oldtimer, Motorrad, Plattenspieler, Toaster und weitere Erinnerungsstücke aus dem Nachlass des 2019 verstorbenen Fernsehstars Jan Fedder kommen unter den Hammer. Ab Freitag sollen sie bei einer großen Online-Auktionsplattform angeboten werden - jeweils zum Startpreis von einem Euro, wie die Witwe des beliebten Volksschauspielers und Ehrenkommissars der Polizei Hamburg, Marion Fedder, der "Bild"-Zeitung sagte.
"Natürlich gebe ich die schönen Sammlerexemplare nicht leichtfertig her. Aber da Jan alles Mögliche gesammelt hat, habe ich beschlossen, mich von einigen Sachen zu trennen und hoffe, dass sie einen neuen Besitzer finden", sagte sie dem Blatt. "An jedem Stück hängt auch für mich eine tolle Erinnerung an Jan." Ersteigert werden kann dem Bericht zufolge unter anderem ein historischer Mercedes Ponton 180 D - voll fahrbereit, ebenso wie ein ziviles Dienstfahrzeug Fedders aus der TV-Serie "Großstadtrevier".
Pfarrer "geflasht" von Resonanz bei Taylor-Swift-Gottesdiensten
Der erste Gottesdienst war sofort ausgebucht, nun soll es noch einen zweiten geben: Die evangelische Heiliggeistkirche in der Heidelberger Innenstadt bietet am Sonntag, 12. Mai, zwei Messen mit Live-Musik von Popstar Taylor Swift. "Ich bin ziemlich geflasht und überrascht. Mit dieser Resonanz hatte ich nicht gerechnet", sagte Pfarrer Vincenzo Petracca. Der erste Gottesdienst um 11 Uhr sei innerhalb kürzester Zeit ausgebucht gewesen. Deswegen werde es noch einen zweiten um 13 Uhr geben. Pro Gottesdienst stehen 423 Plätze zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, aber es müssen Plätze reserviert werden.
"Wir wollen ganz bewusst andere Milieus erreichen, insbesondere Jüngere", sagte Petracca zur Idee hinter dem Konzept. Das scheint zu klappen: Die ersten Reservierungen seien vor allem von Müttern gekommen, deren Kinder gesagt hätten: "Wir gehen zusammen hin", erzählte Petracca und lachte. Die Gottesdienste tragen den Titel "Anti Hero" nach dem Titel "Anti-Hero" von Swift. Die etwa sechs Stücke des Popstars wird Tine Wiechmann singen, die unter anderem als Professorin für Pop-Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg tätig war.
Ausgebüxter Elefant spaziert seelenruhig durch Montana
Passanten und Autofahrer in der US-amerikanischen Stadt Butte staunen nicht schlecht: Eine Elefantendame spaziert unbeirrt durch den Verkehr und über Privatgrundstücke. Es ist bereits das dritte Mal, dass Viola aus einem Zirkus entwischt.
Tötung nach "Seitensprung": 89-Jähriger muss ins Gefängnis
Weil er seine Frau aus Wut über einen 63 Jahre zurückliegenden angeblichen Seitensprung erstochen hat, ist ein 89-jähriger Rentner zu fünf Jahren und vier Monaten Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Der angeklagte Senior hatte die Tat gestanden: Die 82-Jährige habe ihm in einem Streit an den Kopf geworfen, dass die älteste gemeinsame Tochter gar nicht von ihm stamme. Der richtige Vater sei "jünger, schöner und reicher als Du", habe seine Frau ergänzt. Das habe er nicht ausgehalten und zugestochen.
Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen Mordes angeklagt. Doch das Gericht ging von einer Messerattacke im Eifersuchtswahn aus. Arg- und wehrlos sei die Frau dabei nicht gewesen. "Damit ist das Mordmerkmal der Heimtücke nicht erfüllt", sagte der Vorsitzende Richter Rainer Drees. Insgesamt 20 Schnitt- und Stichverletzungen hatte der Senior seiner Frau zugefügt. Die 82-Jährige starb noch in der gemeinsamen Wohnung. Nach der Tat hatte der Rentner versucht, sich selbst töten. Er konnte schwer verletzt gerettet werden. Die Tochter hatte ihre Eltern in deren Wohnung gefunden und den Notarzt gerufen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Friederike Zörner übergibt mir den Staffelstab. Mein Name ist Lea Verstl und ich werde gemeinsam mit Ihnen die kommenden Stunden bis zum späten Abend verbringen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de
"Blutende Madonna": Bistum erklärt Ursache
Das Bistum Dresden-Meißen verzeichnet große Resonanz auf die "blutende Madonna" von Ostro in Sachsen - obwohl man für das "Wunder" nun eine natürliche Erklärung gefunden hat. "In unserer Region gab es vor allem auf unseren Social-Media-Kanälen Interesse an der Auflösung des Phänomens", sagte Bistumssprecher Michael Baudisch auf Anfrage. Manche hätten gemeint, dass es trotz Auflösung dennoch in gewisser Weise ein Wunder gewesen sei.
Augenzeugen hatten Mitte März in einer Feldkapelle in Ostro nordwestlich von Bautzen auf den Köpfen einer Muttergottesfigur mit Jesuskind eine rote Substanz bemerkt. Die Statue befindet sich in einer Grotte aus Natursteinen hinter einem Gitter. Gläubige vermuteten ein Madonnen-Wunder hinter der Erscheinung. Das Bistum ließ die Substanz deshalb wissenschaftlich untersuchen. Am Dienstag brachte es nun Licht ins Dunkel. Demnach sind Milben für die rötliche Färbung verantwortlich.
Streit eskaliert: Ballonverkäufer liefern sich irren Feuer-Kampf
In China gehen zwei Ballonverkäufer aufeinander los, Grund ist wohl der Anspruch auf einen beliebten Standort. Das Handgemenge schaukelt sich derart hoch, dass einer der Männer plötzlich das Gas eines Ballons anzündet und so eine Stichflamme erzeugt.
Ohrfeige: Reality-Sternchen Kim Virginia fliegt aus Format
Wenn Sie das diesjährige Dschungelcamp verfolgt haben, können Sie sicherlich etwas mit dem Namen Kim Virginia (ich sag nur: Mike) anfangen. Die schon in diversen Reality-Formaten in Erscheinung getretene 28-Jährige hat es nun geschafft, mit einem gewalttätigen Ausbruch aus einer Sendung herauszufliegen. In der dritten Staffel von "Prominent getrennt - Die Villa der Verflossenen" sorgte Kim Virginia in der dritten Episode einmal mehr für aufgeheizte Stimmung in der Villa in Südafrika. Sie geriet erneut mit ihrem Ex-Freund Emanuell Weißenberger aneinander.
Die Diskussion des Paares wurde so ungemütlich, dass sich Max Bornmann einschaltete. Der bekam von Virginia eine Ohrfeige verpasst, woraufhin RTL Konsequenzen zog: Die 28-Jährige musste ihre Sachen packen. "Körperliche Gewalt hat bei 'Prominent getrennt' keinen Platz. Daher müssen Kim Virginia und Emanuell die Villa verlassen", teilte RTL mit. Die 28-Jährige konnte die Aktion nicht wirklich nachvollziehen: "Krass, muss ich kurz verarbeiten." Emanuell hingegen sei sich nun noch sicherer, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, sich von Kim zu trennen: "Sie soll ihr Leben leben, ich lebe meins."
Bahn stellt Zweierabteil für ICE der Zukunft vor
Gemütlich mit einer anderen Person im ICE-Abteil sitzen und sich ungestört über Gott und die Welt austauschen? Das könnte in Zukunft tatsächlich Realität werden. Die Deutsche Bahn (DB) veröffentlichte eine entsprechende Idee mit zwei sich gegenüber befindenden Sitzen, getrennt vom übrigen Wagen durch eine Milchglasscheibe. Damit könne "der Sitzplatz zum persönlichen Raum mit deutlich mehr Privatsphäre" werden, wie die DB mitteilte. Das neue Abteilkonzept ermögliche "private und vertrauliche Gespräche in einer geschützten Umgebung", sagte Bahn-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der "Bild"-Zeitung.
Ob und wann das Zweierabteil kommt, ist aber noch nicht entschieden. Die Bahn teste derzeit, ob es bei den Kunden ankommt, sagte ein Unternehmenssprecher AFP. Die Bahn präsentierte das Abteil, wie auch weitere Neuentwicklungen und Projekte, auf ihrer Messe "Mobilität erleben" in Berlin. Schon in diesem Sommer etwa kommt demnach in ersten DB-Zügen das "digitale Handtuch": Mit einer Echtzeit-Belegtanzeige können sich Reisende laut Unternehmen ihren Sitzplatz während ihrer gesamten Fahrt sichern - auch ohne Reservierung. Dafür müssen sie den Check-in nutzen, dann wird nicht nur intern, sondern auch am Bildschirm am Sitz die Belegung angezeigt.
Schwester erstochen - Angeklagter schweigt
Es ist ein verstörendes Verbrechen: Am 9. Dezember soll ein 24-Jähriger seine Schwester nachts in ihrer Wohnung in Bremen aufgesucht haben. Dort soll er mehrfach mit einem Küchenmesser auf ihren Oberkörper eingestochen haben. Die 23-Jährige wurde unter anderem an der Lunge und am Herzen verletzt und starb noch am Tatort. Der Mann rief nach der Tat selbst die Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen.
Vor dem Landgericht Bremen muss sich der Somalier nun wegen Mordes verantworten. Bei der heutigen Verhandlung zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte. Vorerst, denn nach Angaben seines Verteidigers könnte er sich bei dem nächsten Termin Anfang Mai äußern. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Somalier vor, dass er mit dem mutmaßlichen Mord vermeintlich seine Ehre habe wiederherstellen wollen. Laut Anklage war der junge Mann nicht mit dem Lebenswandel seiner Schwester einverstanden. Ein Urteil könnte Ende Mai fallen.
Niederländische Kronprinzessin zog aus Sicherheitsgründen nach Spanien
Die niederländische Kronprinzessin Amalia hat Medienberichten zufolge wegen Drohungen gegen sie zuletzt in Spanien gelebt. Wie der Rundfunksender NOS unter Berufung auf Quellen im Königshaus berichtete, studierte die 20-Jährige mehr als ein Jahr lang in Madrid. Mittlerweile lebt sie demnach aber wieder in Amsterdam.
Amalia hatte seit 2022 zunächst Politik, Psychologie, Jura und Wirtschaft an der Universität von Amsterdam studiert. Aus Sicherheitsgründen war sie aber schon nach wenigen Wochen aus ihrem Studentenwohnheim ausgezogen und in den Palast in Den Haag zurückgekehrt. Schon damals hatte das Königshaus von Drohungen gegen die Prinzessin gesprochen. Amalia könne nicht mehr in Amsterdam leben und auch nicht mehr ausgehen, hatte Königin Máxima damals erklärt. "Das hat riesige Auswirkungen auf ihr Leben", beklagte die Mutter. Zur Art der Drohungen gegen Amalia wurden damals keine Angaben gemacht. Berichten zufolge bestand die Befürchtung, Kriminelle könnten die Prinzessin entführen.
Das Great Barrier Reef ist nicht wiederzuerkennen
Wenn die Wassertemperatur zu sehr steigt (Stichwort: Klimawandel), tritt das Phänomen der Korallenbleiche auf. Die Korallen stoßen dann die in ihnen lebenden Algen ab, die ihre primäre Nahrungsquelle sind. In der Folge verlieren sie ihre Farbe und geraten in Lebensgefahr.
Genau diese besorgniserregende Entwicklung ist am Great Barrier Reef vor der Küste Australiens zu beobachten. Nach Behördenangaben wird das Gebiet von der schlimmsten jemals beobachteten Korallenbleiche heimgesucht. "Die kumulativen Auswirkungen auf das Riff in diesem Sommer waren höher als in den Sommern zuvor", erklärte die Meeresparkbehörde. Der Behörde zufolge zeigen Luftaufnahmen, dass etwa 730 der mehr als 1000 Riffe von der Korallenbleiche betroffen sind. Es ist die fünfte massive Korallenbleiche im Great Barrier Reef in acht Jahren.
Nestlé ignoriert Richtlinien und fügt laut Bericht in ärmeren Ländern Zucker zu Babynahrung hinzu
Nestlé, der weltgrößte Konsumgüterkonzern, fügt in vielen ärmeren Ländern offenbar Zucker und Honig zu Säuglingsmilch und Getreideprodukten für Kleinkinder hinzu und verstößt damit gegen internationale Richtlinien zur Vorbeugung von Übergewicht und chronischen Krankheiten. Das berichtet der "Guardian" unter Berufung auf Aktivisten von Public Eye, einer Schweizer investigativen Organisation. Diese habe Proben der in Asien, Afrika und Lateinamerika verkauften Babynahrung des Schweizer Multis an ein belgisches Labor zur Untersuchung geschickt.
Die Ergebnisse und die Untersuchung der Produktverpackungen hätten ergeben, dass in Proben von Nido, einer Nachfolgemilchmarke für Säuglinge ab einem Jahr, und Cerelac, einem Getreideprodukt für Kinder zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, Zucker in Form von Saccharose oder Honig zugesetzt wurde.
In den wichtigsten europäischen Märkten von Nestlé würden Säuglingsnahrungen für Kleinkinder dagegen keinen Zuckerzusatz enthalten. Einige Zerealien für ältere Kleinkinder beinhalteten zwar Zuckerzusatz, aber keine Produkte für Babys zwischen sechs Monaten und einem Jahr.
Starkes Übergewicht sei in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zunehmend ein Problem. In Afrika sei dem Bericht zufolge die Zahl der übergewichtigen Kinder unter fünf Jahren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation seit 2000 um fast 23 Prozent gestiegen.
"El Chapo" beschwert sich über Haftbedingungen
Joaquín "El Chapo" Guzmán, der einst mächtigste Drogenboss Mexikos, beschwert sich über seine Haftbedingungen. Seit Monaten habe er nicht mehr mit seinen Zwillingstöchtern telefonieren dürfen, schrieb der wegen Drogenschmuggels im großen Stil zu lebenslanger Haft verurteilte Guzmán Ende März in einem Brief an ein US-Bezirksgericht, wie nun bekannt wurde. Im Mai 2023 "hat die Einrichtung mir keine Anrufe mehr mit meinen Töchtern gestattet", so Guzmán, der in einem Hochsicherheitsgefängnis in Florence (Bundesstaat Colorado) sitzt. "Ich habe gefragt, wann sie mich mit meinen Töchtern telefonieren lassen werden, und das Personal hier hat mir gesagt, dass der FBI-Agent, der die Anrufe überwacht, nicht antwortet. Das ist alles, was sie mir gesagt haben." Er sprach von einer "nie dagewesenen Diskriminierung gegen mich".
Die meisten Börsengänge in Frankfurt vernichten Geld
Börsengänge in Frankfurt waren in der vergangenen Dekade für Anleger vielfach ein Verlustgeschäft. Das zeigt eine Auswertung des Wirtschaftsmagazins "Capital". Demnach haben fast zwei Drittel der neuen Aktien in Frankfurt Wert vernichtet. Bei einem Drittel der Aktien waren es sogar mehr als 50 Prozent.
Erhoben wurden die Daten für alle seit 2014 im hochregulierten Prime Standard der Deutschen Börse neu gestarteten Unternehmen. Hier gab es in diesem Zeitraum 97 Börsengänge in Form eines Initial Public Offering (IPO) mit Kapitalerhöhung oder Notierungsaufnahmen.
27 Aktien wurden gestrichen, weil sie nicht mehr in Frankfurt notiert sind – sei es, weil die Unternehmen abwanderten, übernommen wurden oder pleitegingen.
Berechnet wurde die Gesamtentwicklung einer Aktie unter Einbeziehung von Dividendenzahlungen. Die Daten wurden Anfang April erhoben bei einem DAX-Stand von mehr als 18.000 Punkten.
Von den betrachteten 70 Aktien verbuchten nur 26 eine positive Gesamtperformance seit ihrer Erstnotiz an der Börse, während zugleich zehn Aktien mehr als 90 Prozent im Minus liegen.
Dieser Eintrag stammt von meinen Kollegen aus dem Börsen-Tag.
Land unter in der Wüste: Chaotische Szenen am Flughafen in Dubai
Dubai überflutet - Flugzeug rollt durch Wassermassen
Heftige Unwetter haben den Vereinigten Arabischen Emiraten binnen 24 Stunden mehr als die durchschnittliche Jahresregenmenge gebracht und am Flughafen Dubai für chaotische Szenen gesorgt. Besatzungen könnten wegen der Überschwemmungen das Flugfeld nicht erreichen, teilte der Flughafen mit. In Ras al-Chaimah, dem nördlichsten der sieben Emirate des Landes, kam ein 70-Jähriger nach Polizeiangaben ums Leben, als sein Auto von den Wassermassen mitgerissen wurde.
Dubai registrierte allein am Dienstag 142 Liter Regen pro Quadratmeter. Dazu kamen Hagel und Sturm. In Fudschaira im Osten der Emirate wurden sogar 145 Liter Regen gemessen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM war das der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1949.
Nach Kritik an Trump-Berichterstattung: US-Radio suspendiert Redakteur
25 Jahre arbeitet Uri Berliner schon für die nichtkommerzielle US-Rundfunkgruppe National Public Radio. Ob er das noch viel länger machen wird, ist aber mehr als fraglich. Der Grund: Der leitende Redakteur in der NPR-Wirtschaftsredaktion hat in der vergangenen Woche seinem Ärger über seinen Arbeitgeber in einem Essay für die Nachrichtenseite "The Free Press" Luft gemacht. Darin behauptet er, NPR vertrete liberale Standpunkte und zeige zunehmend wenig Toleranz für abweichende Meinungen. Diejenigen, die NPR hörten, fänden die destillierte Weltanschauung eines sehr kleinen Teils der US-Bevölkerung vor. Das treffe insbesondere auf Beiträge über den ehemaligen Präsidenten Donald Trump, über die Anschuldigungen gegen den Sohn des aktuellen Präsidenten, Hunter Biden, sowie über die Corona-Pandemie zu. Für seinen Artikel erhielt Berliner Zuspruch von konservativen, medienkritischen Aktivisten.
Das Medienhaus lässt die Kritik nicht auf sich sitzen. Berliner sei für fünf Tage ohne Bezahlung suspendiert worden, schrieb der NPR-Medienkorrespondent David Folkenflik. Der Redakteur soll demnach gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen haben, wonach die Arbeit für externe Nachrichtenorganisationen genehmigt werden müsse. Berliner teilte NPR mit, dass er keinen Einspruch gegen die Suspendierung einlegen werde.
Ministerin Schulze: "Das ist von vorn bis hinten erlogen"
Svenja Schulze sieht sich als Bundesentwicklungsministerin permanent mit Desinformation konfrontiert. "Mir war schnell klar: Ich kämpfe in meinem Amt gegen Lügen", sagte sie im Interview mit dem "Stern". "Ich finde schon den Begriff Fake News beschönigend - es handelt sich um Lügen, die gezielt verbreitet werden, um Menschen gegeneinander auszuspielen." Das Absurdeste, das ihr in dem Zusammenhang begegnet ist, sei ein gefälschtes Foto goldener SUVs. "Es gab ein von künstlicher Intelligenz generiertes Bild, das nigerianische Abgeordnete zeigen sollte, denen wir goldene SUVs geschenkt haben sollen", sagte Schulze. "Das ist von vorn bis hinten erlogen."
Russland spiele bei der Desinformation eine wichtige Rolle. "Wir wissen, dass Russland bei uns die Stimmen im Netz verstärkt, die Deutschlands Rückzug ins Nationale fordern." Zugleich versuche Russland, "einen Spalt zwischen uns und Länder im globalen Süden zu treiben". Als Beispiel nennt die SPD-Politikerin Burkina Faso, wo sie im März 2024 zu Besuch war. "Dort versucht Russland, Gerüchte zu streuen, die zeigen sollen: Guckt mal, der Westen lässt euch hier allein, er interessiert sich nicht für eure Probleme. Russland ist sowohl auf der afrikanischen Seite als auch bei uns aktiv und versucht, uns gegeneinander aufzubringen." Dem müsse man entgegentreten.
Mutige Helferin schlägt Räuber mit Stock in die Flucht
Anfang April überfällt ein Unbekannter einen Uhrmacher in Bremen, schlägt brutal auf sein Opfer ein. Eine Schneiderin aus dem Nachbargeschäft eilt zu Hilfe und schlägt den Täter mit einem Stock in die Flucht. Mit Überwachungsaufnahmen fahndet die Polizei nun nach dem Räuber. Die Staatsanwaltschaft setzt 1000 Euro Belohnung aus.
Großrazzia in acht Bundesländern gegen Schleuser
Bei einer groß angelegten Razzia gegen eine international agierende Schleuserbande in acht Bundesländern hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf zehn Verdächtige verhaften lassen. Bei dem Einsatz waren seit dem frühen Morgen mehr als 1000 Beamte der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft beteiligt. Insgesamt wurden 101 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht, darunter auch zwei Rechtsanwaltskanzleien, wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin bei Bonn berichtete. Unter Ausnutzung von Sonderregeln für ausländische Fachkräfte soll die mutmaßliche Schleuserbande etwa 350 zumeist chinesischen Staatsangehörigen gegen fünf- und sechsstellige Eurobeträge Aufenthaltserlaubnisse verschafft haben. Razzien gab es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern.
"Nackte Kanone": Pamela Anderson spielt in Neuauflage mit
Zwei Kultproduktionen aus den 1990er Jahren werden bald auf der Kinoleinwand vereint. Bei der Neuauflage des "Nackte Kanone"-Klamauks wird auch die "Baywatch"-Ikone Pamela Anderson dabei sein. Das berichteten die US-Branchenblätter "Deadline.com" und "Hollywood Reporter". Anderson postete einen der Berichte in einer Instagram-Story. Paramount Pictures hatte den Film kürzlich für Juli 2025 angekündigt.
Liam Neeson übernimmt in der Produktion die Paraderolle des schusseligen Polizisten Frank Drebin, den einst der 2010 gestorbene Leslie Nielsen berühmt machte. Anderson soll laut "Hollywood Reporter" dessen Angebetete spielen, eine Rolle, die in der Original-Filmreihe Priscilla Presley zufiel. Die drei "Naked Gun"-Komödien - "Die nackte Kanone", "Die nackte Kanone 2½" und "Die nackte Kanone 33⅓" - kamen zwischen 1988 und 1994 ins Kino.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
steigen Sie aktuell mit einem guten Gefühl in eine Boeing-Maschine? Der US-Flugzeugbauer ist mit einer Reihe von technischen Pannen in den vergangenen Monaten erneut in die Schlagzeilen geraten. Nicht zu vergessen die tödlichen Abstürze von zwei Flugzeugen des Typs 737 MAX. Was läuft schief bei den Qualitätskontrollen des Unternehmens? Mit dieser Frage beschäftigt sich heute ab 20.15 Uhr MESZ bei einer Anhörung der US-Senat.
Im Unterausschuss für Ermittlungen soll unter anderem ein Boeing-Mitarbeiter aussagen, der nun als Whistleblower auftritt. Er behauptet, dass Boeing bei der Herstellung des Modells 787 "Dreamliner" Fehler beim Zusammenfügen von Rumpfteilen toleriert habe, was die Lebenszeit der Flugzeuge verringern könne. Der Konzern wies die Vorwürfe mit Nachdruck zurück. Da Boeing neben Airbus der bedeutendste Flugzeugbauer der Welt ist, haben etwaige Folgen der politischen Debatte in Washington Auswirkungen auch im Rest des Globus.
Auf diese Termine blicken wir heute außerdem:
Der Iran muss nach seinem Raketen- und Drohnenangriff auf Israel mit neuen EU-Sanktionen rechnen. EU-Chefdiplomat Josep Borrell teilte gestern Abend nach einer Videoschalte der Außenminister der Mitgliedstaaten mit, er werde sein Team um Vorbereitungen für weitere Strafmaßnahmen bitten.
Außenministerin Annalena Baerbock trifft sich um 10 Uhr in Israel zu neuerlichen Krisengesprächen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und anderen führenden Politikern.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten kommen heute zu einem zweitägigen Gipfeltreffen in Brüssel zusammen
Die Verkehrsminister der Länder kommen ab 11 Uhr für zweitägige Beratungen in Münster zusammen. Bis morgen stehen unter anderem die Zukunft des Deutschlandtickets, die sichere Mitnahme von E-Scootern in Bussen und Bahnen sowie die Finanzierung des ÖPNV mithilfe des Bundes auf dem Programm.
Im Ringen um eine Krankenhausreform kommt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach heute erneut mit den Ressortchefs der Länder zusammen.
Das Europäische Parlament veröffentlicht die Eurobarometer-Umfrageergebnisse zu Wahlabsichten und zur Akzeptanz der EU in Deutschland.
Der Prozess wegen des Verdachts der Russland-Spionage wird um 9.30 Uhr vor dem Berliner Kammergericht fortgesetzt.
Die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank geht in Washington weiter.
Ein junger Mann soll nicht mit dem Lebensstil seiner Schwester einverstanden gewesen sein und sie deshalb erstochen haben. Der Mordprozess beginnt um 9 Uhr vor dem Landgericht Bremen.
Der FC Bayern München fühlt sich bereit für einen magischen Fußball-Abend in der Champions League. Nach dem 2:2 in London strebt der entthronte deutsche Meister ab 21 Uhr gegen den FC Arsenal den Einzug in das Halbfinale an.
Kommen Sie gut in diesen Mittwoch. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Bei dieser Airline gibt es die meisten Flugausfälle
Die zahlreichen Arbeitskämpfe der vergangenen Monate zeigen Wirkung: Bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa sind im ersten Quartal dieses Jahres im europaweiten Vergleich die meisten Flüge ausgefallen. Die Airline stornierte in den ersten drei Monaten des Jahres 5,99 Prozent ihrer Flüge, im gleichen Zeitraum 2023 waren es 2,97 Prozent, wie der Rechtsdienstleister Flightright mitteilte. Insgesamt schnitt Deutschland in dem Ranking schlecht ab. Grund dafür seien die wiederholten Streiks im ersten Quartal.
"Die aktuellen Daten zeigen deutlich, dass die Lufthansa bei Flugstornierungen europaweit am schlechtesten abschneidet", erklärte Jan-Frederik Arnold, Geschäftsführer von Flightright. Insgesamt fielen dem Portal zufolge 6803 Lufthansa-Flüge aus. Die niederländische Airline KLM folgte erst mit einem klaren Abstand und einem Anteil der Annullierungen von 2,27 Prozent auf dem zweiten Platz.
Bayern empört über Berliner 29-Euro-Ticket
Schon zum 1. Juli will Berlin im Stadtgebiet das 29-Euro-Ticket für Busse und Bahnen einführen. Was die Fahrgäste freuen dürfte, löst auf politischer Ebene scharfe Kritik aus. Deutliche Worte kommen etwa aus Bayern. Der Freistaat ist größter Geldgeber im Länderfinanzausgleich, Berlin gehört zu den Ländern, die traditionell den größten Zuschuss aus dem Solidartopf bekommen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, aber auch das FDP-geführte Bundesverkehrsministerium sehen wegen Berlins Alleingang sogar das Deutschlandticket in Gefahr.
"In Bayern können wir das Angebot im ÖPNV nur mit einem tiefen Griff in die Staatskasse aufrechterhalten, während Berlin als Hauptempfänger des Länderfinanzausgleiches mit bayerischem Geld einen Gesamtrabatt für alle Fahrgäste finanziert. Das ist nur schwer nachvollziehbar und alles andere als nachhaltig", sagte Bernreiter dem "Tagesspiegel". "So etwas geht letztlich auch auf Kosten des Deutschlandtickets. Da ist es kein Wunder, dass wir uns Gedanken über eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs machen." Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium und Bahnbeauftragter der Bundesregierung, sieht das Deutschlandticket ebenfalls in Gefahr. Es biete die Chance, "komplexe Tarifsysteme radikal zu vereinfachen und Strukturen in den Verkehrsverbünden zu verschlanken", sagte der FDP-Politiker dem "Tagesspiegel". "Regionale Konkurrenzprodukte wie das Berliner 29-Euro-Ticket konterkarieren diese Ziele."
Amerikaner halten Trump in Wirtschaftsfragen für kompetenter als Biden
Ungeachtet vom tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg seiner Unternehmen und Unterfangen: Die US-Wähler halten einer Umfrage zufolge den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump in Wirtschaftsfragen für fähiger als den demokratischen Amtsinhaber Joe Biden.
Dies geht aus einer veröffentlichten Reuters/Ipsos-Erhebung hervor. Demnach gaben 41 Prozent der Befragten an, Trump habe den besseren Ansatz bei dem Thema. Bei Biden waren es 34 Prozent. Im März hatte der Abstand drei Prozentpunkte betragen, im Februar sechs. Der Zustand der Wirtschaft ist einer der wichtigsten Faktoren für Bidens Chancen auf eine Wiederwahl. Die Verbraucher litten jahrelang unter stark steigenden Preisen. Zuletzt hat sich die Inflation abgeschwächt. In der Umfrage unter 1016 Erwachsenen sank Bidens Zustimmungsrate leicht von 40 auf 38 Prozent. Die Fehlerquote lag bei drei Prozentpunkten.
Lehrerverband warnt vor bekifften Schülern im Unterricht
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, hat nach der Anfang April erfolgten Teil-Legalisierung von Cannabis vor bekifften Schülern im Unterricht gewarnt. "Die Gefahr bekiffter Schüler im Unterricht ist jetzt größer. Lehrer werden besonders gefordert sein", sagte Düll der "Rheinischen Post". Betroffen seien vor allem die Schulen mit bereits volljährigen Schülern. "Schulzentren beispielsweise mit Gesamtschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen. Da sind viele Schüler schon 18 Jahre alt", sagte Düll. Daher werde sich jetzt genau angeschaut, "wie sich die Situation seit Beginn der Freigabe entwickelt".
Zugleich warnte Düll die Schüler vor dem Cannabis-Konsum. "Wer bekifft im Unterricht sitzt, muss mit Ordnungsmaßnahmen rechnen. Je nach den Umständen können auch die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet werden." Zugleich müsse man aber ehrlich sein: "Es gab vorher schon einen Schwarzmarkt. Neu ist, dass der Zigaretten-Schwarzmarkt für Minderjährige jetzt um Cannabis erweitert wird."