Das war Mittwoch, der 21. August 2019
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie hatten einen schönen Mittwoch und konnten das doch sehr milde Wetter noch ein wenig genießen. Heute hat uns das Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit dem britischen Premierminister Boris Johnson beschäftigt. Eine Einigung für den Brexit-Exit scheint immer noch nicht in Sicht zu sein und dabei sind es nur noch zwei Monate bis zum Austritt.
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Mit Loverboy-Masche angelockt: Männer trieben Frauen in Zwangsprostitution
Da dieser Tag für mich heute schon so musiklastig angefangen hat, schließe ich ihn auch mit einer kleinen Song-Erinnerung. Paul Simon schrieb 1986 das Lied "You can call me Al". Das macht einfach noch mal richtig gute Laune zur Nacht. Damit verabschiede ich mich von und würde mich freuen, wenn Sie morgen wieder im "Tag" vorbei schauen.
Brandenburger Künstler veröffentlichen Lied gegen AfD
Rund 200 Künstler, Musiker und andere Kreative haben ein Video bei Youtube veröffentlicht, in dem sie dazu aufrufen, vor der Wahl noch einmal genau nachzudenken, wer gewählt wird. Darüber berichtete "Bento". Am 1. September wird in Brandenburg der Landtag gewählt. Dass der nicht von der AfD dominiert werden soll, ist für die Künstler aus Brandenburg völlig klar. Deshalb singen sie den Song "Wir nich!" und positionieren sich in eine andere Richtung, benennen gleichzeitig auch Widersprüche im Wahlprogramm der AfD. Die Gruppe nennt sich "Künstler mit Herz Brandenburg". Das knapp vierminütige Video soll ein Zeichen für ein offenes, tolerantes Miteinander setzen und wurde bereits über 36.000 Mal angeklickt. Die Idee kam der Gruppe durch ein ähnliches Video, das im vergangenen Jahr in Bayern veröffentlicht wurde.
Ex-Arzt soll für Tod von drei Veteranen verantwortlich sein
Weil er falsche und irreführende Diagnosen gestellt haben soll, wird ein ehemaliger Pathaloge in Arkansas in den USA angeklagt. In der Folge seien drei ehemalige Soldaten gestorben. Er soll zudem Aufzeichnungen verfälscht und unter Drogen gearbeitet haben. Über den Fall berichtete die "New York Times". Schon vor drei Jahren soll der Arzt betrunken zur Arbeit erschienen sein und hatte sich verpflichtet, nicht nur nüchtern zu erscheinen sondern auch regelmäßige Drogentests mitzumachen. Offenbar habe er aber eine chemische Droge konsumiert, die in regulären Bluttests nicht nachgewiesen werden konnte. Der 53-Jährige leitete demnach die Abteilung für Pathologie und Labor-Untersuchungen im "Veterans Health Care System" in Ozark. Neben den Anklagen wegen Totschlags soll er sich auch wegen Betrugs und Falschaussagen verantworten. Bei einer Anhörung erklärte er, nicht schuldig zu sein.
Hongkonger Demonstranten blockieren U-Bahnhof
Die Polizei in Hongkong scheint nicht Herr der Lage zu werden. Erneut kommt es zu Protesten und Ausschreitungen gegen die Regierung- diesmal in einer U-Bahnstation. Einige Aktivisten hätten versucht, die Polizei daran zu hindern, in den Bahnhof zu kommen. Sie blockierten Ausgänge mit Mülltonnen und beschmierten den Boden mit Bratöl, Bier und Waschmittel. Die Einsatzkräfte seien mit leeren Feuerlöschern beworfen worden, berichtet eine Nachrichtenagentur. Diesmal habe die Polizei demnach darauf verzichtet, Tränengas zu verwenden oder auch gewaltsam die Blockade der Protestler aufzulösen.
Zug fährt 280 Stundenkilometer schnell - und mit offener Tür
Nicht mit angezogener Handbremse, sondern mit offener Tür: In Japan ist ein Hochgeschwindigkeitszug bei 280 Stundenkilometern mit offener Tür durchs Land gerast. Der Zwischenfall in dem eigentlich für seinen hohen Sicherheitsstandard bekannten Shinkansen-Zug ereignete sich kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof Sendai im Nordosten Japans, wie der Betreiber mitteilte. Verletzt wurde niemand. Der Zug in Richtung Tokio musste einen Nothalt in einem Tunnel einlegen, nachdem der Lokführer durch ein Warnsignal auf die Panne aufmerksam wurde. Er stellte bei einer Überprüfung fest, dass die Tür in einem Abteil sperrangelweit offen stand. Schuld war dem Betreiber zufolge ein Mitarbeiter, der vergessen hatte, die Tür nach der Abfahrt zu verriegeln.
Liam Hemsworth reicht Scheidung von Miley Cyrus ein
Nun ist es offiziell: Hollywoods Traumpaar Liam Hemsworth und Miley Cyrus lassen sich scheiden. Das Paar hatte vor etwa zehn Tagen die Trennung bekannt gegeben. US-Medien berichten nun, das Hemsworth die Scheidung eingereicht hat. Dem Entertainment-Portal "The Blast" zufolge stellte der australische Schauspieler heute den Antrag vor Gericht in Los Angeles. Er habe "unüberbrückbare Differenzen" als Grund angegeben. Laut "People.com" hat Hemsworth die Promi-Anwältin Laura Wasser angeheuert.
Videos des Tages
NPD-Funktionär erneut zu Haft verurteilt
Tino Brandt, der frühere Thüringer NPD-Funktionär und V-Mann des Verfassungsschutzes, ist wegen Versicherungsbetrugs verurteilt worden. Er muss sechs Jahre und neun Monate in Haft. Das Landgericht Gera sprach den 44-Jährigen schuldig, mit Scheinverträgen, fingierten Unfällen und Krankheiten bei Arbeitsämtern, Krankenkassen und Unfallversicherungen abkassiert zu haben. Außerdem soll er 134.000 Euro zahlen. Brandt sitzt bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Gefängnis. Er war in den 90er-Jahren ein aktiver Neonazi in Thüringen.
Kolumbianer schaute Hunderten Frauen unter den Rock
Frauen in Miniröcken und kurzen Kleidern fielen ihm zu Opfer: Ein Kolumbianer filmte ihnen womöglich jahrelang mit einer Handy-Kamera unter die Röcke.
Der 53-jährige habe die Aufnahmen des sogenannten "Upskirtings" anschließend auf Pornoseiten im Internet hochgeladen haben, berichtete die Zeitung "El País".
Der Mann wurde inzwischen in Madrid erwischt und festgenommen.
Die Polizei schätzt die Zahl der Betroffenen auf 555, darunter auch einige Minderjährige.
Seine Internetseite habe gut 3500 Abonnenten und fast 84.600 Besucher gehabt. Insgesamt seien seine Videos mehr als eine Million Mal geklickt worden.
In Deutschland sind solche Upskirting-Aufnahmen bislang in der Regel nicht strafbar.
"Sea-Watch"-Kapitänin lehnt Auszeichnung ab
Die deutsche "Sea-Watch"-Kapitänin Pia Klemp hat eine Auszeichnung der Stadt Paris abgelehnt. Klemp kritisierte in einem offenen Brief auf Facebook den Umgang der Stadt und ihrer Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit Migranten und Geflüchteten. "Frau Hidalgo, Sie wollen mich für meine Solidaritätsaktion im Mittelmeer auszeichnen", schrieb sie. k "Gleichzeitig stiehlt Ihre Polizei Decken von Menschen, die gezwungen sind, auf der Straße zu leben, während Sie Demonstrationen unterdrücken und Menschen kriminalisieren, die die Rechte von Migranten und Asylsuchenden verteidigen."
Klemp steuerte die beiden zivilen Rettungsschiffe "Iuventa" und "Sea-Watch 3". Paris hatte im Juli angekündigt, den Kapitäninnen Carola Rackete und Klemp die höchste Verdienstmedaille der Stadt zu verleihen. Damit sollten das Engagement der beiden für die Achtung der Menschenrechte gewürdigt werden, hieß es damals. "Was wir brauchen, sind Freiheit und Rechte. Es ist an der Zeit, dass wir heuchlerische Ehrungen anprangern und die Lücke mit sozialer Gerechtigkeit füllen", schrieb Klemp. Die Hilfsorganisation Sea Watch bestätigte, dass es sich bei dem Post auf dem nicht verifizierten Account um Klemp persönlich handele.
Mädchen tanzt überraschend vorm Papst bei Generalaudienz
Ungewöhnlich normal: Papst Franziskus hat ein krankes Mädchen auf der Bühne tanzen und laufen lassen. Das Kind lief bei der Generalaudienz in Rom umher und wandte sich immer wieder dem Papst zu. "Wir alle haben dieses schöne Mädchen gesehen, es ist schön, aber es ist auch arm - es ist nämlich Opfer einer Krankheit, und es weiß nicht, was es tut", sagte der Pontifex. Danach rief er das Publikum auf, für das Kind zu beten. Franziskus zeigt sich gerne zugänglich und nahbar. Im vergangenen Jahr hatte der 82-Jährige einen Jungen bei der Generalaudienz auf der Bühne spielen lassen.
Deutschland nimmt Menschen aus dem Libanon auf
Im Rahmen des EU-Aufnahmeprogramms hat Deutschland 158 Menschen aus dem Libanon aufgenommen.
Sie werden nun auf die Bundesländer verteilt, teilte das Bundesinnenministerium mit.
Das EU-Programm ist eines von mehreren Programmen, in deren Rahmen die Bundesrepublik Schutzbedürftige direkt aus Krisenregionen aufnimmt.
Die Teilnehmer können so die schwierige Reise nach Europa auf eigene Faust, um hier Asyl zu beantragen, vermeiden.
Thomalla ruft zur ostdeutschen Wahl gegen Rechts auf
Die Schauspielerin Simone Thomalla beteiligt sich an einer Kampagne des Vereins "Gesicht Zeigen!" und ruft vor den Wahlen in Ostdeutschland dazu auf, gegen Rechts zu stimmen. Dafür wird Sie im Netz angefeindet, wie sie dem "Tagesspiegel" in einem Interview sagte. Aus Kommentaren gehe hervor, dass viele Menschen dort aus Wut und Opposition eine rechte Haltung einnähmen. Sie sagte: "Schlimm genug, keinen anderen Ausweg zu sehen, als rechts zu denken oder gar zu wählen. Aber was mich zusätzlich bestärkt hat, diese Aktion zu unterstützen, ist die Tatsache, dass wir Lichtjahre von diesem großen Wunschdenken einer weltoffenen, multikulturellen Gesellschaft entfernt sind."
"Systemsprenger" ist für einen Oscar nominiert
Der Spielfilm "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt geht für Deutschland ins Rennen um einen Oscar. Er wurde unter sieben Bewerbern als Kandidat für die Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film ausgewählt. Dies teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München mit.
Der Film handelt von einem neunjährigen Mädchen, das in verschiedenen Pflegefamilien versucht, mit dem Leben als "Systemsprengerin" zurechtzukommen. Das Mädchen ist aggressiv und "treibt ihre Mitmenschen zur Verzweiflung", wie es auf der Internetseite zum Film heißt.
Schlagzeilen zum Feierabend
Trump verschärft Festnahmeregeln für Migrantenkinder
Migrantenfamilien, die die Südgrenze der USA illegal überqueren, könnten auf unbestimmte Zeit unter einer von der Trump-Regierung angekündigten neuen Regelung festgehalten werden. Das bestätigte die US-Behörde.
Diese neue Regelung ersetzt eine Vereinbarung, die eine Obergrenze für die Dauer der Haft für Migrantenkinder festgelegt hatte.
Der Schritt wurde vom amtierenden Kevin McAleenan vom Heimatschutzministerium angekündigt und soll in 60 Tagen in Kraft treten.
Bundesbeamten erleichtert die neue Regelung, die Familienhaft landesweit auch noch auszuweiten.
Seit 1997 waren im sogenannten Flores Settlement Agreement die Grundlagen für die Inhaftierung von Migrantenkindern und -Jugendlichen festgelegt. Die Dauer war auf 20 Tage begrenzt.
Mann fährt mit E-Scooter auf die Autobahn
Einem Navigationsgerät sollte man nicht immer vertrauen. Das musste nun auch ein Mann aus Dubai feststellen, den es mit dem E-Scooter auf die Autobahn gelotst hatte. Die Kölner Polizei stoppte den 23-Jährigen auf dem Standstreifen der Autobahn 57. Er war in Richtung Kreuz Köln-Nord unterwegs. "Nach Zahlung eines Verwarngeldes durfte der junge Mann seine Fahrt abseits der Autobahn fortsetzen", teilten die Beamten mit. Der Mann war mit dem E-Tretroller gerade erst auf die A57 aufgefahren, als ein Verkehrsteilnehmer ihn sah und die Polizei alarmierte.
Maas hat Pech: Regierungsflieger hebt wieder nicht ab
Das Flugzeug der Bundesregierung macht immer wieder Probleme. Diesmal bei Außenminister Heiko Maas, der mit dem Airbus A340 eigentlich nach Moskau fliegen wollte. Doch wie der "Spiegel" berichtet, kam es dazu nicht. Offenbar sei die Hydraulik defekt gewesen, und Maas musste mit einem Truppentransporter zum Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow fliegen. Laut Informationen des "Spiegel" soll die Maschine gewechselt worden sein, um eine Verspätung zu vermeiden. In dem Airbus 310 habe es sogar einen kleinen VIP-Bereich und Platz für die ganze Delegation gegeben. Erst im Mai hatte Maas sich bei einem Termin verspätet, weil ein Bundeswehr-Flieger nicht abheben konnte.
Greta schickt Grüße vom Boot
Sie ist inzwischen zur Hälfte über den Atlantik gesegelt: Klima-Aktivistin Greta Thunberg lässt ihre 2,6 Millionen Follower bei Instagram an ihrer Reise teilhaben. An Tag sieben postet sie ein Foto und schreibt dazu: "Sehr angenehme Bedingungen." Die herrschen offenbar auf dem Segelschiff.
Die 16-Jährige hatte sich für einen Segel-Törn entschieden, um möglichst umweltfreundlich nach New York zur UN-Klimakonferenz zu kommen. Am 14. August war das Team zu der über 3000 Meilen weiten Reise aufgebrochen.
Plastik wird am Everest verboten
Wunderschöne Natur und Plastikmüll? Das passt irgendwie nicht zusammen. Genau deshalb haben die nepalesischen Behörden nun eine neue Regelung für die Besteigung des Mount Everest bekannt gegeben.
Ab 1. Januar sollen die meisten Plastikverpackungen und insbesondere Plastikflaschen rund um den Berg nicht mehr genutzt werden dürfen.
Das Verbot bezieht sich auf die Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu und betrifft Plastik von weniger als 30 Mikrometer Stärke.
2019 wurden schon mehr als zehn Tonnen Müll eingesammelt.
Seit Jahren schon versuchen die zuständigen Behörden gegen den extremen Müll anzugehen. Teams müssen eine Summe zahlen, die nur erstattet wird, wenn sie mindestens acht Kilogramm Müll wieder mitbringen.
Marvel-Chef trennt sich von Spiderman
Künftige Spiderman-Verfilmungen liegen nicht mehr in der Hand von Marvel. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf das Branchenmagazin "Deadline". Die Filmrechte für Spiderman lagen jahrelang bei Sony. Nach einer monatelangen Verhandlung steht nun fest, dass Sony und Marvel-Chef Kevin Feige nicht weiter zusammen arbeiten werden. Offenbar hatte es zuvor Unklarheiten über die Finanzierung gegeben, wie der "Stern" berichtet. Die ursprüngliche Vereinbarung zwischen Disney und Sony soll fünf Spiderman-Auftritte und zwei Solo-Filme enthalten haben.
Diese neue Entwicklung bedeutet, dass der Marvel-Chef an den zwei geplanten Spiderman-Filmen nicht mehr mitwirken wird. Fans befürchten nun, der Superheld könne gänzlich aus dem Marvel-Universum verschwinden. Auftritte in den Avengers-Filmen, die auch zu diesem Universum gehören, würden dann nicht mehr stattfinden. Auch einige Darsteller appellieren an die Filmemacher und wollen Spiderman zurück, wie etwa Jeremy Renner.
Schwestern in Russland hoffen auf Mord-Freispruch
Drei Schwestern sind in Russland für den Mord an ihrem Vater angeklagt. Der gewalttätige Mann hatte die drei jungen Frauen jahrelang misshandelt. Nun hoffen sie, dass das Verfahren angesichts neuer Ermittlungsergebnisse eingestellt wird.
Die Ermittler hätten schriftlich bestätigt, dass der Vater seine Töchter jahrelang auch sexuell missbraucht habe, sagte Verteidiger Alexej Parschin der Zeitung "Kommersant".
Die Mädchen hätten körperliche und psychische Schäden von dem Missbrauch davongetragen und aus Angst um ihr Leben in Notwehr gehandelt.
Am Sonntag hatte es ein Solidaritätskonzert für die Teenager in Moskau gegeben, das sich auch gegen häusliche Gewalt allgemein richtete. Die Öffentlichkeit nimmt großen Anteil an dem Mordprozess gegen die Frauen im Alter von 17 bis 19 Jahren.
Schichtwechsel
Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou hat sich für heute verabschiedet und ich werde ab sofort versuchen, den "Tag" so informativ, spannend und unterhaltsam wie möglich fortzuführen. Mein Name ist Josephin Hartwig (josephin.hartwig@nama.de) und zu Beginn meines Dienstes möchte ich Sie an einem Lied teilhaben lassen, das mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf geht. Viel Spaß damit und einen angenehmen Nachmittag!
Bielefeld gibt's nicht: Eine Million Preisgeld für Beweis
Glauben Sie auch, dass es Bielefeld nicht gibt? Dann können Sie jetzt richtig viel Geld gewinnen. Aber nur, wenn Sie das beweisen können.
Bielefeld hat nämlich eine Million Euro für den Beweis ausgesetzt, dass es die Stadt nicht gibt. Die Marketing-Abteilung der Stadt will damit einer hartnäckigen Verschwörungstheorie öffentlichkeitswirksam ein Ende bereiten. Vor 25 Jahren war im Internet ein satirisch gemeinter Text aufgetaucht, in dem behauptet wurde, die ostwestfälische Stadt existiere nicht. Der Witz wurde zum Selbstläufer, der Spruch "Bielefeld gibt's doch gar nicht" zum Dauerbrenner.
Die Stadt stellte nun ihr PR-Gegenkonzept vor: "Wenn du beweisen kannst, dass es Bielefeld wirklich nicht gibt, gewinnst du 1 Million Euro", wirbt Bielefeld-Marketing auf der eigens eingerichteten Wettbewerbs-Homepage. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt - "nur unumstößlich müssen die Perlen deiner Weisheit sein".
Gleichzeitig betonen die Macher der Aktion, man meine es durchaus ernst mit dem Millionengewinn, gehe aber zu 99,9 Prozent davon aus, jeden Beweis widerlegen zu können.
Mutmaßlicher Islamist will in den Urlaub
Vor dem Verwaltungsgericht Aachen hat der Prozess um das Ausreiseverbot gegen einen mutmaßlichen Terrorkämpfer begonnen. Er wolle mit seiner Familie ein normales Leben führen und auch in den Urlaub fahren, sagte der 35-jährige Syrer kurz vor Beginn der Verhandlung.
Die Städteregion Aachen hatte nach einem Hinweis des Verfassungsschutzes ein Ausreiseverbot verhängt. Nach Erkenntnissen der Behörde soll der Mann 2013 in Syrien an Kämpfen islamistisch-terroristischer Gruppen teilgenommen haben.
Sein nicht mehr abrufbares Facebook-Profil aus demselben Jahr zeige ihn als Dschihadist mit einer Kalaschnikow und als Standort die syrische Stadt Aleppo.
Der Kläger lebt nach Gerichtsangaben mit Unterbrechungen seit 2001 in Deutschland. Er ist Vater zweier in Deutschland geborener Kinder und hat einen Hauptschulabschluss gemacht.
China droht USA mit Sanktionen
China hat den USA wegen des angekündigten Verkaufs von Kampfflugzeugen an Taiwan mit Sanktionen gedroht. China werde seine Interessen auch mit der "Verhängung von Sanktionen gegen US-amerikanische Unternehmen" wahren, "die an Waffenverkäufen nach Taiwan beteiligt sind", erklärte das Außenministerium in Peking.
Zwei Polizistinnen sollen Kollegen vergiftet haben
Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat gegen zwei Polizistinnen Anklage wegen versuchten Mordes erhoben - Sie sollen versucht haben, den Ehemann einer der beiden zu vergiften. Dieser ist ebenfalls Polizeibeamter.
Den 40 Jahre und 42 Jahre alten Frauen wird vorgeworfen, dass sie im Februar den 52-jährigen Ehemann der 40-Jährigen mit einer Überdosis Medikamente töten wollten. Der Mann war mit Vergiftungserscheinungen in eine Klinik eingeliefert worden. Er überlebte.
Die 40-Jährige hat die Tat teilweise eingeräumt. Ihre mutmaßliche Komplizin äußerte sich nicht. Die Frauen sitzen in Untersuchungshaft.
Bei einer Verurteilung wegen versuchten Mordes droht ihnen eine Freiheitsstrafe zwischen 3 und 15 Jahren.
Verfolgungsjagd endet mit Tod eines Unbeteiligten
Auf der Flucht vor der Polizei hat ein 37-jähriger Autofahrer in Braunschweig einen tödlichen Unfall verursacht. Der Mann war gestern Abend in zwei Autos gekracht, die auf einem Abbiegestreifen warteten. Der 33 Jahre alte Fahrer eines Wagens starb dabei an der Unfallstelle.
Der Unfallverursacher und der 43 Jahre alte Fahrer des anderen beteiligten Autos kamen verletzt ins Krankenhaus.
Die Polizei fand Drogen im Wagen des Unfallfahrers und veranlasste eine Blutprobe.
Er sollte kontrolliert werden, weil dem Halter des Kennzeichens auf dem Fahrzeug der Führerschein entzogen worden war.
Die Polizei sucht Zeugen, diese werden gebeten, sich unter der Nummer 0531/476-3935 zu melden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Britischer Konsulatsmitarbeiter in Hongkong festgenommen
China hat Berichte über die Festnahme eines Mitarbeiters des britischen Konsulats in Hongkong bestätigt.
Der Mann sei von der Polizei in der südchinesischen Metropole Shenzhen in Gewahrsam genommen worden, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang in Peking. Wegen eines Verstoßes gegen ein Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit sei er mit einer 15-tägigen Verwaltungshaft belegt worden.
Der Konsulatsmitarbeiter stamme aus Hongkong "und ist somit Chinese", sagte Geng. "Es handelt sich also um eine innere Angelegenheit Chinas."
Nach Angaben seiner Familie war der Mann namens Simon Cheng am 8. August zu einer eintägigen Geschäftsreise nach Shenzhen aufgebrochen. Er sei dann aber nicht nach Hongkong zurückgekehrt.
Schüsse auf Team von Rapper Booba bei Dreharbeiten
Booba gilt als König des Raps in Frankreich. Der 42-Jährige arbeitete unter anderem mit Stars wie US-Rapper 50 Cent zusammen. Doch der Rapper hat nicht nur einflussreiche Freunde, sondern offenbar auch einige Feinde.
Bei Dreharbeiten zu Boobas neuem Videoclip haben Bewaffnete das Feuer eröffnet.
Mehr als ein Dutzend Angreifer hätten das Team von Booba heute Nacht angegriffen, berichtete unter anderem der französische Sender Europe 1. Booba habe sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr in dem verlassenen Lagerhaus in Aulnay-sous-Bois bei Paris aufgehalten. Mehrere Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, die Angreifer hätten geschossen und seien mit Baseballschlägern auf das Team losgegangen.
Dem Sender BFMTV zufolge wurde Boobas Manager angeschossen, der Regisseur des Videoclips ist am Kopf verletzt worden.
Achtjähriger rast mit 140km/h auf Autobahn
Ein achtjähriger Junge aus Soest ist mit dem Wagen seiner Mutter über die Autobahn 44 in Nordrhein-Westfalen gebrettert.
Bei einer Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometern bekam er aber offenbar Muffensausen und fuhr auf einen Autobahnparkplatz. Dort stellte er das Auto mit eingeschaltetem Warnblinklicht in eine Ecke und sicherte den Wagen zusätzlich mit einem Warndreieck.
Die Mutter hatte in der Nacht die Polizei angerufen und von dem Ausflug ihres "autoaffinen" Sohns berichtet. Der Achtjährige würde regelmäßig Kart und Autoskooter fahren und habe auf einem Privatgelände auch schon mal ein Auto gesteuert, gab sie an.
Der Schüler sagte der Polizei, er habe "nur ein bisschen Auto fahren" wollen.
Ulfenbachtal klagt über Invasion der Riesenschlangen
Seltene Tiere sollten geschützt werden. Das ist Konsens, auch in Hessen. Dort wurde 2009 ein Artenschutzprogramm für die seltene Äskulapnatter ins Leben gerufen. Die Maßnahmen sind so erfolgreich, dass aus der bis zu zwei Meter großen Schlange eine echte Plage geworden ist.
Teilabschaffung des Soli beschlossen
Die Bundesregierung hat die Teilabschaffung des Solidaritätszuschlags beschlossen. Das Kabinett gab grünes Licht für die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz. Demnach soll der Soli für 90 Prozent der Zahler wegfallen und für weitere 6,5 Prozent zumindest reduziert werden. Nur Top-Verdiener sollen dann ab Januar 2021 noch wie bisher belastet werden.
Fall Lübcke: Ermittler finden 46 Schusswaffen
Im Mordfall Lübcke haben Ermittler bei Durchsuchungen wesentlich mehr Waffen gefunden, als bisher bekannt war. Sie beschlagnahmten insgesamt 46 Schusswaffen, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner von der Linken hervorgeht.
Details zu Fundort und Art der Waffen machten die Ermittler nicht, auch nicht dazu, welchem der drei Verdächtigen sie zuzuordnen sind.
Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus bei Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.
Der Verdächtige hatte den Ermittlern ein Waffenversteck auf dem Gelände seines Arbeitgebers in Kassel verraten. Dort hatten die Ermittler zunächst fünf Schusswaffen, darunter die Tatwaffe, gefunden.
Jeder Vierte in Deutschland hat Migrationshintergrund
Jeder vierte Einwohner in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Auf 20,8 Millionen Menschen traf dies im vergangenen Jahr zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspreche einem Zuwachs von 2,5 Prozent im Vergleich zu 2017. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt damit bei 25,5 Prozent. Rund 52 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund sind den Angaben zufolge Deutsche, knapp 48 Prozent Ausländer.
Als Person mit Migrationshintergrund gilt, wer entweder selbst oder wenn mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.
Schlagzeilen am Morgen
Stegner: Hat Trump seine Tabletten vergessen?
Fast 2000 Beamte bei Razzia in Berlin
Die Berliner Staatsanwaltschaft greift hart gegen Schleuser durch. Seit dem frühen Morgen durchsuchen mehr als 1900 Beamte von Hauptzollamt und Bundespolizei über 100 Wohnungen und Geschäfte in der Hauptstadt. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter mit. Hintergrund ist der Verdacht auf Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern im Baugewerbe.
Reporter wird vor laufender Kamera bewusstlos geschlagen
Nach einer Gruppenvergewaltigung herrscht in Mexiko große Wut. Polizisten stehen im Verdacht, zwei Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Der Fall treibt Hunderte Frauen in Mexiko-Stadt auf die Straße. Die Proteste eskalieren. Ein Reporter wird vor laufender Kamera brutal angegriffen.
Frauenprotest in Mexiko eskaliert
Deutschland gibt Hunderte Millionen Euro für US-Truppen aus
Die Bundesregierung hat die US-Truppen in Deutschland in den vergangenen sieben Jahren mit 243 Millionen Euro unterstützt.
Damit wurden unter anderem Versorgungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter oder die Bewirtschaftung von Grundstücken und Gebäuden bezahlt. Hinzu kommt eine Beteiligung an den Baukosten der US-Streitkräfte.
Die 480 Millionen Euro, die der Bund von 2012 bis 2019 für alle militärischen Baumaßnahmen von Nato-Partnern in Deutschland verplant hat, entfallen "fast ausschließlich" auf die USA. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Brigitte Freihold hervor.
Doch für den US-Botschafter Richard Grenell ist es immer noch zu wenig: "Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden", sagte er.
Tattoo-Entfernung bald nur noch beim Arzt
Wer sein geweihförmiges Tattoo über dem Po noch günstig entfernen will, sollte sich vielleicht beeilen: Ab Ende 2020 dürfen laut einer neuen Verordnung zum Strahlenschutz nur noch Ärzte Tattoos per Laser entfernen.
Betreiber von Laser-Studios fürchten deshalb um ihre Existenz und warnen vor illegalen Anbietern: "Die Tattoo-Entfernung wird künftig viel teurer und es wird lange Wartezeiten geben. Ich hoffe, dass das Ganze nicht in eine Grauzone abdriftet und in Hinterzimmern praktiziert wird", fürchtet der Berliner Gründer von "Tattoolos", Markus Lühr.
Der Karlsruher Hautarzt und Laser-Experte Christian Raulin hingegen hält die neue Regelung für richtig: "Ein Arzt hat eine Ausbildung, medizinisches Verständnis und vielfach auch eine Ethik."
Wird ein Laser falsch eingesetzt, sind Verbrennungen, Pigmentveränderungen, Entzündungen, Narbenbildung oder auch Krebserkrankungen möglich.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen! Ja, Sie sind schon wach, und die Nachricht, dass Trump ein Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Frederiksen abgesagt hat, weil sie ihm Grönland nicht verkaufen will, ist kein schlechter Traum. Das ist lächerlich, peinlich und verrückt, aber leider wahr.
Dieses Thema wird uns sicherlich noch den ganzen Tag beschäftigen. Was steht heute sonst auf der Agenda:
Kanzlerin Angela Merkel empfängt heute den britischen Premierminister Boris Johnson zum Antrittsbesuch. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der festgefahrenen Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU statt.
Die Bundesregierung will heute die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für die meisten Bundesbürger beschließen. Finanzminister Olaf Scholz will die Abgabe für 90 Prozent der bisherigen Zahler streichen, weitere 6,5 Prozent sollen den Soli von 2021 an nur noch teilweise zahlen. Die Union fordert einen Fahrplan für eine komplette Soli-Abschaffung.
Nach dem Ende der populistischen Regierungskoalition in Italien muss nun Staatspräsident Sergio Mattarella einen Ausweg aus der Krise finden. Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte gestern seinen Rücktritt eingereicht. Beim Staatsoberhaupt beginnen heute zweitägige Konsultationen.
Mein Name ist Uladzimir Zhyachou, ich begleite Sie heute durch den "Tag". Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir doch eine Mail an uladzimir.zhyhachou@nama.de.
Riekes Rückspiegel am 21. August 2019
Wussten Sie, dass … die USA heute vor 60 Jahren um 28.311 Quadratkilometer (das sind elf Saarländer) gewachsen sind? Nach einem positiven Volksentscheid trat Hawaii am 21. August 1959 den USA bei.
Und damit ist Hawaii nicht nur der jüngste Bundesstaat, sondern auch der bislang einzige, der sich nicht auf dem nordamerikanischen Festland befindet. Sie wissen ja: pazifische Strände mit Surfern, Urwälder, Vulkane - hach. Wir machen uns ob lauter Fernweh erst mal einen Kaffee, schließlich ist Hawaii der einzige US-Bundesstaat, in dem diese Pflanze angebaut wird. Aloha.
Wir gratulieren … Alizée, französische Ohrwurm-Sängerin, zum 35. Geburtstag. Mittlerweile trällert sie nicht mehr (auch nicht "Moi… Lolita"), sondern tanzt lieber nur noch. Doch zum Glück gibt's ja Youtube und andere schöne Quellen. Und ab!
"Corina" bringt den Sommer zurück
Der Tag beginnt zwar recht frisch mit Frühwerten zwischen 7 und 15 Grad. Doch dafür sorgt Hoch „Corina“ für die meisten von uns schon für ziemlich gute Aussichten mit meist 10 bis 12 Sonnenstunden. Lediglich der äußerste Norden sowie der Süden und der Südosten bekommen noch mehr Wolken und letzte Schauer, die aber später mehr und mehr abklingen. Dementsprechend wird es auch bei den Nordlichtern und im Südosten für um die 7 bis 8 Stunden Sonne reichen. Am längsten grau mit nur 1 bis 4 sonnigen Betriebsstunden bleibt es noch in Richtung Alpenrand.
Die Temperaturen: an den Alpen und in Schleswig-Holstein noch eher verhalten bei 17 bis kaum 20 Grad. Im großen Rest ist es mit Sonnenschein und Höchstwerten zwischen 20 und 25 Grad aber schon ziemlich angenehm. Am wärmsten zeigt sich der Oberrhein. Anschließend legen die Werte noch weiter zu. Mit viel Sonne bekommen wir morgen zwischen 20 und 28 Grad. Der Freitag hat 21 bis 29 Grad im Programm. Und das Wochenende lässt sogar mal wieder den Hochsommer aufleben: Samstag mit 23 Grad an der Nordsee und bis zu 31 Grad am Rhein. Am Sonntag wird es nochmals heißer bei 24 bis 32 Grad. Dabei dominiert die Sonne und nur im Süden und Südosten sind nachmittägliche Wärmegewitter nicht auszuschließen. Ihr Björn Alexander






