Montag, 09. Dezember 2019Der Tag

mit Franziska Türk
22:28 Uhr

Das war Montag, der 9. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

falls Sie den Nachmittag und Abend am Glühweinstand statt am Handy verbracht haben, haben Sie nicht viel verpasst - zumindest nicht nachrichtentechnisch. Schauen wir trotzdem noch einmal zurück auf die Themen, die heute wichtig waren:

Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche eine gute Nacht!

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

21:57 Uhr

Job als Vize-Kanzler? Stegner fällt auf Telefonstreich rein

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Kurz vor dem SPD-Parteitag klingelt bei dem ehemaligen SPD-Vize Ralf Stegner das Telefon. Der designierte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans ist am Apparat - mit einem ebenso überraschenden wie lukrativen Jobangebot. Walter-Borjans - das denkt zumindest Stegner - bietet ihm den Posten von Finanzminister und Vize-Kanzler Olaf Scholz an. Tatsächlich steckt hinter dem Anruf jedoch Youtuber Klemens Kilic, der ein Video mit dem Streich auf Youtube hochgeladen hat.

Sicherlich habe er das Rumoren an der Parteibasis mitbekommen, sagt der Anrufer. Gemeinsam mit der Co-Vorsitzenden Saskia Esken wolle er eine strategische Änderung durchsetzen und auf dem Parteitag ein Signal für einen Neuanfang setzen. Die GroKo solle erhalten, aber der Vizekanzler-Posten "mit einer bekannten, progressiven Stimme" neu besetzt werden. Stegner braucht einige Sekunden, um zu antworten. "Da müsste ich einen Moment drüber nachdenken, aber Erfahrung als Finanzminister habe ich tatsächlich", sagt er. "Und vorstellen kann ich mir das." Allerdings müsse er zunächst mit seiner Frau reden.

21:30 Uhr

Tumult und Wortgefechte bei Impeachment-Untersuchung

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Findet das Impeachment-Verfahren doof: Aufgebrachter Trump-Anhänger.

(Foto: REUTERS)

In der Impeachment-Untersuchung gegen US-Präsident Donald Trump haben sich Anwälte von Demokraten und Republikanern im US-Kongress harte Wortgefechte geliefert. Ein Rechtsvertreter der oppositionellen Demokraten bekräftigte vor dem US-Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Trump habe eindeutig sein Amt missbraucht, als er die Ukraine zu Ermittlungen gegen seinen Rivalen Joe Biden gedrängt habe. Der Präsident habe seine Wiederwahl über die "nationale Sicherheit der Nation und die Unversehrtheit ihrer Wahlen" gestellt. Trump habe immer wieder gesagt, dass er als Präsident alles dürfe, sagte Anwalt Barry Berke. Das sei falsch. "Niemand steht über dem Gesetz. Auch der Präsident nicht."

Der Anwalt der Republikaner, Stephen Castor, wies die Vorwürfe gegen Trump dagegen entschieden zurück. Die Anschuldigungen seien "Blödsinn", die Untersuchung viel zu schnell verlaufen. Bei der spannungsgeladenen Anhörung im Justizausschuss bewerteten die Anwälte von Demokraten und Trumps Republikanern den Stand der bisherigen Untersuchung. Die Sitzung begann mit einem Tumult: Ein Trump-Anhänger im Publikum unterbrach den demokratischen Ausschussvorsitzenden Jerry Nadler und rief: "Wir haben Donald Trump gewählt und haben die Nase voll von diesem Impeachment!" Er wurde aus dem Saal geworfen.

21:15 Uhr

Bohlen schießt gegen Gottschalk zurück

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Auf Gottschalks Wetten-dass-Couch herrschte im Sommer 2011 bessere Stimmung.

(Foto: imago stock&people)

Thomas Gottschalk hat vor einigen Tagen in einer Talkshow klar gestellt: Botox ist nichts für ihn - "sonst ende ich wie Bohlen", sagte er. Jetzt schießt Dieter Bohlen zurück. "Ich habe gegen Thomas nichts, aber ich möchte auch nicht so aussehen wie er", sagte er in der Show "Feller! Live".  "Und deshalb haben wir beide das gleiche: Er möchte nicht wie ich zu Ende gehen. Ich möchte aber auch nicht so enden wie er. Ich glaube, selbst im Sarg werde ich nicht so aussehen wie er." Obendrauf ließ Bohlen wissen, dass Gottschalk in der "Supertalent"-Jury ausgebuht worden sei, "weil er das nicht konnte" und ohnehin "seinen Zenit ein bisschen überschritten" hätte.

20:42 Uhr

Entschädigung für Thomas-Cook-Kunden noch vor Weihnachten

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Zahlreiche Kunden strandeten nach der Pleite an ihrem Urlaubsziel - so wie hier im Flughafen von Palma de Mallorca.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook werden einem Zeitungsbericht zufolge noch vor Weihnachten erfahren, welche Ansprüche ihnen aus der Reisepreisabsicherung zustehen. "Wir können nicht mehr länger warten mit unserer Auszahlung, wir müssen auszahlen, sobald die Quoten feststehen", sagte das zuständige Vorstandsmitglied des Versicherungsunternehmens Zurich, Horst Nussbaumer, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er kritisierte, dass durch den pauschalen Haftungsdeckel von 110 Millionen Euro je Reiseanbieter die Risiken größerer Unternehmen nicht hinreichend abgebildet seien.

Die Thomas Cook GmbH hatte am 25. September Insolvenz angemeldet. 140.000 Urlauber saßen zeitweise an ihrem Urlaubsort fest. Sie und weitere zehntausende Urlauber, die noch einen Urlaub bei Thomas Cook gebucht hatten, melden derzeit ihre Entschädigungsansprüche an. Auch viele Hotelbesitzer bekommen noch Geld. Zurich muss allerdings nur bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Summe von 110 Millionen Euro haften. Die Ansprüche aller Betroffenen sind deutlich höher.

20:15 Uhr

Neuer "Ghostbusters"-Film erinnert an "Stranger Things"

Die Geisterjäger sind zurück: Am 13. August 2020 startet der neue "Gostbusters"-Film in den Deutschen Kinos. "Gostbusters: Legacy" erinnert nicht nur von der Optik - siehe Trailer - sondern auch von der Storyline zumindest teilweise an "Stranger Things": Eine alleinerziehende Mutter zieht mit ihren Kindern zurück in ihr Heimatdorf. Diese werden dort sowohl mit ihrer eigenen mysteriösen Vergangenheit als auch mit den Geheimnissen des Ortes konfrontiert. Übrigens: Auch die Original-Geisterjäger von 1984 werden im dritten "Ghostbusters"-Film zu sehen sein.

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20:00 Uhr
19:43 Uhr

Russland plant Raketenabwehr in der Arktis

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Russland will nach und nach S-400-Raketen entlang seiner Nordküste errichten.

(Foto: REUTERS)

Russland rüstet in der Arktis auf und will in seiner Polarregion einen Luftabwehrschild mit Raketen des Typs S-400 installieren. Das kündigte ein Verantwortlicher der russischen Marine an. Russland verstärkt seit einiger Zeit seine Militärpräsenz in der Arktis-Region - etwa indem es seine Nordhäfen ausbaut.

Grund dafür ist ein Rennen um die Kontrolle von Rohstoffen und Handelsrouten in Teilen der Arktis-Region, die wegen der Klimaerwärmung und des schmelzenden Eises zugänglich werden. Auch andere Länder verstärken deshalb dort ihre Präsenz.

19:14 Uhr

Walter-Borjans ist nicht "Handpuppe von Herrn Kühnert"

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Kühnert hatte Walter-Borjans und Esken zu ihrer Kandidatur ermuntert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der neue SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans sieht sich und die Co-Vorsitzende Saskia Esken nicht als "Handpuppe" von Juso-Chef Kevin Kühnert. "Ich kann nur sagen, dass Kevin Kühnert einer von sehr vielen jungen Menschen war, der uns ermuntert hat zu kandidieren, und ich glaube auch, dass Kevin Kühnert eine große Zukunft haben kann. Aber es ist nicht so, dass wir hier die Handpuppe von Herrn Kühnert sind", sagte Walter-Borjans im NDR2-Interview. Dann wäre das also auch geklärt.

18:47 Uhr

USA sollen Fortschritte in Afghanistan jahrelang beschönigt haben

Um den kostspieligen und blutigen Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen, haben die US-Regierung und das Militär die Öffentlichkeit einem Medienbericht zufolge jahrelang mit beschönigenden Aussagen in die Irre geführt. Die Regierung hätte sich hinter "rosigen Ankündigungen" versteckt und negative Informationen gezielt geheim gehalten, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf rund 2000 Seiten bislang unveröffentlichter Dokumente. Die Zeitung hatte die Herausgabe der Dokumente, die auf Interviews mit rund 400 ranghohen Beamten, Botschaftern und Militärangehörigen beruhen, demnach vor Gericht erstritten.

Der Bericht zitiert beispielsweise einen früheren US-Botschafter in Kabul, Ryan Crocker, mit der Aussage, dass es den USA vor allem gelungen sei, "massive Korruption" in Afghanistan zu entwickeln - wenn auch unabsichtlich. "Wenn es einmal ein solches Niveau erreicht, wie das, was ich gesehen habe, als ich dort war, dann ist das irgendwo zwischen unglaublich schwierig und völlig unmöglich, es noch zu richten", wurde Crocker zitiert.

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Die Dokumente stammen von einer Behörde, die 2008 vom US-Kongress ins Leben gerufen wurde, um den seit 2001 andauernden Krieg in Afghanistan und die seither erzielten Fortschritte zu prüfen.

(Foto: picture alliance / Brian Harris/)

18:13 Uhr

Ausgesetzter Säugling gefunden - Polizei bittet um Mithilfe

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Das Baby trug dieses blau-weiß-gestreifte Hemdchen.

(Foto: Polizeiinspektion Stade)

Ein Paar hat im niedersächsischen Stade ein ausgesetztes Baby gefunden und dem Mädchen so wahrscheinlich das Leben gerettet. Die beiden hörten am Freitagabend das Geschrei des Säuglings, als sie ihr Auto auf einem Parkplatz vor einem Kultur- und Tagungszentrum abstellten. Das Baby wurde auf eine Kinderintensivstation gebracht. Inzwischen geht es dem Mädchen wieder gut - wenn es nicht gefunden worden wäre, hätte es die Nacht im Freien den Ärzten zufolge vermutlich aber nicht überlebt.

Die Polizei sucht nun die Mutter des Babys und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer die abgebildeten Kleidungsstücke oder das Handtuch, in das das Baby gewickelt war, erkennt, soll sich ebenso melden wie Menschen, denen eine bis Freitag schwangere Frau aufgefallen ist, die nun aber kein Neugeborenes hat. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04141-102215 entgegen.

17:43 Uhr

Deutsche bei Vulkanausbruch verletzt

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Die Polizei geht nicht davon aus, dass noch Überlebende gefunden werden.

(Foto: @SCH VIA REUTERS)

Bei dem Vulkanausbruch in Neuseeland sind vermutlich deutsche Touristen verletzt worden. "Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Derzeit habe man keine Erkenntnisse, dass sich Deutsche auch unter den Toten befänden.

Der Vulkan auf der neuseeländischen Insel White Island brach gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr Uhr MEZ) aus. Möglicherweise zwei Dutzend Menschen kamen nach Angaben der Polizei bei der Eruption ums Leben. Bis zum Abend wurden fünf Tote geborgen. Auch 18 Verletzte haben man bergen können, hieß es. Hoffnung auf weitere Überlebende besteht nach Aussage der Polizei aber nicht mehr.

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17:12 Uhr

Merkel spricht mit Putin - Ukraine-Treffen verzögert sich

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Die Lage zwischen Deutschland und Russland ist nach dem Mord an einem Georgier in Berlin angespannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Ukraine-Gipfel in Paris führt Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Stunde ein Einzelgespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Über die Inhalte gibt es von deutscher Seite bislang zwar keine Angaben - es wird aber erwartet, dass Merkel den Mord an einem Georgier in Berlin anspricht, der zu einer diplomatischen Krise zwischen Deutschland und Russland geführt hat. Kurz vor der Abreise Merkels nach Paris hatte die Bundesregierung erneut eine "ernsthafte und unverzügliche Mitwirkung der russischen Behörden" an der Aufklärung des Verbrechens gefordert. 

Während des Gesprächs zwischen Merkel und Putin sprechen auch der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Kollege Wolodymyr Selenskyj zunächst unter vier Augen. Anschließend soll Merkel mit Selenskyj und Macron mit Putin reden. Die Gespräche scheinen ernst zu sein - der Beginn des gemeinsamen Arbeitsgipfels zum Ukraine-Konflikt wurde jedenfalls verschoben und damit auch die eigentlich für 18.45 Uhr geplante anschließende Pressekonferenz.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:08 Uhr

Fünfjähriger trägt Baby bei -31 Grad in Socken durch die Kälte

Vom glühendheißen Australien geht es ins bitterkalte Alaska: Ein Fünfjähriger wurde dort mit einem 18 Monate alten Baby alleine in einem Haus der kleinen Ortschaft Venetie gelassen und geriet in Panik, als plötzlich der Strom ausfiel. Laut "New York Times" machte er sich deshalb mit dem Baby auf dem Arm auf den Weg zu den knapp einen Kilometer entfernt lebenden Nachbarn - nur mit Socken an den Füßen, bei -31 Grad Außentemperatur.

Die Kinder erlitten wegen der Kälte und ihrer leichten Kleidung Verletzungen, werden sich wohl aber wieder vollständig erholen. Die von den Nachbarn informierte Polizei musste schließlich mit einem Hubschrauber in das abgelegene Gebiet fliegen - 12  bis 16 Stunden brauchten sie laut "New York Times" dafür. Eine 37-Jährige - möglicherweise die Mutter der Kinder - wurde festgenommen.

15:47 Uhr

Video zeigt Feuer-Tornado im australischen Busch

Noch immer wüten in Australien heftige Buschbrände, die am morgigen Dienstag wohl ihren dramatischen Höhepunkt erreichen werden. Die Regierungschefin von North South Wales warnte vor einem "sehr gefährlichen Tag". Meteorologen rechnen mit Temperaturen über 40 Grad samt Trockenheit und Wind - ein gefährlicher Mix, der die Feuer weiter begünstigen dürfte. Hitze und Rauch belasten vor allem alte und kranke Menschen.

Videos zeigen jetzt im Südosten Australiens sogar einen regelrechten "Firenado": Die trockenen Winde sorgen dafür, dass sich die Flammen wie ein Tornado durch das trockene Grasland fressen.

 

15:20 Uhr

Frau vor Zug gestoßen - Täter droht Psychiatrie statt Haft

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Ohne Vorwarnung stieß der Mann im Juli eine ihm unbekannte Frau vor einen Zug. Die 34-Jährige war sofort tot.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aus reiner Mordlust soll ein 28-Jähriger im Juli eine Frau am Bahnhof von Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Statt dem Gefängnis droht dem Beschuldigten jetzt aber die Einweisung in eine Psychiatrie auf unbestimmte Zeit. Aufgrund einer psychischen Erkrankung sehe die Staatsanwaltschaft Duisburg dafür eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, sagte die Sprecherin des Landgerichts Duisburg, Sarah Bader.

Die Staatsanwaltschaft geht demnach davon aus, dass der 28-Jährige im Zustand der eingeschränkten Schuldfähigkeit handelte, und auch eine gänzliche Schuldunfähigkeit ist nicht ausgeschlossen, sagte Bader: "Wenn man eine Schuldunfähigkeit nicht ausschließen kann, kann man ihn ja wegen der Straftat nicht verurteilen."  

14:56 Uhr

Moskau gibt Tausenden Ukrainern russische Pässe

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Präsident Putin hatte im April einen Erlass unterzeichnet, der den Erhalt des russischen Passes einfacher macht.

(Foto: REUTERS)

Vor dem Beginn des Ukraine-Gipfels am Nachmittag gibt Moskau bekannt, dass seit April 160.000 Menschen aus den von Separatisten kontrollierten Teilen der Ostukraine die russische Staatsbürgerschaft beantragt haben. Davon hätten bereits rund 125.000 Ukrainer einen russischen Pass bekommen, teilte das Innenministerium mit. Durch ein vereinfachtes Verfahren und dem Abbau bürokratischer Hürden für Bürger aus den umkämpften Gebieten Luhansk und Donezk ist es seit dem Frühjahr leichter, Russe zu werden.

Der Ukraine gefällt das gar nicht - sie will die ausgestellten Pässe nicht anerkennen. Kiew bietet im Gegenzug politisch verfolgten Russen die ukrainische Staatsbürgerschaft an.

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14:27 Uhr

Bärenfamilie macht Winterschlaf im Krankenhaus

So möchte man ungern aus dem Schlaf gerissen werden, besonders wenn man sich schon darauf eingestellt hat, bis zum Frühling durchzuschlummern: Eine Bärenmutter und ihre beiden Kinder wurden in Japan vom Knall eines Gewehrschusses unsanft aus ihren Träumen gerissen und anschließend mit einem Narkoseschuss betäubt und eingefangen. Der Grund: Für ihren Winterschlaf hatte sich die kleine Familie ausgerechnet den Lagerraum eines Krankenhauses in der nordwestlich von Tokio gelegenen Präfektur Niigata ausgesucht.

Daraufhin wurde die Polizei alarmiert - immerhin hat das Muttertier eine Größe von 1,5  Metern. Ein erster Versuch, die Bärenfamilie mit Feuerwerkskörpern aus ihrem Schlaf zu reißen, scheiterte. Was jetzt mit ihnen geschehen soll, ist noch unklar.

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Diese Bärenfamilie hat hoffentlich einen passenden Ort für den Winterschlaf gefunden.

(Foto: picture alliance / dpa)

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Ina Bullwinkel hat sich in den Feierabend verabschiedet, im "Tag" geht es trotzdem weiter mit Nachrichten aus aller Welt. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gerne unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

13:59 Uhr

Tiergarten-Mord: Merkel fordert "unverzügliche Mitwirkung" von Russland

Der Mord an einem Georgier in Berlin bewegt die ganze Nation. Vor allem der Verdacht, dass es sich dabei um einen Auftragsmord der russischen Regierung handeln soll, sorgt nicht nur für Diskussionen, sondern auch für diplomatische Verwerfungen.

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Sprechen sich heute in Paris aus: Merkel und Putin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Jetzt hat Angela Merkel Russland erneut aufgefordert, bei der Aufklärung des Mordes mitzuhelfen. Man halte eine "ernsthafte und unverzügliche Mitwirkung der russischen Behörden weiterhin für geboten", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Die Bundesregierung sei "weiterhin bestürzt über die Tat".

Bislang weist Russland die Vorwürfe zurück. Heute Nachmittag kommen Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin in Paris im Rahmen des Ukraine-Gipfels zu einem Gespräch zusammen. Was dabei herauskommt, erfahren wir später. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

13:38 Uhr

Kim Jong Un: Trump ist ein unberechenbarer alter Mann

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gehört wahrlich nicht zu den großen Sympathieträgern dieser Welt. Mit den USA gibt Kim sich allerdings in letzter Zeit nicht einmal die Mühe, Freundlichkeit vorzuspielen. Kürzlich nannte er den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden einen "tollwütigen Hund". Jetzt teilt er im Streit um sein Atomwaffenprogramm auch gegen US-Präsident Donald Trump aus.

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Kann auch freundlich: Kim Jong Un.

(Foto: www.imago-images.de)

Nordkorea werde sein künftiges Tun nur aufgrund dessen, was Trump gesagt habe, nicht mehr überdenken. "Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn(...) als 'dementen Greis' bezeichnen."

Trump hatte Nordkorea am Sonntag davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. Kim habe viel zu viel zu verlieren, falls er auf feindselige Weise handeln sollte, schrieb Trump auf Twitter.

13:13 Uhr

Trennung nach Geschlecht: Saudi-Arabien schafft Restaurant-Regel ab

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Zwei Eingänge: Bislang mussten Frauen ein Restaurant getrennt von Männern betreten.

(Foto: REUTERS)

Ein Eingang für Frauen und Kinder, ein Eingang für Männer - so war es bislang Vorschrift bei Restaurants in Saudi-Arabien. Jetzt hat das muslimisch geprägte Land die Geschlechtertrennung beim Essengehen abgeschafft, wie BBC berichtet. Schon zuvor seien viele Restaurants und Cafés von der Regelung abgerückt und hätten auf getrennte Eingänge verzichtet, heißt es in dem Bericht.

Bereits Anfang des Jahres gab es einen königlichen Erlass, nach dem Frauen nun alleine und unabhängig von einem männlichen Begleiter reisen dürfen. Vergangenes Jahr wurde außerdem eine Regelung abgeschafft, die Frauen verbot, selbst Auto zu fahren. Kleine Fortschritte in einem - was die Gleichberechtigung betrifft - noch immer rückständigen Land.

12:44 Uhr

CO2-Ausstoß: Scheuer hat dreckigsten Dienstwagen

Wer hat den dreckigsten? Die Deutsche Umwelthilfe hat die Dienstwagen des Bundeskabinetts mit Blick auf deren realen CO2-Ausstoß untersucht. Negativer Spitzenreiter ist nach Angaben der Organisation Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU, obwohl er einen Benzin-Elektro-Hybridwagen nutzt. Knapp hinter ihm landen Justizministerin Christine Lambrecht und Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD, die dienstlich ebenfalls mit einem Benzin-Elektro-Hybrid unterwegs sind.

  • Den niedrigsten CO2-Ausstoß im Bundeskabinett hatte der Dienstwagen von CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller und das Diesel-Auto von CDU-Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
  • Diesel-Pkw haben in dem Fall ganz offensichtlich einen niedrigen CO2-Ausstoß, sie sind aber laut Umweltbundesamt Hauptquelle für Stickoxid in den Städten.
  • Insgesamt seien die CO2-Emissionen bei Dienstwagen erstmals gestiegen, hieß es. Zudem halte keiner der Dienstwagen der Regierungspolitiker im Bund und in den Ländern EU-Flottengrenzwerte ein - auch die drei Fahrzeuge nicht, die einen reinen Elektroantrieb hätten.
12:13 Uhr

SPD-Zentrale mit Farbe beschmiert

Da wollte jemand die SPD wohl etwas bunter machen. In der vergangenen Nacht haben zwei Unbekannte das Willy-Brandt-Haus mit Farbe beschmiert. Ein Zeuge soll die Täter zwar gesehen haben, doch sie seien unerkannt geflohen, sagte eine Polizeisprecherin.

Die SPD-Zentrale in Berlin-Kreuzberg ist jetzt nicht nur rot, sondern auch grün und gelb. Vielleicht handelt es sich ja dabei um einen etwas gewagten Vorschlag für eine politische Zusammenarbeit mit den Grünen und der FDP? Falls ja, ist die Botschaft nicht so gut angekommen. Der Polizei liegt eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung vor, hieß es. Eine Mitarbeiterin der Parteizentrale sieht den Farbanschlag allerdings locker. "Kann ich mit leben", twitterte sie mit einem Foto der bunten Fassade. Ob die frisch gewählte SPD-Spitze auch so entspannt reagiert hat?

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12:06 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:47 Uhr

Namen der Berliner Panda-Zwillinge enthüllt

Diese Meldung könnte für manche die Nachricht des Tages sein: Endlich stehen die Namen der Panda-Zwillinge aus dem Berliner Zoo fest! Sie heißen Meng Xiang und Meng Yuan. Das bedeutet so viel wie "Ersehnter Traum" und "Erfüllter Traum". Fast schon philosophisch.

Außerdem wurde bekannt, dass es sich bei den schwarz-weißen Bären um Männchen handelt.

11:35 Uhr

Johnson gibt sich im Wahlkampf "fishy"

Ich habe einen Fisch gefangen, der war sooo groß. Entschuldigung, aber dieser alte Kalauer kam mir direkt in den Sinn, als ich den britischen Premier Boris Johnson mit einem riesigen Fisch in den Händen gesehen habe. Den hat er zwar nicht selbst gefangen, aber immerhin selbst in die Kamera gehalten.

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Großbritannien ist Johnson offenbar jedes Mittel recht, um sich volksnah zu geben. Vergangenen Mittwoch erst zeigte er sich im Overall und half, den Reifen eines Formel-1-Wagens zu wechseln. Boris weiß, wie gute Bilder entstehen. Ob ihm bewusst ist, wie ungemein lächerlich, ähm, witzig er aussieht?

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(Foto: REUTERS)

 

11:09 Uhr

Statt Ticket: Japan testet Gesichtserkennung in U-Bahn

Gruselig, gruseliger, Hightech: Per Gesichtserkennung sollen Menschen in Japan bald ohne Ticket U-Bahn fahren können. Erst einmal zum Test werde das System in Osaka eingeführt, berichtete die Zeitung "Mainichi Shimbun".

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In der chinesischen Stadt Zhengzhou wird die Gesichtserkennung in der U-Bahn bereits als Ticketersatz genutzt.

(Foto: imago images/Xinhua)

Als Fahrkarte reicht es dann aus, sein Gesicht in eine Kamera zu halten - schon öffnet sich die Schranke. Dazu müssen die U-Bahngäste ihr Gesicht fotografieren und elektronisch speichern lassen. An der Bahnsteigsperre wird das Gesicht dann mit dem Foto abgeglichen.

Das sei gerade für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Babykarre praktisch, da sie keine Fahrkarte oder Monatskarte mit sich führen müssten, hieß es. Praktisch ist dieses Hightech-System auch, um seine Angst vor der Komplettüberwachung auf ein Maximum hochzuschrauben. Wer nicht erkannt werden will, muss dann schon zum Mundschutz greifen - der ist in Japan ja sowieso ein viel genutztes Accessoire.

10:35 Uhr

Allererste Schrottmission: Esa will im All aufräumen

Für einen Frühjahrsputz ist es noch nicht die passende Jahreszeit. Trotzdem arbeitet die Europäische Weltraumorganisation Esa derzeit zusammen mit einem kommerziellen Konsortium an der ersten Mission, um Schrott aus dem Weltraum zu fischen.

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Zeit zu putzen: Die Erde ist umgeben von Weltraumschrott.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Aufräumen soll mithilfe einer Raumsonde mit Greifarmen geschehen. Diese soll eine im All schwebende Oberstufe einer alten Esa-Rakete einfangen und zum Verglühen in die Erdumlaufbahn zurückbringen. Gar keine schlechte Idee. Aktuell fliegen nämlich Tausende Trümmerteile und inaktive Satelliten durchs All. Losgehen mit der galaktischen Kehrwoche soll es aber erst im Jahr 2025.

10:09 Uhr

Joe Biden lästert über Trumps Familie

Spätestens seit sich die Ukraine-Affäre in ihrer vollen Blüte offenbart hat, sind sich Präsidentschaftskandidat Joe Biden und US-Präsident Donald Trump nicht besonders grün. Jetzt hat Demokrat Biden mal wieder ausgeteilt - und zwar gegen Trumps Familie.

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Joe Biden teilt gegen Trumps Familie aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Biden versicherte dem Fernsehsender HBO, dass seine Familienmitglieder im Falle seiner Wahl zum US-Präsidenten keine Geschäfte im Ausland tätigen werden - ganz im Gegensatz zu den Angehörigen von Trump, wie Biden betonte.

Biden nimmt den Mund ganz schön voll dafür, dass sein Sohn Hunter im Vorstand eines ukrainischen Gaskonzerns saß, während er selbst Vizepräsident war. Biden gab sogar zu, kaum etwas über die Arbeit seines Sohnes gewusst zu haben. Auf die Frage, ob er mehr darüber erfahren wolle, antwortete er: "Nein, weil ich meinem Sohn vertraue."

09:37 Uhr

Polizist am Münchner Hauptbahnhof mit Messer angegriffen

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Bei einer Kontrolle am Münchner Hauptbahnhof ist ein Polizist von hinten mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Der Tatverdächtige, ein 23-jähriger Mann, wurde nach Angaben der Polizei festgenommen, nachdem er von Zeugen überwältigt wurde. Er soll den Beamten unvermittelt attackiert haben.

Der schwer verletze Polizist kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Ermittler baten Zeugen des Vorfalls, sich bei der Polizei zu melden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:20 Uhr

Streiks halten an: 600 Kilometer Stau in Paris

Wenn die Franzosen streiken, dann richtig. Auch beim aktuellen Protest stellen sie das unter Beweis - ein Ende ist nicht in Sicht. Im Pariser Großraum staute sich der Verkehr am Morgen auf gut 600 Kilometer, wie der Verkehrsdienst Sytadin mitteilte. An normalen Tagen ist es nur etwa halb so viel.

Doch wer auf den öffentlichen Nahverkehr ausweichen wollte, hatte auch dort keine guten Chancen. Den fünften Tag in Folge werden die Pariser Metro und die Züge aus und in die Vorstädte bestreikt. Ebenfalls düster sieht es bei den Fernzügen aus: Nur um die 20 Prozent der Hochgeschwindigkeitszüge TGV sind nach Angaben der französischen Staatsbahn SNCF im Einsatz.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Unbekannte sprengen Geldautomaten - und entkommen mit Beute

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Die Explosion hat Teile des Geldautomaten auf den Gehweg geschleudert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem Regen aus Geldscheinen wollten sich Unbekannte offenbar die Weihnachtszeit versüßen. Ihnen gelang es, einen Geldautomaten in Düsseldorf zu sprengen und mit der Beute zu flüchten. Zurückgelassen haben sie bloß Verwüstung: Auf dem Gehweg lagen Teile des Automaten verstreut, wie Fotos vom Tatort zeigen. Der Geldautomat befand sich im Eingangsbereich der Veranstaltungshalle ISS Dome.

Bisher seien die Täter nicht gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Unklar ist auch noch, wie viel Geld sie erbeutet haben.

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Beamte sichern Beweise nach der Sprengung.

(Foto: picture alliance/dpa)

08:19 Uhr

Serie von Erdbeben erschüttert Toskana

So möchte wohl niemand geweckt werden. In Mittelitalien haben mehrere Erdbeben die Menschen in den frühen Morgenstunden aus den Betten geholt. Von Schäden oder Verletzten ist bisher nichts bekannt.

  • Das Zentrum lag in der Nähe von Borgo San Lorenzo in der Toskana nördlich von Florenz.
  • Das stärkste der Beben mit einer Stärke von 4,5 ereignete sich um 04.37 Uhr, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte.
  • Viele Menschen verließen ihre Häuser. Zahlreiche Zugverbindungen wurden wegen nötiger Kontrollen des Schienennetzes unterbrochen, darunter auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Florenz-Bologna, wie die italienischen Bahnen mitteilten.
07:55 Uhr

Südafrikanerin zu neuer Miss Universe gekürt

Von Misswahlen darf man halten, was man will. Ich finde zumindest interessant, welcher Typ Frau zur Miss Universe gewählt wird. In diesem Jahr haben sich die Juroren im großen Finale für die Südafrikanerin Zozibini Tunzi entschieden. Eine 26-Jährige mit kurzen Haaren, die sich im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt engagiert, wie es auf der Internetseite des Wettbewerbs heißt.

"Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der eine Frau, die wie ich aussieht - mit meiner Art von Haut und meiner Art von Haaren - nie als schön angesehen wurde", zitierte der Sender CNN die Südafrikanerin. "Ich denke, es ist Zeit, dass das heute aufhört." In diesem Punkt stimme ich mit der Schönheitskönigin überein. Aber ob es der richtige Weg ist, so eine Botschaft in Badeanzug und schickem Abendkleid zu transportieren? Ich bin mir nicht sicher.

 

07:27 Uhr

Marine entdeckt mehr als zwei Tonnen Drogen auf U-Boot

Bei diesem Fund dürften sich die Entdecker die Hände gerieben haben: Mehr als zwei Tonnen Drogen hat die Marine vor der Küste Perus sichergestellt. Der "Drogen-Schatz" befand sich auf einem teilweise abtauchbaren Schiff.

Vier Besatzungsmitglieder seien bei dem Einsatz im Pazifik vor der Nordküste des südamerikanischen Landes festgenommen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Den Drogenfund wollen sich die Behörden nun genauer anschauen. Fest steht nämlich noch nicht, ob es sich um Kokain oder eine andere Droge handelt.

Aus Peru kommen jährlich mehr als 400 Tonnen Kokain. Das Land ist nach UN-Angaben einer der größten Produzenten von Koka-Blättern und Kokain.

07:03 Uhr

Mehrere Verletzte nach Massenkarambolage auf der A7

Auf der Autobahn 7 ist es am Sonntagabend zu einer Massenkarambolage gekommen. Neun Fahrzeuge sind bei einer Verkettung von Unfällen ineinander gefahren, dabei wurden vier Menschen leicht verletzt.

Nach Angaben der Autobahnpolizei passierte der Massenunfall in einer Kurve. Die Ursache steht bisher aber noch nicht fest. Die Autobahn war zeitweise zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg in Richtung Hannover gesperrt.

06:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Das Wochenende ist vorbei und damit auch ein etwas nüchterner Parteitag der SPD - es gab keine Abwahl der GroKo, keine Kampfabstimmung zwischen Kevin Kühnert und Hubertus Heil. Friede, Freude, Eierkuchen ist deshalb aber noch lange nicht angesagt, vor allem nicht mit den Partnern aus der Union. Denn die Spitzen von CDU und CSU warnen die Sozialdemokraten: Der Koalitionsvertrag wird nicht nachverhandelt.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Deutschland und Frankreich wollen bei einem Gipfeltreffen in Paris den gefährlichen Konflikt in der Ukraine entschärfen. Emmanuel Macron und Angela Merkel treffen dazu am Nachmittag Wladimir Putin und dessen ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj im Élyséepalast.
  • Weltklimagipfel in Madrid: Greta Thunberg hält zusammen mit ihrer deutschen Mitstreiterin Luisa Neubauer eine Rede.
  • Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beginnt am Abend seine Suche nach einem Kompromiss zum Klimapaket der Bundesregierung.
  • Das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur entscheidet am Morgen in Lausanne über Sanktionen gegen Russland. Dem Land war nachgewiesen worden, manipulierte Dopingdaten an die Wada übergeben zu haben.

Wie es aussieht, wird das also ein interessanter Start in die Woche. Wer Trump-Fan ist, darf sich heute übrigens auch auf eine weitere Impeachment-Anhörung freuen.

Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie mich unter ina.bullwinkel[at]nama.de. Ich wünsche einen schönen Montag!

06:36 Uhr

Die Woche startet stürmisch

Die neue Woche startet auf der Rückseite von Tief "Rudi" ziemlich turbulent. Denn neben vielen Wolken mit Schauern, die später stellenweise auch von Gewittern begleitet sein können, weht ein zum Teil ruppiger Wind. Damit drohen im Bergland und an der See örtlich schwere Sturmböen, im Oberharz auch Orkanböen. Und selbst im Flachland sind in Schauer- und Gewitternähe lokale Sturmböen nicht auszuschließen.

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n-tv Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen gehen im Vergleich zu gestern wieder zurück und bringen es auf 5 bis knapp 11 Grad. Und damit sind zumindest im Bergland oberhalb von rund 700 Metern auch wieder Flocken unterwegs.

Die weiteren Aussichten: Morgen wird es erst einmal wieder ruhiger. Allerdings müssen Sie besonders im Bereich der Mittelgebirge mit Glätte im Berufsverkehr rechnen. Hier die Details dazu sowie der Blick auf die Wetterwoche bis einschließlich Sonntag. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in Tag und in die neue Woche.

Ihr Björn Alexander

06:18 Uhr

Aktivster Vulkan Neuseelands ausgebrochen - Suche nach Vermissten läuft

Nach einem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island suchen die Rettungskräfte nach mehreren Vermissten. Etwa 50 Menschen sollen sich zu diesem Zeitpunkt - 14.11 Uhr in Neuseeland, 2.11 Uhr nachts in Deutschland - auf der Insel aufgehalten haben, wie die Polizei bestätigte.

*Datenschutz

Mindestens ein Mensch sei getötet worden. Mehrere andere Menschen, die vermutlich auf White Island waren, seien noch nicht ausfindig gemacht worden. White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel, etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt. Selbst von dort war die riesige Aschewolke zu sehen.

 

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06:03 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht