mit Juliane KipperDas war Montag, der 15. Januar 2024
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
mit einer langen Kolonne von Traktoren haben Tausende Landwirte in Berlin heute ihrem Ärger über die Ampel-Koalition und das Ende von Diesel-Vergünstigungen Luft gemacht. Meine Kollegen Sebastian Huld und Lukas Wessling schreiben ihn ihrem Text über die Proteste: "Sie alle eint die Forderung nach einem Ende der Regierungskoalition. Wo bei vielen Demonstranten nachvollziehbarer Frust herrscht, ist es bei manchem blanken Hass."
Bei einer Protestkundgebung am Brandenburger Tor verlangte Bauernpräsident Joachim Rukwied: "Ziehen Sie die Steuererhöhungsvorschläge zurück, dann ziehen wir uns zurück." Bundesfinanzminister Christian Lindner rechtfertigte in einer von Buhrufen und Pfiffen begleiteten Rede die Einsparpläne, zeigte sich aber offen für Erleichterungen an anderen Stellen. Mein Kollege Volker Petersen bilanziert in seinem Text: Ein Befreiungsschlag war das nicht.
Derweil ist bei arktischen Temperaturen im US-Bundesstaat Iowa der Startschuss für die Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner gefallen. Ex-Präsident Donald Trump gilt laut Umfragen bei der Abstimmung seiner Partei als Favorit. "Für viele gläubige Christen ist Trump die beste Wahl - trotz seiner Fehlbarkeiten und 91 Anklagepunkte in vier Gerichtsprozessen gegen ihn", schreibt mein Kollege Roland Peters in seinem Text. Trumps stärksten Konkurrenten sind die frühere US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, und der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis. Aufgrund der extremen Wetterbedingungen waren alle drei Kandidaten gezwungen, Auftritte abzusagen.
Ich möchte Ihnen heute außerdem diese Texte aus der Redaktion empfehlen:
Der Iowa Caucus ist auch nicht mehr, was er mal war Von Hubertus Volmer
Kubaner verlassen massenhaft das Land Von Kevin Schulte
Samsung-Erben verkaufen Aktien im Milliardenwert fürs Finanzamt Von Max Borowski
Flut überrascht Urlauberpaar in Nordfrankreich - Mann stirbt
Ein Urlauberpaar ist am Ärmelkanal in Nordfrankreich von der Flut überrascht und dem Wasser mitgerissen worden, wobei der Mann ums Leben gekommen ist. Wie die Maritime Präfektur mitteilte, habe ein Kite-Surfer die beiden im Meer treibenden Touristen noch an den Strand bringen können. Trotz der dramatischen Rettungsaktion blieben Wiederbelebungsmaßnahmen bei dem Mann erfolglos, während die Frau unterkühlt in eine Klinik kam. Die beiden 69 Jahre alten Urlauber hatten sich in Camiers zu weit Richtung Meer hinausgewagt.
Wie die Zeitung "La Voix du Nord" berichtete, habe der Surfer, der selber Arzt ist, vom Strand aus gesehen, wie das Paar vom Wasser eingeschlossen wurde. Während andere Menschen die Rettungskräfte alarmierten, sei er mit seinem Surfbrett zu den Touristen geeilt. Beide trieben bei seinem Eintreffen bereits im Wasser, wobei der Surfer die Frau zuerst an den Strand brachte, weil der Mann in dem Moment bereits tot war. Woher die Touristen stammten, wurde zunächst nicht bekannt.
Mann erschießt Aldi-Kassiererin und anschließend sich selbst
Nach Berichten der "Bild"-Zeitung ist es am Abend in einer Filiale des Discounters Aldi in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt (Hessen) zu tödlichen Schüssen gekommen. Dabei sollen demnach zwei Menschen gestorben sein. Ein Unbekannter habe gegen 19 Uhr den Supermarkt gestürmt und einer Kassiererin gezielt mehrfach in den Kopf geschossen. Anschließend soll er sich selbst erschossen haben.
Auch für die 38-jährige Angestellte des Marktes kam demnach jede Hilfe zu spät, sie erlitt tödliche Verletzungen. Zwischen der Getöteten und dem 48-jährigen Mann gab es nach derzeitigem Ermittlungsstand in der Vergangenheit eine Beziehung, die ein mögliches Motiv für die Tat darstellen könnte. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Zum Zeitpunkt der Tat waren neben dem Personal mehrere Kunden in dem Markt. Sie blieben körperlich unverletzt, werden aber durch die Polizei und einen Seelsorger betreut.
Boeing erlaubt Vertreter von Fluggesellschaften Zutritt zu Werkshallen
Der Flugzeughersteller Boeing will nach dem Beinahe-Unglück einer 737-9 Max seine Qualitätskontrollen überprüfen und Vertreter von Fluggesellschaften in seine Werkshallen lassen. Ein Boeing-Team werde die fraglichen Rumpfteile beim Zulieferer Spirit Aerosystems untersuchen, bevor sie zur Endmontage an den Flugzeugbauer geliefert werden, schrieb der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Stan Deal, an die Mitarbeiter des Konzerns. Zudem werde Boeing eigene Kontrollen von externer Seite überprüfen lassen. "Alles, was wir tun, muss den Anforderungen unseres Qualitätsmanagementsystems entsprechen", schrieb Deal. Alle Beschäftigten müssten persönlich Verantwortung übernehmen.
Mit den Maßnahmen will der Flugzeughersteller beschädigtes Vertrauen von Fluggesellschaften und Passagieren wiederherstellen, nachdem 177 Menschen an Bord einer Boeing 737-9 Max am 5. Januar nur knapp einem Unglück entgangen waren.
Anreise nach Sylt mit dem Auto im März tagelang blockiert
Wegen Bauarbeiten in Westerland auf Sylt fahren im März drei Tage lang keine Autozüge zwischen dem Festland und der Insel. Der Syltshuttle der Deutschen Bahn sei ganztägig vom 12. März bis einschließlich 14. März betroffen, teilte der Syltshuttle auf seinen Internetseiten mit. "Bitte berücksichtigen Sie diese drei Tage Totalausfall bei Ihrer Reiseplanung", hieß es.
Auch der blaue Autozug des Mitbewerbers RDC Deutschland teilte mit, dass keine Autozüge nach Sylt fahren können und bat Reisende und Pendler, dies bei ihrer Planung zu berücksichtigen. Reisende mit Fahrzeugen können weiterhin mit der Fähre über Dänemark nach Sylt gelangen. Inwieweit die Personenzüge von und nach Sylt betroffen sind, war zunächst unklar.
Kölner Ordnungsamt entdeckt verwahrloste und tote Hunde auf schrottplatzartigem Grundstück
Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamts haben auf einem schrottplatzartigen Grundstück 24 stark verwahrloste Hunde und sieben tote Hunde entdeckt. Die Hunde, darunter sieben Welpen, schienen unterernährt und hatten ein verfilztes Fell, wie die Stadt Köln berichtete.
Einige der Tiere waren in unbeheizten Fahrzeugen eingesperrt, welche die Feuerwehr öffnete. Die vewahrlosten Hunde und fünf ebenfalls auf dem Grundstück aufgefundene Hühner wurden in verschiedene Tierheime gebracht, wo sie nun artgerecht versorgt werden. Die Stadt Köln stellte Strafanzeige wegen Tierquälerei. Vor dem Einsatz hatte es einen entsprechenden Hinweis der Polizei gegeben.
"Moment des Wahnsinns": Englischer Polizist für Sex im Streifenwagen verurteilt
Wegen Sex mit einer betrunkenen Frau in seinem Streifenwagen ist ein früherer Polizist in England zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der heute 47-Jährige habe bei der Tat im Oktober 2015 in einem "Moment des Wahnsinns" gehandelt und sei zudem von seinem Kollegen, der ebenfalls mit der Frau Sex hatte, angestiftet worden, begründete ein Richter in London sein "mildes" Urteil. Er betonte zugleich, es handele sich um einen schweren Vertrauensbruch.
Der ehemalige Polizist hatte den Vorfall gestanden und war wegen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt in einem Fall schuldig gesprochen worden. Er muss zudem 100 Stunden Sozialarbeit leisten und 3500 Pfund (4067 Euro) Gerichtskosten bezahlen.
Champagner-Absatz stabilisiert sich nach Einbruch wieder
Der französische Champagner-Absatz ist im vergangenen Jahr nach einem kräftigen Anstieg nach dem Einbruch während der Corona-Pandemie wieder auf Vorkrisenniveau zurückgefallen. Der Absatz sank 2023 im Vorjahresvergleich um 8,2 Prozent auf 299 Millionen Flaschen, teilte der Hersteller-Verband Comité Champagne mit. 2022 waren 325 Millionen Flaschen verkauft worden, 2019 vor Corona lag der Absatz bei 297,3 Millionen Flaschen. Der Rückgang 2023 erkläre sich teilweise auch dadurch, dass Händler 2022 aus Angst vor Lieferschwierigkeiten höhere Mengen als üblich eingekauft hatten, erklärte der Verband.
An Bedeutung gewann der Export, dessen Anteil am Absatz binnen zehn Jahren von 45 auf 57 Prozent stieg. 172 Millionen Flaschen gingen im vergangenen Jahr ins Ausland, 127 Millionen Flaschen wurden im Inland verkauft. Gerade dort machte die Inflation dem Geschäft zu schaffen, berichtete der Verband.
Lichtkreis am Himmel lässt Menschen in China staunen
Ein kreisförmiges, leuchtendes Gebilde zieht von Westen nach Osten am Nachthimmel über China hinweg. Manch einer mag beim Anblick des Lichtkreises an ein UFO denken. Experten haben allerdings eine andere Erklärung.
Bergsteiger Txikon bricht gefährliche Expedition ab
Der bekannte spanische Bergsteiger Alex Txikon hat eine gefährliche Himalaya-Mission angesichts großer Risiken abgebrochen. "Wir haben uns entschieden, ja zum garantierten Leben zu sagen, und wir haben unsere Ambitionen, es weiter zu versuchen, hinter uns gelassen", schrieb der 42-Jährige auf seiner Website. Txikon und sein Team wollten den 8091 Meter hohen Mount Annapurna I im derzeitigen Winter besteigen - der schwierigsten Saison, da es dann besonders kalt und windig ist. Der Berg gilt angesichts des hohen Lawinen- und Windrisikos als einer der gefährlichsten Achttausender.
Laut Expeditionsarchiv "Himalayan Database" bestiegen ihn bis Ende 2022 474 Menschen erfolgreich - nur sechs von ihnen im Winter - und 73 Menschen starben bei dem Versuch. Txikon schrieb, sein Team habe bei einer Lawine beim dritten Höhenlager Pfähle, Eisschrauben, 2000 Meter Seil, Zelte sowie andere Ausrüstungsgegenstände verloren. Der Spanier stand nach eigenen Angaben auf der Spitze von 11 der 14 Achttausender der Welt - auch der des höchsten, des Mount Everest.
Tod einer Lehrerin auf A9: Angeklagter Ex-Freund will "mit Tod nichts zu tun" haben
Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Lehrerin auf der Autobahn 9 haben der Ex-Freund und der mutmaßliche Schütze jeweils den Vorwurf einer Mordbeteiligung zurückgewiesen. "Ich hätte niemals die Mutter meines Sohnes umgebracht oder umbringen lassen", sagte der 42-jährige Ex-Freund vor Gericht. "Ich habe mit dem Tod (...) nichts zu tun." Auch der frühere Schulfreund und mutmaßliche Schütze wies in einer stundenlangen Aussage zurück, die Frau erschossen zu haben.
Nach Ansicht der Anklage wurde die Frau im Mai 2023 auf dem Standstreifen der A9 vor dem Hintergrund eines Streits um den gemeinsamen Sohn mit ihrem Ex-Partner umgebracht. Die Frau sei in den Augen des Vaters zunehmend ein Störfaktor für die Vater-Sohn-Beziehung geworden, sagte Staatssekretärin Maria Stiller zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Potsdam.
Die Anklage der Staatsanwaltschaft wirft beiden Deutschen vor, die 40 Jahre alte Frau im Mai vergangenen Jahres auf der Autobahn A9 in Brandenburg "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen mittels einer Schusswaffe ermordet zu haben".
Anklage in Berlin: Edelmetalle verkauft, Überblick verloren und 280 Menschen betrogen
Ein 63-Jähriger und seine Lebensgefährtin sollen durch betrügerische Goldgeschäfte Anleger um mehr als zwei Millionen Euro geprellt haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin erhob nach einer Mitteilung Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Mann und die 33-jährige Frau. Mehr als 280 Menschen sollen geschädigt worden sein.
Die Taten ereigneten sich demnach zwischen März 2020 und Oktober 2022. Der Beschuldigte soll im Internet einen Webshop mit Firmensitz in Berlin betrieben haben, über den er den Kauf von Edelmetallen anbot. Der Kaufpreis und eine Versandkostenpauschale wurden jeweils sofort fällig, die Lieferung wurde dann in zwei Wochen bis sechs Monaten angekündigt. Der Angeschuldigte erweckte laut Anklage den Eindruck eines seriösen, größeren Unternehmens, obwohl er der einzige Beschäftigte war und mangels Buchhaltung zunehmend den Überblick über seine Geschäfte verlor. Dennoch soll er weitere Verträge abgeschlossen und eine Art Schneeballsystem etabliert haben, das letztlich in sich zusammenbrach.
Die Anklage geht von 244 Geschädigten aus, die zwischen 1010 Euro und 77.000 Euro zahlten. Mit seiner Lebensgefährtin, die mit einer halben Million Euro aus diesen Geschäften Kosten für die Anschaffung und die Haltung von Pferden bestritt, soll er seit Februar 2022 einen weiteren Webshop nach demselben Muster aufgezogen haben.
Vier Schüler wollen Scharia-Regeln an Schule durchsetzen
Vier Schüler einer Gesamtschule in NRW fordern das Kopftuch, einen Gebetsraum und die Trennung von Mädchen und Jungen. Für die Bundespolizeigewerkschaft steht fest: "Die Verfassungsfeinde haben ihren Nachwuchs in die Spur geschickt." Wie kommt es zu dieser Radikalisierung an deutschen Schulen?
Tragik in Tirol: Deutscher stürzt am Geierkopf in den Tod
Bei einem Lawinenabgang in Tirol ist ein deutscher Eiskletterer ums Leben gekommen. Der 33-Jährige aus München sei am Geierkopf von einer Lawine in die Tiefe gerissen worden, teilte die österreichische Polizei mit. Ein 37-jähriger Begleiter aus Kanada, der ebenfalls in München wohnt, habe das Unglück verletzt überlebt. Die beiden Männer seien am Sonntag mit Tourenski auf Eisklettertour gegangen und angeseilt unterwegs gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Der Deutsche sei in den Ammergauer Alpen in steilem Gelände voraus gestiegen und habe vermutlich die Lawine losgetreten, erklärte die Polizei weiter. Beide Männer wurden in die Tiefe gerissen, ihr Seil sei aber an einem Felsen hängengeblieben und habe die beiden gestoppt. Der Kanadier konnte einen Notruf absetzen und wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Bei dem Deutschen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.
Schlange fliegt als blinder Passagier in Kabine mit
Auf dem Flug nach Phuket wird in der Kabine einer AirAsia-Maschine plötzlich eine Schlange gesichtet, die sich über den Gepäckfächern windet. Die Crew greift zu Plastiktüte und Plastikflasche. Das Tier wird sicher verwahrt, weil zunächst unklar ist, ob es sich um ein giftiges Exemplar handelt. Unklar ist weiterhin auch etwas anderes.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle und begleite Sie bis in den späten Abend durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Schreiben Sie mir. Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@ntv.de.
Sozialverband über Krankenhäuser: Renditen statt Gesundheitsversorgung
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor dem wachsenden Einfluss gewinnorientierter Investoren im Gesundheitswesen gewarnt. "Aktien- und Kapitalgesellschaften verwenden schon viel zu lange Versichertengelder dafür, Renditen zu maximieren, anstatt sie zur Gesundheitsversorgung einzusetzen", sagte die SoVD-Vorsitzende Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seit Jahren beherrschten Ökonomisierung und Privatisierung diesen sensiblen Bereich der Daseinsvorsorge. Grund dafür sei das mengen- und leistungsorientierte System zur Finanzierung der Krankenhäuser. Engelmeier warnte vor diesem Hintergrund davor, den Streit um die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geplante Krankenhausreform weiter zu verlängern: "Wir appellieren darum an alle, zusammen statt gegeneinander arbeiten - für eine bedarfsgerechte, zukunftsfähige und funktionierende Krankenhausversorgung auf dem Land und in der Stadt."
Marketing statt Zivilcourage? Pizzeria-Besitzerin nach Social-Media-Aktion tot aufgefunden
Nach großem Wirbel um eine im Internet zunächst gefeierte und dann kritisierte Pizzeria-Besitzerin aus Italien ist die Frau tot aufgefunden worden. Am Sonntag wurde die Leiche der Gastwirtin am Ufer eines Flusses unweit ihres Restaurants "Le Vignole" in der Gemeinde Sant'Angelo Lodigiano in Norditalien entdeckt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Italienerin machte zuvor Schlagzeilen, weil sie schlagfertig auf eine homophobe und diskriminierende Online-Bewertung reagierte. Später kamen Zweifel an dieser Geschichte auf. Ein Gast soll sich beschwert haben, dass er "neben einigen Schwulen" habe sitzen müssen und neben einem "Jungen im Rollstuhl, der nur mit Mühe essen konnte". Später sei der Eintrag gelöscht worden. Die Gastwirtin bat den Gast in ihrer Antwort laut einem von ihr geteilten Bildschirmfoto, nicht wiederzukommen. Die Besitzerin der Pizzeria wurde zunächst für ihre Zivilcourage gefeiert. Doch kurz darauf mehrten sich in den sozialen Medien Zweifel an der Geschichte. Eine bekannte Journalistin, äußerte den Verdacht, der ganze Vorfall sei erfunden, und warf der Gastwirtin eine Marketingaktion vor. Die genaue Todesursache der Gastwirtin ist noch unklar.
Kaum zu hören: Bauern buhen Bundesfinanzminister Lindner aus
Finanzminister Christian Lindner ist bei der Großdemonstration der Landwirte in Berlin lautstark beschimpft und ausgebuht worden. Von Pfiffen und Protestrufen begleitet trat der FDP-Politiker bei der Kundgebung der Bauern vor das Rednerpult, konnte wegen des Lärms jedoch erst nach einem beschwichtigenden Appell von Bauernpräsident Joachim Rukwied das Wort ergreifen. Die versammelten Landwirte begleiteten seine Rede dennoch weiter mit lauten "Hau ab!"-Rufen, Hupen und Pfeifen. Aus einigen Hundert Metern Entfernung war Lindner trotz Lautsprecherübertragung höchstens bruchstückhaft zu verstehen.
81-Jährige starb bei Wohnungsbrand - Weihnachtsbaum stand in Flammen
Ein brennender Weihnachtsbaum hat ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge das tödliche Feuer in einem Einfamilienhaus in Aachen ausgelöst. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen demnach nicht vor, wie die Polizei weiter mitteilte. Bei dem Brand war am Freitagabend eine 81-Jährige ums Leben gekommen. Die Feuerwehr hatte sie nur noch tot bergen können. Ihr 79-jähriger Ehemann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr Aachen ist das ausgebrannte Haus nicht mehr bewohnbar.
Nicht mal Rettungskräfte dürfen raus: Wirbelsturm fegt über Inselstaat
Zeitweise durften nicht einmal die Rettungsdienste ihre Quartiere verlassen: Ein gefährlicher Wirbelsturm hat am Morgen die französische Insel La Réunion im Indischen Ozean erreicht. Ein Obdachloser, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatte, sei ums Leben gekommen, teilte die Präfektur mit. "Das Auge des Sturms wird direkt über La Réunion hinwegziehen", warnte Céline Jauffret vom französischen Wetterdienst. Im Auge des Zyklons seien kurze Pausen trügerisch, da der Sturm schnell wieder aufleben könnte, warnten die Behörden. Sie verhängten strenge Ausgangssperren für die etwa 870.000 Inselbewohner. Am Montagmorgen durften für einige Stunden nicht einmal Rettungsfahrzeuge unterwegs sein. "Wir werden sicher Unterstützung brauchen", sagte der Präfekt Jérôme Filippini dem Sender France Inter. Etwa 13 Prozent der Bewohner seien bereits von der Stromversorgung abgeschnitten, 35.000 Menschen hätten keinen Zugang zu Trinkwasser. Für den Nachmittag wurden Windstöße von bis zu 160 Kilometern pro Stunde erwartet.
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Israel zeigt Luftschläge gegen Ziele im Libanon
Israel reagiert auf Raketenangriffe aus dem Libanon mit Luftangriffen auf Einrichtungen der islamistisch-schiitischen Hisbollah. Videos der israelischen Streitkräfte sollen die Luftschläge auf libanesischem Boden zeigen. Bei den Zielen soll es sich um Infrastruktur der Terrormiliz handeln.
Neugeborenes der Karriere im Weg: Mutter wegen Kindstötung angeklagt
Rund vier Monaten nach dem gewaltsamen Tod eines Neugeborenen in Lauffen am Neckar in Baden-Württemberg ist Mordanklage gegen die Mutter erhoben worden. Die 28-Jährige soll das Mädchen am Morgen des 12. Septembers allein im Wohnhaus ihrer Eltern geboren und anschließend getötet haben, wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn mitteilte. Die Schwangerschaft hielt sie demnach vor ihrem Lebensgefährten und ihrer Familie geheim. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau nicht bereit war, ihre Lebenspläne und insbesondere ihre berufliche Karriere für ein Kind zurückzustellen. Daher habe sie bereits vor der Entbindung den Entschluss gefasst, das Kind nach der Geburt zu töten. Der Obduktion zufolge lebte das Kind nach der Geburt. Die Beschuldigte habe die Nabelschnur abgetrennt und das Neugeborene aus einem Fenster fallen lassen, sodass dieses an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma infolge des Sturzes starb, erklärte die Anklagebehörde. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe als erfüllt an.
Experte warnt: Immer mehr Cyberattacken auf Krankenhäuser
Bundesweit werden Krankenhäuser zunehmend zum Ziel von Cyberangriffen. Das berichten Experten aus Kliniken und Sicherheitsbehörden dem "Tagesspiegel". "Nie in der Bundesrepublik waren Krankenhäuser so bedroht wie heute", sagte Axel Ekkernkamp, der dem Wehrmedizinischen Beirat angehört, der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius berät. "Sabotage in Kliniken hätte einen massenpsychologischen Effekt, der besonders verheerend wäre. Deshalb sind Krankenhäuser nicht nur hochattraktive Ziele für Lösegelderpresser, sondern auch für diverse Feinde von Freiheit und Demokratie." Wie Polizei, Feuerwehr und Energieversorger gehören Kliniken zur kritischen Infrastruktur. "Sie sind im Visier staatlicher und nicht-staatlicher Akteure", sagte Ekkernkamp, der auch Chef des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) ist. Finanziell motivierte Cyberakteure gingen von einer hohen Zahlungsbereitschaft im Gesundheitswesen aus, berichten Sicherheitsexperten, da der Schutz von Patienten hohen Wert habe.
"Wie Lava Häuser verschlingt, war für viele traumatisch"
Bei einem Vulkanausbruch auf Island erreichen Lavaströme den evakuierten Ort Grindavík und richten schwere Schäden an. Für die Menschen vor Ort ein traumatisches Erlebnis, wie ntv-Reporterin Anna Hohns berichtet. Derweil lasse die Vulkanaktivität an der Eruptionsstelle etwas nach, von Entwarnung könne aber keine Rede sein.
Sturmflut in Hamburg ... und alles ist wie immer
Die Sturmflut hat am Morgen an der Nordseeküste sowie in Elbe und Weser erneut viel Wasser an Land gedrückt. In Hamburg standen der Fischmarkt und die Große Elbstraße komplett unter Wasser. Dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zufolge war das Wasser am Pegelstand St. Pauli kurz vor 7 Uhr auf rund 2,30 Meter über dem Mittleren Hochwasser gestiegen. Polizei und Feuerwehr in der Hansestadt mussten eigenen Angaben zufolge deshalb jedoch nicht zu größeren Einsätzen ausrücken. "Wir haben die ganz normalen Meldungen dazu und keine dramatischen Einsätze derzeit", sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die Polizei war vor allem mit dem üblichen Sturmflut-Geschäft beschäftigt: "Es werden auch wieder Fahrzeuge abgeschleppt. Auch das sind ja immer wiederkehrende Standardgeschichten, dass Leute das nicht mitbekommen und sie dann einen feuchten Innenraum bekommen."
Mit chinesischer Wirtschaftshilfe gelockt? Für Inselstaat existiert selbstständiges Taiwan nicht mehr
Der Pazifikstaat Nauru bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab. Stattdessen wolle das Land China anerkennen, sagte Präsident David Adeang in einer auf Facebook veröffentlichten Ansprache. Die Regierung des 12.500-Einwohner-Landes erklärte, sie werde Taiwan nicht mehr als eigenständiges Land anerkennen, sondern als "unveräußerlichen Teil des chinesischen Territoriums". Die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan würden mit sofortiger Wirkung abgebrochen, es werde "keine offiziellen Beziehungen oder keinen offiziellen Austausch mit Taiwan" mehr geben. Taiwan warf China als Reaktion vor, Nauru mit "Wirtschaftshilfen" gelockt zu haben. Peking begrüßte die Entscheidung des Pazifikstaates. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt. Damit schrumpft die Liste der Länder, die Taiwan vollständig anerkennen, auf zwölf Staaten. In Europa ist der Vatikan der einzige Staat, der offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält. In Afrika erkennt nur Eswatini Taiwan offiziell an. In Lateinamerika unterhalten sieben Staaten volle diplomatische Beziehungen mit der selbstverwalteten Insel, darunter Belize, Guatemala, Haiti und Paraguay.
Favoritenrolle für Oscars zementiert: Blockbuster räumt acht Preise ab
Der Blockbuster "Oppenheimer" hat beim US-Kritikerpreis gleich acht Auszeichnungen erhalten: Der Hollywood-Streifen über den Erfinder der Atombombe wurde bei der Verleihung der Critics Choice Awards am Sonntag unter anderem als bester Film ausgezeichnet. Er gewann auch die Preise in den Kategorien Regie, Nebendarsteller für Robert Downey Jr., Kamera, Filmmusik, Ensemble, Schnitt und visuelle Effekte. Der Film mit einem Einspielergebnis von einer Milliarde Dollar (910 Millionen Euro) ist damit klarer Favorit für die Oscar-Verleihung im März. Emma Stone gewann den Preis als beste Schauspielerin für ihre Rolle in der Komödie "Poor Things", Paul Giamatti wurde als bester Schauspieler für seine Darstellung in "The Holdovers" geehrt. Das Justizdrama "Anatomie eines Falls" der französischen Regisseurin Justine Triet mit der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller wurde als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Der Blockbuster "Barbie" konnte in dieser Preisverleihungssaison bislang keine Spitzenpreise gewinnen.
Bilanz nach 100 Tagen Krieg in Gaza: Israel will 9000 Terroristen getötet haben
Bisher seien etwa 9000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer Terrorgruppen "eliminiert" worden, wie aus einer anlässlich des 100. Kriegstags am Sonntag veröffentlichten Datenauflistung der Armee hervorgeht. An die Angehörigen der noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gerichtet, sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Abend: "Wir können das Ausmaß Ihres Schmerzes nicht ermessen, aber wir wissen, dass die Rückkehr Ihrer Angehörigen, unserer Angehörigen, unser moralischer Kompass ist".
Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen im Süden Israels ein Massaker verübt. Dabei töteten sie 1200 Menschen und verschleppten mehr als 240 weitere in den Gazastreifen. Israel versucht seitdem mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive, die militärische Infrastruktur der Hamas im Gazastreifen zu zerschlagen. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden in dem Gebiet bereits fast 24.000 Menschen getötet. Bei dieser unabhängig nicht überprüfbaren Zahl wird nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterschieden.
"Remigration" ist das "Unwort des Jahres"
"Remigration" ist das "Unwort des Jahres" 2023. Das gab die Jury der sprachkritischen "Unwort"-Aktion in Marburg bekannt. Wenn Rechtsextremisten den Begriff "Remigration" verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang.
Frustrierende Abzocke: Zehntausende Beschwerden über versuchte Enkeltricks 2023
Die sogenannte Enkeltrick-Betrugsmasche, bei der Kriminelle sich als Verwandte ausgeben und die Gutgläubigkeit von Menschen ausnutzen, hat im vergangenen Jahr für viel Frust bei Bürgern gesorgt. 2023 seien circa 60.000 Beschwerden eingegangen, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Die allermeisten dieser Fälle betrafen Enkeltricks, in einem kleinen Teil dieser Wortmeldungen ging es um andere kriminelle Vorgehensweisen. Eine Vergleichszahl zu den Beschwerden gibt es nicht, da die Enkeltrick-Betrugsart erst im Herbst 2022 bei der Bundesbehörde im größeren Ausmaß aktenkundig wurde, damals wurde sie in der Statistik aber noch nicht gesondert erfasst. Im vergangenen Jahr deaktivierte die Bundesnetzagentur rund 6500 Nummern über die Enkeltrick-Nachrichten verschickt wurden. "Der Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern hat höchste Priorität", sagte Netzagentur-Präsident Klaus Müller. "Wir dämmen den Missbrauch konsequent ein." Inklusive anderer Fälle des Rufnummernmissbrauchs wurden sogar fast 10.000 Nummern abgeschaltet.
Was heute wichtig wird
Liebe Leserinnen und Leser,
ich kann es Ihnen nicht ersparen, aber natürlich sind die Proteste der Landwirte und Landwirtinnen heute wieder eines unserer Topthemen. Um 11.30 Uhr soll es vor dem Brandenburger Tor eine große Kundgebung geben. Viele sind schon seit Tagen in der Hauptstadt, einige kamen in der Nacht - und weckten, wie auch ntv.de-Redakteure bestätigen, die Menschen teils bereits um 1 Uhr mit Hupen und Fanfaren aus dem Schlaf. Bei uns erfahren Sie alles rund ums Thema.
In dem Zusammenhang interessant ist, dass das Statistische Bundesamt heute auch die Bilanz der Erzeugerpreise in der landwirtschaftlichen Produktion vorstellt. Wo wir bei Zahlen sind: Das Bruttoinlandsprodukt für 2023 wird heute (10 Uhr) ebenfalls veröffentlicht. Die Prognosen sehen nicht so gut aus, schauen wir mal, wie es wirklich kommt.
Wenn wir in der Wirtschaft bleiben, ist sicherlich die Gläubigerversammlung der insolventen Firmen Signa Prime und Signa Develeopment von Investor René Benko zu nennen, die heute startet.
Ganz andere Sorgen haben Menschen im hohen Norden derzeit. Dort wird vor weiteren Sturmfluten gewarnt. Im Gebiet von Elbe und Weser soll das Wasser 2 bis 2,5 Meter über das mittlere Hochwasser steigen.
Nicht nur Wassermassen erreichen heute einen Gipfel (Scheitel), sondern auch Vertreter der kommunalen Spitzenverbände. Die treffen sich mit Bundesgesundheitsminister Lauterbach wegen der geplanten Krankenhausreform. Um 11.30 Uhr erfahren wir, was dabei herausgekommen ist. In dem Zusammenhang wird auch eine Studie zum Fachkräftemangel beim Pflegepersonal veröffentlicht. Es ist also für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.
Was sicherlich auch ein Thema sein wird, ist das "Unwort des Jahres" 2023. Im Jahr 2022 war es "Klimaterroristen". An die dürfte in der Bundeshauptstadt an diesem Montag sicherlich kaum jemand denken, wenngleich der Straßenverkehr in der Innenstadt ähnlich zäh verlaufen sollte, wie manches Mal in der Vergangenheit.
Nur kurz den Blick ins Ausland gerichtet. Da ist sicherlich der Besuch von Nordkoreas Außenministerin Choe Son-hui in Russland wichtig. Sie trifft dort unter anderem auf ihren Amtskollegen Sergej Lawrow. Nordkorea wird vorgeworfen, Munition und Waffen an Russland geliefert zu haben, das damit wiederum die Ukraine beschießt. Zudem hat Pjöngjang erst in der vergangenen Nacht wieder eine Rakete getestet und damit erneut Drohungen gegen Südkorea und den Westen gesandt. Wegen beider Vorgänge steht das Land massiv in der Kritik.
So, das war es für den Moment. Ich hoffe, Sie fühlen sich ausreichend auf den Tag vorbereitet. Alles, was überraschend kommt, lesen Sie ebenfalls bei uns. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den Tag, bevor meine Kollegin Juliane Kipper übernimmt. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Lindner teilt gegen Lieferkettengesetz aus: "Misstrauensvotum gegen die Wirtschaft"
Bundesfinanzminister Christian Lindner will das Lieferkettengesetz entschlacken und damit Bürokratie abbauen. "Das in der Praxis extrem belastende Lieferkettengesetz muss reduziert und entschlackt werden. Das Gesetz tut wenig für Menschen in Schwellenländern, ist aber ein sehr teures Misstrauensvotum gegen die Wirtschaft", sagte der FDP-Politiker im Podcast "Table.Today" des Medienhauses Table.Media. Die Überprüfung der Lieferketten könnten Wirtschaftsprüfer statt Behörden übernehmen. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), wie es offiziell heißt, legt fest, dass größere Unternehmen unter anderem analysieren müssen, wie groß das Risiko ist, dass sie von Menschenrechtsverstößen wie Zwangsarbeit profitieren. Sie müssen ein Risikomanagement sowie einen Beschwerdemechanismus aufsetzen und öffentlich darüber berichten. Bei Verletzungen im eigenen Geschäftsbereich oder bei unmittelbaren Zulieferern müssen die Unternehmen laut Gesetz unverzüglich angemessene Abhilfemaßnahmen ergreifen. Seit dem Jahreswechsel betrifft das Gesetz auch Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten.
Deutschland startet ungemütlich in die Woche: Schauer, Graupel, Neuschnee
Heute ziehen von Nordwesten her Schneeschauer durch und in den Staulagen der nördlichen Mittelgebirge schneit es immer wieder. Dort können stellenweise mehr als 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Im Norden kann sich zu Tagesbeginn Regen in die Schauer mischen und vor allem im Nordwesten sind auch Graupelgewitter möglich. Im Nordosten sowie südlich der Mittelgebirge, vor allem vom Hochrhein bis zur Donau, sind heitere und lange trockene Phasen möglich. Bei maximal -3 bis +4 Grad ist es windig mit starken bis stürmischen Böen aus West bis Nordwest.
Hupkonzert weckt die Hauptstadt: Tausende Bauern demonstrieren in Berlin
Vor der geplanten Protestdemonstration von Bauern am Brandenburger Tor waren am Montagmorgen Teilnehmer mit zahlreichen weiteren Traktoren auf dem Weg in die Berliner Innenstadt. Wie teils auch in der Nacht waren auch am Morgen in mehreren Stadtteilen Hupkonzerte zu hören. Dem Protest schlossen sich auch Handwerker an. Gegen Mittag (11.30 Uhr) wollen Bauern aus ganz Deutschland gegen das geplante Aus von Diesel-Vergünstigungen für die Landwirtschaft demonstrieren. Zu der Großdemonstration haben Bauernverbände und der Speditionsverbands BGL aufgerufen. Rund 5000 Traktoren und Landmaschinen werden aus dem gesamten Bundesgebiet zu der Kundgebung erwartet. Es ist der Höhepunkt einer Aktionswoche gegen den Regierungsplan.
Matze will nicht mehr Franz sein: Comedian verzichtet auf Beckenbauer-Parodien
Comedian Matze Knop ist unsicher, ob er Franz Beckenbauer auch nach dessen Tod weiter parodieren wird. "Jetzt müssen wir erst mal ein bisschen Zeit ins Land ziehen lassen", sagte der 49-Jährige. Kollege Max Giermann parodiere zwar auch "Klaus Kinski und andere, die nicht mehr unter uns sind. Aber ich glaube, es ist jetzt erst mal eine schöne Geste zu sagen: Machen wir mal ein bisschen Pause." Ob es zu einem späteren Zeitpunkt dann wieder Beckenbauer-Parodien geben werde, sei nicht sicher. "Vielleicht", sagte Knop: "Das sehen wir dann." Beckenbauer war neben Dieter Bohlen eine der Paraderollen des Komikers, der sich bereits kurz nach Beckenbauers Tod am 7. Januar via Instagram ergriffen gezeigt hatte. "Ohne dich wäre ich beruflich nicht der, der ich heute bin. Danke, lieber Franz!", hatte er geschrieben. Er sei auch immer noch "sehr traurig", sagte Knop nun: "Er war ein megasympathischer Mensch. Das kann ich sagen, weil ich ihn persönlich kennenlernen durfte."
Abgestelltes Auto in brandenburgischer Kleinstadt: Polizei findet totes Kleinkind
In einem Auto in Brandenburg ist in der Nacht zum Montag ein totes Kleinkind entdeckt worden. Das teilte ein Polizeisprecher am Montagmorgen mit. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge wurde auch die Mutter des Kindes in dem Auto in Mittenwalde gefunden. Sie war demnach am Leben und wurde medizinisch betreut, wie der Sprecher sagte. Das Kind war Polizeiangaben zufolge sechs Jahre alt. Einsatzkräfte hatten den abgestellten Wagen den Angaben nach gegen 1.52 Uhr auf einer Straße im Ortsteil Brusendorf entdeckt. Die näheren Umstände seien noch völlig unklar, hieß es.
1000 Kilometer mit Hyperschall: Nordkorea testet Rakete mit neuem Antrieb
Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge bei der Entwicklung weitreichender Raketen mit Hyperschall-Gefechtsköpfen weitere Fortschritte erzielt. Am Sonntag habe die Raketenbehörde erfolgreich eine Mittelstreckenrakete mit neuem Feststoffantrieb getestet, berichteten Staatsmedien am Montag. Die Rakete sei mit einem manövrierfähigen Hyperschall-Gefechtskörper beladen gewesen. Angaben zur Flugdistanz wurden nicht gemacht. Der Test war von Südkorea und Japan erfasst worden. Südkoreas Militär sprach von einer mutmaßlichen Mittelstreckenrakete. Sie sei etwa 1000 Kilometer weit geflogen, bevor sie im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) ins Wasser gefallen sei. Südkorea verurteilte den Test als klaren Verstoß gegen UN-Beschlüsse, die Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen jeglicher Reichweite untersagen. Solche Raketen können mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden.