Montag, 18. September 2023Der Tag

Heute mit Sabine Oelmann und Johanna Ohlau
22:25 Uhr

Das war Montag, der 18. September 2023

Überraschung zum Abend: ein großer Regenbogen verzierte den Himmel über Berlin.

Überraschung zum Abend: ein großer Regenbogen verzierte den Himmel über Berlin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Einstieg in die Woche ist geschafft und mit was für einen schönen Abendhimmel verabschiedet sich der Montag über Berlin. Falls Sie den Regenbogen nicht gesehen haben sollten, habe ich hier noch ein Foto davon für Sie. Zudem hätte ich noch wie üblich ein paar Leseempfehlungen:

Sänger von "Albany": Schlager-Star Roger Whittaker ist tot

Wechsel nach Katar: Weltmeister Draxler verschwindet in der Wüste

Wegen Wehrdienstentziehung: Schwangere Soldatin in Russland zu Lagerhaft verurteilt

Letzte Generation in Berlin: Autofahrer sprüht Reizgas auf Klimaaktivisten

Vorwürfe gegen Komiker: Russell Brand wegen sexueller Nötigung angezeigt

Im Ukraine-Ticker bleiben Sie auch in der Nacht auf dem Laufenden. Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

22:01 Uhr

Nach Pistorius: Auch Finanzminister Lindner positiv auf Corona getestet

Christian Lindner (links) und Boris Pistorius werden beide die nächsten Tage wohl im Homeoffice bleiben.

Christian Lindner (links) und Boris Pistorius werden beide die nächsten Tage wohl im Homeoffice bleiben.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Das Coronavirus macht auch vor der Bundesregierung nicht Halt: Nach Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD ist nun auch Bundesfinanzminister Christian Lindner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ministeriumskreisen. Die Termine für die kommenden Tage wurden daher abgesagt. Der FDP-Chef habe leichte Grippe-Symptome und arbeite nun von zu Hause, hieß es weiter. Auch Pistorius verhagelt die Infektion etwas die Pläne: Der SPD-Politiker kann deshalb morgen nicht an einem internationalen Treffen zur Unterstützung der Ukraine auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein teilnehmen. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. 

21:30 Uhr

Kita-Personal gesucht: Dieses Bundesland nimmt ab sofort auch Quereinsteiger

Schneller mehr Personal für die Kita erhofft man sich mit dem Anwerben von Quereinsteigern in Schleswig-Holstein.

Schneller mehr Personal für die Kita erhofft man sich mit dem Anwerben von Quereinsteigern in Schleswig-Holstein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie wollen den Beruf wechseln? Dann habe ich vielleicht ein interessantes Angebot für Sie - sofern Sie nach Schleswig-Holstein ziehen wollen oder dort wohnen: Das Bundesland sucht wie alle dringend nach Personal für Kindertagesstätten. Deshalb dürfen dort künftig auch Quereinsteiger als sozialpädagogische Assistenten arbeiten. Damit sollen die Personalsituation und die Qualität in der Kindertagesbetreuung verbessert werden, teilte Sozialministerin Aminata Touré mit. Sozialpädagogische Assistenten erhalten außerdem bessere Aufstiegschancen und können künftig auch Gruppenleitungen übernehmen. Die Berufsabschlüsse ausländischer Fachkräfte würden leichter anerkannt und sie erhielten einen schnelleren Zugang zur Kindertagesbetreuung. "Wir wollen die besten Kitas für Kinder in Schleswig-Holstein", sagte Touré.

Ganz so leicht wird es mit dem Quereinstieg jedoch nicht: Ohne Ausbildung wird man auch in Schleswig-Holstein nichts. Grundvoraussetzung für den Quereinstieg ist laut der Mitteilung eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Hochschulabschluss. Darüber hinaus müssten mindestens zweijährige praktische berufliche oder außerberufliche Tätigkeiten in bestimmten Bildungsbereichen nachgewiesen werden - da wird die Liste möglicher Bewerberinnen und Bewerber sicherlich kürzer. Zudem sei eine pädagogische Qualifizierung von 480 Stunden zu erwerben und darüber hinaus muss man ein Praktikum in einer Kita im Umfang von mindestens 500 Stunden absolvieren.

21:00 Uhr

Videos des Tages

20:47 Uhr

US-Sängerin Katy Perry verkauft Musikrechte

Katy Perry bei einem Auftritt im Mai.

Katy Perry bei einem Auftritt im Mai.

(Foto: picture alliance / Raoul Gatchalian/STAR MAX/IPx)

Viele andere Künstler haben es vorgemacht, nun verkauft auch US-Popstar Katy Perry ("California Gurls" und "I kissed a girl") die Rechte an ihren Hit-Alben. Der Deal mit der Firma Litmus Music umfasse die Rechte für ihre fünf Alben "One of the Boys", "Teenage Dream", "PRISM", "Witness" und "Smile" aus den Jahren 2008 bis 2020, teilte die Firma mit. Litmus-Chef Dan McCarroll beschrieb Perry in einer Mitteilung als "kreative Visionärin" mit einem großen Einfluss in Bereichen wie Musik, Fernsehen, Film und Philanthropie. Litmus Music machte keine Angaben zu den finanziellen Details. Mehrere US-Medien berichteten, der Wert des Deals werde auf rund 225 Millionen US-Dollar geschätzt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:19 Uhr

Bakteriengefahr: Hersteller ruft Focaccia zurück

So sieht das Produkt aus.

So sieht das Produkt aus.

(Foto: Screenshot/Lebensmittelwarnung.de)

Ein Hersteller von "Focaccia Basilikum & Tomate", die über den Edeka-Verbund in Deutschland verkauft werden, ruft eine Charge wegen der Gefahr von Bakterien zurück. Betroffen sind Verpackungen mit zweimal 165 Gramm schweren Focaccias der niederländischen Firma Boboli Benelux BV mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. Oktober 2023, wie aus Angaben auf dem Portal lebensmittelwarnung.de hervorgeht. Die Hefeteig-Brote könnten mit Listeria monocytogenes kontaminiert sein. Betroffen sind den Angaben zufolge mindestens die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Listerien können unter Umständen grippeähnliche Symptome auslösen und nach Behördenangaben das zentrale Nervensystem schädigen. Besonders für Schwangere, Diabetiker, Immungeschwächte und Kinder besteht ein erhöhtes Risiko.

19:52 Uhr

Falsche Polizisten bringen Rentner um Gold und Uhren im Wert von 100.000 Euro

Gestern habe ich mal wieder eine Nachricht auf mein Handy bekommen: "Hallo Papa, das ist meine neue Nummer, bitte schreib mir mal bei WhatsApp." Nun bin ich weder ein Mann, noch ein Vater, also war die Betrugsmasche für mich recht leicht zu durchschauen. Doch nicht immer ist es so einfach und in einem Fall aus Schleswig-Holstein waren Betrüger äußerst erfolgreich: Sie gaben sich als falsche Polizisten aus und haben so einen 78-jährigen Mann aus Elmshorn um Gold und Uhren im Wert von 100.000 Euro gebracht. Der Rentner wurde am Freitagnachmittag von den Unbekannten angerufen, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Anruf sei eine in Not geratene Freundin des Mannes vorgetäuscht worden. Ein vermeintlicher Polizist erklärte, dass die Frau einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nun die Zahlung einer Kaution erforderlich sei.

Besonders perfide: Die Betrüger haben den Mann sogar dazu gebracht, seine Wertgegenstände nach Hamburg-St. Georg zu bringen. Den Angaben zufolge übergab der Elmshorner das Gold und die Uhren aus dem Auto heraus an einen Unbekannten. Der Mann sei danach kommentarlos gegangen. Erst vor einer Woche erbeuteten falsche Polizisten 28.000 Euro bei einem Rentner aus Bad Segeberg. Die gleichen Täter? Von dem Geld und ihren Wertgegenständen werden die Geschädigten wahrscheinlich nicht mehr viel wieder sehen ...

19:14 Uhr

Kardinal Marx zur Segnung homosexueller Paare: "Warum nicht?"

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Es gibt homosexuelle Paare, die gläubige Christen sind und sich den kirchlichen Segen für ihre Ehe wünschen wie jedes andere christliche Paar auch. In der katholischen Kirche ist es für den Vatikan ein No-Go. Nicht so für den Münchner Kardinal Reinhard Marx: Der kann sich nach eigenen Angaben durchaus vorstellen, auch homosexuelle Paare zu segnen. "Warum nicht?", sagte er im Interview des "Münchner Merkur" auf die Frage, ob er ein homosexuelles Paar segnen würde, wenn er darum gebeten wird. "Es kommt immer auf die jeweilige Situation an. Wenn Menschen mich um einen Segen bitten, dann werde ich das auch tun", sagte der Erzbischof von München und Freising.

Genauso wie der Münchner Kardinal sehen es auch andere katholische Geistliche: Segensfeiern für homosexuelle Paare werden in vielen Gemeinden heute schon praktiziert, finden aber in einer kirchenrechtlichen Grauzone statt. Ob es den Obrigkeiten in Rom nun passt oder nicht: Die katholische Kirche in Deutschland wird Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare "zeitnah" einführen. So wurde es im März von der Synodalversammlung beschlossen. Leider sehen es eben (noch) nicht alle in der katholischen Kirche in Deutschland so: Für eine Welle der Empörung hatte kürzlich der Fall eines Pfarrers aus Mettmann bei Düsseldorf gesorgt, der eine Segensfeier für Liebende - darunter auch homosexuelle Paare - abgehalten hatte und dafür vom Erzbistum Köln unter dem erzkonservativen Kardinal Rainer Maria Woelki gerügt worden war. Aus Protest gegen Woelki wollen mehrere katholische Priester am 20. September eine Segnungsfeier für gleichgeschlechtliche Paare vor dem Kölner Dom abhalten.

18:54 Uhr
Breaking News

Schlager-Star Roger Whittaker ist tot

Roger Whittaker

Roger Whittaker

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Traurige Nachrichten für die Schlagerwelt: Der Sänger Roger Whittaker ("Albany") ist tot. Er starb am 13. September im Alter von 87 Jahren, wie seine Plattenfirma Sony Music der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:46 Uhr

Polizisten absichtlich angefahren? 18-Jähriger sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft

Als die Polizei in Hamburg einen Verkehrsunfall aufnehmen will, fährt plötzlich ein Fahrzeug an der wartenden Autoschlange vorbei. Ein Polizist fordert den Fahrer auf, stehen zu bleiben und wie alle anderen zu warten, aber der Fahrer - ein 18 Jahre alter Mann - am Steuer des Carsharing-Autos gibt Gas. Wie die Hamburger Polizei mitteilt, wurde der Beamte bei dem Vorfall am vergangenen Freitag im Stadtteil Altona angefahren und schwer verletzt. Der Teenager ergriff die Flucht, aber stellte sich später der Polizei. Der 18-Jährige sitzt nun wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Mordkommission des Landeskriminalamts und die Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft hätten die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei mit. Der junge Mann war demnach ohne Führerschein, aber möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln in dem Leihwagen unterwegs.

18:10 Uhr

Frank Werneke steht weiter an der Spitze der Gewerkschaft Verdi

Nicht lieber grün oder blau für Frank Werneke (Bild) und die Verdi-Ritter? Die Farbe rot gehört eigentlich zu den bösen Sith in "Star Wars" ...

Nicht lieber grün oder blau für Frank Werneke (Bild) und die Verdi-Ritter? Die Farbe rot gehört eigentlich zu den bösen Sith in "Star Wars" ...

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine neue alte Personalie hätte ich da noch für Sie: Frank Werneke ist und bleibt der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Delegierten des Verdi-Bundeskongresses bestätigten den Vorsitzenden in Berlin mit großer Mehrheit für weitere vier Jahre im Amt. Von insgesamt 894 abgegebenen Stimmen erhielt er 810 Ja-Stimmen, es gab 66 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen. "Verdi ist aus meiner Sicht das interessanteste und auch vielversprechendste Projekt auf der hellen Seite der Macht", sagte Werneke wohl in Anlehnung an die "Star Wars"-Reihe. Daran knüpfe ich mal an: Die Macht wird bei Verdi wohl geteilt: Werneke betonte, er wolle seine kollegiale Führung fortsetzen. Und wer steht auf der dunklen Seite der Macht? Das dürften für den Verdi-Chef wohl zum Beispiel die Konzerne sein, die hinter Kaufhaus- und Supermarktketten stehen, um mal ein Beispiel zu nennen. Aber ob nun dunkle oder helle Seite der Macht, beide kämpfen wohl mit dem gleichen Problem auf ihre Weise: dem Fachkräftemangel. Darin sieht Werneke eine große Herausforderung für die Gewerkschaft. "Wenn ich auf die Situation schaue, leidet ihr alle unter dem zunehmenden Arbeitskräftemangel", sagte er zu den Delegierten. "Das ist eine massive Belastung." Doch dadurch verändere sich auch das Kräfteverhältnis zugunsten der Gewerkschaft. Die Macht ist also zukünftig mehr mit den Arbeiterinnen und Arbeitern?

Das schlägt sich wohl auch schon in der puren Anzahl der Jedi-Ritter, ähh, Gewerkschaftsmitglieder wieder: Sich zu organisieren und zusammen für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen, scheint wieder im Trend zu sein. Denn seit Jahresbeginn hat Verdi nach eigenen Angaben 140.000 neue Mitglieder gewonnen - so viele wie nie seit der Gründung 2001.

17:33 Uhr

Riesenwelle flutet Strandlokal in Sekunden

Dramatische Szenen in Südafrika: In einer Bar in einem Küstenort tritt das Wasser plötzlich über die Ufer und flutet ein Strandlokal. Auf einem Handyvideo ist zu sehen, wie die Wellen, angepeitscht vom Wind, immer höher schlagen und die Situation für die Gäste sehr bedrohlich wird. In einem anderen Ort wird eine 93 Jahre alte Frau wird von den Wellen mitgerissen und ertrinkt.

17:05 Uhr

Hitlergruß gezeigt: Verfahren gegen Polizisten und Soldaten eingestellt

Kleiner Rückblick auf "eure Hoheit", Heinrich Prinz Reuß: Der Adlige und mutmaßliche "Reichsbürger" wollte ja sowas wie eine Neuauflage eines Deutschen Reichs - mit ihm an der Spitze. Das ist ja bekanntlich Ende 2022 nicht mit seiner feierlichen Krönung, sondern mit Knast geendet, also vorerst mit Untersuchungshaft. Nun hat sich der Adelstitelträger diese Spinnerei ja nicht alleine ausgedacht, sondern hatte Unterstützer. Einer davon ist wohl nicht nur Adelsfan, sondern wohl auch von einem ganz speziellen Reich, dem Dritten Reich. Bei einer "Querdenker"-Demonstration in Dresden zeigte der 60 Jahre alte Polizist und mutmaßliche "Reichsbürger" aus Niedersachsen nämlich ganz ungeniert seine Gesinnung mit einem Hitlergruß. Dieser ist in Deutschland verboten und der Mann wurde zu 5000 Euro Strafe verurteilt, weil nun mal das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbolik ganz und gar kein Kavalliersdelikt ist. So mag man meinen, aber unser Rechtsstaat nimmt da manchmal etwas seltsam anmutende Wege: Der Polizist muss die Strafe nicht zahlen, das Verfahren gegen ihn wird eingestellt. Das hat das Landgericht Dresden heute entschieden. Die Begründung: Angesichts der auf ihn zukommenden Verurteilung wegen Verschwörung zum politischen Umsturz falle die Strafe nicht besonders ins Gewicht.

Es wird noch absurder: Der 60-Jährige stand nicht allein auf der Bühne, auch ein 58 Jahre alter Berufssoldat aus Nordrhein-Westfalen hatte dort öffentlich den Hitlergruß gezeigt und war dafür verurteilt worden. Doch auch der Dortmunder ging erfolgreich in Berufung gegen das Urteil. Sein Verfahren wird ebenfalls gegen Geldauflage von 800 Euro eingestellt. Zum Fall des nicht vorbestraften Berufssoldaten sagte der Vorsitzende Richter Peter Lames: "Die Schuld wiegt nicht so schwer, dass es einer strafrechtlichen Verurteilung bedarf." Zudem führte er das Opportunitätsprinzip an. Es besagt, dass Behörden eingreifen können, aber nicht müssen und dabei den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz wahren müssen. Man hätte es dem Mann also auch einfach durchgehen lassen können? Kein allzu gutes Signal an die Polizisten und die Staatsanwaltschaft, die dafür gesorgt haben, dass der Fall vor Gericht kommt ...

16:12 Uhr

UN fordern Taliban zu Öffnung von Mädchenschulen in Afghanistan auf

Seit die Taliban mit ihrer Steinzeit-Mentalität seit August 2021 wieder in Afghanistan an der Macht sind, haben Mädchen und Frauen so ziemlich alle Rechte verloren, die man als Mensch so verlieren kann. Sie schaffen es mit ihrer Tugend-Heuchelei jedoch immer wieder, das Ausland zu überraschen mit neuen strengen Verboten für Frauen, die seit Ende August nicht mal mehr den Band-e-Amir-Park besuchen dürfen. Ein Wildtier könnte sonst wohl zu Stein werden, wenn doch ein Frauenhaar nicht korrekt unter dem islamistischen Unterdrückersymbol Kopftuch steckt. Ob sie nun in den Park dürfen oder nicht, dürfte den Frauen angesichts der vielen anderen Verbote sowieso fast egal sein. Doch ein anderes bestehendes Verbot dürfte viele Afghaninnen langfristig schwer treffen: das Bildungsverbot für Mädchen. Die Vereinten Nationen fordern die Taliban auf, höhere Mädchenschulen wieder zu öffnen. "Mädchen gehören in die Schule", schrieb UN-Generalsekretär António Guterres auf der Plattform X, ehemals Twitter. "Lasst sie wieder rein." Die Schließung von Mädchenschulen ab der 7. Klasse nannte er eine "nicht zu rechtfertigende Verletzung von Menschenrechten, die dem gesamten Land langfristigen Schaden zufügt".

Afghanistan ist damit das einzige Land der Welt, in dem es Beschränkungen für die Bildung von Frauen gibt. Doch auf internationale Empörung und öffentliche Aufforderungen wie heute reagieren die Steinzeit-Islamisten nicht. Ohne großen politischen und wirtschaftlichen Druck, werden die Taliban wohl nicht zur Rückkehr zu einer absoluten Selbstverständlichkeit zu bewegen sein.

15:31 Uhr

Gefangenenaustausch mit dem Iran: Mehrere US-Bürger frei

Der Iran hat im Rahmen eines Gefangenenaustausches mehrere US-Staatsbürger freigelassen. Sie befänden sich an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg von Teheran nach Katar, teilte ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Regierung mit. Der Iran hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass der Austausch heute stattfinden sollte.

15:17 Uhr

Acht Jugendliche und junge Männer sollen 13-Jährige in Bad bedrängt und sexuell missbraucht haben

Ein 13-jähriges Mädchen wird in einem Kölner Bad plötzlich von einer Gruppe Jugendlicher und junger Männer eingekreist. Die 16 bis 26 Jahre alten Tatverdächtigen bedrängen die Teenagerin in einem Becken, werfen sie sogar hoch, ein 16-Jähriger fasst ihr in die Bikinihose. Das Mädchen kann sich losreißen und der Gruppe entkommen. So etwa schilderte es wohl die 13-Jährige später der Polizei. Dass das kein harmloser Vorfall ist, der noch halbwegs "glimpflich" ausgegangen ist, sondern ein Fall von sexueller Gewalt, was der 13-Jährigen in dem öffentlichen Bad widerfahren ist, ist wohl auch dem Schwimmmeister klar, der die Polizei verständigt. Die rückt laut einer Mitteilung der Polizei mit sieben Streifenwagen an und kann die mutmaßlichen Täter am Ausgang des Bads stellen. Gut für das Mädchen, da sexuelle Gewalt immer schwer zu beweisen ist: Ein Zeuge hatte den Übergriff beobachtet.

Je drei der mutmaßlichen Täter sind 16 und 21 Jahre alt. Die beiden weiteren Tatverdächtigen sind 22 und 26 Jahre alt. Die Jugendlichen und jungen Männer leben im Rheinland. Drei von ihnen haben die türkische, vier die syrische Staatsbürgerschaft, einer ist Iraker. Die Polizei sucht weitere Zeugen.

14:44 Uhr

DNA-Test bestätigt: Auf Mallorca vermisste deutsche Segler sind tot

Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses des DNA-Tests hatte die spanische Seenotrettung die Suche per Schiff und Hubschrauber nach den Seglern fortgesetzt.

Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses des DNA-Tests hatte die spanische Seenotrettung die Suche per Schiff und Hubschrauber nach den Seglern fortgesetzt.

(Foto: picture alliance/dpa/Salvamento Maritimo)

Ihr Segelboot war seit einem schweren Unwetter verschwunden, von ihnen fehlte jedes Lebenszeichen: Doch nun ist klar, dass es sich bei den Anfang September im Mittelmeer vor der Küste Mallorcas entdeckten Leichen tatsächlich um die beiden vermissten deutschen Segler handelt. Ende August waren der 53 Jahre alte Mann und sein 19-jähriger Sohn trotz seit Tagen bestehender Unwetterwarnungen mit ihrem Boot namens "Makan Angin" von Cala Galdana aus in See gestochen. Warum sie die Unwetterwarnung ignorierten oder ob sie davon nichts mitbekommen haben, ist nicht bekannt. Noch am selben Tag schlug ein Angehöriger in Deutschland Alarm, nachdem der Kontakt zu den beiden abgebrochen war. An ihrem Reiseziel im rund 90 Kilometer entfernten Cala d'Or auf Mallorca kamen die beiden Männer nie an. Wie die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) in Palma mitteilt, seien die Leichen in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden per DNA-Analyse identifiziert worden. Eine optische Identifizierung der sterblichen Überreste war zu dem Zeitpunkt nach Angaben der mallorquinischen Behörden nicht mehr möglich gewesen. Die Deutschen stammen aus dem Raum Frankfurt.

14:27 Uhr

Igelmutter ruft um Hilfe - Polizei rettet Jungtier aus Gullyschacht

Es handelt sich nicht um dieses kleine Tierkind, aber so ganz ohne Foto wollte ich Sie hier nicht stehen lassen.

Es handelt sich nicht um dieses kleine Tierkind, aber so ganz ohne Foto wollte ich Sie hier nicht stehen lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Igel zählen eher nicht so zu den extrovertierten Wesen auf der Erde, die lautstark auf sich aufmerksam machen. Deshalb kam es einer Frau im bayrischen Donauwörth zurecht merkwürdig vor, als da plötzlich ein Igel lautstark zu hören war. Es war eine Mutter, die in großer Sorge um ihr Junges war, wie die Polizei mitteilt. Die hatte die Frau verständigt, und die Streife konnte kurze Zeit später das vermisste Igelkind ausfindig machen: in einem Gullyschacht. Die Beamten befreiten den Igelnachwuchs aus seiner misslichen Lage und brachten ihn zurück zu seiner Mutter, die sich daraufhin zusammen "in die Wildnis" aufmachten.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Lieber Leserinnen und Leser,

"Der Tag" hat Halbzeit! Für meine liebe Kollegin Sabine Oelmann geht es jetzt verdient in den Feierabend. Ich übernehme für Sie und versuche, sie in den nächsten Stunden mit Wissenswertem, aber auch etwas Unterhaltung auf dem Laufenden zu halten. Zu Beginn gibt es gleich etwas ganz Niedliches. Die Nachrichtenwelt ist mit Ukraine-Krieg, Flutkatastrophe in Libyen und den chaotischen Zuständen in Erstaufnahmelagern an der italienischen Küste schon ernst genug. Also Finger in die Tasten und los geht's!

Ach ja: Bei Fragen, Kritik oder Hinweisen schreiben Sie mir am besten per Mail an dertag@ntv.de.

13:35 Uhr

Erdogan zu Musk: "Wo ist Ihre Frau?"

Der türkische Präsident Erdoğan nutzt seine Reise nach New York für einen Besuch bei Tech-Milliardär Musk. Dort will der Staatschef für den Bau einer türkischen Giga-Factory werben. Die Übergabe eines Geschenkes für Musks anwesenden Sohn verläuft nicht ganz reibungslos und auch danach gibt es einen kleinen Fauxpas.

12:53 Uhr

Söder: "Lampedusa kennt keine Landtagswahl in Bayern"

CSU-Parteichef Markus Söder hat einen "Deutschlandpakt" im Kampf gegen ungeregelte Migration in Deutschland gefordert. Experten rechneten in diesem Jahr mit bis zu 400.000 Asylanträgen, so Söder nach einer Sitzung seines Parteivorstandes in München. Er wiederholte seine Forderung nach einer Obergrenze in Höhe von rund 200.000 Asylbewerbern pro Jahr in der Bundesrepublik. "Es braucht eine Integrationsgrenze als Richtwert für unser Land", findet der Politiker.

Die Asylbewerberzahlen in Deutschland stiegen kontinuierlich an, während etwa im Nachbarland Österreich die Zahlen zurückgingen. Migration sei deshalb nicht nur eine europäische, sondern auch eine nationale Frage. Wenn die Flüchtlingszahlen zu hoch seien, sei Integration nicht mehr leistbar, sagt Söder mit Verweis etwa auf die Kapazitäten von Kindertagesstätten und Schulen.

Er wies Vorwürfe zurück, die Vorschläge seien dem bevorstehenden Termin der Landtagswahl in Bayern geschuldet. "Lampedusa kennt keine Landtagswahl in Bayern", betont Söder mit Blick auf die italienische Mittelmeerinsel, auf der gerade eine große Zahl von Flüchtlingen aus Nordafrika ankommt.

12:24 Uhr

Deutschland bekommt ein Fotoinstitut

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft Ina Brandes und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller heute die Gründungskommission für das Deutsche Fotoinstitut vorgestellt.

Das siebenköpfige Team versammelt eine breite fotografische Expertise. Die Gründungskommission wird zunächst die Aufgabenschwerpunkte des zukünftigen Fotoinstituts festlegen. Der Gründungskommission gehören an:

  • Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung NRW, Düsseldorf
  • Prof. Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang, Essen
  • Felix Krämer, Generaldirektor, Mitglied des Vorstandes des Kunstpalastes, Düsseldorf
  • Katrin Pietsch, Fotografie-Restauratorin, University of Amsterdam
  • Christian Scheidemann, Restaurator, New York
  • Inka Schube, Kuratorin, Sprengel Museum, Hannover
  • Moritz Wegwerth, Fotograf, Düsseldorf

Claudia Roth glaubt, mit dem Fotoinstitut der Kunst der Fotografie einen Standort in Deutschland und eine zentrale Anlaufstelle zu geben. (...) "Unser Ziel ist ein lebendiges Institut, das Fotografie von höchster Qualität mit wissenschaftlicher Exzellenz und Nachhaltigkeit in Einklang bringt – und damit international neue Maßstäbe setzt", so Roth. Wichtig sei, dass die Perspektiven der Fotografinnen und Fotografen in all ihrer Vielfalt angemessen berücksichtigt werden. (...) "Als zeitgemäße Kultureinrichtung des 21. Jahrhunderts soll das Fotoinstitut darüber hinaus auch Vorbild für Nachhaltigkeit sein. Das Thema Klimaschutz muss deshalb bei Bau und Betrieb von Anfang an mitgedacht werden."

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:21 Uhr

Achterbahn "Höllenblitz" auf der Wiesn ist repariert

Teifi noch oamoal ... Die Hölle ist bald wieder betretbar.

Teifi noch oamoal ... Die Hölle ist bald wieder betretbar.

(Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Die Familien-Achterbahn "Höllenblitz" könnte nach dem Unfall mit acht Leichtverletzten möglicherweise am Dienstag wieder auf dem Münchner Oktoberfest anfahren. "Die Ermittlungen vor Ort sind abgeschlossen. Von uns aus kann das Fahrgeschäft wieder fahren", so ein Polizeisprecher am Montag.

Der Geschäftsführer des "Höllenblitz", Wilhelm Ottens, sagte, auch die nötigen Reparaturen seien weitestgehend abgeschlossen. Jetzt würden Vertreter der Herstellerfirma und des Tüv erwartet.

Zu dem Zwischenfall war es am Samstagabend nach 22.10 Uhr gekommen. Ein anfahrender Zug war langsam zurückgerollt und mit dem stehenden Zug kollidiert. Beide Züge waren laut Ottens mit etwa 30 Menschen besetzt, alle hätten selbstständig aussteigen können. Acht Fahrgäste wurden leicht verletzt, drei von ihnen wurden vorsorglich ins Krankenhaus geschickt.

10:23 Uhr

Die Senta BergerIn? Nein danke!

Schauspielerin Senta Berger lehnt das Gendern ab, das in ihren Augen einen Versuch der "Wiedergutmachung" darstellt. "Ich gendere nicht. Ich liebe meine Sprache und habe genügend Selbstbewusstsein, mich auch im generischen Maskulinum wiederzufinden", so Berger in der "Augsburger Allgemeinen". Wenn andere das nicht täten, sondern ein Sternchen für angemessen hielten, akzeptiere sie das selbstverständlich - "solange ich nicht verbindlich zu dieser Schreibform gezwungen werde".

Nach Ansicht der Schauspielerin entspringt das Gendern einem schlechten Gewissen der Gesellschaft, "die weiß, wie sie und wen sie durch Jahrzehnte und Jahrhunderte diskriminiert hat", sagte Berger der Zeitung. "Und nun soll Gendern eine Art von eifriger Wiedergutmachung sein", betonte sie. "Mir fällt auf, dass sich eine Art Feminismus herausgebildet hat, der systemisch agiert und jede Diskussion ausschließt", kritisiert die 82-jährige Schauspielerin. "Ich glaube an Unterschiede in der Gleichheit. Gleichstellung bedeutet nicht Gleichsetzung", sagte sie.

Auf das Älterwerden angesprochen sagte Berger, der größte Schmerz sei der Verlust der Freunde. "So viele sind schon tot". Sie kämpfe nicht gegen die Endlichkeit. "Der Tod ist da, aber für mich nicht allgegenwärtig. Ich stehe im Leben", sagte Berger, die ab Donnerstag in Rainer Kaufmanns Komödie "Weißt du noch" in den Kinos zu sehen sein wird.

10:10 Uhr

Wie winzige Babyäffchen auf Insta für Werbung missbraucht werden

Wer sich Tieren verbunden fühlt, kann beim Betrachten der Videos und Fotos von Makaken in menschlicher "Obhut" nur geschockt sein - umso mehr, da sie zu den beliebtesten Tier-Inhalten in den sozialen Netzwerken zählen.

Wer sich Tieren verbunden fühlt, kann beim Betrachten der Videos und Fotos von Makaken in menschlicher "Obhut" nur geschockt sein - umso mehr, da sie zu den beliebtesten Tier-Inhalten in den sozialen Netzwerken zählen.

(Foto: dpa)

Winzige Affen in Baby-Kleidung oder mit Windeln, im Schaumbad oder mit Schminke im Gesicht: Videos von Makaken, die wie Menschenkinder dargestellt werden, sorgen in sozialen Netzwerken für viele Likes und schadenfrohe Kommentare. Für die hilflosen Tiere sind die psychischen und physischen Schäden, die sie davontragen, oft enorm. Die Quälerei geht bis zum bewusst herbeigeführten Tod der Tiere - alles vor laufender Kamera und zur Belustigung zahlreicher User, wie ein neuer Report der Social Media Animal Cruelty Coalition (SMACC) ergab.

Dem Verbund gehören 20 Tierschutzorganisationen an. Für den Bericht "Das Leiden von Makaken für Social-Media-Content" haben SMACC-Mitarbeiter zwischen September 2021 und März 2023 rund 1250 Fotos und Videos in sozialen Netzwerken untersucht, vor allem auf Facebook, Instagram, Tiktok und YouTube. Die Tierschützer dokumentierten dabei mehr als 2800 Fälle von offensichtlichem Missbrauch. Im Durchschnitt wurde also jeder Inhalt mehr als zwei Missbrauchskategorien zugeordnet.

Am häufigsten wurden bewusster psychischer sowie körperlicher Missbrauch bis hin zu Folter nachgewiesen. Viele Makaken wurden offenbar schon im Alter von wenigen Tagen von ihren Müttern getrennt und als Haustiere verkauft. Manche wurden geschlagen, andere in viel zu enge Kleidung gesteckt und mit Gewalt daran gehindert, sich daraus zu befreien. Auch Nahrungsentzug gehörte zur Missbrauchspalette. Besonders schockierend: In Dutzenden Fällen standen Baby-Makaken offenbar unter Einfluss von Drogen, wurden sexuell missbraucht oder - teils langsam und qualvoll - getötet.

09:45 Uhr

"Unsere DNA" - warum sind wir wie wir sind?

Warum sind wir so wie wir sind? Antonia Kubas gibt mit ihrem neuen Song "Unsere DNA" ihre persönliche Antwort auf diese Frage: "Wir sind so wie wir sind, weil es in unserer DNA festgeschrieben ist. Und das ist gut so. Also akzeptiere dich, so wie du bist, mit all deinen Stärken und Schwächen und hör' auf, mit dir selbst zu hadern." Diese Botschaft wird uns - einem Tanz der Moleküle gleich - in diesem schönen Spätsommer sicherlich noch häufiger begegnen.

Die neue Single von Kubas reiht sich in die Serie ihrer Veröffentlichungen ein, mit denen die Berlinerin sich große Anerkennung in der deutschen Musikbranche erarbeitet hat. Mit ihrer erfrischenden Mischung aus Schlager und Singer/Songwriter-Pop hat die Mutter einer Tochter ihren eigenen Stil kreiert. Matthias Reim, dessen Backgroundsängerin sie bereits oft war, ist sicher stolz auf die Musik- und Medienwisschaftlerin mit eigener PR-Firma. In der DNA von Antonia Kubas finden sich auf jeden Fall viele Talente!

09:29 Uhr

1400 Euro Strafe, weil er mit seiner Python surfte

Eigentlich wären Haie schon genug Grund zur Sorge: In Australien ist ein Surfer südlich von Brisbane mit einer Python um den Hals gewickelt auf seinem Surfbrett gesehen worden. Die Behörden verhängten daher eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 1400 Euro gegen den Mann. Sie störten sich nicht daran, dass er die Rautenpython als Haustier hielt. Er habe jedoch keine Erlaubnis, das Tier von seiner gemeldeten Adresse zu entfernen oder gar zum Surfen mitzunehmen.

"Um ein Tier in die Öffentlichkeit zu bringen oder zur Schau zu stellen, ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich", erklärte das Umwelt- und Wissenschaftsministerium von Queensland. "Schlangen sind offensichtlich Kaltblüter und obwohl sie schwimmen können, meiden Reptilien normalerweise das Wasser." Wie das Ministerium weiter mitteilte, war das Wasser für die Python sehr kalt. "Die einzigen Schlangen, die sich im Ozean aufhalten sollten, sind Seeschlangen."

Rautenpythons kommen in Australien und Papua-Neuguinea vor. Die bis zu drei Meter langen Tiere sind ungiftig und wickeln sich um ihre Beute, bis diese erstickt. Die Reptilien fressen vor allem Vögel, Eidechsen und kleine Säugetiere.

08:23 Uhr

Drew Barrymore verschiebt Show-Beginn nach Kritik an ihr

Drew Barrymore unterbricht die Arbeit an ihrer Talkshow nach Kritik wegen des anhaltenden Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler in Hollywood. "Ich habe allen zugehört und treffe die Entscheidung, die Premiere der Show zu unterbrechen, bis der Streik vorbei ist", teiltn die 48-Jährige mit. Ihr fehlten die Worte, um sich aufrichtig zu entschuldigen und sie hoffe auf eine baldige Lösung für den Arbeitskampf in der Branche. Die neue Staffel sollte heute starten.

Zuvor hatte es Kritik an Barrymore gehagelt und Proteste vor den Studios der Sendung in New York gegeben wegen ihrer Ankündigung, ihre Talkshow trotz der Streiks wieder aufnehmen zu wollen. Die Veranstalter der National Book Awards entzogen ihr einen Moderationsjob.

Wie US-Medien berichten, verschieben auch andere Fernsehshows ihren Sendestart: Die neue Staffel der Talkshow von US-Sängerin Jennifer Hudson sollte ebenfalls heute starten. Die Arbeiten seien nun aber vorerst unterbrochen, hieß es weiter. Mehreren Berichten zufolge wird auch die Ausstrahlung der neuen Staffel der CBS-Sendung "The Talk" ausgesetzt. Die mehr als 11.000 Drehbuchautoren der Writers Guild streiken bereits seit Anfang Mai, seit Juli sind auch die Schauspieler dabei. Sie fordern unter anderem eine bessere Vergütung und Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Anzeichen für ein baldiges Streikende gibt es nicht.

07:53 Uhr

Was halten Sie von der Viertagewoche?

Vielleicht sollte man trotzdem mit größerer Professionalität an Plakate herangehen.

Vielleicht sollte man trotzdem mit größerer Professionalität an Plakate herangehen.

(Foto: dpa)

Hand aufs Herz am Montagmorgen: Würden Sie heute nicht gern freihaben? Oder Freitag? Langes Wochenende? Oder Mittwoch, kleine Verschnaufpause vom alltäglichen Job-Wahnsinn oder Allerlei? Und: Kürzer arbeiten, dafür aber weiterhin volles Gehalt bekommen? Denn das ist die Idee - und sie kommt bei vielen Arbeitnehmern gut an. Aber ist sie auch umsetzbar in einer momentan vor sich hin schwächelnden Volkswirtschaft? Ein Pilotprojekt will das herausfinden.

100-80-100? 100 Prozent Leistung in 80 Prozent der Zeit bei 100 Prozent Bezahlung - kann das klappen? Dieser Frage geht in Deutschland bald ein Pilotprojekt nach, ab Donnerstag können sich Arbeitgeber zur Teilnahme bewerben. Die Viertagewoche soll dabei über sechs Monate erprobt und die Umstellung wissenschaftlich ausgewertet werden. "Wir erhoffen uns, die Debatte um die Viertagewoche auf ein neues Niveau zu heben - mit wissenschaftlicher Unterstützung", sagt dazu Unternehmensberater Jan Bühren von Intraprenör.

Die Firma organisiert das Projekt in Deutschland gemeinsam mit der Organisation 4 Day Week Global. Die Nichtregierungsorganisation hat solche Studien bereits in anderen Ländern initiiert, unter anderem ein viel beachtetes Projekt in Großbritannien. "Uns stört es, dass die gesamte Diskussion quasi im luftleeren Raum passiert - weil alles nur in Theorie besprochen, aber nicht ausprobiert wird", sagt Bühren. Das soll sich nun auch in Deutschland ändern.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Hüstelt und schnieft es um Sie herum? Obwohl es noch so sommerliche Temperaturen hat? Dann schöne Grüße vom Virus - die Pandemie ist zwar vorüber, das Coronavirus aber noch längst nicht verschwunden. Zum Ende des Sommers steigt die Zahl der offiziell im Labor bestätigten Infektionen seit einigen Wochen wieder an. Ähnlich wie bei Grippe wird gefährdeten Gruppen deshalb geraten, den Impfschutz zu erneuern. Ein an aktuelle Virusvarianten angepasster Impfstoff von Biontech liegt bereits vor, ab heute soll er in die Praxen kommen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach will vorangehen und sich in Berlin eine Auffrischungsspritze geben lassen. Und Sie?

Was sonst noch wichtig wird

  • Das UN-Nothilfebüro (OCHA) ist nach den verheerenden Überschwemmungen in Libyen besorgt über zwei weitere Dämme, hinter denen sich große Wassermengen stauen sollen. Am Dschasa-Damm würden nach Angaben der Behörden Pumpen installiert, um den Druck von der Staumauer zu nehmen.
  • Vor dem Bonner Landgericht beginnt um 10.00 Uhr ein Prozess wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung gegen den Hamburger Bankier Christian Olearius. Er soll als persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Warburg bei den Cum-Ex-Steuerdeals mitgemischt haben. Es geht um 14 Tatvorwürfe und einen Steuerschaden von 280 Mio Euro. Dem 81-Jährigen drohen bis zu zehn Jahre Haft.
  • Das italienische Kabinett will um 12.30 Uhr bei einer Sitzung in Rom Maßnahmen zur Eindämmung der Migration über das Mittelmeer auf den Weg bringen.
  • Nach massiven Ausschreitungen am Rande einer Eritrea-Veranstaltung will Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl mit Stuttgarter Polizisten sprechen und sich über den Einsatz informieren.
  • In Berlin stellt die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus um 10.00 Uhr ihren ersten Jahresbericht vor, u.a. mit dem Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose.
  • In Essen beginnt um 13.00 Uhr der Prozess um die Tötung eines sechs Monate alten Babys. Angeklagt ist der 24-jährige Vater, der seiner Tochter die Luft abgedrückt und sie brutal geschüttelt haben soll.
06:22 Uhr

Entscheidung über neue Maßnahmen in Lampedusa

Das italienische Kabinett will heute mittag in Rom angesichts der Migrationskrise auf der Mittelmeerinsel Lampedusa neue Maßnahmen auf den Weg bringen. Die kleine Insel zwischen Sizilien und Nordafrika ist seit Tagen mit der Ankunft Tausender Bootsmigranten konfrontiert. Das Erstaufnahmelager der Insel ist völlig überlastet. Bei der Kabinettssitzung stehen neben dem Thema Migration auch weitere Punkte auf dem Programm .

Nach dem Besuch von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und deren Zusage europäischer Unterstützung will die rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nun auch auf italienischer Ebene Maßnahmen ergreifen. Sie kündigte bereits zuvor an, das Höchstmaß der Haftdauer bei Abschiebungen auf 18 Monate anzuheben. Laut EU-Recht ist dies das zulässige Maximum. Außerdem solle das Verteidigungsministerium den Auftrag erhalten, so schnell wie möglich passende Strukturen zu schaffen, um irregulär eingereiste Migranten festzuhalten, hieß es.

Auf der kleinen Mittelmeerinsel zwischen Sizilien und Nordafrika waren in der vergangenen Woche Tausende Migranten angekommen. Allein am Dienstag zählten die Behörden rund 5000 Menschen, die auf Booten den Hafen der Insel erreichten - so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. Mittlerweile wurden sehr viele Menschen von Lampedusa nach Sizilien oder in Unterkünfte auf dem Festland gebracht.

05:58 Uhr

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