mit Yuki SchubertDas war Montag, der 19. Dezember 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
Anstiftung oder Beihilfe zu einem Aufstand, Behinderung eines offiziellen Vorgangs, Verschwörung zum Betrug gegen die USA sowie Verschwörung zu falschen offiziellen Angaben: Der U-Ausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols ruft auf, den Ex-Präsidenten Donald Trump in diesen vier Punkten anzuklagen. Es ist das erste Mal in der US-Geschichte, dass der Kongress ein Strafverfahren gegen einen früheren Präsidenten empfiehlt. Neben den zwei Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ist Trump damit also wieder ein Fall für die Geschichtsbücher.
Außerdem haben sich der Kreml-Chef Putin und der letzte Diktator Europas Lukaschenko Kooperation in "schwierigen Zeiten" versprochen. Laut Putin erzielten beide nach "substanziellen" Gesprächen ein Abkommen, um ihre Zusammenarbeit "in allen Bereichen" zu verstärken, vor allem im Verteidigungssektor.
Das ist heute sonst noch passiert und lesenswert:
Für einen Überblick über die Tagesgeschehnisse in und um die Ukraine empfehle ich Ihnen noch unseren Ticker, den Sie hier finden.
Damit mache ich jetzt Feierabend und wenn Sie noch unterwegs sind, dann hoffentlich schön langsam. Würde mich freuen, Sie morgen hier wieder begrüßen zu dürfen.
Ihre Yuki Schubert
Nach Missbrauchsstudie: Trier will keinen Bischof-Stein-Platz mehr
Kein positiv konnotierter Name: Der Trierer Stadtvorstand hat sich für eine Umbenennung des Bischof-Stein-Platzes am Trierer Dom ausgesprochen. Zudem sollten dem früheren Trierer Bischof Bernhard Stein (1904-1993) posthum die Ehrenbürgerwürde und das Ehrensiegel aberkannt werden, teilte die Stadt mit. Grund sei eine kürzlich vorgestellte Studie zum Missbrauchsgeschehen in der Amtszeit von Stein, die schwere Vertuschungsvorwürfe gegen den damaligen Bischof erhärtet hat. Laut Unabhängiger Aufarbeitungskommission im Bistum Trier sei Stein "Teil des Systems" gewesen, das Missbrauchstäter gedeckt und geschützt habe, hatte die Kommission vergangenen Freitag zu der historischen Studie der Universität Trier erklärt. Der Vorwurf der "zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung" treffe auch auf Stein zu, der von 1967 bis 1980 Bischof von Trier war. Bisher scheiterten zwei Anläufe im Stadtrat, den Platz umzubenennen.
Auto rutscht wegen Glätte in Gleisbett - ICE bleibt liegen
Schreckmoment: Wegen Glätte ist ein Auto bei Göppingen von der Straße einen Hang hinabgestürzt und hat dabei für eine Notbremsung eines ICE gesorgt. Das Auto beschädigte am Abend das Gleisbett, woraufhin der ICE 611 auf dem Weg von Stuttgart nach München zum Stehen kam, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden, wie das Zugpersonal sagte. Der ICE konnte nach etwa 90 Minuten seine Fahrt fortsetzen. Zuvor musste geprüft werden, ob das Gleisbett schwerer beschädigt worden war. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn gab dann das Okay zur Fahrt Richtung Ulm. Die nachfolgenden Züge wurden auf dem gegenüber liegenden Gleis an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Mutter und zwei Söhne tot in Österreich gefunden: Heizvariante schuld?
In Österreich sind drei Menschen tot in einem Haus gefunden worden. Laut Polizei dürfte die Art des Heizens für den Tod der 90-jährigen Frau und ihrer beiden Söhne im Alter von 67 und 68 Jahren verantwortlich sein. Die Bewohner des Hauses hätten im Keller ein Notstromaggregat gestartet, "an welchem sie wiederum einen Heizlüfter angeschlossen hatten. Aufgrund fehlender Frischluftzufuhr füllte sich das Haus mit giftigen Abgasen", teilte die Polizei mit. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe es nicht. Als Todeszeitpunkt wird der Samstagnachmittag angegeben. Ein Mitarbeiter eines Zustelldienstes hatte die leblosen Personen heute in dem Einfamilienhaus in der Gemeinde Fischbach in der Steiermark gefunden und die Einsatzkräfte verständigt.
Einbrecherin will Robert De Niros Weihnachtsgeschenke stehlen
Eine Einbrecherin bewirbt sich wohl für die Rolle als Grinch: Denn bei Robert De Niro wurde eingebrochen und laut Polizei trafen sie die Frau an, als sie gerade damit beschäftigt war, Weihnachtsgeschenke unter dem Baum zu stehlen. Das berichten die "New York Post" und "ABC7 New York" unter Berufung auf die Polizei. Demnach hat sich die Einbrecherin am frühen Morgen Zugang zu seinem Haus in der Upper East Side in Manhattan verschafft.
Beamte entdeckten die Einbrecherin zuvor in einer Gegend, in der sie bereits mehrmals festgenommen worden war, und begannen, ihr zu folgen. Sie sahen, wie sie es an ein paar Türen versuchte, bevor sie um eine Ecke schlüpfte und die Tür zu De Niros Haus öffnete. Die Polizisten betraten daraufhin das Zuhause des Hollywoodstars und nahmen die Frau fest. De Niro soll während des Vorfalls im Haus gewesen sein. Laut Polizei trafen der 79-jährige Schauspieler und die vermeintliche Diebin aber nicht aufeinander. Die Frau zählt für das New York Police Department (NYPD) zu den "rückfälligsten Einbrechern" und soll bereits 26 Mal verhaftet worden sein, unter anderem wegen Einbruchs und kleineren Diebstählen.
Sturm aufs Kapitol: U-Ausschuss ruft zu Strafverfahren gegen Trump auf
Der Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das US-Kapitol empfiehlt dem US-Justizministerium strafrechtliche Ermittlungen gegen Ex-Präsident Donald Trump. Dafür stimmt das Gremium des Repräsentantenhauses bei einer öffentlichen Anhörung in Washington.
Republikanerin Cheney über Trump: "Er ist für kein Amt geeignet"
Ehrenamt fällt bei der "Trump first"-Denke sowieso weg, die Vize-Vorsitzende des Kapitol-Untersuchungsausschusses hat nun klar unterstrichen, dass sie den früheren US-Präsidenten Donald Trump für kein politisches Amt mehr geeignet findet. "Ein Mann, der sich zu so einem Zeitpunkt so verhält, darf nie wieder ein Amt in unserer Nation bekleiden, er ist für kein Amt geeignet", sagte die Republikanerin Liz Cheney zu Beginn der letzten öffentlichen Anhörung des Gremiums in der US-Hauptstadt Washington. Sie bezog sich auf den 6. Januar 2021, als Anhänger des Republikaners Trumps den Parlamentssitz in Washington gewaltsam erstürmten. "Der 6. Januar 2021 war das erste Mal, dass ein amerikanischer Präsident seine verfassungsmäßige Pflicht zur friedlichen Machtübergabe an den nächsten verweigerte", sagte Cheney. Trump habe die gewaltsamen Ausschreitungen vom Oval Office aus im Fernsehen verfolgt und stundenlang keine öffentliche Erklärung abgegeben, obwohl ihn seine Mitarbeiter, Mitglieder seiner Familie und Anwälte darum gebeten hätten. Trump hat bereits angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 erneut für die Republikaner ins Rennen zu gehen.
Drei Jahre Haft für Schmuggel von über 80 Päckchen Kokain in Körper
Weil sie 84 Päckchen Kokain in ihrem Körper nach Deutschland schmuggelte, hat das Landgericht Frankfurt am Main eine 30-Jährige zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Frau wurde am Montag unter anderem der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig gesprochen, wie ein Sprecher sagte. Die Frau aus Brasilien hatte die Drogenpäckchen, sogenannte Bodypacks, demnach im Magen, im Darm und im Genitalbereich versteckt. Insgesamt handelte es sich um eine Menge von knapp 900 Gramm Kokain. Die Mutter zweier Kinder befand sich bereits in Untersuchungshaft, die nun fortdauert. Sie legte ein Geständnis ab. Den Schmugglerdienst begründete sie mit finanziellen Nöten, in die sie durch eine erheblich behinderte Tochter gekommen sei.
Bei Abriss-Arbeiten - Bagger stürzt in Indien samt Brücke ein
Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal hat ein Baggerfahrer in Indien unglaubliches Glück, obwohl er über neun Meter in die Tiefe stürzt und eine Grundschullehrerin aus den USA eine schmackhafte Idee.
Trickkäufe und Mobbing: "Fortnite"-Macher bereit, 520 Millionen Dollar Strafe zu zahlen
Bliebt und ein Milliardengeschäft, nur leider zum Nachteil der jüngsten: Der für das Videospiel Fortnite bekannte US-Entwickler Epic Games zahlt wegen Verstößen unter anderem gegen das Kinderschutzrecht mehr als eine halbe Milliarde Dollar Strafe. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC gab einen Vergleich im Umfang von 520 Millionen Dollar (rund 491 Millionen Euro) bekannt. Dabei handelt es sich um eine Geldstrafe von 275 Millionen Dollar sowie um Rückzahlungen an Betroffene von insgesamt 245 Millionen Dollar - nach Angaben der Verbraucherschutzbehörde zwei Rekordbeträge in diesen Bereichen. Ein Bundesgericht muss einem entsprechenden Vergleich zwischen dem Justizministerium, der FTC und Epic Games noch zustimmen.
Den Vorwürfen zufolge sammelte Epic Games die Daten von Fortnite-Spielern unter 13 Jahren, ohne wie gesetzlich vorgeschrieben die Zustimmung der Eltern einzuholen oder die Eltern zu informieren. Epic Games habe auch Kindern und Jugendlichen geschadet, indem es diese in Fortnite-Chats mit erwachsenen Spielern in Kontakt gebracht habe. "Kinder und Teenager wurden auf Fortnite gemobbt, bedroht, drangsaliert und mit gefährlichen und psychologisch traumatisierenden Themen wie Suizid konfrontiert", erklärte die FTC. Im Zuge des Vergleichs wird Epic Games demnach seine Voreinstellungen ändern, um Minderjährige besser zu schützen. Die Behörde wirft Epic Games auch vor, Minderjährige und Erwachsene mit Tricks dazu gebracht zu haben, bei Fortnite Käufe zu tätigen, die sie eigentlich gar nicht beabsichtigt hatten.
"Kein Schuldeingeständnis": Amber Heard stimmt Millionenzahlung zu
Die amerikanische Schauspielerin Amber Heard hat eigenen Angaben zufolge den Rechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Johnny Depp beigelegt. Sie habe diese "schwierige Entscheidung" nach reiflicher Überlegung getroffen, schrieb die 36-Jährige auf Instagram, mehrere Monate nach einem Jury-Urteil im Verleumdungsprozess, wonach sie zu einer Zahlung von mehr als zehn Millionen Dollar an Depp, 59, verpflichtet wurde. Im Kern der von Depp eingereichten Zivilklage ging es um einen 2018 von der "Washington Post" veröffentlichten Kommentar, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt beschrieben hatte.
Dies sei kein Schuldeingeständnis, schrieb Heard weiter. "Ich treffe diese Entscheidung, nachdem ich das Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem verloren habe, in dem meine ungeschützte Aussage als Unterhaltung und als Futter für die sozialen Medien diente", schrieb Heard. Depp äußerte sich nach Heards Ankündigung zunächst nicht. Es war unklar, ob Depp weiter gegen das Urteil vorgeht, demzufolge er Heard zwei Millionen Dollar zahlen muss. Der US-Sender Fox berichtete, dass Heard sich mit Depp darauf geeinigt habe, ihm eine Million US-Dollar zu zahlen. Der Sender berief sich dabei auf eine nicht namentlich genannte Quelle, die mit der Einigung vertraut sei.
23-jährige Sicherheitsmitarbeiterin stirbt nach Konzertgedränge in London
Nach dem Gedränge während eines Konzerts in London ist eine zweite Frau gestorben. Die 23-Jährige sei heute Morgen ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte die Londoner Polizei mit. Sie hatte als Sicherheitsmitarbeiterin bei dem Konzert des nigerianischen Sängers Asake am Donnerstagabend gearbeitet. Zuvor war eine 33-jährige Konzertbesucherin gestorben. Eine 21 Jahre alte Frau befinde sich weiterhin in kritischem Zustand. Insgesamt waren nach dem Vorfall acht Menschen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen noch. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte eine große Zahl von Menschen versucht - "Daily Mirror" spricht von 3000 - sich Zugang zu dem Konzertsaal O2 Academy im südlichen Londoner Stadtteil Brixton zu erzwingen. Das Konzert wurde daraufhin abgebrochen.
"Ich hasse sie": Moderator bekommt Tausende Beschwerdebriefe wegen Aussagen über Meghan
Mit Aussagen über Herzogin Meghan in einem Gastbeitrag für die Boulevardzeitung "The Sun" hat der prominente britische Moderator Jeremy Clarkson einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Bei der Medienaufsicht Independent Press Standards Organisation gingen bis zum Montagmittag bereits mehr als 6000 Beschwerden gegen den 62-Jährigen ein. Das sind fast halb so viele wie im Gesamtjahr 2021 insgesamt. Auch seine Tochter Emily sowie die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan kritisierten die Äußerungen.
Clarkson hatte über die Ehefrau von Prinz Harry in einer Kolumne für die Boulevardzeitung "Sun" geschrieben: "Ich hasse sie." Zudem berichtete er, er träume "von dem Tag, an dem sie gezwungen wird, nackt durch die Straßen jeder Stadt in Großbritannien zu marschieren, während die Menge "Schande!" ruft und sie mit Exkrementen bewirft". Meghan habe "offensichtlich einige lebhafte Schlafzimmerversprechen benutzt", um aus dem Draufgänger Harry einen Langweiler zu machen. "Jeder in meiner Generation hasst sie", betonte Clarkson. Wegen der heftigen Kritik gelobt der Moderator nun auf Twitter Besserung.
EU-Energieminister einigen sich auf Gaspreisdeckel
In der Europäischen Union sollen die Großhandelspreise für Gas künftig unter bestimmten Umständen gedeckelt werden. Die Energieminister der EU-Staaten einigen sich auf die Möglichkeit eines solchen drastischen Markteingriffs. Das teilt eine Sprecherin des EU-Ministerrats mit.
"Ich flehe Sie an": Eltern eines zum Tode verurteilten Iraners bitten um Gnade
Das Mullah-Regime tötet ohne Erbarmen Irans Jugend. Wieder soll ein talentierter junger Mann hingerichtet werden. Seine Eltern haben die Justiz des Landes nun in einem Video um Gnade geben. "Ich flehe Sie an, die Todesstrafe im Fall meines Sohnes aufzuheben", sagte Maschallah Karami, Vater von Mohammed Mehdi Karami, in einem in Online-Netzwerken veröffentlichten Video. Laut Amnesty International war der Sohn im Zusammenhang mit den Protesten gegen die iranische Führung in einem verkürzten Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt worden. Karami, der Anfang 20 sein soll, sei eine Woche nach Beginn des Prozesses verurteilt worden. Er soll an einem tödlichen Angriff auf einen Paramilitär beteiligt gewesen sein. Der Anwalt der Familie habe keinen Zugang zu ihm gehabt, und der Pflichtverteidiger habe Anrufe seiner Familie nicht beantwortet.
Die iranische Justiz hat in den vergangenen zwei Wochen bereits zwei junge Männer, Mohsen Schekari und Madschidresa Rahnaward, hingerichtet, die bei Protesten Sicherheitskräfte verletzt oder getötet haben sollen. Der Iran hat seit Beginn der Proteste bereits elf Todesurteile verhängt.
Kurz nach Frankreichs Abzug: EU-Vertretung in Bangui abgebrannt
Die Gebäude der Vertretung der Europäischen Union in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik Bangui wurden in der Nacht durch ein Feuer zerstört. Das bestätigte der EU-Botschafter in der Zentralafrikanischen Republik, Douglas Darius Carpenter, auf Twitter. Wenige Tage zuvor hatte Frankreich seine letzten Soldaten aus dem Land mit knapp fünf Millionen Einwohnern abgezogen. Sie waren dort an einem EU-Ausbildungseinsatz sowie einem UN-Stabilisierungseinsatz beteiligt. Als Grund für den Rückzug nannte Frankreich die Anwesenheit von russischen Wagner-Söldnern im Land. In den vergangenen Jahren hat die russische Aktivität in Bangui deutlich zugenommen. Wenige Tage vor dem Brand der EU-Gebäude war nach russischen Angaben ein Briefbombenanschlag auf den Chef des russischen Kulturzentrums in Bangui, Dmitry Syty, verübt worden. Der bei dem Attentat schwer verletzte Syty wird in enger Verbindung mit der Wagner-Gruppe gesehen.
Gut verpackt von Adele? Sängerin soll Dessous-Linie planen
Die britische Sängerin Adele möchte angeblich ihre eigene Dessous-Marke gründen. Das will zumindest das Boulevardblatt "The Sun" in Erfahrung gebracht haben. Das Blatt berichtet aber von einer ganzen Reihe von Produkten. Demnach soll die 34-jährige Musikerin auch bald Schmuck, Parfüm und Kleidung auf den Markt bringen wollen. Eine Quelle aus der Musikindustrie sagte der Zeitung: "Dieses Unternehmen könnte dazu führen, dass sie eine breite Palette von Artikeln verkauft - insbesondere auf dem lukrativen amerikanischen Markt, wo sie angesagt ist." Weiter wird der Insider zitiert: "Das zeigt, dass Adele nicht nur eine großartige Singer-Songwriterin, sondern auch eine clevere Geschäftsfrau ist."
Johnsons Abschiebeflüge nach Ruanda: Gericht stuft sie als "legal" ein
Seinerzeit hat der Ex-Premier Boris Johnson ein umstrittenes Abkommen mit dem ostafrikanischen Land geschlossen, um Asylsuchende nach Ruanda auszufliegen. Dies soll Menschen abschrecken, die Überfahrt über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu unternehmen. Ein britisches Gericht hat diese Pläne Großbritanniens nun als rechtmäßig eingestuft, sie verstießen nicht gegen die Genfer Flüchtlingskonvention, heißt es in einer heute vom Londoner High Court veröffentlichten Erklärung.
"Das Gericht kam zu dem Schluss, dass es legal ist für die britische Regierung, Vorkehrungen zu treffen, um Asylsuchende nach Ruanda zu schicken, damit ihr Asylantrag in Ruanda und nicht im Vereinigten Königreich geprüft wird", hieß es in der Erklärung. Die Entscheidung geht auf eine Klage mehrerer Asylbewerber, Hilfsorganisationen und einer Gewerkschaft zurück, deren Mitglieder die Abschiebungen ausführen müssten. Das Gericht stellte jedoch auch fest, dass die Fälle der acht Asylbewerber nicht richtig geprüft worden seien und verwies diese ans Innenministerium zurück.
Fahrlehrer rast vor niederländischer Polizei davon
Kein gutes Vorbild: Eine Fahrstunde in den Niederlanden endete mit einer Verfolgungsjagd, großem Blechschaden und Entzug des Führerscheins - und schuld war nicht der Fahranfänger. Der 29-jährige Fahrlehrer wollte laut Polizei aus Zoetermeer bei Den Haag einer Kontrolle entkommen. Der Mann weigerte sich demnach, seine Papiere zu zeigen und floh stattdessen mit dem Auto. Dabei rammte er am Wochenende erst einen Wagen. Auf der spiegelglatten Fahrbahn raste er schließlich noch in vier geparkte Autos. Seine Fahrschülerin wurde leicht verletzt. Die Polizei vermutet, dass der Mann unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Der Schaden war nach Aussagen der Polizei groß. Der Mann muss seinen Führerschein abgeben.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
der Eisregen hat die Straßen vielerorts gefährlich glatt werden lassen, deshalb passen Sie heute bitte besonders auf sich auf, egal, mit welchem Gefährt Sie heute unterwegs sind. Der Schichtwechsel ging heute zum Glück unfallfrei über die Bühne und meine Kollegin Sabine Oelmann genießt jetzt den Feierabend. Den Rest des Tages werde ich die internationale und nationale Newslage im Äuglein behalten.
Bei Fragen zum Format melden Sie sich gern hier: dertag@n-tv.de
Ihre Yuki Schubert
In Sibirien brennen 1000 qm Ölfeld
Im sibirischen Irkutsk kommt es zu einem Flächenbrand auf einem Öl- und Gaskondensatfeld. Die Flammen breiten sich auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern aus. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS werden fünf Menschen verletzt. Erst wenige Tage zuvor stand eine Raffinerie in Sibirien in Flammen.
Tschüß, bis zum nächsten Jahr!
Dies war meine letzte "Tag"-Schicht für dieses Jahr, die Kollegen übernehmen, jetzt gleich versorgt Yuki Schubert sie mit dem Neuesten. Ich habe Ihnen sehr gerne Nachrichten und Geschichten serviert (auch wenn Sie Ihnen nicht immer gefallen haben). Wir sehen uns 2023 in alter Frische wieder, bleiben Sie gesund. Fröhliche Weihnachten!
Russischer Weihnachtsmann meidet grenznahe Regionen zur Ukraine
Der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost wird bei seiner Bahnfahrt quer durch ganz Russland laut Fahrplan die grenznahen Regionen zur Ukraine meiden. Mehr als 70 Stationen von Wladiwostok im Fernen Osten bis nach St. Petersburg sind in einer Mitteilung der russischen Eisenbahn RZD vom Montag für den Touristenzug von Väterchen Frost aufgelistet. Die an der Grenze zur Ukraine liegenden Gebiete Krasnodar, Rostow-am-Don, Belgorod, Kursk und Brjansk sowie die annektierten Gebiete Krim, Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson stehen nicht auf dem Fahrplan.
Der Zug von Väterchen Frost ist ein touristisches Projekt, das die russische Bahn zusammen mit dem nordrussischen Gebiet Wologda im vergangenen Jahr begonnen hat. Laut der russischen Weihnachtsmann-Legende hat Väterchen Frost seine Residenz nämlich nicht am Nordpol, sondern nahe der nordrussischen Kleinstadt Weliki Ustjug im Gebiet Wologda.
In diesem Jahr ging der Zug demnach schon Ende Oktober auf die Reise, um die Stationen bis Mitte Januar 2023 abfahren zu können. Das Projekt soll einen gesamtrussischen Charakter haben. Die Aussparung der westrussischen Gebiete ist daher auffällig. Wegen des Kriegs in der Ukraine haben viele russische Städte ihre Festlichkeiten zu den Neujahrsfeiertagen zusammengestrichen. Um den Anschein der Normalität zu wahren, halten Stadt- und Regionalverwaltungen aber landesweit zumindest im kleineren Rahmen an den Neujahrsfeiern fest.
50 Weihnachtsbäume geklaut
Nichts ist mehr heilig: Unbekannte haben vor einer Kirche im nordrhein-westfälischen Schwerte auf einen Schlag 50 Weihnachtsbäume gestohlen. Sie entwendeten die Bäume in der Nacht zum Samstag vom Gelände des Gotteshauses, wie die Kreispolizeibehörde in Unna am Montag mitteilte. Die Weihnachtsbäume lagerten demnach dort, um für einen guten Zweck verkauft zu werden.
Bei den Bäumen handelte es sich um Nordmanntannen. Vermutlich brachten die Täter die Bäume mit einem Fahrzeug weg. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Glatteiswarnung für Norddeutschland ab mittags
Unwetterwarnung ab Montagmittag wegen Glatteis-Gefahr für alle östlichen Bundesländer sowie Hamburg und Schleswig-Holstein: Es seien Verkehrsbehinderungen möglich, stellenweise könnten Straßen und Schienen sogar unpassierbar sein, hieß es. Für die übrigen Regionen Deutschlands hob der DWD seine entsprechende Unwetterwarnung auf - diese hatte am Morgen noch für Teile aller Bundesländer gegolten.
"Vor allem im Osten und Nordosten muss heute Nachmittag noch mit gefrierendem Regen mit Glatteis gerechnet werden", hieß es nun. "Ansonsten setzt sich von Westen her allmählich Milderung durch, wodurch sich die Glatteissituation entspannt."
Deutlicher Preisanstieg bei Neuvermietungen
Wer in der Großstadt lebt, muss fast ein Drittel mehr Miete zahlen als auf dem Land. Der Unterschied betrug im ersten Halbjahr 2022 im Schnitt 30 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Demnach zogen die Mieten ab dem Jahr 2019 deutlich an. Haushalte in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hatten nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 8,30 Euro pro Quadratmeter. In mittelgroßen Städten lag der Durchschnittspreis bei 6,90 Euro, in Kleinstädten und ländlichen Regionen bei 6,40 Euro pro Quadratmeter, wie die Statistiker weiter mitteilten.
Im bundesdeutschen Durchschnitt betrug die Nettokaltmiete den Angaben zufolge 7,50 Euro. Für Menschen, die ihre Wohnung 2019 oder später neu bezogen, lag der Durchschnitt 15 Prozent darüber bei 8,60 Euro. In Großstädten wurden bei Neuvermietungen sogar 9,80 Euro fällig.
Das Statistische Bundesamt wertete Daten aus einer vierteljährlichen Befragung zur Wohnsituation aus, der Mikrozensus-Zusatzerhebung. Es handelt sich um Vorabergebnisse.
Scholz feiert Chanukka mit Heinz-Galinski-Schule
Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Montag die Chanukka-Feier der Heinz-Galinski-Schule in Berlin besucht. Empfangen wurde er unter anderem von den Schülerinnen und Schülern sowie dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Der Bundeskanzler entzündete die erste Kerze des Chanukka-Leuchters. In einer Ansprache betonte er, wie wichtig das jüdische Leben für die gesellschaftliche Entwicklung im Land sei.
Im Anschluss an die Chanukka-Feier beantwortete Scholz in kleinem Rahmen die Fragen einiger Schülerinnen und Schüler und besuchte die Willkommensklasse der Schule für geflüchtete Kinder aus der Ukraine. Der Zentralratsvorsitzende Josef Schuster sagte: "Man konnte den großen Respekt des Bundeskanzlers für die jüdische Tradition, Geschichte und Gegenwart spüren." Und weiter: Das Chanukka-Fest stehe für den unbedingten Überlebenswillen und die Widerstandskraft unserer Religion und unserer Kultur, allen Widrigkeiten zum Trotz. "Das lehrt uns auch: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland. Das gilt gerade in schwierigen Zeiten, in denen Antisemitismus bis in die gesellschaftliche Mitte vordringt."
"Die jüdischen Schulen - und auch der jüdische Religionsunterricht - sind ein wichtiger Bestandteil für die Zukunft des Judentums in Deutschland", sagte Schuster weiter. Es sei beeindruckend zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit die Kinder die Botschaften des Judentums aufnehmen und vermitteln. "Sie (...) werden zu den Brückenbauern der Zukunft, die wir offensichtlich mehr denn je benötigen", betonte der Zentralratsvorsitzende.
Russischer Spion griechischer Abstammung in Österreich gefasst
In Österreich steht nach Angaben des Innenministeriums ein griechischer Staatsbürger mit russischer Abstammung unter Spionageverdacht. Dem 39-Jährigen werde vorgeworfen, seit mehreren Jahren Spionage für den russischen Geheimdienst zum Nachteil Österreichs betrieben zu haben, teilt das Ministerium mit. Der Verdächtige befinde sich auf freiem Fuß. Die Ermittlungen seien von der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien und in enger internationaler Zusammenarbeit geführt worden. Für die Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes zum Nachteil Österreichs ist im Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vorgesehen.
Der Verdächtige ist nach laut den Angaben Sohn eines ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiters, der in seiner aktiven Dienstzeit als Diplomat in Deutschland und Österreich stationiert gewesen sein soll. Der Mann habe eine militärische Spezialausbildung in Russland erhalten und für den russischen Militärgeheimdienst GRU gearbeitet. Er soll mit Diplomaten und Geheimdienstmitarbeitern aus verschiedenen Ländern in Kontakt gestanden sein. Kurz vor und während des russischen Angriffs auf die Ukraine habe er sich in Moskau aufgehalten.
"Es besteht der Verdacht, dass er als Quelle für Informationen zu außenpolitischen, gesamtgesellschaftlichen sowie sicherheitspolitischen Diskursen innerhalb der österreichischen Bevölkerung, des Landes sowie der Presse genutzt wurde und deshalb zur Abschätzung möglicher Reaktionen des Auslands im Vorfeld der militärischen Operation nach Moskau geholt wurde", teilt das Ministerium mit.
Ramaphosa wieder Präsident trotz Korruptionsvorwürfen
Trotz Korruptionsvorwürfen bleibt Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa Vorsitzender der Regierungspartei African National Congress (ANC). Der 70-Jährige erhielt auf dem ANC-Parteitag am Montag 2476 von 4384 Stimmen, wie der Wahlleiter der parteiinternen Abstimmung bestätigte. Die Partei hatte zuvor mehrere Tage beraten.
Ramaphosa stand zuletzt massiv in der Kritik. Der 70-Jährige wurde durch den Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission schwer belastet. Demnach soll der seit 2018 amtierende Staatschef sowohl gegen ein Anti-Korruptions-Gesetz als auch gegen die Verfassung verstoßen haben. Sein Sprecher Vincent Magwenya bezeichnete den Bericht jedoch als "eindeutig fehlerhaft".
Auch unabhängige Rechtsexperten kritisierten, der Bericht stütze sich zu großen Teilen auf ungeprüfte Angaben und Hörensagen. Nachdem in der vergangenen Woche bereits das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren abgelehnt hatte, hat Ramaphosa nun gute Chancen, bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut für seine Partei antreten zu können.
Tochter des thailändischen Königs bekommt "lebenserhaltende Unterstützung"
Die älteste Tochter des thailändischen Königs befindet sich nach ihrem Zusammenbruch am Mittwoch weiter im Krankenhaus. Die Systole, eine der beiden Herzphasen bei den Pumpbewegungen des Herzens, verlaufe "nicht gut", heißt es in einer am Montag vom Palast veröffentlichten Erklärung. Das medizinische Team habe "ihrer königlichen Hoheit Medikamente und Geräte" zur Verfügung gestellt, um "die Arbeit von Herz, Lunge und Niere zu unterstützen".
Die älteste Tochter von Thailands König Maha Vajiralongkorn war vergangene Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die 44-Jährige war in der Stadt Pak Chong zusammengebrochen, als sie an einem Training zur Vorbereitung einer von der Armee ausgerichteten Hundeschau teilnahm.
Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol, die üblicherweise Prinzessin Bha genannt wird, ist das einzige Kind aus der ersten Ehe des thailändischen Königs. Gemäß der Regeln des thailändischen Königshauses, die männliche Nachkommen bevorzugen, hat die 44-Jährige keinen Anspruch auf den Thron. Als eines der Mitglieder des Königshauses, die in Thailand wie Heilige verehrt werden, spielt die Prinzessin aber eine wichtige zeremonielle Rolle.
Lob und Kritik zur "Weltnatur"-Erklärung
Die Staatengemeinschaft will bis 2030 mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz stellen. Auf dieses Ziel einigten sich am Montag nach rund zweiwöchigen Verhandlungen die rund 200 Teilnehmerstaaten des Weltnaturgipfels nach einem Verhandlungsendspurt im kanadischen Montreal. Außerdem setzten sie sich darin unter anderem das Ziel, mehr Geld für den Schutz der Artenvielfalt ausgeben zu wollen. Dafür sollen unter anderem reichere Länder ärmeren Ländern bis 2025 rund 20 Milliarden Dollar jährlich zukommen lassen.
Tim Raue gibt den Kochlöffel ab ...
... aber nur an Weihnachten. Denn beim Weihnachtsessen überlässt der Sternekoch das Küchenkommando anderen: An diesen Tagen sei er für seine Schwiegereltern das "Haubenburli", so der 48-Jährige. "Das heißt, ich gehe dann drei Positionen in der Küche zurück und unterstütze und helfe, wo ich nur kann", sagt Raue. Dass er sonst Küchenchef sei, interessiere nicht weiter. "Da bin ich Tim, der Schwiegersohn, der gefälligst die Salami so dünn schneidet wie meine Schwiegermama das haben möchte."
Dass er an den Weihnachtstagen vor allem Schwiegersohn sei, genießt er nach eigenen Worten. "Weihnachten ist im Kreis unserer Familie in Oberösterreich wirklich ein Fest der Familie, des Zusammenseins, des Essens, Trinkens." Zusammen mit seiner Frau Katharina hat er ab 2023 die RTL-Show "Der Restauranttester" übernommen.
Welches Gericht es zu Weihnachten geben sollte, steht für den Berliner Spitzenkoch fest. "Ente, Rotkohl, Klöße. Das ist Weihnachten par excellence", findet Raue. Wenn man angesichts der Preise aufs Geld achten muss, hat er einen Tipp: Man könne die Entenkeule nehmen und sie confieren, also im Fett langsam schmoren. "Das ist deutlich günstiger als eine Entenbrust oder eine ganze Ente." Seine Frau und Geschäftspartnerin ergänzt: "Als Oberösterreicherin muss ich Folgendes sagen: Bei uns gibt es zwar auch Ente, aber eigentlich gibt es dort Bratwurst mit Sauerkraut."
Tom Cruise dankt seinen Fans im freien Fall
Schauspieler und Filmproduzent Tom Cruise hat sich während eines Sprungs aus luftiger Höhe bei seinen Fans für ihren Kinobesuch bedankt. "Danke für die Unterstützung von "Top Gun: Maverick", und danke, dass wir Sie unterhalten durften. Es ist wirklich eine große Ehre für uns", rief der 60-Jährige in die Kamera. Zu Beginn des Twitter-Clips sagt Cruise, dass er in Südafrika gerade den neuen "Mission: Impossible"-Teil drehe.
Cruise erzielte in diesem Jahr mit "Top Gun: Maverick" den besten Kassenerfolg seiner Karriere. Nach Angaben des Branchenportals "Boxofficemojo" spielte der Streifen mit Cruise in der Rolle des Piloten Pete Mitchell alias Maverick in nur zehn Tagen alleine in Nordamerika über 291 Millionen Dollar ein. Der Action-Film "Mission: Impossible 7 - Dead Reckoning Part 1" mit Tom Cruise als Agent Ethan Hunt soll im Juli 2023 in die Kinos kommen.
Der Traum von "White Christmas" schwindet
Die neue Woche beginnt mit einer gefährlichen Wetterlage: Im Norden trifft Regen auf durchgefrorene Böden und es droht Glatteis. Im Süden klettern die Temperaturen auf bis zu 12 Grad, in den kommenden Tagen setzt dann überall Tauwetter ein - und die Chancen auf Schnee zu Weihnachten schwinden.
Weihnachtsrekorde vom Breisgau bis nach Abu Dhabi
Lecker: Wer hat den längsten Christstollen? Man sollte annehmen: Deutschland. Doch Pustekuchen - in den Niederlanden wird im Dezember 2010 ein gut 72 Meter langer Koloss gebacken - allerdings für ein deutsches Unternehmen.
Stark: Die Amerikanerin Erin Lavoie fällt 2008 kurz vor dem Fest 27 Weihnachtsbäume in zwei Minuten und erreicht damit einen Weltrekord. Zuletzt gewinnt Lavoie die US-Meisterschaft der Frauen 2022 mit mehreren Holzhack-Disziplinen.
Hoch: Der Rekord für den höchsten Weihnachtsbaum ist ziemlich alt. 1950 steht die knapp 65 Meter hohe Douglasie in einem Einkaufszentrum im amerikanischen Seattle.
Warm: Milde Luft vom Atlantik sorgt in Deutschland regelmäßig für eher frühlingshaftes Weihnachtswetter. Die höchste bislang am 24. Dezember gemessene Temperatur gibt es 2012 in Freiburg: 18,9 Grad Celsius, so der Deutsche Wetterdienst.
Sportlich: Wer wirft den Weihnachtsbaum am höchsten und am weitesten? Diese Frage wird alljährlich im rheinland-pfälzischen Weidenthal beantwortet. 7,5 Meter schaffte die beste Weitwerferin, heißt es auf der Seite des ausrichtenden FC Wacker. Inoffizieller Weltrekord der Männer in dieser Disziplin: 10,95 Meter.
Klangvoll: Bing Crosbys Version von "White Christmas" gilt mit geschätzten 50 Millionen Exemplaren (bis 2012) als meistverkaufte Single weltweit, so das Guinness-Buch. Der Superhit stammt aus der Feder des Komponisten Irving Berlin.
Teuer: Mehr als elf Millionen Dollar ist im Dezember 2010 die Dekoration der glitzernden Riesentanne in einem Hotel in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) wert.
Steven Spielberg bedauert seine "Weißer Hai"-Filmhits
US-Regisseur Steven Spielberg hat in einem Interview die negativen Folgen seines Filmhits "Der weiße Hai" für die Raubfische bedauert. "Ich bedauere bis zum heutigen Tag die Dezimierung der Haipopulation aufgrund des Buches und des Films. Ich bedaure das wirklich sehr", so der 76-Jährige in der BBC-Sendung "Desert Island Discs". Spielberg sprach von einem "Fressrausch" (englisch: "Feeding frenzy"), den der Film nach seinem Erscheinen 1975 unter Sportfischern ausgelöst habe. Halb im Spaß, halb im Ernst sagte Spielberg, dass er deswegen Angst habe, in Haigewässern baden zu gehen - "weil die Haie irgendwie sauer auf mich sind".
Spielbergs Horrorschocker (englischer Titel: "Jaws") basiert auf dem gleichnamigen Roman des US-Autors Peter Benchley (1940-2006). Er spielte bei einem Budget von schätzungsweise 8 Millionen US-Dollar weltweit etwa 470 Millionen US-Dollar ein und wurde 1976 mit drei Oscars und einem Golden Globe ausgezeichnet. In einem BBC-Bericht wurde der Fischforscher George Burgess zu den Folgen des Films befragt: "Tausende von Anglern machten sich auf den Weg, um Trophäenhaie zu fangen, nachdem sie "Jaws" gesehen hatten." Burgess sprach von einem "Testosteronrausch", der über die US-Ostküste schwappte. Bereits Benchley soll sich Berichten zufolge für die Folgen seines Buches entschuldigt haben.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. In einer Woche ist Weihnachten schon wieder fast vorbei und Sie müssen sich langsam überlegen, wie Sie Silvester feiern wollen. Aber erstmal steht ja noch das Fest der Liebe vor der Tür, und ich werde meine letzten Präsente diese Woche besorgen müssen. Es ist jedes Jahr dasselbe: Bereits nach den Sommerferien nehme ich mir vor, dass ich es dieses Mal besser handhaben werde, strukturierter, entspannter. Es gelingt mir nicht. Und Ihnen? Naja, lassen Sie uns diese Woche gemeinsam starten, ich begleite Sie gern bis zum frühen Nachmittag. An dertag@ntv.de können Sie uns gern eine Mail senden.
Das steht an:
EU-Staaten und das Europäische Parlament haben sich auf eine Verschärfung der Regeln für den Emissionshandel zur Bekämpfung der Erderwärmung verständigt. Danach soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 62 Prozent gemessen am Stand des Jahres 2005 reduziert werden. Vorgesehen ist, dem System des Emissionshandels 2024 insgesamt 90 Millionen Zertifikate zu entnehmen, 2026 sollen weitere 27 Millionen hinzukommen. Von 2024 bis 2027 soll insgesamt ein Abbau von 4,3 Prozent erfolgen, von 2028 bis 2030 von weiteren 4,4 Prozent.
Wegen der akuten Mängel am Schützenpanzer "Puma" kommen die Spitzen von Verteidigungsministerium und Bundeswehr am Montag zu einem Krisentreffen zusammen. Kreise aus dem Ministerium in Berlin bestätigten entsprechende Informationen der Tageszeitung "Welt". Nach einem "Spiegel"-Bericht sind 18 "Pumas", die für die schnelle Eingreiftruppe der NATO kommendes Jahr vorgesehen waren, nicht einsatzfähig. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, sagte umgehend eine schnelle Aufklärung zu.
Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge neun aus dem Iran stammende Shahed-Drohnen im Kiewer Luftraum abgeschossen. "In Kiew herrscht weiterhin Luftalarm", teilt das Militär mit. Zuvor waren in Kiew und in der Region um die ukrainische Hauptstadt mehrere laute Explosionen zu hören.
Russische Streitkräfte werden nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax in Belarus mit taktischen Militärübungen beginnen. "Die endgültige Bewertung der Kampffähigkeit und der Kampfbereitschaft der Einheiten wird vom Kommando in der letzten Phase der Koordinierung - nach Durchführung der taktischen Bataillonsübungen - vorgenommen", berichtet Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Es war nicht sofort klar, wann und wo in Belarus die Übungen durchgeführt werden.
Bundeskanzler Scholz nimmt an einer Feier zum Beginn des Chanukka-Festes in Berlin teil - das jüdische Lichterfest geht bis zum 26. Dezember
Gesundheitsversorgung stößt an ihre Grenzen
Die angespannte Lage an den Kinderkliniken und viele Krankenstände beim Gesundheitspersonal belasten den Krankenhäusern zufolge zunehmend das gesamte Gesundheitssystem. "Wir erleben gerade, dass alle Bereiche der Gesundheitsversorgung an ihre Grenzen stoßen", so der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß.
Die Situation in den Kinderkliniken in Deutschland beschrieb Gaß als "dramatisch". Die drohende Überbelastung greife auf das gesamte Gesundheitssystem über, warnte Gaß demnach. Niedergelassene Ärzte hätten ihre Kapazitäten ausgeschöpft und seien durch Krankheitsfälle zusätzlich beeinträchtigt. Dasselbe gelte für die Krankenhäuser, deren Betten knapp würden und die die Überlastung des niedergelassenen Bereichs kaum noch ausgleichen könnten. Derzeit sorgen neben Corona auch die Grippe sowie bei Kindern RS-Viren in ganz Deutschland für viele Erkrankungen.
Fast jeder zehnte Klinikmitarbeiter ist zudem laut Gaß aktuell erkrankt. Der DKG-Chef sagte weiter, zum Teil würden Kinder ins Krankenhaus eingewiesen, weil es in der ambulanten Behandlung an Medikamenten fehle. Dies seien "unhaltbare Zustände". Gaß erklärte, man sehe auch, dass den Krankenhäusern in Zukunft eine größere Bedeutung in der ambulanten Versorgung zukommen müsse. Dies nicht nur, weil im niedergelassenen Bereich die Kapazitätsgrenze erreicht sei. "In der Kinderheilkunde knirscht es gerade überall, egal ob im stationären oder im niedergelassenen Bereich."
Grenze zu Mexiko verursacht Druck auf Biden
Auf US-Präsident Joe Biden wächst der Druck, die Migration in die USA über die Grenze zu Mexiko einzuschränken. Vertreter seiner Demokratischen Partei und der oppositionellen Republikaner warnen vor dem massenhaften Andrang von Asylsuchenden mit dem Auslaufen von Pandemie-bestimmten Einschränkungen in dieser Woche. Es geht dabei um die Vorschrift mit dem Namen Titel 42. Die vom früheren Präsidenten Donald Trump eingeführte Regelung erlaubte es US-Behörden, Asylbewerber rasch nach Mexiko oder in andere Länder abzuschieben.
Nach richterlichem Beschluss läuft Titel 42 am kommenden Mittwoch aus. Tausende Asylsuchende warten an der mexikanischen Grenze, um danach in die USA aufzubrechen. Die Grenzstadt El Paso rief am Samstag den Notstand angesichts Hunderter auf den Straßen nächtigender Migranten aus.
Der demokratische Abgeordnete aus Texas, Henry Cuellar, fordert von Biden, durchzusetzen, dass Asylanträge nur an den offiziellen Grenzübergängen gestellt werden dürften. Der Gouverneur von Texas, der Republikaner Greg Abbott, glaubt, der Wegfall von Titel 42 werde das totale Chaos auslösen. Der demokratische Senator Joe Manchin forderte den US-Präsidenten auf, die Restriktionen für Einwanderer zu verlängern. Bidens Beraterin Keisha Lance Bottoms gibt zu bedenken, dass diese Menschen darum bäten, in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Vereinigten Staaten behandelt zu werden.
Starke Turbulenzen auf dem Flug nach Honolulu
Bei schweren Turbulenzen sind während eines Flugs von Phoenix im US-Staat Arizona nach Honolulu auf Hawaii 36 Menschen verletzt worden, elf von ihnen schwer. Unter den Verletzten seien auch ein 14 Monate altes Kind und ein Teenager. Durch die extremen Luftverwirbelungen in rund 11.000 Metern Höhe seien einige Passagiere aus ihren Sitzen geschleudert worden, mindestens ein Mensch sei gegen die Decke geschlagen. Auf Bildern aus dem Innern des Airbus A330-243 kann man Dellen und Risse in der Deckenverkleidung sehen. An Bord der Maschine der Hawaiian Airlines waren 238 Passagieren und 10 Besatzungsmitglieder.
Die Maschine konnte dann nach Angaben der Fluggesellschaft auf dem Daniel K. Inouye International Airport in Honolulu landen. Medizinisches Personal habe die verletzten Passagiere und Besatzungsmitglieder versorgt. Es wurde den Berichten zufolge niemand lebensbedrohlich verletzt. Die Passagiere hätten Kopfverletzungen, Prellungen und Risswunden erlitten, einige seien bewusstlos geworden.
Turbulenzen sind Luftbewegungen, die unerwartet auftreten und durch kalte und warme Wetterfronten, Gewitter, Jetstreams und auch schwere und langsam fliegende Flugzeuge verursacht werden können. Ein Meteorologe beim Nationalen Wetterdienst in Honolulu sagte, dass zum Zeitpunkt der Turbulenzen - rund 30 Minuten vor der Landung - eine Wetterwarnung für Gewitter bestanden habe. Eine Passagierin habe keine Gelegenheit gehabt, sich anzuschnallen, sie flog hoch und schlug gegen die Decke.
Yvonne Catterfelds Geheimnis
Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld ist heute viel entspannter als zu Beginn ihrer Karriere. "Früher habe ich mir viel mehr Stress gemacht, hab' mein Licht unter den Scheffel gestellt, weil ich dachte, ich werde bewertet", so die 43-Jährige. "Das kommt vermutlich aus dem ersten Jahrzehnt meiner Karriere, wo ich eben viel bewertet und auch abgewertet wurde."
Sie sei "momentan sehr glücklich", fügt die gebürtige Erfurterin hinzu, und habe momentan nicht das Bedürfnis, sich etwas von der Seele zu schreiben, weil es ihr sehr gut gehe.
Schon als Jugendliche habe sie ihren eigenen Kopf gehabt, sagt Catterfeld. Ist das das Geheimnis ihres Erfolges? "Ich habe mich auch gegen meine Eltern durchgesetzt, indem ich Musik studiert und gemacht habe. Zu dem Zeitpunkt bin ich stur meinen Weg gegangen. Niemand konnte mich aufhalten."
"Mutiger Entwurf" Chinas zum Klimaschutz
Der Gipfel der Vereinten Nationen zum Schutz der Natur steuert offenbar auf ein neues weltweites Abkommen zu. China, das den Vorsitz der Klimakonferenz mit Vertretern aus knapp 200 Ländern führt, veröffentlichte am Sonntag in Montreal einen Entwurf, nach dem 30 Prozent der Land- und Wasserflächen ab 2030 unter Schutz gestellt werden sollen. Umweltaktivisten begrüßten die anspruchsvollen Ziele. "Der Entwurf der chinesischen Präsidentschaft für ein Abschlusspapier ist mutig", teilt Bundesumweltministerin Steffi Lemke mit. "Er enthält viele Punkte, die in die richtige Richtung weisen."
Sollten sich die Konferenzteilnehmer auf den Entwurf einigen, würden Milliarden Euro in den Naturschutz fließen. Er sieht vor, dass 200 Milliarden Dollar (189 Milliarden Euro) pro Jahr in Projekte zum Erhalt der Natur fließen. Die Entwicklungsländer hatten darauf gedrängt, dass die Hälfte davon von den wohlhabenden Ländern an ärmere Länder fließt, haben sich aber offenbar nicht durchsetzen können. Subventionen, durch die Natur zerstört werde, müssen bis 2030 um mindestens 500 Milliarden Dollar (472 Mrd Euro) verringert werden.
Der seit zwei Wochen tagenden UN-Konferenz verbleiben rund zwei Tage, um zu einem Ergebnis zu kommen. Jetzt müssen Details ausgearbeitet werden. Der von China veröffentlichte Entwurf enthält 23 Ziele. Sie beziehen sich auf Land-, Binnenwasser-, Küsten- und Meeresgebiete. Greenpeace forderte, die 30-prozentige Schutzfläche müsse zu gleichen Teilen auf Land und Meer aufgeteilt werden.