Samstag, 13. Juni 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:37 Uhr

Das war Samstag, der 13. Juni 2020

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(Foto: imago images/Christian Spicker)

Liebe Leserinnen und Leser,

auf sommerliche Temperaturen folgte am Nachmittag Regen und Gewitter. Glücklicherweise haben die Schauer hier in Berlin - passend zum Feierabend - etwas nachgelassen. Allerdings: Das schlechte Wetter wird uns wohl auch morgen noch begleiten. Bevor ich meinen Platz räume, lege ich Ihnen noch diese Artikel ans Herz.

Ich würde mich freuen, Sie ab morgen Nachmittag wieder hier auf ntv.de durch den Tag zu begleiten. Bis dahin wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Abend.  

21:45 Uhr

Sophia Thomalla über Corona-Auszeit: "Habe die ersten Wochen nur gefressen"

Sophia Thomalla hat die Zeit der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise auch als Bewährungsprobe für ihre Beziehung empfunden. "Noch zwei Wochen länger und es hätte einen Toten gegeben. Da spreche ich aber, glaube ich, allen Paaren aus dem Herzen", sagte die Schauspielerin im NDR. "Irgendwann geht man sich einfach super auf den Sack."

Ihre Gestaltung der Corona-Auszeit sah nach ihren Worten wie folgt aus: "Ich habe die ersten drei Wochen nur gefressen. Dann habe ich die nächsten drei Wochen damit verbracht, die Extra-Kilos wieder runterzubekommen. Ich habe mir vorgenommen, mehr zu lesen - ich habe nicht ein Buch gelesen. Ich habe zweimal am Tag gekocht."

Mit dem Wissen, dass der sogenannte Lockdown bald kommen und mit ihm der Flugverkehr eingestellt wird, sei sie in die Türkei zu ihrem Freund Loris Karius geflogen. "Wenn Loris nicht an Corona stirbt, dann wäre er verhungert. Deswegen habe ich mich freiwillig zweimal am Tag in die Küche gestellt."

20:50 Uhr

Rinder irren nach Feuer durchs Emsland

Nach einem Feuer in einem Bullenstall sind mehrere ausgebrochene Rinder durch das Emsland geirrt. unterwegs gewesen. Die Polizei warnte davor, sich den aggressiven Bullen zu nähern. Einsatzkräfte und der Landwirt suchten noch acht Tiere, sagte ein Sprecher.

Der Brand in einem Stall in Langen war am Freitagnachmittag ausgebrochen, die Ursache war zunächst noch unbekannt. Die etwa 40 Bullen konnten rechtzeitig herausgetrieben werden. Es gab nur Probleme, sie wieder einzufangen. Zwei Feuerwehrleute wurden bei der Bullenjagd leicht verletzt.

Mit vereinten Kräften hatten der Landwirt, Feuerwehr, Polizei und andere Helfer zunächst immerhin 32 Tiere wieder unter Kontrolle gebracht, der Rest war vorerst flüchtig.

19:57 Uhr

Eltern finden Sohn und dessen Freund tot auf

Schreckliche Entdeckung am frühen Morgen: In Schwaben haben Eltern ihren 16-jährigen Sohn und dessen 15-jährigen Freund tot gefunden. Wie die Polizei mitteilte, gebe es weder Hinweise auf ein Gewaltverbrechen noch auf Suizid.

Den Angaben zufolge übernachtete der 15-Jährige im Haus des Freundes in Nordendorf in der Nähe von Augsburg. Am Morgen fanden die Eltern die leblosen Jugendlichen und riefen den Rettungsdienst. Dieser konnte den zwei Teenagern nicht mehr helfen.

Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Umständen des Todes. Zur Frage, was die Jugendlichen getötet haben könnte, wollten die Ermittler zunächst keinerlei Angaben machen.

19:13 Uhr

Feuer auf französischem Atom-U-Boot gelöscht

Mehr als einen halben Tag dauerte es, bis alle Flammen erstickt waren: Im Hafen der französischen Stadt Toulon hat die Feuerwehr einen Brand auf einem Atom-U-Boot nach 14 Stunden gelöscht. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, befanden sich weder nukleares Material noch Atomwaffen während des Feuers an Bord. Niemand sei verletzt worden.

Rund 100 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Das U-Boot "Perle" befand sich für Reparaturen auf dem Trockendock an der Mittelmeerküste.

19:00 Uhr
18:30 Uhr

Urlauberin stürzt bei Garmisch in den Tod

Eine Urlauberin ist in den oberbayerischen Alpen nahe Garmisch-Partenkirchen ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen nach stürzte die 57-Jährige aus Baden-Württemberg am Freitag über mehrere Hundert Meter durch felsiges Gelände.

Wie die Polizei mitteilte, war die Frau alleine zu einer Bergtour am Hohen Fricken bei Farchant aufgebrochen. Als sie bis zum Abend nicht in ihre Unterkunft zurückgekehrt war, informierten die Angehörigen die Polizei.

Am Morgen entdeckten Beamte von einem Polizeihubschrauber aus die Leiche. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Angehörigen.

17:36 Uhr

Rückruf für Aldi-Marmelade

In Gläsern der bei Aldi vertriebenen "Heidelbeer Konfitüre extra 370g" der Marke Tamara könnten Glassplitter enthalten sein. Das Unternehmen W.L. Ahrens GmbH & Co. KG ruft deswegen Marmelade mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.09.21 zurück.

Verkauft wurde die Marmelade in: Bargteheide, Berlin, Beucha, Beverstedt, Datteln, Grammetal (Weimar), Greven, Hann. Münden, Herten, Hesel, Jarmen, Bad Laasphe, Lingen, Barleben (Meitzendorf), Mittenwalde, Nortorf, Radevormwald, Rinteln, Salzgitter, Seevetal, Schloss-Holte, LehrteSievershausen, Werl, Weyhe, Wilsdruff und Wittstock.

Bereits gekaufte Gläser können in allen Aldi-Nord- Filialen zurückgegeben werden, so das Unternehmen.

16:52 Uhr

Unwetter über Deutschland: 75.000 Blitze in zwei Stunden

Derzeit sind insbesondere in der Nordosthälfte einige große Unwetter unterwegs. Hagel bis über 4 Zentimeter, Regenmengen von 15 bis 30, teils auch 40 Liter pro Quadratmeter und Stunde sowie Windböen bis 80 km/h wurden bislang vermeldet.

Bezogen auf ganz Deutschland wurden außerdem binnen zwei Stunden 75.000 Blitze gemessen. Das entspricht in der Größenordnung auch den Erwartungen und wird sich sehr wahrscheinlich auch in der Abschätzung so fortsetzen.

Spannend wird  in den kommenden Stunden unter anderem der Gewitterkomplex, der von Berlin parallel der Elbe nordwestwärts zieht und am Abend den Großraum Hamburg erreicht. Gleichzeitig wird es dann im Süden unseres Landes ebenfalls spannender. Hier war es bislang noch ruhig. Doch am Abend und in der Nacht sollte dann auch dort die Unwettersituation anziehen. Vor allem durch den zu erwartenden kräftigen Regen. Björn Alexander

16:18 Uhr

20 Zentimeter Regen auf der A20

Starke Gewitter und Starkregen haben die Feuerwehr in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns auf Trab gehalten. Vor allem in Wismar hatten die Feuerwehren viele Einsätze, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle sagte. Dort seien Keller und Tiefgaragen vollgelaufen.

Die "Ostseezeitung" berichtete auf ihrer Internetseite, dass Gewitter an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein zwischen Groß Sarau und Schönberg sowie zwischen dem Kreuz Wismar und der Raststätte Fuchsberg den Verkehr auf der Autobahn 20 zeitweilig zum Erliegen gebracht hätten. Stellenweise habe das Wasser 20 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn gestanden.

 

15:36 Uhr

Trump-Regierung nimmt Schutz von Trans-Personen zurück

2016 schuf die US-Regierung unter Präsident Barack Obama eine Regelung, die Trans-Personen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen schütze. Dabei wurde die Definition von Geschlecht in einem Gesetz zum Schutz der Bürgerrechte im Gesundheitswesen über das biologische Geschlecht hinaus ausgeweitet, um alle Geschlechtsidentitäten zu erfassen.

Nun hat die Trump-Administration diese Regelung zurückgenommen. Das Gesundheitsministerium erklärte, die Regierung werde nun zur Interpretation des Wortes "Geschlecht" als "männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt" zurückkehren. 

Das Nationale Zentrum für die Gleichstellung von Transgendern bezeichnete die Entscheidung als "grausam" und "verachtenswert". Ärzte und Versicherer könnten in der Folge Trans-Personen die Versorgung verweigern, hieß es in einer Mitteilung.

14:53 Uhr

Zwei Corona-Tote im Umfeld von Pierce Brosnan

Seit 20 Jahren lebt Schauspieler Pierce Brosnan mit seiner Familie auf Hawaii. Auf dem abgeschiedenen Ort im Pazifischen Ozean war es auch, wo er sich mit seinen Liebsten während der Corona-Krise abgeschottet hat.

Dennoch blieb der ehemalige "James Bond"-Darsteller nicht von gleich zwei Tragödien verschont, die sich als Folge der Pandemie in seinem engsten Freundeskreis zugetragen haben, wie er nun im Gespräch mit der Zeitschrift "Parade" enthüllt hat.

"Ich habe zwei Freunde an COVID-19 verloren", berichtet der 67-Jährige. "Sie waren 45 Jahre lang meine Freunde." Brosnan sei sogar der Taufpate des Sohns einer der beiden, führt er seine enge Bindung zu den Verstorbenen aus. "Egal wo du bist und wie schön es dort sein mag, es lauert dort dennoch eine große Gefahr für dein Leben."

14:14 Uhr

Wendler und Laura protzen trotz Schulden mit neuer "Yacht"

Eigentlich erzählt Michael Wendler grade noch, das Finanzamt sitze ihm wegen Millionen Steuerschulden im Nacken, nun feiern er und Laura den Erwerb ihrer neuen "Yacht". Auch wenn "Captain Wendler" eher nur ein Boot ist - ganz billig war es wohl trotzdem nicht.

 

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

bevor sich über Berlin die dunklen Gewitterwolken zusammenziehen, verabschiedet sich meine Kollegin Ina Bullwinkel in den Feierabend. Ich versorge Sie bis zum Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

13:57 Uhr

Von der Leyen fordert Italien zu Reformen auf

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Italien aufgefordert, mit den Milliarden aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds überfällige Reformen anzugehen. "Wir, die EU, leihen zum ersten Mal Geld von unseren Kindern. Also müssen unsere heutigen Investitionen Früchte für unsere Kinder tragen", sagte sie in einer Videobotschaft auf einer Zukunftskonferenz am Samstag in Rom. "Wir werden nicht, wie es manchmal unsere Mitgliedstaaten taten, Geld von unseren Kindern leihen, nur um heute mehr auszugeben."

Von der Leyen bezog sich unter anderem auf Bürokratieabbau und Maßnahmen gegen den Einfluss organisierter Kriminalität auf den öffentlichen Sektor. In Italien seien zu wenig Frauen und Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt. "Die Entscheidungen, die (Italien) heute trifft, werden das Italien von morgen prägen." Corona sei auch eine Chance, dass Europa wieder zusammenfinde. "Dies ist die Stunde Europas."

13:29 Uhr

"Mehr als Einzelfälle": Högl beklagt Rechtsextremismus in der Bundeswehr

Die neue Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, hat rechtsextreme Strukturen bei der Bundeswehr beklagt. "Es sind mehr als Einzelfälle", sagte Högl im RBB-Inforadio. "Es gibt auch Strukturen und Netzwerke in der Bundeswehr, die rechtsextrem sind, wo es rassistische Übergriffe gibt." Dies müsse "erstens gründlich aufgeklärt werden, und zweitens muss jetzt auch schnell gehandelt werden".

Vorangegangen war ein Bericht des "Spiegel" über einen Bundeswehr-Offizier, der sich per Brief mit einem dramatischen Hilferuf direkt an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gewandt habe. Der Hauptmann beim Kommando Spezialkräfte (KSK) schreibe darin, dass sich in der Elite-Einheit rechtsextreme Tendenzen breit gemacht hätten, die "tiefgreifender und struktureller" seien "als derzeit im Ministerium bekannt sein dürfte". Die Führung des KSK sei mit der Aufklärung "offenbar überfordert", zitiert der "Spiegel" aus dem Brief.

12:55 Uhr

Schäuble bringt Spahn für CDU-Vorsitz ins Spiel

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Schäuble gilt als Förderer Spahns.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat das Agieren von Gesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Pandemie gelobt - und ist dann von sich aus auf das Kandidatenrennen in der CDU zu sprechen gekommen. Im "Spiegel" war er lediglich nach Spahns Satz gefragt worden, es werde in der Krise mit Blick auf Entscheidungen von Politikern noch viel zu verzeihen geben. "Ich finde den Satz ganz toll, und Spahn macht seine Sache gut", antwortete der Christdemokrat. Und dann fügte er unmittelbar hinzu: "Aber wir wollen ja hier nicht über Kandidaten für den CDU-Vorsitz sprechen."

Spahn kandidiert aber gar nicht für den CDU-Vorsitz, sondern hatte eigene Ambitionen zugunsten der Kandidatur des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet zurückgestellt, den er nun unterstützt. Laschet konkurriert dabei mit dem Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen. Die Entscheidung soll auf einem Parteitag im Dezember fallen.

12:20 Uhr

Frau wirft aus fahrendem Auto mit Messer nach Ex-Freund

Bei einer Verabredung zum Klären eines Beziehungsstreits hat eine 19-Jährige in Bayern ein Küchenmesser in Richtung ihres Ex-Freundes geworfen. Er war mit zwei Begleitern zu einem Treffpunkt gekommen; verletzt wurde keiner der Männer, wie die Polizei mitteilte.

Die Frau kam den Angaben zufolge in der Nacht zum Samstag mit zwei Begleitern im Auto an den vereinbarten Ort nach Straubing. Dort wartete ihr Ex-Freund - ebenfalls in Begleitung zweier Männer. Die 19-Jährige warf das Messer aus dem fahrenden Auto in Richtung des Trios. "Das ging aber deutlich vorbei", so ein Polizeisprecher. Daraufhin schlugen die drei Männer mit Fäusten und Zollstöcken auf den Wagen ein.

  • Die Polizei beendete die Auseinandersetzung. Die 19-Jährige fuhr ohne Führerschein zu dem Treffen. Gegen sie wurden mehrere Anzeigen geschrieben, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.
  • Zudem verstießen alle sechs Rivalen gegen das Infektionsschutzgesetz: In Bayern sind wegen der Corona-Epidemie nur Treffen mit Personen aus maximal einem anderen Hausstand erlaubt.
12:28 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:49 Uhr

Mutterkuh greift deutsche Wanderer in Tirol an

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Mit Mutterkühen ist nicht zu spaßen. (Symbolbild)

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Auf einem Weidegebiet in Tirol ist es innerhalb kurzer Zeit zu zwei Kuhangriffen auf deutsche Wanderer gekommen. Eine 37-jährige Krankenschwester aus Nürnberg, ein 48-jähriger Mann aus Oberbayern und eine Vierjährige aus Schwaben wurden dabei verletzt, wie die österreichische Polizei mitteilte. Die Attacken ereigneten sich in einem umzäunten Weidegebiet mit 44 Rindern in Mutterkuhhaltung im Bereich des Vilsalpsees. Das Areal war mit Warnschildern bezüglich der Gefahr von Mutterkühen versehen. Zunächst durchquerte die 37-Jährige das Gebiet mit ihrer Familie. Als sie schon fast an der Kuhherde vorbei waren, habe laut Schilderungen des Ehemannes eine Kuh aus etwa drei Metern Entfernung plötzlich Anlauf genommen.

  • Das zehn Jahre alte Tier habe die Deutsche mit dem Kopf niedergestoßen und sie bei einem Sprung mit den Hufen verletzt. Die Frau klagte danach über Schmerzen im Brustkorb- und an den Hüften und wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik nach Immenstadt im Allgäu geflogen.
  • Nur 90 Minuten später wurden zwei weitere Familien aus Bayern, die in Tirol einen Ausflug machten, auf derselben Wiese angegriffen. Schon rund 50 Meter vor dem geschlossenen Weidegatter liefen die Kühe auf die Gruppe zu. Ein vierjähriges Mädchen aus Schwaben und ein 48-Jähriger aus Ebersberg in Oberbayern wurden dabei umgestoßen. Der Mann wurde leicht verletzt, das Kind kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus in Tirol.
11:32 Uhr

Missbrauchsfall in Münster: Polizei reißt Laube von Verdächtigem ab

Im Missbrauchsfall Münster will die Polizei die Gartenlaube des Verdächtigen abreißen. "Wir werden hier jeden Stein und jedes Brett umdrehen, damit wir wirklich nichts übersehen", sagte Ermittlungsleiter Joachim Poll laut Mitteilung. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstütze die Beamten. Am Freitag hatten Spürhunde die Laube nach versteckten Datenträgern durchsucht, aber nichts gefunden.

  • In der Laube des Kleingartenvereins sollen mehrere Männer zwei Jungen schwer missbraucht haben. In der Wohnung der inhaftierten Mutter des Hauptverdächtigen dagegen hatten die Hunde ein Tablet und einen USB-Stick erschnüffelt. Die Datenträger werden nun ausgewertet.
  • Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war vor einer Woche bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige ist wegen Kinderpornografiebesitzes zweifach vorbestraft.
  • Bislang gab es in dem Fall in Münster Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern. Sieben von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Als einer von zwei Tatorten steht bislang der Kleingartenverein fest.
10:49 Uhr

Hier krachen die Unwetter besonders heftig

Schon jetzt zeigt das Thermometer 26 Grad in Berlin und die Luft ist schwül - das gewittrige Wetter kündigt sich an. Im Tagesverlauf soll es in großen Teilen Deutschlands blitzen und donnern. Dabei können enorme Regenmengen zusammenkommen. Auch Sturmböen und Hagel sind möglich. Dazu gibt es feuchtwarmes Waschküchen-Wetter bei Werten von bis zu 32 Grad.

10:34 Uhr

Mann findet totes Baby in Anglerteich

Ein Spaziergänger hat in Österreich ein totes Baby treibend in einem Teich gefunden. Das neugeborene Mädchen war nach Angaben des Arztes bereits lebensfähig, teilte die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Leichnams an. Erstes Ermittlungen zufolge soll der Säugling direkt nach der Geburt in den Anglerteich nahe der Grenze zu Tschechien gelegt worden sein. Ob das Baby zuvor noch am Leben war oder bereits tot abgelegt wurde, ist noch nicht klar.

Einsatzkräfte fanden laut ORF noch die Nabelschnur am Körper des Mädchens, die nach der Geburt zwar durchtrennt, aber nicht abgenabelt worden war. Der 40-jährige Spaziergänger entdeckte am Freitagabend im Gewässer direkt hinter dem örtlichen Brauhaus den Leichnam. Die Suche nach der Mutter läuft. Zeugen, die Hinweise geben können, sollen sich bei der Polizei melden.

10:03 Uhr

Sendung abgesetzt: Markle-Freundin drohte schwarzer Bloggerin

Die TV-Sendung der besten Freundin von Meghan Markle, Jessica Mulroney, ist in Kanada eingestellt worden, nachdem diese eine schwarze Bloggerin wegen eines Aufrufs, sich für Anti-Rassismus-Proteste einzusetzen, bedroht hatte. Die Sendung "I Do, Redo", die sich um das Thema Hochzeit dreht, sei mit sofortiger Wirkung eingestellt worden, teilte die Sendergruppe CTV mit. Der schwarzen Lifestyle-Bloggerin Sasha Exeter zufolge hatte Mulroney ihr gedroht, sie bei Firmen schlecht zu machen, die ihren Blog unterstützen.

Mulroneys Handlungen seien nicht mit den Werten des Senders vereinbar, hieß es in einer Erklärung der Sendergruppe CTV. Exeter hatte den Streit zuvor auf ihrem Instagram-Kanal öffentlich gemacht. "Ich möchte Jess nicht als Rassistin bezeichnen", sagte Exeter in dem Video. Aber sie sei sich ihres Reichtums, ihrer Macht und ihrer Privilegien aufgrund ihrer Hautfarbe "sehr bewusst".

*Datenschutz

09:38 Uhr

Australier in China wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt

Ein Australier ist in China wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt worden. Wie das Mittlere Volksgericht in Guangzhou berichtete, waren 2013 in seinem Gepäck auf dem Flughafen von Guangzhou 7,3 Kilogramm Methamphetamin gefunden worden. Das Urteil fiel vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen China und Australien. Im vergangenen Jahr wurden auch zwei Kanadier wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt, nachdem die Finanzchefin des chinesischen Telekomriesen Huawei in Kanada festgenommen worden war. Die Urteile warfen bei einigen Beobachtern in Kanada die Frage auf, ob es sich um eine Vergeltungsaktion gehandelt haben könne.

China verhängt häufig die Todesstrafe bei Drogenvergehen. Ohnehin gibt es in China mehr Hinrichtungen als im Rest der Welt zusammen. Die Zahl ist ein Staatsgeheimnis. Es dürften nach Schätzungen einige Tausend im Jahr sein. Ausländer werden aber eher selten hingerichtet. Allerdings wurde 2014 ein Japaner exekutiert, 2013 eine Schmugglerin von den Philippinen und 2009 ein Brite.

09:15 Uhr

Sensation in Sachsen-Anhalt: Grottenolmweibchen ist schwanger

In puncto Paarung gehen Grottenolme es eher langsam an, meistens pflanzen sie sich nur ein Mal im Leben fort. Umso sensationeller ist deswegen die Meldung aus den Rübeländer Tropfsteinhöhlen in Sachsen-Anhalt: Erstmals seit 80 Jahren ist eines der vier einzigen Grottenolmweibchen Deutschlands schwanger.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:39 Uhr

Tod von George Floyd: Angeklagter erhält auch bei Verurteilung 1-Million-Dollar-Pension

Der im Fall des gestorbenen George Floyd angeklagte Ex-Polizist könnte eine Pension in Höhe von mehr als einer Million Dollar erhalten. Und das selbst, wenn er schuldig gesprochen wird. Wie CNN berichtet, hat Derek Chauvin dann immer noch Anspruch auf seine Pension, die zum Teil von Steuergeldern bezahlt ist.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge ein Gesetz im Staat Minnesota, nach dem Angestellte ihre Pension nicht verlieren, wenn sie für ein Verbrechen verurteilt werden, das mit ihrer Arbeit verbunden ist.

Der Afroamerikaner Floyd war Ende Mai in Minneapolis ums Leben gekommen, nachdem der weiße Polizist Chauvin ihm fast neun Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt hatte. Der Vorfall löste international Empörung aus. Chauvin wurde in der Folge festgenommen und des "Mordes zweiten Grades" beschuldigt. Im deutschen Recht entspricht diese Anklage etwa dem Tatbestand des Totschlags.

08:11 Uhr

Palästinenser lassen Ausweise nicht mehr von Israel absegnen

Die palästinensische Autonomiebehörde hat angekündigt, ab sofort Ausweisdokumente auszustellen, ohne diese wie bisher von Israel als gültig erklären zu lassen. "Wir registrieren unsere Bürger jetzt in unserer eigenen Datenbank, ohne sie wie bisher an Israel zu schicken", sagte der Sprecher des palästinensischen Innenministeriums, Ghassan Nimr. Hintergrund sei die Anweisung, "in dieser Angelegenheit nicht mit Israel zusammenzuarbeiten".

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte als Reaktion auf die Annexionspläne der neuen israelischen Regierung von Teilen des Westjordanlandes erklärt, alle Vereinbarungen mit Israel aufzukündigen. "Wir arbeiten daran, ein neues Rahmenkonzept auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft zu schaffen, damit wir uns ohne Zustimmung Israels frei bewegen können", sagte Nimr.

Gemäß der Oslo-Verträge von 1993 stellte die palästinensische Autonomiebehörde in den vergangenen Jahrzehnten die Ausweisdokumente, Geburtsurkunden und andere Dokumente für die rund fünf Millionen Bewohner des Westjordanlands und des Gazastreifens aus. Gültigkeit erlangten die Papiere jedoch erst nach einer entsprechenden Bestätigung Israels, das alle Ein- und Ausreisen zwischen Israel und den Palästinensergebieten kontrolliert.

07:53 Uhr

Neue Kriterien angekündigt: Werden die Oscars jetzt fairer?

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Mit dem neuen Konzept soll es bei den Oscars weniger Diskriminierung geben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Reaktion auf die Rassismus-Debatte in den USA hat die Oscar-Academy die Entwicklung neuer Kriterien zur Oscar-Nominierung angekündigt. Eine neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe werde neue "Repräsentations- und Inklusionsstandards" erarbeiten, die künftig an eine Oscar-Nominierung geknüpft sein sollen, teilte die Academy mit. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Oscars diverser zu machen. Bereits seit Jahren beklagen Kritiker unterschwelligen Rassismus bei der Oscar-Vergabe.

  • Die diesjährige Oscar-Verleihung sei nicht von den neuen Regeln betroffen, teilte die Academy mit. Zur den Details der neuen Kriterien äußerte sich das Gremium nicht. Ziel sei es jedoch, dass "gerechte Einstellungspraktiken und Diversität vor und hinter der Kamera" zu fördern.
  • Die Academy-Mitglieder einigten sich überdies darauf, dass es künftig in der Preiskategorie Bester Film grundsätzlich mindestens zehn Nominierungen geben müsse. Bisher schwankte die Zahl der Nominierten jährlich zwischen fünf und zehn Filmen.
  • Unklar blieb, wann die Oscar-Verleihung im kommenden Jahr stattfinden soll. Berichten zufolge soll der ursprünglich geplante Termin am 28. Februar wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.
07:29 Uhr

Nach Flugzeugabschuss: Frankreich könnte Iran mit Blackbox helfen

Der Iran hat nach Angaben aus Ermittlerkreisen Frankreich darum gebeten, die Blackboxen des im Januar nahe Teheran abgeschossenen Passagierflugzeugs der Fluggesellschaft Ukrainian Airlines zu entschlüsseln. Aus den Kreisen hieß es, der iranische Gesandte bei der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) mit Sitz in Montréal habe erklärt, dass der Iran die Hilfe der französischen Luftfahrtbehörde BEA bei der Auswertung der Flugschreiber angefordert habe.

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Im Januar hat der Iran versehentlich ein Passagierflugzeug abgeschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die BEA dementierte, vom Iran um Hilfe gebeten worden zu sein. Man sei jedoch "bereit, jegliche Anfrage" aus dem Iran zu prüfen.

Der Iran hat den versehentlichen Abschuss der Passagiermaschine zugegeben, bei dem am 8. Januar alle 176 Insassen umgekommen waren. Die Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung. Der Iran hatte zum Zeitpunkt des Abschusses mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte im Irak auf die Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch die USA geantwortet.

07:07 Uhr

Städte wollen Regeln für E-Scooter verschärfen

Touristen und Teenager - bei diesen beiden Gruppen scheinen E-Scooter besonders beliebt zu sein. Zumindest nach meinen persönlichen Erfahrungen in Berlin. Die leisen Flitzer können einen als Fußgänger oder Radfahrer schon mal unangenehm überraschen. Ein Jahr nach der Zulassung von Elektro-Tretrollern im Straßenverkehr fordern die Städte jetzt zusätzliche Regelungen für mehr Sicherheit.

  • "Für besonders stark besuchte Orte wie vor historischen Sehenswürdigkeiten und auf Plätzen mit vielen Menschen muss die Leistung der Roller auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy. Insbesondere Ältere, Menschen mit Behinderungen und Kinder müssten sich dort auch künftig angstfrei und geschützt bewegen können.
  • Außerdem brauche es ein Verkehrszeichen "Elektrokleinstfahrzeuge verboten", damit städtische Behörden in sensiblen Bereichen eine Benutzung klar ausschließen könnten. "Heute kann auf E-Roller etwa im Umfeld des Münchener Oktoberfests nur freiwillig verzichtet werden", sagte Dedy.
  • An diesem Montag ist es ein Jahr her, dass sogenannte E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen wurden.
06:43 Uhr

Drei US-Demonstranten angeklagt - lebenslange Haft möglich

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Nach dem Tod von George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz halten die Proteste in den USA an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Staatsanwaltschaft hat drei Demonstranten angeklagt, die bei Anti-Rassismus-Protesten in New York Molotow-Cocktails auf Polizeiautos geworfen haben sollen. Insgesamt würden der Frau und den zwei Männern sieben Vergehen zur Last gelegt, darunter Brandstiftung sowie der Besitz und Einsatz von Sprengstoff, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Im Falle einer Verurteilung in allen Anklagepunkten droht ihnen möglicherweise ein Leben im Gefängnis", sagte der Sprecher weiter.

Die Attacken auf die Polizeiautos ereigneten sich den Angaben zufolge bei zwei verschiedenen Demonstrationen Ende Mai. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand. Alle drei Verdächtigten befinden sich derzeit in Gewahrsam - ohne Möglichkeit, auf Kaution freizukommen. Die Anwälte der Angeklagten haben dagegen Berufung eingelegt.

06:35 Uhr
Breaking News

Wegen neuer Corona-Fälle: Teile von Peking abgeriegelt

Wegen mehrerer neuer Corona-Infektionsfälle haben die Behörden in Chinas Hauptstadt Peking mehrere Wohngebiete abgeriegelt. Auch neun Schulen und Kindergärten seien geschlossen worden, sagten Behördenvertreter. Die insgesamt sieben Neuinfektionen stehen demnach im Zusammenhang mit einem Fleischmarkt in Peking.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:22 Uhr

Bundestag will Gesetz gegen Hetze beschließen

Hass und Hetze werden in Deutschland künftig stärker verfolgt und bestraft. Das im Dezember von Justizministerin Christine Lambrecht vorgelegte Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität soll am Donnerstag mit "zahlreichen Änderungen" im Bundestag beschlossen werden, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner der dpa. Regierung und Opposition seien sich einig geworden.

"Hass und Hetze im Netz haben ein unerträgliches Maß angenommen. Hanau hat gezeigt, dass der Schritt von Wort zu Tat oft nicht weit ist", sagte Fechner. "Wir freuen uns sehr, dass es geklappt hat und wir dieses wichtige Gesetz nächste Woche verabschieden können." Ein zentraler Punkt im neuen Gesetz sei dabei der Schutz von Kommunalpolitikern, denn gerade sie seien häufig Beleidigungen ausgesetzt.

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht