Der Tag
6. Oktober 2021
imageHeute mit Sebastian Schneider und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:25 Uhr

Das war Mittwoch, der 6. Oktober 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

cdca59063c7d6ac37231904bb2930f67
(Foto: dpa)

gestern beklagte ich den verregneten Tag - und mein Gejammer wurde wohl erhört: Heute kam zumindest im Norden Deutschlands am Nachmittag mal wieder die Sonne raus und Wetterwechsel sorgt ja gerne mal für schöne Farbspiele am Himmel: Auf Twitter finden sich unter dem Hashtag #Regenbogen noch schönere Aufnahmen als diese hier aus Bayern. Was mich und die Welt ansonsten noch heute beschäftigt hat, können Sie hier nachlesen:

Wer sondiert mit wem? Der Tag, der die Ampel-Koalition greifbar macht

Warum gehen die Energiepreise durch die Decke?

Scholz nimmt grün-gelbes Angebot an

Antisemitischer Vorfall: Hotel-Mitarbeiter widerspricht Gil Ofarim

Russische Wärter nach Foltervideos entlassen

Tina Turner verkauft ihre Songrechte

Forscher kommen "Covid-Zehen" auf die Spur

Alles Wichtige zur Pandemie finden Sie wie immer im Corona-Ticker, einen Blick in die Welt des Sports gibt es im Sport-Ticker sowie den Überblick in Sachen Wirtschaft und Finanzen habe ich hier für Sie.

Zum Abschluss muss ich doch nochmal aufs Wetter zu sprechen kommen, denn das sollten Sie unbedingt noch erfahren: Morgen gibt es jede Menge Sonnenschein dank Hoch Lioba und Hoch Nila! Überzeugen Sie sich gern selbst mit einem Blick in unsere Wettervorhersage.

Genießen Sie noch den Mittwochabend und bis bald!

Ihre Johanna Ohlau

Das war Mittwoch, der 6. Oktober 2021
21:53 Uhr

Inhaftierter Kreml-Kritiker Nawalny mit Medienpreis M100 ausgezeichnet

8c0fc72d95e3ca264f86119fe20eec86
FDP-Politiker Christian Lindner (links) und Mike Schubert (rechts), Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, überreichen Leonid Wolkow die Auszeichnung für Alexej Nawalny. (Foto: dpa)

Für ihren Einsatz für Demokratie und Meinungsfreiheit sind der russische Oppositionelle Alexej Nawalny und seine Anti-Korruptionsstiftung FBK mit dem Medienpreis M100 ausgezeichnet worden. Der enge Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow nahm den Preis am Abend in Potsdam stellvertretend für den in Russland inhaftierten Kreml-Kritiker entgegen. Ein Bild Nawalnys war bei der Preisverleihung im Hintergrund eingeblendet. Die Laudatio hielt FDP-Chef Christian Lindner.

Wolkow hob in seiner Ansprache hervor, dass Nawalnys Stiftung trotz aller Widrigkeiten und obwohl der Kreml-Kritiker im Gefängnis sitzt, weiterarbeite - "und das mit Erfolg". Zwar sei Nawalnys Stiftung inzwischen als extremistisch eingestuft und aufgelöst. Dennoch habe sie Russland mit ihren investigativen Recherchen zur Korruption der Führungsschicht verändert. Wolkow verwies darauf, dass Nawalny "der Staatsfeind Nummer Eins" für den Kreml unter Präsident Wladimir Putin sei. Die Stiftung hatte unter anderem eine aufsehenerregende Recherche im Internet veröffentlicht, derzufolge Putin über ein riesiges Anwesen am Schwarzen Meer verfügen soll. Das Video zu dem Luxus-Anwesen hatte bei Youtube rund 118 Millionen Aufrufe. Putin bestritt, dass ihm der Palast gehöre.

Inhaftierter Kreml-Kritiker Nawalny mit Medienpreis M100 ausgezeichnet
21:31 Uhr

Boot gekentert - 17 Leichen an libyscher Küste entdeckt

ea5b2ba4f3649c2722261e4801434736
Wie viele Menschen Jahr für Jahr die gefährliche Überfahrt nach Europa nicht überleben, ist unklar. (Foto: dpa)

Grausige Entdeckung an der libyschen Küste: Dort sind die Leichen von 17 Menschen angespült worden, die über das Mittelmeer nach Europa wollten. Wie die Küstenwache des nordafrikanischen Landes sagte, war ihr Boot gekentert. Die Leichen seien an der Küste zwischen den libyschen Städten Sawija und Sorman gefunden worden. Von Libyen aus starten jährlich Zehntausende Menschen in seeuntauglichen Booten die lebensgefährliche Überfahrt nach Europa. Die italienische Küste ist von Libyen 300 Kilometer entfernt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vom September starben seit Beginn dieses Jahres 1369 Menschen beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren.

Boot gekentert - 17 Leichen an libyscher Küste entdeckt
21:11 Uhr

Anruf aus Schweden?! Nobelpreisträger glaubt erst an Telefonscherz

1710e0b7907ce355b66c2e25e9317c68
War wohl schwer von seinem Glück zu überzeugen: Nobelpreisträger David MacMillan. (Foto: AP)

Preisträger können ihr Glück häufig kaum fassen - so wohl auch der frisch gekürte Chemie-Nobelpreisträger David MacMillan, der den Anruf aus Schweden zunächst für einen Telefonscherz hielt. Er habe einfach nicht glauben können, dass da wirklich die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften aus Stockholm anrufe und sei deswegen auch zunächst nicht ans Telefon gegangen, sagte MacMillan bei einer Pressekonferenz an der Princeton-Universität. Die Akademie hinterließ ihm daraufhin eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, hatte ihn aber noch nicht erreicht, als sie die Auszeichnungen verkündete. Nachdem er die Nachricht dann doch bekommen habe, fühle er sich "benommen, verwirrt, unglaublich aufgeregt, surreal und immer noch dabei, meine Füße wiederzufinden", sagte der 1968 im schottischen Bellshill geborene Forscher, der inzwischen neben der britischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. "Es gibt mir auch die Möglichkeit, einmal all den Menschen zu danken, die mich hierhin gebracht haben, insofern macht es mich auch sentimental." Insbesondere bedankte sich MacMillan bei seiner Familie.

Anruf aus Schweden?! Nobelpreisträger glaubt erst an Telefonscherz
20:35 Uhr

Deutschland holt mutmaßliche IS-Frauen aus Lager in Syrien zurück

Mit Unterstützung der USA hat Deutschland nach Medienberichten acht deutsche Frauen samt Kindern aus Syrien geholt, die sich in der Vergangenheit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen hatten. Wie der "Spiegel" meldete, wird am späten Abend eine Maschine mit den Frauen und ihren 23 Kindern an Bord auf dem Frankfurter Flughafen erwartet. Laut "Bild" wurden sie von einem Team des Auswärtigen Amtes und des Bundeskriminalamtes mit Unterstützung der US-Luftwaffe aus dem Anti-Terror-Gefangenenlager al-Hol in Nordsyrien geholt.

Einige der Erwachsenen dürften nach der Ankunft in Deutschland dem Haftrichter vorgeführt werden. Laut "Spiegel" liegen gegen sechs der acht Frauen Haftbefehle der Justizbehörden vor. Die Frauen im Alter von 30 bis 38 Jahren haben laut dem Bericht mit ihren Kindern zum Teil jahrelang in dem von kurdischen Kämpfern bewachten Lager eingesessen.

Deutschland holt mutmaßliche IS-Frauen aus Lager in Syrien zurück
20:10 Uhr

Haus von Ex-Drogenboss verlost - doch wer ist der Gewinner?

256794947
Das Haus des Ex-Drogenbosses soll per Los den Besitzer wechseln. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Drei Wochen nach der Verlosung eines früheren Hauses des Ex-Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán durch die mexikanische Lotterie hat sich der Gewinner bisher nicht gemeldet. Die Chefin der Staatslotterie, Margarita González, rief in der täglichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador dazu auf, gekaufte Lose auf einen möglichen Gewinn hin zu überprüfen. Am 15. September hatte es bei einer Sonderziehung der Lotterie insgesamt 22 Sachpreise zu gewinnen gegeben. Viele davon waren Immobilien, die von Drogenschmugglern oder korrupten Funktionären beschlagnahmt worden waren. Der Erlös soll an Mexikos olympische Athleten gehen. Hauptpreis war eine Loge im Aztekenstadion. So richtig "scharf" scheint keiner auf die Sachpreise der Verlosung - insbesondere das "El Chapo"-Haus - zu sein: Die mexikanische Regierung hatte mehrmals versucht, das Haus zu versteigern, aber keinen Käufer gefunden. Nur 39 Prozent der zwei Millionen Lose, die 250 Peso (rund zehn Euro) kosteten, wurden verkauft. Die Hälfte der Preise wurde Losnummern zugewiesen, die nicht vergeben waren. Das frühere Haus von Guzmán ging an das Los mit der Nummer 1.438.619.

Haus von Ex-Drogenboss verlost - doch wer ist der Gewinner?
19:26 Uhr

Schütze eröffnet Feuer an High School - vier Verletzte

6e23442f98cbdd952d78a87589d623e8
(Foto: dpa)

Ein Schütze hat an einer Schule in Arlington im US-Bundesstaat Texas das Feuer eröffnet und Menschen verletzt. Insgesamt seien bei dem Zwischenfall in der Timberview High School vier Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zwei davon hätten Schusswunden erlitten. Bei dem mutmaßlichen Schützen handele es sich um einen 18-jährigen Schüler, nach dem gefahndet werde. Dem Vorfall sei ein Streit in der Schule vorausgegangen, in dessen Folge eine Schusswaffe eingesetzt worden sei. In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen, weil Schützen an Schulen das Feuer eröffnen.

Update: Der Schüler hat sich inzwischen gestellt. Der 18-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen, wie die Polizei mitteilte. Ihm wird schwere Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe in drei Fällen zur Last gelegt. Die Polizei stellte eine Pistole sicher. "Ein Schüler ist in einen Kampf geraten und hat eine Waffe gezogen", sagte Polizeivertreter Kevin Kolbye. Demnach wurden mehr als "zwei oder drei Schüsse" abgegeben.

Schütze eröffnet Feuer an High School - vier Verletzte
19:03 Uhr

Mutter legt getöteten Sohn auf Supermarktkasse

Eine Frau eilt in Italien in einen Supermarkt, legt ihren blutüberströmten Sohn auf eine Kasse und ruft um Hilfe. Wer hat das Kleinkind mit einem Messer angegriffen und insgesamt neun Mal auf den Zweijährigen eingestochen? Die Antwort der Ermittler in der italienischen Gemeinde Citta della Pieve ist mehr als erschreckend: Die Mutter soll ihr Kind selbst angegriffen und den Vorfall inszeniert haben - womöglich aus Rache am Ex-Mann, der das Sorgerecht zugesprochen bekommen hatte. Das berichtet die britische Zeitung "Daily Mail". Besonders perfide an der Tat: Wie die Zeitung weiter berichtet, soll die aus Ungarn stammende Frau ihr schwer verwundetes Kind mit dem Smartphone fotografiert und eine Aufnahme an den Vater geschickt haben. Dieser habe daraufhin die Behörden informiert, aber vergebens: Ein Notarzt konnte dem Bericht zufolge nur noch den Tod des kleinen Jungen feststellen.

Die 44-Jährige geriet nicht nur deshalb ins Visier der Ermittler. Die Frau verstrickte sich schnell in Widersprüche zum Tathergang und in ihrer Handtasche wurden ein Messer sowie das blutige T-Shirt des Kindes gefunden. Auch Aufnahmen aus Überwachungskameras wurden ausgewertet, die keinen Verdächtigen in der Nähe von Mutter und Kind zeigten. Die Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft im italienischen Perugia und schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Mutter legt getöteten Sohn auf Supermarktkasse
18:33 Uhr

Spionagevorwürfe - Nato entzieht acht russischen Diplomaten Akkreditierung

Die Nato hat acht Mitgliedern der russischen Mission bei dem Militärbündnis die Akkreditierung entzogen. Bei ihnen handele es sich um "verdeckte russische Geheimdienstmitarbeiter" - also um Spione, erklärte ein Nato-Vertreter. Darüber hinaus werde die Zahl der Mitglieder der russischen Mission, die sich bei der Nato akkreditieren können, von 20 auf zehn reduziert. Die Haltung der Nato gegenüber Russland bleibe konsistent, hieß es in der Erklärung weiter. Das Bündnis habe seine Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen als Reaktion auf die "aggressiven Handlungen Russlands" gestärkt. Zugleich bleibe die Nato "offen für bedeutenden Dialog".

Spionagevorwürfe - Nato entzieht acht russischen Diplomaten Akkreditierung
18:09 Uhr

So will Google Nutzer zu mehr Nachhaltigkeit animieren

Der-Google-Schriftzug-und-die-Google-Suche-auf-einem-Smartphone
Das Unternehmen will seine Nutzerinnen und Nutzer besser über nachhaltige Aspekte ihrer Suchen informieren. (Foto: Lukas Schulze/dpa/Archivbild)

Reise ich per Flieger oder doch mit dem Zug? In welchem Hotel checke ich ein? Google will nach eigenen Angaben seine Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen. Wer einen Flug sucht, soll zukünftig direkt sehen können, wie hoch etwa der CO2-Ausstoß dabei ist. Das teilte der Internet-Konzern mit. Bei der Suche nach Hotels sollen Nutzerinnen und Nutzer Informationen zu deren Nachhaltigkeits-Maßnahmen sehen können. Das Ziel sei, zum Jahr 2022 einer Milliarde Menschen eine umweltbewusstere Auswahl zu ermöglichen, schrieb Google-Chef Sundar Pichai in einem Blogeintrag. In der Shopping-Suche können Artikel künftig nach Effizienz und Nachhaltigkeit sortiert werden. Auch in den Google-Karten kann man ab sofort zunächst in den USA die Route mit dem niedrigsten Spritverbrauch angezeigt bekommen. Nach Europa soll diese Funktion im kommenden Jahr kommen. Google schätzt, dass dadurch die CO2-Emissionen um mehr als eine Millionen Tonnen jährlich verringert werden können - den Ausstoß von 200.000 Autos.

So will Google Nutzer zu mehr Nachhaltigkeit animieren
17:31 Uhr

Foltervideos aus russischen Haftanstalten - mehrere Wärter entlassen

Russische Gefängnisse werden immer wieder als "Hölle auf Erden" bezeichnet. In den vergangenen Tagen haben russische Menschenrechtler grausame Vorgänge in einem Gefängniskrankenhaus in der Stadt Saratow öffentlich gemacht und mit der Veröffentlichung von Foltervideos Ermittlungen und Entlassungen erzwungen. Auf den Aufnahmen, die aus der Einrichtung rund 900 Kilometer südlich von Moskau stammen, sind schwerste Misshandlungen von Männern zu sehen. Der Chef des russischen Strafvollzugs, Alexander Kalaschnikow, entließ den Leiter des Gefängniskrankenhauses und weitere Bedienstete wegen Folterung von Gefangenen, wie die Behörde mitteilte. Zudem wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Mit ein paar Entlassungen und Ermittlungen ist es sicherlich alles andere als getan: Der Gründer der Organisation Gulagu.net, Wladimir Ossetschkin, sagte, dass es mehr als 1000 Videodateien aus dem Strafvollzugssystem gebe, die den "systematischen Charakter von Folter" bestätigen würden. Aufnahmen gebe es etwa auch aus Straflagern und Gefängnissen aus der sibirischen Region Irkutsk und aus Wladimir in der Nähe von Moskau. Ossetschkin äußerte die Vermutung, dass die Videos im Auftrag des Inlandsgeheimdienstes FSB und des Strafvollzugs angefertigt wurden, um etwa Gefangene erpressbar zu machen. Teils gebe es auch Feinde der Inhaftierten, die gegen viel Geld die Folter bestellten und sich dafür Videobeweise liefern ließen, hieß es.

Foltervideos aus russischen Haftanstalten - mehrere Wärter entlassen
17:01 Uhr

Verdacht der Untreue und Bestechung - Ermittlungen auch gegen Österreichs Kanzler Kurz

9b2d8cdb565197b7553d8b4cb92ad544
Steht auch im Fokus der Ermittlungen: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. (Foto: REUTERS)

Österreichische Anti-Korruptions-Ermittler nehmen Sebastian Kurz (ÖVP) ins Visier: Ermittelt wird gegen den österreichischen Bundeskanzler wegen des Verdachts der Untreue und der Bestechung. Im Zuge dieser Ermittlungen hätten heute Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten stattgefunden, darunter auch in einzelnen Büros zweier Bundesministerien, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Neben Kurz werde auch gegen neun weitere Beschuldigte ermittelt.

Laut Staatsanwaltschaft wird dem Verdacht nachgegangen, dass zwischen 2016 und zumindest 2018 Gelder des Finanzministeriums zur Finanzierung von parteipolitisch motivierten und mitunter manipulierten Umfragen eines Meinungsforschungsinstituts verwendet wurden. Diese Umfrageergebnisse seien - ohne als Anzeige deklariert worden zu sein - im redaktionellen Teil einer österreichischen Tageszeitung und anderen zu dieser Gruppe gehörenden Medien veröffentlicht worden, erklärte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den Vorwurf. Laut der Behörde besteht der Verdacht, dass im Gegenzug von den Amtsträgern im Rahmen von Medien- und Inseratekooperationen Zahlungen an das Medienunternehmen geleistet worden seien.

Verdacht der Untreue und Bestechung - Ermittlungen auch gegen Österreichs Kanzler Kurz
16:37 Uhr

Hassparolen gegen Juden skandiert - Mann muss mehrere Jahre in Haft

241692546
Die Synagoge in Gelsenkirchen wurde noch Tage nach der antisemitischen Demo von der Polizei geschützt. (Foto: picture alliance / RHR-FOTO)

Ein Mann ruft Hassparolen gegen jüdische Menschen - und muss dafür und wegen weiterer Delikte jetzt für mehrere Jahre ins Gefängnis. Der verurteilte 30-jährige Mann hatte vor knapp fünf Monaten an einer antisemitischen Demo vor der Gelsenkirchener Synagoge teilgenommen - der Demonstrationszug von rund 180 Menschen hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Das Amtsgericht Gelsenkirchen verhängte eine Gesamtstrafe von drei Jahren und neun Monaten Haft ohne Bewährung gegen den vorbestraften Mann wegen Volksverhetzung sowie weiterer Vergehen, unter anderem Fahren ohne Führerschein und Betrugs. Das sagte ein Gerichtssprecher. Der Richter habe bei der Urteilsverkündung klare Worte gefunden und von einer "verabscheuenswürdigen Tat" gesprochen, sagte der Direktor des Amtsgerichts, die "Angst und Schrecken" in der jüdischen Gemeinde verbreitet habe. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, sagte, das Urteil sei ein wichtiges Zeichen, zumal zahlreiche Betroffene seit dem Vorfall unter Angststörungen litten.

Hassparolen gegen Juden skandiert - Mann muss mehrere Jahre in Haft
16:04 Uhr

Mit nacktem Po auf der A7 - Lkw-Fahrer rastet aus

243805062
Nein, von der Aktion haben wir keine Fotos ... (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Lkw-Fahrer auf der A7 bei Fulda hat gleich einen ganzen "Blumenstrauß" an Verstößen gesammelt: Der 39-Jährige verursachte absichtlich fast zwei Unfälle und brachte dann mit nacktem Hintern auf der Straße den Verkehr zum Erliegen. Aber von vorne: Zunächst schnitt er einen Lasterfahrer, fuhr dann in Schlangenlinien weiter und hielt schließlich quer über alle Fahrstreifen. "Der Führer des Sattelzuges stieg aus und beleidigte mit seinem entblößtem Hinterteil die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer", hieß es im Polizeibericht von heute. Dann sei der Mann in Richtung Norden weitergefahren und habe einen anderen Laster abzudrängen versucht. Der betroffene 48-Jährige konnte einen Unfall nur verhindern, weil er auf einen Parkplatz auswich. Der 39-Jährige sei dem 48-Jährigen gefolgt und habe ihn ausgebremst. Anschließend stieg er laut Polizei aus und schlug mit dem Kopf gegen die Fahrertür des anderen Lasters. Schließlich stoppte eine Polizeistreife den aggressiven 39-Jährigen.

Bei seiner Festnahme habe der Mann geschrien und Widerstand geleistet. Motive des Mannes oder ob er getrunken hatte, blieben zunächst unklar. Gegen eine Sicherheitsleistung konnte er die Wache verlassen.

Mit nacktem Po auf der A7 - Lkw-Fahrer rastet aus
15:19 Uhr

Ausweis vergessen - Finne sollte 95.250 Euro Strafe zahlen

6286725
Personalausweis oder Reisepass (Bild) - ein anderes Ausweisdokument wie einen Führerschein ließen die Kontrolleure nicht gelten. (Foto: picture-alliance / dpa)

Den Personalausweis zuhause vergessen zu haben, kann gerade in Corona-Zeiten schnell mal ärgerlich sein, aber im Fall eines Finnen wirklich teuer: Der wohlhabende Mann sollte 95.250 Euro Strafe bezahlen, da er seinen Ausweis nicht bei sich hatte, als er sich bei seiner Rückkehr von einer Fahrt mit seiner Sportjacht in internationalen Gewässern zwischen Finnland und Estland nicht ausweisen konnte. Doch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied nun zugunsten des Mannes. Einer Mitteilung des Gerichts zufolge dürfe Finnland zwar verlangen, dass seine Bürgerinnen und Bürger beim Verlassen des Landes und bei der Rückkehr ein Reisedokument dabei haben. Doch einen Verstoß mit einer Strafe von 20 Prozent des Nettomonatseinkommens zu belegen, sei unverhältnismäßig, urteilten die Richter am EuGH. (Az: C-35/20)

In Finnland ist das Vergessen eines Ausweisdokuments bei Auslandsreisen - auch innerhalb der Europäischen Union - eine Straftat und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Diese wird nach einkommensabhängigen Tagessätzen bemessen und kann sich insgesamt auf 20 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens belaufen. Der betroffene Finne ist ganz offensichtlich kein Durchschnittsverdiener, denn bei einem finnischen Durchschnittseinkommen läge der Tagessatz bei 16,70 Euro, hier waren es stolze 6350 Euro. Gerade nochmal Glück gehabt! Den Ausweis vergisst er sicherlich nicht noch einmal.

Ausweis vergessen - Finne sollte 95.250 Euro Strafe zahlen
14:38 Uhr

Technikpanne: Heathrow-Passagiere brauchten erneut viel Geduld

259536319
Die Schlangen sind lang, der Ärger war groß. (Foto: picture alliance / empics)

Wegen einer Technikpanne bei der elektronischen Passkontrolle ist es bei der Einreise nach Großbritannien erneut zu langen Wartezeiten gekommen. "Heute hatte ein Systemfehler Auswirkungen auf die E-Gates, die vom Grenzschutz besetzt und betrieben werden", teilte der größte britische Flughafen London-Heathrow auf Anfrage mit. "Dieses Problem, das eine Reihe von Einreisehäfen betraf, wurde inzwischen behoben, und die E-Gates in Heathrow sind wieder in Betrieb." Der Airport arbeite eng mit dem Grenzschutz zusammen, um alle Passagiere so schnell wie möglich abzufertigen. In sozialen Netzwerken war der Ärger groß. Reisende posteten Bilder von langen Schlangen, andere berichteten, dass sie erst weit nach der Landung aus dem Flugzeug gelassen worden seien. Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein technischer Fehler zu einem stundenlangen Ausfall des Systems geführt.

Technikpanne: Heathrow-Passagiere brauchten erneut viel Geduld
14:35 Uhr

Scholz nimmt Gesprächsangebot von Grünen und FDP an: "Und morgen geht's dann los"

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat das Gesprächsangebot von Grünen und FDP angenommen. Schon die jeweiligen Einzelgespräche mit den beiden Parteien seien "sehr konstruktiv" verlaufen, sagte Scholz, nachdem sich am Vormittag nacheinander Grüne und FDP geäußert hatten.

3c33cf8aa515cacadf910f5ad0dcf30c
Olaf Scholz (Foto: REUTERS)
Scholz nimmt Gesprächsangebot von Grünen und FDP an: "Und morgen geht's dann los"
14:22 Uhr

Schichtwechsel

Für meinen lieben Kollegen Sebastian Schneider geht es jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme für sie im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie mir gern per E-Mail: johanna.ohlau[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

Schichtwechsel
14:01 Uhr

Mit Fahrrad auf Abwegen: Kurier radelt am ersten Arbeitstag durch Elbtunnel

Am ersten Arbeitstag passieren Fehler. Das gehört zum Lernprozess dazu. Auch dieser frisch gebackene Fahrradkurier aus Hamburg lernt eine wichtige Lektion: Niemals blind dem Navigationsgerät vertrauen.

Mit Fahrrad auf Abwegen: Kurier radelt am ersten Arbeitstag durch Elbtunnel
13:39 Uhr

Abstimmung beginnt: Vogel des Jahres steht wieder zur Wahl

258801547
Der Vogel des Jahres 2020: das Rotkehlchen. (Foto: picture alliance / Hinrich Bäsemann)

Nach der Bundestagswahl ist vor der Wahl: Ab heute suchen der Naturschutzbund (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LVB) zum zweiten Mal mithilfe der Öffentlichkeit den Vogel des Jahres. Wer wird den Vorjahressieger Rotkehlchen beerben? Für den Jahresvogel 2021 gehen diesmal ins Rennen: Bluthänfling, Feldsperling, Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf.

Bis zum 18. November kann (hier) abgestimmt werden. Die Verkündung ist dann im Januar 2022.

Abstimmung beginnt: Vogel des Jahres steht wieder zur Wahl
13:22 Uhr

Briefporto wird zum Jahreswechsel teurer

221859771
Auch das Postkartenporto wird teurer. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Sollten Sie noch regelmäßig Briefe und Postkarten schreiben, gibt es hier eine eher schlechte Nachricht: Nach fast drei Jahren Preisstabilität plant die Deutsche Post zum Jahreswechsel eine Erhöhung des Briefportos von 80 auf 85 Cent sowie bei Postkarten von 60 auf 70 Cent, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die Preise für Einschreiben sowie Bücher- und Warensendungen sollen zum 1. Januar 2022 "moderat" steigen. Grundlage für die geplanten Portoerhöhungen ist der beabsichtigte Erhöhungsspielraum, den die Bundesnetzagentur vorgibt. Sie ermittelte laut Mitteilung eine Erhöhungsrate von 4,6 Prozent. Die Bundesnetzagentur muss die darauf bezogenen geplanten Preiserhöhungen der Post noch abschließend genehmigen. Die Post teilte mit, dass mit den Portoerhöhungen "nur ein Teil der Kosteninflation" ausgeglichen werde. Der genehmigte Spielraum sei "weniger als der Ausgleich der zwischenzeitlich eingetretenen Lohnkostensteigerungen und erst recht kein Ausgleich für die in den nächsten Jahren zu erwartende Steigerung der Stückkosten".

Briefporto wird zum Jahreswechsel teurer
13:12 Uhr

Söder: Es wird "sehr wahrscheinlich" eine Regierung ohne Union geben

CSU-Chef Markus Söder hat die Entscheidung von Grünen und FDP zu Dreier-Gesprächen mit der SPD als "de-facto-Absage an Jamaika" gewertet. Söder sprach von einer "klaren Vorentscheidung". "FDP und Grüne haben sich entschieden für diesen Weg der Ampel. Den müssen sie jetzt auch konsequent gehen", sagte Söder in München. Die CSU respektiere die Entscheidung. Es müsse jetzt die Realität anerkannt werden. Man müsse sich damit vertraut machen, dass es sehr wahrscheinlich eine Regierung ohne die Union geben werde.

Söder: Es wird "sehr wahrscheinlich" eine Regierung ohne Union geben
12:59 Uhr

Antisemitismus-Vorwurf: Mitarbeiter stellt Anzeige wegen Verleumdung

Im Zusammenhang mit den Antisemitismus-Vorwürfen in einem Leipziger Hotel hat der beschuldigte Mitarbeiter jetzt Anzeige wegen Verleumdung gestellt. Der Mann schildere den Vorfall mit dem Künstler Gil Ofarim "deutlich abweichend von den Auslassungen des Musikers", sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe.

Der Hotelangestellte habe zudem noch eine zweite Anzeige wegen Bedrohung gestellt, weil sich Menschen in den sozialen Netzwerken völlig entfesselt gegenüber dem Hotelpersonal geäußert hätten. Außerdem sei bei der Polizei eine Online-Anzeige eines unbeteiligten Dritten wegen Volksverhetzung eingegangen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Kriminalpolizei hätten sämtliche Ermittlungen aufgenommen, sagte Hoppe. "Nun gilt es abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben und was tatsächlich an dem Tag geschehen ist." Gil Ofarim habe bislang keine Anzeige erstattet.

Antisemitismus-Vorwurf: Mitarbeiter stellt Anzeige wegen Verleumdung
12:35 Uhr

"Und zwar sofort!": CDU-Politikerin will Handys aus Partei-Sitzungen verbannen

CDU-Politikerinnen und -Politiker, die von den Durchstechereien genervt sind, Teil III (von wohl vielen):

Schleswig-Holsteins stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Karin Prien hat ein Handyverbot für Partei-Sitzungen der Union gefordert. "Weg mit den Mobiltelefonen aus vertraulichen Sitzungen, und zwar sofort!", schrieb die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit".

Prien ist auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand. Die Partei müsse zu vertraulichen Vorstands- und Präsidiumssitzungen zurückfinden, schrieb Prien. In der Vergangenheit wurden regelmäßig Kurzmitteilungen mit Details über Äußerungen von CDU-Politikern an die "Bild"-Redaktion gesendet. "So kann keine ehrliche Wahl-Aufarbeitung funktionieren", kritisierte Prien. "Man könnte Gremiensitzungen genauso gut gleich live im Fernsehen übertragen." Die Durchstechereien seien "leider auch ein Beleg für die schlechte Verfassung, in der sich die Union derzeit befindet. Ohne Vertrauen untereinander verlieren wir das Vertrauen der Wähler und der Parteibasis gleichermaßen."

"Und zwar sofort!": CDU-Politikerin will Handys aus Partei-Sitzungen verbannen
12:05 Uhr

"Dumm, ätzend, verantwortungslos": Durchstechereien nerven auch Spahn

CDU-Chef Armin Laschet findet's nervig und einer seiner Stellvertreter schließt sich dem an. Jens Spahn hat die offenbar aus dem Unionslager kommenden Durchstechereien aus den Sondierungsgesprächen mit FDP und Grünen scharf kritisiert. "Ich kann nur sagen, dass es ätzend ist, es ist verantwortungslos, es ist in einer gewissen Weise auch dumm", sagte Spahn. Es ärgere ihn "maßlos".

Spahn sagte, für ihn sei eine rechnerisch mögliche Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP in vielerlei Hinsicht spannend. "Ich finde, Jamaika hätte eine Chance verdient trotz schwieriger Ausgangslage." Er müsse aber gleichzeitig auch akzeptieren und sehen, dass es jetzt zunächst auch andere Gespräche gebe. Die Frage, ob Jamaika durch die Indiskretionen womöglich bereits gescheitert sei, wollte Spahn nicht beantworten. "Ich weiß nur, dass es für sich genommen ärgerlich ist." Die "Bild"-Zeitung hatte sowohl aus den Sondierungsgesprächen der Union mit der FDP als auch aus denen mit den Grünen berichtet. FDP und Grüne kritisierten dies und gaben CDU und CSU dafür die Verantwortung.

"Dumm, ätzend, verantwortungslos": Durchstechereien nerven auch Spahn
11:56 Uhr

Chemie-Nobelpreis für deutschen Molekül-Forscher

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher David W.C. MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen. Das teilt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

Chemie-Nobelpreis für deutschen Molekül-Forscher
11:44 Uhr

Streit um Schulden: Mann auf offener Straße niedergestochen

In Saarbrücken ist ein Mann auf offener Straße an einer Haltestelle erstochen worden. Ein 36-Jähriger habe am Dienstagmittag unvermittelt auf das gleichaltrige Opfer eingestochen, teilte das saarländische Landespolizeipräsidium mit. Der Mann starb wenig später in einem Krankenhaus.

Der mutmaßliche Täter stellte sich selbst bei der Polizei. Gegen ihn wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Bisherigen Ermittlungen zufolge kannten sich die beiden Männer aus dem Regionalverband Saarbrücken. Hintergrund der Tat sollen offene Schulden gewesen sein. Der mutmaßliche Täter soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Streit um Schulden: Mann auf offener Straße niedergestochen
11:42 Uhr

Auch die FPD will über die Ampel sprechen

Die FDP stimmt dem Vorschlag der Grünen für Dreiergespräche mit der SPD zur Vorbereitung möglicher Koalitionsverhandlungen zu. "Wir haben den Vorschlag eines Gesprächs mit der SPD angenommen", sagte Parteichef Christian Lindner nach internen Beratungen. Gespräche zur Bildung einer sogenannten Jamaika-Koalition mit Union und Grünen blieben aber weiterhin eine Option.

Auch die FPD will über die Ampel sprechen
11:12 Uhr

Hausdurchsuchung bei Partei von Kanzler Kurz

232649969
Die ÖVP sieht in der Razzia einen "Showeffekt". (Foto: picture alliance / VIE7143)

In der Parteizentrale der ÖVP hat es am Morgen eine Hausdurchsuchung gegeben. Das berichtet der österreichische "Standard" mit Verweis auf eine Bestätigung der Partei. Auch im österreichischen Kanzleramt habe es demnach eine Durchsuchung gegeben, diese sei aber nicht bestätigt. Im Fokus stünden engste Mitarbeiter von Kanzler Sebastian Kurz. Demnach gehe es um seine Berater Stefan Steiner, Medienbeauftragten Gerald Fleischmann und einen Pressesprecher. Auch Smartphones sollen sichergestellt worden sein. Kurz' Koalitionspartner, die österreichischen Grünen, habe aus den Medien von der Razzia erfahren. In einer Stellungnahme spricht die ÖVP von "falschen Anschuldigungen" und einem "Showeffekt".

Hausdurchsuchung bei Partei von Kanzler Kurz
10:45 Uhr

Rod Stewart darf Sohn nicht im Sportwagen zur Schule fahren

Sänger Rod Stewart steht morgens regelmäßig vor einem Problem mit seinen Söhnen. "Papa, du kannst mich nicht im Lamborghini fahren, das kannst du nicht machen", habe der 15-jährige Alastair ihm gesagt, erzählte Sir Rod dem britischen Radiosender Magic Radio. Deshalb darf er ihn nicht mit dem Sportwagen zur Schule fahren. Der jüngere Sohn Aiden hingegen liebe es. "Papa, hol mich mit dem Ferrari ab oder mit dem Lamborghini", sage der Zehnjährige stets. "Er liebt es, aber der Ältere hasst es."

Morgens gebe es immer ein großes Durcheinander, so Stewart in dem gemeinsamen Interview mit seiner Ehefrau Penny Lancaster, mit der er seit 2007 verheiratet ist. "Es herrscht Chaos, sie sind nie pünktlich", sagte der Brite über seine jüngsten Kinder. Doch auch dann verweigere der 15-Jährige die Fahrt im Sportwagen. Der Sänger ("Sailing") hat aus früheren Beziehungen sechs weitere, mittlerweile erwachsene Kinder. Stewart will am 12. November sein 31. Album veröffentlichen.

Rod Stewart darf Sohn nicht im Sportwagen zur Schule fahren
10:26 Uhr

Wolfsrudel hat sich innerhalb des Berliner Rings niedergelassen

Nach Angaben des Berliner Landesumweltamtes gab es das noch nie: Nur 30 Kilometer vom Alexanderplatz in der Mitte der Hauptstadt entfernt, hat sich ein Wolfsrudel niedergelassen. Die zwei Elterntiere und vier Welpen seien in der Döberitzer Heide in Brandenburg westlich von Berlin gesichtet worden, teilte die Heinz Sielmann Stiftung mit. Auch das Landesumweltamt (LfU) bestätigte, dass es sich bei den Tieren um Wölfe handelt.

Innerhalb des Berliner Rings hatten sich andere Wolfsrudel nach der Karte der Wolfsnachweise des LfU noch nicht niedergelassen. Das Rudel war vor rund zwei Wochen einem Fotografen, der in dem rund 4.500 Hektar großen Naturschutzgebiet an den Toren Berlins und Potsdams für die Stiftung unterwegs war, vor die Linse gelaufen. Die sechs Tiere hätten sich laut Stiftung insbesondere in einem eingezäunten Gebiet von etwa 1.800 Hektar etwa in der Mitte des Areals niedergelassen - dort seien sie vom Menschen weitestgehend ungestört.

Wolfsrudel hat sich innerhalb des Berliner Rings niedergelassen
10:07 Uhr

Grüne sprechen sich für Ampel-Koalition aus

Die Grünen wollen in Dreier-Sondierungsgespräche mit SPD und FDP einsteigen. "Das schlagen wir der FDP vor", sagte die Parteivorsitzende Annalena Baerbock. Nach der Bundestagswahl hatten die Grünen und die FDP erst miteinander und anschließend getrennt jeweils mit der SPD sowie mit CDU und CSU mögliche Kompromisslinien ausgelotet.

Um 11 Uhr wird die Entscheidung der FDP erwartet. Dann soll sich die Parteispitze äußern.

Grüne sprechen sich für Ampel-Koalition aus
09:47 Uhr

Nach Antisemitismus-Vorwurf: Kritik an Banner des Leipziger Hotels

Auf Instagram schilderte der Musiker Gil Ofarim gestern, wie ihn Mitarbeiter eines Leipziger Hotels antisemitisch beleidigt haben sollen. Am gestrigen Abend veröffentlicht das Hotel ein Foto, auf dem ein Banner mit israelischen Flaggen vor dem Hotel hochgehalten wird. Der Zentralrat der Juden kritisiert die Aktion auf Twitter: "Eine angemessene Reaktion sieht anders aus!" Der ehemalige CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz wies auf Twitter darauf hin, dass Ofarim in München geboren und ein deutscher Rockmusiker ist. Zudem kritisierte er, den Vorfall mit dem "Nahost-Konflikt zu framen".

Ofarim hatte gestern berichtet, wegen seiner Davidstern-Kette beim Einchecken in das "Westin Hotel" von Mitarbeitern nicht berücksichtigt worden zu sein. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und wollte nach eigener Aussage der Staatsanwaltschaft die Ermittlungsunterlagen zur rechtlichen Prüfung vorlegen. Ob Ofarim Anzeige erstattete, ist noch unklar. Nach den Antisemitismus-Vorwürfen wurden zwei Mitarbeiter des Hotels beurlaubt, wie eine Sprecherin des Marriott-Hotels heute mitteilte.

Nach Antisemitismus-Vorwurf: Kritik an Banner des Leipziger Hotels
09:43 Uhr

Vater von Hanau-Attentäter nicht zu Prozess erschienen

Der Prozess vor dem Hanauer Amtsgericht gegen den Vater des Attentäters von Hanau ist am Morgen direkt nach Beginn unterbrochen worden, weil der Angeklagte nicht erschienen ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete die Vorsitzende Richterin die Vorführung des Mannes an. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nach Mitteilung des Gerichts Beleidigung in mehreren Fällen vor. So soll der Mann im Januar 2021 in einer Strafanzeige mehrere Menschen als "wilde Fremde" bezeichnet haben. Diese hätten zuvor in der Nähe seines Wohnhauses eine Versammlung unter dem Motto "Wir warten nicht auf einen neuen rassistischen Anschlag" abgehalten. Unter den Teilnehmern der Kundgebung seien auch mehrere Angehörige der Anschlagsopfer gewesen.

Der Angeklagte ist der Vater des 43-jährigen Deutschen, der am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschoss, bevor er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete.

Vater von Hanau-Attentäter nicht zu Prozess erschienen
09:17 Uhr

Familienministerin Lambrecht gegen Gendersternchen in offiziellen Schreiben

In offiziellen Schreiben der obersten Bundesbehörden sollen keine Gendersternchen vorkommen. Das empfiehlt Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht in einem Schreiben an Ministerien, Kanzleramt und alle obersten Bundesbehörden. "Sonderzeichen als Wortbestandteile in der offiziellen Kommunikation" seien "nicht zu verwenden", heißt es in dem Schreiben, das der "Osnabrücker Zeitung" vorliege.

Neben Gendersternchen sollen auch Doppelpunkt und Binnen-I aus der offiziellen Kommunikation verschwinden. Das Schreiben solle keineswegs als Statement gegen gendergerechte Sprache zu verstehen sein. Das Frauenministerium empfehle ausdrücklich, das "generische Maskulinum" zu vermeiden, wenn auch eine weibliche Form existiere. Wo möglich, solle immer eine neutrale Form gewählt werden: zum Beispiel "Teilnahmeliste" statt "Teilnehmerliste" oder Lehr- und Pflegekräfte.

Familienministerin Lambrecht gegen Gendersternchen in offiziellen Schreiben
08:44 Uhr

300 Beamten durchsuchen Wohnungen in Berliner Rigaer Straße 94

Die Polizei hat am Morgen Wohnungen in dem teilbesetzten Berliner Haus "Rigaer 94" durchsucht. Es seien gut 300 Einsatzkräfte beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin. "Wir vollstrecken einen richterlich erlassenen Durchsuchungsbeschluss hier im Haus." Er sei auf Antrag des Eigentümers erlassen worden. Die Personalien der Bewohnerinnen und Bewohner sollten festgestellt werden, sagte die Sprecherin. "Ein Teil der Einsatzkräfte ist in dem Haus und auch schon in den Wohnungen." Der Straßenzug vor dem Haus sei gesperrt.

Auf Twitter forderte die Polizei Bewohnerinnen und Bewohner auf, in ihren Wohnungen zu bleiben und sich ruhig zu verhalten. Die Straße in Berlin-Friedrichshain ist vor allem bekannt durch das teilbesetzte Haus. Der Gebäudekomplex gilt als Symbol der linksradikalen Szene. Immer wieder ist es dort zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Das Projekt ist schon lange auch in der Politik ein Zankapfel.

300 Beamten durchsuchen Wohnungen in Berliner Rigaer Straße 94
08:16 Uhr

Im Osten nichts Neues: Wie die neuen Bundesländer wirklich gewählt haben

"Im Osten leben nur Rechte" - solche Aussagen hört man immer wieder. Doch was ist eigentlich dieser "Osten"? Ist es Mecklenburg-Vorpommern, wo die Mehrheit der Menschen SPD gewählt hat? Oder Sachsen-Anhalt, wo die CDU die meisten Stimmen erhielt? Die Parteien müssten die Bürgerinnen und Bürger in den neuen Bundesländern endlich ernst nehmen, sagt Thomas Präkelt, Leiter des RTL-/ntv-Landesstudio Ost in Leipzig. "Hallo CDU, hallo SPD - aufwachen!", fordert er. "Auch in Thüringen, auch in Sachsen nicht mit dem Finger auf die Menschen zeigen und sagen 'Das sind alles Rechte!', sondern einfach mit Argumenten oder politischen Überzeugungen kommen -dann wenden sich die Menschen auch wieder von der AfD ab."

Außerdem in der neuen Folge "Heute wichtig":

  • Die Vorsondierungen von SPD, Union, Grünen und FDP.

  • In Berlin haben bei der Bundestagswahl auch Minderjährige ihre Stimme abgegeben.

Im Osten nichts Neues: Wie die neuen Bundesländer wirklich gewählt haben
07:45 Uhr

Erstmals seit vier Jahren: USA veröffentlichen Zahl der Atomsprengköpfe

95022035
Die Zahl der Atomsprengköpfe ist seit dem Kalten Krieg deutlich zurückgegangen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Erstmals seit vier Jahren haben die USA wieder ihre Zahl der Atomsprengköpfe veröffentlicht. Nach Angaben des US-Außenministeriums verfügte die Regierung am 30. September 2020 über einen Bestand von 3750 Atomsprengköpfen. Dies sei ein Rückgang um 88 Prozent seit dem Höchststand im Jahr 1967. Zum Höhepunkt des Kalten Krieges verfügten die USA über einen Bestand von 31.255 Sprengköpfen. Seit dem Fall der Berliner Mauer 1989 sei die Anzahl der Sprengköpfe um 83 Prozent auf 22.217 abgebaut worden. Rund 2000 weitere Atomsprengköpfe sind derzeit ausgemustert und sollten demontiert werden. Die vom Ministerium veröffentlichten Zahlen bildeten den US-Atomwaffenbestand vom Jahr 1945 bis zum 30. September 2020 ab.

Erstmals seit vier Jahren: USA veröffentlichen Zahl der Atomsprengköpfe
07:24 Uhr

Fluch ist noch da, Ehe nicht gerettet: Mann verklagt US-Hellseherin

Mauro Restrepo wird sich beim nächsten Mal zweimal überlegen, ob er noch mal zu einer Hellseherin geht. Weil sie das Versprechen, einen auf seiner Ehe lastenden Fluch aufzuheben, nicht eingelöst hat, hat er in Kalifornien eine Hellseherin verklagt. Der in einer Ehekrise steckende Restrepo stieß im Internet auf Sophia Adams, ein "auf Herzensangelegenheiten spezialisiertes Medium". Sie legte ihm die Karten und versprach, Restrepo werde wieder ein glücklicher Ehemann sein, wenn er 5100 US-Dollar zahle. Dafür werde sie den auf seiner Ehe lastenden Fluch auflösen.

Laut der in Los Angeles eingereichten Klage erklärte die Hellseherin, Restrepo sei das Opfer einer Hexe, die eine Ex-Freundin auf ihn angesetzt habe. Bis der Fluch aufgelöst sei, werde sein Unglück andauern und Restreopo, seine Kinder und seine Ehe ruinieren, sagte Adams demnach. Doch trotz eines großzügigen Vorschusses von tausend US-Dollar stellte der Kläger aus Los Angeles keine Verbesserung fest und entschloss sich, die Hellseherin wegen Betrugs zu verklagen. Da er wegen der nicht erfolgten Hilfeleistung und des fortbestehenden Fluches unter Schlaflosigkeit und Angstattacken litt, forderte er zudem 25.000 US-Dollar Schadenersatz.

Fluch ist noch da, Ehe nicht gerettet: Mann verklagt US-Hellseherin
07:14 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Zukunfts- (Jamaika) oder Fortschrittskoalition (Ampel), was wird es am Ende sein? Nachdem Grüne und FDP jeweils bilateral mit SPD und Union gesprochen haben, wird heute über eine erste Zwischenbilanz beraten. Für CDU-Chef und Kanzlerkandidat Armin Laschet werden die nächsten Tage ziemlich entscheidend. Auf seinem Weg ins Kanzleramt haben die Indiskretionen bei den Gesprächen seiner Partei erst mit FDP und dann mit den Grünen zumindest nicht geholfen.

Das wird sonst noch wichtig:

  • Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler treten um 10.00 Uhr gemeinsam mit dem STIKO-Vorsitzenden Thomas Mertens vor die Presse, um über die Grippeimpfung zu informieren.

  • Im Missbrauchskomplex Münster verkündet das Landgericht um 12.00 Uhr das Urteil gegen die Mutter eines Opfers.

  • Nächste Runde bei den Nobelpreisen: Nach Medizin am Montag und Physik gestern ist heute um 11:45 Uhr Chemie dran.

  • Der Europäische Gerichtshof fällt um 09.30 Uhr erneut ein Urteil über die Vereinbarkeit der polnischen Justizreformen mit EU-Recht.

  • In Hanau steht der Vater des Attentäters, der neun Menschen aus rassistischen Motiven erschoss, vor Gericht. Ihm wird Beleidigung vorgeworfen.

Mein Name ist Sebastian Schneider und ich begleite Sie durch den Tag. Bei Fragen, Anmerkungen und Hinweisen schreiben Sie mir gerne: sebastian.schneider@nama.de.

Das wird heute wichtig
06:49 Uhr

Klima-Aktivisten stürmen Modenschau von Louis Vuitton

Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion haben eine Modenschau des Luxus-Labels Louis Vuitton in Paris gestürmt. Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, bestieg eine Aktivistin der Gruppe inmitten der Pariser Fashion Week den Laufsteg im Kunstmuseum Louvre. Dort hielt sie ein Banner mit der Aufschrift: "Überkonsum = Aussterben" in die Höhe, bevor Wachleute sie verscheuchten.

Laut einer gemeinsamen Erklärung von Extinction Rebellion und den Klimaschutzgruppen Friends of the Earth und Youth for Climate waren insgesamt rund 30 Menschen an der Protestaktion beteiligt. Zwei von ihnen wurden demnach festgenommen. Louis Vuitton reagierte auf AFP-Anfrage zunächst nicht auf den Vorfall. Die Aktivisten fordern die französische Regierung auf, das Produktionsniveau der Textilbranche zu deckeln.

Klima-Aktivisten stürmen Modenschau von Louis Vuitton
06:13 Uhr

793.000 haben entschieden: Das ist der dickste Bär Alaskas

imago0136516980h
Altmeister "Otis" kennt sich mit dem Gewinnen aus. (Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der Gewinner des "Fat Bear"-Wettbewerbs in Alaska steht fest. Der massige Braunbär "Otis" setzte sich bei der Kür zum fettesten Pelztier des Katmai-Nationalparks im Finale gegen das schätzungsweise über 450 Kilogramm schwere Männchen "Walker" durch. "Der beleibte Patriarch Dickwanst" habe die Konkurrenz ausgestochen, teilte die Parkverwaltung im nördlichsten US-Bundesstaat mit.

"Otis" hat sich im Rennen um den kuriosen Titel gegen zwölf andere Braunbären durchgesetzt. Mehr als 793.000 Stimmen gingen aus aller Welt ein. Online konnten Bären-Fans die Kandidaten auf Webcams beobachten und anschließend für ihren Favoriten stimmen. Bereits beim ersten Beliebtheits-Wettbewerb 2014 wurde "Otis" schon zum Gewinner gekürt, mit seinen 25 Jahren ist er einer der ältesten Bären im Gebiet.

793.000 haben entschieden: Das ist der dickste Bär Alaskas