Das war Mittwoch, der 28. Januar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
die Bundesregierung will kritische Infrastruktur wie Stromnetze besser vor Angriffen schützen. Das kündigt Bundeskanzler Friedrich Merz nach der ersten Sitzung des Koalitionsausschusses in diesem Jahr an. Merz sagt, der Stromausfall in Berlin habe gezeigt, wie sehr Deutschland darauf angewiesen sei, dass die Infrastruktur stabil sei. Kritische Infrastruktur müsse besser geschützt werden. "Und dazu gehört vor allem, dass wir Informationen über diese Infrastruktur nicht mehr so einfach öffentlich zugänglich machen." Es gehe um Geodaten und andere sicherheitsrelevante Informationen. "Wir müssen weg von der sehr weitgehenden Transparenz und hin zu mehr Resilienz."
Was heute noch wichtig war:
Xi Jinping räumt beim Militär auf - nicht nur wegen Taiwan. Von Markus Lippold
In Dänemark formiert sich eine US-Boykott-Bewegung. Von Hannes Vogel
Das Einstellungsverfahren der ICE-Agenten ist beunruhigend. Von Caroline Amme
Damit neigt sich der Mittwoch dem Ende entgegen. Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Tag und dann eine erholsame Nacht. Morgen geht's auf ntv.de wieder weiter mit dem "Tag". Bis dahin berichtet unsere Nachtschicht natürlich wie gewohnt über die wichtigsten Entwicklungen in aller Welt.
Einen schönen Restabend wünsche ich Ihnen!
Freundliche Grüße aus dem ntv-Hauptstadtstudio
Ihr Max Patzig
Bezirksgericht wird zum Spielautomaten-Großhändler
Ein Gericht in Polen will Tausende von konfiszierten Spielautomaten verkaufen. Der Grund: Die Einlagerung der Geräte sei mittlerweile einfach zu teuer, sagte der zuständige Richter am Bezirksgericht in Olsztyn der Nachrichtenagentur PAP.
Die mehr als 9000 Spielautomaten wurden vor acht Jahren als Beweismaterial bei Ermittlungen gegen eine kriminelle Bande konfisziert. Die Staatsanwaltschaft wirft 22 Angeklagten Geldwäsche und Organisation von illegalem Glücksspiel ohne Konzession vor. In dem Verfahren sind bereits 1600 Aktenbände zusammengekommen, doch ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.
Der Marktwert der eingelagerten Spielautomaten verringere sich von Jahr zu Jahr, sagt Richter Olgierd Dabrowski-Zegalski. Gleichzeitig steigen die Kosten für die Einlagerung drastisch. Im vergangenen Jahr zahlte das Gericht der Caritas, der die Lagerhalle gehört, dafür umgerechnet 290.000 Euro.
Bar-Brand in Crans-Montana: Ermittlungen gegen weitere Person
Die Ermittler zur Brandkatastrophe von Crans-Montana haben nach Informationen des öffentlichen Schweizer Senders RTS ihre Strafuntersuchung ausgeweitet. Sie sollen ein Strafverfahren gegen einen ehemaligen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde eröffnet haben, berichtet der Sender. Der Anwalt des Mannes habe die Information bestätigt. Die Staatsanwaltschaft macht bislang keine Angaben.
Bisher führte sie nur das Betreiberpaar der betroffenen Bar "Le Constellation" als Beschuldigte, Jacques und Jessica Moretti. In der Bar waren in der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen. Sie ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Frage ist, ob die Bar Brandschutzvorschriften eingehalten hat.
Bahn reißt kurzfristig marode Brücke ab - ICE-Züge fahren anders
Eine marode Eisenbahnbrücke in Schwerte im östlichen Ruhrgebiet sorgt für wochenlange Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr. Bei einer Inspektion der 120 Jahre alten Brücke sei klar geworden, dass "kurzfristige Maßnahmen notwendig sind", teilt die Bahn mit. Das Bauwerk sollte ohnehin ersetzt werden. Wegen der jetzt festgestellten Probleme müsse aber schneller gehandelt werden. Die Brücke, auf der Fern- und Regionalzüge über ein einzelnes Gleis fahren, werde nun abgerissen.
Im Fernverkehr entfällt von Freitag, 6. Februar, 21 Uhr, bis Freitag, 15. Mai, die zweistündige Verbindung zwischen Hagen und Berlin. Reisende müssen bis Dortmund auf Regionalzüge ausweichen und dort in einen "mindestens stündlich fahrenden ICE" umsteigen.
Ab dem 4. April werde es für sechs Wochen aber auch größere Auswirkungen im Regionalverkehr zwischen Hagen, Dortmund und Unna geben. Details seien noch unklar, teilt die Bahn mit. Reisende auf den Linien RE 7, RE 13, RB 53, RE 57 und RB 59 müssen sich aber auf Einschränkungen einstellen und gegebenenfalls auf Ersatzbusse umsteigen.
Neuerung bei elektronischer Patientenakte geplant
Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortet. "Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen." Ab Jahresende soll für Ärzte außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann. Seit 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen. Die E-Akte kann Patienten ein Leben lang begleiten und soll auch zu besseren Behandlungen beitragen.
Großeinsatz! Polizei sucht geflohenen Häftling
Die Flucht eines Strafgefangenen während eines Arztbesuchs hat in Limburg einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Mann sei zu einem Krankenhaus begleitet worden und seinen Bewachern dort entwichen, obwohl er noch an den Händen gefesselt gewesen sei, teilt die Polizei mit.
Nach dem Mann suchen mehrere Streifen, die von der Bereitschaftspolizei unterstützt werden. Auch ein Hubschrauber sei an dem Einsatz beteiligt, heißt es. Die Polizei bittet darum, im Raum Limburg keine Anhalter mitzunehmen und bei verdächtigen Wahrnehmungen den Notruf 110 anzurufen.
Bürger überweisen dem Bund sechsstelligen Betrag zum Schuldenabbau
Insgesamt 629 Bürger haben im vergangenen Jahr Geld auf das Schuldentilgungskonto des Bundes überwiesen. Insgesamt kamen so 123.107,69 Euro zusammen, rund 49.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das erfuhr der "Stern" aus dem Bundesfinanzministerium in Berlin.
Das Konto wurde 2006 von der Bundesregierung eingerichtet, "um Zuwendungen zur Tilgung der Staatsschulden von Bürgern getrennt zu erfassen und im Bundeshaushalt zu verbuchen". Seither sind auf dem Konto rund 1,7 Millionen Euro eingegangen. Ginge es in dem Tempo wie bisher weiter, wäre der Bund rechnerisch in gut 21 Millionen Jahren schuldenfrei - sollten keine neuen Kredite hinzukommen. Rund 1,8 Billionen Euro Schulden lasten auf dem Bund.
Der größte Einzelbetrag, der 2025 auf das Konto eingezahlt wurde, betrug den Angaben zufolge 24.000 Euro, der kleinste einen Cent. Zur Motivation von Bürgerinnen und Bürgern, dem Bund freiwillig Geld zu überweisen, kann das Finanzministerium naturgemäß nichts sagen.
ICE-Todesschützen von Minneapolis vom Dienst suspendiert
Die an dem tödlichen Einsatz gegen den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis beteiligten Bundesbediensteten sind laut US-Medien vom Dienst suspendiert worden. Zwei Bundesbeamte sind von ihrem Dienst suspendiert worden, bestätigt ein Sprecher des Heimatschutzministeriums auf Anfrage. Dabei handelt es sich demnach um ein Standardverfahren in solchen Fällen.
Die "New York Times" berichtet zudem, die Zahl der von der Maßnahme betroffenen Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde CBP sei noch nicht bekannt. US-Präsident Donald Trump hatte nach einer Welle der Empörung über die Erschießung Prettis am Rande einer Abschiebe-Razzia eine "ehrenvolle und ehrliche Untersuchung" des Vorfalls angekündigt.
Luxus-Hotel in französischem Skiort brennt lichterloh
In einem Fünf-Sterne-Hotel im französischen Skiort Courchevel bricht ein Feuer aus. Dichter Rauch steigt auf, immer wieder kommt es zu Stichflammen. Dutzende Menschen, darunter auch Gäste des benachbarten Hotels, werden evakuiert.
Diebe brechen Schließfächer in weiterer Sparkassen-Filiale auf
Diebe haben heute Morgen in Wilhelmshaven mehrere Schließfächer in einer Filiale der Sparkasse aufgebrochen. Die Polizei sei gegen 10 Uhr darüber informiert worden, teilt sie mit. Die Tat habe sich "unmittelbar zuvor" ereignet. Als die Täter erwischt wurden, hätten sie sofort die Flucht ergriffen.
"Ob und in welchem Umfang Diebesgut erlangt wurde, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen", so die Beamten. Es sei eine "geringe Anzahl" an Schließfächern geöffnet worden. "Die Geschädigten werden durch das Bankinstitut informiert."
Die Ermittler suchen nach Zeugen des Vorfalls. Wer etwas gesehen hat, soll die Polizei unter der 04421/9420 anrufen.
E-Busse schaffen Berg nicht - Passagiere müssen laufen
In Innsbruck sind seit letztem Jahr 27 neue Elektrobusse im Einsatz. Doch ausgerechnet im Alpenstaat machen genau die bei steilen Straßen schlapp. Jedenfalls, wenn sie voll besetzt sind. Also müssen die Passagiere vor der Steigung aussteigen und werden, oben angekommen, von dem leeren Bus wieder eingesammelt.
Vermisster Fünfjähriger wohlbehalten aufgefunden
Der vermisste fünf Jahre alte Junge aus Osnabrück ist nach einer intensiven Suche der Polizei (siehe Eintrag von 16:30 Uhr) wohlbehalten aufgefunden worden. Der Vater habe seinen Sohn nahe der elterlichen Wohnung angetroffen, teilt ein Polizeisprecher mit.
Riesiges Feuer in russischem Ex-VW-Werk
Im ehemaligen VW-Werk im russischen Kaluga bricht ein Großbrand aus. Volkswagen hat den dortigen Betrieb, seit dem Angriff auf die Ukraine, eingestellt. Die Flammen breiten sich auf mehrere Hundert Quadratmeter aus, Medien berichten von Rauchvergiftungen der Mitarbeiter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Lebensgefährtin angezündet - Mann verurteilt
Weil er seine Lebensgefährtin in Weißenfels in Sachsen-Anhalt angezündet und dadurch getötet haben soll, ist ein Mann zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Halle spricht den 45-Jährigen der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Sprecherin mitteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes beantragt, die Verteidigung einen Freispruch.
Laut Anklage übergoss der Mann seine Freundin im August 2025 in der gemeinsamen Wohnung in Weißenfels nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Die Frau erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades nahezu am ganzen Körper. Im Krankenhaus wurde sie zunächst in ein künstliches Koma versetzt und beatmet. Wenige Tage später starb sie jedoch an Multiorganversagen und ihren schweren Verbrennungen.
Fünfjähriger aus Kinderklinik verschwunden
Die Polizei sucht in Osnabrück nach einem fünfjährigen Jungen. Das Kind verschwand am Mittag aus dem Christlichen Kinderhospital CKO an der Johannisfreiheit. Gegen 12.45 Uhr wurde er ein letztes Mal gesehen, da war der Junge an einer Rutsche im Gebäude. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.
"Wenn Sie den Jungen sehen oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort haben, melden Sie sich bitte umgehend bei der Polizei unter der Nummer 110", teilen die Ermittler mit. "Sprechen Sie den Jungen an und warten auf das Eintreffen der Polizei."
Hinweis der Redaktion: Nachdem der Junge gefunden wurde (siehe Eintrag von 18:00 Uhr), wurden identifizierende Merkmale aus diesem Suchaufruf entfernt.
Iran lehnt Forderungen nach Atom-Beschränkungen ab
Der Iran weist Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück, sein Atomprogramm einzuschränken. Irans Atomchef Mohamed Eslami sagt laut iranischer Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe wie die USA das Recht, eine fortgeschrittene Nukleartechnologie zu nutzen. "Wir lehnen daher die amerikanischen Forderungen nach jeglichen Beschränkungen unseres Atomprogramms ab."
Zuvor hatte Trump dem Iran mit einem militärischen Eingreifen wie in Venezuela gedroht (siehe Eintrag von 14:02 Uhr). Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: "Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln - KEINE ATOMWAFFEN -, das für alle Parteien gut ist." Trump droht andernfalls mit einem Militäreinsatz.
Joachim Llambi hat neuen TV-Job
Joachim Llambi hat einen neuen Job im Fernsehen. Nach den Abgängen von Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund und Fernsehkoch Christian Rach waren bei der Kochshow "Grill den Henssler" Juroren-Sitze freigeworden. Einer ist nun an ihn vergeben.
Der für seine scharfen Urteile bekannte Tanz-Juror aus der RTL-Sendung "Let's Dance" steigt bei der Vox-Sendung als feste Größe ein, wie der Sender mitteilt. Ebenfalls Teil der neu formierten Jury werden Sternekoch Alexander Herrmann und Moderatorin Jana Ina Zarrella. Die neuen Folgen werden ab 1. März immer sonntags um 20.15 Uhr ausgestrahlt, zudem sind die Folgen vorab auf RTL+ abrufbar.
EVP-Chef Weber fordert Schaffung von neuem Top-Amt auf EU-Ebene
Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber von der CSU, fordert die Schaffung eines neuen Amts in der EU: eines Europäischen Präsidenten. "Wir müssen aufhören, jeden Tweet aus Washington zu kommentieren, und endlich europäisch führen", sagt Weber dem "Spiegel". Weber schlug vor, dass nach der nächsten Europawahl das Amt der Kommissionspräsidentin zusammengeführt wird mit dem Amt des Ratspräsidenten.
Er schätze EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa, sagt Weber. "Aber noch besser wäre ein starkes europäisches Gesicht, ein Europäischer Präsident. Das wäre eine mächtige Funktion." Weber fordert außerdem eine EU-Erweiterungsrunde: "Die Westbalkanstaaten, Moldau und die Ukraine gehören zu einem geeinten Europa", sagt der EVP-Politiker. Auch Grönland und Island würden Interesse zeigen.
Nasa-Flieger landet ohne Fahrwerk - WB-57 schlittert und sprüht Funken
Ein Nasa-Flugzeug des Typs WB-57 landet in Houston wegen eines technischen Problems mit eingefahrenem Fahrwerk. Auf dem Ellington Airfield sprühen Funken, als die Maschine mit dem Bauch auf der Landebahn aufsetzt. Sofort eilen Rettungskräfte zur Crew.
Thüringer Ministerpräsident soll Doktortitel verlieren
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU soll nach Angaben der Staatskanzlei in Erfurt seinen Doktortitel verlieren. Dies habe die Technische Universität Chemnitz Voigts Anwaltskanzlei mitgeteilt, sagt eine Regierungssprecherin. Sie kündigte an, dass der Regierungschef dagegen klagen wolle.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege David Schäfer hat jetzt wohlverdient Feierabend. Den "Tag" auf ntv.de übernehme nun ich. Mein Name ist Max Patzig, und ich blicke mit Ihnen auf die wichtigsten und unterhaltsamsten Nachrichten dieses Mittwochs. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Hinweise haben, erreichen Sie mich jederzeit per E-Mail an max.patzig@ntv.de.
Ich wünsche einen schönen Nachmittag!
Trump: "Nächster Angriff wird weitaus schlimmer ausfallen!"
US-Präsident Donald Trump hat den Iran erneut zu Verhandlungen über sein Atomprogramm aufgefordert. Er drohte mit einem schweren Militärschlag, sollte das Land nicht dazu bereit sein. "Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und einen fairen und gerechten Deal aushandeln - KEINE ATOMWAFFEN", schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Die Zeit laufe ab, es sei wichtig, dies zu berücksichtigen.
"Der nächste Angriff wird weitaus schlimmer ausfallen! Lasst das nicht noch einmal geschehen." Trump verwies darauf, dass auf seine letzte Warnung an den Iran ein Militärschlag gefolgt sei. Zudem sei eine weitere "Armada" auf dem Weg in Richtung Iran. Trump hatte während seiner ersten Amtszeit das internationale Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 aufgekündigt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, er habe in den vergangenen Tagen keinen Kontakt zum US-Sondergesandten Steve Witkoff gehabt und auch nicht um Verhandlungen gebeten. Dies hatten staatliche Medien zuvor berichtet.
Pufpaff über Raab: "Sind extrem oft aneinandergerasselt"
Sebastian Pufpaff ist wegen "TV total" häufig mit Stefan Raab "aneinandergerasselt". Das verriet er Bettina Böttinger in ihrem Podcast "Zwischen den Zeilen". Die Moderatorin erzählt darin, dass sie sich anfangs gefragt habe, was sich Pufpaff da antue, als er die Nachfolge von Raab antrat, der Humor oft "mit Häme garniert" habe. "Dann guckst du diese Sendung und du merkst, da ist jemand, der macht das ganz anders, der macht Witze auf eigene Kosten. Und daran merkt man auch, dass du Menschen magst", so Böttinger.
Raab habe damals ein klares Bild davon gehabt, "wie diese Sendung aus der Asche emporsteigen sollte und da haben wir beide komplett andere Ansätze, gerade auch, was Humanismus anbelangt", erklärt Pufpaff. Inzwischen scheint sich die Aufregung aber gelegt zu haben: Seitdem sich die beiden Moderatoren darauf geeinigt hätten, "dass wir für unterschiedliche Teams spielen", laufe es "sehr gut", so der 49-Jährige, der noch nachschob: "Wir haben unterschiedliche Ansichten."
Deutschlands größter Binnensee ist komplett zugefroren
In Mecklenburg-Vorpommern bietet sich ein seltener Anblick. Der größte vollständig in Deutschland liegende See, die Müritz, ist vollständig zugefroren. Beeindruckende Aufnahmen zeigen die eisige Winterlandschaft auf über 100 Quadratkilometern. Vor dem Betreten aber wird gewarnt.
BGH verbietet Untervermietung mit finanziellem Gewinn
Ein Mieter darf mit der Untervermietung seiner Mietwohnung keinen Gewinn erzielen, der über seine eigenen Aufwendungen hinausgeht. Das berechtigte Interesse eines Mieters an einer Untervermietung sei lediglich, die wohnungsbezogenen Aufwendungen zu decken, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe anhand eines Falls aus Berlin. Der Mieter zahlte weniger als 500 Euro Miete, vermietete die Wohnung aber für fast das Doppelte unter.
Grundsätzlich dürfen Mieter die von ihnen gemietete Wohnung untervermieten. Sie brauchen dazu aber die Erlaubnis der Vermieter. Diese Erlaubnis steht Mietern dem BGH zufolge dann zu, wenn es darum geht, ihren Wohnraum bei veränderten Lebensumständen zu erhalten. Der BGH entschied nicht darüber, ob für eine möblierte Wohnung ein Zuschlag genommen werden darf.
Ihr Autor wohnt übrigens auch zur Untermiete in Berlin - glücklicherweise bei einem sehr fairen Mieter.
Gutachter: Todesfahrer von Magdeburg weiterhin gefährlich
Der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist nach einem Gutachten schuldfähig und weiterhin gefährlich. Er werde darlegen, dass beim Angeklagten keine Gründe für eine Schuldminderung oder Schuldunfähigkeit vorlägen, erklärte der psychiatrische Sachverständige Bernd Langer zu Beginn seiner Ausführungen im Prozess gegen Taleb A. vor dem Landgericht Magdeburg. Zudem gehe weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit von dem 51-Jährigen aus.
Der Angeklagte aus Saudi-Arabien hatte nach seiner Tat Gespräche mit einem Psychiater abgelehnt. Der Sachverständige war deshalb an einer Reihe von Verhandlungstagen dabei und beobachtete dessen Verhalten. Zudem hatte er nach eigenen Angaben Einblick in die Ermittlungsakten. Nach der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hatte Taleb A. am 20. Dezember 2024 einen mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gelenkt. Der Angeklagte war dabei mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde unterwegs. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt. Der 51-Jährige hat die Tat im Wesentlichen zugegeben.
Auto fährt direkt vor heranrasenden Regionalzug in NRW
An einem Bahnübergang im nordrhein-westfälischen Eisbergen kommt es zu einem spektakulären Unfall. Der Fahrer eines Kleinwagens biegt an der Schranke vorbei auf die Straße ein und fährt über die Schienen - genau in der Sekunde, als eine Regionalbahn mit vollem Tempo heranrast.
Ermittler entdecken Heroin im Wert von 32 Millionen Euro
400 Kilogramm Heroin hat der Zoll bei der Kontrolle eines Containers im Hamburger Hafen entdeckt. Das Rauschgift sei in Papierrollen für die Druckindustrie versteckt gewesen, teilt das Zollfahndungsamt Hannover mit. Der Container aus Singapur sei bereits am 5. Dezember in einer Röntgenanlage kontrolliert worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen seien diese Informationen erst jetzt herausgegeben worden.
Es handele sich um eine der größten Einzelsicherstellungen an Heroin in Deutschland in den vergangenen Jahren. Das Rauschgift war in 400 Einzelpakete verpackt. Die Drogenmenge hatte den Angaben zufolge einen Straßenverkaufswert von rund 32 Millionen Euro. Zum Vergleich: Laut Bundeskriminalamt wurden in Deutschland im gesamten Jahr 2024 rund 144 Kilogramm Heroin sichergestellt. Nach intensiven Ermittlungen durchsuchten Zollfahnder am 21. Januar mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Bremen, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck. Dabei seien elektronische Beweismittel sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden, heißt es.
Opfer verklagen Sparkasse Gelsenkirchen nach Millionen-Einbruch
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen im Dezember haben erste Geschädigte Klage auf Schadenersatz eingereicht. Wie der Anwalt Daniel Kuhlmann mitteilt, gingen drei Klagen beim Landgericht in Essen ein. Die Kläger machen die Bank für die Schäden haftbar und werfen ihr mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen vor. Maskierte Täter waren im Dezember über eine Tiefgarage in die Sparkassen-Filiale eingedrungen. Von dort bohrten sie sich über die Weihnachtsfeiertage in den Tresorraum mit Tausenden Schließfächern und erbeuteten Wertsachen in Millionenhöhe. Der Fall sorgte deutschlandweit für Aufsehen und machte international Schlagzeilen.
Unter den Klägern ist Kuhlmann zufolge ein Rentner, der nach dem Verkauf einer Wohnung Bargeld in Höhe von fast 400.000 Euro in seinem Schließfach gelagert hatte. Ein weiterer Kläger ist der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, der Bargeld, Schmuck und eine Rolex-Uhr im Wert von rund 120.000 Euro deponiert hatte. Das Geldinstitut hatte nach der Tat mitgeteilt, es sei selbst Opfer des Verbrechens und die Räumlichkeiten seien "nach anerkanntem Stand der Technik gesichert" gewesen.
Kristen Stewart denkt wegen Trump ans Auswandern
Kristen Stewart könnte bald zu den Hollywoodstars zählen, die den USA den Rücken kehren. In einem Interview mit der britischen "The Times" sagt sie, dass sie einen Umzug nach Europa in Betracht zieht. Derzeit pendelt sie zwischen ihren Wohnungen in Los Angeles und New York. Auf die Frage, ob sie weiterhin in den Vereinigten Staaten leben werde, antwortet Stewart knapp: "Wahrscheinlich nicht."
Die Begründung der Schauspielerin und Regisseurin: "Ich kann dort nicht frei arbeiten." Ganz abschreiben wolle sie das Land jedoch nicht, betonte die "Twilight"-Darstellerin. "Ich würde gerne Filme in Europa drehen und sie dann den Amerikanern in den Hals stopfen." Hintergrund ihrer Kritik sind unter anderem die von Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf Filme, die außerhalb der USA produziert werden. Zwar sind diese Maßnahmen bislang nicht umgesetzt, doch Stewart bezeichnete die Pläne als "beängstigend" für die gesamte Branche.
Video: Wintersturm setzt Teile Großbritanniens unter Wasser
Der Wintersturm "Chandra" rollt mit Wucht auf die Küsten Irlands und Südwest-Englands zu. Wellen peitschen an die Ufer, küstennahe Gebiete werden geflutet. Anwohner berichten, das Wasser habe ihnen bis zur Hüfte gereicht.
Iran richtet angeblichen Israel-Spion hin
Die Behörden im Iran haben einen wegen angeblicher Spionage für Israel zum Tode verurteilten Mann hingerichtet. Der wegen "Weitergabe von Informationen an einen Mossad-Agenten" verurteilte Hamidresa Sabet Esmailpur wurde am Morgen gehängt, wie die iranische Justiz-Website Misan berichtet. Esmailpur war demnach im April 2025 wegen des Vorwurfs der Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad festgenommen worden.
Laut Misan wurde Esmailpur verurteilt, weil er Informationen an den Mossad weitergegeben und Ausrüstung gekauft habe, um Israel bei der Ausführung von "Sabotageaktionen" an iranischen Raketenstellungen zu helfen. Zudem wurde ihm demnach zur Last gelegt, mit Sprengstoff bestückte Autos transportiert zu haben. Menschenrechtsorganisationen äußern sich seit Langem besorgt darüber, dass im Iran unschuldige Menschen auf der Grundlage von unter Folter erzwungenen Geständnissen hingerichtet werden. Nach Angaben von NGOs wurden nach dem zwölf Tage dauernden Krieg zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni zwölf Menschen wegen ähnlicher Vorwürfe hingerichtet.
Schulze zum Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt
Der CDU-Politiker Sven Schulze ist im ersten Anlauf zum neuen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt worden. Im Landtag in Magdeburg erhielt der 46-Jährige bereits im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit der insgesamt 97 Abgeordnetenstimmen. Damit wird Schulze wenige Monate vor der Landtagswahl im September Nachfolger des langjährigen Regierungschefs Reiner Haseloff, der zuvor mit seinem Rücktritt den Weg dafür frei gemacht hatte.
In Sachsen-Anhalt finden am 6. September Landtagswahlen statt. In einer am 27. Januar veröffentlichten Insa-Umfrage lag die AfD mit 39 Prozent an der Spitze. Dahinter folgten CDU mit (26), Linkspartei (11), SPD (8) und das BSW (6). Die Grünen (3) und die FDP (2) würden den Einzug in den Landtag verpassen. Da keine Partei mit der AfD koalieren will und auch CDU-Landeschef Schulze dies ausgeschlossen hat, dürfte eine Regierungsbildung schwierig werden.
Zoll beschlagnahmt verbotenen "Potenzhonig" mit Viagra
Der Zoll hat bei einer Verkehrskontrolle in Bayern verbotenen sogenannten Potenzhonig beschlagnahmt. Dieser war mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Sildenafil versetzt, wie die Behörde mitteilt. Es ist besser unter dem Handelsnamen Viagra bekannt. Den Honig fanden die Einsatzkräfte bei der Zollkontrolle eines türkischen Lastwagens auf der Autobahn 3 in der Nähe von Regensburg.
Der Fahrer gab zunächst an, keine verbotenen oder anmeldepflichtigen Waren mitzuführen. Bei einer anschließenden Kontrolle entdeckten die Beamten in der Fahrerkabine aber drei Gläser mit dem Honig. Demnach kommt es in dem Bereich des Regensburger Zolls derzeit gehäuft zu entsprechenden Funden. Im laufenden Monat fanden seine Beamten bereits zum fünften Mal sogenannten Potenzhonig oder potenzfördernde Tabletten. Die Behörde warnt Verbraucher vor der Einnahme entsprechender Mittel ohne ärztliche Beratung. Im Ausland oder auf Internetplattformen würden oft potenzfördernde Produkte mit nicht zugelassenen Wirkstoffen angeboten.
USA drohen Venezuela mit erneuter Gewalt
US-Außenminister Marco Rubio droht der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez unverhohlen mit der Anwendung von Gewalt, sollte sie sich der Zusammenarbeit mit den USA widersetzen. "Machen Sie sich nichts vor: Wie der Präsident (Donald Trump) erklärt hat, sind wir bereit Gewalt einzusetzen, um maximale Zusammenarbeit sicherzustellen, wenn andere Methoden scheitern", heißt es im Text einer Rede, die Rubio heute vor dem Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen halten soll.
Rodríguez sei sich "des Schicksals von Maduro sehr wohl bewusst", heißt es in dem Redemanuskript weiter. "Wir sind davon überzeugt, dass ihre eigenen Interessen mit der Verfolgung unserer wichtigsten Ziele übereinstimmen." Die venezolanische Übergangspräsidentin hatte die US-Regierung zuletzt aufgefordert, sich aus den inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes herauszuhalten. Die venezolanische Führung hat nach der gewaltsamen Absetzung von Staatschef Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz Anfang Januar auf eine Annäherung mit Washington gesetzt. Rodríguez, Maduros Stellvertreterin, unterstützt etwa eine Öffnung des Ölsektors für ausländische Investoren, kündigte Gespräche mit der Opposition an und ließ politische Gefangene frei.
Indien meldet extrem gefährliche Nipah-Virusinfektionen
Indien hat zwei neue Infektionen mit dem gefährlichen Nipah-Virus gemeldet. Seit Dezember habe es "nur" zwei nachgewiesene Fälle im östlichen Bundesstaat Westbengalen gegeben, teilt das Gesundheitsministerium unter Berufung auf das staatliche Zentrum für Krankheitskontrolle mit. Kursierende Berichte über weitere Infektionsfälle seien falsch. Als Reaktion auf die beiden Infektionsfälle seien die Überwachung, die Labortests und Vor-Ort-Untersuchungen verstärkt worden.
Auf den lokal begrenzten Ausbruch in Indien reagierten andere asiatische Länder mit verstärkten Vorsichtsmaßnahmen. In Thailand würden seit dem Wochenende an drei großen Flughäfen Reisende aus Kolkata - der Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen - kontrolliert, teilte Gesundheitsminister Pattana Promphat mit. Die Nipah-Virusinfektion ist nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg eine eher seltene, aber schwere Viruserkrankung, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen kann. Demnach kommt das Virus in der Natur bei Flughunden vor, kann aber auch auf andere Tiere und auf den Menschen übertragen werden. "Beim Menschen kann es eine Sterblichkeitsrate von bis zu 92 Prozent erreichen."
Studium: Mathe, Informatik & Co werden immer weiblicher
Ich war beim Mathematik- und Informatikunterricht zumindest in der Oberstufe immer auf verlorenem Posten, Fächer wie Geschichte, Deutsch und Englisch lagen mir deutlich besser. Die sogenannten MINT-Studienfächer gelten traditionell eher als Männer-Domäne, aber offenbar findet dort ein Wandel statt: Ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) kommt für immer mehr junge Frauen in Betracht. Im Jahr 2024 waren in diesen Studienfächern mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Erstsemester weiblich, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das ist beim Anteil ein neuer Höchststand, nachdem der Frauenanteil hier zehn Jahre zuvor noch fünf Prozentpunkte weniger betragen hatte.
Langfristig ist die Gesamtzahl der MINT-Studienanfänger einschließlich der jungen Männer allerdings zurückgegangen. Im Studienjahr 2024 waren es mit rund 318.800 jungen Menschen fünf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 113.265 von ihnen waren weiblich. Deutlich seltener ergreifen junge Frauen einen MINT-Ausbildungsberuf. Von den 167.700 Anfängern in den einschlägigen Berufen waren im Jahr 2024 nur zwölf Prozent weiblich. Das ist nur eine minimale Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2014. Besonders selten wollen junge Frauen Elektronikerin, Anlagenmechanikerin oder Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikerin werden.
Daniela Katzenberger: "Brüste plötzlich größer als mein Kopf"
Daniela Katzenberger erzählt in ihrem neuen Buch "Katze goes Muskelkater" nicht nur von ihrem Weg auf die Bodybuilding-Bühne, sondern auch von ihrem neuen Leben nach ihrer Brustverkleinerung. Der Reality-TV-Star hat durch Sport und Ernährungsumstellung zwölf Kilo verloren. Was zum neuen Körper nicht mehr passte, war allerdings Körbchengröße F. "Meine Brüste waren plötzlich größer als mein Kopf", schreibt Katzenberger in ihrem Buch.
Vor einer dritten Brust-Operation schreckte sie zunächst zurück. "Aber dann hat mich irgendwann nicht nur die Optik gestört. Es war auch Schwerstarbeit, die 500 Gramm pro Seite in den Brüsten Tag und Nacht vor mir herzutragen." Sie habe oft Kopf- und Nackenschmerzen gehabt, dann kamen Rückenschmerzen hinzu. Nach einem Gespräch mit ihrem Arzt habe sie schließlich beschlossen, "mir richtig schöne C-Körbchen machen zu lassen".
Paris Hilton erzählt unter Tränen von Missbrauchserfahrungen
US-Realitystar Paris Hilton gibt in ihrem neuen Dokumentarfilm "Infinite Icon: A Visual Memoir" sehr persönliche Einblicke in ihr Leben und ihre Karriere. Musik habe ihr über viele schmerzhafte Erfahrungen hinweggeholfen, erzählt die 44-Jährige im Interview.
Vor allem als Teenager habe sie viele Traumata durchgemacht. In der Doku berichtet sie teils unter Tränen über Missbrauchserfahrungen als Schülerin in einer privaten Jugendeinrichtung im US-Staat Utah. Sie sei nun sehr stolz auf ihre Rolle als Aktivistin und auf ihre Lobbyarbeit, um Kinder zu schützen. "Ich möchte meine Stimme nutzen, um etwas zu bewirken", betont Hilton. Die zweifache Mutter macht sich unter anderem in Washington für strengere Regeln im Kampf gegen Missbrauch in Jugendeinrichtungen stark.
International gesuchter Dieb in Deutschland gefasst
Die Bundespolizei hat einen 43-Jährigen nahe der deutsch-niederländischen Grenze bei Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen) festgenommen, der international gesucht wurde. Wie die Polizei mitteilt, liegt gegen den Mann ein Haftbefehl zur Auslieferung an die ukrainischen Behörden vor. Die ukrainische Justiz wirft ihm einen besonders schweren Fall des Diebstahls vor.
Die Polizei kontrollierte das Auto des 43-Jährigen bei der Überfahrt aus den Niederlanden nach Deutschland. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vorlag. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Oldenburg habe das weitere Auslieferungsverfahren in die Ukraine übernommen.
Räuber fahren mit Auto in Juweliergeschäft
Ein Raubüberfall hat ein Juweliergeschäft in Kalifornien erschüttert. Maskierte Täter rammten mit einem Fahrzeug den Eingangsbereich des Geschäfts und plünderten innerhalb weniger Minuten mehrere Schmuckvitrinen. Videoaufnahmen dokumentieren den dreisten Coup.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
nach dem Tod von Alex Pretti haben US-Sicherheitsbehörden einen ersten umfassenden Bericht zu den Todesschüssen von Bundesbeamten in Minnesota vorgelegt. Demnach feuerten zwei Einsatzkräfte die Schüsse auf den Krankenpfleger ab. Einen wichtigen Moment lässt der Bericht offenbar im Unklaren: Es sei darin keine Rede davon, dass Pretti nach seiner Waffe gegriffen habe, berichten US-Medien. Die US-Regierung hatte anfangs aber genau das behauptet. Unterdessen sagt eine Augenzeugin, dass sie bislang noch von keiner Bundesbehörde zur Aufklärung des Vorfalls kontaktiert worden sei. Wir behalten die Entwicklungen für Sie im Blick.
Und diese Themen haben wir heute auch auf dem Zettel:
Koalition berät über Pläne fürs laufende Jahr: Die Spitzen von Union und SPD kommen am Abend zur ersten Sitzung des Koalitionsausschusses in diesem Jahr zusammen. Dabei geht es vor allem um die internationale Lage und die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Einzelne Themen könnten die geplante Sozialstaatsreform, die Schuldenbremse, das Wahlrecht und der Schutz kritischer Infrastruktur werden. Weitreichende Ergebnisse werden nicht erwartet.
Wechsel in Magdeburg: Die Koalition aus CDU, SPD, und FDP in Sachsen-Anhalt will den bisherigen Wirtschaftsminister Sven Schulze zum neuen Ministerpräsidenten und damit zum Nachfolger von Reiner Haseloff wählen. Für die Wahl im Landtag sind mindestens 49 Ja-Stimmen nötig. Die Koalition verfügt über 56 Sitze. Gestern hatte Haseloff als dienstältester Ministerpräsident des Landes sein Amt niedergelegt.
Selenskyj zu Treffen mit Putin bereit: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist offenbar dazu bereit, direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Streitfragen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Derweil wurden bei einem Angriff auf einen Passagierzug im Osten des Landes mindestens vier Menschen getötet.
Holocaust-Gedenken im Parlament: Mit einer Gedenkstunde erinnert der Bundestag um 12:30 Uhr an die Opfer des Nazi-Regimes. Rednerin ist die Holocaust-Überlebende Tova Friedman. Die 87-Jährige wurde als Kind in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Wir haben hier aufgeschrieben, wie Friedmann auf Tiktok die Erinnerung an den Holocaust lebendig hält.
In der Champions League steht um 21:00 Uhr der letzte Spieltag der Gruppenphase an: Der FC Bayern will Rang zwei verteidigen, Borussia Dortmund hat noch eine kleine Chance auf den direkten Einzug ins Achtelfinale und Bayer Leverkusen möchte sich mit einem Sieg einen Platz in den Playoffs sichern. Die Bayern spielen bei PSV Eindhoven, der BVB trifft zu Hause auf Inter Mailand, Leverkusen empfängt den spanischen Vertreter FC Villarreal. Über alles Weitere zum sportlichen Geschehen informieren Sie meine Kollegen hier beim Sport-Tag.
Mein Name ist David Schäfer. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir gerne unter dertag(at)ntv.de.
Israel soll bewachtes Lager für Palästinenser in Gaza planen
Israel hat nach Angaben eines Militärberaters im Süden des Gazastreifens ein Gelände für ein neues Lager zur Aufnahme von Palästinensern vorbereitet. Das Areal bei Rafah könnte an dem Zugang mit Überwachungstechnik und Gesichtserkennungssoftware ausgestattet werden, sagte der ehemalige Brigadegeneral Amir Avivi. Die Anlage dürfte für die Versorgung hunderttausender Menschen ausgelegt sein. Avivi berät die Armee, spricht aber nach eigenen Angaben nicht offiziell im Namen der Streitkräfte.
Das Lager solle in einem Gebiet entstehen, in dem die Armee zuvor Tunnel der radikal-islamischen Hamas zerstört habe, erklärte Avivi weiter. Ein- und Ausgänge würden von israelischem Personal kontrolliert. "Man muss in Rafah eine Infrastruktur aufbauen, die sie versorgen kann. Dann können sie entscheiden, ob sie gehen wollen oder nicht", sagte Avivi mit Blick auf Palästinenser, die entweder im Gazastreifen bleiben oder nach Ägypten ausreisen wollten. Ismail Al-Thawabta, Leiter des von der Hamas geführten Medienbüros im Gazastreifen, teilte in einer Stellungnahme mit, die Idee sei ein Deckmantel für eine Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen.
Katy Perry ruft zu Widerstand gegen US-Regierung auf
Popstar Katy Perry hat die rabiaten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE auf den Straßen des Landes verurteilt und ihre Landsleute zum Widerstand aufgerufen. Auf Instagram fordert die US-Sängerin in einer Nachricht an ihre mehr als 200 Millionen Follower, Protestschreiben an US-Senatoren zu schicken oder bei ihnen anzurufen, um einen Finanzierungsstopp für ICE zu erwirken. Dazu postete Perry konkrete Handreichungen, wie eine Vorlage für Beschwerdeschreiben. Das Ziel: Budgetmittel für die Migrationsbehörde sollen vom US-Parlament blockiert werden.
"Es ist an der Zeit, Wut in Taten zu verwandeln", schrieb Perry. Die Verhaftungen von US-Bürgern und Ausländern sowie Angriffe auf friedliche Demonstranten seien nicht mehr zu ertragen, heißt es in dem an die Senatoren gerichteten Beschwerdeschreiben. Perrys Posting erhielt binnen weniger Stunden mehr als 150.000 Likes.
US-Abgeordnete bei Auftritt in Minneapolis angegriffen
Die prominente demokratische US-Abgeordnete Ilhan Omar ist bei einem Auftritt in Minneapolis von einem Mann aus dem Publikum angegriffen worden. Omar forderte angesichts des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte des Bundes in der Stadt gerade den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem, als der unbekannte Täter plötzlich aufstand, auf sie zuging und sie mit einer nicht zu erkennenden Substanz anspritzte.
Videos des Vorfalls zeigen, wie der Angreifer eine Flüssigkeit auf Omar spritzt und sie beschimpft. Sicherheitskräfte überwältigen den Mann, bringen ihn zu Boden und führen ihn dann aus dem Raum. In den wenigen Sekunden, bevor ein Personenschützer eingreift, schien der Mann nicht zu versuchen, sich auf die unmittelbar vor ihm am Podium stehende Abgeordnete zu stürzen oder sie weiter tätlich anzugreifen.