Dienstag, 12. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr

Das war Dienstag, der 12. Mai 2020

Die Reproduktionszahl "R" sinkt wieder unter 1 - das ist doch super! Oder nicht unbedingt? Was sagt dieser Wert überhaupt und welche Zahlen außerdem wichtig sind, lesen Sie hier.

Was war heute sonst alles wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:04 Uhr

Mann mit Ku-Klux-Klan-Kapuze als Mundschutz kommt ungestraft davon

Anfang Mai hatte ein Mann im US-Bundesstaat Kalifornien beim Einkaufen in einem Supermarkt die Kapuze des Ku-Klux-Klan getragen. Die Fotos dieser "Aktion" in Santee bei San Diego landeten in sozialen Medien, der Vorfall sorgte auch außerhalb den USA für Entsetzten.

Nun meldet sich die Polizei zu Wort. Das Sheriff's Office des San Diego County gab bekannt, es gäbe keinen Grund, den Mann anzuklagen. Laut mehreren Medienberichten erklärte er der Polizei, er habe die Kapuze nicht als Symbol für Rassenintoleranz aufgesetzt, sondern als Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Demnach gab der Mann auch zu, dass es eine "Dummheit" war.

21:16 Uhr

Polizei löst rechte Corona-Demo in Cottbus auf

Der rechtsgerichtete Verein "Zukunft Heimat" wollte heute Abend in Cottbus gegen die Corona-Beschränkungen demonstrieren. Die Demo wurde kurzfristig genehmigt, musste aber schnell aufgelöst werden: Zu der Kundgebung auf dem Altmarkt seien deutlich mehr als die erlaubten 50 Personen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sicherheitsabstände seien nicht eingehalten worden.

Nach der Brandenburger Eindämmungsverordnung gegen das Coronavirus sind Versammlungen grundsätzlich untersagt. Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen können aber unter Auflagen genehmigt werden - sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

20:28 Uhr

Roboter ersetzt Barkeeper und serviert "coronasicheres" Bier

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Eine nette Unterhaltung mit dem Barkeeper fällt dann vorerst aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Bier am Tisch per App bestellen, online bezahlen - und dann vom Roboter an der Theke überreichen lassen. Eine Kneipe in Sevilla will so "coronasicheren" Biergenuss bieten. Der Roboter könne bis zu 600 Gläser Fassbier pro Stunde servieren, sagte der Betreiber des Lokals. Das Verfahren funktioniere völlig kontaktlos.

Der Hightech-Kellner aus Sevilla muss allerdings noch auf seinen Einsatz warten. Bars und Restaurants der Regionen, die am Montag in Spanien in die "Phase 1" der Lockdown-Lockerungen gerückt sind - und dazu gehört, anders als etwa Madrid und Barcelona, unter anderem Sevilla - dürfen Gäste zwar ab sofort wieder bewirten, allerdings vorerst nur im Außenbereich. Die Kunden dürfen also noch nicht an die Theke.

20:04 Uhr

Die Videos des Tages

19:44 Uhr

Älteste Frau Spaniens überlebt Covid-19

Eine 113 Jahre alte Spanierin hat eine Coronavirus-Infektion wohlbehalten überstanden. Maria Branyas habe die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden, teilte eine Sprecherin der Seniorenresidenz im nordspanischen Olot mit, in der Branyas seit 20 Jahren lebt. Branyas gilt als älteste Frau Spaniens.

  • Branyas habe sich im vergangenen Monat infiziert, die Krankheit habe bei ihr aber einen leichten Verlauf gehabt, teilte die Sprecherin weiter mit.
  • Maria Branyas kam am 4. März 1907 in den USA zur Welt, wo ihr Vater als Journalist in San Francisco arbeitete.
  • Lebhafte Erinnerungen hat sie den Medienberichten zufolge an die Rückkehr ihrer Familie während des Ersten Weltkrieges per Atlantikfähre nach Europa. Unter anderem erlebte Branyas die Pandemie der Spanischen Grippe von 1918, den Bürgerkrieg (1936-1939) und die Franco-Diktatur.

18:47 Uhr

Blinder Passagier fährt auf Zugkupplung mit

Auch dieser Mann kam illegal nach Deutschland, er benimmt sich aber viel auffälliger als der verliebte "Müllmann".

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Der 39-Jährige saß während der Fahrt zwischen zwei Waggons.

(Foto: Bundespolizei)

Ein 39-jähriger Syrer fuhr gestern Abend mit einem Regionalexpress von Leipzig in Richtung Chemnitz und stieg in Liebertwolkwitz aus. Nur kurze Zeit später entdeckte ihn der Zugbegleiter jedoch auf der Zugkupplung zwischen zwei Waggons wieder, teilt die Polizei mit.

  • Der Zug stoppte wieder, die Bundespolizei holte den blinden Passagier von der Zugkupplung und stellte seine Personalien fest. Er wurde eindringlich zu den Gefahren seines Handelns belehrt.
  • Lange hielt die Einsicht des Mannes aber nicht an: Kurze Zeit später stand er wieder auf einer Zugkupplung und verhinderte die Weiterfahrt des Zuges.
  • Der Zugbegleiter nahm den Mann zu sich ins Abteil und übergab ihn dann erneut an die Bundespolizei.
  • Die Beamten brachten den Syrer, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält, in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Chemnitz.
18:02 Uhr

Amerikaner verkleidet sich als Müllmann - um nach Deutschland einzureisen

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Der verliebte "Müllmann" muss zurück in die USA.

(Foto: imago stock&people)

Romantisch, aber leider illegal: Aus Sehnsucht nach seiner Freundin hat ein junger US-Amerikaner am Frankfurter Flughafen versucht, trotz Corona-Beschränkungen nach Deutschland einzureisen.

  • Der 20-Jährige verkleidete sich nach seiner Ankunft aus Washington als Müllmann - um so die Kontrollstelle zu umgehen.
  • Der Trick fiel jedoch einer aufmerksamen Sicherheitsmitarbeiterin auf, die die Bundespolizei alarmierte. Die Beamten nahmen den Mann mit zur Wache und schickten ihn am nächsten Tag wieder in seine Heimat zurück.
  • Bei seiner Befragung sagte der 20-Jährige am Sonntag, er habe keine Möglichkeit der legalen Einreise gesehen.
17:38 Uhr

Mann geht grundlos auf Nachbarn mit Axt los - vier Jahre Haft

Nach einem Axtangriff auf seinen schlafenden Nachbarn ist ein 22-Jähriger aus Bochum zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

  • Der Angeklagte soll nach einem Trinkgelage am 10. Dezember 2019 bei seinem Nachbarn Sturm geklingelt, die Tür aufgebrochen und dann zugeschlagen haben.
  • Der auf der Couch liegende 21-Jährige erlitt schwere Verletzungen im Gesicht, an der Schulter und der Hand. Er musste mehrfach operiert werden.
  • Im Prozess hatte der deutsche Angeklagte von einem "Filmriss" gesprochen. Er habe keinen Grund für die Attacke gehabt und könne sich bis heute nicht erklären, wie die Axt überhaupt in seine Hände gekommen sei.
  • Aufgrund seiner psychischen Instabilität und seines exzessiven Alkoholkonsums muss der Angeklagte einen Teil der Strafe in einer geschlossenen Therapieeinrichtung verbringen. Das Urteil lautete auf schwere und gefährliche Körperverletzung.
17:07 Uhr

Kinder rauben gehbehinderte Frau aus

Drei Kinder haben in Duisburg einer gehbehinderten Frau die Handtasche geraubt.

Die 55-Jährige war mit ihrem Rollator unterwegs und wollte eine Freundin besuchen. Als sie in einem Hauseingang ihr Gefährt angehoben hatte, wurde sie von dem Trio zur Seite gestoßen. Anschließend rissen die Kinder ihre Handtasche vom Griff und rannten davon.

Nach Schätzung der Frau waren die drei Kinder acht bis zehn Jahre alt. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:17 Uhr

Frau stirbt nach Spuckattacke an Covid-19

Das ist nicht mehr lustig. In Großbritannien ist eine Bahnhofsangestellte an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben - nachdem sie von einem mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierten Mann bespuckt und angehustet wurde.

  • Die 47-jährige Belly Mujinga sei wenige Tage nach dem Angriff am 22. März auf dem Londoner Bahnhof Victoria erkrankt und Anfang April im Krankenhaus gestorben, erklärte die Verkehrsgewerkschaft TSSA heute. Auch ein Kollege Mujingas, der bei dem Vorfall dabei war, hatte sich mit dem Virus infiziert.
  • Die beiden waren in der Bahnhofshalle, als sie von dem Mann bespuckt wurden. "Der Mann hustete sie an und sagte ihnen, er habe das Virus", hieß es in der Erklärung der Gewerkschaft.
  • Einige Tage später wurde Mujinga von ihrem Arzt krankgeschrieben. Ihr Zustand verschlechterte sich, woraufhin sie am 2. April ins Krankenhaus gebracht und an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde. Drei Tage später starb die Mutter einer elfjährigen Tochter.
  • Die britische Verkehrspolizei BTP nahm Ermittlungen auf.
15:46 Uhr

Sieben Leichen nach Feuer auf Öltanker in Indonesien gefunden

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Bei dem Brand kamen mindestens sieben Menschen ums Leben

(Foto: imago images/Xinhua)

Nach einem Brand auf einem Öltanker in einer Werft in Indonesien sind sieben verkohlte Leichen entdeckt worden. Bei dem Feuer seien zudem 22 Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Der Brand war am Montag an Bord eines unter indischer Flagge fahrenden Tankers im Hafen von Belawan ausgebrochen. Als Ursache werde Funkenschlag bei Reparaturarbeiten vermutet, hieß es weiter. Belawan liegt an der Nordostküste der Insel Sumatra.

15:04 Uhr

Brände in Corona-Klinik und Hospiz in Russland: 16 Tote

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Die Menschen haben gehofft, in diesem Krankenhaus vom Coronavirus geheilt zu werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Krankenhaus für Corona-Patienten in St. Petersburg sind bei einem Brand fünf Menschen gestorben. Sie waren alle auf der Intensivstation an Beatmungsgeräte angeschlossen.

150 Patienten und Mitarbeiter wurden in anderen Stockwerken der Klinik in Sicherheit gebracht. Die Ermittler gehen davon aus, dass eines der Beatmungsgeräte aus noch ungeklärter Ursache in den Morgenstunden Feuer gefangen hatte.

Erst in der Nacht zum Montag starben elf Menschen beim Brand in einem Hospiz in der Stadt Krasnogorsk westlich von Moskau. Als Ursache wird ein Kurzschluss vermutet. Das Hospiz soll nach Information von Interfax nicht mit einem Feueralarm ausgestattet gewesen sein. Außerdem habe es keine Fluchtwege für behinderte Menschen gegeben.

15:00 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, hier ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich wünsche ihm - und natürlich auch Ihnen - einen angenehmen Nachmittag.

13:50 Uhr

Deutscher lebte zwei Monate auf Flughafen

Im Film "Terminal" strandet Hauptdarsteller Tom Hanks am JFK-Flughafen in New York, da sein Heimatland in einem Bürgerkrieg versunken ist. Monatelang schlägt er sich im Terminal durch, bevor sich die Lage in seiner Heimat wieder normalisiert. Eine ähnliche Geschichte hat sich nun in Indien ereignet.

  • Dort hat ein Deutscher knapp zwei Monate im Transitbereich des Flughafens der Hauptstadt Neu-Delhi gelebt.
  • Eigentlich wollte der 41-Jährige schon Ende März nach Istanbul fliegen. Sein Flug sei aber wegen Indiens Corona-Maßnahmen gestrichen worden.
  • Die deutsche Botschaft informierte ihn anschließend mehrfach über Rückreisemöglichkeiten in die Bundesrepublik, wie es aus dem Auswärtigen Amt heißt.
  • Aber nach Deutschland habe der Mann nicht gewollt. Indischen Behörden hatte er von kriminellen Vorstrafen erzählt.

So saß der 41-Jährige wochenlang im Flughafen. Am frühen Dienstagmorgen habe der Mann den Airport schließlich mit einer KLM-Rückholmaschine in Richtung Amsterdam verlassen, wie ein Flughafensprecher sagte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:08 Uhr

Satire-Spiel "BER Bausimulator" erobert die Charts

Ende Oktober sollen die ersten Flugzeuge vom BER starten. Dann wäre der neue Hauptstadtflughafen mit zehnjähriger Verspätung endlich in Betrieb. Um die Wartezeit bis dahin zu "verkürzen", hat das Satire-Magazin "Der Postillon" ein nicht ganz ernst gemeintes Spiel veröffentlicht.

Im "BER Bausimulator" müssen Spieler die Fertigstellung des Flughafens organisieren. Dabei gibt es allerhand Probleme zu bewältigen, wie beispielsweise eine Horde wilder Lamas. In den Appstores kletterte das Mobile-Game am Wochenende ganz nach oben in den Download-Charts.

12:13 Uhr

"Einziger legitimer Ministerpräsident" - Video von Kemmerich-Auftritt bei Corona-Demo aufgetaucht

In Gera protestierte Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich gegen die Corona-Maßnahmen - unter anderem gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen. Auch weil er weder Abstand hielt, noch eine Maske trug, hagelte es von vielen Seiten Kritik.

Inzwischen ist ein Video von der Demonstration aufgetaucht. Zu sehen ist, wie Veranstalter Peter Schmitz den Kurzzeit-Ministerpräsidenten ankündigt. "Er ist von einer machthungrigen Frau durch einen Anruf aus Südafrika (Anm. gemeint ist Merkel) gestürzt worden und unser einziger legitimer Ministerpräsident." Kemmerich soll den Worten von Schmitz übrigens nicht widersprochen haben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:34 Uhr

Rassismus-Vorwürfe gegen Bryan Adams wegen Instagram-Post

Das ging nach hinten los: Rockstar Bryan Adams sieht sich nach einer Äußerung zum Coronavirus mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Was war passiert?

Der kanadische Musiker hatte auf Instagram ein Video gepostet, in dem er sein Lied "Cuts Like A Knife" spielt. Bezogen auf den Ausfall seiner Shows in London schrieb der 60-Jährige dazu, die ganze Welt sei gerade auf Eis gelegt, nur weil es gierige virusmachende Mistkerle gebe, die Fledermäuse auf sogenannten "Wet Markets" verkauften und äßen. Ihnen empfehle er, Veganer zu werden, ergänzte er.

Viele Nutzer kritisierten die Aussagen als rassistisch und enttäuschend. Andere zeigten hingegen Zustimmung und hoben den Einsatz des langjährigen Veganers für Tierrechte hervor.

*Datenschutz

11:03 Uhr

Forscher entdecken Urzeitsalamander

In Kirgisistan haben Forscher Überreste eines 220 Millionen Jahre alten Urzeitsalamanders entdeckt. Bei den Fossilien handelt es sich um den weltweit ältesten Nachweis der Salamander, wie das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart mitteilte. Die Tiere besiedelten einen Süßwassersee schon einige Millionen Jahre bevor die ersten Dinosaurier auf der Erde erschienen.

Der Urzeitsalamander war demnach nur fünf Zentimeter groß. Triassurus sixtelae besaß neben den Salamandermerkmalen auch Eigenschaften ursprünglicher Amphibien. Den Forschern zufolge liefern die gefundenen Fossilien aus der Zeit der Trias "einen Missing Link" in der Evolution von Fröschen, Salamandern und Blindwühlen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:29 Uhr

Schlag gegen die Cosa Nostra: mehr als 90 Festnahmen

Italienische Ermittler haben bei Großrazzien gegen Mafia-Gruppen der Cosa Nostra 91 Verdächtige festgenommen. An dem Einsatz waren rund 500 Beamte in Sizilien und in acht anderen Regionen beteiligt, wie die Finanzpolizei mitteilte.

  • Nach Medienberichten richteten sich die Razzien besonders gegen zwei bekannte Clans mit den Namen "Acquasanta" und "Arenella".
  • Unter den Festgenommenen seien Bosse und andere Galionsfiguren der kriminellen Szene, wie die Zeitung "Corriere della Sera" schrieb.
  • Es gehe um ein Bündel von Vorwürfen wie Geldwäsche, Drogenhandel, verbotenes Glücksspiel und Erpressung.

Nach Angaben der Zeitung gehen die Ermittler davon aus, dass ursprünglich aus Palermo stammende Clans ihre Geschäfte seit Längerem auch nach Mailand und in andere norditalienische Städte verlegt hätten. Dabei spielten etwa Unternehmungen im Kaffeehandel und -marketing sowie Bars und andere Läden eine Rolle.

09:45 Uhr

Zwei Surfer in Nordsee ertrunken - weitere noch vermisst

Drama auf hoher See: Mindestens zwei Personen sind an der niederländischen Küste beim Surfen ums Leben gekommen. Drei weitere Surfer werden noch vermisst, teilten die Rettungskräfte in Den Haag mit.

Eine Gruppe von Surfern war am Montagabend an der Küste von Scheveningen bei heftigem Wind und starker Strömung in Not geraten. Mindestens sieben konnten nach Angaben der Küstenwache nicht aus eigener Kraft den Strand erreichen und wurden von den Rettungskräften aus der Nordsee geholt.

Die Suche nach den Vermissten war in der Nacht zunächst eingestellt worden. Am Morgen um 6 Uhr nahmen die Rettungskräfte die Suche wieder auf. Es sei noch unklar, ob zwei der drei Vermissten selbstständig das Ufer erreicht hätten, teilte die Küstenwache mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:11 Uhr

WDR-Reporterin begrapscht? Ermittlungen gegen Frankreichs Ex-Präsidenten

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Gegen den Ex-Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing wird ermittelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Vorwürfen einer deutschen Fernsehjournalistin ermitteln die französischen Behörden gegen Ex-Präsident Valéry Giscard d'Estaing wegen sexueller Belästigung. Das teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Die WDR-Journalistin Ann-Kathrin Stracke wirft dem 94-jährigen Ex-Staatschef vor, nach einem Interview im Dezember 2018 mehrfach ihr Gesäß berührt zu haben. Die 37-Jährige hat Anzeige gegen Giscard d'Estaing erstattet.

Stracke begrüßte die Ermittlungen. Sie sei "froh" darüber und stehe für eine Zusammenarbeit mit der französischen Justiz bereit, sagte die Journalistin der Nachrichtenagentur AFP. Giscards Anwalt wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Giscard war von 1974 bis 1981 Frankreichs Präsident.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:27 Uhr

100.000 Bienen aus Haus entfernt

Vor zwei Jahren zog der Amerikaner George Montgomery in ein neues Haus im US-Bundesstaat Georgia. Schnell bemerkte er, dass er sich sein neues Zuhause mit einem Bienenvolk teilte. Die Tiere hatten sich vor längerer Zeit zwischen den Bodenbalken im Obergeschoss eingenistet.

"Ich habe den Schwarm im Frühjahr bemerkt, nachdem ich das Haus gekauft habe", sagte Montgomery dem Sender CNN. "Man konnte sie gegen die Wand klatschen hören, als sie landeten, um in den Bienenstock zu kriechen."

Zunächst störte sich Montgomery nicht an den tierischen Nachbarn. Doch im Sommer wurden die vielen Bienen zunehmend zum Problem. Also kontaktierte der 26-Jährige eine Firma, die sich auf die Umsiedlung von Bienen spezialisiert hatte. Mit einem Sauger wurden dann rund 100.000 Bienen aus dem Haus entfernt. Auch die Experten staunten über die Anzahl der Tiere. Denn normalerweise besteht ein Bienenvolk aus 10.000 bis 80.000 Fluginsekten.

07:43 Uhr

Pilotprojekt: NRW-Polizei testet Taser im Dienst

Viele sehen es als Wunderwaffe - das NRW-Innenministerium zeigt sich nach ersten Tests mit Tasern eher skeptisch: Teuer und nicht für jeden Einsatz geeignet lautet das Fazit. Dennoch sollen die Geräte erstmals im Streifendienst getestet werden.

Das Pilotprojekt soll nach dpa-Informationen zum Jahreswechsel in drei bis sechs Polizeibehörden starten. Danach soll entschieden werden, ob Taser landesweit eingesetzt werden. Die Kosten würden laut einem Bericht des Innenministeriums bei 57 bis 61 Millionen Euro für fünf Jahre liegen.

Taser werden bisher nur von Spezialeinheiten der NRW-Polizei verwendet. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste hatte zuletzt Taser intern getestet. Das Ergebnis laut Innenministerium: Ein Taser eigne sich nur "für statische Einsatzsituationen", bei der die "bewaffnete Person keine erkennbaren Angriffstendenzen gegen andere zeigt". In Rheinland-Pfalz werden Taser bereits im Streifendienst eingesetzt.

07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach den gestrigen Regenschauern dürfen wir uns heute über etwas Sonnenschein freuen. Bis zum Nachmittag werde ich Sie durch den "Tag" begleiten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Diese Themen stehen heute auf der Tagesordnung:

  • Die EU-Gesundheitsminister beraten über die Arzneimittelversorgung in der Corona-Krise.
  • Die Verteidigungsminister der EU-Staaten wollen in einer Videokonferenz über sicherheitspolitische Lehren der Corona-Pandemie beraten.
  • Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp legt neue Geschäftszahlen vor.
  • Der Bundesgerichtshof befasst sich mit dem jahrelangen Streit um das Arbeitstempo eines Richters.
  • Gut zwei Jahre nach dem Prügeltod eines 15 Jahre alten Schülers in Passau entscheidet der Bundesgerichtshof, ob die verhängten Strafen Bestand haben.
07:01 Uhr

Trump bricht Pressekonferenz nach Streit mit Journalistin ab

Professionell ist anders: US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz zur Corona-Pandemie nach einem Wortgefecht mit einer chinesischstämmigen US-Journalistin abrupt beendet. Die Reporterin Weijia Jiang vom Fernsehsender CBS News hatte Trump am Montag gefragt, warum er die Kapazitäten bei den Virustests positiv mit anderen Ländern vergleiche, als ob es sich um einen internationalen Wettbewerb handle.

  • Dies sei vielleicht "eine Frage, die Sie China stellen sollten", reagierte der Präsident.
  • Jiang entgegnete daraufhin, warum der Präsident gerade gegenüber ihr diese Anmerkung mache.
  • Er sage dies "zu jedem, der mir eine solche fiese Frage stellen würde", konterte wiederum der Präsident.
  • Trump versuchte einer anderen Journalistin das Wort zu geben, während Jiang weiterredete und nachhakte.
  • Kurz darauf brach Trump die Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses ab und ging zurück ins Innere des Gebäudes.

 

Mehr Nachrichten zum Thema Coronavirus lesen Sie in unserem Corona-Ticker.

06:27 Uhr

Berühmte Gitarre von Kurt Cobain wird versteigert

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Cobains Gitarre ist nicht ganz billig

(Foto: imago images/Cover-Images)

Nirvana-Fans aufgepasst: Die Gitarre, die Frontmann Kurt Cobain beim legendären MTV-"Unplugged"-Konzert gespielt hatte, kommt unter den Hammer. Die Auktion findet am 19. Juni zeitgleich in Beverly Hills und im Internet statt, teilte das Auktionshaus Julian's Auctions mit.

Wer die Gitarre vom Modell Martin D-18E ergattern will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Das Mindestgebot liegt bei einer Million Dollar.

Die Aufnahme von Nirvanas "Unplugged"-Konzert im November 1993 gilt als eines der besten Live-Alben aller Zeiten. Nur fünf Monate nach dem legendären Auftritt nahm sich Cobain im Alter von 27 Jahren das Leben.

Im Oktober war bereits eine Strickjacke, die Cobain beim "Unplugged"-Konzert getragen hatte, für 334.000 Dollar versteigert worden. Eine leere Pizza-Pappe, auf die Cobain die Set-List für ein Konzert in Washington gekritzelt hatte, verkaufte sich für 22.400 Dollar.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:04 Uhr

Bodenfrost und Glätte am Morgen

Der Tag beginnt verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost. Zum Teil müssen Sie sogar mit Glätte rechnen. Das gilt im Süden Bayerns, wo noch Schnee- oder Schneeregen fällt.

Ansonsten geht es überwiegend sonnig und trocken in den Tag. Lediglich im Norden sind von den Küsten her vormittags erste Schauer unterwegs. Und die breiten sich im Tagesverlauf über der gesamten Nordhälfte aus. Richtung Süden dominiert dagegen die Sonne. Und dementsprechend verteilen sich auch die Sonnenstunden: An den Alpen 5, im Norden 5 bis 8 und im übrigen Land meistens 8 bis 13.

Die Temperaturen schaffen es hierbei maximal auf 8 bis 16 Grad; wobei es am Oberrhein am wärmsten wird. Der Wind ist insgesamt schwächer als gestern, weht aber im Norden weiterhin zum Teil kräftig.

Die weiteren Aussichten: Bis einschließlich Freitag bleibt es im Süden wiederholt wechselhaft. Sonst geht es freundlich bis sonnig und meistens trocken weiter. Die Temperaturen zeigen sich hierbei nach wie vor unterkühlt. Nachts gebietsweise mit Frost oder Bodenfrost. Tagsüber gibt es leichte Aufwärtstendenzen: Morgen und am Donnerstag bei 10 bis 16 und am Freitag 10 bis 17 Grad. Ihr Björn Alexander