Dienstag, 04. August 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 4. August 2020

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REUTERS

Liebe Leserinnen und Leser,

zwei gewaltige Explosionen haben die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. 50 Menschen sterben. Tausende werden verletzt. Dramatische Bilder von blutverschmierten Menschen, riesigen Rauchschwaden und zerstörten Häusern zeigen das tragische Ausmaß der Katastrophe. Wie es zu den Detonationen kommen konnte, ist bislang unklar. Die Behörden vermuten "hoch explosives Material" in einem Lagerhaus als Ursache. Die neusten Entwicklungen in Beirut können Sie hier nachlesen.

Was heute sonst noch wichtig war:

Das war's für heute. Morgen früh ist der Tag wieder mit topaktuellen Themen aus aller Welt für Sie da. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht. Bleiben Sie gesund!

21:59 Uhr

Fliegerbombe in Hamburg gefunden - großräumige Sperrung

In Hamburg Schnelsen ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der 500 Kilo schwere Blindgänger liegt auf einem Feld in der Nähe der Autobahn 7. Laut Feuerwehr muss die Bombe heute noch entschärft werden. Die Evakuierungs- und Warnmaßnahmen der Polizei Hamburg seien in vollem Gange.

Rund um den Entschärfungsort wurden ein Sperradius von 300 Metern und ein Warnradius von 600 Metern eingerichtet. Am Jägerdamm müssen sieben Häuser evakuiert werden. Die Feuerwehr rät, sich im Warnradius nicht im Freien aufzuhalten.

Fast an der gleichen Stelle war im Oktober ein Blindgänger entdeckt worden. Damals mussten mehr als 500 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

21:29 Uhr

Aldi-Süd ruft Cashew-Kerne zurück - mögliche Verunreinigung

Bei Aldi-Süd sind verkaufte Cashew-Kerne wegen einer festgestellten Verunreinigung mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel zurückgerufen worden. In einem Einzelfall sei eine entsprechend verunreinigte "Kapsel" in einer Packung gefunden worden, teilte die Märsch Importhandels-GmbH mit Sitz in Ulm mit. Die Warnung wurde auf dem Portal "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht. Zurückgerufen werden die "Farmer Cashewkerne" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 29.01., 01.02. und 02.02.2021. Verkauft wurden sie den Angaben zufolge in Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Käufer erhalten den Kaufpreis auch ohne Kassenbon zurückerstattet.

21:00 Uhr

Gesundheitsminister spricht von 30 Toten und 2500 Verletzten in Beirut

In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind durch gewaltige Explosionen mindestens 30 Menschen getötet worden. Nach "vorläufigen Schätzungen" des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 2500 Menschen verletzt. "Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes", sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Krankenhauses. Die Ursache der Detonationen im Hafengebiet ist nach wie vor unklar, die Sicherheitsbehörden vermuteten veraltetes explosives Material als Auslöser.

20:17 Uhr

Sicherheitschef: Explosionen in Beirut womöglich durch "konfisziertes Sprengmaterial"

Die gewaltigen Explosionen in Beirut könnten nach Angaben der Sicherheitsbehörden durch altes Sprengmaterial verursacht worden sein. Es könnte sich um schon "vor Jahren konfisziertes Sprengmaterial" gehandelt haben, das in einem Gebäude im Hafen gelagert worden sei, sagte Sicherheitschef Abbas Ibrahim . "Es war anscheinend hochexplosives Material", fügte er hinzu. Nach Angaben eines AFP-Reporters steht ein Schiff im Hafen von Beirut in Flammen.

19:40 Uhr
Breaking News

Rotes Kreuz zählt Hunderte Verletzte nach Explosion in Beirut

Bei der schweren Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind Hunderte Menschen verletzt worden. Das sagte der Generalsekretär des libanesischen Roten Kreuzes, Georges Kettaneh. Eine genaue Zahl könne er aber noch nicht nennen - auch über mögliche Todesopfer gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

19:15 Uhr

Hamburgs Innensenator verstößt gegen Corona-Regeln - und muss Bußgeld zahlen

Anfang Juni stößt Hamburgs Innensenator Andy Grote mit 30 Freunden und Bekannten in einer Bar auf seine Wiederernennung an. Damit hat er gegen die Corona-Regeln verstoßen und muss 1000 Euro Bußgeld bezahlen. Das teilte der SPD-Politiker selbst mit. "Nach erkennbar intensiver und sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts durch die Bußgeldstelle ist mir nun der abschließende Bescheid zugegangen", schrieb er.

Zwar habe es sich nicht um eine verbotene Feier gehandelt, wie der Vorwurf in einer anonymen Anzeige gelautet hatte. Die Bußgeldstelle sei aber zu dem Ergebnis gekommen, dass er "eine private Zusammenkunft veranstaltet" und damit gegen die damals geltende Corona-Eindämmungsverordnung verstoßen habe. Grote akzeptiert die Strafe und entschuldigt sich für den "schweren Fehler".

18:53 Uhr

13-Jähriger unternimmt nächtliche Spritztour mit geklautem LKW

Weil er nächtliche Ausflüge mit Lastwagen unternehmen wollte, ist ein 13-Jähriger mehrfach in eine Speditionshalle im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe eingedrungen und hat sich dann mit "ausgeliehenen" Lkw-Schlüsseln hinters Steuer gesetzt. In einem Fall fuhr der Jugendliche mit einer Sattelzugmaschine nachts vom Werksgelände und brachte das schwere Fahrzeug nach einer 70-Kilometer-Spritztour wieder zurück, wie die Polizei mitteilt.

Anschließend floh der 13-Jährige unerkannt, wobei er den wieder abgestellten Lastwagen zuvor noch ordnungsgemäß verschlossen hatte. Ermittlungen der Polizei nach dem zunächst unbekannten Täter ergaben, dass zuvor bereits weitere Fahrzeuge der Spedition für nächtliche Fahrten genutzt worden waren - nämlich insgesamt fünf Lkw beziehungsweise Sattelzüge sowie ein Kastenwagen, wie die GPS-Daten der Fahrzeuge belegten.

In der Nacht zum Dienstag ertappten Polizisten dann den Jugendlichen auf frischer Tat an der Speditionshalle: Er sprang den Beamten dort nach deren Angaben aus einem Fenster in die Arme - in seiner Jackentasche befanden sich die Schlüssel für die auf dem Hof geparkten Brummis. Die Polizisten brachten den 13-Jährigen nach Hause und übergaben ihn seiner laut Polizeibericht "erstaunten Mutter".

18:09 Uhr

Gewaltige Explosion erschüttert Beirut

In der libanesischen Hauptstadt Beirut gab es eine gewaltige Explosion. Die Detonation in der Hafengegend war in mehreren Teilen der Stadt zu spüren, wie Reporter berichten. Am Himmel standen große Rauchwolken, zahlreiche Fensterscheiben in angrenzenden Gebäuden zersprangen. Die Ursache der Explosion war ist bislang unklar. Örtliche Medien zeigten Bilder von Menschen, die unter Trümmern feststeckten. Einige waren blutverschmiert.

17:41 Uhr

Mann nach Streit um Maske mit Baseballschläger verprügelt

Nach einem Streit um das Tragen einer Maske ist ein 44 Jahre alter Mann einem französischen Medienbericht zufolge niedergeschlagen worden. Er habe in einem Waschsalon in einem Pariser Vorort einen anderen Mann gebeten, seine Maske anzulegen, berichtete der 44-Jährige laut Regionalzeitung "Le Parisien". Das Blatt veröffentlichte Videoaufnahmen, wonach das Opfer von mehreren Männern mit Baseballschlägern verprügelt wurde.

Der für die Polizei im Land verantwortliche Innenminister Gérald Darmanin schaltete sich persönlich in den Fall ein - was durchaus ungewöhnlich ist. "Diese Bilder sind unerträglich", schrieb Darmanin bei Twitter. Die nationale Polizei sei mobilisiert, um die mutmaßlichen Täter festzunehmen.

17:07 Uhr

Sexualisiert und geschmacklos? Audi entschuldigt sich für Werbung mit Kleinkind

Ein kleines Mädchen im Kleid, das an den Kühler eines Audis gelehnt eine Banane isst: Für dieses Werbemotiv hat der Autokonzern Audi einen Shitstorm auf Twitter geerntet. Nutzer kritisierten, dass das Kind in der gezeigten Pose vom Fahrersitz aus nicht zu sehen sei. Außerdem war die Darstellung des Mädchens in Verbindung mit dem Werbespruch "Lässt dein Herz schneller schlagen - in jeder Beziehung" von vielen als sexualisiert und geschmacklos aufgefasst worden.

Nun hat sich das Unternehmen entschuldigt. Das Bild sei unsensibel und solle in Zukunft nicht mehr verwendet werden, teilte die VW-Tochter via Twitter mit. Audi betonte in dem Tweet von gestern, man habe mit dem Motiv zeigen wollen, dass das beworbene Auto ein Familienmodell sei und sich auch die kleinsten Verkehrsteilnehmer entspannt auf verschiedene Fahrassistenz- und Notbremssysteme verlassen könnten. Das sei ein Fehler gewesen, so der Konzern.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:05 Uhr

Katze schmuggelt Drogen in ein Gefängnis in Sri Lanka

"Verbrecherin" auf vier Pfoten: Eine Katze ist mit einem verdächtigen Päckchen in ein Gefängnis in Sri Lanka gelaufen - und wurde ertappt. Das Päckchen sei an ihrem Hals festgebunden gewesen und habe Heroin, SIM-Karten und einen Memory-Chip für Handys enthalten, sagte ein Polizeisprecher. Mitarbeiter des Gefängnisses in der Hauptstadt Colombo hätten die Katze am vergangenen Wochenende entdeckt und sie anschließend in einen Raum gesperrt - aber von dort sei sie entwischt.

Noch ist nicht klar, wer das Päckchen an den Hals der Katze gebunden hatte. Auch ist nicht bekannt, wie die Täter sicherstellten, dass das Tier ins Gefängnis laufen würde. Zurzeit versuchten Ermittler herauszufinden, ob das Tier schon früher Drogen und andere Dinge geschmuggelt hatte.

15:27 Uhr

Mehrfamilienhaus in NRW geht in Flammen auf - zwölf Verletzte

Bei einem nächtlichen Brand in einem Mehrfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Werl sind zwölf Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die Verletzten wurden nach dem Feuer am frühen Morgen in Kliniken gebracht, wie die Polizei in Soest mitteilt. Die Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus.

Nachforschungen in dem Wohnhaus ergaben demnach, dass der Brand im Treppenflur ausgebrochen war. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an.

15:01 Uhr

Mutter gräbt Tunnel in ukrainisches Gefängnis, um Sohn zu befreien

Es klingt wie aus einem Film: Drei Wochen lang gräbt sich eine entschlossene Mutter aus der Ukraine durch die Erde. Ihr Ziel ist ein nahe gelegenes Gefängnis, wo ihr Sohn wegen Mordes eine lebenslange Haftstrafe absitzt. Den habe sie mit dem unterirdischen Tunnel befreien wollen, berichtet die britische "Daily Mail".

Um möglichst unauffällig zu bleiben, habe die 51-Jährige immer nur nachts gegraben. In rund drei Metern Tiefe soll sie sich stetig nach vorne gearbeitet haben, Lehm und Erde seien in der Garage deponiert worden. Benutzt habe die Mutter dafür kleine Handschaufeln und Spitzhacken. Letztlich sei sie jedoch erwischt worden und sehe sich nun selbst einer längeren Haftstrafe gegenüber.

14:23 Uhr

Frau mit Skelett ihres Ehemannes im Gepäck am Münchner Flughafen gestoppt

Mit dem Skelett ihres verstorbenen Ehemannes im Gepäck ist eine 74-jährige Armenierin am Münchner Flughafen gestoppt worden. Die Kontrolleure hatten die menschlichen Knochen in einer Holzkiste entdeckt, wie die Bundespolizei mitteilt. Zollbeamte, eine Ärztin und die Staatsanwaltschaft wurden hinzugezogen, um den Fall zu prüfen. Zusammen mit ihrer 52-jährigen Tochter wollte die Frau die Gebeine von ihrem Wohnort in Griechenland über München und Kiew nach Armenien fliegen. In der alten Heimat des Verstorbenen sollte er die letzte Ruhe finden.

Der Mann war laut Dokumenten bereits 2008 verstorben und auch an seinem Wohnort nahe Thessaloniki beigesetzt worden. Die Überführung lief der Bundespolizei zufolge allerdings rechtmäßig ab. Auch die Staatsanwaltschaft sah keine strafrechtliche Relevanz. Daher durften die Frauen die Reise in den Kaukasus fortsetzen, zusammen mit den sterblichen Überresten.

14:13 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Hedviga Nyarsik und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

13:48 Uhr

Spaziergänger finden Leiche im Rhein

Am Morgen haben Spaziergänger an der Mülheimer Brücke in Köln eine Leiche im Rhein entdeckt, berichtet der "Kölner Stadt Anzeiger". Die daraufhin informierte Wasserschutzpolizei habe den leblosen Körper eines Mannes aus dem Wasser gezogen. Der Leichnam werde nun in der Gerichtsmedizin untersucht.

Nach Informationen des "Express" sollen Spaziergänger am späten Freitagnachmittag beobachtet haben, wie sich in Mühlheim eine Person in den Rhein stürzte. Eine Suchaktion sei erfolglos eingestellt worden.

13:31 Uhr

Sicherheitsvorschriften auf Youtube: Schuldirektor nimmt Video gegen Corona auf

Um seinen Schülern die Gefahren des Coronavirus deutlich zu machen, hat sich ein Schuldirektor im US-Bundesstaat Alabama etwas Besonderes einfallen lassen. In einem Video parodiert Quentin Lee den berühmten Song "U can't touch this" (Fass das nicht an) von MC Hammer - mehr als drei Millionen Menschen klickten die kreative Darbietung bis Dienstagmittag auf Youtube an.

Bewaffnet mit einer hellblauen Dose Desinfektionsmittel und einem blauen Mund-Nase-Schutz tanzt sich Lee in dem Video durch die Vorschriften der US-Gesundheitsbehörde. Dazu gehören neben der Maskenpflicht in den Schulgängen auch die Vorgabe, Abstand zu halten und regelmäßig Hände zu waschen. Währenddessen warnt er seine Schüler immer wieder: "U can't touch this". "Ich habe die Songzeilen in 15 Minuten geschrieben", sagte Lee in einem Interview mit der Seite "Alabama Newscenter". Er liebe es, Unsinn zu machen und Schülern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

12:53 Uhr

Fahrer rast mit brennendem Lkw aus Stadtbereich

Bei Schweißarbeiten wird die Ladung eines Lkw im Nordosten Chinas in Brand gesetzt. Innerhalb weniger Sekunden ist das Feuer außer Kontrolle. Der Fahrer reagiert schnell und lenkt den Transporter aus der Stadt heraus in unbewohntes Gebiet. Zahlreiche Augenzeugen filmen die spektakuläre Fahrt.

12:09 Uhr

Kiel trauert um von Fahnenmast erschlagene Auszubildende

Mit einer Gedenkfeier im Rathaus erinnert die Stadt Kiel an ihre Auszubildende, die bei einem geplanten Fototermin von einem Fahnenmast erschlagen worden war. Kollegen und Bekannte legten am Unglücksort Blumen nieder. Die Fahnen der Stadt, des Landes Schleswig-Holstein, der Bundesrepublik und der EU am Rathaus wehten auf halbmast.

Am Montagvormittag hatte ein Lastwagen auf dem Rathausplatz einen Fahnenmast gerammt und so abgebrochen, dass dieser die 23-Jährige erschlug. Sie war an ihrem ersten Ausbildungstag gemeinsam mit 50 anderen Auszubildenden für einen Foto-Termin auf den Platz gekommen. "Ich bin immer noch geschockt", sagte eine städtische Auszubildende, die das Geschehen miterlebt hatte. Sie habe plötzlich ein berstendes Geräusch gehört, sagte die 33-Jährige. "Das Ding ist einfach auf sie raufgeknallt - das war dramatisch." Die Stadt hat der Sprecherin zufolge im Rathaus ein Kondolenzbuch für die Mitarbeiter ausgelegt. Die Azubis seien von einem Kriseninterventionsteam betreut worden. Alle seien gekommen, um nicht zu Hause allein zu sein.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:23 Uhr

Totgeglaubter Mann in Wald in England aufgetaucht

Jahrelang wurde der Mann aus Litauen für tot gehalten, jetzt ist er lebend in einem Waldversteck in Großbritannien entdeckt worden. Nach Angaben der britischen Polizei wurde der Vermisste nahe des Städtchens Wisbech nördlich von Cambridge im Gestrüpp gefunden.

Der Mann hatte vor seinem Verschwinden vor knapp fünf Jahren in der Umgebung in der Landwirtschaft geholfen. Die Polizei geht davon aus, dass der damals 35-Jährige ausgebeutet wurde und daher weglief. Der Mann steht nun unter Polizeischutz; die Ermittlungen laufen. Der Litauer habe sich versteckt und lange Zeit mit niemandem gesprochen, berichtete Rob Hall von der zuständigen Polizeibehörde. Der Mann habe jahrelang unter "extrem schwierigen Bedingungen" gelebt.

11:02 Uhr

China wirft den USA im Fall Tiktok "Einschüchterung" vor

China wirft den USA im Fall der Videoplattform Tiktok "Einschüchterung" vor. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, das Unternehmen in den USA zu verbieten, sei "einfach und klar Einschüchterung", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin. "Das verstößt gegen die Prinzipien der Marktwirtschaft und gegen die Prinzipien der Welthandelsorganisation", die Offenheit, Transparenz und Nicht-Diskriminierung vorschrieben.

Trump hatte am Freitag eine Verbannung der beliebten Videoplattform vom US-Markt angedroht. Der US-Software-Riese Microsoft erklärte daraufhin am Sonntag, bereits laufende Gespräche mit dem Eigentümerkonzern Bytedance für eine mögliche Übernahme von Tiktok sollten bis zum 15. September abgeschlossen werden. Trump legte am Montag nach: Komme bis zum 15. September kein Verkauf zustande, werde Tiktok in den USA "dichtgemacht".

10:32 Uhr

Unbekannte überfallen Bank in Berlin-Wilmersdorf

Am Morgen haben Unbekannte am Bundesplatz in Berlin-Wilmersdorf einen Geldtransporter vor einer Bank überfallen, berichtet die Berliner Polizei auf Twitter. Nach "Bild"-Informationen sollen dabei auch Schüsse gefallen sein. Es soll drei Täter gegeben haben, die zu Fuß geflüchtet sind. Eine Person soll dabei verletzt worden sein. Der Geldtransporter stehe vor der Bank und soll brennen. Die Feuerwehr ist mit 20 Kräften im Einsatz, die Polizei bittet darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.

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10:04 Uhr

Juan Carlos hat Spanien längst verlassen

Der von einem Korruptionsskandal und von Justizermittlungen bedrängte spanische Ex-König Juan Carlos hat sein Land nach Medienberichten schon vor der amtlichen Ankündigung seiner Auswanderung heimlich verlassen. Der 82 Jahre alte Vater von König Felipe VI. sei bereits am Wochenende ausgereist, berichteten der öffentlich-rechtliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien unter Berufung auf das Königshaus. Wo sich Juan Carlos aufhält, ist bislang unbekannt.

Am Montagabend hatte das Königshaus in Madrid einen Brief von Juan Carlos veröffentlicht, in dem er seinem Sohn und Nachfolger Felipe seine Absicht mitteilt, wegen der Affäre ins Ausland ziehen zu wollen. Damit gibt der "rey emérito", der emeritierte König, erstmals nach 58 Jahren seine Residenz im königlichen Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid auf. "Angesichts der öffentlichen Auswirkungen, die gewisse vergangene Ereignisse derzeit verursachen", wolle er mit seiner Entscheidung die Arbeit seines Sohnes als Staatschef erleichtern, schrieb Juan Carlos in deutlicher Anspielung auf die vom Obersten Gericht Anfang Juni gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen.

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09:33 Uhr

Taylor Swift stellt Charts-Rekord auf

Pop-Star Taylor Swift hat den Rekord für die meisten "Billboard Hot 100"-Einträge von Frauen in der Geschichte der US-Charts gebrochen. Swift liegt mit 113 Liedern vor der US-Rapperin Nicki Minaj mit 110. Das berichtete das "Billboard"-Magazin, das die US-amerikanischen Charts veröffentlicht.

Da alle 16 Songs von Swifts neuem Album "Folklore" ihr Debüt in den Charts feierten, stieg die Gesamtzahl von 97 auf 113 Titel. Minaj hatte die Bestmarke seit dem 1. April 2017 gehalten. Sie überholte damals die verstorbene Soul-Ikone Aretha Franklin, die mit 73 Liedern in den US-Charts fast 40 Jahre lang den Rekord gehalten hatte.

09:03 Uhr

Vollsperrung auf A8 in Bayern wegen Überflutungen

Wegen Überflutungen ist die Autobahn 8 in Bayern auf einem Teilstück nahe Rosenheim in beiden Richtungen komplett gesperrt. Die Umleitungsstrecke sei ebenfalls geflutet und nicht befahrbar, sagte ein Polizeisprecher. Eine weiträumigere Umleitungsstrecke werde derzeit noch geplant. Die Sperrung zwischen Frasdorf und Achenmühle dürfte den Angaben zufolge noch mehrere Stunden andauern.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:24 Uhr

Hamburger Polizei hat neue Spur zu zerstückelter Leiche

Drei Jahre nach dem Fund von Leichenteilen einer Prostituierten in Hamburg hat die Polizei nun eine neue Spur. Ihre Erkenntnisse will die Mordkommission präsentieren, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Damit verbunden seien konkrete Fragen an die Öffentlichkeit.

Der grausige Fall hatte 2017 für viel Aufsehen gesorgt: Die 48 Jahre alte Frau aus Äquatorialguinea arbeitete im Stadtteil St. Georg als Prostituierte. Anfang August 2017 war sie zuletzt gesehen worden. Nur zwei Tage später hatten Spaziergänger ein erstes Leichenteil im Stadtteil Rissen entdeckt. Es folgten weitere Funde an ganz verschiedenen Stellen in Hamburg. Die Orte lagen zum Teil mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Die Ermittler gingen damals davon aus, dass der Täter sein Opfer nicht nur zerstückelte, sondern die sterblichen Überreste gezielt über die Gewässer der Stadt verteilte.

08:02 Uhr

Neun Tote bei Häftlingsaufstand in Ecuador

Bei einem Häftlingsaufstand in einem Gefängnis in Ecuador sind neun Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Auch sechs Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen in einer Jugendhaftanstalt in der südwestlichen Küstenstadt Guayaquil verletzt, teilte die Gefängnisverwaltung mit. Der Zustand mehrerer Polizeibeamter ist laut einem Polizeisprecher kritisch. Die Gefängnisverwaltung führte den Aufstand auf kriminelle Banden "innerhalb und außerhalb der Haftanstalt" zurück, die die Arbeit der Verwaltung "destabilisieren" wollten.

07:11 Uhr

Erster Hochzeitstag: Heidi Klum macht Tom Kaulitz öffentlich Liebeserklärung

Die Hochzeit von Heidi Klum und Tom Kaulitz war mit Abstand die meistdiskutierte Promi-Trauung 2019. Zum ersten Hochzeitstag schickte Klum ihrem Ehemann jetzt eine rührende Liebeserklärung via Instagram und teilte dazu ein Foto der Zeremonie.

"Tom, ich verliebe mich jeden Tag neu in dich. Heute zelebriere ich mit dir unsere Liebe. Der Hochzeitstag ist ohne Frage einer der wunderschönsten Tage. In der Liebe versinken und verlieren sich alle Widersprüche des Lebens. I love you!", schreibt Klum auf der Social-Media-Plattform. Umringt ist der Text von zahlreichen roten Herz-Emojis. Dazu postete die 47-Jährige ein bislang ungesehenes Hochzeitsfoto, das sie in ihrem weißen Kleid mit Schleier und Schleppe zeigt. Auch Kaulitz ist fast ganz in Weiß gehüllt. Nur ein hellblaues Hemd und ein blaues Einstecktuch sorgen für kleine Farbkleckse. Die Dekoration im Hintergrund besteht aus weißen und rosafarbenen Rosen.

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06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet besucht heute das mit Migranten völlig überfüllte Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Das 2015 errichtete Aufnahmezentrum ist für 3000 Menschen ausgelegt, derzeit leben dort aber mehr als 14.000 Migranten unter teils lebensunwürdigen Zuständen. Die griechische Regierung will es Laschet ermöglichen, den Kern des Lagers zu betreten. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Nach dem Rauswurf des ehemaligen AfD-Landeschefs Andreas Kalbitz aus der Partei kommt die brandenburgische AfD-Landtagsfraktion zu einer Sondersitzung zusammen. Kalbitz möchte trotz der Annullierung seiner Parteimitgliedschaft durch das Bundesschiedsgericht der AfD Fraktionschef bleiben. Das wäre möglich, weil die Fraktion für ihn bereits nach dem Beschluss des Bundesvorstands die Geschäftsordnung geändert hat.

  • Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport berichtet über das von der Corona-Pandemie geprägte zweite Quartal des laufenden Jahres. Wegen des nahezu kompletten Zusammenbruchs des internationalen Luftverkehrs hatte der MDax-Konzern bereits in den ersten drei Monaten des Jahres rote Zahlen geschrieben.

  • Die außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga wird über einheitliche Maßnahmen für eine eingeschränkte Rückkehr von Zuschauern in die Stadien der 1. und 2. Bundesliga entscheiden. Dazu hat die DFL einen Leitfaden erstellt, der ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober vorsieht. Zudem sollen bis zum Jahresende keine Gästefans in den Stadien erlaubt werden.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht