Montag, 27. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Montag, der 27. April 2020

Das kann man ein guter Start in die neue Woche nennen. Oder doch nicht? Innerhalb von 24 Stunden werden in Deutschland nur 733 neue Corona-Fälle erfasst, die Zahl sinkt bereits den fünften Tag in Folge. Zugleich meldet aber das Robert-Koch-Institut eine leicht gestiegene Ansteckungsrate von 1,0 Prozent. Das bedeutet, dass statistisch ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Die Lage bleibt weiterhin unklar. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:08 Uhr

Hausärzte ziehen aus Protest blank

Vielen Hausärzten in Deutschland fehlt es in der Corona-Krise nach eigenen Angaben an Schutzausrüstung. Mit der Aktion "Blanke Bedenken" wollen sie auf dieses Problem aufmerksam machen. Dafür posieren sie nackt in ihren Praxen, die Fotos laden sie auf die Seite blankebedenken.org hoch. "Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung. Wenn uns das Wenige,  was wir haben,  ausgeht, dann sehen wir so aus", heißt es dazu auf der Seite.

 

21:38 Uhr

Streit um Abstandsregeln: Zwei Polizisten verletzt

Beim Versuch, die Abstandsregeln durchzusetzen, sind in Velbert zwei Polizisten verletzt worden. Mehrere Beamten hätten zunächst Streitigkeiten zwischen mehreren Personen geschlichtet, teilte ein Polizeisprecher mit. Als sie die Ansammlung von Personen auflösen wollten, seien die Polizisten beleidigt worden.

Dann sei es am Samstagabend zu einer Eskalation gekommen, bei der zwei Beamte verletzt wurden. Ein Velberter sei in Gewahrsam genommen worden. Aufgrund eines Videomitschnitts des Einsatzes sei auch ein Strafverfahren gegen einen Polizisten eingeleitet worden. Dieses werde aus Neutralitätsgründen vom Polizeipräsidium Düsseldorf geführt.

20:48 Uhr

Hochhäuser wegen Corona abgeriegelt - Polizei entdeckt Leiche

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Zwei Familien pfeifen auf Quarantäne - ein ganzer Hochhauskomplex wird abregiegelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Familien nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten hatten, hatte das Gesundheitsamt in der nordrhein-westfälischen Stadt Grevenbroich einen ganzen Hochhauskomplex mit 117 Wohnungen abgeriegelt. 450 Bewohner mussten sich am Sonntag einem Corona-Test unterziehen.

Heute Morgen wurde dann in einer Wohnung eine Leiche entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Toten um den 58-jährigen Bewohner der Wohnung handelt. Zur Todesursache laufen die Ermittlungen noch. 

Nach Informationen der "Bild" ging ein Notruf ein. Nachbarn machten sich offensichtlich Sorgen um den Mann, der hinter seiner Tür nicht reagiert habe. Mitarbeiter des Rettungsdienstes seien in die Wohnung gegangen und hätten den Toten gefunden. Ob der Mann mit dem Coronavirus infiziert war, ist noch nicht bekannt. 

20:12 Uhr

Die Videos des Tages

20:06 Uhr

Fast 100-jähriger Spenden-Held - ungewöhnliche Ehrung zum Jubiläum

Zu seinem 100. Geburtstag am Donnerstag würdigt der britische Postdienst Royal Mail den Weltkriegsveteranen und Spendensammler Tom Moore mit einem Sonderstempel. Der Senior hat mit mehr als 100 Runden am Rollator vor seinem Haus bereits über 29 Millionen Pfund (mehr als 33 Millionen Euro) gesammelt - und will weitermachen. Das Geld kommt dem staatlichen Gesundheitsdienst NHS während der Corona-Pandemie zugute. Bis Freitag bekommen der Royal Mail zufolge Briefe den Aufdruck: "Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag, Captain Thomas Moore, NHS-Spendensammler-Held, 30. April 2020."

Auch Premier Boris Johnson würdigte den "Optimismus und die Energie" des Spendensammlers in einer Rede nach seiner Rückkehr an den Regierungssitz.

18:51 Uhr

Sechsfachmord in Rot am See - Ermittler nennen mögliches Motiv

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Der Sechsfachmord in Rot am See erschütterte Ende Januar ganz Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Drei Monate nach dem Sechsfachmord von Rot am See ist Anklage gegen den 26-jährigen mutmaßlichen Täter erhoben worden. Dem Mann wird Mord in sechs Fällen sowie versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen mitteilte.

Erstmals nannten die Ermittler auch ein mögliches Motiv. Demnach soll der Mann längere Zeit geplant haben, seine Mutter und seine Halbschwester wegen angeblicher Misshandlung zu töten.

Der 26-Jährige soll Ende Januar in Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall seine Eltern, seinen Halbbruder, seine Halbschwester, seine Tante und seinen Onkel erschossen haben. Zwei weitere Familienangehörige wurden verletzt. Die Ermittler schließen eine psychische Störung nicht aus.

18:17 Uhr

Festspiel-Chefin Katharina Wagner "längerfristig erkrankt"

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Katharina Wagner hat erst 2019 ihren Vertrag verlängert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bayreuther Festspiele müssen vorerst ohne ihre Chefin auskommen. Katharina Wagner sei "längerfristig erkrankt" und könne ihr Amt als Leiterin der berühmten Richard-Wagner-Festspiele "bis auf weiteres" nicht ausführen, teilten die Festspiele mit.

  • Der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer, Heinz-Dieter Sense, soll Wagner kommissarisch vertreten.
  • Wie lange die 41 Jahre alte Wagner ausfalle, sei unklar. "Bis auf weiteres", sagte ein Sprecher auf Nachfrage. "Die Mitarbeiter der Bayreuther Festspiele wünschen Frau Wagner von Herzen gute Besserung, viel Kraft und baldige Genesung", hieß es in der Mitteilung der Festspiele.
  • Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner und Tochter des langjährigen Festspiel-Chefs Wolfgang Wagner hatte die Festspielleitung im Jahr 2008 gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier übernommen, seit 2015 ist sie alleinige Chefin auf dem Grünen Hügel. Erst im November 2019 hatte sie ihren Vertrag bis 2025 verlängert.
17:44 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:27 Uhr

Mehrere neue Corona-Fälle nach illegaler Grillparty

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Grillpartys mit Gästen, die nicht in eigenem Haushalt leben, sind "Corona-Partys".

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Warum es weiterhin wichtig ist, Kontaktbeschränkungen und andere Anti-Corona-Maßnahmen einzuhalten, lässt sich gut an diesem Beispiel erklären.

Nach einer Grillparty in Nordfriesland haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Drei der sieben Gäste wurden bereits positiv getestet, wie die Kreispressestelle in Husum mitteilte. Die Ergebnisse der anderen stünden noch aus. "Erst in den nächsten zwei Wochen wird sich herausstellen, wie groß der Schaden ist, den die sieben Personen mit ihrem Grillabend angerichtet haben", sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamts Nordfriesland, Antje Petersen.

Das Grillfest fand den Angaben zufolge am 19. April in einem Garten statt. Die Kreispressestelle betonte, das Grillfest sei nicht erlaubt gewesen, da die Gäste mehrfach den Mindestabstand missachtet hätten und auch in keinem gemeinsamen Haushalt lebten. Alle Gäste stehen nun unter Quarantäne, während das Gesundheitsamt ihre Kontaktpersonen ermittelt. "Durch puren Leichtsinn einiger weniger muss nun eine ganze Reihe von Kontaktpersonen in Quarantäne gehen - einschließlich Arbeitskollegen und Kunden", sagte Petersen.

16:44 Uhr

Nicht existierendes Fitnessstudio kassiert 40.000 Euro Corona-Hilfe

Im bayerischen Landkreis Dachau hat sich ein Mann 40.000 Euro Corona-Soforthilfe für ein tatsächlich gar nicht existierendes Fitnessstudio auszahlen lassen.

  • Der 39 Jahre alte Mann gab beim Landratsamt an, sein Betrieb sei in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
  • Als der Schwindel aufflog, sei das Geld bereits überwiesen gewesen, teilt die Polizei mit.
  • Die Staatsanwaltschaft habe umgehend das Konto eingefroren, die Ermittler konnten darauf noch 29.000 Euro sichern.
  • Der bereits einschlägig wegen Betrugs vorbestrafte Mann kam in Untersuchungshaft. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe.
16:03 Uhr

Schauspieler Otto Mellies gestorben

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2012 erhielt Mellies die "Lola" als bester Nebendarsteller.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Schauspieler Otto Mellies, langjähriges Ensemblemitglied im Deutschen Theater Berlin, ist tot. Mellies starb am Sonntag im Alter von 89 Jahren.

  • Mellies war von 1956 bis 2006 eine der zentralen Figuren des Deutschen Theaters, mit mehr als 300 Aufführungen in Lessings "Nathan der Weise" schrieb er Bühnengeschichte.
  • Bis zuletzt stand Mellies vor der Kamera, unter anderem 2019 für einen Berliner "Tatort". Für seine Rolle in Andreas Dresens Film "Halt auf freier Strecke" wurde Mellies 2012 mit dem Deutschen Filmpreis als Bester männlicher Darsteller in einer Nebenrolle geehrt.
  • Er verlieh seine Stimme auch vielen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen und war Synchronsprecher unter anderem von Paul Newman und Christopher Lee.
16:01 Uhr

Aldi Süd führt digitale Einlasskontrollen ein

Der Discounter Aldi Süd will in der Corona-Krise mit digitalen Zutrittskontrollen die Zahl der Kunden in seinen Filialen begrenzen. Sensoren an den Ein- und Ausgängen sollen dabei die Kundenzahl im Laden in Echtzeit überwachen. "Das Zugangssystem gewährleistet, dass die Auslastungshöchstgrenzen in unseren Filialen nicht überschritten werden", erklärt Aldi-Manager Malte Kuhn.

Insgesamt will der Discounter die Hälfte seiner 1930 Filialen mit den Sensoren ausstatten. Die Filialmitarbeiter werden dabei automatisch über eine App, per SMS oder Anrufe über die Auslastung informiert.

In einzelnen Filialen soll ein Ampelsystem oder eine Bildschirmanzeige getestet werden, die die Kunden über die Auslastung der Filiale informiert und so den Zugang steuert.

15:19 Uhr

Kunde attackiert Kassiererin mit Gurke - Streit um Corona-Regeln

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Bei der Tatwaffe handelte es sich um eine Salatgurke.

(Foto: imago images/Manfred Segerer)

Im Streit um die Einhaltung von Corona-Abstandsregeln hat ein wütender Kunde in einem Supermarkt in Wilhermsdorf bei Fürth eine Salatgurke gegen die Kassiererin geschleudert.

Die Gurke prallte am Schutzglas der Kasse ab und beschädigte eine Deckenlampe des Marktes. Der Gemüse-Angreifer floh aus dem Supermarkt, nicht ohne dass sein Begleiter die Kassiererin noch mündlich beleidigte. Die beiden Kunden hatten die Abstandsregeln nicht einhalten wollen und waren darüber mit der Mitarbeiterin in Streit geraten.

Die Polizei konnte die beiden ausfindig machen. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

14:32 Uhr

Handel fordert 500-Euro-Schecks für alle

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Kriegt jeder Bürger 500 Euro geschenkt? Das schlägt der Handelsverband Deutschland vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Handel in Deutschland plädiert für die Ausgabe von Corona-Schecks in Höhe von 500 Euro pro Einwohner zur Ankurbelung des Konsums in der Corona-Krise. Der private Konsum sei massiv eingebrochen. Die Verbraucherstimmung befinde sich auf einem Tiefpunkt, warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE) Josef Sanktjohanser in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es bedürfe deshalb einer "Initialzündung für die private Konsumnachfrage".

Durch die Corona-Schecks könne ein Nachfrageimpuls von bis zu 40 Milliarden Euro erzeugt werden, der durch die Multiplikatoreffekte weiter ansteige. "Damit würde für alle Wirtschaftsbereiche, die essenziell von der privaten Nachfrage abhängen, ein deutlich spürbares Signal für den Neustart gesetzt", warb der HDE-Präsident. Das könne dafür sorgen, dass die deutsche Wirtschaft schnell wieder Fahrt aufnehme.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Sebastian Huld hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und genießt jetzt hoffentlich das schöne Wetter. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

14:01 Uhr

Linke wollen trotz Pandemie am 1. Mai in Berlin demonstrieren

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Demos und Krawalle am 1. Mai sind für Revolutionäre gute Tradition.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenige Tage vor dem 1. Mai haben linke Gruppen statt der üblichen großen Demonstration dezentrale Protestaktionen in Berlin-Kreuzberg angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie werde man nicht wie sonst zu einer Demonstration im klassischen Sinne aufrufen, schrieb das Veranstalter-Bündnis auf einer linksradikalen Internetseite.

Es werde Aktionen in einem bestimmten Gebiet in Kreuzberg geben. Wo genau werde am Vormittag des 1. Mai über Twitter und Internetseiten bekannt gegeben. "Dadurch können wir die Ansteckungsgefahr verringern und bleiben für den Repressionsapparat unkontrollierbarer." In dem Aufruf hieß es, man wolle sich mit Schals und Masken vermummen und die Straßen mit Inhalten "fluten". Um 20 Uhr sollten dann im ganzen Kiez "Feuerwerke gezündet werden".

13:38 Uhr

AKKs Ministerium entschuldigt sich nach Masken-Eklat

Die Einsicht kam schnell: Nach einem schlecht organisierten Pressetermin ohne Abstandsregeln und Schutzmasken am Vormittag gelobt das Bundesverteidigungsministerium Besserung. "Leider haben sich heute in Leipzig nicht alle an die Regeln gehalten. Das bedauern wir sehr und überprüfen auch unsere eigene Organisation", heißt es in einem Tweet des Hauses von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.



13:07 Uhr

NRW-Gymnasium meldet drei Tage nach Öffnung Corona-Fall

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Zettel am Boden markieren die einzuhaltenden Abstände in einem Klassenzimmer in Nordrhein-Westfalen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Tagen streitet Nordrhein-Westfalen über die von Ministerpräsident Armin Laschet vorangetriebene Teil-Wiedereröffnung der Schulen. Wie schwierig das in der Praxis verläuft, zeigt der Fall des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden in Dormagen: Wie die "Rheinische Post" berichtet, muss die Schule schon wieder schließen, nachdem sie erst am Donnerstag den Betrieb wieder aufgenommen hatte, um den Abiturjahrgang auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Anlass sei ein Corona-Fall in der Familie eines Schülers, heißt es in einem Brief der Schule an Schüler, Eltern und Lehrer.

12:45 Uhr

AfD fordert in Corona-Krise Abkehr von EU-Klimaschutzplänen

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Meuthen hält nichts vom Kurs von der Leyens.

(Foto: picture alliance/dpa)

AfD-Chef Jörg Meuthen fordert in der Corona-Krise die Abkehr von den Klimaschutzplänen der Europäischen Union. "Wenn die deutsche Wirtschaft nach Corona jemals wieder auf die Beine kommen will, dann nur ohne die völlig überzogenen, wirtschaftsfeindlichen Klimaauflagen der EU", erklärte der Europaabgeordnete. Die Vorschläge von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für einen sogenannten Green Deal seien ein "Dokument der hemmungslosen christdemokratischen Anbiederung an ökosozialistische Klimaideologen".

Meuthen hielt von der Leyen vor, zur "Vollstreckerin der grünsozialistischen Agenda" zu werden. Von der Leyen will die europäische Wirtschaft bis 2050 klimafreundlich umbauen, sodass dann keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Die Bundesregierung und fast alle anderen EU-Staaten unterstützen diese Linie ausdrücklich.

12:22 Uhr

Warmer Winter könnte Mücken-armen Sommer bringen

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Mücken nerven, dienen aber Vögeln und Fledermäusen als Futter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der warme und trockene Winter macht vielen Tieren und Pflanzen zu schaffen, manche profitieren. Nach Einschätzung des Wildtierexperten des Berliner Senats, Dirk Ehlert, war das Wetter vor allem zum Nachteil des wohl nervigsten Insekts: "Wen es dieses Mal ganz hart getroffen hat, sind die Mücken", sagte Ehlert der "Berliner Zeitung". Die erwachsenen Tiere seien in den Wintermonaten kaum in die Starre verfallen. "Sie haben sehr viel Energie verloren. Und nun ist es im Frühjahr auch noch sehr trocken. Und sie haben kaum Chancen, sich zu reproduzieren." Allerdings könnten sich die Mückenbestände auch sehr schnell vervielfachen, sobald es wieder regnet.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:54 Uhr

Werftarbeiter stirbt nach Gasexplosion in Dänemark

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Auf diesem in Grenaa liegenden Schiff ereignete sich das Unglück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einer Gasexplosion auf einem in einer dänischen Werft liegenden Schiff ist einer der drei Schwerverletzten gestorben. Der 31-Jährige sei seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen, sagte ein Sprecher der Schiffswerft in der Hafenstadt Grenaa.

Der 31 Jahre alte Arbeiter war am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit zwei Kollegen bei der Explosion auf dem Schiff schwer verletzt und im Anschluss zur Behandlung ins staatliche Krankenhaus in Kopenhagen gebracht worden. Zu dem Unfall war es bei Arbeiten auf dem Schiff gekommen.

11:32 Uhr

Genesener Tom Hanks spendet Blut für Corona-Impfstoff

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Hanks und Wilson wollen einen Beitrag leisten im Kampf gegen Covid-19.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach ihrer überstandenen Covid-19-Erkrankung wollen Oscar-Preisträger Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson die Forschung bei der Entwicklung eines Impfstoffs unterstützen - mit ihrem eigenen Blut. Wegen ihrer überstandenen Erkrankung mit dem Coronavirus hätten die beiden Antikörper in ihrem Blut, sagte Hanks laut US-Promimagazin "People". "Man ist nicht nur an uns herangetreten, sondern wir haben gesagt: "Wollen Sie unser Blut? Können wir Plasma spenden?" Und in der Tat werden wir es jetzt den Einrichtungen geben, die hoffentlich, an der, wie ich es nennen möchte, "Hanks-Vakzine" (engl. "Hanks-ccine") arbeiten", sagte der Schauspieler scherzhaft über den zukünftigen Namen eines möglichen Impfstoffs. "Ich versuche nicht, es mit einem Urheberrecht in Beschlag zu nehmen", sagte er. "Ich gehe nicht zum Patentamt."

10:56 Uhr

Pressetermin mit AKK zu Masken-Lieferung mutiert zu Corona-Party

In Leipzig ist an diesem Vormittag ein Sonderflug mit mehreren Millionen Schutzmasken aus China gelandet. Der von der Bundeswehr gecharterte Spezialflieger wurde von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßt. Und weil es so ein freudiges Ereignis ist, wurden zahlreiche Pressevertreter eingeladen. So kam es, dass sich Dutzende Anwesende - die Ministerin, ihre Mitarbeiter, Bundeswehrangehörige, Reporter und Kameramänner - eng an eng bewegten, ohne dass auch nur einer eine Maske trüge. An die Einhaltung von Corona-Regeln hatte im Bundesverteidigungsministerium offenbar niemand gedacht. Im Netz regiert deshalb nun der Spott, das freudige Ereignis selbst geht etwas unter. Was nutzen auch Masken, wenn sie keiner trägt?

10:41 Uhr

Klöckner fürchtet schwere Waldschäden durch erneute Dürre

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Bundesforstministerin Klöckner besuchte nach dem Dürresommer 2019 bereits schwer beschädigte Wälder.

(Foto: picture alliance/dpa)

Angesichts der neuerlichen anhaltenden Dürre zeigt sich Bundesforstministerin Julia Klöckner besorgt über den Zustand der Wälder in Deutschland. "In den vergangenen Wochen hat es in vielen Teilen Deutschlands viel zu wenig Niederschlag gegeben", sagte Klöckner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Unsere Wälder sind einem riesigen Stresstest ausgesetzt."

Der zurückliegende milde Winter könne die Situation zusätzlich verschlimmern, weil dadurch das Überleben von Baumschädlingen wie Borkenkäfern begünstigt worden sei, sagte Klöckner. Bereits in den vergangenen zwei Jahren war es in Deutschland zu trocknen, was nach Angaben von Behörden und Fachleuten direkt oder indirekt zu großflächigen Waldschäden in ungekanntem Ausmaß führte. Zu den indirekten Schäden zählt Schädlingsbefall an geschwächten Bäumen.

10:20 Uhr

Feuer in Flüchtlingslager auf Samos macht Migranten obdachlos

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Das Lager auf Samos ist heillos überfüllt. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos hat ein Feuer zahlreichen Migranten das Dach über dem Kopf geraubt. "Rund 200 Menschen sind nun obdachlos", sagte der griechische Regierungsbeauftragte für die Flüchtlingsaufnahme, Manos Logothetis. Logothetis zufolge war der Brand am Sonntagabend nach Streitigkeiten zwischen Flüchtlingen ausgebrochen. Das Lager auf Samos ist massiv überfüllt: Knapp 7000 Menschen leben in der für lediglich knapp 650 Menschen ausgelegten Einrichtung.

Erst vor Kurzem hatte ein Brand in einem Flüchtlingslager auf Chios viele Wohncontainer, eine Kantine, Lagerzelte und die Büros der EU-Asylbehörde zerstört. Vorausgegangen waren Unruhen nach dem Tod einer Irakerin in dem Lager. Bewohner machten das Coronavirus für ihren Tod verantwortlich, die Behörden wiesen das zurück.

10:02 Uhr

Hunderte Beamte überwachen Clan-Trauerfeier in Berlin

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Trauerfall in einem Berliner Clan hält die Polizei in Atem, weil offenbar viele Angehörige sämtliche Corona-Regeln ignorieren. Um die Vorgaben durchzusetzen, seien heute Vormittag mehrere Hundert Polizisten im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei befürchtet, dass sich die Angehörigen der bekannten Großfamilie nicht an die Bestimmungen halten, wonach höchstens 20 Menschen bei einer Trauerfeier erlaubt sind.

Die Beerdigung der älteren Frau aus der Großfamilie sollte gegen 11.00 Uhr in Schöneberg stattfinden. Danach könnte es sein, dass die Trauergäste noch zu einer Villa eines Familienangehörigen im Neuköllner Stadtteil Alt-Buckow fahren. Außerdem sollte es bereits am frühen Vormittag eine Zeremonie in einer Moschee am Columbiadamm geben. Die Frau war in der vergangenen Woche in einem Krankenhaus in Kreuzberg gestorben. An den Tagen zuvor versammelten sich Dutzende Verwandte vor dem Krankenhaus - und riefen somit immer wieder die Polizei auf den Plan.

09:35 Uhr

Grüne knacken erstmals Marke von 100.000 Mitgliedern

Nach dem Umfragen-Hoch der vergangenen Monate waren die Grünen mehr noch als andere Oppositionsparteien zuletzt unter die Räder der Corona-Krise geraten. Immerhin: Beim im Vergleich zu den Umfragen weniger volatilen Wert der Mitgliederzahl geht es für die Partei weiter nach oben. Geschäftsführer Michael Kellner jubelt über 101.561 Mitglieder, womit erstmals die Schwelle von 100.000 Mitgliedern überschritten sei. Damit nähern sich die Grünen der CSU, die mit rund 130.000 Mitgliedern auf Platz drei rangiert. CDU und SPD liegen jeweils recht deutlich über 400.000 Mitgliedern.

09:13 Uhr

Corona-Krise erschüttert den Wohnungsmarkt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wohnungssuchende haben in den ersten Wochen der Corona-Krise deutlich weniger Immobilienanzeigen gefunden. Im Zeitraum vom 2. März, also kurz vor dem Shutdown in Deutschland, bis 19. April, ging die Zahl der neuen Annoncen für Mietwohnungen um bis zu 38 Prozent zurück, zeigt eine Studie des Hamburger Immobilienspezialisten F+B. Zuletzt reduzierte sich das Minus aber auf 15 Prozent, so die Firma, die Städte und Gemeinden bei der Aufstellung von Mietspiegeln berät.

In den sieben größten deutschen Städten schrumpfte die Zahl der Anzeigen um bis zu 40 Prozent, hier betrug das Minus jüngst noch gut 11 Prozent. Wegen der Pandemie haben viele Mieter Umzüge aufgeschoben aus Unsicherheit um ihre Jobs oder Einkommen, vermuten Experten. Auch fanden Wohnungsbesichtigungen wegen der Kontaktbeschränkungen nur begrenzt statt.

08:38 Uhr

Einjähriges und dreijähriges Kind in London erstochen

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Die Polizei kam zu spät, um den Kindern noch zu helfen.

(Foto: picture alliance / Peter Byrne/P)

Im Osten Londons hat sich nach einem Bericht der BBC eine furchtbare Gewalttat ereignet. Ein einjähriges Mädchen und dreijähriger Junge seien in ihrem Zuhause mit Messerstichen getötet worden, teilte die Polizei mit. Zudem sei ein 40-jähriger Mann mit Messerwunden aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die drei Opfer stehen demnach in Beziehung zueinander. Die Polizei suchte nach eigenen Angaben keinen Täter. Sie sei am späten Sonntagnachmittag von einem Mann angerufen worden. Als die Polizisten den Tatort im Viertel Ilford erreichten, sei der Junge bereits tot gewesen. Das Mädchen sei kurze Zeit später im Krankenhaus für tot erklärt worden.

08:06 Uhr

Deutsche decken sich in Corona-Krise mit Bargeld ein

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In schweren Zeiten im Trend: Bares.

(Foto: picture alliance/dpa)

Viele Menschen in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Krise einer Studie zufolge ins Bargeld geflüchtet. Die Krise scheine dazu zu führen, dass die Menschen noch mehr Bargeld unter das Kopfkissen legten, teilte die Direktbank ING Deutschland mit. Der Umlauf von Scheinen und Münzen im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder 8 Prozent. Verglichen mit der Entwicklung in den Vormonaten Januar und Februar lasse sich ein "Corona-Sondereffekt" von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen.

Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise 6 Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland. Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber wieder deutlich zurückgegangen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:43 Uhr

Marianne Rosenberg übersteht Covid-19-Erkrankung

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Rosenberg ist unter anderem für ihren Hit "Er gehört zu mir" bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Coronavirus hat schon so einige Prominente angesteckt, aber soweit bekannt haben es die allermeisten auch überlebt, darunter Schlagersängerin Marianne Rosenberg. Ende März habe sie erste Symptome bemerkt und deswegen zum Arzt gemusst, sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Ich hatte Fieber und Erkältungssymptome und wurde positiv getestet. Das Ergebnis waren zwei Wochen häusliche Quarantäne, die ich noch um eine Woche verlängert habe."

Mittlerweile sei sie negativ getestet worden und es gehe ihr wieder gut. "So lange die Wohnung nicht verlassen zu können und permanent über das Virus nachzudenken, war wirklich eine fast bedrohliche Erfahrung", sagte die 65-Jährige. Die Sängerin wurde nach eigenen Angaben während ihrer Quarantäne von Familie und Freunden versorgt. "Die Solidarität ist ein wirklich positiver Aspekt in diesen skurrilen Zeiten."

07:25 Uhr

Syrien meldet Beschuss durch israelische Raketen

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Ein israelisches Kampfflugzeug vom Typ F-35

(Foto: picture alliance / Abir Sultan/E)

Die syrische Regierungsarmee hat nach offiziellen Angaben aus Damaskus mehrere Angriffe durch israelische Raketen abgewehrt. Die Geschosse seien am Montag vor Sonnenaufgang von der Luftabwehr abgefangen worden, bevor sie ihre Ziele erreicht hätten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die Angriffe hätten sich gegen Ziele nahe Damaskus gerichtet.

Um welche Ziele es sich gehandelt haben soll, konkretisierte die Agentur nicht. Nach ihren Angaben wurden die Angriffe vom libanesischen Luftraum aus geführt. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat die israelische Armee Hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten ausgeführt.

07:15 Uhr

Der April macht es noch einmal: Wärme und Sonne satt

Heute erwartet uns der letzte Tag des Aprilsommers. Denn ab morgen übernehmen Tiefdruckgebiete mit kühlerer Luft und Schauern sowie örtlichen Gewittern unser Wetter.

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Zu warm, zu sonnig und viel zu trocken: der April 2020.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Tag verläuft erneut meistens sonnig und die Regengüsse im Süden klingen zunächst einmal ab. Nachmittags bilden sich aber Richtung Schwarzwald und Alpen erneut mächtigere Quellwolken teils mit Blitz und Donner. Und auch im nördlichen Schleswig-Holstein ziehen zeitweise dichte Wolken durch und etwas Regen ist nicht ausgeschlossen. Dort ist es recht frisch bei maximal 12 bis 18 Grad. Sonst steigen die Temperaturen häufig auf frühsommerliche Werte von 20 bis 26 Grad.

Die weiteren Aussichten: Ab morgen gibt's den Wetterwechsel mit zum Teil kräftigen Gewittern. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag wünsche. Ihr Björn Alexander

07:00 Uhr

Kim Jong Un ist nach Informationen Südkoreas "wohlauf"

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Kim soll unter anderem an Gicht leiden. Ihm wird ein sehr ungesunder Lebensstil nachgesagt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Südkorea tritt Meldungen über eine schwere Erkrankung oder gar den Tod von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un entgegen. Kim lebe und sei "wohlauf", sagte der Sicherheitsberater der südkoreanischen Regierung, Moon Chung In, dem US-Sender CNN. Kim halte sich seit zwei Wochen in der Ferienstadt Wonsan im Osten von Nordkorea auf. Südkorea habe keine "verdächtigen Bewegungen" in Nordkorea festgestellt.

Die Spekulationen waren dadurch ausgelöst worden, dass Nordkoreas Machthaber bei den Feierlichkeiten zum Geburtstag seines Großvaters Kim Il Sung am 15. April nicht öffentlich in Erscheinung getreten war. Der Geburtstag des Staatsgründers ist der wichtigste Tag im politischen Kalender des Landes. Es gab daraufhin verschiedene Berichte über Herz-Probleme bei Kim.

06:45 Uhr

Was heute wichtig wird

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Die Münchener Verkehrsbetriebe weisen auf die Maskenpflicht hin.

(Foto: picture alliance/dpa)

ich wünsche Ihnen einen guten Start in die letzte Aprilwoche des Jahres. Seien wir ehrlich: Gut, dass der Monat fast vorbei ist. Ein Frühling zum Davonlaufen. Na ja, zumindest war es nicht langweilig. Das wird in dieser Woche nicht anders.

  • Ab heute greift in vielen Bundesländern und Kommunen eine Maskenpflicht.
  • Politik und Wirtschaft streiten weiter über den richtigen Zeitpunkt für weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen.
  • Am Nachmittag beraten die Kultusminister über ein gemeinsames Konzept zur Wiedereröffnung der Schulen.
  • Der nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung genesene britische Premier Boris Johnson nimmt die Regierungsgeschäfte wieder auf.
  • Volkswagen fährt nach dem Corona-Lockdown seine wichtigsten Werke wieder hoch.

Ansonsten hoffen wir weiter auf positive Nachrichten: sinkende Infektionsraten, neue Erkenntnisse zum Virus und Wege zurück in die Normalität. Alles zur Corona-Krise finden Sie in unserem bewährten Corona-Liveticker. Mein Name ist Sebastian Huld. Anregungen und Kritik schicken Sie bitte an sebastian.huld[at]nama.de.

06:30 Uhr

Trump dementiert Entlassung von Gesundheitsminister

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Azar und Trump haben eine denkbar herausfordernde Krise zu managen.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump weist Medienberichte über die Absetzung von Gesundheitsminister Alex Azar zurückgewiesen. "Berichte, dass Azar von mir 'gefeuert' werden wird, sind Fake-News", twittert Trump. "Alex leistet hervorragende Arbeit."

Das "Wall Street Journal" und "Politico" berichteten unter Berufung auf sechs mit den Diskussionen vertrauten Personen, dass die Frustration über den Gesundheitsminister wachse: Azar werde vorgeworfen, bei der Handhabung der Coronavirus-Pandemie Fehler gemacht zu haben. Die Regierung zögere aber, große Veränderungen vorzunehmen, während das Land unter der Pandemie leide.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht