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Außer einer Unterlassung fordert Schwarzer auch eine Entschädigung von ihrer Ex-Geliebten.
Außer einer Unterlassung fordert Schwarzer auch eine Entschädigung von ihrer Ex-Geliebten.(Foto: imago stock&people)
Donnerstag, 25. August 2016

Ex-Geliebte berichtet über Affäre: Alice Schwarzer lässt Buch verbieten

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer ist zweifellos das, was Juristen eine "Person der Zeitgeschichte" nennen. Details einer alten Affäre gingen die Öffentlichkeit dennoch nichts an, findet sie und findet Gehör vor Gericht.

Die "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer hat ein Verbot gegen ein Buch erwirkt, in dem die Autorin Waltraud Schade über ein kurzzeitiges Verhältnis mit ihr in den 70er Jahren berichtet. Das Landgericht Köln habe dagegen am 19. August eine einstweilige Verfügung erlassen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Das Buch trägt den Titel "Schwarzer Tango" und ist nach Angaben des Verlags rot & licht eine erweiterte Version des Buches "Tango mit Alice", gegen dessen Verbreitung die Frauenrechtlerin ebenfalls vorgegangen war. 

Ein Anwalt von Schwarzer sagte, das erste Buch "Tango mit Alice" habe er im vergangenen Jahr abgemahnt. Auch eine Person der Zeitgeschichte wie Alice Schwarzer müsse nicht hinnehmen, dass nach 40 Jahren noch ein privates Verhältnis an die Öffentlichkeit gezerrt werde. Dies sei eine Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts.

Autorin und Verlag damals nach Darstellung von Schwarzers Anwalt eine Unterlassungserklärung abgegeben. Nun sei das Buch mit neuem Titel und marginalen Änderungen erneut erschienen. Daraufhin habe man die einstweilige Verfügung erwirkt. Schwarzer verlangt darüber hinaus eine Geldentschädigung.

Quelle: n-tv.de

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