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"Meine Party-Zeit liegt hinter mir" Charlie Sheens offener Brief

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Jetzt wissen es alle - und das ist auch gut so.

(Foto: imago/Levine-Roberts)

Seine Widersprüchlichkeit hat viel zu Charlie Sheens Erfolg beigetragen. Einerseits der rücksichtslose Typ, der sich als Enfant Terrible durch Hollywood feiert, andererseits ein scheinbar geschundener Charakter. Nun also der Versuch einer Erklärung.

Mit seinem HIV-Geständnis schockierte Charlie Sheen am Dienstag die Welt. In einem offenen Brief, den er über den Sender NBC veröffentlichte, schildert der Schauspieler offen seine Gefühle und sein Leben seit der Diagnose, die ihn wie "ein Schlag mitten in die Seele" getroffen habe.

Zunächst habe er unter der "brillanten und perfekten Betreuung" seiner Ärzte seine Behandlung begonnen und nie einen Termin oder eine Medikamentendosis verpasst. "So wie bei jeder anderen Herausforderung in meinem Leben wollte ich dieser Krankheit in den Hintern treten. Ich wünschte, meine Geschichte hätte dort geendet. Doch unglücklicherweise, für meine Familie und mich, hatte sie gerade erst begonnen."

"Karmische Verwirrung"

Obwohl er seine Behandlung gewissenhaft fortsetzte, verlor Sheen zunehmend den Boden unter den Füßen. "Die Ungläubigkeit, karmische Verwirrung, die Scham und die Wut führten zu einem vorübergehenden, aber abgrundtiefen Absturz in Drogenmissbrauch und bodenloses Trinken. Es war ein Selbstmordkommando", beschreibt er. Eigenen Angaben zufolge bekam Sheen die Diagnose vor vier Jahren - zu jener Zeit also, in der seine "Two and a Half Men"-Karriere aufgrund seiner Eskapaden ein jähes Ende fand.

Während dieser "verwirrenden und schwierigen" Phase habe er sich die Gesellschaft zweifelhafter und geistloser Personen erkauft, schreibt Sheen. Jedoch sei er stets ehrlich gewesen und habe auf Kondome bestanden. Früher oder später sei ihm die Aufrichtigkeit zum Verhängnis geworden, da er Opfer von Erpressungen wurde. Millionen habe er dadurch verloren. "News Flash: Das endet heute. Ich hole mir meine Freiheit zurück", verkündet Sheen. Er sehe seine Erkrankung nicht als Fluch, sondern als Möglichkeit und Herausforderung: "Eine Möglichkeit, anderen zu helfen. Eine Herausforderung, mich zu bessern."

Als Hollywoods Enfant Terrible wird man Sheen zukünftig wohl nicht mehr sehen. "Meine Party-Zeit liegt hinter mir. Meine Zeit der Wohltätigkeit liegt vor mir", schreibt er und schließt seinen Brief mit: "Liebe und Frieden, Charlie Sheen."

Quelle: n-tv.de

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