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Sprung "zügig" und "zielstrebig" Daniel-Küblböck-Video unter der Lupe

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Seit über zwei Monaten vermisst: Daniel Küblböck.

(Foto: Imago / Collage: n-tv.de)

Dass es ein Video von dem mutmaßlichen Selbstmord Daniel Küblböcks gibt, war bekannt. Nun sichten auch die deutschen Behörden die Aufnahme vom Aida-Kreuzfahrtschiff und schildern, was darauf zu sehen ist.

Seit dem 9. September gilt Daniel Küblböck offiziell als vermisst. Der frühere Teilnehmer von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) soll in den frühen Morgenstunden auf dem Kreuzfahrtschiff Aidaluna 100 Meilen vor der kanadischen Küste über Bord gegangen sein. Eine anschließende Suchaktion blieb erfolglos.

Was genau sich vor dem Verschwinden des 33-Jährigen abspielte, ist noch immer nicht abschließend geklärt. Jetzt äußerte sich erstmals die zuständige Staatsanwaltschaft in Passau zu einem Überwachungsvideo, das an Bord des Kreuzers entstand und mittlerweile den deutschen Behörden zur Sichtung und Analyse zur Verfügung gestellt wurde.

"Relativ undeutlich"

"Es ist ein Überwachungsvideo, auf dem zu sehen ist, wie eine Person ins Wasser springt. Weitere Personen sind nicht zu sehen", sagte Oberstaatsanwalt Walter Feiler der Münchner "TZ" zum Inhalt der Aufnahme. "Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit", fügte er hinzu.

Zwar könne die Person nicht ohne Weiteres identifiziert werden, doch ginge man nach aktuellem Stand der Dinge vorbehaltlich davon aus, dass es Küblböck sei, sagte Feiler im "TZ"-Gespräch. Theorien, dass es sich womöglich um einen Unfall gehandelt habe, nahm der Staatsanwalt zugleich den Wind aus den Segeln: "Es ist wohl so, dass jemand zügig, zielstrebig springt."

Ermittlungen dauern an

Mehrere Personen aus Küblböcks Umfeld hatten in den vergangenen Wochen Zweifel daran geäußert, dass er sich absichtlich das Leben nahm. Günther Küblböck, der Vater des Sängers, erklärte, sein Sohn könne allenfalls in einem "Ausnahmezustand" gesprungen sein - "ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird".

Die Ermittlungen zum Verschwinden Küblböcks dauern laut Feiler weiter an. "Wir warten noch auf den offiziellen Bericht der kanadischen Behörden", sagte er der "TZ".

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

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