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"Let's Dance" - Show 5 Evelyn "haut einen raus", Kerstin leidet Seelenqualen

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Evelyn tanzt einen famosen Tango.

Burdecki lässt die Bombe platzen, Ellas Punkte knallen durch die Decke und "Pommes" will Llambis vergiftete Zehnerkelle nicht. Gehen muss am Ende eine, die sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als die Show endlich zu verlassen.

"Du hattest zwei Fehler, was macht zehn minus zwei?", fragt Herr Llambi die "überspaßige" Evelyn, die in der Tanzsause nach der Osterpause dermaßen "einen raushaut", dass der Chef-Blubberer versöhnlicher denn je klingt. Vielleicht liegt es an "der Sonne in Marokko" in der Evelyn sich rekelte, Fakt ist: Die amtierende Dschungelkönigin tanzt einen "phantastischen Tango". Alles stimmt: die Schritte, ihre Mimik, die Körperspannung in ihrem güldenen Kleid. Das Schusselchen, das pure Herzenswärme versprüht, bedankt sich nicht nur beim Publikum für die Standing Ovations, sondern bei der kompletten Tanzcrew. Sogar der Mann, der sie noch vor ein paar Wochen "billig" nannte, wird von der Zuckerschnute mit dem roten, "extra für den Tango zugeklebten" Schmollmund liebevoll umarmt.

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Kerstin möchte nicht mehr tanzen.

Umarmen möchte man auch Kerstin Ott, und zwar für ihre Ehrlichkeit und Sensibilität. Die Sängerin sagt, sie fühle sich bei "Let's Dance" fehl am Platz, das Herz sei zwar dabei, aber im Grunde wünsche sie sich nichts mehr, als dass ihre Fans nicht mehr für sie anrufen. Sie hat Tränen in den Augen, als sie erwähnt, wie sehr die wöchentlichen Kritiken ihrem "Nervenkostüm" zugesetzt haben. "Verspannt" versucht sie sich mit ihrer Regina an einer Salsa. Alle finden es "schade", dass Kerstin sich aus der Show wünscht, nur Llambi muss wieder stänkern: "Wenn man hier einen Vertrag unterschrieben hat ...", faselt er drauf los, aber Ott hakt mit tränenerstickter Stimme ein: "Wir beide müssen mal einen trinken gehen, damit wir uns verstehen." Famos: Daniel Hartwich, der rettend dazwischenfunkt, als sich der Frotzeler verbal weiter an ihr abrackert, ungeachtet der Tränen, gegen die sie versucht anzukämpfen.

Ella Endlich bricht "Let's Dance"-Rekord

Kämpfen muss angeblich auch Ella Endlich. Sie habe bei ihrem Tanzpartner Valentin manchmal "Mühe hinterherzukommen". So recht glauben mag man ihr diese Worte nicht, denn Endlich tanzt wie eine junge Göttin und erntet für ihre Samba ebenfalls Standing Ovations. Motsi rastet ob ihres Auftrittes vollkommen aus, setzt Endlich eine aus einem Taschentuch gebastelte Krone aufs Haupt: "Das war mit fucking Abstand die absolut beste Samba ever, mega, mega, mega!" Dank ihrer schönen "Körper-Isolationsbewegungen" kassiert die Sängerin neben der Höchstzahl (10 Punkte) von Motsi und Jorge, vom Chefjuror sogar anerkennende 15 Punkte. Damit hat sie einen Rekord gebrochen, denn 30 Punkte für eine Samba hat es bei "Let's Dance" noch nie gegeben.

Vielleicht liegt es am schönen Wetter oder an der zweiwöchigen Pause: Die Zehnerkellen fliegen in Show Nummer fünf nur so in die Luft. In der Tat hat jeder Tänzer einen großen Schritt nach vorn gemacht, auch Mocki, die mit dem Oana-losen Erich wunderbar "feminin" in einem Traum in Weiß übers Parkett walzert - immer auf der Suche nach ihrer "weiblichen Seite".

Pocher vertanzt den "veganen Stiertanz"

Für die Würze dieser Show sorgt Freddie Mercury aka Oli Pocher. Die Knallschote vertanzt einen "veganen Stiertanz". Jorge, der die geklaute Fernsehantenne aus der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain auf dem Kopf trägt, sagt über den Brust-Flokati von Paso-Doble-Pocher: "Mein Gott, das ist so hässlich." Wenn Oli zu "Bohemian Rhapsody" von Queen tanzt, bleibt wahrlich kein Auge trocken und natürlich spürt man das Talent in seinen Knochen, die von seinen "Kneewalks" ordentlich knacken werden, und ja, es ist wirklich lustig und "erfrischend", aber es bleibt, wie Llambi kritisiert, eben auch "eine Persiflage". In all der Heiterkeit wünscht man sich in seinem Gesicht nur einmal, ein einziges Mal, ehrliche "Ernsthaftigkeit". Auf der anderen Seite: Das Leben ist schon ernst genug, "Oli, mach dein Ding!"

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Pocher als Freddie Mercury.

Zu den Highlights gehören auch Profi-Handballer "Pommes" und General Ekat. Die beiden sahnen für ihren Quickstepp dreißig Punkte ab, obschon Zehnerkellen-Fänger "Pommes" Llambis Kelle erst gar nicht haben will, denn die scheint, wie dessen Herz, "vergiftet".

Gegen Ende der Show nimmt uns Benjamin Piwko mit in seine "stille Welt". Er selbst lebe gern darin, auch wenn er sich "manchmal ausgeschlossen" fühle. Sie ist da, die Sehnsucht, ein Klavier zu hören oder die Natur, sagt Piwko und ergänzt: "Ich würde weinen, wenn ich hören könnte." Dies muss dann jedenfalls so mancher Zuschauer bei seiner bewegenden Rumba mit Isabel. Für einen Moment ist alles still, die Musik setzt aus und die beiden tanzen "nur für sich". "Ich habe diesen Moment geliebt", bricht Motsi unter Tränen die Stimme weg.

Die Gefühlsklaviatur rauf und runter

Die Gefühlsklaviatur an diesem Abend: Sie wurde rauf und runter gespielt. Momente, die uns bewegen, Menschen, die uns auf den Senkel gehen und jene, die uns immer wieder aufs Neue überraschen. Barbara Becker zum Beispiel bringt mit einem Charleston "Hollywood-Entertainment" aufs kölsche Parkett. Und auch die Aufregung darf bekanntlich nicht zu kurz kommen. So sorgte ausgerechnet der Ausschnitt von Moderatorin Swarovski im Netz für einen halben, lächerlichen Aufschrei. Mimimi. "Trägt die den Ausschnitt von hinten vorne?" Und wie so oft sind es Frauen, die zueinander unsäglich hässlich sind.

Überstanden hat es endlich Kerstin Ott. Selten hat man jemanden über sein Ausscheiden so erleichtert und glücklich gesehen. Die Sängerin strahlt, wirft die Arme freudig in die Luft, viele Zuschauer finden diesen Jubel ihrer Tanzpartnerin gegenüber "respektlos". Ihre Fans haben ihr ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt und nicht mehr für sie angerufen.

In der kommenden Woche stehen Love Songs auf der Agenda. Victoria will von Oli wissen, was er zum Thema Liebe spontan zu sagen hat. Darauf der Komiker, den man glücklicherweise noch Komiker nennen darf: "Ist mir egal. Hauptsache es wird mal wieder geknattert."

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Quelle: n-tv.de

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