Unterhaltung

Nullnummern bei Jauch Ex-Soldatin torpediert türkische Großhochzeit

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Sympathisch-süffisant: "500"-Moderator Günther Jauch.

Der Daimler-Monteur will bei Günther Jauchs "500" seine türkische Riesenhochzeit finanzieren. Der einst in Afghanistan stationierten Ex-Soldatin ist er aber nicht gewachsen. Dann lockt ein netter Deutschlehrer die Kandidatin aus der Deckung.

"Bring Geld mit nach Hause", hat Selcan Kacans Verlobte ihm vor der Sendung eingebläut. Schließlich erwartet das Paar bei der Hochzeit demnächst rund 500 Gäste. Bei (unrealistischen) 20 Euro pro Nase mache das bereits 10.000 Euro, rechnete Günther Jauch zu Beginn von "500 – Die Quiz-Arena" am Montagabend vor. Doch schon nach wenigen Minuten wurde klar: Herausforderin Valeria Diefenbach war voll auf Angriff eingestellt. Dank hoher Risikobereitschaft hatte die ehemalige Soldatin ihrem Widersacher bereits nach fünf Fragen die gefürchteten zwei X beschert, bei denen die nächste falsche Antwort das Aus bedeutet.

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Selcan Kacan: Geheiratet wird trotzdem.

Kacan wehrte sich nach Kräften. Doch beim fünften Doppel-X verließen den Hamburger Automonteur bei Daimler-Benz die Nerven. Nur fünf Fragen vor dem Erreichen der nächsten Spielrunde, bei der er das bislang erspielte Geld sicher gehabt hätte, musste der 28-Jährige angesichts der starken Gegnerin alles auf eine Karte setzen. Wie heißt der von Orlando Bloom gespielte Elb in der "Herr der Ringe"-Trilogie?, fragte Jauch in der finalen Buzzer-Runde. Kacan wollte der Kontrahentin unbedingt zuvorkommen, drückte den Knopf zuerst und nannte mit "Frodo" statt Legolas die falsche Antwort. Damit musste er ohne einen Euro das Studio verlassen.

Wenn man Jauch ins Wort fällt

Diefenbach, die zwölf Jahre lang bis 2014 bei der Bundeswehr als Zeitsoldatin gedient hat, stieg zur Kandidatin auf. Die Projektmanagerin beim TÜV ließ ihrem Herausforderer, Deutschlehrer Lasse Paetzold, zunächst keine Chance. Fast schien in der siebten von zehn Folgen des "Wer wird Millionär?"-Sommerpausenfüllers eine neue Favoritin auf den Plan zu treten. Doch die 34-jährige Berlinerin stellte sich mit ihrer offensiven Strategie selbst ein Bein. Nach ihrem ersten XX wollte sie unbedingt dem Herausforderer zuvorkommen und beantwortete die nächste Frage, ehe Jauch sie fertig formuliert hatte.

"Bei minus 273,15 Grad Celsius …", hatte der RTL-Moderator gerade einmal gesagt, als die ehemalige Chefredakteurin eines Bundeswehr-Radiosenders für die afghanische Bevölkerung alles auf eine Karte setzte und "absoluter Nullpunkt" als Antwort gab. Gefragt wurde aber nach der Temperatureinheit, bei der minus 273,15 Grad den Nullpunkt bildet: Kelvin. Nach einer Sendestunde musste somit auch die Berlinerin ohne einen Euro den Heimweg antreten.

Nachdenken? Als Lehrer?

Den munteren Reigen der Nullnummern dieses Abends setzte Lehrer Paetzold fort. Allerdings bleibt dem 38-Jährigen aus Herrenberg die Chance auf einen Gewinn erhalten. Am Ende der siebten Ausgabe der "Quiz-Arena" stand er unmittelbar vor dem Abschluss seiner ersten Ratewand, was ihm das bis dato erspielte Geld sichern würde. Der Kandidat hatte sich in den ersten 40 Fragen zwar bereits dreimal ein Doppel-X eingehandelt, die Gefahr aber stets wieder abgewendet.

Der gemütliche Lehrer überzeugte mit einer Mischung aus Wissen und Schnellschüssen ins Dunkel. Bei der Frage, mit welchem Buchstaben fünf Bundesländer anfangen, ratterte der Kandidat einfach das Alphabet los und landete mit "B" den Treffer. Schiedsrichter Schnoor war im Gegensatz zum applaudierenden Publikum weniger beeindruckt und meinte, Paetzold hätte doch auch so auf die korrekte Antwort kommen können. "Da hätte ich aber nachdenken müssen", wandte der Kandidat ein. "Wäre für einen Lehrer ja mal eine Idee", kommentierte Jauch.

Quelle: ntv.de