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"Willy Wonka", "Frühling für Hitler" Filmkomiker Gene Wilder ist tot

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Gene Wilder in seiner bekanntesten Rolle in "Willy Wonka und die Schokoladenfabrik".

(Foto: imago stock&people)

Er spielte Durchschnittsamerikaner und neurotische Typen, berühmt wurde er mit Komödien: Nun stirbt der Schauspieler Gene Wilder an den Folgen von Alzheimer. Seine berühmtesten Auftritte hatte er als "Willy Wonka" und mit Mel Brooks.

Der amerikanische Schauspieler, Komiker und Regisseur Gene Wilder ist tot. Er erlag nach Angaben seines Neffen in seinem Haus in Stamford im Bundesstaat Connecticut den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung, berichtete das Magazin "Variety". Wilder wurde demnach 83 Jahre alt.

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Nach Auftritten am Broadway wurde Wilder 1967 durch eine Nebenrolle in "Bonnie und Clyde" von Arthur Penn für das Kino entdeckt. Vor allem in den 70er und 80er Jahren feierte er große Erfolge als Komiker. Zu seinen bekanntesten Rollen gehört die des Titelhelden in dem Film "Willy Wonka und die Schokoladenfabrik" nach einer Geschichte des Autors Roald Dahl.

Zwei Oscar-Nominierungen

Weitere Streifen mit ihm in Hauptrollen sind die Mel-Brooks-Filme "Frühling mit Hitler", wofür er eine Oscarnominierung erhielt, "Frankenstein Junior" und "Der wilde wilde Westen". Brooks bezeichnete Wilder in einer ersten Reaktion auf seinen Tod auf Twitter als "eines der wirklich großen Talente unserer Zeit".

Wilder trat auch in Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" und in "Ein Rabbi im Wilden Westen" auf. In "Die Glücksjäger" spielte er an der Seite von Richard Pryor, mit dem er mehrfach zusammenarbeitete. Wilder war auch hinter der Kamera aktiv. Für das zusammen mit Brooks geschriebene Drehbuch von "Frankenstein Junior" wurde er abermals mit einem Academy Award nominiert. Als Regisseur drehte er etwa "Sherlock Holmes' cleverer Bruder" und den äußerst erfolgreichen Streifen "Die Frau in Rot" - jeweils mit sich selbst in der Hauptrolle.

Ab Ende der 80er Jahre wurde es ruhiger um Wilder, Anfang der 90er wechselte er zum Fernsehen. Anfang des neuen Jahrtausends zog sich Wilder von der Schauspielerei zurück. Er schrieb mehrere Bücher, etwa über den Krebstod seiner dritten Frau und eine Autobiografie. Ein letzter TV-Auftritt in der Serie "Will und Grace" wurde 2003 mit einem Emmy bedacht.

Quelle: n-tv.de, mli

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