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Das Sommerhaus der Stars "Heute kuschle ich mit der Bierflasche"

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Schluckt gern: Berti.

RTL

Schäfer zieht blank, Shawne has a problem with a Bohrloch und Dani verhungert fast. Mit anderen Worten: Was für ein TV-Highlight! Doch dann das: Berti, die kussilose Rothaut, feiert derbe. Bringt Bobby ihn zurück in die Spur?

"Ich bin studiert, okay? Ich bin nicht blöd, ich bin Journalist und kein Bauarbeiter!", poltert Schäfers "Bärchen", der sich gerade mit einem Bohrer abrackert und Löcher bohrt, wo keine hingehören. Aber der Reihe nach!

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Die Sommerhäusler genießen den Abend.

(Foto: RTL)

Es ist ein paradiesischer Morgen, als die Kanaille in ihren erquicklichen Furzmullen erwacht; La Blanco, noch leicht derangiert vom Alk, rückt die Nippel Pflaster auf Position, Steffi drückt Schatzi liebevoll einen Pickel aus und die sanktionierten "Asozialen aus Mallorca" schmieden Pläne, was sie mit dem Tag anfangen. Während Jenser, von seiner Uschi nur knuffig "Arschgesicht" genannt, ob der Spiele-Sperrung wehmütig an seiner Fluppe nuckelt, fährt sein Terrorkrümel die Krallen aus. Kann ja nicht sein, dass der Olle so rumjammert. Derlei Duckmäusertum zieht die Daniela jedes Mal gleich "mit runter".

Bobby und das Schinken-Toast

Das Rumpelstilzchen hat nämlich ganz andere Probleme: Schmiert sich die Mieze von "Indiana Jones" (gemeint ist Berts Freundin Bobby Anne) nicht frech ein üppiges Toastbrot mit Schinken und Ei? "Du, so fett war das - sooo fett!" In Anbetracht dessen, dass Dani selbst fast "verhungert" und "bald nichts mehr wiegen wird", ist die von Schinken-Bobby festlich arrangierte Schlemmerei wie ein Schlag in den knurrenden Magen.

Derweil wettern die Alarmisten der "Volksverblödung 2018" über das böse gescriptete Trash-Format. Hallo, RTL, ist das, was in diesem portugiesischen Resort geschieht, etwa gar nicht das echte Leben?

"Ich sehe den Bohrer nicht!"

Nach dem Frühstück vergnügt sich das verkaterte Ensemble bei Sport und gleich zwei Spielen, die so lächerlich sind, dass man sie einfach lieben muss. Beim Spiel "Dünnbrettbohrer" lotst die Dame den Herrn zu jener Stelle, an der sich am besten Löcher in die Decke bohren lassen, um an die darüber befindlichen Herzen zu gelangen. Monumentale Dialoge werden dabei aus der Taufe gehoben und entfachen ein Freudenfeuer in allen, deren Herz fürs Theater schlägt.

Ein Lustspiel in sieben Akten, Auftakt Wollersheim, problembehaftet in Sachen Bohrerei, an der Seite von Schinken-Bobby:

"Was?"

"Du musst bohren!

"Was?"

"Verstehst du mich nicht?

"Was? Ich verstehe dich nicht!

"Bohren! Du musst bohren!"

"Waaaas? Bitte, was? Sprich klar!"

Das Entzückende: Berts Bobby spricht klar, wie der Himmel über Portugal.

Auch der Dialog der Fussbroichs lässt Theater-Herzen höherschlagen. Träume einer Uraufführung an der Berliner Volksbühne werden wach.

"Ist das hier rechts?"

"Das ist links!"

"Nee, du musst nach rechts!"

"Aber ich bin rechts!"

"Rechts, ähm, ja, also nach vorn!"

????

"Nach rechts vorn!"

"Mein Gott, Elke, was bist du blöd!"

"Alter, voll unmenschlich!"

Während die Fussbroichs Reminiszenzen an Sarah Knappiks legendäre Dschungelprüfung wachrufen ("das war die schwerste Prüfung ever, ever, ever") und Micaelas bärchenhafter Felix ausrastet, weil "ihr rechts nicht sein rechts" ist, has Texas-Shawne "a problem", because she "cant see the Bohrloch". "So, maybe you must bohren on the other side", gibt sie ihrem schweizerdeutschen Dünnbrettbohrer den Tipp, am besten "zwei händ 12 ohr and ein händ links", oder um es mit den Worten von Steffis intelligentem "Schatzi" zu sagen: "Was für ein behindertes Scheiß-Spiel, Alter!"

RTL; Alter! Wegen euch hat der Julian jetzt drastische "Schulterschmerzen" und kann sein "Glätteisen" nicht mehr halten, Alter! Voll "unmenschlich!"

Das Bohrspiel gewinnt Team Texas. Echt hundemäßig für die Insta-"Schatzis", die beim Versuch, "heftig durchzuziehen", leider auf dem letzten Platz landen, weil der Lehramt-Student nicht weiß, in welche Richtung er bohren muss. Wenn man so ein Spiel versemmelt, ist es immer wichtig, anschließend unverzüglich in die Spiel-Analyse zu gehen, um Deppen-Fehler künftig zu vermeiden. Dabei kann festgehalten werden, dass Steffis "Freuen" in Zukunft aufhören muss. "Freuen" kostet unnötig viel Zeit!

Merke: Der Mensch, der sich in seinem Leben zu viel und zu lange freut, verschwendet wichtige Lebenszeit, die ihm hinterher beim Ärgern fehlt! Ey, Alter, danke dafür - YOLO!

Erst die Provokation, dann die Erektion

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Ein Parcours auf weiter Flur.

(Foto: RTL)

Nach so viel Weisheit ist es wichtig, sein Leben zu chillen und den Suff zu genießen. Wollersheim, immer noch komplett kussilos, hat keine Lust mehr nach Schinken-Bobbys Liebe zu buhlen. "Heute kuschle ich mit der Bierflasche", sagt die olle Rothaut mit trauriger Grandezza und lötet sich so mächtig einen ein, dass Bobby ob Berts Vollsuff erst recht stinkig wird.

Zur exorbitanten Ausbreitung des Bobby-Beefs kommt es, als der Puffboss sich von Texas-Shawne seinen knittrigen Hintern mit Selbstbräuner einschmieren lässt. Provokation ist immer gut, schließlich muss man nicht "everybodys Darling" sein! Erstens liebt es der Berti zu saufen, zweitens turnen Schinken-Bobbys negative Vibes ihn ab und drittens hat er auch ohne sie "ne Erektion".

Es ist schlimm bestellt um dieses Traumpärchen. Berti kommt seiner Facebook-Liebe sogar so krumm, dass sie ihn anzählen muss. Derlei negative Schwingungen schwappen auch auf das nächste Parcours-Spiel über, in dem die Herren blind in lustigen Tierkostümen stecken und rambomäßig "auf die Schnauze fallen".

"Der Kampf läuft!"

Doch Vorsicht vor der divenhaften Shawne! Eine Frau, die einen tänzelnden Tattergreis küsst, der in einer gelben, knallengen XS-Buchse von New Yorker oder Tally Weijl steckt und sich zehn Liter Wodka hinter die Binde gekippt hat, führt was im Schilde! Wir ahnen es: "Keine Loyalität im Sommerhaus." Deswegen stehen Berti und Bobby auch auf der Abschussliste.

Am Ende dieser zweiten Folge eine hochphilosophische Frage, die sich prima im Arbeitsalltag einbauen lässt, etwa wenn der Kollege im Großraumbüro heimlich gepupst hat oder der Chef einem krumm kommt. Bei derlei Vorkommnissen es einfach wie Puff-Bert machen und die Zahnspangenbettler direkt konfrontieren: "Ist das 'ne offene Ansage für 'ne Aversion gegen mich?"

Kleiner Tipp: Keine Antwort abwarten, sofort nachlegen. Folgende Ansage trägt mit Bestimmtheit zur sofortigen Verbesserung des Betriebsklimas bei: "Ganz klares Resümee von mir: Der Kampf läuft!"

Quelle: n-tv.de

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