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Keine Gnade für Chapman Lennons Mörder bleibt in Haft

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Inzwischen ein 61 Jahre alter Mann: Mark David Chapman.

(Foto: dpa)

Seit 35 Jahren sitzt Mark David Chapman inzwischen hinter Gittern. Alle Gnadengesuche des Mannes, der 1980 den einstigen Beatles-Sänger John Lennon erschoss, blieben bis dato erfolglos - und bleiben es weiterhin.

Ein Bewährungsausschuss in New York hat ein erneutes Gnadengesuch von Mark David Chapman abgelehnt. Damit ist der mittlerweile 61-jährige Mörder von John Lennon bereits zum neunten Mal mit seiner Bitte, aus der Haft entlassen zu werden, gescheitert. Chapman war 1981 zu einer Gefängnisstrafe zwischen mindestens 20 Jahren und lebenslänglich verurteilt worden. Inzwischen sitzt er also 35 Jahre im Knast.

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Chapman auf einem Foto von 1975 - fünf Jahre später erschoss er Lennon.

(Foto: AP)

Chapman ist in einem Hochsicherheitsgefängnis in Alden im US-Bundesstaat New York untergebracht. Seit dem Jahr 2000 hat er alle zwei Jahre erneut ein Gnadengesuch eingereicht - stets mit negativem Ergebnis. Dass er auch diesmal auf Ablehnung stieß, begründete der Bewährungsausschuss damit, dass seine Freilassung "mit dem Wohl der Gesellschaft nicht vereinbar und der Schwere des Verbrechens nicht angemessen" wäre. Sie würde vielmehr "die Achtung vor dem Gesetz unterminieren". Beinahe wortgleich hatte der Ausschuss auch schon 2014 argumentiert.

Yoko Ono bleibt hart

Gemäß dem Zweijahresturnus kann Chapman nun das nächste Mal 2018 wieder ein Gnadengesuch stellen. Er hat in der Vergangenheit Reue für seine Tat gezeigt. Verschiedene Menschen haben sich deshalb für seine Freilassung eingesetzt. Yoko Ono, die Witwe von John Lennon, kämpft indes dafür, dass Chapman in Haft bleibt. Sie will verhindern, dass der Mörder ihres Mannes jemals wieder in Freiheit kommt.

Der damals 25-jährige Chapman hatte den ehemaligen Beatles-Sänger Lennon am 8. Dezember 1980 in New York auf offener Straße erschossen. Im folgenden Mordprozess plädierte er gegen den Rat seines Anwalts und obwohl ihm psychiatrische Gutachten eine Psychose attestierten auf schuldig. Er räumte ein, auch eine Ermordung der Schauspielerin Elizabeth Taylor oder des Entertainers Johnny Carson anstelle von Lennon erwogen zu haben. Yoko Ono argumentiert gegen Chapmans Freilassung auch damit, dass sie sich von ihm in Freiheit bedroht fühlen würde.

Quelle: ntv.de, vpr

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