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"Pornos sind für Loser" Pamela Anderson auf neuer Mission

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Sex sells - früher hatte Pamela Anderson da weniger Bedenken.

(Foto: REUTERS)

Sie war mehr als nur einmal splitterfasernackt im "Playboy". Ihr Sexvideo mit Rocker Tommy Lee sorgte für jede Menge Wirbel. Doch mit 49 will Pamela Anderson offenbar prüdere Wege beschreiten - und sagt Pornos den Kampf an.

"Meine Brüste hatten eine fabelhafte Karriere - ich bin einfach immer nur mitgetrottet", hat Pamela Anderson einmal unumwunden eingestanden. Schließlich verdankt sie ihren Ruhm vor allem Männerfantasien. Als einer der ersten Stars mit überdimensionalen Silikonbrüsten ist sie jahrelang die meistgeklickte Frau im Internet. Und auch die Serie "Baywatch", in der Anderson die Rettungsschwimmerin C.J. Parker mimt, schalteten vermutlich die wenigsten wegen der schauspielerischen Leistungen ihrer Darsteller(innen) ein.

Auch auf dem "Playboy"-Cover erschien Anderson häufiger als jedes andere Model. Und dann gab es da noch das Sextape mit ihrem damaligen Ehemann Tommy Lee, Schlagzeuger bei der Rockband Mötley Crüe, das in den 90ern im Internet kursierte. Das jedoch gegen Andersons Willen. Gleichwohl akzeptierte sie letztendlich, dass der Clip auf einschlägigen Seiten weiter die Runde machte. Sie habe nicht mehr vor Gericht gehen, sich von "seltsamen, notgeilen Anwälten unter Eid stellen" lassen und "über meine Vagina sprechen" wollen, begründete sie ihre Kapitulation.

"Eine öffentliche Gefahr"

Mit ihren mittlerweile 49 Jahren scheint das einstige Pin-up-Girl jedoch seinen Kampfeswillen wiedergefunden und eine erstaunliche geistige Wendung vollzogen zu haben. In einem Artikel für das "Wall Street Journal" spricht sich Anderson mit deutlichen Worten gegen Pornografie aus. Die Menschen müssten verstehen, "dass Pornos etwas für Verlierer sind - ein langweiliges, verheerendes und in die Sackgasse führendes Ventil für Menschen, die zu faul sind, den Reichtum einer gesunden Sexualität zu ernten".

Pornografie sei "eine öffentliche Gefahr von beispiellosem Ausmaß", wenn man bedenke, wie frei und anonym diese heute zugänglich und zu verbreiten sei, heißt es in dem von Anderson gemeinsam mit dem jüdischen Autor und Rabbi Shmuley Boteach verfassten Artikel weiter. Sie zersetze die Seele von Männern und ihre Fähigkeit, als Ehemann und Vater zu funktionieren.

Als Aufhänger für den Artikel diente der Sexskandal, über den der für das Bürgermeisteramt in New York kandidierende Politiker Anthony Weiner 2011 gestolpert war. Obwohl verheiratet, hatte er via Twitter freizügige Fotos von sich an verschiedene Frauen verschickt. Nachdem ihm seine Frau zunächst verziehen und er ein vorübergehendes Comeback in der Politik gefeiert hatte, flogen jedoch neue Affären Weiners auf. Vor Kurzem gab seine Frau bekannt, dass sie sich schlussendlich von ihm getrennt habe.

Quelle: ntv.de, vpr