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Premiere bei "Let's Dance" "Pascalito is in the house", Llambi TANZT!

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Pommes und Ekat mit einer Salsa.

Show Nr. 7 knallt durch die Decke! Dafür verantwortlich: kein Geringerer als ein tanzender JOACHIM LLAMBI. Der seltene Auftritt stellt fast alles in den Schatten. Ausgenommen: "Pommes" heiße Salsa und Pochers Auftritt als Vincent Vega.

"Diese Staffel ist echt unberechenbar", sagt ein zerknirschter Massimo Sinató nach der Kritik, seine und Barbaras Salsa sei zu viel "Bongo Bongo" gewesen.

Tatsächlich toppt Show 7 vieles vorher Dagewesene. Motsi kehrt auf das Tanzparkett zurück, Pocher klebt sich erneut seinen Brust-Flokati an und Meister Llambi, formerly known als Jury-Giftzwerg, tanzt zum ersten Mal in der Geschichte von "Let's Dance", und zwar mit einer solchen Inbrunst, dass man sich fragt: Versprüht der Gargamel unter den Juroren da gerade tatsächlich so etwas wie Magie? Aber von vorn.

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Pocher als Vincent Vega.

Es hat sich sichtlich ausgedünnt, so manchen der acht verbliebenen Promis plagen etliche Verletzungen. Benjamin versucht zwar "seine Schmerzen in Spaß umzuwandeln", aber grinsen, wenn einem alles wehtut, ist ungefähr so wie Verkehrsminister Scheuer cool zu finden, äußerst schwierig.

Bei Mocki ist es Tanzpartner Erich, der grippebedingt schwer abhustet. Nur zwei Tage Zeit für einen Paso Doble? Kein gutes Zeichen, erst recht nicht, wenn Erich vor seiner Parkett-Spaziergängerin, die beim Paso "großen Stolz demonstrieren" soll, etwa so viel "Angst hat wie vor einem Zwergpinscher".

Pascalitos Trainings-Schlüppi wirkt Wunder

Indes gibt es bei "Pommes" alias "Pascalito" und "Tanzrakete" Ekat kein Halten mehr. Der Zwei-Meter-Drei-Mann legt eine Salsa hin, dass die Deckenleuchter wackeln. Schon im Training, als er sich für die Sexyness, die eine Salsa ja versprühen soll, einen winzigen Schlüppi über seine Sporthose zieht, ist klar erkennbar: Der Hüftschwung des Ex-Handballers hat es in sich. Motsi muss ob ihrer Schnappatmung Luft herbei gefächert werden, das Jurypult bebt, die Leute im Publikum haut es aus den Puschen.

Eine "sensationelle Leistung" liefert auch wieder Ella Endlich ab. Die Jury sieht in ihrem schönen Slowfox, in dem sie ihre Freundschaft zu ihrem Tanzpartner feiert, zwar einen klitzekleinen Fehler, aber weil es "ein Geschenk" sei, ihr zuzusehen, kassiert sie die vollen dreißig Punkte. Der nahezu perfekt getanzte Tanz lässt, wie auch in den Wochen zuvor, viele Menschen vor den Bildschirmen kalt: "Steril, keine Emotion, ich fühle nichts bei ihr". Llambis Rat zu derlei Kritik: "Lass die Leute reden!"

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Llambi - the King is back.

Und das machen sie, vor allem über die wöchentlichen Performances von Knallschote Pocher, dessen Teilnahme sich längst als Gewinn offenbart hat – und zwar für die ganze Staffel. Kritiker, die der Pocher'schen Komik nichts abgewinnen, rücken gern den vermeintlich kleinen Horizont der Pocher-Fans in den Fokus, frei nach: Nur intellektuelle Tiefflieger fänden Pocher lustig, Pocher sei der Mario Barth von "Let's Dance". Tipp: Derlei Überheblichkeit einfach weglächeln, denn: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Pochers Jive mit Christina, in dem die beiden die berühmte Pulp-Fiction-Szene von Vincent Vega (John Travolta) und Mia Wallace (Uma Thurman) "vertanzen", ist zwar "leicht aus dem Rhythmus", aber "das sehen die Zuschauer doch nicht!" Kurzum: ordentliche Kicks, schöne Merengue-Hüftaktion und amüsante Action.

Novum: Juroren tanzen mit

Ein Novum gibt es auch. Es sind die "Jury-Team-Tänze", bei dem die Paare gegeneinander antreten, unterstützt von ihren persönlichen Mentoren aus der Jury.

In Motsis Team tanzen Ella, die ewig Strahlende und Dancefloor-Rocker "Pommes". Gezeigt wird eine Kombi aus Paso Doble und Rumba. Miss Motsi, die strenge Lehrerin, ist nicht nur für ein schweißtreibendes Training verantwortlich, sondern unterstützt ihre Zöglinge auch auf dem Parkett. Und wenn Motsi Paso tanzt, ist das ohnehin "ganz großes Kino". Ihr Team räumt fleißig Punkte ab.

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Village People von Koeln Ossendorf.

In Jorges Salsa-Cha-Cha-Cha-Team: Barbara Becker, Nazan Eckes und Benjamin Piwko. Die Damen lassen die Hüften und die Fransen wackeln und der verletzte Piwko "gibt sein Bestes". Sie ist sehr schön, diese originale, kubanische Salsa, aber wenn man ausgerechnet jetzt auf dem Balkon eine qualmen war, ist das nicht ganz so schlimm, denn der große Moment kommt erst noch.

Es ist der "Jury-Team-Tanz" des Herrn Joachim Llambis. "Wir haben ausgelost, ich habe, wie der Zufall es wollte, die drei Beklopptesten bekommen", scherzt er noch. Doch dann das: König Llambi verwandelt seine "Tanz-Resterampe" in die Village People von Köln Ossendorf. "It's fun to stay at the Y.M.C.A.": Wen interessiert da, dass die bunte Bummi-Truppe nicht auf dem Niveau von Team Jorge und Team Motsi rangiert?

Llambi höchstpersönlich steckt seine hart antrainierte Bierplauze in einen blütenweißen Travolta-Anzug und schwingt das Tanzbein – eine absolute Premiere. Er führt sein Team an, als habe er in seinem ganzen Leben nichts anderes gemacht. Inbrünstig tanzt das Disco-Ballett Cha-Cha-Cha und eine Rumba mit voller Hingabe. Dazu Pocher mit Riesenschnauzbart und Brustfell. Die Bude bebt, die Leute springen von den Sitzen. Das ganze hat, man kann das ruhig mal anerkennen, "hohen Unterhaltungsfaktor". Ob Llambi nach dem Tanz über Nacht mit einem Prosecco ins Sauerstoffzelt muss – egal. Der alte Tanzhase hat es den jungen nochmal richtig gezeigt.

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Quelle: n-tv.de

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