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Aus für "Die Agenda" Podcast von Gerhard Schröder gestoppt

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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Béla Anda (l.) und Gerhard Schröder bei der Aufnahme ihres Podcasts "Die Agenda".

(Foto: picture alliance/dpa/a-b-c-communications)

Zu halbherzig hat sich Gerhard Schröder zum Angriff auf die Ukraine geäußert. Nachdem seine Mitarbeiter bereits hingeworfen haben, hat nun auch sein Ex-Pressesprecher genug und gibt den Podcast mit dem Altkanzler auf.

Nachdem sein Büroleiter und Redenschreiber Albrecht Funk sowie weitere Mitarbeiter ihren Dienst bei Altkanzler Gerhard Schröder quittiert haben, rückt nun auch sein langjähriger Pressesprecher Béla Anda von ihm ab. Nach Informationen der Nachrichtenagentur spot on news stoppte Anda mit sofortiger Wirkung die Produktion des gemeinsamen Podcasts "Die Agenda".

Die bislang wöchentlichen und rund halbstündigen Podcast-Folgen erschienen seit Mai 2020 immer dienstags und erreichten zuletzt über 360.000 Abonnenten bei über einer Million Downloads. In "Die Agenda" sprachen Schröder und Anda über "Aktuelles und Vergangenes, über sein heutiges Leben, seine Erfahrungen und Ansichten", heißt es in der Beschreibung.

Kritik an Schröders Schweigen

Béla Anda war auch für die Social-Media-Aktivitäten des Altkanzlers bei LinkedIn verantwortlich. Während der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder war der Journalist von 2002 bis 2005 der Regierungssprecher sowie Chef des Bundespresseamtes.

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Zuletzt hatten bereits alle drei Mitarbeiter Schröders sowie sein langjähriger Büroleiter Albrecht Funk gekündigt. Eine entsprechende Meldung von "The Pioneer" unterstrich Funk: "Ich kann bestätigen, dass die vier Mitarbeiter in dem Büro gebeten haben, wieder in anderen Funktionen zu arbeiten." Und auch Borussia Dortmund will Konsequenzen ziehen. Hier könnte er schon in Kürze seine Ehrenmitgliedschaft verlieren.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine steht der Altkanzler zunehmend für seine Haltung Wladimir Putins gegenüber in der Kritik. Bislang hat er es vermieden, sich öffentlich von Putin zu distanzieren oder dessen Handeln zu verurteilen. Der russische Präsident gilt als langjähriger Freund Schröders, zudem ist der ehemalige Bundeskanzler Aufsichtsratschef des russischen Staatskonzerns Rosneft.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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