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Rammstein heizen Fans ein "Rock am Ring" an alter Stätte

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Jetzt geht's los: Fans bei "Rock am Ring".

(Foto: imago/Manngold)

Mal wieder droht "Rock am Ring" sprichwörtlich ins Wasser zu fallen - schwere Unwetter kündigen sich an. Doch darüber denken die Fans bei der Eröffnung des an den Nürburgring zurückgekehrten Festivals wohl noch nicht nach. Stattdessen herrscht die Vorfreude.

Das wohl bekannteste Rockfestival Deutschlands ist an seinen Ursprungsort zurückgekehrt: Begleitet von scharfen Sicherheitsvorkehrungen und bewacht von einem großen Polizeiaufgebot ist "Rock am Ring" am Nürburgring eröffnet worden. Zu dem dreitägigen Spektakel in der Eifel wurden rund 87.000 Rockfans erwartet.

Als Höhepunkt am Eröffnungstag galt der Auftritt von Rammstein, der am späten Abend beginnen sollte. Insgesamt werden rund 85 Bands auf vier Bühnen den legendären Nürburgring rocken, darunter die Toten Hosen als Headliner am Samstag und System Of A Down am Sonntag.

Dunkle Wolken über der Eifel

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Höhepunkt des ersten Abends wird der Auftritt von Rammstein mit Sänger Till Lindemann (Foto) sein.

(Foto: imago/Votos-Roland Owsnitzki)

Die Rockfans mussten sich auf turbulentes Wetter einstellen. Am Freitagabend und am Samstag drohten schwere Unwetter. Zwar hingen zum Auftakt des Festivals dunkle Wolken über der Eifel, doch zunächst wummerten nur die Bässe aus den Lautsprechertürmen und kein Donner. Gleichzeitig geht in Nürnberg das Zwillingsfestival "Rock im Park" mit denselben Bands, aber in anderer Reihenfolge über die Bühne. Beide Spektakel sind nach Angaben der Veranstalter mit insgesamt rund 175.000 Besuchern restlos ausverkauft.

Im Jahr 2015 war "Rock am Ring" nach einem Kostenstreit mit den damaligen Eigentümern der Rennstrecke auf den rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig ausgewichen. Doch dort wurden laut Veranstalter die Umweltauflagen zu teuer, deshalb kehrt "Rock am Ring" in diesem Jahr wieder an den Ort zurück, wo das Spektakel bereits 1985 erstmals über die Bühne ging.

Auf der ebenen Fläche des Flugplatzes Mendig hatte "Rock am Ring" in den vergangenen beiden Jahren nicht nur mit Musik, sondern auch mit Blitzschlägen und vielen Verletzten Schlagzeilen gemacht. Der Nürburgring gilt mit Gebäuden und Hügeln bei Gewittern als etwas weniger gefährdet. Zudem haben die Veranstalter nun nach eigenen Angaben auf den Campingflächen hohe Blitzableiter in die Erde rammen lassen, die im Umkreis von 20 Metern Besuchern Schutz bieten sollen. 

Grüße nach Manchester

Veranstalter Marek Lieberberg erinnerte auf der Hauptbühne an die Opfer des Terroranschlags in Manchester und sendete Grüße an das Benefizkonzert "One Love Manchester", das am Sonntag in der englischen Stadt stattfinden soll. An seiner Seite war ein junger Musikfan, der im vergangenen Jahr in Mendig von einem Blitz schwer verletzt worden war. "Es ist eines der 'Rock am Ring'-Wunder, dass du heute wieder unter uns bist", sagte Lieberberg.

Alle Besucher wurden um erhöhte Aufmerksamkeit und Wachsamkeit gebeten. Zudem sollen an den drei Tagen insgesamt mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in zivil.

Quelle: n-tv.de, vpr/dpa

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