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Beziehung zu Spaniens Ex-König Sayn-Wittgenstein packt über Affäre aus

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War von 2004 bis 2009 mit dem verheirateten Ex-König Spaniens liiert: Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weder bei seinem Volk noch bei seiner eigenen Ehefrau hat sich Juan Carlos I. beliebt gemacht. Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein beschreibt Spaniens Ex-König dagegen als "charmant und lustig". In einem seltenen Interview berichtet sie, wie sie die Geliebte des Monarchen wurde.

Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein ist dem spanischen Königshaus keine Unbekannte. Jahrelang war sie die Geliebte des früheren spanischen Königs Juan Carlos I. 2004 lernten sie sich bei einer Treibjagd kennen, nach wenigen Monaten gestand der damalige Monarch der Deutschen seine Liebe. "Juan Carlos war damals charmant, charismatisch, interessant und lustig", erinnert sich die 56-Jährige im Interview mit dem "Stern". Es ist das bislang erste Interview der Geschäftsfrau mit einem deutschen Medium.

Wie die Prinzessin auf das Liebesgeständnis reagierte? Sie habe gezögert, sagt sie. Schließlich sei der König ein verheirateter Mann gewesen - und ist es noch heute. 1962 heiratete er Sophia von Griechenland, mit der er drei Kinder hat. Corinna zu Sayn-Wittgenstein habe diese Tatsache "besorgt". Nach "langem Werben" und Juan Carlos' Aussage, er habe "mit seiner Frau schon über 30 Jahre das Bett nicht mehr geteilt", ließ sie sich auf die Affäre ein.

Juan Carlos betrog auch sie

Warum ihre Liebesbeziehung so hohe Wellen schlug, habe die 56-Jährige damals nicht verstehen können. "Ich habe mich nicht in eine bestehende Liebesbeziehung gedrängt", sagt sie. Das Königspaar habe zu diesem Zeitpunkt längst "getrennte Leben" geführt und Juan Carlos sei für seine außerehelichen Liebschaften bekannt gewesen. 2009 hielt der spanische König schließlich um ihre Hand an. Sie sagte Ja, trennte sich jedoch von ihm, nachdem er ihr kurze Zeit später eine weitere Affäre mit einer anderen Frau gestanden habe.

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Gegen die Ex-Geliebte von Juan Carlos wird wegen Geldwäsche ermittelt. Im vergangenen August nahm die Schweizer Staatsanwaltschaft ihr in Großbritannien stehendes Herrenhaus genauer ins Visier. Denn möglicherweise wurde dieses mit illegalen Geldern des Ex-Königs finanziert. Sayn-Wittgenstein hat eingeräumt, von ihm eine große Geldsumme erhalten zu haben. Laut der Schweizer Zeitung "La Tribune de Genève" handelte es sich um 65 Millionen Euro. Schweizer Ermittler hegen den Verdacht, dass es sich bei dem Geld um Teile einer Zahlung in Höhe von 100 Millionen Dollar Schmiergeld handelte, die Juan Carlos aus Saudi-Arabien erhalten haben soll.

Anfang August verschwand Juan Carlos wegen seiner Verwicklung in eine Korruptionsaffäre aus seinem Heimatland. Nach zwei Wochen Ungewissheit über seinen Aufenthalt, bestätigte der spanische Königspalast, dass der Vater von König Felipe in den Vereinigten Arabischen Emiraten untergetaucht ist.

Quelle: ntv.de, lri/spot