Unterhaltung

Schnauze voll von den Kardashians TV-Moderator stürmt aus Studio

Kim Kardashian und ihr Familienclan tun eigentlich nichts, außer zu atmen, zu fotografieren und einfach da zu sein. Trotzdem vergeht kaum ein Tag ohne Meldung über sie. Ein Moderator in den USA rastet deshalb nun vor laufenden Kameras aus.

Nein, Kim Kardashian und ihre Sippe retten nicht die Welt. Sie haben kein Klimaschutzprogramm entwickelt, keinen Plan zur Sanierung der Staatsfinanzen aufgestellt und keine wegweisende App oder Ähnliches erfunden. Sie können kein Fußball, Baseball oder Basketball - außer Caytlin Jenner vielleicht, die früher als Bruce Jenner im Zehnkampf olympisches Gold holte. Und, genau genommen, können sie eigentlich auch noch nicht mal schauspielern oder singen - Kims Gatte Kanye West eventuell ebenfalls mal ausgenommen.

Was früher Paris Hilton im Kleinen war, ist mittlerweile im Grunde der gesamte Kardashian-Clan im Großen: eine ganze "It"-Familie mit Ober-"It"-Girl Kim an der Spitze. Und so wie Hilton durch die Fernsehsendung "The Simple Life" zur Society-Lady Nummer 1 avancierte, so brachten es auch die Kardashians lediglich mithilfe des Reality-TVs dazu, sich zum täglichen Gesprächsthema aufzuschwingen. "Keeping Up with the Kardashians" hieß das in diesem Fall - beziehungsweise heißt es: Seit mittlerweile acht Jahren läuft das Format mit andauerndem Erfolg im US-Fernsehen.

Von Busen-Selfies bis Sex-Beichten

Ähnlich viel Geld wie ihre Ex-BFF und heutige Erzfeindin Paris hatte Kim Kardashian zu Beginn ihrer "It"-Girl-Laufbahn zwar nicht im Rücken. Doch die fünf Millionen Dollar, die ihr eine Porno-Firma zahlen musste, weil sie 2007 ungefragt ein Sexvideo der heute 35-Jährigen verbreitet hatte, dürften dennoch ein ganz guter Karrieremotor gewesen sein. Und auch die geschätzten 105 Millionen Dollar Vermögen ihres rappenden Ehemanns sollten als ordentliches Ruhekissen dienen. Ganz zu schweigen natürlich von dem Geld, das Kim und ihr Clan mittlerweile selbst im Zuge ihres Reality-TV-Erfolgs gescheffelt haben.

Da bleibt genug Zeit für die schönen Dinge des Lebens und dafür, die "It"-Stellung immer wieder aufs Neue zu untermauern - sei es durch Busen-Selfies, Schwangerschaftsaufnahmen oder Sex-Beichten. Nicht nur die mittlerweile zig Millionen Fans der Kardashian-Bande, sondern - und nein, wir nehmen uns da nicht aus - auch die Medien saugen jede Information begierig auf und sei sie noch so banal.

"Er hat mich sitzen lassen"

Einen TV-Moderator in den USA brachte nun genau jener Umstand zum Ausrasten. Beinahe könnte man meinen, die Szene sei gestellt, doch offenbar platzte John Brown beim Sender "Fox 35" in Florida wirklich vor laufenden Kameras der Kragen. Eigentlich sollte er die Neuigkeit vermelden, dass der jüngste Sprössling der Familie, die gerade 18 gewordene Kylie, seinen Hasen nach Familienvater Bruce benannt hat. Das war für Brown dann aber einfach doch zu viel des Guten.

Mitten in der Live-Übertragung seiner Sendung stand er vom Sofa auf: "Ich habe einen tollen Freitag und deshalb weigere ich mich, über die Kardashians zu sprechen". Seine Kollegin Amy Kaufeldt war einigermaßen verdattert. "Du bist auf dich allein gestellt, Amy", fügte Brown noch hinzu, bevor er das Set verließ. "Er hat mich sitzen lassen", stammelte die überforderte Kollegin, zu der sich rasch ein anderer Co-Moderator auf die Couch gesellte.

Der Nachrichten-Wert der Kardashians

Brown wollte sich auch hinter den Kulissen nicht beruhigen: "Diese Familie ist mir egal. Ich habe die Schnauze voll von dieser Familie. Das ist keine Nachricht", schimpfte er aus dem Off.

Die Meldung von Browns Brandrede gegen die Kardashians verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Bei Facebook war sie schon bald das Top-Thema. Mittlerweile hat sich der Moderator wieder beruhigt. "Entschuldigung, ich habe etwas den Verstand verloren, wenngleich zum Teil zu Recht!", schrieb Brown bei Facebook. Und später ergänzte er: "Warum berichten wir über sie (die Kardashians) nicht NUR, wenn es Nachrichten von ihnen gibt. Ich habe überhaupt nichts gegen sie! Ich sehe einfach nur nicht die Notwendigkeit, sie dauernd in den Nachrichten zu haben."

Stimmt, werden viele nun Brown beipflichten. Aber mal ehrlich: Wer interessiert sich denn bitte nicht für den Namen von Kylies Hasen?!?

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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