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Mit Koffein gegen Donald Trump Tom Hanks spendiert Espresso-Maschine

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Hilft den Journalisten dabei, die Augen offen zu halten: Tom Hanks.

(Foto: imago/Pacific Press Agency)

Oscar-Preisträger Tom Hanks hat aus seiner Meinung über Donald Trump nie einen Hehl gemacht. Und noch immer traut er den angeblichen Fake-News-Medien wohl mehr als dem US-Präsidenten. Wie er das deutlich macht? Mit einem Kaffeeautomaten.

Dass seine Sympathien für Donald Trump begrenzt sind, hat Hollywood-Star Tom Hanks bereits im Wahlkampf der US-Präsidentschaftskandidaten deutlich gemacht. Da nannte er den späteren Mann im Weißen Haus schon mal einen "selbstverliebten Schwätzer" oder verglich ihn mit Italiens Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

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Auch als Trump die Wahl tatsächlich gewonnen hatte, hielt Hanks mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, auch wenn er nicht in Schwarzmalerei verfallen wollte. "Dies sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Es wird für uns weitergehen. Es gibt da draußen viele Gleichgesinnte, die in erster Linie Amerikaner sind und erst in zweiter Linie Republikaner oder Demokraten", erklärte der Schauspieler und fügte in Richtung Trump hinzu: "Ich hoffe, dass der gewählte Präsident einen so tollen Job macht, dass ich in vier Jahren für seine Wiederwahl stimmen werde."

"Kampf für die Wahrheit"

Doch bisher scheint Trumps Politik bei Hanks noch keine Begeisterungsstürme entfacht zu haben. Stattdessen vertraut der zweifache Oscar-Preisträger offenbar auf die Journalisten, die dem US-Präsidenten auf die Finger schauen. Damit die Pressevertreter im Weißen Haus wachsam blieben, schenke er ihnen eine Espresso-Maschine, erklärte Hanks.

Dem Geschenk fügte der 60-Jährige eine Notiz hinzu: "Kämpft weiter den Kampf für die Wahrheit, Gerechtigkeit und den 'American Way'. Ganz besonders was die Wahrheit betrifft." Zudem versah er seine Nachricht mit einer Zeichnung des Karikaturisten Bill Mauldin, der 1945 den Pulitzer-Preis für Medien, Journalisten und Schriftsteller erhielt. Mauldins Zeichnung sollte das wahre Gesicht des Krieges für die US-Soldaten im Kampf gegen die Deutschen in Europa zum Ausdruck bringen - im Gegensatz zu den oftmals verklärenden Darstellungen in der amerikanischen Heimat.

Automat Nummer drei

Mehrere Journalisten, etwa von der Nachrichtenagentur Reuters oder den Fernsehsendern CNN und ABC, dankten Hanks via Twitter und posteten Bilder von der Espresso-Maschine und der dazugehörigen Nachricht. NBC-Korrespondent Peter Alexander schrieb zu seinem Tweet: "Komme wegen des Kaffees und bleibe wegen der Nachricht."

Der von Hanks spendierte Automat stammt vom US-Hersteller Pasquini, dessen Gründer einst aus Italien in die Vereinigten Staaten eingewandert waren. Er soll im Handel in etwa zwischen 1700 und 2200 Dollar (zwischen 1617 und 2093 Euro) kosten.

Wenngleich das Geschenk angesichts der dauernden Fake-News-Vorwürfe Trumps und der von Hanks beigefügten Notiz eine ganz besondere Note zu haben scheint - ganz neu ist diese Art von Gönnerlaune des Schauspielers nicht. Tatsächlich hat er den Journalisten im Weißen Haus in der Vergangenheit schon zwei Mal eine Kaffeemaschine spendiert, das erste Mal 2004 zu Zeiten der Präsidentschaft von George W. Bush. 2010, inzwischen war Barack Obama Präsident, ließ Hanks den heruntergekommenen Automaten durch einen neuen ersetzen. "Wisst ihr, man sollte die Maschine eigentlich nach jeder Benutzung sauber machen", soll er den Journalisten damals als Rat mit auf den Weg gegeben haben.

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

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