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Oralsex-Witz spaltet USA Trumps Anhänger wollen Colberts Rauswurf

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Stephen Colbert steht in der Kritik, nachdem er in seiner TV-Show einen Witz gemacht hat - über Trump und Putins Penis.

(Foto: Youtube/The Late Show with Stephen Colbert)

Der Präsident der USA muss sich Kritik gefallen lassen - auch wenn sie in Gestalt von Humor daherkommt. Donald Trump stellt da keine Ausnahme da. In einem TV-Beitrag könnte Stephen Colbert nun jedoch zu weit gegangen sein.

Schon seit dem US-Wahlkampf ist Donald Trump ein bevorzugtes Thema amerikanischer Late-Night-Shows. Eine der größten hat es mit dem Trump-Bashing für den Geschmack vieler Amerikaner jetzt allerdings zu weit getrieben. Unter dem Hashtag #FireColbert rufen wütende Trump-Anhänger zur Entlassung des Late-Night-Gastgebers Stephen Colbert und zum Boykott seiner "Late Show" auf.

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Hintergrund ist ein zwölfminütiger Monolog des Showmasters in seiner Sendung bei dem US-Sender CBS am Montagabend. Darin zog Colbert eine bissige Bilanz der ersten 100 Tage von Trumps Präsidentschaft. Für Empörung sorgte vor allem eine Bemerkung Colberts, bei der er Trump mit Oralsex mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung brachte. "Ihr Mund ist ein Halfter für Putins Penis", hatte Colbert gesagt.

Anhänger des US-Präsidenten riefen daraufhin eine Website und einen Twitter-Account mit dem Namen FireColbert (feuert Colbert) ins Leben. Der gleichlautende Hashtag gehörte schnell zu den meistgenutzten.

"Ich habe Witze, er hat Raketen-Codes"

Als geschmacklos und über das Ziel hinausgeschossen bezeichneten viele den Monolog Colberts und forderten, er solle sich entschuldigen. Einige User riefen dazu auf, sich bei den Sponsoren der Show zu beschweren. Andere kritisierten, dass der Witz homophob gewesen sei.

Letterman-Nachfolger Colbert selbst verteidigte seinen Monolog gegen solche Kritik. Er würde es wieder tun, sagte der Showmaster laut US-Medien bei der Aufzeichnung seiner Sendung vom Mittwoch. Der Präsident könne selbst auf sich aufpassen, argumentierte Colbert. "Ich habe Witze, er hat die Raketen-Codes. Also ist es ein fairer Kampf." Allerdings räumte er ein, er würde im Nachhinein einige Formulierungen ändern, die gröber gewesen sind, als sie hätten sein müssen.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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