Unterhaltung

"Widerliche Nazi-Barbie" US-Feministin attackiert Taylor Swift

59526347.jpg

Swift mit ihrer "glitzrigen Erscheinung" sei für sie ein "furchteinflößender Flashback zu den Faschisten-Blondinen", so Paglia.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die prominente US-amerikanische Feministin Camille Paglia kann den Trubel um Everybody's Darling Taylor Swift nicht nachvollziehen. Vielmehr empfindet sie das Auftreten der Pop-Prinzessin als eine Katastrophe für das moderne Frauenbild.

Auf einer Welle der Sympathie und des Erfolgs ist Taylor Swift durch das Jahr 2015 geschwebt. Die 25-Jährige darf sich mittlerweile zu den Welt-Stars zählen - und zu den Lieblingen des internationalen Pop-Publikums. Allerdings gibt es auch Menschen, denen Swifts Auftreten ein Dorn im Auge ist. Die profilierte US-amerikanische Kulturwissenschaftlerin und Bestseller-Autorin Camille Paglia etwa. Die Feministin hat Swift in einem Essay im "Hollywood Reporter" mit kaum verhohlener Wut attackiert.

Paglia hält Swift für eine mittlere Katastrophe für das moderne Frauenbild. Nicht zuletzt weil die Sängerin gerne weibliche Co-Stars einlädt und dabei ein arg niedliches Image präsentiere. Swift lege ein "widerliches Nazi-Barbie"-Gebahren an den Tag, ätzt Paglia: "In unserer weit geöffneten, modernen Ära unabhänginger Karrieren können Mädels-Gruppen Frauen helfen, wenn sie es vermeiden, ein dümmliches, rückschrittliches Image zu zeigen - so, wie es im kichernden, zungerausstreckenden Überfall von Swifts Knuddel-Clique passiert."

Swift hatte auf ihre Welttournee andere Stars wie Avril Lavigne, Charli XCX und Lorde mitgenommen. Auch im Video zum Song "Bad Blood" war Swift mit einer höchstprominenten, sexy gekleideten Damen-Gruppe aufgetreten. Paglia schwebt etwas anderes vor: "Wenn Frauen einen bleibenden kulturellen Eindruck hinterlassen wollen, müssen sie weniger Cliquen bilden, sondern sich vielmehr auf ihre eigenen künstlerischen Gaben konzentrieren." Swift mit ihrer "glitzrigen Erscheinung" sei für sie ein "furchteinflößender Flashback zu den Faschisten-Blondinen", die in ihrer Jugend das Bild prägten.

Paglia hatte 1990 mit dem Buch "Sexual Personae" einen Verkaufserfolg gelandet. Sie gilt als eine prominente, aber auch äußerst umstrittene Vertreterin des Feminismus.

Quelle: ntv.de, jki/spot