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Tutti Frutti - Playboy - Hannover Und ewig lockt die Erdbeere

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Darauf einen Obstler: Erdbeere Elke Jeinsen (l.), Zitrone Stella Kobs (r.) und "Tutti Frutti"-Moderatorin Monique Sluyter.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Wie könnten wir "Tutti Frutti" je vergessen?! Cin Cin, Länderpunkte, Hugo Egon Balder, Monique, Tiziana, Kirsche, Zitrone, Kiwi … und natürlich die Erdbeere. Endlich ereilt uns jetzt mal wieder ein Lebenszeichen von der fleischgewordenen Sammelnussfrucht.

Es gibt investigative Leistungen, für die man der "Bild"-Zeitung einfach dankbar sein muss. Etwa die, seit geraumer Zeit das Leben der Erdbeere zu verfolgen und in regelmäßigen Abständen darüber zu berichten. So erfuhren wir dank der Zeitung vor rund zwei Jahren schon einmal, was die zweibeinige Sammelnussfrucht - wie die botanisch korrekte Einordnung der Erdbeere lautet - inzwischen so treibt. Sie "düst mit dem Jeep durch Hannover" war etwa eine der brühheißen Informationen, die wir seinerzeit selbstredend auch sofort mit unseren Lesern teilten - nicht ohne uns zugleich um das Schicksal von Kirsche, Kiwi, Zitrone und Orange zu sorgen. Immerhin - wenigstens den Verbleib von Monique und Tiziana konnten wir in dem Bericht ein wenig erhellen.

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Hahn im Korb: Hugo Egon Balder mit seinen Assistentinnen Monique Sluyter (l.) und Tiziana d'Arcangelo.

(Foto: imago stock&people)

Sie verstehen nur Obstsalat? Das tut uns leid. Denn dann gehören sie vermutlich zu einer der bedauernswerten Generationen, denen die Gnade der frühen Geburt der "Tutti Frutti"-Zuschauer nicht zuteilwurde. Oder ihre Frau oder Freundin - oder gar ihr Mann oder Freund? - hat Ihnen untersagt, die von 1990 bis 1993 ausgestrahlte Show zu gucken. Oder Sie haben sich aus irgendwelchen anderen absurd-moralischen Gründen damals entschieden, dieses Highlight in der Geschichte der deutschen Fernsehunterhaltung zu ignorieren - und bereuen dies bis ans Ende aller Tage.

Der Lustmolch und die Früchtchen

Allen anderen indes geht bei "Tutti Frutti" natürlich sofort ein Licht auf. Bei "Cin Cin" kommt ihnen nicht etwa ein Trinkgelage, sondern das gleichnamige Ballett mit zugehörigem Balla-Balla-Song in den Kopf. Sie erinnern sich an den noch jungen Hugo Egon Balder, der zwischen all den leichtbekleideten Früchtchen den moderierenden Lustmolch gab. Balders mehr oder weniger ebenfalls moderierende Assistentinnen Monique Sluyter und Tiziana d'Arcangelo tauchen noch heute gelegentlich in ihren Träumen auf. Nur die Sache mit den Länderpunkten kann nach wie vor auch von ihnen niemand so wirklich erklären.

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Heute ist die Erdbeere 49: Elke Jeinsen (Foto von 2011).

(Foto: imago stock&people)

Was aber ist, wenn der Name Elke Jeinsen fällt? Keine Ahnung, nie gehört? Mag sein, aber gesehen dann doch. Denn, oh Wunder, auch die Obst-Torten aus "Tutti Frutti" hörten im wahren Leben auf bürgerliche Namen. Und die mittlerweile 49-jährige Jeinsen ist keine Geringere als die Erdbeere von einst. Doch nicht nur das: Nach ihrem Einsatz in der deutschen Striptease-Show startete die gebürtige Hannoveranerin erst so richtig durch - als Playboy-Model, aber auch als dekoratives Film- und Fernsehbeiwerk in Serien wie "Baywatch" oder Streifen wie "Wayne's World 2". Von Videos mit so wenig subtilen Titeln wie "Every Man's Fantasy" oder "Bondage My Way" mal ganz zu schweigen.

Erdbeere mit Heimweh

Aber nach 23 Jahren im schönen Hollywood zieht es das menschliche Rosengewächs nun doch zurück in die Heimat. "Ich habe Heimweh nach Hannover", verriet Jeinsen der "Bild"-Zeitung, der wir nach knapp zwei Jahren nun endlich mal wieder ein neues Lebenszeichen von der Ex-Erdbeere verdanken. "Ich habe keine Lust mehr auf Hollywood. Ich hatte genug Party in meinem Leben", so die Blondine weiter. Sie sei bereits dabei, ihre Wohnung in den USA aufzugeben und wolle im kommenden Jahr nach Deutschland zurückkehren. Und das nicht ohne Mission: "Ich will als Personal Trainerin älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen helfen."

Ganz nebenbei erfahren wir noch ein weiteres nicht ganz unwesentliches Detail aus Jeinsens Leben: Sie sei eine "Single-Lady", schreibt "Bild". Na, dann wünschen wir der ehemaligen Erdbeere doch, dass sie zu Hause vielleicht die passende Banane findet - diese Obstsorte gab es seinerzeit im "Cin Cin"-Ballett nicht.

Quelle: ntv.de