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Das Problem mit den falschen Idealen Wie dick genau ist "Plus Size"?

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Ist das "Plus Size"? Fotografin Annie Leibovitz kam es beim Shooting für den Pirelli-Kalender 2016 auf andere Dinge an.

(Foto: Annie Leibovitz/Pirelli Kalender 2016/dpa)

Seit man als "Plus Size"-Model in Bademode durchstarten kann, ist der Begriff in aller Munde. Gern werden darunter aber auch mal Frauenkörper sortiert, die in völlig gewöhnliche Kleidergrößen passen. Amy Schumer stinkt das. Sie prangert ungesunde Ideale an.

Mit Amy Schumer ist nicht gut Kirschen essen, wenn sie sich falsch behandelt fühlt. Das hat nun das US-Magazin "Glamour" erfahren müssen. Die Komikerin wurde in einer Spezialausgabe der Zeitschrift in einer Reihe mit fülligeren Hollywood-Damen wie Melissa McCarthy, Adele und Model Ashley Graham genannt und somit als "Plus Size" bezeichnet. Das passt der 34-Jährigen so gar nicht, denn es sende die falsche Botschaft an junge Frauen, schrieb sie auf ihrem Instagram-Profil.

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Ashley Graham arbeitet zwar als "Plus Size"-Model, trägt aber keine "Plus Size"-Größe.

(Foto: Instagram/theashleygraham)

Schumer finde nichts Verwerfliches daran, "Plus Size" zu sein, immerhin handle es sich bei den Frauen um wunderschöne, gesunde Damen. Als "Plus Size", sozusagen Übergröße, wird in den USA eine Kleidergröße ab Größe 16 angesehen, in Deutschland entspricht das bei den Frauen einer 46. Schumer schrieb auf Instagram, ihre Kleidergröße schwanke zwischen 6 und 8, was in Deutschland wiederum 36 beziehungsweise 38 gleichkommt. Auch Melissa McCarthy und Ashley Graham hatten in letzter Zeit öffentlich erklärt, Kleidergröße 14 zu tragen und würden somit ebenfalls nicht unter den Stempel "Plus Size" fallen.

"Fühlt sich nicht richtig an"

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Schumer prangert zudem an, dass das Magazin sie nicht darüber informiert habe, dass sie in der Spezialausgabe auftauchen würde. "Es fühlt sich nicht richtig an", so Schumer. Vor allem habe sie Bedenken, dass junge Mädchen beim Anblick ihres Körpertyps denken, sie sei "Plus Size". "Nicht cool Glamour, keineswegs glamourös", schreibt die Schauspielerin und fragte ihre Fans nach ihrer Meinung.

Eine Kommentarflut findet sich unter ihrem Post. Die meisten Fans können ihre Reaktion verstehen und stimmen ihr zu, sich gegen den Stempel zu wehren. Vor allem die Tatsache, welche Botschaft diese festgefahrenen Figurtypen senden, sehen die meisten kritisch. Allerdings wundern sich auch manche Fans, warum sie sich beschwert. Wenn sie "Plus Size" nicht schlimm finde, sollte sie sich doch geehrt fühlen.

Positives Körpergefühl

Schumer postete ein Video von sich als Antwort. Darin läuft sie im Bikini mit einem Drachen auf und ab. "Unterm Strich scheint es, dass diese Stempel unnötig sind und lediglich für Frauen reserviert sind", so ihr Kommentar dazu.

Das Magazin hat sich nach Informationen der "Daily Mail" bereits bei Amy Schumer entschuldigt. Die Zeitschrift und ihre Leser liebten Amy, heißt es demnach in der E-Mail. Allerdings würde die Spezialausgabe Schumer nicht als "Plus Size" bezeichnen, der Titel laute lediglich "Frauen, die uns inspirieren". Und das tue die Schauspielerin durch ihre leidenschaftliche Art und Weise, in der sie ein positives Körpergefühl in die Welt hinaustrage.

Quelle: n-tv.de, ame/spot

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