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Die Polizei, dein toter Helfer Der Berliner "Tatort" im Schnellcheck

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Müssen am Kotti auf Streife gehen: Tolja (Jonas Hämmerle) und seine Vorgesetzten

(Foto: rbb/Stefan Erhard)

Kommissar Rubins Sohn Tolja will in die Fußstapfen seiner Mutter treten - allerdings nicht als Ermittler, sondern als Streifenpolizist. Gleich bei seinem ersten Einsatz erfährt der Junge, dass eine Ruhestörung in Berlin bisweilen gefährlicher ist als es der Name verrät.

Das Szenario

Tolja Rubin (Jonas Hämmerle) absolviert ein Einsatzpraktikum bei der Berliner Polizei. Eingesetzt wird der Sohn von Kommissarin Rubin (Meret Becker) ausgerechnet am Kottbusser Tor, einem der Kriminalitätsschwerpunkte der Hauptstadt. Wie übel es am Kotti zugehen kann, erfährt Tolja aus erster Hand: Zusammen mit Streifenführer Stracke (Peter Trabner) und seiner Kollegin Sandra (Anna Herrmann) wird der Junge zu einem Fall von Ruhestörung gerufen, der furchtbar eskaliert. Am Ende des Einsatzes liegt Sandra erschossen in der Wohnung zweier Drogendealer, Stracke mit einem Beindurchschuss im Krankenhaus und Tolja traumatisiert in einem Krankenwagen - eine schusssichere Weste rettete den angehenden Polizisten vor dem sicheren Tod.

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Toljas (Jonas Hämmerle) Einsatzpraktikum lief gehörig schief, nun muss sich Kommissarin Rubin (Meret Becker) um den Sohnemann kümmern.

(Foto: rbb/Stefan Erhard)

Kommissarin Rubin und ihr Kollege Karow (Mark Waschke) stoßen bei ihren Ermittlungen schnell auf Ungereimtheiten: Das Verhältnis von Toljas Kollegin Sandra mit dem deutlich älteren Stracke ging offenbar über das rein Dienstliche hinaus - zum Leidwesen von Strackes Ehefrau. Doch auch das ist nur die Spitze des Eisbergs: Am Ende des Falls enthüllen Rubin und Karow eine grausame Wahrheit.

Die eigentliche Botschaft

Wer Polizeidienst in der Hauptstadt schiebt, der sollte nicht nur starke Nerven haben, sondern am besten auch eine Beziehung, die sich nicht so einfach erschüttern lässt.

Darüber wird in der Mittagspause geredet

Über die Anfangsszene: Die Beamten klopfen wegen Ruhestörung und verlassen die Wohnung in Leichensack und auf Krankenliegen - das ist selbst für Berliner Verhältnisse eine beeindruckend steile Eskalationsspirale.

Der Plausibilitätsfaktor

So lala. In "Der gute Weg" scheinen sich alle Einwohner der Metropole zu kennen. Und es gibt so viele Zufälle, dass man echt nicht mehr an Zufall glauben kann.

Die Bewertung

7,5 von 10 Punkten. "Der gute Weg" ist ein spannender Film, der irgendwo zwischen Drama und Thriller changiert. Abzüge in der B-Note gibt es für die Häufung von vermeidbaren Zufällen.

Quelle: n-tv.de

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