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"Promis unter Palmen" "Die Hand eines Mannes am Knie einer Frau"

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Diese Promis machen für Geld alles.

Die Crème de la Crème des Trash-TV kämpft um Knete. Jeder bringt 1A-Qualitäten mit: Obert die Trinkfestigkeit eines alten Matrosen, Monté eine Penisverlängerung und "La Nick" ihre spitze Zunge. Und Yotta sei Dank gibt’s auch viel "Enerdschi"!

"Der greift ihr untern Rock und sie säuft sich dabei einen an", lästert Désirée Nick, "die spitzeste Zunge der Nation", über Schnapsdrossel Claudia Obert, die sich vom rotnasigen Ronald Schill aka "Richter Gnadenlos" am Pool die "Sauerkrautstampfer" tätscheln lässt. Bevor Sie jetzt denken, irrer kann's nicht werden, Momentchen: Das hier ist "Promis unter Palmen". Und bei den meisten versagt der Sonnenschutz binnen Sekunden und das Hirn beginnt zu brutzeln.

Das Reality-Format, das vor der Corona-Krise abgedreht wurde, bietet ein bisschen Zerstreuung in diesen schweren Zeiten und hat, frei nach Nietzsche, durchaus das Potenzial, einen neuen, tanzenden Stern am Trash-TV-Himmel gebären zu können.

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Zehn Promis - der eine mit Sockenschuss, der andere mit lose verdrahteten Synapsen - ziehen gemeinsam in eine dekadente Luxusvilla direkt vor der Traumkulisse Phukets, um sich dort gegenseitig gehörig in die Parade zu fahren. Denn diese Promis, so heißt es, würden für 100.000 Euro, die dem Gewinner winken, wirklich "alles" machen.

Aber erstmal reinschlawinert und die neue Behausung! "La Nick" mit Topfigur im feinen Etuikleid, auf dem Haupt die halbe Deko-Abteilung von Nanu-Nana, karrt als Erste ihren Koffer in die prunkvolle Bude, wo sie ihn am Treppenabsatz stehenlässt, um ihn sich "von irgendeinem Arschloch" in die Separees nach oben tragen zu lassen. In diesem Falle ist dies kein Geringerer als Bastian Yotta, der alte Pumper.

"Full of Enerdschi" ran an den Schampus

Yottas markante Muskeln, das servile Grinsen: Der Trash-Apologet spürt förmlich, wie die "Enerdschi" zurück in seine lethargischen, Homeoffice-verschnarchten Knochen schießt. Minimales Problemchen: Der Mucki-Mann kommt nicht auf "La Nicks" Namen: "Katja Riemann?" Fast. So ähnlich.

Nach und nach trudeln die Bewohner ein: die "banale" Eva, jener brünette Keifkeks, der im letzten Promi-Big-Brother-Container ewiglich "nicht kacken konnte", Lustmolch Ronald Schill, bekennender "sexsüchtiger Sexist" und Janine Pink, die sich garantiert vorab beflissentlich ihre "Monika" rasiert hat. Schill und "La Nick" liegen sofort auf einer Wellenlänge, obschon die Frau, die dem schmierlappigen Frauen-Nachschnüffler "zu gern die Hose runterziehen und vor ihm knien würde" (…), "nicht mehr die Jüngste" ist.

Auch mit von der Partie: Die blonde Carina Spack, bekannt aus diversen Bumsformaten, Drama-Queen Matthias Mangiapane (kurz: MaMa), Jeanshemd-Gesicht und Janine-Pink-Ex, Tobi Wegener sowie last, but not least Lebedame und Weltmeisterin im Schampus weglöten, Claudia Obert.

Man bauchpinselt einander sehr wenig und hasst sich sehr schnell. Das ist gut. Der Zuschauer hat keine Lust, putzigen Irrlichtern dabei zuzuschauen, wie sie harmoniebesoffen durch irgendeine Villa federn. "Konfro" muss her! Und die kommt so rasant wie eine Dampflock, denn Désirée "empfindet Abneigung gegen junge Mädchen", vermutlich, "weil sie sie um ihre Jugend beneidet", so Schenkel-Tätschler Schill.

Geskriptet oder nicht: "egal", wie wir vom Wendler gelernt haben. Wer meint, "Promis unter Palmen" sei Zeitverschwendung, hat Trash-TV nie begriffen. Das Handwerk am besten beherrschen die alten Trash-Hasen Claudia Obert und "La Nick". Obert, beschwingt dauerbesoffen, hat keine Lust, sich von der Grande Dame der Spitzzüngigkeit vorwerfen zu lassen, wie viel sie schluckt und für wen sie "ihre Beine spreizt", denn "when I fuck, I fuck!" Klar?

Schniepi-Talk: schön ordentlich "durchkackeln"

Erste Opfer sind schnell gefunden: MaMa und sein Undercut. So eine "Frise" kennt die Nick sonst nur aus Nordkorea. Die Haare wie Kim Jong-un und fleckiges Make-up in der Visage. Wenn aber der Ex von Helena Fürst, Ennesto Monté, mit seiner dreifachen Schniedel-Verlängerung der Normalste unter dieser Armada aus Leuten mit Lattenschuss ist, dann wissen wir: Dieses Format macht vieles richtig!

Man lernt einander kennen, Tobi will am liebsten wieder heim, weil ihn der Schock, auf Janine zu treffen, glatt aus den Badelatschen haut. Man palavert über "Titten-Verkleinerungen", gefolgt von Schniepi-Talk über "Mikro-Penisse". Aber merke: "Es kommt nicht auf die Größe an, das viele rein und raus bringt die Kilometer" (Obert). Ständig will irgendeiner wissen, wer wen "durchgekachelt" hat und der Zuschauer wird inzwischen ganz neidisch auf die Obert, die sich in einer Tour den Schampus hinter die Binde kippt, um ihren leidenden Intellekt ob der sie umflorenden Hirnlosigkeit zu fluten.

Die erste Nacht beginnt mit "keinem schönen Anblick". Dieser nach Brasilien ausgewanderte "Lappen" Ronald pennt "unten ohne": Die Glocken von Ron sozusagen. Man genießt die Ruhe vor Yottas "Miracle Morning" und den harten Spielen am nächsten Tag. Als Dinos verkleidet müssen die Promis Eier in Körbchen tragen. Es gewinnen der süße Einfaltspinsel Tobi und diese "Bachelor"-Blondine - "zwei Luschen, wenn man's genau nimmt", wie die Nick kommentiert.

Frauen im Krieg und eine Hausfrau mit TÜV

An einem heißen Tag in Thailand darf man sich auch ruhig mal ein paar gewissen Stimmungen hingeben. Zeit zum Chillen. Claudia geht erstmal "einen bechern" und Tobi "is lost", weil die Janine ihm nach dem Aus ihres Bratkartoffelverhältnisses ihre ganze Insta-Brut auf den Hals gehetzt hat. "Aber Frauen im Krieg", orakelt Yotta weise "das ist wie ein Gewitter, das geht vorüber".

Hoffentlich niemals vorüber gehen Oberts Modenschauen. Die Powerfrau zieht sich in einer Tour um. In ihren "unvorteilhaften" Fummeln erinnert sie aber eher an eine "Hausfrau, die ihre zwei Einkaufstaschen hinter sich herschleift". Na und? Immerhin geht bei Clooodia "noch was"! Sie hat schließlich "noch TÜV", raunt sie und scharwenzelt mit Schlagseite auf den chillenden Schill zu. Der ist der "notgeilen" Frau, die Désirée an Bette Davis erinnert ("'ne 60-Jährige im Babydoll-Kleid mit Dachschaden") gegenüber nicht abgeneigt und "fingert sie". Naja, nicht wirklich! Aber "die Hand eines Mannes am Knie einer Frau gehört dem, der nach Höherem strebt", flötet der Bonvivant.

Es wird gelästert, gemeinsam gespielt und Yotta beweist, wie wenig Schmackes er hat. Die Show aber liefern die Damen, allen voran Nick, die die sexuelle Spannung mit derben Sprüchen massiv nach oben pusht. Manche mögen sagen, das ziemt sich nicht für eine Dame von Welt! Doch nicht nur Frauen ihres Kalibers haben das Recht, dem Mann auf den Kopf zuzusagen: "Bei der (Obert) musste mal mit flinker Zunge durch den Schritt gehen!"

In allem aber schwingt die Sorge mit, Schill wolle die komplette WG "knallen". Doch bevor Ennesto in derlei Verzückung kommt, muss er die Villa schon wieder verlassen. Wie eine lammfromme Seele bedankt sich der Mann mit dem "Eigenfett im Schwellkörper" für "die warmen Worte", anstatt zu sagen: "Mist, dass ich als Erster rausfliege!" Désirées durchdringender Blick und die Freude, die erste Abwahl überstanden zu haben, zeigen, dass sich Schluckspecht Claudia, die im Strom "ihre Cellulitis ums Eck karrt", auf was gefasst machen kann.

Nächsten Mittwoch geht als Erstes die Resthöflichkeit baden. Es hat ein bisschen was von "Herr der Fliegen". "La Nick" schwingt die Lanze.

Quelle: ntv.de