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"Ninja Warrior Germany" - Finale Ein Wurm schlängelt sich nach oben

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Feuer und Flamme: Die "Ninja Warrior Germany"-Kandidaten haben wieder alles gegeben.

MG RTL D / Stefan Gregorowius

Nach sieben Vorrunden und einem Halbfinale haben die 28 "Ninja Warrior Germany"-Finalisten nur noch ein Ziel vor Augen: den Gipfel des "Mount Midoriyama". Am Ende steht aber nur einer am Fuße der Mutter aller Parcours-Hindernisse.

Die höchsten Berge, die tiefsten Tiefen, die fernsten Planeten: Der Mensch will alles erklimmen, erforschen und bezwingen. Er will einfach überall dabei sein und alles schon mal gesehen haben - natürlich auch den feuerwehrroten Buzzer auf dem Gipfel des sagenumwobenen "Mount Midoriyama".

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28 Teilnehmer kämpften im Finale um den Sieg.

(Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius)

Am höchsten Punkt im "Ninja Warrior"-Olymp standen noch nicht allzu viele Menschen. Sicher, ein paar Bauarbeiter und Stahlgerüst-Architekten konnten den Ausblick von ganz oben schon genießen. Aber Athleten ohne helfende Hebebühne unterm Hintern? Von den Abertausenden "Ninja Warrior"-Kletteraffen weltweit haben es bis dato ganze sechs Exemplare auf den Gipfel geschafft. Ein Deutscher war bisher noch nicht dabei. Das soll sich nun aber endlich ändern.

28 stählerne Hangelmaschinen

Mit der Unterstützung von Hunderten wildgewordenen "NWG"-Fans und drei gewohnt hibbeligen Moderatoren (Frank Buschmann, Jan Köppen, Laura Wontorra) im Rücken atmen 28 stählerne Hangelmaschinen noch einmal kräftig durch, ehe es im großen "Ninja Warrior Germany"-Finale ans Eingemachte geht.

Zwei endlos lange Parcours-Runden holen die bis in die Haarspitzen motivierten Mannskerle alles aus sich raus. Literweise Schweiß tropft von der Hallendecke. Die Menge johlt und steht auf den Sitzen. Zwischen doppelten Himmelsleitern und wackeligen Hangel-Wellen hängen und schweben die Boulder- und Kletter-Experten in der Luft. Jeder geht an seine Grenzen. Aber nicht für alle reicht es bis vor die Tore zum "Ninja Warrior"-Paradies.

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Sie guckten wie immer genau hin: die Moderatoren Jan Köppen (l.), Laura Wontorra und Frank Buschmann.

(Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius)

Vor dem alles entscheidenden dritten Final-Parcours, an dessen Ende sich der zwanzig Meter hohe "Mount Midoriyama" in Richtung Hallendecke streckt, sind nur noch zehn Kandidaten im Rennen, darunter so erfahrene Format-Nerds wie die beiden "Last Man Standing"-Preisträger aus den Jahren 2016 und 2017, Moritz Hans und Oliver Edelmann.

Ruhm und Ninja-Ehre

Auch "Mister Bizeps" Sladjan "Sladdi" Djulabic und "Flitzebogen" Simon Brunner spannen im Angesicht von schwebenden Schaumstoff-Türen und gläsernen Spannungsbögen noch einmal alle Muskelgruppen an. Eine knappe Stunde später stehen aber auch die Speerspitzen der hiesigen Kletter-Branche mit nassen Shirts und beiden Daumen nach unten zeigend vor dem Mikro von Hat-leider-nicht-ganz-gereicht-Reporterin Laura Wontorra.

Einzig Alexander Wurm hat noch keine Lust auf tiefergehende Analysegespräche. Der 21-jährige Student aus Köln ist der "Last Man Standing". Und nicht nur das. Nach dem einzigen fehlerfreien Ritt durch den Final-Parcours steht der schüchterne Rheinländer vor dem "Epizentrum der athletischen Leistungsfähigkeit" (O-Ton Frank Buschmann). Sollte er es tatsächlich schaffen? Ganze zwanzig Meter trennen Alexander Wurm noch vom Buzzer aller Buzzer.

Der Traum vom Titel, von Ruhm und Ninja-Ehre und satten 300.000 Euro ist zum Greifen nah. Jetzt zählt's. Alexander packt sich das Seil, und los geht's. Wie in Trance klettert er sich in die Höhe, während die Sekunden (er hat nur eine halbe Minute Zeit) unbarmherzig verstreichen. Noch zehn, neun, acht … "Wie weit muss er noch?", schreit Buschi ins Mikro. Die Antwort: zu weit.

Großes Kino, Herr Wurm!

Knapp zwei Meter vor dem leuchten Buzzer ertönt die Sirene. Für den Bruchteil einer Sekunde wird es mucksmäuschenstill in der Halle. Dann aber wackeln die Wände. Und das völlig zu Recht. Denn nun hat man auch hierzulande endlich einen "Ninja Warrior"-Athleten, der weiß, wie es sich anfühlt, auf dem Gipfel des "Mount Midoriyama" zu stehen. Schei… der Hund auf die fehlenden drei Sekunden. Großes Kino, Herr Wurm! Applaus! Applaus!

Quelle: n-tv.de

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