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"Dschungelcamp" - Tag 6 "Never change a winning Team"

Marco ist "ultra langweilig", Sonnenschutz-Sonja begehrt gegen unser RTL auf und eine Mutter sieht rot. Sterne gibt es auch, dazu die wichtige geozentrische Frage: Wo ist oben und wo ist unten?

"Ich weiß nicht, ob das so schlau war, hier reinzugehen", resümiert Marco über seine vielleicht etwas voreilige Dschungel-Zusage. Er habe schlicht "keinen Bock mehr", denn im Camp sei es soooo "langweilig", um nicht zu sagen "ultra langweilig". Tjaha, Marco, was meinst du, wie es dem Zuschauer geht? Aber weil wir nicht so "negativ" wie Daniela sind, ziehen wir aus diesem "Scheiß" das spärlich Positive.

Tag 6 im Camp ist nämlich ein tipptopp Tutorial für alle, die blaumachen wollen. Auftritt Elena: "Ich hab Schwindel, (…) nein, es geht nicht! SCHWINDEL oh, nein!" Der verhassten Klausur entgehen, dem öden Büro-Alltag entfliehen, dafür gibt es jetzt eine wackelige Lösung. Medizinischer Fachausdruck: Miras-Taumel!

Jegliche Formen von Miras-Taumel, auch leichte, gehören auskuriert, auf dem Sofa mit TV Now und einem medizinischen Mix-Getränk, das mehr Umdrehungen hat, als der Schwankschwindel selbst. Denn, naja, nur so schreitet die Genesung schnell voran. Blöd nur, dass dieser durchtriebene Typ von Allgemeinmediziner, der unsere "Eleeena" durchcheckt, ihr die oscarreife Nummer nicht abnimmt, und ihr beste Gesundheit attestiert. Unverschämtheit!

Nicht so aber die Tatsache, dass das Camp allmählich den Aufstand gegen die stets "negative" Daniela probt. Sonja ist die Vorhut. "Du willst immer streiten, wir wollen dich unterstützen und du greifst uns an. Ich habe keine Lust mehr auf Aggression! Wenn wir elf Leute alle so wären, hätten wir uns schon aufgefressen." Und als die Null-Sterne-Frau erneut androht, den Dschungel verlassen zu wollen, fällt er - der große Satz, dem feinstes Potenzial für eine schöne Meuterei innewohnt: "Die Show geht auch ohne dich weiter!"

"Ein Experiment der Menschlichkeit"

DAS WAR TAG 6 IM DSCHUNGELCAMP

Heldin des Tages: Kirchberger, die Jeanne d’Arc des Dschungel, die den Aufstand gegen Daniela probt.

Schurken des Tages: Zuschauer, die "immer wieder Mütter in die Prüfungen wählen". (Danni)

Zitat des Tages: "Für die sind wir alle Mülleimer!" (Sonja K. über Danni)

Erkenntnis des Tages: Eine Mutter flog in den Dschungel um "Geld zu verdienen".

Bestseller des Tages: Legat liest Kafka.

Zur nächsten Prüfung müssen: Danni und Elena.

Aber nein, schnell wird es wieder handzahm, es sei eben "ein Experiment der Menschlichkeit", obschon Daniela die anderen "wie Mülleimer" behandele. Apropos Danni-Behandlung: Wie kann der Zuschauer sich bitteschön nur daran "ergötzen", Frauen "zu quälen", schlimmer noch "EINE MUTTER" zu quälen? Und sie immer wieder in die Prüfung schicken. Sieht er denn nicht: "Meine Psyche ist durch!" Die "Mutter" leidet, die Mutter hat "Angst im Dunkeln", die Mutter … möchte bitte aus dem Bälle-Paradies abgeholt werden.

Gemeinsam mit dem schwankenden Schwindel geht’s auf ins "Verlies Navidad", oder wie es aus Raúl mit Bundestrainer-Qualitäten herausbricht: "Never change a winning Team". Zeit für Elena, ein letztes Mal zu versuchen, der Prüfung fernzubleiben und diesem widerlich akkuraten Mediziner glaubhaft zu verklickern, diesen Tag höchstwahrscheinlich nicht zu überleben. Bitte vor dem nächsten Blaumach-Versuch folgenden Dramolog auswendig lernen: "Es geht mir schlecht! Nee, so nicht! Ein Zirkus! (…) Lächerlich, ich hab Schwindel." Anschließend filmreif vom Stuhl sinken und mit verbliebener Restkraft herzzerreißend jenes kleine, große Wörtchen schluchzen, das für gewöhnlich alle Medizinerherzen sofort erweicht: "Ey!"

"Mich hat was gebissen!"

Gebracht hat Elenas Jammern - nichts. Angekettet an die Dunkelhasserin muss sie auf dem Boden des Verlieses nach Sternen tasten. Dies scheint selbst ob der Abwesenheit von Licht relativ einfach, vorausgesetzt man weiß, wo der Boden ist. Genau: nämlich an der Decke! So tapsen sie wie zwei blinde Bärchen herum, Daniela verfällt in Kleinkind-Sprech und hach ja: "Ich denke schon, dass ich für zwei kämpfen muss."

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Möchte kein Mülleimer sein - Sonja.

(Foto: TVNOW)

Aber sie machen das wirklich phantastisch! Ihre Strategie: die gewiefteste unter den Sternen-Suchen. Immer auf ein und derselben Stelle hocken bleiben und plärren. Plötzlich ein feister Daniela-Angriff aus dem Hinterhalt: "Mich hat was gebissen, das habe ich gemerkt!" Schnell! Nieder mit dem Paravent, bevor er die Mutter mit Haut und Haar verspeist!

Such-Taktik: 1+ mit Sternchen. Läppische Ausbeute. 2 Sterne. Sonja so: "Es wäre besser, wenn man einfach mal was gemacht hätte!" Haben sie doch: versagt! Positiv bleiben! Zwei Sterne sind besser als keiner und sowieso: Ohne Elena wäre Daniela gar nicht erst in diese pharaonenhafte Begräbnisstätte rein marschiert!

Was sonst noch geschah:

Legat liest tatsächlich Kafka und mutiert zu Gregor Samsa und die Venusfalle keift unser RTL an, sie bestehe auf ihren "Sonnenschutz". Schließlich pflege man nur "eine Geschäftsverbindung". Auch hier lassen sich wieder große Lehren für den eigenen Alltag ziehen. Das Verhältnis zum Arbeitgeber würde sich, vormals in den heißen Monaten, exorbitant verbessern, würde man nach jedem Wochenende erstmal beim Chef gehörig Stunk machen, wo denn "der Sonnenschutz" bleibe. Lichtschutzfaktor 100, aber zappzarapp: "Wir haben eine Geschäftsverbindung!"

Übrigens: Marco ereilt an Tag 6 ein heftiger Energieschub. Er könnte Bäume ausreißen, sagt er und gibt vor, einen schwarzen Gürtel zu haben. Diese Energie wirkt sehr, sehr ansteckend. Gleich mal bei eBay gucken, was so ein Teil kostet.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" läuft bis 25. Januar täglich bei RTL und ist jederzeit bei TVNOW abrufbar. Weitere Informationen zur Sendung und zur Spendenaktion gibt es auch bei RTL.de.

Quelle: ntv.de

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