Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:28 Irlands Gesundheitsexperten empfehlen neuen Lockdown +++

Irland will Anfang der kommenden Woche über neue Maßnahmen entscheiden. Das kündigte Transportminister Eamonn Ryan nach einem Treffen mit Vertretern der Gesundheitsbehörden an. Diese hätten einen landesweiten Lockdown empfohlen. Die Regierungsmitglieder teilten die Sorgen der Experten. Doch es müssten diverse Faktoren berücksichtigt werden.

+++ 22:56 Staat New York öffnet Kinos wieder +++
Im US-Bundesstaat New York dürfen Kinos ab dem 23. Oktober wieder öffnen. Ausgenommen sei jedoch die Metropole New York City, sagt Gouverneur Andrew Cuomo. Zudem gebe es Auflagen. Die Kapazität darf nicht mehr als 25 Prozent betragen mit maximal 50 Zuschauern pro Leinwand. Öffnen dürfen die Lichtspielhäuser auch nur in Bezirken, in denen die Rate von positiven Tests innerhalb von 14 Tagen unter zwei Prozent liegt.

+++ 22:20 Tschechien errichtet Feldlazarett +++
Die tschechische Armee hat mit den Vorbereitungen für den Aufbau eines Feldkrankenhauses auf dem Prager Messegelände begonnen. Im rund 100 Kilometer entfernten Hradec Kralove (Königgrätz) wurden die ersten Container mit medizinischem Gerät verladen, wie das Verteidigungsministerium bekanntgab. Der Konvoi soll sich am Montag auf den Weg in die Hauptstadt machen. «Der Kampf gegen die Pandemie ist jetzt nicht nur für die Armee die Aufgabe Nummer eins», sagte Verteidigungsminister Lubomir Metnar. Das Feldkrankenhaus soll im Fall einer Überlastung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten als Reservekapazität zur Verfügung stehen. Es hat einen voll ausgerüsteten Operationssaal, eine Intensivstation, ein Labor und Röntgengeräte. Insgesamt sollen knapp 500 Betten zur Verfügung stehen. Tschechien kämpft mit rapide steigenden Ansteckungszahlen. Am Freitag kamen 11.105 bestätigte Corona-Fälle hinzu, wie aus Behördendaten hervorging. Damit wurde erstmals die Schwelle von 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten.

+++ 21:45 Frankreich verzeichnet fast 33.000 Ansteckungen +++
Frankreich meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen eines Tages habe es 32.427 neue Fälle gegeben, gibt das Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten steigt um 90 auf 33.392.

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+++ 21:14 Österreich meldet 1747 neue Fälle +++
In Österreich verzeichnet erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Wien wurden 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der jüngste Tageshöchstwert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

+++ 20:40 Hessen und Niedersachsen mit Rekordzuwächsen +++
Zwei Bundesländer verzeichnen zum Abend neue Höchststände: Hessen mit 882 und Niedersachsen mit 554 neuen Fällen. Spitzenreiter bleibt Nordrhein-Westfalen, das allein 1889 Neuansteckungen meldet, gefolgt von Bayern mit 1383 registrierten Infektionen. Nur noch vier Bundesländer kommen auf lediglich zweistellige Zuwachsraten: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bremen. Wegen des Wochenendes lieferten von den 16 Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Zahlen.

+++ 20:20 Deutschland meldet 6580 neue Fälle  +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 358.833 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 6580 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 26 auf 9771. Als aktuell infiziert gelten rund 60.470 Personen. Wegen des Wochenendes lagen bis zum Abend nur die Zahlen von 14 der 16 Bundesländer vor, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben keine Daten geliefert. Bei den Neuinfektionen geht der Trend weiter nach oben. Nachdem gestern die Marke von 5000 überschritten wurde, liegt der 7-Tage-Schnitt aktuell bei 5409,9.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,40 angegeben (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass im Durchschnitt zehn Infizierte 14 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,37 (Vortag: 1,30). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 730 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 345 davon werden beatmet. Rund 8800 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:52 Slowakei plant großangelegte Massentests +++
Angesichts steigender Zahlen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus will die Slowakei landesweite Testmöglichkeiten anbieten. Bürger würden sich an rund 6000 Stationen im ganzen Land kostenlos testen lassen können, sagte Regierungschef Igor Matovic nach Angaben der slowakischen Agentur TASR. Kinder unter zehn Jahren seien davon ausgenommen. Unklar war zunächst, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein werden. Die Regierung habe rund 13.000 Millionen Antigen-Tests bestellt, von denen sie sich schnelle Ergebnisse erhoffe. Die Aktion sollte demnach an den kommenden beiden Wochenenden stattfinden. Polizei und Militär sollten bei der Durchführung unterstützen. "Wenn wir das schaffen, werden wir der ganzen Welt ein Vorbild sein", sagte Matovic. Die Slowakei hatte am Freitag zum ersten Mal mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt verzeichnete das Land bisher 28.268 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus.

+++ 19:18 Lombardei führt Sperrstunde ein +++
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden der norditalienischen Region Lombardei eine Sperrstunde für Bars und Restaurants ab Mitternacht eingeführt. Die neuen Maßnahmen sehen auch ein Verbot für den Verkauf von Speisen zum Mitnehmen und für Alkohol ab 18 Uhr vor. Es dürfen keine Amateursport-Events mehr stattfinden. Diese und weitere Maßnahmen gelten ab Samstag und zunächst bis zum 6. November und sollen von der Polizei überwacht werden.

+++ 18:45 Italien meldet Allzeithoch: Fast 11.000 neue Fälle +++
In Italien hat das Gesundheitsministerium 10.925 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - so viele wie nie zuvor. Zudem seien 47 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte will am Sonntag weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus verkünden. Weitere Details teilte sein Büro nicht mit.


+++ 18:21 London verzeichnet starken Anstieg bei Toten +++

In Großbritannien sind nach Regierungsangaben an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden. Zudem wurden 16.171 nachgewiesene Neuinfektionen registriert nach 15.650 am Freitag.


+++ 17:55 Altmaier: "Neuer Lockdown nicht zielführend" +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt davor, die Wirtschaft als Ganzes herunterzufahren. "Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder Tanken, sind eher unproblematisch, sofern Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden", sagt der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Einen neuen Lockdown brauchen wir deshalb nicht." Es sei "nicht zielführend, ganze Wirtschaftsbereiche zu schließen, die erkennbar nichts oder wenig mit dem Infektionsgeschehen zu tun haben".

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Nachdenklich: Wirtschaftsminister Altmaier auf der Kabinettssitzung am Mittwoch.

(Foto: imago images/photothek)

+++ 17:25 Belgiens Außenministerin infiziert +++
Die belgische Außenministerin Sophie Wilmes hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv getestet worden, teilt sie per Twitter mit. Vermutlich sei die Ansteckung innerhalb ihrer Familie erfolgt. Bereits am Freitag erklärte sie, sie werde sich selbst isolieren, weil es einen Verdacht auf Covid-19-Symptome gebe. Wilmes hatte am 12. Oktober an Gesprächen mit den anderen EU-Außenministern in Luxemburg teilgenommen.

+++ 16:55 Schnelltest bei Steinmeier negativ +++
Ein erster Schnelltest auf das Coronavirus bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist nach Informationen von ntv negativ. Das Ergebnis des PCR-Tests wird demnach für morgen erwartet. Steinmeier hat sich am Nachmittag in Quarantäne begeben, weil einer seiner Personenschützer mit dem Coronavirus infiziert ist.
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+++ 16:31 Indien meldet mehr als 60.000 neue Fälle +++
In Indien sind laut Gesundheitsministerium 62.212 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Nach den USA verzeichnet das Land mit 7,43 Millionen die weltweit zweithöchste Zahl an nachgewiesenen Ansteckungsfällen. Insgesamt starben rund 113.000 Menschen mit oder an dem Virus. Allerdings sei die Zahl der aktiv Infizierten erstmals seit eineinhalb Monaten unter 800.000 gesunken, hieß es weiter.


+++ 16:01 Rekordwert in den Niederlanden erneut übertroffen +++

Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

+++ 15:31 Auch FDP gegen Sonderrechte für Spahn +++
Die FDP übt scharfe Kritik am geplanten Ausbau der Corona-Sonderrechte für Gesundheitsminister Jens Spahn. "Der Gesundheitsminister scheint die Lektion aus den jüngsten Gerichtsentscheidungen nicht verstanden zu haben", sagte der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzende Stephan Thomae mit Blick auf die Urteile aus mehreren Bundesländern gegen das Beherbergungsverbot. "Die hektische Rechtsetzung durch Bundes- und Länderregierungen hat sich nicht bewährt." Der FDP-Politiker fügte hinzu: "Im Rausch der Befugnisermächtigungen fielen so manche berechtigten Interessen von Arbeitnehmern und Unternehmern, Eltern und Ehrenamtlern unter den Tisch der Ministerialbürokratie." Am Freitag war bekannt geworden, dass das Bundesgesundheitsministerium im Eilverfahren die Sonderrechte für Spahn über den 31. März 2021 hinaus verlängern und ausbauen will.
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+++ 15:01 Baden-Württemberg ruft höchste Alarmstufe aus +++
Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mit.

+++ 14:55 Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades. Steinmeier habe sich nun selbst einem Corona-Test unterzogen, das erste Ergebnis liege aber noch nicht vor, sagte die Sprecherin am Nachmittag.

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Wegen eines infizierten Bodygards muss der Bundespräsident ab sofort in Quarantäne.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 14:30 Außenminister Maas ist Ansteckung wohl entgangen +++
Bundesaußenminister Heiko Maas hatte nach Angaben seines Sprechers beim EU-Außenministertreffen "keinen nahen Kontakt" zu seinem infizierten österreichischen Kollegen Alexander Schallenberg und wurde zuletzt negativ getestet. "Bei Dienstreisen des Auswärtigen Amts wird ein strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept angewandt. In diesem Rahmen wurden Außenminister Maas und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn in Luxemburg begleitet haben, routinemäßig und mit negativem Ergebnis getestet, zuletzt am gestrigen Freitag." Maas und Schallenberg hatten am Montag an dem Treffen in Luxemburg teilgenommen. Möglicherweise war Schallenberg seiner Sprecherin zufolge bereits an diesem Tag infiziert.

+++ 13:59 Mehr als 30.000 Corona-Tote im Iran +++
Die Anzahl der Corona-Toten hat im Iran nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Schwelle von 30.000 überstiegen. Binnen 24 Stunden seien 253 Tote registriert worden - die Sterbefälle liegen damit bei 30.123 sagte die Ministeriumssprecherin Sima Lari. Gleichzeitig sei die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar auf 526.490 gestiegen. Der drastische Anstieg der Fallzahlen hat zu kritischen Engpässen bei der medizinischen Versorgung der Corona-Patienten geführt. Nach Einschätzung des Corona-Krisenstabs spiegeln die Zahlen außerdem nur die Testergebnisse wider. Es könnte weitaus mehr Corona-Tote und Infizierte im Land geben.

+++ 13:26 Meck-Pomm hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf +++
Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.
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+++ 13:01 Wegen etlicher Neuinfektionen: Polen verschärft ab sofort Auflagen +++
In Polen sind 9622 neue Corona-Ansteckungen registriert worden - ein Rekordanstieg. Damit haben sich dort bisher 167.230 Menschen infiziert, 3524 starben nach einer Corona-Infektion. Ab diesem Samstag werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, zu sogenannten roten Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:33 Maas: Deutschland ist für Patienten aus anderen EU-Staaten bereit +++
Außenminister Heiko Maas hat mit Blick auf die stark steigenden Fallzahlen die Bereitschaft Deutschlands bekräftigt, wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. "Wenn es bei unseren Nachbarn in der Versorgung von Corona-Patienten Engpässe gibt, bieten wir natürlich schnell Hilfe an, wie unsere Kapazitäten dies erlauben", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Europäisch können wir das jetzt über das neue Frühwarnsystem viel besser koordinieren als im Frühjahr. Auf diese Solidarität setze ich, wenn es ein schwieriger Herbst wird." Mehrere Bundesländer haben sich bereits zur Aufnahme von Patienten aus EU-Nachbarstaaten bereiterklärt. Die EU stellt den Angaben zufolge 220 Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten, Ausrüstung und Personal zur Verfügung.

+++ 12:04 70.000 Menschen in NRW in Quarantäne +++
In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann derzeit etwa 70.000 Menschen wegen Corona in Quarantäne. Trotz Personallücken in den Gesundheitsämtern seien die nötigen Tests und Nachverfolgungen der Infektionsketten grundsätzlich aber gewährleistet, sagte er im Deutschlandfunk. NRW teste rund 350.00 Menschen pro Woche auf eine Infizierung mit dem Coronavirus - möglich seien derzeit sogar 400.000 pro Woche. Das NRW-Kabinett hatte am Freitag verschärfte Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen - darunter strenge Kontaktbeschränkungen und eine erweiterte Maskenpflicht, etwa in Fußgängerzonen, sowie eine Sperrstunde in Gebieten mit hohen Infektionsraten ab 23 Uhr.

+++ 11:32 Bericht: Berlin plant drastische Kontaktbeschränkungen+++
Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus plant der Berliner Senat laut "Tagesspiegel" eine drastische Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. Das gehe aus dem finalen Entwurf der neuen Infektionsschutzverordnung vor, berichtet die Zeitung. Zudem solle eine Maskenpflicht auf Märkten und anderen belebten öffentlichen Plätzen eingeführt werden. Beschlossen ist das aber noch nicht, die neuen Regeln stehen am Dienstag auf der Agenda.

+++ 11:14 Meldungen über Warn-App steigen enorm +++
Nach Ansicht von Kanzleramtsminister Helge Braun bewährt sich die Corona-Warn-App in der zweiten Infektionswelle. "Die Warnungen nehmen derzeit drastisch zu, wir sehen einen steilen Anstieg", sagte Braun der Rheinischen Post. Bis Dienstag hätten bereits 10.860 positiv getestete Nutzer eine Warnung über die App an ihre anonymen Kontakte aussenden können. Wie viele Personen dadurch tatsächlich gewarnt wurden, sei nicht bekannt, weil diese Daten wegen des dezentralen Ansatzes der App nicht vorhanden seien.

+++ 10:48 Merkel-Appell: Deutschland befindet sich in sehr ernster Phase +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort." Deutschland befinde sich in einer "sehr ernsten Phase" der Pandemie, sagte Merkel. Mehr zu dem Thema lesen Sie hier.

+++ 10:29 84 Kreise liegen über der Obergrenze +++
Den vierten Tag in Folge verzeichnet das RKI ein Ausmaß an Pandemie-Problemzonen in Deutschland wie noch nie zuvor, die Zahl der Kreise über der Obergrenze von 50 steigt im Vergleich zum Vortag um 13 auf den neuen Höchstwert von 84. Die Anzahl der Kreise, die bei der Sieben-Tage-Inzidenz die erste Warnschwelle von 35 Neuinfektionen aus den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnern überschreiten, steigt ebenfalls weiter an (im Vergleich zum Vortag um +7 auf 74). Weitere 72 Regionen liegen zwischen 25 und 34,9 (+7).

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+++ 10:07 Tschechien meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen +++
In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. 11.105 Ansteckungen verzeichnet das Gesundheitsministerium in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 160.112. Tschechien war zuletzt das Land in Europa, in dem die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße am stärksten stiegen.

+++ 09:39 Rekordwerte auch in der Ukraine +++
Die Ukraine verzeichnet eine Rekordzahl von 6410 Corona-Neuinfektionen. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert. Mit 5992 Neuinfektionen hatte die Ukraine bereits am Freitag einen neuen Rekord gemeldet. Insgesamt verzeichnet das Land 293.641 bestätigte Ansteckungen und 5517 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

+++ 09:08 Kreuzfahrt-CEO entsetzt über Verhalten der Bundesregierung +++
Die Corona-Krise hat auch die Kreuzfahrtbranche schwer getroffen. Aida Cruises will ab diesem Samstag wieder mit Mittelmeerreisen ins Geschäft starten. Im Interview mit der RTL/ntv-Redaktion kritisiert Michael Thamm, CEO beim italienischen Kreuzfahrt-Unternehmen Costa Crociere, in aller Deutlichkeit das Verhalten der deutschen Politik und den nicht vorhandenen Willen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. "Ich bin enttäuscht und entsetzt. Von der deutschen Politik habe ich nichts gehört", sagte er. Das Unternehmen ist eine der vier operativen Gesellschaften der Carnival Corporation & plc. Über sie betreibt der Weltmarktführer für Kreuzfahrten neben den Costa Kreuzfahrten auch die Schiffe der Marke AIDA Cruises.

+++ 08:47 Österreichs Außenminister mit Coronavirus infiziert +++
Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin seines Ministeriums bestätigt, dass Schallenberg positiv getestet worden sei. Der Minister sei symptomfrei. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, würden nun aber als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls getestet. Es sei möglich, dass Schallenberg bereits am Montag infiziert gewesen sei. An dem Tag hatte er ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen.

+++ 08:28 FDP fordert weitere Verbesserungen der Corona-Warn-App +++
Die Bundesregierung darf es aus FDP-Sicht nicht bei der aktuellen Überarbeitung der Corona-Warn-App belassen. "Die Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App ist zwar sinnvoll, aber weitere Optimierungen sind dringend notwendig", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger. Die Corona-Warn-App des Bundes wird an diesem Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. "Dringend erforderlich ist unter anderem eine datenschutzkonforme europäische Schnittstelle für eine umfassende Kompatibilität der App mit ihren Pendants in sämtlichen anderen europäischen Staaten", sagte die FDP-Politikerin. "Auch könnte es die Akzeptanz der App erhöhen, wenn endlich bekannte Schwächen wie ständige Fehlermeldungen, die fehlende Kompatibilität mit älteren Smartphone-Modellen und das Fehlen von Informationen über das regionale Infektionsgeschehen behoben werden."

+++ 08:05 Städtebund: Erneute Kita-Schließungen dürfen keine Option sein +++
Erneute Kita-Schließungen sind aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) auch bei einer Beschleunigung der Corona-Pandemie keine Option. "Wir müssen alles Notwendige dafür tun, dass auch die Kindertagesbetreuung gesichert bleibt", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". Angesichts steigender Infektionszahlen warnte Landsberg, dass es in diesem Bereich zu einer Häufung von Ansteckungen kommen könnte. Erzieher müssten nun besonders unterstützt werden, sagte Landsberg. Nötig sei ein Konzept "mit nach Möglichkeit einheitlichen Regelungen und Maßnahmen in den Bundesländern". Um den gestiegenen Anforderungen bei der Umsetzung von Hygienevorgaben und Regelungen gerade im Kita-Alltag gerecht werden zu können, schlug Landsberg sogenannte Alltagshelfer vor, "zusätzliche Hilfskräfte im nicht-pädagogischen Bereich", die die Erzieher in den Kitas bei alltäglichen, nicht pädagogischen Arbeiten unterstützen. Sie sollten durch die Länder koordiniert und finanziert werden.

+++ 07:31 Holocaust-Überlebende sollen zusätzliche Corona-Hilfen bekommen +++
Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage. Demnach können rund 240.000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministerium.

+++ 06:52 8,08 Millionen Corona-Infizierte in den USA +++
In den USA steigt die Zahl der Infizierten um mindestens 69.478 auf 8,08 Millionen an. Mindestens 899 Menschen sind demnach nach einer Ansteckung gestorben. Insgesamt sind 218.633 Menschen dem Virus erlegen.

+++ 06:22 Söder warnt vor Kontrollverlust bei Nachverfolgungen +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen vor einem Versagen der Kontaktnachverfolgung gewarnt. "Wir stehen kurz vor dem Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland. Das ist hochgefährlich", sagte Söder der "Passauer Neuen Presse". Wenn eine Nachverfolgung nicht mehr möglich sei, müssten Kontakte generell mit strikten Maßnahmen begrenzt werden. "Das wollen wir aber nicht." Deshalb sei es wichtig, "die Welle noch rechtzeitig zu brechen", betonte Söder. Die Gesundheitsämter müssten dringend ertüchtigt werden, um die Kontaktverfolgung zu gewährleisten.

+++ 05:48 Brinkhaus fordert einheitliche Linie bei Beschränkungen +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. "Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona", schrieb der CDU-Politiker in einem Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU. Kanzleramtschef Helge Braun hatte die Unionsabgeordneten am Freitagabend in einer sogenannten fraktionsoffenen Videoschaltkonferenz ohne Anwesenheitszwang über die aktuelle Corona-Lage ins Bild gesetzt. Brinkhaus schrieb, grundsätzlich bleibe es bei der Linie, dass die Unionsparteien auf Eigenverantwortung und Vernunft setzen würden. Ganz besonders gelte das während einer Pandemie. Was nicht unbedingt notwendig sei - jede Feier, jede Reise - solle vermieden werden.

+++ 04:39 Wieder neuer Höchstwert in Deutschland +++
Das Robert-Koch-Institut meldet mit 7830 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle seit Pandemie-Beginn auf 348.557. 9767 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der wieder Genesenen schätzt das RKI auf 290.000. Als aktuell infiziert gelten damit rund 56.600 Personen.

+++ 03:40 Politiker fordern vorgezogene Weihnachtsgeld-Zahlungen +++
Aus Sorge vor einem erneuten Corona-Lockdown vor Weihnachten haben Politiker mehrerer Parteien eine vorgezogene Auszahlung von Weihnachtsgeld gefordert. "Dann können viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf der "Bild"-Zeitung. So müsse sich der Handel "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten".

+++ 02:09 Kanzleramtsminister Braun will Staatsakt für Tote +++
Kanzleramtsminister Helge Braun will eine besondere Ehrung für Corona-Tote. "Ich spreche mich dafür aus, einen Staatsakt für die Opfer abzuhalten, wenn die Corona-Pandemie im Wesentlichen besiegt ist", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

+++ 00:52 Kommunen halten manche Regeln für kaum kontrollierbar +++
Der Städte- und Gemeindebund hält die Einhaltung einzelner Coronaregeln für kaum kontrollierbar. Wo Clubs und Bars wieder geschlossen werden, verlagere sich das Partyleben in Parks oder auf große Wiesen, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Bild"-Zeitung. "Da kann nur stichprobenartig kontrolliert werden, mehr ist personell gar nicht möglich." Es gebe "ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Ordnungskräften und Feiernden, die sich an immer neuen Orten treffen".

+++ 23:34 754 weitere Tote in Brasilien +++
In Brasilien ist die Zahl der Corona-Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 754 auf 153.214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen klettert demnach um 30.914 auf 5,2 Millionen.

+++ 22:26 Mehr als 25.000 neue Fälle in Frankreich - Neun Städte gehen in Teil-Lockdown +++
In Frankreich haben sich erneut 25.086 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Behörden melden. Damit liegt nun der Schnitt der Neuinfektionen für die letzten sieben Tage über 20.000. Gestern waren sogar 30.000 neue Fälle dazugekommen. Angesichts der explodierenden Zahlen geht das Land in den Teil-Lockdown. Ab dem Wochenende dürfen die Menschen in den Ballungsräumen und Corona-Hotspots Paris, Marseille, Lyon, Lille, Rouen, Saint-Etienne, Grenoble, Toulouse und Montpellier ihre Häuser zwischen 21 Uhr und 6 Uhr morgens nicht mehr verlassen. Ausnahmen gibt es für Fahrten zur Arbeit, medizinische Gründe, das Ausführen eines Hundes oder die Pflege eines Angehörigen. Im französischen Grenzgebiet zu Deutschland sorgte die Einstufung als Risikogebiet für Unruhe.

+++ 21:46 Schweden meldet erstmals Mehrfach-Infektion einer Genesenen +++
Erstmals ist nun auch in Schweden ein Fall einer Mehrfach-Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Wie die "Dagens Nyheter" berichtete, wurde eine 53-jährige Frau in einem Göteborger Krankenhaus positiv getestet, die bereits Monate zuvor an Covid-19 erkrankt gewesen war. Demnach hätte eine Genom-Analyse der bei ihr gefundenen Viren aus dem Mai und aus dem August ergeben, dass es sich um zwei unterschiedliche Infektionen gehandelt habe und nicht etwa um das Wiederaufflammen einer bereits bestehenden. Die untersuchenden Wissenschaftler sehen dadurch die grundsätzliche Annahme, eine überstandene Infektion bedeute zumindest ein gewisses Maß an Immunität, nicht widerlegt. Im Gegenteil: "Wenn überhaupt, dann zeigt dies, dass die Frau tatsächlich eine teilweise Immunität aufgebaut hat. Ihre zweite Infektion war nur sehr mild", sagte Johan Ringlander vom Sahlgrenska Universitätskrankenhaus.

+++ 21:30 Gerichte: Hamburgs Beherbergungsverbot bleibt - in Brandenburg vorerst aufgehoben +++
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots vorläufig gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, teilte es am Abend mit. Unterdessen lehnte das Oberverwaltungsgericht Hamburg einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot der Hansestadt in zweiter Instanz ab. Zuvor hatte den Antrag auch das Verwaltungsgericht bereits zurückgewiesen. Gestellt hatte ihn nach Angaben des Gerichts ein Ehepaar aus Köln in Nordrhein-Westfalen, das heute anreisen wollte. Der Beschluss ist nicht anfechtbar. Der Schutz des Lebens und der Gesundheit der Menschen in Hamburg seien bedeutsamer als das private Interesse der Antragsteller an einem Erholungsurlaub in Hamburg, begründete das Gericht die Entscheidung.

+++ 21:11 Berliner Sperrstunde teilweise gekippt: Senats-Eilantrag scheitert +++
Der Berliner Senat ist zunächst mit dem Versuch gescheitert, die Sperrstunde in der Hauptstadt weiter flächendeckend durchzusetzen. Das teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg mit. Der Senat hatte eine sogenannte Zwischenverfügung beantragt. Die Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass unter anderem Bars und Kneipen wieder nach 23 Uhr öffnen dürfen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen. Gegen die Sperrstunde waren elf Gastronomen mit Eilanträgen vorgegangen. Nach ihrer Ansicht gibt es keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten von 23 bis 6 Uhr. Der Senat hob hervor, dass sich nur die elf Gastronomen auf den Beschluss berufen könnten. Der Hotel- und Gaststättenverband ging am Freitag aber davon aus, dass nun viele Wirte länger öffnen werden.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/rts/AFP