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Handel soll erleichtert werden Asiatische Länder wollen eine Zeitzone

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Sonnenuntergang auf Bali.

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Von Myanmar bis auf die Philippinen sollen die Uhren schon bald gleich gehen. Nach dem Willen der Asean-Staaten soll eine gemeinsame Zeitzone geschaffen werden. Die Pläne der zehn Staaten gehen aber noch weiter.

Die zehn Mitgliedsländer der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean wollen eine gemeinsame Zeitzone einrichten. Man sei diesem Ziel einen Schritt näher gekommen, sagte Malaysias Ministerpräsident Najib Razak auf einem Asean-Gipfel in Kuala Lumpur. Man hoffe, bis zum nächsten Treffen im November einen Konsens zu erreichen.

Die Pläne sehen vor, in den ASEAN-Staaten einheitlich die gleiche Uhrzeit einzuführen. Dies soll unter anderem den Handel unter den Mitgliedsländern erleichtern. Bisher ist die Region in drei Zeitzonen aufgeteilt. Bei dem Gipfel, der unter starken Sicherheitsvorkehrungen stattfand, wurden auch die Vorbereitungen für eine Wirtschaftsunion in Südostasien vorangetrieben.

Die zehn Asean-Länder wollen bis Ende 2015 einen gemeinsamen Markt schaffen. Ziel ist eine Wirtschaftszone praktisch ohne Zölle, mit freier Bahn für Waren, Dienstleistungen, Investitionen, Fachkräften und Kapital. Asean umfasst Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar.

In der Abschlusserklärung zeigte sich Asean besorgt über chinesische Landgewinnung in umstrittenen Gebieten im Südchinesischen Meer. Dies könnte Frieden und Sicherheit in einer der meist befahrenen Seefahrtsrouten gefährden. Der Staatenbund habe die Außenminister der Mitgliedsländer angewiesen, konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Mehrere Asean-Staaten erheben Ansprüche auf Teile des Südchinesischen Meeres, das allerdings Peking weitgehend für sich beansprucht.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa

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